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DE479803C - Rechenmaschine - Google Patents

Rechenmaschine

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Publication number
DE479803C
DE479803C DESCH81300D DESC081300D DE479803C DE 479803 C DE479803 C DE 479803C DE SCH81300 D DESCH81300 D DE SCH81300D DE SC081300 D DESC081300 D DE SC081300D DE 479803 C DE479803 C DE 479803C
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DE
Germany
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drive
key
gear
machine according
lever
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Expired
Application number
DESCH81300D
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English (en)
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Original Assignee
Individual
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  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

  • Rechenmaschine Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen, durch deren Anordnung an einer Rechenmaschine bekannter Bauart (Staffelwalzen-, Sprossenrad- oder ähnliche Maschine) ermöglicht wird, Multiplikationen nach Einstellung beiderFaktoren zu.Beginn desRechenvorganges und Betätigung eines Handgriffes von der Maschine vollkommen selbsttätig ausführen zu lassen. Der gesamte Rechnungsvorgang, d. i. die Drehung der Rechenmaschirienantriebswelle entsprechend dem jeweiligen Ziffernwerte des Multiplikators, Verschieben des Zählwerkes um je eine Stelle usw. bis zur Bildung des fertigen Resultates, wird unter vollständiger Ausschaltung des Einflusses der Bedienungsperson von der Maschine selbst besorgt und die Beendigung des Rechnungsvorganges von ihr angezeigt.
  • Zu diesen Vorrichtungen gehören: der Antrieb der Rechenmaschinenantriebswelle, die Verbindung des Antriebes mit der Zählwerkv erschiebung, die Einrichtung zur Einstellung des Multiplikators und schließlich die Einrichtung, die die Verbindung der Einstellvorrichtung für den Multiplikator mit dem Antriebe herstellt.
  • Inder Zeichnung beziehen sich die Abb. i, 2, 3, 4, 5, 6, und 7 auf denAntrieb derRechenmaschine und die Verbindung der Zählwerkverschiebung mit dem Antrieb, die Abb. i, 8, 9 und io auf die Einrichtung, welche das selbsttätige Arbeiten der Rechenmaschine bewirkt.
  • Antrieb der Rechenmaschine. Zur Ausführung eines Rechenvorganges bei einer Rechenmaschine ist es erforderlich, die Kurbel entsprechend dem Zahlenwerte der je- weiligen Stelle des Multiplikators ein- bis neunmal zu drehen. Es sind Vorrichtungen bekannt, bei denen durch Niederdrücken oder Einstellen einer Taste die Antriebswelle der Rechenmaschine die der Taste entsprechende Umdrehungszahl selbsttätig ausführt. Das in den weitaus meisten Fällen zur Anwendung kommende Element zur Erzielung der Umdrehungszahl der Antriebswelle ist eine neungängige Schnecke in Verbindung mit Zahnkupplungen u. dgl.
  • Nach der vorliegenden Erfindung wird der gleiche Zweck durch ein neuartiges, in Abb. 4,= 5, 6 und Abb. i dargestelltes Getriebe einfachster Form erreicht.
  • Eine durch einen Motor oder von Hand aus in stetiger Umdrehung gehaltene Welle 28 trägt ein Zahnrad 29. Gegenüber diesem Zahnrad a9 ist in einem Schwingarm 3o ein Zahnrad 31 lose drehbar gelagert, welches mit seiner Verzahnung nicht in die Verzahnung des Zahnrades 29 eingreift, sondern ein gewisses Maß von derselben entfernt ist, jedoch im Eingriffe mit einem weiteren Zahnrad 32 steht, das von gleicher Größe und Zähnezahl auf einer Welle 33, der eigentlichen Antriebswelle der Rechenmaschine, aufgekeilt ist. Der Schwingarm 30 ist auf einer Hülse 34 befestigt, die auf der Welle 33 aufgeschoben ist und außerdem noch einen zweiten Arm 35 (Abb. 6) aufweist. Solange das Zahnrad 31 nicht in den Bereich der Verzahnung des Zahnrades 29 gebracht wird, bleibt es unbeeinflußt. Wird jedoch der Schwingarm 30 mit dem Zahnfade 31 gegen das Zahnrad 29 geschwenkt, dann greifen die Zähne beider Räder vorerst mit dem Kopfkreise und schließlich mit dem Teilkreise ineinander, und das Zahnrad 31 wird von dem sich stetig drehenden Zahnfade 29 in Drehung versetzt, welche durch das Zahnrad 32 auf die Antriebswelle 33 übertragen wird. Wird der Schwingarm 30 mit dem Zahnrad 3 1 von- dem Zahnfade 29 weggeschwenkt und beide Zahnräder außer Eingriff gebracht, dann hört die Drehung des Rades 31 und der Welle 33 augenblicklich auf. Man hat es hierdurch in der Hand, die Antriebswelle 33 in beliebige Umdrehung zu versetzen. Für die Zwecke der Rechenmaschine ist es jedoch erforderlich, daß die Antriebswelle 33 entweder eine volle Umdrehung macht oder aber deren mehrere, und zwar bis höchstens neun ganze Umdrehungen: Die Einrichtung zur Erzielung einer vollen Drehung besteht im folgenden: Mit dem Zahnfade 31 steht eine Scheibe 36 in fester Verbindung, welche an ihrem Umfange eine Ausnehmung 37 besitzt, in welche bei Ruhestellung des Zahnrades 31 und der Scheibe 36 eine an der Maschinenwand angebrachte Führungsbacke 38 eingreift. An Stelle der Tührungsbaclte kann auch eine Rolle treten. Eine auf den Schwingarm 30 einwirkende Zugfeder 39 (Abb.5) hat das Bestreben, die Scheibe 36 gegen die Führungsbacke 38 zu ziehen. Wird das Zahnrad 3.i mit der Scheibe36 mittels des Schwingarmes 30 gegen das Zahnrad 29 geschwenkt, bis die Verzahnung beider Zahnräder zum Eingriff kommt, dann beginnt sich das Zahnrad 31 und mit ihm die Scheibe 36 zu drehen. Durch die Drehung wird die zum Umfange der Seeibe sanft ansteigende Fläche 37" der Ausnehmung 37 gegen die Führungsbacke gedrückt, und bei weiterer Drehung gelangt schließlich die Scheibe 36 mit ihrem Umfange auf die Führungsbacke, in welcher Stellung sodann der richtige Eingriff der beiden Zahnräder 29 und 31 im Teilkreise erreicht ist. Es genügt nur ein geringer Kraftaufwand, um die beiden Zahnräder mit ihren Kopfkreisen in Eingriff zu bringen, da sofort nach einer nur geringen Drehung der Scheibe 36 deren Anlauffläche 37a gegen die Führung 38 gelangt, welche sodann ohne fremdes Zutun den richtigen Eingriff der Zahnräder im Teilkreise besorgt. Erleichtert wird der sofortige Eingriff der beiden Zahnräder durch .die richtige Wahl der Zähne und dadurch, daß die Zähne vom Teilkreis gegen den Kopfkreis zugeschärft werden. In Abb. 5 ist die Stellung der Scheibe 36 in dem Augenblicke dargestellt, wo nach einer erreichten vollen Umdrehung die Scheibe im Begriffe steht, sich mit ihrer Ausnehmung der Führungsbacke 38 gegenüberzustellen. Der Eingriff der beiden Zahnräder im Teilkreise ist noch durch das Laufen des Umfanges der Scheibe auf der Führungsbacke bedingt. Bei weiterer Drehung wird durch den unter der Wirkung der Zugfeder 39 stehenden Schwingarm 3o die Scheibe 36 mit ihrem Ausschnitt 37 gegen die Führungsbacke gezogen, wodurch der Eingriff der beiden Zahnräder unterbrochen und die Antriebswelle 33 zum Stillstande gebracht wird, nachdem eine volle Umdrehung gemacht wurde.
