DE496057C - Walzwerk zur Herstellung insbesondere von Werkstuecken aus schwer verformbaren Metallen und Metallegierungen - Google Patents
Walzwerk zur Herstellung insbesondere von Werkstuecken aus schwer verformbaren Metallen und MetallegierungenInfo
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Classifications
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- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
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- B21H7/00—Making articles not provided for in the preceding groups, e.g. agricultural tools, dinner forks, knives, spoons
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Description
- Walzwerk zur Herstellung insbesondere von Werkstücken aus schwer verformbaren metallen und Metallegierungen Die Herstellung .großer Stückzahlen gleicher Form aus Metallen und Legierungen erfolgt üblich entweder durch Walzen oder durch Pressen im Gesenk unter dem Fallhammer, :der Spindel- oder Exzenterpresse.
- Beim ZZ'.alzeli sind die in Betracht kommenden Profile entweder in die Walzen selbst oder in besondere 'Matrizenköpfe eingeschnitteil. Das Walzgut läuft dabei in üblicher Weise durch die Walzen hindurch, und es steht daher für die eigentliche Formgebung lediglich (las Einzugsvermögen der Walzen zur Verfügung. Dieses ist aber nicht ausreichend, um schwer verformbare Metalle und Legierungen in die Formen zu drücken, insbesondere, -wenn diese eine einigermaßen nennenswerte Tiefe besitzen. Es zeigt sich ferner die Schwierigkeit, daß häufig das Ende ,leWalzstabes beim Durchgang durch die Walzen nicht mehr auf genügen,l hoher Temperatur ist, tim einwandfrei verformt -werden zu können.
- Beim Gesenkschmiedenliängt die Erreichung der richtigen Form außer von der günstigsten Arbeitstemperatur .ganz -wesentlich von der Einhaltung der geeigneten Schlagstärke ab. Ist der Arbeitsinhalt des Schlaghammer. bzw. der Presse bei einem Schlag zu gering, so -wird :las Werkstück nicht stark genug gepreßt, und die gewollte Form -wird nicht scharf ausgeprägt erhalten. Es muß dann, um Glas Fnrinstück in einwandfreiem Zustand zu erhalten, noch ein zweiter Schlag ausgeführt werden, vor dessen Ausführung das Werkstück erneut auf Arbeitstemperatur gebracht werden muß. Ist dagegen der Arbeitsinhalt des Hamin,rs zu groß, so wird unter Umständen (las Gesenk beschädigt. Beim Gesenkschmieden ist ,außerdem auf genaue Einhaltung der Arbeitstemperatur zu achten, da mit steigender Temperatur die Fließgrenze des zu bearbeitenden Materials abnimmt, bei zu hoher Temperatur also ebenfalls Schädigungen des Gesenkes eintreten können bzw. bei zu niedriger Temperatur (las Formstück nicht ausgeprägt wird.
- Nach der Erfindung -wird zur Herstellung von Formstücken ein Walzwerk benutzt, (las gewissermaßen eine Verbin#lung der beiden vorstehen#I erwähnten Arbeitsmethoden ermöglicht, aber ihre Nachteile vermeidet.
- Gemäß der Erfindung -werden Gesenke in exzentrisch gelagerte Walzen eingelassen, und zwar so, daß die Gesenke nicht über die Oberfläche der Walzen hervorragen. Dabei können die Gesenke entweder in die Walzen eingraviert sein oder in besonderen kastenförmigen Vertiefungen der Walzen auswechselbar angebracht sein. Die Gesenke werden (labe- an den Stellen oder in der Nähe der Stellen der Walzenoberfläche angebracht, die den größten Abstand von der Drehachse haben. Das, -wenn nötig, vorgewärmte Walzz# e, g ly geöffnetem ##'aL7enspalt, d. li. ut wirrl bei b bei der Stellung der Walzen, bei dem die Gesenke den größten Abstand voneinander haben, zwischen die Walzen gebracht und dann durch die bei der Weiterdehnung der Walzen bewirkte Schließung des Walzenspalte: in die gewünschte Form gepreßt und dann in dein beim Weiterdrehen der Walzen sich wieder erweiternden Walzenspalt wieder freigegeben. Der große Vorteil dieses Arbeitsverfahrens gegenüber den bisher benutzten Gesenkschmieden besteht darin, daß der Werkstoff dabei unter allen Umständen in die Gesenke gepreßt wird, daß aber anderseits die Preßarbeit stets nur auf das Werkstück selbst übertragen werden kann, während die Werkzeuge nur bis zur drucklosen Berührung kommen, die Gesenke also nicht zerstört werden. Während beim gewöhnlichen Walzen ;las Einbringen des Werkstoffes in die Forinen ausschließlich durch die Zugkraft der Walzen bewirkt wird, wirkt hier die Stauchkraft .der exzentrisch bewegten Walzen auf das Walzgut. Die