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DE470870C - Verfahren zur Darstellung von gehaerteten Kunstmassen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von gehaerteten Kunstmassen

Info

Publication number
DE470870C
DE470870C DEI32283D DEI0032283D DE470870C DE 470870 C DE470870 C DE 470870C DE I32283 D DEI32283 D DE I32283D DE I0032283 D DEI0032283 D DE I0032283D DE 470870 C DE470870 C DE 470870C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
representation
hardened
masses
water
weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI32283D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Arthur Voss
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI32283D priority Critical patent/DE470870C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE470870C publication Critical patent/DE470870C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G8/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only
    • C08G8/28Chemically modified polycondensates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Phenolic Resins Or Amino Resins (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von gehärteten Kunstmassen Es wurde gefunden, daß man zu gehärteten Kunstmassen von vorteilhaften Eigenschaften gelangt, wenn man die durch Umsetzung von Phenolaldehydharzen mit Halogenfettsäuren erhaltenen Harzcarbonsäuren in ihre wasserlöslichen Ammoniumverbindungen überführt und diese mit oder ohne Füllkörper auf Temperaturen über i oo° erhitzt.
  • Die Darstellung der Ammoniumverbindungen erfolgt durch Absättigen der freien Carboxylgruppe mit Ammoniak oder dessen Derivaten, wie Methylamin, zweckmäßig in wäßriger Lösung. Die erhaltene neutrale, klare, wäßrige Lösung läßt sich beliebig verdünnen und konzentrieren. Nach Verdampfen des Wassers und Erhitzen des Lackrückstandes über i oo° - man geht mit der Temperatur zweckmäßig auf 15 o bis i 6o° - erhärtet dieser zu einem vollkommen unschmelzbaren und unlöslichen Körper.
  • Werden die «#äßrigen Lösungen der Ammoniumsalze dieser carboxyIhaltigen Harze mit Füllstoffen versetzt, wird beispielsweise Papierschlamm mit diesen wäßrigen Lösungen imprägniert und in entsprechende Formen gepreßt, so lassen sich die so gepreßten Formlinge ebenfalls durch Erhitzen zu ganz neuen, bisher noch nicht bekannten Kunststoffen verarbeiten. Auf diese Weise ist es möglich, aus dem billigen, technisch anfallenden Papierschlamm durch Imprägnieren mit diesen vorgenannten Lösungen alle möglichen Formlinge darzustellen, wie z. B. Röhren, Kästchen, Büchsen, Schalen, Fässer, Ferner Gebrauchsgegenstände mannigfacher Art. Diese geformten Massen haben sehr wertvolle Eigenschaften; sie sind vollkommen wasserdicht und außerordentlich widerstandsfähig gegen mechanische wie auch- chemische Beanspruchung. An Stelle von Papiermassen können, sofern es der Verwendungszweck erfordert, auch andere Füllstoffe Verwendung finden, beispielsweise Asbestfasern, Holzmehl, Infusorienerde, Hornpulver usw. Da die in oben gekennzeichneter Weise durch Erhitzen erhaltenen Produkte auch ein sehr geringes Leitvermögen haben, so eignen sie sich auch sehr gut für Isolierzwecke in. der Elektrotechnik.
  • Dadurch, daß es gelungen ist, die härtbaren Phenolaldehydharze in wasserlösliche Form zu bringen, ohne daß man zur Anwendung von fixem Alkali gezwungen ist, welches zur Herstellung einer wasserlöslichen Form der Phanolaldehydharze erforderlich ist, sind der Verwendbarkeit der nach vorliegendem Verfahren gewonnenen Produkte viel größere Gebiete geöffnet als den bisher bekannten härtbaren Harzen.
  • Beispiel i 2 o Gewichtsteile des durch Einwirkung von 14o Gewichtsteilen Formaldehyd, 30 %, auf i io Gewichtsteile Kresol (technisch) bei Gegenwart von Alkali erhaltenen Kunstharzes werden in 25o Gewichtsteilen konzentrierter Natronlauge (42'B6) und 26o Gewichtsteilen Wasser gelöst. Zur_ klaren, etwas viskosen Lösung werden bei 5o bis 6o° langsam und portionsweise 9o Gewichtsteile Chloressigsäure gegeben. Beim jedesmaligen Eintragen tritt Erwärmung ein; man vermeidet ein überschäumen dadurch, daß man die Temperatur nicht über 8o° steigen läßt, hält aber, nachdem alles eingetragen, die Temperatur noch etwa 2o Minuten bei ioo bis 10z°. Die klare Lösung wird mit kaltem Wasser um das Mehrfache ihres Volumens verdünnt und hierauf die entstandene Harzsäure durch Zugabe von Salzsäure bis zur sauren Reaktion ausgefällt. Durch Auswaschen wird diese von anorganischen Bestandteilen, NaCl, befreit. Die noch feuchte Paste wird jetzt in eine Lösung von wäßrigem Ammoniak bei mäßig erhöhter Temperatur (6o bis 65°) eingetragen. Die Ammoniakmenge beträgt den der Harzsäure aliquoten Teil, d. h. etwa 17 Gewichtsteile ioo % Ammoniak. Es genügt aber schon weniger, um eine klare Lösung zu erhalten. Die Lösung kann direkt als solche verwendet werden; man kann sie aber auch je nach Bedarf konzentrieren oder verdünnen. Sie kann verwendet werden zum Imprägnieren von Gewebe, zur Herstellung von Lacken, da sie sich gut auf Flächen auftragen läßt und auf ihnen zu einem glatten, glänzenden Film auftrocknet, der nach Erhitzen auf etwa i 5o° unschmelzbar und unlöslich wird. Um das Produkt im wasserfreien, festen Zustande herzustellen, genügt es, es einzudampfen, was man, um ein überhitzen zu vermeiden, zweckmäßig im Vakuum vornimmt. Das wasserfreie Produkt stellt ein trockenes Pulver dar, das gleichfalls beim Erhitzen über ioo° unlöslich und unschmelzbar wird unter Abgabe von Ammoniak und etwas Kondensationswasser. Es löst sich leicht in Wasser und hat vor dem als Phenolformaldehydkunstharz bekannten Kunstharz den Vorzug, daß man zur Herstellung von Lösungen das teure organische Lösungsmittel sparen kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von gehärteten Kunstmassen, dadurch gekennzeichnet, daß man die aus Formaldehyd und Phenolen durch nachträgliche Kondensation mit Halogenfettsäuren entstandenen carboxylhaltigen Harze in ihre Ammoniumsalze verwandelt und diese mit oder ohne Füllkörper auf Temperaturen über i oo' erhitzt.
DEI32283D 1927-09-30 1927-09-30 Verfahren zur Darstellung von gehaerteten Kunstmassen Expired DE470870C (de)

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DE470870C true DE470870C (de) 1929-01-31

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