  • Soll die Antriebswelle 33 mehr als eine Umdrehung machen, dann ist es notwendig, den Schwingarm 30 während der Dauer, wo der Ausschnitt 37 in der Scheibe 36 sich der Führungsbacke 38 gegenüber befindet, an seinem Rückschwingen in die Ruhelage zu verhindern. Kann der Schwingarm nicht rückschwingen, dann bleibt der Eingriff der Zahnräder gewahrt, und die Drehung der Antriebswelle 33 wird nicht unterbrochen. Da die Antriebswelle von Rechenmaschinen mindestens eine, höchstens neun aufeinanderfolgende Umdrehungen zu machen hat, ist zur Erfüllung dieser Bedingung folgende Anordnung getroffen, und zwar Auf einer in der Rechenmaschinenwand gelagerten Stange 40 sind neun Tastenhebel 41 drehbar aufgeschoben und werden durch eine Feder in horizontaler Lage gehalten. Jeder dieser Hebe14i besteht aus einem vagerechten langen Arm und einem kürzeren nach abwärts gerichteten Arm 42. Sämtliche dieser kurzen Arme 42 legen sich gegen eine Stange 43, welche an den beiden Schwingarmen 30 und 35 befestigt ist (Abb. 4, 5 und 6). Jeder lange Arm 41 der Tastenhebel hat weiter einen nach abwärts gerichteten Teil 4,4, der an seinem unteren Ende winklig abgebogen ist (Abb.3). Dicht unterhalb dieser Teile 44 ist auf einer in den Seitenwänden der Maschine gelagerten Welle 45 (Abb. i) eine Trommel 46 gelagert, welche mit einem Zahnrad 47 in fester Verbindung steht. Vermittels einer Zahnradübersetzung besonderer Art wird das Trommelzahnrad 47 von dem Zahnrad-e-32 bzw. der Antriebswelle 33 in Umdrehung versetzt; derart, daß mit Beginn der Drehung der Antriebswelle 33 auch die Drehung'der Trommel 46 beginnt und in dem Augenblicke endigt, wo die Dreliung der Antriebswelle aufhört, worauf die Trommel, um von einer Feder 52" in ihre Ausgangsstellung zurückgeführt zu werden, freigegeben werden muß, Eine Ausführungsaxt-ist die folgende: Auf einem nach abwärts gerichteten, die Verlängerung des Schwingarmes 3o bildenden Lagerarme 48 ist ein großes Zahnrad 49 neben einem kleinen Zahnrad So gelagert und mit ihm fest verbunden. Das Zahnrad 49 greift ständig in das Zahnrad 32 auf der Antriebswelle 33 ein, während das Zahnrad So in gewissem Abstande von dem Trommelzahnrade angeordnet ist und beim Verschwenden des Schwingarmes 30 und des Lagerarmes 48 in die Verzahnung des Trommelzahnrades 47 eingeschwenkt werden kann. Die Stellung des Zahnrades 5o zum Zahnrade 47 auf der Trommel 46 ist eine solche, daß beim Einschwenken des Zahnrades 31 am Schwingarm 30 in die Verzahnung des Zahnrades 29 gleichzeitig die Verzahnung des Zahnrades So in das Zahnrad 47 eingreift, die Drehung der Trommel mithin gleichzeitig mit der Antriebswelle 33 beginnt und auch gleichzeitig endigt. Die Übersetzung von der Antriebswelle 33 auf die Trommel ist mindestens zehn zu eins, d. h. daß die Trommel sich nur einmal drehen würde, wenn die Antriebswelle 33 zehn Umdrehungen macht. Der Antrieb der Trommel kann mit gleicher Wirkung in jeder beliebig anderen Weise herbeigeführt werden.
