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DE477848C - Elektrischer Wellenanzeiger - Google Patents

Elektrischer Wellenanzeiger

Info

Publication number
DE477848C
DE477848C DEH110592D DEH0110592D DE477848C DE 477848 C DE477848 C DE 477848C DE H110592 D DEH110592 D DE H110592D DE H0110592 D DEH0110592 D DE H0110592D DE 477848 C DE477848 C DE 477848C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wave indicator
insulating
reagent
electrodes
reagent mass
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH110592D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
INGENIEUR FERDINAND SCHNEIDER
Original Assignee
INGENIEUR FERDINAND SCHNEIDER
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by INGENIEUR FERDINAND SCHNEIDER filed Critical INGENIEUR FERDINAND SCHNEIDER
Priority to DEH110592D priority Critical patent/DE477848C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE477848C publication Critical patent/DE477848C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01CRESISTORS
    • H01C8/00Non-adjustable resistors consisting of loose powdered or granular conducting, or powdered or granular semi-conducting material
    • H01C8/02Coherers or like imperfect resistors for detecting electromagnetic waves

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Investigating Or Analysing Biological Materials (AREA)

Description

  • Elektrischer Wellenanzeiger Es sind Wellenanzeiger (Detektoren, Fritter u. dgl.) bekannt geworden, bei welchen die beiden Elektroden entweder durch einen mit losen Metallkörnchen ausgefüllten Luftspalt oder an der Stelle geringster Entfernung durch eine Glimmerzwischenlage getrennt sind. In letzterem Falle wurden bisher hohlkegelförmige oder röhrenförmige Elektroden verwendet, welche am besten mit Metallblättchen als Reagensmasse beschickt «erden, die unter dem Einfluß elektrischer Wellen infolge der Ionisation der zwischen den Blättchen gelagerten Luft die Glimmerzwischenlage gut leitend überbrücken. Mit Hilfe solcher Anordnungen kann man elektromagnetische Verstellarbeiten der verschiedensten Art, z. B. bei drahtlos gesteuerten Uhren, ausführen, wobei der Ionisationswellenan= zeiger die Wirkung des Relais übernimmt.
  • Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ebenfalls. einen elektrischen Wellenanzeiger des Ionisationsprinzips, welcher jedoch eine höhere Empfangsempfindlichkeit und eine größere Gleichmäßigkeit in seiner Wirkung aufweist; außerdem kann dieses Wellenanzeiger mit noch größeren Strömen belastet werden, als es bisher möglich war. Erreicht werden diese Vorteile in erster Linie dadurch, daß der Wellenanzeiger einen oder mehrere getrennte Längsspalte als Reagensstellen besitzt, wie sie beispielsweise entstehen, wenn man einen Metallzylinder seiner Länge nach durchschneidet und mit der Grundfläche auf einen Isolierboden aufsetzt.
  • Der Metallzylinder wird mit Metallspänen, Metallpulver, am besten jedoch mit Metallblättchen als Reagensmasse gefüllt. Die Empfindlichkeit eines derartigen Wellenanzeigers kann man ganz erheblich steigern, indem man die beispielsweise als Reagensmasse Verwendung findenden Metallblättchen unter Druck setzt, wodurch die zwischen den Blättchen gelagerte Luft zum Teil verdrängt wird und demgemäß die noch zurückgebliebene geringe Luftschicht -leichter ionisiert. Dieser Druck kann durch Gewichtsbelastung, regelbare Federspannung o. dgl. erreicht werden; ebenso kann ein zylindrischer Kolben gegen die Reagensmasse bewegt werden. Eine Vermehrung der Reagensstellen erhöht die Empfindlichkeit des Wellenanzeigers und gestattet auch die Verwendung stärkerer Ströme. Die Zahl der Reagensstellen kann man u. a. auch durch Parallelschaltung mehrerer Wellenanzeiger erreichen.
  • Endlich werden die physikalischen Vorgänge in dem Wellenanzeiger ganz besonders dadurch begünstigt, daß die Gesamtreagensmasse nicht auf einem Querspalt aufruht. sondern entlang der Längsspalte lagert. Es ist daher möglich, die Elektrodenbehälter recht hoch bzw. lang zu wählen und sie mit einer großen Menge Reagensmasse zu füllen, ohne daß dadurch die Spalte besonders belastet werden, weil der Gesamtdruck der Reagensmasse sich bei stehender Anordnung in der Hauptsache nach dem isolierten Boden des Gefäßes hin auswirkt.
  • Bei allen früher bekannt gewordenen Vorschlägen, insbesondere auch bei dem aus zwei hohlkegelförmigen, mit ihrer Grundfläche unter Zwischenfassung eines Isolierringes gegeneinander gestoßenen Elektroden bestehenden Fritter, ruhte die Reagensmasse auf dem Spalt, so daß deren Füllmenge beschränkt war, weil die Eigenschwere der Masse bereits Stromdurchlässe ermöglichte. Da zudem durch Anklopfen der Elektroden der Stromdurchgang aufgehoben werden mußte, so gelang das sogenannte Entfritten nur sehr schwer.