Stauchgeschwindibkeit läßt sich durch Regelung der Tourenzahl des Walzwerkes beliebig wählen, das Stauchv ermögen durch die Exzentrizität, so daß eine genügend scharfe Formgebung auf alle Fälle gewährleistet ist. Das Arbeitsvermögen der Walzen läßt sich also lediglich durch die Stärke des Antriebes bzw. die Energie des Schwungrades einstellen. Ein zii starker Antrieb ist dabei nicht gefährlich, da, wie bereits oben erwähnt, die Walzen nicht aufeinan.derprallen können. Zur Verhinderung von eintretenden Brüchen kann man gegebenenfalls noch Brechstifte in der Kuppelung anhringen oder eine andere beliebige Sicherheitsmaßnahme treffen. Nach diesem Verfahren können Formen von bedeutend größeren Höhenunterschieden hergestellt werden als nach dein üblichen '\@Talzverfahren, da '\Ä'erkstücke beliebiger Stärke, also stets genügende Materialmengen, zwischen die Walzen gebracht werden können. Diese Arbeitsweise bietet ferner gegenüber dem üblichen Walzverfahren noch den Vorteil, daß jeweils nur ein Stück vom Ende der Stange verformt wird, das sofort nach dem Pressen von der Stange abgetrennt werden kann. Der Rest der Stange kann dann wieder auf die geeignete Arbeitstemperatur gebracht werden und während des -geöffneten Walzenspaltes von neuem zwischen die Walzen geführt werden. Zweckmäßig arbeitet man gleichzeitig mit zwei oder mehr 'verschiedenen Werkstücken, von denen jeweils eins sich zur Nachwärmunin einem Ofen befindet, während das andere der Formgebung unterzogen wird. Bei jeder Walzenumdrehung findet dabei ein Wechsel der Werkstücke statt.
- Die Wirkung der exzentrisch gelagerten Walzen läßt sich noch dadurch verstärken, daß man das Walzgut nicht in üblicher Weise in Richtung der Walzendrehung zwischen die Walzen einführt, sondern in Anlehnung an das Pilgerschrittverfahren in entgegengesetzter Richtung. Dadurch, daß das Walzgut gegen die sich schließenden Walzen gedrückt wird, wird die auf das Walzgut ausgeübte Stauchliraft noch verstärkt.
- Sofern es zweckmäßig ist, daß die Gesenke sich während des Walzvorganges an allen Punkten ihrer Oberflächen berühren, kann man dies dadurch erreichen, daß man die Oberflächen der Gesenke oder die Oberflächen der Walzen an den Stellen, an denen die Gedenke eingelassen sind, als Ausschnitte von Zylindermänteln ausbildet, deren Achsen mit der Drehachse der Walzen zusammenfallen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: z. Walzwerk mit vorzugsweise in die Walzen .eingelassenen Gesenken zur Herstellung insbesondere von Werkstücken aus schwer verformbaren hfetallen und Metallegierungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen exzentrisch gelagert sind.
- 2. Walzwerk nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß der Walzvorgang nach dem Pilgerschrittverfahren erfolgt.
- 3. Walzwerk nach Anspruch r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächen der Gesenke oder der Walzen an den Stellen, an denen die Gedenke eingeschnitten sind, Ausschnitte von Zylindermänteln bilden, deren Achse mit der Drehachse der Walzen zusammenfällt, um beim Walzen eine Berührung der Gedenke in ihrer Gesamtoberfläche zu erreichen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH107925D DE496057C (de) | 1926-09-09 | 1926-09-09 | Walzwerk zur Herstellung insbesondere von Werkstuecken aus schwer verformbaren Metallen und Metallegierungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH107925D DE496057C (de) | 1926-09-09 | 1926-09-09 | Walzwerk zur Herstellung insbesondere von Werkstuecken aus schwer verformbaren Metallen und Metallegierungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE496057C true DE496057C (de) | 1930-04-14 |
Family
ID=7170421
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH107925D Expired DE496057C (de) | 1926-09-09 | 1926-09-09 | Walzwerk zur Herstellung insbesondere von Werkstuecken aus schwer verformbaren Metallen und Metallegierungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE496057C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3170343A (en) * | 1962-05-15 | 1965-02-23 | Cem Comp Electro Mec | Apparatus for manufacturing metal parts by deformation |
-
1926
- 1926-09-09 DE DEH107925D patent/DE496057C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3170343A (en) * | 1962-05-15 | 1965-02-23 | Cem Comp Electro Mec | Apparatus for manufacturing metal parts by deformation |
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