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DE496958C - Verfahren zur Erregung latenthydraulischer Bindemittel - Google Patents

Verfahren zur Erregung latenthydraulischer Bindemittel

Info

Publication number
DE496958C
DE496958C DEI32434D DEI0032434D DE496958C DE 496958 C DE496958 C DE 496958C DE I32434 D DEI32434 D DE I32434D DE I0032434 D DEI0032434 D DE I0032434D DE 496958 C DE496958 C DE 496958C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
excitation
latent hydraulic
hydraulic binders
cas
slag
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI32434D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl Hahn
Dr Emil Reubke
Dr Heinrich Weidenbach
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI32434D priority Critical patent/DE496958C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE496958C publication Critical patent/DE496958C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/14Cements containing slag
    • C04B7/147Metallurgical slag
    • C04B7/153Mixtures thereof with other inorganic cementitious materials or other activators
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P40/00Technologies relating to the processing of minerals
    • Y02P40/10Production of cement, e.g. improving or optimising the production methods; Cement grinding

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erregung latenthydraulischer Bindemittel Man hat schon Zemente verwendet, die die verschiedensten Stoffe, u.a. auch Calciumsulfat und Caldumsulfid, in geringen Mengen enthielten. Diese Zemente wiesen aber im günstigsten Falle unbedeutende Zunahmen der Festigkeiten auf. Eine vorteilhafte technische Anivendur#g konnten derartige Zemente nicht finden. Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahrm zur Erregung latenthydraulischer Bindemittel.
  • Unter latenthydraulischen Bindemittelnversteht man natürliche oder künstliche Stoffe, die allein als Pulver mit Wasser vermengt kein ausgeprägtes Abbinde- oder Erhärtungsvermögen aufweisen, die aber durch andere Stoffe zur Entfaltung ihrer hydraulischen Energie angeregt werden. Die Erregung erfolg gt durch alle Stoffe, die beim Anmachen mit Wasser eine alkalische Reaktion hervorrufen. In der Praxis verfährt man daher so, daß man die latenthydraulischen Bindemittel, z. B. Schlacken geeigneter Zusammensetzuilg und physikalischer Struktur, mit Kalk, P#ortlandzement oder Zesintertem Mergel (Natur-Zement) vermahlt. Die mit Kalk hergestellten Bindemittel sind nicht lagü#rbestäi#dig, da der Kalk durch Kohlensäureaufnahme aus der Luft beim Lagern seine alkalischeEigenschaft verliert. Die mit Portlandzeinent oder gesintertem - Mergel hergestellten Produkte sind Iagerheständig, doch ist diese Art der Erregung teuer.
  • Es wurde gefunden, daß man die Sulfide der Erdalkalien, z. B. Calciumsulfid, sehr gut als Erreger verwenden kann. Man kann demnach einen Teil des Portlandzeinentes durch Schwefelcalcium ersetzen, oder man kann btei gleichem Portlandzementzusatz durch Zusatz von Schwefelcaldum wesentlich höhere Festigkeiten erhalten. Das Caldumsulfid spaltet sich mit Wasser nach der Gleichung: 2 CaS + 2 H,0 = Ca(OH), + Ca(SH)2 und erhöht so die Alkalität -und damit die erregende Wirkung.
  • Viele technische Schlacken, die als latenthydraulische Bindemittel Verwendung finden, z. B. die Hochofenschlacken, enthalten oft schon geringe Mengen SchwefelcaIcium; dieser- Gehalt ist jedoch bisher als unwesentlich betrachtet worden. Die erregende Wirkung von SchwefelcaIcium ist an sich bekannt aus Versuchen, die an Schlacken unternommen worden sind, denen durch Verschmelzen ein Gehalt an CaS eiiiverleibt worden ist. Die Erfindung gründet sich auf die Erkenntnis, daß die erregende Wirkung allein schon durch Zumischen des Sulfids erzielt werden kann, und daß es eines Schmelzprozesses nicht bedarf.
  • Beispiele Die stark erregende Wirkung des Schwefelcaldums wird durch folgende Festigkeitsprüfungen bewiesen: Die drei Hochofenzemente A, B und C, die aus 7o Teilen Schlacke, 28 Teilen Portlandzementklinker und 2 Teilen Gips hergestellt waren, wurden mit den in der folgenden Tabelle angegebenen Mei#gein Schwefelcaldurn versetzt. Die dazu verwendete Schlacke enthielt ursprünglich o,2 % Sch-,vefelcaldum.
    Nr. Druckfestigkeiten.
    3Tagel 7Täge 28 TageW. 28 Tage X.
    A 108 :192 371 345
    mit 5 '/, CaS 138 2211 391 445
    B 189 2,87 468 448
    mit 5 '/o CaS 229 335 516 573
    C Ige 289 491 497
    mit 5'/, CaS 9,29 353 576 588
    Im Falle des Hochofenzernents A -errält man eine Steigerung der Druckfestigkeif von iookg bei 28tägiger kombinierter Lagerung, im Falle B eine von 12 5 kg, im Falle C eine von 9 1 kg; außerdem zeigt sich ein merkliches Ansteigen der 3tägigen Festigkeiten.
  • Die drei Zemente D, E und F,- die aus 7o Teilen Schlacke, 28 Teilen Klinker und-2 Teilen Gips hergestellt waren, wurden mit 3 % CaS versetzt und ihre Druck- und Zugfest#gkeit nach 28tägiger Wasser- und kombinierter Lagerung festgestellt. Es zeigt sich, daß neben der erheblichen Steigerung dir Druckfestigkeiten auch die Zugfestigkeiten vo,rteilhaft beeinflußt werden.
    Druckfestigkeit Zug-festigkeit
    28Tg.W.128Tg.K ?8Tg.W.i28Tgr.K.
    D 459 483 33,7 25,9
    mit 3 '/(, CaS 555 617 40,8 31J
    IE- 366 358 36,5 9-5,4
    mit 3 '/, CaS - 455 477 38,3 28,3
    F 510 487 41,7 ?,8,4
    mit 3 "/, CaS 561 62,7 44,7 37,3
    Von besonderem Wert ist die Verwendung des Schwefelcalciums in den Fällen, in denen solche latenthydraulischen Bindemittel verarbeitet werden, die auf Grund ihrer Her-Stellung kein SchwefelcaIcium. enthalten, z. B. bei der Verarbeitung von Schlacken, wie sie erhalten werden, wenn man Rohphosphat, Kohle, Ideselsäure- und tonerdehaltige Zuschläge im elektrischen Ofen oder Schachtofen erhitzt und die Menge der Zuschläge so bemißt, daß als Schlacke ein latenthydraulisches Bindemittel entsteht, welches eine der Hochofenschlacke ähnliche Zusammensetzung (12 bis 35 Ofo A1203, 18 bis 38 % S'02, 40 bis 55 % Ca0) hat und wie diese auf Hochofenzernent verarbeitet werden kann.

Claims (1)

  1. PATIENTAXSPRVCH' Verfahren zur Erregung latenthydraulischerBindemittel, dadurchgekennzeichnet, daß man zu einer Mischung derselben mit Po.rtlandzement, gesintertern Mergel oder hydrauliscUern Kalk Sulfide der Erdalkalien in einer etwa io 0/6 nicht übersteigenden Menge bei der Mahlung zusetzt.
DEI32434D 1927-10-18 1927-10-18 Verfahren zur Erregung latenthydraulischer Bindemittel Expired DE496958C (de)

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