DE483916C - Aus einem Gussstueck bestehender, im Querschnitt rechteckiger Kolbenring - Google Patents
Aus einem Gussstueck bestehender, im Querschnitt rechteckiger KolbenringInfo
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- B23P15/00—Making specific metal objects by operations not covered by a single other subclass or a group in this subclass
- B23P15/08—Making specific metal objects by operations not covered by a single other subclass or a group in this subclass piston rings from several pieces
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Kolbenringe für Verbrennungskraftmaschinen und
auf Verfahren zum Gießen solcher Kolbenringe und verfolgt den Zweck, hochgradig elastische Ringe herzustellen, deren Verschleißfläche
frei ist von Stellen von solcher Härte, daß sie eine ungleichmäßige oder übermäßige" Abnutzung des Zylinders verursachen.
Es ist allgemein gebräuchlich, Kolbenringe dadurch herzustellen, daß ein rohrförmiges
Gußstück aus einer Eisensorte angefertigt wird, die ein wenig weicher ist als das Metall, aus welchem die Zylinder gegössen
werden. Das Rohr wird nach dem Aus*· bohren der Innen- und dem Abdrehen der
Außenfläche in. schmale Stücke zerschnitten, welche dann geschliffen, zur Ermöglichung
der Ausdehnung und Zusammenziehung auf der einen Seite aufgeschlitzt und so gestaltet
werden, daß sie nach dem Aufbringen auf den Kolben in den Zylinder passen. Solche
Ringe werden durch sorglose oder ungeschickte Arbeiter beim Einsetzen in die KoI-bennuten
so leicht verdrillt, daß es bei der Herstellung von Ringen höherer Qualität gebräuchlich
geworden ist, jeden Ring für sich zu gießen, in dem Bestreben, bessere! Gußstücke
und in viel höherem Maße nachgiebige Ringe zu erzielen.
Wird ein kleines leichtes Gußstück in der gebräuchlichen Weise hergestellt, so weist es
eine äußere Oberflächenschicht auf, die wegen rascher Abschreckung in der Form
sehr hart ist. Wird diese harte Schicht nicht vollständig entfernt, so gibt es im ringförmigen
Gußstück eine Stelle, die härter ist als der Zylinder; diese wirkt in dem Sinne, daß
sie die Zylinderwandung ritzt. Wird die abgeschreckte Oberflächenschicht vollständig
entfernt, so ist der Ring nicht mehr elastisch oder doch nur sehr viel weniger elastisch als
ein Ring, der in der oben beschriebenen Weise durch Abschneiden von Teilstücken von einem Rohr hergestellt worden ist,
Um alle Vorzüge der einzeln gegossenen ' Ringe beizubehalten und gleichzeitig ihre
Mängel zu vermeiden, wird erfindungsgemäß ein aus einem Gußstück bestehender, im
Querschnitt rechteckiger Kolbenring derart ausgebildet, daß nach" der Bearbeitung durch
Drehen und Schleifen (ohne Hämmern) seine Außenumfangsfläche und ein an diese grenzendes
Stück einer jeden Seitenfläche aus Metall von geringerer Härte bestehen als dem des Zylinders, mit dem zusammen der Kolbenring
benutzt wird, während die Oberflächenschicht des inneren Umfanges und des verbleibenden Stückes jeder Seitenfläche zwar
aus dem nämlichen Werkstoff bestehen, je- = doch größere Härte aufweisen als die Oberflächenschicht
des Außenumfanges.