  • Die Trommel46 besitzt folgende Einrichtung: Auf ihrem Umfange; in Abb. 2 in der Abwicklung gezeichnet, sind neun Schlitze 51 von immer größerer Länge angeordnet. Der Beginn A wie auch das Ende B eines jeden Schlitzes weist eine Verbreiterung auf. Die Verbreiterung A am Beginne eines jeden Schlitzes liegt genau unter der winkligen Abbiegung des Teiles 44 jedes Tastenhebels, so daß jede Abbiegung 44. durch Niederdrücken des Tastenhebels 41 in das Innere der Trommel gedrückt werden kann. Wird jedoch ein Tastenhebel 41 niedergedrückt, dann drückt wie vorbeschrieben der kurze Arm 42 des Tastenhebels auf die Stange des Schwingarmes 30, wodurch das Zahnrad 31 in das Zahnrad 29 eingeschwenkt und die Antriebswelle 33 in Drehung versetzt wird. Gleichzeitig beginnt aber auch die Trommel 46 ihre Drehung. Hierdurch wird der winklig abgebogene Teil 44 des Tastenhebels 41, der in das Innere der Trommel gedrückt wurde, durch den Streifen zwischen der Verbreiterung A und B und den Schlitzen 5 1 im Innern der Trommel 46 gehalten, bis die Scheibe 36 mit ihrem Umfange auf der Führungsbacke 38 gleitet und dadurch der richtige Eingriff der beiden Zahnräder gegeben ist. Soll die Antriebswelle 33 nur eine 'Umdrehung machen, dann kann der erwähnte Streifen zwischen den Schlitzen 51 und den Verbreiterungen A und B auf der Trommel aufhören, wenn die Scheibe 36 auf der Führungsbacke 38 gleitet, die Verbreiterung B kann beginnen. Der Tastenhebe14r kann demnach aus dem Trommelinnern durch seine Feder herausgezogen werden. Nach Vollendung einer ganzen Umdrehung der Antriebswelle 33 wird die Scheibe 36 mit ihrem Ausschnitte gegen die Führungsbacke 38 gezogen, worauf der Stillstand der Antriebswelle eintritt. Ist jedoch der Streifen auf der Trommel 46 länger, so daß der durch den winkligen Teil 4.4. im Trommelinnern gehaltene Tastenhebel 41 während des Vorbeigehens des Ausschnittes 37 der Scheibe 36 an der Führungsbacke 38 nicht zurückschwingen kann, dann hält der kurze Arm 42 den Schwingarm 30 in solcher Stellung, daß der Eingriff der beiden Zahnräder 31 und 29 noch besteht, und die Drehung der Antriebswelle wird so lange fortgesetzt, bis wieder der Umfang der Scheibe 36 auf der Führungsbacke 38 gleitet. Man hat es demnach durch die Wahl der Länge der Schlitze 51 in der Hand, der Antriebswelle 33 die entsprechende Umdrehungszahl zu erteilen. Sofort nach Beginn der letzten Umdrehung der Antriebswelle 33, die dem betreffenden Schlitze entspricht, kann die Verbreiterung B für die Ausführung des Tastenhebelteils 44 beginnen, so daß die Tastenhebel-bereits vor Beendigung der letzten Drehung der Antriebswelle 33 aus dem Schlitze 51 herausgezogen sind. Damit die Taste auch dann aus dem Schlitze 51 herausgezogen wird, wenn aus irgendeiner Ursache die Taste niedergehalten wirrt, ist am Ende der Verbreiterung B nach dem Trommelinnern eine schiefe Führung C vorgesehen (Abb.3), welche noch während der zwangläufigen Drehung der Trommel 46 die Taste aus dem Trommelinnern auf den äußeren Umfang herausdrückt. Ist die Trommeldrehung beendet, was immer der Fall ist, wenn die Antriebswelle 33 ihre Drehung beendet hat, muß die Trommel in ihre Ausgangsstellung zurückgeführt werden, was durch eine Uhr- oder Spiralfeder 52" erreicht wird, und wobei Anschläge 53a, einerseits an der Trommel 46, andererseits an der Maschinenwand angebracht, die Ausgangsstellung bestimmen.
  • Die Arbeitsweise des vorbeschriebenen Antriebes ist die, daß nach Niederdrücken der jeweiligen Taste die Maschine sofort ihre Umdrehungen beginnt und die Taste von der Trommel in ihrer niedergedrückten Lage gehalten wird, so lange, bis knapp vor dem Ende der letzten Drehung der Antriebswelle 33 die Taste freigegeben und durch ihre Feder in die Ausgangsstellung hochgehoben wird, worauf nach Beendigung der Trommeldrehung die Uhrfeder 52Q die Trommel sofort in ihre Ausgangsstellung zurückführt und eine neue Taste gedrückt werden kann. Die einzelnen Rechenvorgänge können sich demnach unmittelbar hintereinander vollziehen. Ein Niederdrücken zweier Tasten übt nur die Wirkung aus, daß die Drehung der Antriebswelle nach der Taste des höheren Ziffernwertes ausgeführt wird. Ein Niederdrücken einer zweiten Taste während der Drehung der Trommel ist unmöglich. Ein Versagen dieser einfachen Vorrichtung ist ausgeschlossen. Dieselbe kann, wie unschwer zu erkennen ist, an jeder beliebigen, auch bereits bestehenden Rechenmaschine ohne die geringste Schwierigkeit angebracht bzw. zu deren Antrieb verwendet werden. Es kann ein solcher Antrieb für sich in eine entsprechende Form gebracht werden, so daß die solcherart geschaffene Vorrichtung nur an eine bestehende Rechenmaschine angeschlossen zu werden braucht, indem die Kurbelwelle der Maschine mit der Antriebswelle 33 der Vorrichtung gekuppelt wird und bei Maschinen, die Zinks-und Rechtsdrehung besitzen, zwischen beiden Wellen ein Wendegetriebe einfachster Art eingeschaltet wird, da die Vorrichtung nur für einen Drehsinn vorgesehen ist.
  • Es kann weiter mit dem Antrieb, und zwar vorteilhaft mit dem Schwingarm 30, eine Vorrichtung verbunden werden, durch welche bei Verwendung eines Elektromotors für den Antrieb beim Niederdrücken einer Taste und Ausschwingen des Schwingarmes 3o der Ausschalter des Motors eingeschaltet, beim Rückschwingen des Schwingarmes dagegen ausgeschaltet wird, so daß eine erhebliche Stromersparnis erzielt und das besondere Ein- und Ausschalten des Motors erspart wird.
  • Verbindung der Zählwerkverschiebung mit .dem Antrieb. Die Durchführung eines Rechnungsvorganges, z: B. einer Multiplikation, auf einer Rechenmaschine geschieht in folgender Weise: Die Einstellung des Multiplikanden sei beliebig, der Multiplikator sei mit 2 304 angenommen. Das Zählwerk wird ganz nach links geschoben, und es wird entsprechend dem Zahlenwerte 4 des Einers die Kurbel der Maschine viermal gedreht. Hierauf wird das Zählwerk um eine Stelle nach rechts verschoben. Der Zahlenwert des Zehners ist Null. Eine Umdrehung der Kurbel ist demnach nicht zu machen, doch ist das Zählwerk wieder um eine Stelle nach rechts zu verschieben. Der Stellenwert des Hunderters ist 3; demzufolge drei Kurbelumdrehungen; hierauf wieder Verschiebung des Zählwerkes um eine Stelle nach rechts, worauf entsprechend dem Tausender zwei Umdrehungen gemacht werden müssen, um das richtige Resultat im Produktenzählwerke der Maschine ablesen zu können. Wird nach Vollendung der letzten Umdrehung das Zählwerk verschoben oder nicht, dann übt ,dies keinerlei Einfluß auf das Resultat aus. Es ergibt sich demnach die Regel, daß, wenn der Zahlenwert der jeweiligen Multiplikatorstelle z oder größer ist, nach der entsprechenden Anzahl von Kurbelumdrehungen stets eine Zählwerkverschiebung vorgenommen werden muß. Ist der Zahlenwert Null, dann entfällt die Kurbelumdrehung, die Zählwerkverschiebung muß vorgenommen werden. Aus diesem Gedankengang heraus kann nunmehr leicht der Antrieb der Rechenmaschine in Verbindung mit der Zählwerkverschiebung gebracht werden, derart, daß die Verschiebung des Zählwerkes in ein bestimmtes Abhängigkeitsverhältnis zum Antriebe gebracht wird.