  • Bei dem Erfindungsgegenstand gelingt die Entionisierung schon mit den allerfeinsten, kaum hörbaren Anschlägen.
  • Der Wellenanzeiger eignet sich daher ganz besonders für den Betrieb elektrischer Uhren, deren Gang durch elektrische Wellen geregelt wird.
  • Eine beispielsweise Ausführung der Erfindung wird durch die Zeichnung veranschaulicht. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Elektroden bzw. das von diesen gebildete Gehäuse stehend angeordnet. Die liegende Anordnung ist aber ebenfalls denkbar, wenn schon sie auch nicht ganz so vorteilhaft als die stehende Anordnung ist.
  • Abb. i ist eine Ansicht und Abb. z ein Grundriß des neuen Wellenanzeigers.
  • Abb. 3 ist eine Ansicht desselben mit Uminantelung, und Abb. q. zeigt den Grundriß einer Anordnung, bei der mehrere Wellenanzeiger parallel geschaltet sind.
  • Auf der aus Isoliermaterial bestehenden Grundplatte a sind die Elektrodenfüße b, c befestigt. Mit dem Fuß bist der aus Metall bestehende Halbzylinder d verbunden, während mit dem Fuß c der andere Halbzylinder e verbunden ist. Beide Halbzylinder sind derart zueinander angeordnet, daß sie zusammen ein röhrenförmiges oben offenes Gehäuse bilden. An den Stoßkanten sind sie durch Isolierstreifen f getrennt, so daß das Gehäuse aus zwei gegeneinander isolierten Halbzylindern besteht. Der Innenraum dient zur Aufnahme der Reagensmasse. Die eine Elektrode b, d ist mittels der Kontaktschraube g mit der zum Empfangskreis führenden Leitung k verbunden, während die a-idere Elektrode c, e mittels der Schraube h durch die Leitung l am Empfangskreis liegt.
  • Abb. 3 zeigt das röhrenförmige Elektrodengehäuse mit der Reagensmasse - hier aus ganz dünnen Metallblättchen bestehend - gefüllt und von einem aus Isoliermaterial bestehenden Zylinder m umgeben. Dieser äußere Mantel ist höher als das darin befindliche Elektrodengehäuse und durch einen besonderen Deckel n geschlossen. Zur Belastung der Reagensmasse ist im Elektrodengehäuse selbst ein Gewicht i vorgesehen, welches nach Abnahme des Deckels n zugänglich und beeinflußbar wird.
  • Bei der durch Abb. q. veranschaulichten Parallelschaltung mehrerer Wellenanzeiger ist a wieder die Grundplatte aus hochwertigem Isoliermaterial, auf welcher der aus Metall bestehende gemeinsame Elektrodenfuß b mit den in kleinen gegenseitigen Abständen voneinander darauf angeordneten halbzylindrischen Elektroden dl, d2, ds befestigt ist. Parallel dazu ist auf der Platte a der andere Elektrodenfuß c mit den halbzylindrischen Elektroden e1, e2, e3 befestigt, und zwar derart, daß dadurch in seitlichem Abstand nebeneinanderstehende Elektrodengehäuse gebildet %verden, welche an ihren Stoßstellen durch die Isolierstreifen f, f1, f2, f3 getrennt sind. Die Elektrodenfüße b, c sind durch h, l einerseits und durch g, k andererseits mit dem Empfangskreis verbunden. Bei dieser Mehrfachnebeneinanderreihung des Wellenanzeigers in Parallelschaltung sind alle durch die Doppelspalte gebildeten Reagensstellen in der gleichen Ebene liegend angeordnet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrischer Wellenanzeiger, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse zur Aufnahme der Reagensmasse aus einem Mantel von zwei oder mehr im Querschnitt zweckmäßig rinnenförmig gestalteten und mit ihren Längskanten unter Zwischenfassung vom Isolierstreifen aneinandergestoßenen Elektroden sowie einem diese tragenden, gemeinsamen Boden aus Isoliermaterial besteht, so daß Reagensstellen in Form getrennt verlaufender und durch den Isolierboden unterbrochener Längsspalte entstehen, längs welchen die auf dem Isolierboden aufliegende Reagensmasse sich nur anzulagern vermag. a. Elektrischer Wellenanzeiger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden durch einen der Länge nach durchschnittenen Metallzylinder gebildet sind, dessen Schnittstellen durch die Isolierzwischenlagen ausgefüllte Doppelspalte bilden. 3. Elektrischer Wellenanzeiger nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des von den Elektroden gebildeten Gehäuses besondere Belastungsmittel für die Reagensmasse vorgesehen sind. q.. Elektrischer Wellenanzeiger nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Beeinflussung der Reagensmasse von außen verstell- und einstellbare Belastungsmittel vorgesehen sind.
DEH110592D 1927-03-16 1927-03-16 Elektrischer Wellenanzeiger Expired DE477848C (de)

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DE477848C true DE477848C (de) 1929-06-14

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