Um dieses Ergebnis zu erzielen, ist das Gußstück am äußeren Umfang viel breiter
gemacht als auf seinem inneren Teil und der Durchmesser des Gußstückes größer ge-
halten als der des fertiggemachtem Ringes, so daß, wenn die Seitenflächen durch Bearbeitung
parallel gemacht werden und der Ring bis zur richtigen Größe seines äußeren Umfanges abgedreht wird, die gesamte harte
abgeschreckte Außenschicht des Gußstückes von der sich abnutzenden Ringfläche entfernt
ist, während Teile der beiden Seiten und des inneren Umfanges eine OberfLächenschicht
aus abgeschrecktem, hartem, elastischem Metall beibehalten·, welches als leinie
Feder wirkt und den Ring nachgiebiger und weniger leicht verformbar macht als Ringe
ohne solche Oberflächenschicht. Bei von der Innenseite her gehämmerten Ringen ist es bereits bekannt, daß die Oberflächenbeschaff
einheit an der Innenfläche eine andere ist als auf der Außenseite, obgleich
der Ring durchweg aus dem gleichen Werkstoff 'besteht. Bei rechteckigem. Querschnitt
führt das Hämmern, von der Innenseite her zum, Auftreten vereinzelter, besonders harter
Stellen an der Lauffläche. Wird zur Vermeidung solcher Fehler der Ring auf der Innenseite
mit einer Kerbnut versehen, so bedeutet diese Nut eine Verschwächung der Biegungsfestigkeit, die durch größere Querschnittsabrnessungen
ausgeglichen werden muß.
Beim Erfindungsgegenstand wird diezweckmäßigste
Obeirflächenbeschaffenheit an allen Stellen ohne Abweichung von der aus Festigkeitsgründen
erwünschten rechteckigen Qtiersdmittsform
erreicht.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, Kolbenringe auf ihrem Umfange mit einer
Schicht von Teibungsminderndem Stoff von einer Zusammensetzung zu versehen, die verschieden
ist von der des den' Körper ides Ringes bildenden Werkstoffes. Demgegenüber
sind bei Ringen, die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellt sind, alle
Stücke des Ringes zusammen hervorgebracht, um 'einen durchgehenden molekularen Zusammeinhanig
zu ,erzielen und dabei doch auf der einen Ringzone geringere Härte zu bekommen
als die OberfLächenihärte des Zylinders,
mit dem zusammen der Ring benutzt wird, ferner eine mit dem Ring- einheitlich
zusammenhängende und aus dem gleichen Werkstoff bestehende Zone, die die Eigenschaft
größerer Elastizität aufweist, weil hinsichtlich der molekularen Anordnung eine
Verschiedenheit besteht, die durch die raschere Abkühlung dieser Zone infolge ihrer
unimittelbaren Berührung mit den Wandungen dex Form hervorgebracht ist.
So ziemlich alle handelsüblichen! Metall-
gußstücfce bestehen aus einem Gemisch von verschiedenen Bestandteilen, die vierschiedener
molekularer Anordnungen fähig sind. Die Beschaffenheit des fertigen Erzeugnisses hängt
von der Art und Weise ab, wie diese verschiedenen Anordnungen während des Herstellungsverfahrens
in die Erscheinung treten. Die elastische äußere Haut, welche die U-förmige gehärtete Schicht badet, die als
Oberflächenschicht des inneren Umfangesund des inneren Stückes der SeitenfLächm zurückbleibt,
ist nahezu aus den nämlichen chemischen Bestandteilen zusammengesetzt wie der Werkstoff, der den weicheren äußeren Umfangsteil bildet. Der Härteunterschied rührt
hauptsächlich von der Verschiedenheit in der molekularen Anordnung des Werkstoffes her,
die sich ergibt, wenn die geschmolzene Legierung in der Form gehalten wird. Auf der Zeichnung sind
Abb. ι und 2 'eine Oberansicht und ein
Querschnitt des Gußstückes,
Abb. 3 und 4 eine Oberansicht und ein Querschnitt des fertiggemachten Ringes,
Abb. S ein in größerem Maßstabe gehaltener
Querschnitt der bevorzugten Ausführungsform des Gußstückes,
Abb. 6 ein Querschnitt, der den Umriß nach Entfernung des ersten Teiles des überschüssigen
Werkstoffes angibt,
Abb. 7 ein Querschnitt, der die Verteilung des Werkstoffes im fertiggemachten Ring erkennen
läßt;
Abb. 8 und 9 sind Querschnitte von abgeänderten
Bauarten, und
Abb. 10 ist .ein Querschnitt eines Teilstükkes
einer anderen Ausführungsform des Rohgußkörpers.