  • Die Verschiebung des Zählwerkes um eine Stelle kann beispielsweise durch eine Schnecke, die eine volle-Umdrehung macht, erfolgen. Die Einzelheiten der Zählwerkverschiebung sollen hier, da sie nicht zur Erfindung gehören und beliebig ausgeführt sein können, nicht beschrieben werden. Die richtigen Kurbeldrehungen werden durch Niederdrücken einer entsprechenden Taste hervorgerufen, wodurch die Antriebswelle in Drehung versetzt und wieder zum Stillstande gebracht wird. Um nun nach dem jedesmaligen Stillstande der Antriebswelle entsprechend dem vorhin geäußerten Gedankengange stets eine Verschiebung des Zähl-,verkes folgen zu lassen, ist eine Einrichtung getroffen worden, durch welche in dem Augenblick, in welchem die Antriebswelle ihre Drehung beendet, ein besonderer Antrieb eingeschaltet wird, welcher die Schneckenwelle einmal dreht, so daß jedem Niederdrücken einer Taste vorerst die richtige Umdrehungszahl der Antriebswelle und änschließend daran die selbsttätige Verschiebung des Zählwerks entspricht: Diese Einrichtung besteht im wesentlichen aus einem ähnlichen Antrieb, wie er für den Antrieb der Welle 33 beschrieben wurde, d. i. aus einem Schwingarm 52 (Abb. z), welcher durch eine Feder 53 nach der Richtung des Zahnrades 29 gezogen wird, einem auf dem Schwingarm 52 gelagerten Zahnrade 54, welches gegenüber und außer Eingriff mit dem Zahnrade 29 angeordnet ist und in fester Verbindung mit einer Scheibe 55 steht, die gleichfalls eine Ausnehmung aufweist, in den sich eine Führungsbacke oder Rolle 56 einlegen kann. Der Schwingarm 52 wird durch die Feder 53 nicht wie der Schwingarm 30 von dem Zahnrade 29, sondern gegen dasselbe gezogen. Im Drehpunkte des Schwingarmes 52 ist ein mit dem Zahnrade 54. in ständigem Eingriff stehendes Zahnrad 57 gelagert, von welchem durch eine einfache nicht dargestellte Zahnrad- oder Kettenradübersetzung die Welle 18, auf welcher die Schnecke für die Zählwerkverschiebung aufgekeilt ist, in Drehung versetzt wird, derart, daß der Drehungssinn der Welle der durch einen Pfeil dargestellte ist. Auf der Welle 18 ist eine Unrundscheibe 58 festgekeilt, welche an ihrem Umfange von einem kleinen Durchmesser spiralförmig zu einem größeren ansteigt und hierauf radial gegen den Mittelpunkt scharf abfällt. Der Schwingarm 52 ist nach abwärts zu einem Hebelarm 59 verlängert, der an seinem Ende eine Abbiegung 6o besitzt. Ein weiterer Hebelarm 61 ist im Drehpunkte des Schwingarmes 52 lose drehbar gelagert und hat an seinem Ende eine Klinke 62 angelenkt, welche sich auf die Abbiegung 6o des Armes 59 auflegt. Eine kräftige Feder 63 hat das Bestreben, die Hebel 59 und 61 in eine Linie zu ziehen. In der Ruhelage aller Teile ist ihre gegenseitige Lage die folgende: Die auf der Welle 18 aufgekeilte Unrundscheibe 58 steht mit ihrem größten Radius und ihrem Einschnitt der Klinke 62 gegenüber, die sich nur mit einer schmalen Fläche gegen den Umfang der Unrundscheibe 58 stützt. Der Hebel 61, an dem die Klinke 62 angelenkt ist, wird entgegen dem Zuge der Feder 63 von dem Hebel 59 weggeschwenkt und übt auf denselben einen entsprechenden Zug aus, welcher auf den Schwingarm 52 übertragen wird. Durch diesen Zug wird der Schwingarm 52 entgegen der Wirkung der schwächeren Feder 53 samt der Scheibe 55 gegen die Führungsbacke 56 gezogen, welche sich in den Ausschnitt der Scheibe eingelegt hat. Das Zahnrad 5.4 steht demnach nicht in Eingriff mit dem Zahnrad 29. Wird jedoch die Klinke 62 in die Höhe gedrückt, so fällt sie, durch die Feder 63 gezogen, in den Einschnitt der Unrundscheibe 58. Der bisher auf den Hebel 59 und den Schwingarm 52 ausgeübte Zug der Feder hört auf, die den Schwingarm 52 gegen das Zahnrad 29 ziehende Feder 53 kann zur Wirkung kommen, so daß das Zahnrad 5,4 zum Eingriff mit dem Zahnrad 29 gebracht wird, wodurch die Welle 18 einmal sich dreht.
  • Durch die Drehung der Welle 18 wird das Zählwerk um eine Stelle verschoben. Die Unrundscheibe 18 nähert sich, nachdem sie einen größeren Teil ihrer Drehung vollendet hat, mit ihrem größer werdenden Umfang der Klinke 62, drückt diese vorerst auf die Abbiegung 6o und bei weiterer Drehung entgegen dem Zuge der Feder 63 nach links, indem der Hebel 61 ausschwingt. Da jedoch in diesem Zeitpunkte die Scheibe 55 noch mit ihrem Umfange auf der Führungsbacke 56 gleitet, kann der Schwingarm 52 trotz des von der Feder 63 auf den Hebel 59 ausgeübten Zuges nicht mitschwingen. Erst wenn die Ausnehmung in der Scheibe 55 der Führungsbacke 56 gegenübersteht, d. i. wenn das Zahnrad 54 und die Welle 18 eine volle Umdrehung vollzogen haben, kann die Feder 63 entgegen der Feder 53 den Schwingarm mit dem Zahnrade 54 aus dem Zahnrade 29 ausschwenken, wodurch die Ruhelage aller Teile erreicht ist.
  • Die Einrichtung zum Abheben der Klinke 62 von der Unrundscheibe 58 ergibt sich aus folgender Überlegung: Jedesmal, wenn die Antriebswelle 33 durch Niederdrücken einer Taste ihre entsprechende Umdrehungszahl ausgeführt hat, soll anschließend daran die Verschiebung des Zählwerkes erfolgen. Die Beendigung der Umdrehungen der Antriebswelle 33 wird dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Trommel 46 als auch der Schwingarm 30 in ihre Ausgangsstellungen zurückkehren. Demzufolge könnte sowohl die Trommel als auch der Schwingarm dazu verwendet werden, die Klinke 62 im gegebenen Augenblicke von der Unrundscheibe 58 abzuheben und hierdurch die Drehung der Welle 18 zur Zählwerkverschiebung einzuleiten. In Abb. i und 5 ist eine Ausführung einfachster Form dargestellt.
