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DE476255C - Verfahren zur Herstellung von Alkalicellulose fuer die Gewinnung von Viskose - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkalicellulose fuer die Gewinnung von Viskose

Info

Publication number
DE476255C
DE476255C DEH100574D DEH0100574D DE476255C DE 476255 C DE476255 C DE 476255C DE H100574 D DEH100574 D DE H100574D DE H0100574 D DEH0100574 D DE H0100574D DE 476255 C DE476255 C DE 476255C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
production
liquor
cellulose
viscose
alkali cellulose
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH100574D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
NEUE GLANZSTOFF WERKE AKT GES
Original Assignee
NEUE GLANZSTOFF WERKE AKT GES
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by NEUE GLANZSTOFF WERKE AKT GES filed Critical NEUE GLANZSTOFF WERKE AKT GES
Application granted granted Critical
Publication of DE476255C publication Critical patent/DE476255C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B1/00Preparatory treatment of cellulose for making derivatives thereof, e.g. pre-treatment, pre-soaking, activation
    • C08B1/08Alkali cellulose

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Alkalicellulose für die Gewinnung von Viskose Bei der üblichen Herstellung von Alkalicellulose ,geht ein Teil der alkalilöslichen, sogemannten Hemiaelludose in die Tauchlauge über und wird mit dem überschuß derselben durch Abpressen oder Abschleudern entfernt, während der andere Teil der Hemvcellulose in der Alkalicellulose verbleibt. Bisher gelangte zwar bei der nur einmaligen Benutzung der Tauchlauge nur eine verhältnismäßig geringe Menge von Hemicellulosen in dieselbe, trotzdem konnte dieselbe schon wegen dieses geringen Gehaltes nicht wieder als Tauchlauge verwendet werden, da eine bereits hetnicellulosehaltige Tauchlauge die Hemicellulose nicht genügend gut aus. dem Behandlungsgut auslaugt. Dieser Umstand verursachte einen sehr starken Bedarf an Frischlauge und mithin auch einen großen Anfall an Abfallauge.
  • Entgegen den bisherigen Anschauungen weist das vorliegende Verfahren einen Weg, nach welcbem die Abfallaugen im AlkalicelluloseherstellungspTozeß mit Nutzen wieder Verwendung finden können. Das Verfahren besteht darin, daß diese Abfallaugen zur Mercerisi,erung wohl wieder verwendet werden, aber ohne daß vorerst auf eine genügende Entfernung der Hemicellulosen Wert gelegt wird. Der Hemicelludosegehalt der so mercerisierten Celludose wird alsdann duarch eine Nachbehandlung mit einer reineren Mercerisierlaug e, welche weniger Hemicellulose enthält als die vorher benutzte Lauge, erniedrigt bzw. ausgewaschen. Auf diese Weise kann man mit einer ganzen Reihe von Mercerisierlaugen verschiedener Reinheit nacheinander vorgehen, indem man zuerst die stark verunreinigte Tauchlauge zur Einwirkung bringt und dann zunehmende reinere Laugen verwendet, bis zuletzt reine Tauchlauge zur Anwendung kommt, welche den. erforderlichen praktischen Reinheitsgrad der Alkalicellulose an Hemi cellulose garantiert. Bei der Behandlung der Alkalicellulose mit den letzten Gliedern der Tauchlaugenrehe, insbesondere der letzten reinen Tauchlauge, können auch die Hemieellulosen entfernt werden, welche sich .auf Grund eines sogenannten Reifungsprozesses seit der ersten Berührung mit der Mercerisierlauge gebildet haben. Unter Umständen ist es nicht erforderlich, daß die ersten Tauchlaugen bereits den endgültig erfordierlichen Mercerisierungsgrad ergeben; sie können daher auch verdünnter sein. Es tritt dann eine stufenweise Mercerisation ein, und es ist dann bloß wichtig, daß bei der letzten entscheidenden Tauchung der endgültig zu erzielende Mercerisäerungsgrad durch Anwendung der entsprechenden Laugenkonzentration erreicht wird. Bei dieser Arbieitsweise erfahren die einzelnen Lauglenportiomen zweierlei Veränderungen. Einmal. werden sie infolge der Einwirkung auf die Cellulose bzw. AJkalicellulose ärmer an Ätzalkahgehalt und anderseits reicher an Hemioellulosen. Statt daß man nach. dem früheren 'Verfahren bereits eine Lauge, die nur wenig schwächer war als die ursprüngliche Tauchlauge und nur wenig Hemi cellulose enthielt, als Abfallauge verwerfen maßte, fallen nach dem vorliegenden Verfahren Abfallaugen an, welche erheblich niedriger an Ätzalkalvgehalt sein könnten als die ursprüngliche Tauchlauge, und welche auf alle Fälle einen viel höheren Gehalt an Hemicellulosen. aufweisen, wodurch die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens gewährleistet ist.
  • Nebst denn hohen wirtschaftlichen Wert der besseren Ausnutzung der Laugen hat das neue Verfahren noch den großem Vorteil, daß so auich solche Cellulosen auf Viskose verarbeitet werd. können, die sonst wegen ihres hohen Gehaltes an Hemicellulase nicht verwendet werden könnten. Die durch das Verfahren hergestellte Viskose liefert eine Kuns,tseide von hoher Festigkeit und besonders schönem Glanze.
