DE46149C - Lochstanze für Werthzeichen - Google Patents
Lochstanze für WerthzeichenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 54: Papiererzeugnisse.
Lochstanze für Werthzeichen.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Lochstanze für Zeichen auf Werthpapiere,
welche deren Werth angeben, um Fälschungen zu verhüten. Das auf einer Platte
festgehaltene Werthpapier wird wagerecht unter einer Reihe von senkrecht beweglichen Lochstempeln
mittelst derselben Vorrichtung verstellt, die zugleich auch zur Bewegung der Stempel, sowie zur Verschiebung des Werthpapieres
auf seiner Unterlage um eine bestimmte Weite nach jeder Lochung dient.
Die Lochstanze ist auf der beiliegenden Zeichnung in Fig. 1 in Oberansicht, in Fig. 2
nach Wegnahme der Kopfplatte, in Fig. 3 in Vorderansicht und in Fig. 4 in einem senkrechten
Schnitt nach 4-4, Fig. 3, veranschaulicht. Fig. 4a zeigt einen Lochstempel nebst
zugehöriger Matrize, Fig. 4b die Hinteransicht des oberen Endes des Armes 17, Fig. 5 einen
Längsschnitt nach 5-5, Fig. 4, Fig. 6 die perspectivische Ansicht der das Werthpapier auf
seiner Unterlage haltenden Platte 31 mit dem Abstreifer 32. Fig. 7 ist eine Ansicht des
Schaltwerkes zur Verschiebung des Werthpapieres auf der Unterlage nach der Lochung,
Fig. 8 die Oberansicht der Vorrichtung, welche das Einschieben des Werthpapieres begrenzt.
Die ganze Stanze wird von einem Gestell getragen, bestehend aus der Fufsplatte 1 mit
angegossener senkrechter Hinterwand 2 und an dieser befestigter Kopfplatte 3. Diese Theile
sind so angeordnet, dafs sie das Innere der Stanze möglichst gut abschliefsen und gegen
. das Eindringen von Staub sichern (Fig. 4). Auf der Kopfplatte sitzt starr damit verbunden eine
Scala 4, auf welcher die Lochzeichen bezw. Ziffern am zweckmäfsigsten, wie aus Fig. 1 zu
ersehen, angeordnet sind, d. h. die Münzbezeichnung (z. B. $ = Dollar) in der Mitte
und auf jeder Seite die Ziffern in solcher Ordnung, dafs die erfahrungsgemäfs am häufigsten
auftretenden derselben näher der Mitte zu liegen, als die weniger häufig vorkommenden.
Die in einer ■ Reihe angeordneten Lochstempel 5 sind an der Vorderseite in einer
unteren und einer oberen Platte 6 gelagert, die starr mit der Hinterwand verbunden ist.
Jeder trägt auf der Unterseite eines der Zeichen der Platte 4, und zwar steht der betreffende
Stempel dem entsprechenden Zeichen gegenüber. Unmittelbar unter den Stempeln ist auf
der Fufsplatte 1 eine Reihe von entsprechenden Matrizen 8 angeordnet (Fig. 4 und 4a). Das
zu lochende Werthpapier wird zwischen die Stempel und Matrizen eingeschoben, so dafs
es auf den in Horizontalführungen 1 o, an den Stempeln vorbei, hin- und herbeweglichen Tisch 9
zu liegen kommt (Fig. 2). Um dem Papier eine vermehrte Steifigkeit zu ertheilen und sein
Hängenbleiben an den festen Theilen beim Verschieben der Platte 9 zu verhindern, ist
letztere, wie Fig. 4 zeigt, am hinteren Theile etwas aufgebogen, wodurch das Papier eine es
versteifende schwache Aufbiegung in der Querrichtung erfährt. Mit der Platte 9 ist ein Führungsarm
17 so verbunden, dafs derselbe mit einer Krümmung um deren hintere Kante
herum und mit einer fast wagerechten Fort-
setzung iyh unter ihre Unterseite fafst, wo er
am vorderen Ende damit durch Schrauben oder Niete verbunden ist. Hierdurch bleibt
einerseits die Oberseite der Platte 9 vollkommen frei, und da andererseits· der Arm oberhalb der
hinteren Führung 10 nach der Unterseite der Platte geführt ist, so wird deren Bewegung
durch den Arm in keiner Weise behindert.