  • In Verbindung mit dem Schwingarm 30 steht ein nach abwärts gerichteter Hebelarm 6.1, welcher mit dem Schwingarm mitschwingt. An seinem unteren Ende (Abb. 5) läuft er in eine nach links gewendete senkrecht stehende Keilfläche aus. Ein zweiarmiger Hebe165 ist an der Maschinenwand auf einem Drehbolzen 66 gelagert und besitzt folgende Einrichtung: Der kürzere Hebelarm 67 ist hakenförmig nach aufwärts gebogen und legt sich unterhalb der Klinke 62 an das Ende derselben an. Der linke längere Hebelarm ist zweiteilig und besteht aus einem Scharnier 68, in welchem horizontal drehbar die Verlängerung 69 des Hebels angelenkt ist. Eine Feder 7o drückt die Verlängerung 69 gegen einen Anschlag 71 am Scharnier 68 und bedingt die genaue Lage der Verlängerung. An ihrem Ende besitzt die Verlängerung eine Erhöhung 72, welche aus zwei Keilflächen besteht, und zwar einer senkrecht und einer fast wagerecht gerichteten (Abb. 5), welche mit der Keilfläche am Hebel 64 in folgender Art zusammenwirken: In der Ruhelage des Schwingarmes 3o befindet sich die Keilfläche .des Hebels 64 rechts von der Erhöhung 72 (punktiert in Abb. 5). Wird durch Niederdrücken einer Taste der Schwingarm ausgeschwenkt, dann legt sich die senkrechte Keilfläche des Hebels 64 gegen die senkrechte Keilfläche der Erhöhung 72, und die Verlängerung 69 des Hebels 65 weicht in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles aus, ohne daß der Hebel 65 eine Bewegung ausführt. Schließlich gelangt das Ende des Hebels 64 über den niedrigen Teil der horizontalen Keilfläche der Erhöhung 72, und die Feder 70 drückt die Verlängerung 69 in ihre ursprüngliche Lage. Der Hebellid. befindet sich nun links von der Erhöhung 72 (ausgezogen gezeichnet), der Schwingarm 30 ist vollständig ausgeschwungen, die Drehung der Antriebswelle 33 beginnt. Wird nach erreichter Umdrehungszahl der Schwingarie 3o durch die Feder 39 in seine Ausgangsstellung zurückgezogen, dann gleitet das Ende des Hebelarmes 64 über die horizontale Keilfläche 72 des Hebels 65, drückt diese nieder und hebt den kurzen Hebelarm 67, welcher sich mit seinem Haken gegen die Klinke 62 anlegt, diese hebt, worauf, wie vorher beschrieben, die Welle 18 in einmalige Drehung versetzt wird. Nach j edesmaligem Rückschwingen des Schwingarmes 30 wird demnach zwangläufig die Welle 18 zur Verschiebung 'des Zähl-,verkes in Drehung versetzt.
  • Weist der Multiplikator jedoch in einer Stelle eine Null auf, dann wird das Zählwerk um eine Stelle verschoben, ohne daß die Antriebswelle 33 eine Drehung gemacht hat. Zu diesem Zwecke ist eine eigene Nulltaste vorgesehen, welche nicht -auf den Schwingarm 30, sondern unmittelbar auf den Hebel 65 mittels einfacher Hebelübersetzung wirkt. Wird daher die 1Tulltaste niedergedrückt, so wird hierdurch lediglich die Verschiebung des Zählwerkes um eine Stelle veranlaßt.
  • Soll schließlich die Rechenmaschine nicht als Multiplikationsmaschine, sondern als Additionsmaschine verwendet werden, dann ist eine Stellenverschiebung nach erfolgter Drehung der Antriebswelle urtunlich, das Zählwerk muß immer in der gleichen Stellung bleiben. Um dies zu erzielen, braucht lediglich die Verlängerung 69 mit der Erhöhung 72 durch Seitwärtsschwenken vermittels einer einfachen, durch die Maschinenwand reichenden Stange in dem Scharnier 68 derart ausgeschwenkt werden, daß die Erhöhung 72 aus dem Bereiche des Hebels 64 kommt, so daß derselbe auf den Hebel 65 nicht zur Wirkung kommen kann.
  • Mit den bisher beschriebenen Einrichtungen, welche mit Leichtigkeit an jeder beliebigen Rechenmaschine angeordnet werden können, wurde erzielt, daß die Bedienung und Handhabung der Rechenmaschine wesentlich erleichtert und mit dem geringsten Aufwand von Aufmerksamkeit und Mühe ermöglicht wird, da .sie sich lediglich darauf beschränkt, die Tasten des Antriebes .in der richtigen Reihenfolge niederzudrücken, während alle sonstige Arbeit von der Maschine besorgt wird.
  • Die letzte Möglichkeit, das Niederdrücken der Tasten in ihrer richtigen Reihenfolge nach nur einmaliger Einstellung des Multiplikators am Beginne des Rechnungsvorganges durch die Maschine selbsttätig besorgen zu lassen und solcherart eine Rechenmaschine zu schaffen, die ohne jedes Zutun das Resultat vollkommen selbsttätig rechnet, kann, wie im folgenden dargelegt wird, in der einfachsten Weise herbeigeführt werden.
  • Ähnlich, wie die bequemste Einstellung des Multiplikanden auf der Rechenmaschine durch ein Tastenbrett erfolgt, wird auch für die Einstellung des Multiplikators ein besonderes Tastenbrett vorgesehen. Dieses Tastenbrett 7¢ (Abb. i) ist mit dem Zählwerke derart in Verbindung gebracht, daß es an der Verschiebung desselben entweder in gleichem Maße oder aber verhältnismäßig verkürztem Maße teilnimmt. Die diesen Zweck erfüllende Ausführungsform kann eine beliebige sein und wird in den Abb. i, 8, 9 und io eine der einfachsten Ausführungsformen als Beispiel gewählt. Das Tastenbrett 74 ist an dem Zählwerkschlitten aufrecht stehend angebracht, indem an zwei an den Zählwerkschlitten 7 7 angebrachten Konsolen zwei Führungsstangen 76 vorgesehen sind, auf welchen das Tastenbrett 74 in hülsenförmigen Führungen um ein gewisses Maß auf- oder abgeschoben werden kann. Jede Reihe des Tastenbrettes weist zehn Tasten o bis 9 auf, und die Anzahl der Reihen entspricht der Anzahl der im Ouotientenwerke der Maschine vorgesehenen Stellen. Die Tasten bestehen aus runden oder flachen Stiften, Nvelche in dem angeführten Beispiele nicht über die Unterseite des Tastenbrettes herausreichen. Wird jedoch eine Taste niedergedrückt, so reicht der Tastenstift um das entsprechende Stück aus dem Tastenbrett hervor (Abb. 9 und io). An sich bekannte Einrichtungen am Tastenbrett halten eine niedergedrückte Taste bis zur bewußten Rückführung in ihrer Stellung und ermöglichen die Überprüfung der niedergedrückten Tasten in Schaulöchern 78. An der unteren Kante des Tastenbretts 74 greifen zwei Stangen 79 an, die in besonderen, am Zählwerkschlntten 77 angebrachten Lagern 8o geführt und an ihrem anderen Ende durch eine über die ganze Länge des Zählwerks reichende horizontale Stange 8i verbunden sind. Diese Stange liegt auf zwei Hebeln 82 auf, die in der Maschine in solcher Weise gelagert sind, daß an jedem Punkt der seitlichen Verschiebung- des Zählwerks und Tastenbretts letzteres von den Hebeln 82 durch die Stangen 81 bewegt werden kann. An ihrem freien Ende tragen die Hebel 82 Laufrollen 83, mit denen sie auf Unrundscheiben 84, welche auf der Schneckenwelle 18 aufgekeilt sind, aufliegen. Im Ruhezustand aller Teile befinden sich die Laufrollen 83 in einem Ausschnitt der Unrundscheiben 8.1, mithin samt den Hebeln 82 in tiefster Stellung. Das Tastenbrett nimmt demnach gleichfalls seine tiefste Stellung ein. Wird die Welle 18 in Drehung versetzt, dann beginnt die Unrundscheibe 8.1 die Laufrollen 83 aus dem Einschnitt auf den Umfang herariszuheben, das Tastenbrett wird gleichfalls gehoben und während des größeren Teils der Drehung der Welle 18 in der gehobenen Lage gehalten. Kurz vor dem Ende der Drehung der Welle 18 beginnt der Einschnitt in ;ler Unrundscheibe, so daß nach vollendeter Drehung das Tastenbrett wieder in seine tiefste Lage geführt wird.