Bei der Ausführungsform, deren aufeinanderfolgende Herstellungsstufen aus den
Abb. 5, 6 und 7 ersichtlich sind, wird der Ringgußkörper auf seinem äußeren Umfang
mit vergrößerter Breite ausgeführt, indem zum Querschnitt seitlich vorspringende Randstücke
10 hinzutreten, die sich auf jeder Seite weit genug hinaus erstrecken, um die bei 11 durch
dunklere Schattierung angedeutete Außenschicht von abgeschrecktem. Werkstoff außerhalb
der Seitenebene des fertiggemachten Ringes zu enthalten. Der Gußkörper ist ferner im Durchmesser um einen hinreichenden
Betrag größer als der fertiggemachte Ring, so daß, wenn das äußere Umfangsstüdlc
weggenommen wird, um den Gußkörper auf den Ringdurdhmesser herunterzubringen, die gesamte abgeschreckte Schicht von
der sidh abnutzenden Fläche entfernt ist. Nach dem Wegnehmen des Metallüberschusses
von der äußeren Umfangsfläcihe und von den äußeren Rändern der Seitenflächen wird
nur ein kleines Stück des gehärteten Metalls vom inneren Umfang und vom inneren Stück
der Seitenflächen beim Fertigschleif en wieggenommen, wie durch · den schmalen Raum
zwischen der strichpunktierten Linie und dem
Querschnitt in Abb. 7 angegeben. Selbstverständlich sind die gezeichneten Abmessungen
stark übertrieben.
Das innere Stück 12 des Gußkörpers ist frei von dem auf den Außenflächen des Gußkörpers
gebildeten gehärteten Metall. Wird der Umriß in der aus Abb. 5 ersichtlichen
Weise gestaltet, so läßt die Entfernung der über die ebenen Ringseitenflächen vorspringenden
Stücke 10 auf jeder Seite das weiche Innere auf kurzem Abstand vom Außenumfang
freiliegen, wie bei 13 angegeben, während das Abdrehen der Außenfläche zum Herunterbringen
des Rohgusses auf den Ringdurchmesser eine weiche Abnutzungsfläche 14
freilegt. Somit kann, ehe ein Durchmesser erreicht wird, der seine Ersetzung notwendig
macht, der Ring abgenutzt werden, bevor die harten, auf den Seiten belassenen Stücke 11
erreicht werden.
Das auf der Außenfläche des inneren Stükkes und den inneren Stücken der Seitenflächen
verbleibende gehärtete Stück wirkt als ein federndes Organ, das hinreichende Nachgiebigkeit verleiht, um den Ring in richtiger
Berührung mit dem Zylinder zu erhalten und ihn zu veranlassen, nach Verdrillung seine runde Umrißform wieder anzunehmen.
Die strichpunktierten Umrißlinien in den Abb. 8 und 9 veranschaulichen andere Querschnitte,
welche benutzt werden können, um verschiedene Verteilungen der gehärteten, im fertigen Ring verbleibenden Stücke anzugeben.
Bei den in Abb. 8 gezeichneten geraden Seitenflächen bleibt weniger abgeschrecktes
Material zurück als bei den gekrümmten, in Abb. 9 gezeichneten Flächen. Natürlich können
auch sonstige gleichartige Querschnitte angewendet werden. Das wesentliche Merkmal
ist in jedem Fall das, daß auf jedei* Seite ein Metallüberschuß verbleibt, und daß
die Durchmesservergrößerung des Gußstükkes gegenüber dem fertigen Ring die Gewißheit
liefert, daß sämtliches Metall von unerwünschter Härte vom äußeren Umfang und
einwärts von den Außenkanten entfernt werden kann und doch, auf dem inneren Umfang
und von diesem auswärts auf den Seitenflächen sich erstreckend, ein U-förxniges,
abgeschrecktes, federndes Stück verbleibt.
