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Fall-Lot Die Erfindung betrifft ein Fall-Lot, dessen Körper ohne Verbindung
mit einer Lotleine o. dgl. ins Wasser geworfen wird, im Wasser untersinkt und bei
der Grundberührung einen starken Schall entwickelt. Dieser wird mit irgendwelchen
Mitteln vom Fahrzeug aus aufgenommen, und aus der Sinkzeit wird -die Tiefe ermittelt.
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Bei solchen Fall-Loten sind Sickerurigen erforderlich, um eine vorzeitige
Schallerzeugung bei der Lagerung und Behandlung des Fall-Lotes vor dem Eintritt-
in das Wasser und damit eine Beschädigung der Bedienungsperson zu verhindern, ferner
um zu ermöglichen, daß der Lotkörper in das Wasser eintritt und nicht schon beim
Aufschlagen auf die Wasseroberfläche detoniert.
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Diese Sicherungen bestehen aus einem im Wasser löslichen Körper, z.
B. Papier- oder Pappstreifen, Salzstück .o. dgl. Diese Sicherungen müssen natürlich
im Innern des Lotkörpers geschützt untergebracht sein, so daß Wasserspritzer, Regentropfen
u. dgl. -nicht ohne weiteres zu denselben gelangen und durch Zerstören der Sicherung
das Fall-Lot scharfmachen können, ehe es noch aus den Händen oder der Nähe der Bedienungsperson
entfernt und in das Wasser gelangt ist.
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Die Erfahrung hat nun gezeigt, daß besonders bei geringen Tiefen infolge
der im Innern des Lotkörpers enthaltenen Luft trotz vorhandener Eintrittsöffnungen
für das Wasser letzteres nicht rasch genug an die Sicherung gelangen konnte, um
diese so vollständig zu lösen, daß der Lotkörper im Augenblick seines Auftreffens
auf den Grund bereits scharf war. Aus diesem Grunde kam der Lotkörper entweder überhaupt
nicht zur Schallentwicklung oder es ergaben sich Fehlmessungen, indem eine größere
Tiefe angezeigt wurde, als tatsächlich vorhanden war, weil der Schall erst entstand,
nachdem der Lotkörper schon einige Zeit auf dem Grund gelegen hatte.
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Die Erfindung beseitigt diese Nachteile dadurch, da13 in der Aufschlagfläche
des Fall-Lotes öffnungen angebracht sind, welche in Verbindung mit an sich bekannten
Luftauslaßlöchern im oberen Teil des Lotkörpers ein sofortiges Eintreten von Wasser
und ein schnelles Durchströmen desselben durch den Lotkörper zur raschen Erweichung
bzw. Lösung des Sicherungselementes bewirken.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht,
und zwar zeigt: Abb. i eine Seitenansicht eines Fall-Lotes, Abb. a einen Ouerschnitt
durch das Fall-Lot nach der Linie II-II der Abb. i, Abb. 3 einen Grundriß der Aufschlagfläche
des Fall-Lotes, Abb..I eine gegenüber der Ansicht der Abb. i um 9o° verdrehte Seitenansicht
des Unterteiles des Fall-Lotes unmittelbar vor der Schallentwicklung.
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Die Erfindung ist an einem Fall-Lot mit Fall-Lotkörper i, Schwanzflügeln
2 @tuid einer
gegen den Körper i beweglichen, den Kopf des Fall-Lotes
bildenden Kappe 3 veranschaulicht. Bei einem solchen bekannten Fall-Lot wird beim
Auftreffen der Kappe 3 auf dem Grunde diese in Richtung des Pfeiles A verschwenkt,
wie in Abb. ¢ angedeutet ist, find dadurch eine Hebeleinrichtung q. ausgelöst, welche
ein signalgebendes Element in Tätigkeit setzt, z. B. einen Schlagbolzen auslöst.
Dieser Schlagbolzen trifft sodann auf eine Zündpille, und die Sprengladung erzeugt
den Schall. Um ein vorzeitiges Verschwenken der Kappe und damit ein Auslösen des
Schlagbolzens zu verhindern, ist als Sicherung eine Feder 5 vorgesehen, deren beide
Schenkel 6 das Bestreben haben, sich in Richtung der Pfeile B auseinanderzuspreizen.
Diese Schenkel werden durch ein Sicherungsmittel 7, z. B. aus leicht löslicher Pappe,
Papier o. dgl., in einer solchen Stellung gehalten, daß sie an der Unterkante ß
des Lotkörpers anliegen und so ein Verschwenken der Kappe 3 verhindern. Erst wenn
das Sicherungsmittel 7 durch das Wasser erweicht und aufgelöst ist, spreizen sich
die Schenkel 6 der Feder nach außen und treten in Öffnungen g ein, welche durch
entsprechende Aussparungen in dem Lotkörper r und in der Kappe 3 gebildet sind.
Dadurch wird die Kappe für das zum Auslösen des Schlagbolzens erforderliche Verschwenken
freigegeben.
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Erfindungsgemäß sind nun in der Aufschlagfläche des Lotkörpers äffnungen
io vorgesehen, welche in Verbindung mit an sich bekannten Luftauslaßlöchern z i,
1.2 im oberen Teil des Lotkörpers ein sofortiges Eintreten von Wasser und ein schnelles
Durchströmen desselben durch den Lotkörper zum raschen Erweichen oder auch Lösen
des Sicherungsmittels 7 und eines weiteren im Innern des Lotkörpers angebrachten
Sicherungsmittels 13 bewirken.
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Die Anordnung nach der Erfindung bringt den wesentlichen Vorteil mit
sich, daß die Sicherungsmittel auch kräftig genug, z. B. aus einer mehrfachen Lage
von Papier ausgebildet werden können, so daß sie nicht schon vor der Berührung mit
dem Wasser durch äußere Kräfte zerstört werden und eine Schallentwicklung des Fall-Lotes
vorzeitig zulassen, z. B. wenn der Lotkörper aus Versehen fallen gelassen wird und
auf einen harten Gegenstand, wie das Deck, Eisenteile u. dgl., auftrifft.
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Die Erfindung ist selbstverständlich nicht nur auf ein Lot der vorgeschriebenen
Bauart beschränkt, sondern ist bei jedem Fall-Lot verwendbar, bei dem durch Relativbewegung
zweier Teile des Lotes beim Auftreffen auf den Grund irgendeine Signalvorrichtung
ausgelöst wird und die vorzeitige Auslösung durch eine im Wasser lösbare Sicherung
verhindert werden soll, z. B. auch hei Fall-Loten mit elektrischer Zündung, bei
denen durch das Auftreffen auf den Grund ein Kontakt für den Zündvorgang in Wirkung
tritt.