  • Die Einstellung des Multiplikators auf dein Tastenbrett erfolgt in der Weise, daß in jeder Reihe die entsprechende Taste niedergedrückt wird. In Abb. 8 ist, durch die schraffierten Tasten angedeutet, der Multiplikator 20:.165 eingestellt. Demzufolge wird an der Rückseite des Tastenbretts in jeder Reihe nur ein Tastenstift herausragen. Sämtliche Reihen des Tastenbretts 7.1 sind mit Ausnahme der Einerreilie am Tastenbrett fest angeordnet. Die Einerreihe ist auf dem Tastenbrett derart verschiebbar, daß, wenn derZählwerksclilitten mit dem Tastenbrett in die Ausgangsstellung ganznachlinksgeschobenist, dieEiner-Tastenreihe durch eine an der Maschine angebrachte Keilführung hochgehoben wird, während alle anderen Reihen sich in tiefster Stellung befinden. Zugfedern oder eine beliebige zwangläufige Einrichtung bewirken, daß, wenn die Keilführung durch Handgriff unter der gehobenen Einerreihe weggezogen wird, diese Reihe sich senkt, so daß sie mit den anderen Reihen in gleiche Linie kommt.
  • Hinter dem Tastenbrett 7.4 und, wenn dasselbe sich in der Ausgangsstellung befindet, unterhalb der Einerreihe sind zehn Stangen 86 angeordnet. Jede dieser Stangen besitzt eine andere Länge und ist an ihrem oberen Ende winklig abgebogen, derart, daß die Abbiegung jeder Stange bis an das Tastenbrett heranreicht und bei gehobenem Tastenbrett unterhalb eines jeden Tastenstiftes zu liegen kommt. Die Stangenreihe ist in der Maschine seitlich unverrückbar, jedoch längsverschiebbar angeordnet. Die Entfernung der Abbiegungen 87 entspricht genau den Tastenentfernungen einer Reihe, und deren Lage zu den Tasten ist derart gewählt, daß jeder aus dem Tastenbrett herausgedrückte Stift der Taste sich knapp oberhalb der zugehörigen Abbiegung 87 einer Stange 86 befindet, wenn das Tastenbrett gehoben ist, sich auf die Abbiegung auflegt und hierdurch die Stange 86 nach abwärts schiebt, wenn das Tastenbrett gesenkt wird. In Abb. io ist letztere Stellung dargestellt, und die niedergedrückte Taste 5 hat die Stange 5 niedergedrückt. Neun von den zehn Stangen 86 sind an zweiarmigen Hebeln 88, welche in der Maschine gelagert sind, angelenkt, so daß durch Niederdrücken des einen Hebelarmes der andere hochgehoben wird und seinerseits einen Arm eines zweiten gleichfalls in der Maschine gelagerten zweiarmigen Hebels 89 hebt, wodurch der. andere Arm sich senkt. An diesen Arm sind Klinken go angelenkt, die an ihrem freien Ende mit einem Haken versehen sind. Zugfedern gi ziehen die Klinken gegen den Drehpunkt der Hebel 89. Auf die Hebel 89 einwirkende Federn 92 bewirken, daß diese Hebel, die Klinken go und auch die Stangen 86 in ihrer höchsten Lage gehalten werden. In der höchsten Stellung der Klinken go legen sich deren Haken über fingerförmige Fortsätze der Tastenhebel 4, durch welche die Drehung der Antriebswelle 33 der Rechenmaschine eingeleitet wird. Wird die Klinke go nach abwärts gezogen, so zieht deren Haken den Tastenhebel 41 nach abwärts, wodurch, wie bekannt, die Drehung der Antriebswelle 33 eingeleitet wird. Eine an der Maschinenwand angebrachte schräge Führung 93 bewirkt, daß der Haken der Klinke go von dem fingerförmigen ,Fortsatz des Tastenhebels 41 abgestreift und der Tastenliebel mithin freigegeben wird und in seine Ausgangsstellung zurückkehren kann, auch dann, wenn sich die Klinke 9o in gesenkter Lage befindet. Wird, nachdem der Tastenhebel 41 bereits in höchster Stellung ist, die Klinke go hochgehoben, dann weicht der Haken der Klinke go entgegen der Federwirkung aus und legt sich über den Fingerfortsatz des Tastenhebels 41.
  • Die Verbindung der Stangen 86 mit den Tastenhebeln 41 erfolgt nach dem ihnen entsprechenden Ziffernwert in der Weise, daß entsprechend den Tastenstiften (i bis 9) die zugehörigen Stangen 86 (i bis 9) durch seitliches Abbiegen (Abb. 8) zu den einzelnen Hebeln 88 (i bis 9) voir diesen zu den Hebeln 89 (i bis 9) und schließlich zu den Klinken 9o (i bis g) geführt werden, welche nunmehr die Verbindung mit den Tastenhebeln 41 herstellen. Es steht mithin jeder am Tastenbrett 74 niedergedrückte Tastenstift mit dem genau seinem Ziffernwert entsprechenden Tastenhebel 41 in Verbindung, derart, daß, wenn beispielsweise der Tastenstift 5 am Tastenbrett 74 niedergedrückt wurde, auch der Tastenhebel 41-5 niedergezogen wird, wodurch fünf Umdrehungen der Antriebswelle hervorgerufen werden, woran sich sodann noch die weitere Wirkungsweise anschließt.