  • Das Vemfahmen kann. auch in der Weise werden, daß die Alblaugen nach jedeenaliger Einwirkung wieder auf die ursprüngliche Konzentration gebracht werden. Die Einwirkung der Mercerisierlauge kann vorteilhafterweise nach deal GegenstrompTinzip@ erfolgen, oder es kann in Gefäßzen nach Art der Diffusionsbattierien gearbeitet werden. Auch ist es möglich, die Einwirkung in einer Zentrifuge oder auch in mehreren Zentrifugen vorzunehmen. Beispiel
    Man. verwendet zwei Extraktionsoentrifu-
    gen i und 2. 5okg Zellstoff (Sulfiteellulose)
    werden in einer Zerkleineruagsvorriatung
    gleichmäßig zermahlen. und mittels durchstrei-
    chender Luft vorgetrocknet. Die trockne ge-
    mahlene Gellulose wird mittels Druckluft, För-
    derband oder ,ähnlich in die Zentrifuge i,
    welche siech in Bewegung befindet, gleich-
    mäßig eingetragen. Aus einem Laugenbiehäl-
    ter läißt man nun 30o kg Mercerisiedauge
    einströmen. Die Lauge zirkuliert dann einige
    Zeit in .der Extraktionszentrifuge. Inzwischen
    hat man die Zentrifuge 2 in gleicher Weise
    mit Zellstoff beschickt. Die Lauge aus, der
    Zentrifuge i tritt nunmehr in die Zentrifuge 2
    ein., wo man sie ebenfalls einige Zeit umlau-
    fen läßt. Ihre Menge hat sich hierdurch um
    etwa ioo kg verringert.
    Der Inhalt der Zentrifuge i wird mit frischer Lauge extrahilert, und zwar beispielsweise fünfmal mit je 5o kg frischer Lauge. Vorteilliaft vereint man die zwei ersten Extraktionsablaugen mit der Lauge in Zentrifuge 2, so daß auch dorrt wieder 30o kg Lauge zur Verfügung stehen. Die Zentrifuge i kann nach fünfmaliger Extraktion ausgepackt und die Alkaliaellulose weiterverarheitet werden. Man extrahiert dann in der Zentrifuge 2 dreimal mit ,den jeweils abfallenden Laugen von ZentrHuge i und dann noch zweimal mit frischer Lauge. In dieser Art arbeitet man weiter, bis die erhaltene Ablauge einen Hemicellulosegehalt von 6o g im Liter besitzt.
  • Die Konzentration der Lauge an Atznatron sinkt ungefähr auf i35 bis 140g im Liter und weniger, während die nach dem üblichen Verfahren -,erhaltenen Ablaugen noch Zoo bis 210 g Ätznatron im Liter und nur So g Hemieellulose enthalten. Die gesamten Verluste an Atznatron betragen bei dem vorliegenden Verfahren bei einer Produktion von ioookg Kunstseide am Tage etwa i25 kg Natronlauge, wahrend sie sonst etwa 40o bis 45o kg gtznatron erreichen.
  • In der Zeitschrift »Kunststoffe«, Jahrgang 1912, ist auf Seite 2o3, linke Spalte, bereits ein Verfahren beschrieben, Holzstoff in zwei Trögen nacheinander zunächst mit Natronlauge von 15° B6 bei o° und dann mit einer Natronlauge von 2o bis, 25° B6 bei 25° zu meroerisierien. Bei diesem älteren Verfahren gelangt indessen keine bereits zum Mercerisieren. anderer Cellulose gebrauchte Natronlauge zur Anwendung, und es fehlt vollkommen das Charakteristikum des vorliegenden Verfahrens, die Tauchlauge in mehremen Arbeitsgängen auf neue Cellulosechargen einwirken zu-lassen, um hierdurch eine rationkellle Ausnutzung der Lauge und einen Uöheren Gehalt an Hemiicellulose in der Ablauge zu erzielen. .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung und Reini- gung von Alkalicellulose für die- Gewin- nung von Viskose, dadurch ,gekennzeichnet, daß in voneinander scharf getrennten Ar- beitsgäng_ en die Mercerislerlauge bei sin- kendem Gehallt an Ätznatron und, steigen- dem Gehalt arm. Hemieellulose mehrmals auf Zellstoff zur Einwirkung gelangt, wor- auf die so vo,rge"bildete A2kalcellulose .einer Reinigung durch planmäßige Ex- traktion mittels neuer Memcerisicrlaugen unterzogen wird. .
DEH100574D 1924-02-18 1925-02-14 Verfahren zur Herstellung von Alkalicellulose fuer die Gewinnung von Viskose Expired DE476255C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CS476255X 1924-02-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE476255C true DE476255C (de) 1929-05-24

Family

ID=5453015

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH100574D Expired DE476255C (de) 1924-02-18 1925-02-14 Verfahren zur Herstellung von Alkalicellulose fuer die Gewinnung von Viskose

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE476255C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE749924C (de) * 1937-10-24 1944-12-11 Glanzstoff Ag Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Faeden unter Verwendung von hemicellulosearmer Viskose
DE746574C (de) * 1940-04-05 1944-12-22 Verfahren zur Herstellung von veredelter Alkalicellulose

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE749924C (de) * 1937-10-24 1944-12-11 Glanzstoff Ag Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Faeden unter Verwendung von hemicellulosearmer Viskose
DE746574C (de) * 1940-04-05 1944-12-22 Verfahren zur Herstellung von veredelter Alkalicellulose

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