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DE462200C - Herstellung von Reservefaerbungen - Google Patents

Herstellung von Reservefaerbungen

Info

Publication number
DE462200C
DE462200C DEC37360D DEC0037360D DE462200C DE 462200 C DE462200 C DE 462200C DE C37360 D DEC37360 D DE C37360D DE C0037360 D DEC0037360 D DE C0037360D DE 462200 C DE462200 C DE 462200C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reserve
resin
colors
production
indigo
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC37360D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Julius Rath
Egon Hoygt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEC37360D priority Critical patent/DE462200C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE462200C publication Critical patent/DE462200C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

  • Herstellung von Reservefärbungen Bei der Fabrikation von ReservefÄrbungen, wie z. B. Ratikfärbungen, verwendet man natürliche oder künstliche Harzprodukte oder Wachse als Reservierungsmittel, w#elche mehr oder weniger alkahlöslich bzw. verseifbar sind. Hieraus ergeben sich beim Färben, welches in alkalischen Bädern erfolgt, verschiedene Nachteile, wie z. B. unscharfe Konturen bzw. teilweises Ablösen der Reserve. Auch ist es nicht möglich, mit den bisherigen Harzreserven den bei der Batikherstellung im großen Umfang verwendeten Indigo auf der Hydrosulfitküpe zu färben. Man mußte vielmehr sich der umständlichen Zinkkalkküpe bedienen, die bekanntlich kein kontinui.'erliches Arbeiten gestattet. Beim Überdrucken der Harz- oder Wachsreserve mit alkalisch-en Druckfarben (Nitrosamindruckfarben, Küpenfarben usw.) löst sich das Harz oder Wachs unter Verseifung teilweise auf, wodurch nur unvollkommene Reserveeffekte erreicht werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß alle die Nachteile, die mit der AlkaRunbeständigkeit der bisherigen Wachs- und Harzprodukte zusammenhängen, durch Verwendung von alkaliunlöslichen synthetischen Harzen, welche in Säuren oder in organischen Lösungsmitteln oder in beiden löslich sind, beseitigt werden können. Mit Hilfe der alkalibeständigen Harzie ist es möglich, solche Reserveartikel auf der Hydrosulfitküpe zu färben bzw. auch mit stark alkalischen Echtfarben zu überdrucken. Hierdurch erreicht man eine bedeutende Vereinfachung der Arbeitsweise, somit eine erhebliche Steigerung der Produktion, und ist ferner in der Lage, durch Heranziehung solcher Farbstoffe -, deren Aufbringung auf die Faser unter alkalischen Bedingungen erfolgen muß -. neuartige und vielseitige, echte Reserveeffekte von besonderer Farhenfreudigkeit und Abwechslung zu erzielen.
  • Beispiel i.
  • Eine Harzreserve, bestehend aus geschmolzenem künstlichen Harz, dargestellt nach der französischen Patentschrift 612 3o6-, wird in geeigneter Weise auf Baumwollstoff aufgedruckt und nach dem Erkalten gebrochen, dan ' n wird der BaumwoRstoff in üblicher Weise i Stunde bei 30' C mit einer Lösung grundiert, die im Liter 1 5 g 2 - 3-Oxynaphthoesäure-a-naphthalid und 45 cem Natronlauge 34#" B6 enthält, und in bekannter Weisie mit einer Diazolbsung entwickelt -, die i o g p-Nitro-o-anisidin im Liter enthält. Nach dem Fertigmachen der Färbung wird die Harzreserve durch Schmelzen oder Waschen mit Säuren oder organischen Lösungsmitteln entfernt. Man erhält so ein schönes, reinweißes Batikmuster mit scharfen Zeichnungen auf bordeauxrotem Grunde.
  • Beispiel 2.
  • Die gleiche Hamreserve wie im BeispielI wird auf Baumwollstoff aufgedruckt und gebrochen. Danach wird in einer Natriumhydrosulfitküpe, die im Liter iog Indigopulver enthält, in üblicher Weise gefärbt.
  • Man erhält nach Entfernung der Harzreserve ein schönes, scharfes, reinweißes Batikmuster auf Indigogrund.
  • Beispiel 3.
  • Der Baumwollstoff wird wie im Beispie12 behandelt; nach dem Färben mit Indigo wird die Harzreserve teilweise entfernt und du,rch geeignetes Einpassen einer Druckfarbe, die 11, 4 g Nitrosanannatnunisalz des 5-Dichloranflins und 24g Diacetoa-cetyl-o-tolidin mit der erforderlichen Menge Natronlauge in i ooog Paste enthält, von Hand überdruckt, verhängt und in einem Essigsäure und Glaubersalz enthaltenden Bade entwickelt.
  • Nach Entfernen der Harzreserve erhält man ein Batikmuster aus reinweißen, gelben und grünen Farbtönen auf Indigogrund.
  • -. Beispiel 4.
  • Der Baum-wollstoff wird wie im Beispiel z behandelt. Als Druckfarbe, die auf die Harzreserve,eingepai3t wird, kommt eine solche zur Verwendung, die 15 o g einer nach der Patentschrift --91 076 hergestellten konzentrierten Mischung aus dem Nitrosamü-lnairiumsalz von m4Nitro-p-toluidin und dem Natriumsalz von 2 - 3,-Oxynaplithoesäureanilid in i ooo g enthält. Die 'Entwicklung erf olgt in gleicher Weise.
  • Man erhält auf Indigogrund ein Batikmuster aus reinweißen und roten Farbtönen. , Beispiel 5.
  • Die gleiche Harzreserve wie in den vorhergehenden Beispielen wird auf Baumwollstoff aufgedruckt und gebrochen. Danach wird i.n üblicher Weise beietwa 5o' C in einer Hydrosulfitküpe gefärbt, die --og 3.3'-Dibrom - N!-dibydr#o.- i - 2 - i' - 2-,a!nthsacXnonazin im Teig im Liter enthält. Man erhält ein scharfes, reinweißes Batikniuster auf blauem Grunde.
  • Beispiel 6.
  • Die gleiche Harzresierve wie in den vorhergehenden Beispielen wird auf Baumwollstoff aufgedruckt und gebrochen. Darauf wird mit einer Druckfarbe überdruckt oder geklotzt, die 15 o g einer nach der Patentschrift 29 1 o7.6 hergestellten konzentrierten Mischung aus dem Nitrosaminnatriumsalz von m-Nitro-p-toluidin und dem Natriunisalz von 2 -3-Oxynaphtlioesäureanffid in i ooog enthält, und in gleicher Weise entwickelt.
  • Man erhält ein reinweißes Batikmuster auf tiefrotem Grunde.
  • Mit anderen Harzen der oben angegebenen Eigenschaften kann das Verfahren in gleicher Weise ausgeführt werden. Die Elastizität der verwen'deten Harze-kann dem ji#weils erstrebten Zweck angepaßt werden durich die Art der Herstellugg der HaTze oder durch Zusatz von Weichmachungsmitteln. _

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCI-I-: Verwendung Herstellung von von künstlichen Reservefärbungen Harzen, unter da- ' durch gekeinnzeidhueit, daß, man in Säuren oder in organischen Lösungsmitteln oder in beiden lösliche, in Alkalien unlös# liche synthetische Harze- verwendet:
DEC37360D 1925-10-29 1925-10-29 Herstellung von Reservefaerbungen Expired DE462200C (de)

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