  • Die Arbeitsweise der gesamten bisher beschriebenen Einrichtung ist die folgende: Der Zählwerkschlitten und mit ihm das Tastenbrett 74 sind von Hand aus in die Ausgangsstellung nach links verschoben worden. Hierbei ist die Einerreihe durch Auflaufen auf das Keilstück 85 gehoben worden, während die anderen Tastenreihen mit dem Tastenbrett gesenkt sind. Sämtliche Einstellungen der Maschine sind auf Null gestellt. Es wird hierauf der Multiplikand beliebiger Größe am Tastenbrett der Maschine, der Multiplikator, z. B. 20.465, auf dem Tastenbrett 74 eingestellt. Der die Drehung des Zahnrades 29 bewirkende Motor wird in Bewegung gesetzt. Durch einen Handgriff wird nun die Keilfläche 85 unter der Einerreihe des Tastenbretts 74 weggezogen, wodurch sich diese Reihe senkt und in eine Linie mit den anderen Reihen kommt. Durch dieses Senken legt sich der in der Einerreihe niedergedrückte Tastenstift 5 auf dieAbbiegung 87 der Stange 86-5; diese Stange wird niedergedrückt und zieht durch Vermittlung der Hebel 88, 89 und Klinke go den Tastenhebel q.1-5 nach abwärts, wodurch die fünfmalige Drehung der Antriebswelle gegeben ist. Während der ganzen Dauer der Anträebswellendrehung verbleibt das Tastenbrett und die Einerreihe in gesenkter Stellung, gleichwie auch die Klinke go, nachdem. sie von der Führung 93 vom Tastenhebel q.1-5 abgestreift wurde, in gesenkter Stellung verbleibt, so daß nach vollendeten fünf Umdrehungen der Antriebswelle 33 und der entsprechenden Trommeldrehung der Tastenhebel 41 hochschwingen kann. Ist die letzte Drehung der Antriebswelle 33 vollendet, dann wird der Schwingarm 30 in seine Ausgangsstellung zurückgeschwenkt, drückt hierbei den Hebelarm 69 herunter, wodurch der andere Arm 67 die Klinke 62 von der Xinrundscheibe 58 abhebt, so daß der Schwingarm 52 mit dem Zahnrad 54 in das Zahnrad 29 einschwenken kann und die Drehung der Schneckenwelle bewerkstelligt. Durch die Drehung der Welle 18 wird von der Schnecke das Zählwerk entriegelt und um eine Stelle weiter verschoben. Außerdem wird von der Unrundscheibe 58 der Schwingarm 52 in solcher Weise beeinflußt, daß er nach der vollen Umdrehung der Welle 18 die beiden Zahnräder 54 und 2g außer Eingriff bringt. Schließlich wirken die Unrundscheiben 84 auf das Tastenbrett 74 in der Weise ein, daß sie dasselbe kurz nach Beginn der Drehung heben, so daß es in dieser Stellung an der Verschiebung des Zählwerks teilnimmt. Durch die Verschiebung gelangt die Zehnerreihe der Tasten über die Stangen 86, so daß, wenn kurz vor Beendigung der Drehung der Welle 18 das Tasten-. Brett gesenkt wird, sich der .in der Zehnerreihe herausgedrückte Tastenstift 6 auf die Abbiegung 87 der Stange 86-6 auflegt, die Stange niederdrückt, wodurch wieder der Tastenhebel q.1-6 niedergezogen, die Antriebswelle 33 zur sechsmaligen Umdrehung v eranlaßt wird, das Spiel von neuem beginnt, bis das Tastenbrett 74 durch alle Stellen verschoben ist. Ist in einer Reihe der Tasten kein Stift mehr herausgedrückt, dann hört die Beeinflussung des Antriebs durch das Tastenbrett 74 auf, das Tastenbrett bleibt in tiefster Stellung unbeweglich stehen als Zeichen, daß der Rechnungsvorgang beendet ist.
  • Wenn, wie es in der vierten, d. i. der Zehntausenderstelle der Fall ist, die Nulltaste niedergedrückt wird, dann braucht die Antriebswelle 33 keine Umdrehung zu machen, sondern es muß nur das Zählwerk um eine Stelle seitlich verschoben werden. Aus diesem Grunde ist die Stange 86 für die Nulltaste mit einem Hebel 94 in Verbindung gebracht, welcher beim Niederdrücken der Stange 86-o die Klinke 62 von der Unrundscheibe 58 abhebt und dadurch die Drehung der Schneckenwelle 18 einleitet, durch welche dann das Zählwerk verschoben, das Tastenbrett 74 gehoben und gesenkt werden, so daß die fünfte Stelle mit dem Tastenstift :2 auf die Stange 86-2 und den Tastenhebel u1-2 zur Wirkung kommen kann.
  • Durch die nunmehr im ganzen beschriebene Einrichtung kann jede beliebige Rechenmaschine zu einer selbsttätig arbeitenden ausgestaltet werden, wenn dieVerbindung zwischen Zählwerk, Tastenbrett 74 und Tastenhebeln 41 des Antriebs in sinngemäßer Weise hergestellt wird, wobei die in der beschriebenen Ausführung gezeigte Einrichtung lediglich die Bedingungen anzeigt, unter denen sieh die Verbindung dieser Teile vollziehen muß.
  • Die Arbeitsw eaise der Einrichtung. ist eine kontinuierliche und durch kennerlei Pausen unterbrochen. Sofort nach Vollendung der jeweils letzten Umdrehung der Antriebswelle 33 erfolgt dieZählwerkverschiebung, anschließend hieran wieder sofort die nächsten Umdrehungen usw., wie auch das Vorkommen einer oder mehrerer Nullen im Multiplikator ohne Zeitverlust durch die Vorrichtung berücksichtigt wird. Die Bedienung einer derartigen Maschine selbst bleibt auf die Rückführung des Zählwerks in die Ausgangsstellung und die Einstellung beider Faktoren beschränkt, während die Maschine alle andere Arbeit in der durch die Einfachheit der Einrichtung bedingten zuverlässigsten Weise ausführt.
  • Wie angeführt, wird die Tätigkeit der Vorrichtung dadurch eingeleitet, daß in der Aus-, gangsstellung des Zählwerks und Tastenbretts 74 das Keilstück 85 unter der Einerreihe weggezogen wird, wodurch sich diese Reihe senkt und den ummittelbaren Anlaß für die Drehung der Antriebswelle 33 gibt. In jeder anderen als der Ausgangsstellung ist demnach eine Betätigung der Einrichtung ausgeschlossen, wenn die an den Tastenhebeln 41 angebrachten Tasten weggelassen werden, wodurch eine sichere Handhabe für die richtige Bedienung gegeben ist und Irrtümer beim Ausrechnen eines Resultates vermieden werden.