Bei der in Abb. 10 gezeichneten Querschnittsfarm des Rohgußstückes wird ein Zylinder
14 mit einer Reihe von inneren Rippen 15 und Kanälen 16 gegossen. Die Innenfläche
des Zylinders und die Kanalflächen werden beim Gießen abgeschreckt. Der Zylinder
wird in Teilstücke zerschnitten; die Schnittflächen befinden sich in der Mitte der Kanal·
boden. Die Ringrohlinge werden wie gesondert gegossene Rohlinge dadurch fertig bearbeitet,
daß ihre äußere Umfangsfläche bis zu einer Stelle unter dem gehärteten Stück weggenommen wird, ferner durch Wegnahme
einer verhältnismäßig dünnen Schicht von den Seitenflächen und vom inneren Umfang,
wie bei 17 mit gestrichelten Linien ange- · geben. Die harte Oberflächenschicht ist in
dieser Abbildung mit 11 bezeichnet und durch dunklere Querschnittschraffierung hervorgehoben.
Claims (3)
1. Aus einem Gußstück bestehender, im Querschnitt rechteckiger Kolbenring,
dadurch gekennzeichnet, daß nach der Bearbeitung durch Drehen und Schleifen (ohne Hämmern) seine Außenumfangsfläche
und ein an diese grenzendes Stück einer jeden Seitenfläche aus Metall von geringerer Härte bestehen als dem des Zylinders,
mit dem zusammen der Kolbenring benutzt wird, während die Oberflächenschicht des inneren Umfanges und des
verbleibenden Stückes jeder Seitenfläche zwar aus dem nämlichen Werkstoff bestehen,
jedoch größere Härte aufweisen als die Oberflächenschicht des Außenumfanges.
2. Verfahren zur Herstellung von KoI-benringen
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring nach der Außenumfangsfläche hin in seinem Querschnitt
breiter und höher, als es dem Fertigquerschnitt entspricht, gegossen wird und dann durch Bearbeitung auf das
Fertigmaß das abgeschreckte Stück von der Außenumfangsfläche sowie von beiden
Seitenflächen in dem an die Außenkanten grenzenden Teil weggenommen wird.
3. Verfahren zur Herstellung von Kolbenringen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein rohrförmiges, auf seiner Innenfläche mit eingegossenen Abtrennungsnuten (16) versehenes Gußstück
(12) längs der Mittelebene seiner Nuten zerteilt und bei der Bearbeitung die harte
Außenflächenschicht weggenommen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB131128D DE483916C (de) | 1927-05-01 | 1927-05-01 | Aus einem Gussstueck bestehender, im Querschnitt rechteckiger Kolbenring |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB131128D DE483916C (de) | 1927-05-01 | 1927-05-01 | Aus einem Gussstueck bestehender, im Querschnitt rechteckiger Kolbenring |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE483916C true DE483916C (de) | 1929-10-08 |
Family
ID=6997789
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEB131128D Expired DE483916C (de) | 1927-05-01 | 1927-05-01 | Aus einem Gussstueck bestehender, im Querschnitt rechteckiger Kolbenring |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE483916C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2465136A1 (fr) * | 1979-09-12 | 1981-03-20 | Ramsey Corp | Segment de piston perfectionne pour moteur a combustion interne et son procede de realisation |
-
1927
- 1927-05-01 DE DEB131128D patent/DE483916C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2465136A1 (fr) * | 1979-09-12 | 1981-03-20 | Ramsey Corp | Segment de piston perfectionne pour moteur a combustion interne et son procede de realisation |
| US4299401A (en) * | 1979-09-12 | 1981-11-10 | Ramsey Corporation | Piston ring and method of making same |
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