Claims (17)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Rechenmaschine, deren Antriebswelle durch ein mit einem Zahnrad auf der Antriebswelle ständig in Eingriff stehendes, vorübergehend mit einem Zahnrad desAntriebs kuppelbares Zwischenzahnrad in Drehung versetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine Scheibe (36) mit Ausschnitt (37) auf der Welle des. Zwischenrades (31) befestigt ist, die sich mit dem Rand gegen einen festen Anschlag (38) anlegt und von ihm so lange in Eingriff mit dem Antriebsrad (29) gehalten wird, bis der Ausschnitt (37) dem Anschlag (38) gegenübersteht und das Zwischenrad (31) zum Auswerfen aus dem Antriebsrad (29) freigibt.
  2. 2. Rechenmaschine nachAnspruch i, gekennzeichnet durch Tastenhebel-(4i), die das Zwischenrad (31) trotz Freigabe durch den -Ausschnitt (37) seiner Scheibe (36) in Eingriff mit dem Antriebszahnrad (29) halten.
  3. 3. Rechenmaschine nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Sperrvorrichtung (46) für die Tastenhebel (41), die von einem Zahnrad (32) auf der Antriebswelle (33) angetrieben wird und die Tastenhebel in der Stellung sperrt, in der sie das Zwischenrad (3i) in Eingriff mit dem Antriebsrad (29) halten.
  4. 4. Rechenmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrvorrichtung (46) für jeden Tastenhebel (41) mit einem Schlitz (51) versehen ist, der am einen Ende eine Erweiterung (A) zum Eintritt einer Nase (44) am zugehörigen Tastenhebel (4i), am anderen eine Erweiterung (B) mit Auswerfer (C) für die Nase (44) hat und im übrigen so schmal ist, daß er die Nase (44) zurückhält.
  5. 5. Rechenmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Schlitze (51) der Sperrvorrichtung verschieden ist, so daß der Eingriff jedes Tastenhebels (41) mit seinem Schlitz eine verschiedene Anzahl von Umdrehungen der Antriebswelle (33) auslöst.
  6. 6. Rechenmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrvorrichtung (46) als Trommel ausgebildet ist, die mit der =Antriebswelle (33) durch ein mit dem Zwischenrad (31) in Verbindung stehendes Getriebe (49, So), das der Trommel mindestens eine Umdrehung auf zehn Umdrehungen der Antriebswelle _(33) erteilt, gekuppelt wird, wenn das Zwischenrad (3i) mit dem Antriebsrad (29) in Eingriff kommt, und entkuppelt wird, wenn der Eingriff aufhört.
  7. 7. Rechenmaschine nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eine Spiralfeder (52Q) zum Zurückführen der von der Antriebswelle (33) freigegebenen Trommel (46) in die Anfangslage. B.
  8. Rechenmaschine nach Anspruch i, bei der das Zählwerk selbsttätig durch eine Schneckenwelle um eine Stelle verschoben wird, wenn die Antriebswelle die vorgeschriebene Zahl von Umdrehungen gemacht hat, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebswerk beim Auswerfen des Zwischenzahnrades (31) aus dem Antriebszahnrad (29) eine Sperrklinke (62) derSchneckenwelle (18) freigibt, wodurch der Antrieb (54, 57) der Schneckenwelle so lange mit dem Antriebszahnrad (29) gekuppelt wird, bis die Klinke (62) die Schneckenwelle wieder sperrt.
  9. 9. Rechenmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein besonderer Tastenhebel vorgesehen ist, der durch Auslösen der Klinke (62) die Schneckenwelle (18) freigibt. io.
  10. Rechenmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß die selbsttätige Betätigung der Tastenhebel (41) für den Antrieb nach Einstellung des ?Multiplikators zu Anfang der Rechnung auf einem mit dem Zählwerkschlitten in Verbindung gebrachten Tastenbrett (74) durch zeitgerechtes Bewegen des Tastenbrettes oder der Tasten gegenüber einem- Satz feststehender Stangen (86) während jederZählwerkverschiebung durch die Stangen (86), durch Hebel (88, 89) und Klinken (9o) bewerkstelligt wird. ii.
  11. Rechenmaschine nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß das Tastenbreit (7q.) so mit dem Zähfwerkschlitten .in Verbindung steht, daß es an seiner Verschiebung im gleichen oder proportionalen Maße teilnimmt.
  12. 12. Rechenmaschine nach Anspruch i 1, dadurch gekennzeichnet, daß die während der Verschiebung des Zählwerkes erforderliche Bewegung des Tastenbrettes (7q.) gegen die Stangen' (86). durch auf der Schneckenwelle (18) aufgekeilte Unrundscheiben (8¢), Hebel (82) und Stangen (79) bewirkt wird.
  13. 13. Rechenmaschine nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß alle aus j e zehn Tasten bestehenden Tastenreihen mit Ausnahme der gegenüber den anderen Reihen verschiebbaren Einer-Tastenreihe am Tastenbrett fest angeordnet sind.
  14. 14.. Rechenmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Einer-Tastenreilie nur in der Anfangsstellung des Zählwerkschlittens gegenüber den anderen Tastenreihen verschoben wird.
  15. 15. Rechenmaschine nach Anspruch i o, dadurch gekennzeichnet, daß zehn Stangen (86) vorgesehen sind, von denen neun die Verbindung der Tasten - am Tastenbrett (7q.) mit den dein Zahlenwert der Tasten entsprechenden Tastenhebeln (¢1) des Antriebs herstellen, während die zehnte Stange (86-ö) entsprechend dem Zahlenwerte der Nulltaste auf dem Tastenbrett durch einen Hebel (94) auf die Klinke (62) der Schneckenwelle (18) wirkt und nur eine Ver schiebung des Zählwerkes hervorruft.
  16. 16. Rechenmaschine nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehung ihrer Antriebswelle (33) dadurch hervorgerufen wird, daß nach Einstellung der Faktoren in der Ausgangsstellung des Zählwerkes und des Tastenbrettes (7¢) die Einer-Tastenreihe zurückgezogen wird und durch die niedergedrückte Taste die entsprechende Stange (86) betätigt, die auf den richtigen Tastenhebel (41) wirkt und den Antrieb einschaltet.
  17. 17. Rechenmaschine nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß nach beendeter Rechnung das Tastenbrett (7q.) durch seine Ruhelage die Vollendung der Rechnung anzeigt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2522671A (en) * 1950-09-19 Gourdon

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US2522671A (en) * 1950-09-19 Gourdon

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