Jeder Stempel wird von einer Spiralfeder 11 von seiner Matrize weg nach oben gedrückt
gehalten. Ferner steht oben an der Hinterseite jeden Stempels wagerecht ein Stift 12 aus
weichem Stahl oder anderem biegsamen Metall vor, der in einem entsprechenden senkrechten
Schlitz 13 einer an der Hinterseite der oberen Führungsplatte 6 gehaltenen Schiene 14 geführt
ist. Dadurch wird jede Drehbewegung der Stempel ausgeschlossen; ferner können letztere
auch" infolge ihres Abstandes von der Führungsschiene und der biegsamen Beschaffenheit
der Stifte 12 sehr genau auf ihre Matrizen eingestellt
und trotz längeren Gebrauches sicher in dieser Lage erhalten werden.
Die Niederbewegung jedes Stempels gegen das Werthpapier bezw. die ihm zugehörige
Matrize erfolgt durch den mittelst Zapfens 16 im Ansatz ιγ3- des Armes 17 drehbar gelagerten
und durch einen Schlitz im oberen Ende des Armes 17 (Fig. 4b und 4, wo die punktirte
Linie das untere Ende dieses Schlitzes anzeigt) fassenden Hebel 15. Hinter der Stempelreihe ist
eine senkrechte Schiene 18 angeordnet, deren Oberkante, Fig. 5, mitzahnartigenVorsprüngenig
so besetzt ist, dafs diese hinter den die einzelnen Stempel trennenden Zwischenräumen, und zwar
mit ihren Spitzen in den Mittellinien der letzteren liegen. Die abfallenden Seiten dieser
Zähne führen den Hebel 15 bei seiner Niederbewegung nach der einen oder anderen Seite,
so dafs er genau in die Mittellinie des niederzustofsenden Stempels eingestellt wird. Infolge
der Verbindung des Hebels 1 5 mit dem Arm 17 wird durch die Zähne 19 zugleich auch die
Platte 9 vor dem Ausstanzen genau unter den betreffenden Stempel eingestellt.
Der Hebel 15 fafst mit seinem vorderen freien oder Schlagende in einen Ausschnitt in
der Hinterseite des oberen Stecnpeltheiles (Fig. 4). Diese Ausschnitte sämmtlicher Stempel liegen in
einer Linie, so dafs sich das Hebelende beim Verschieben der Platte 9 frei in ihnen bewegen
kann. Nachdem der Hebel 15 den betreffenden Stempel niedergetrieben hat, wird er mit
diesem von dessen Feder 1 1 wieder nach oben gedrückt und durch Mitwirkung der Feder 20
so hoch gehoben, dafs er mit seinem Schlagende etwas oberhalb der Zähne 19 zu liegen
kommt und also diese seine wagerechte Verschiebung nicht hindern können. Um die Reibung zwis.hen Hebel 15 und den Zähnen 19,
sowie den Stempeln möglichst zu schwächen, kann man auf dem Schlagende der ersteren
ein Röllchen anordnen; zweckmäfsiger ist ftidefs, zwei solcher Röllchen, wie 15% 15", Fig. 4,
anzuwenden, eines für die Reibung an den Zähnen und eines für die Reibung im Stempelausschnitt.
Einer der wesentlichsten Theile der Erfindung besteht darin, die Verschiebung der
Platte 9 mittelst derselben Vorrichtung zu bewirken, mittelst deren auch die Lochbewegung
der Stempel bezw. des Hebels 1 5 herbeigeführt wird. Zu dem Ende würde genügen, den
Hebel 15 einfach mit einer starren Fortsetzung zu versehen, die sich bis in den Bereich der
Hand des die Lochstanze Benutzenden erstreckt. Zweckmäfsiger ist indefs die Einrichtung nach
Fig. 4. In dem den Hebel 15 durchlassenden
Schlitz des Armes 17 ist mittelst Zapfens 22 drehbar ein Winkelhebel 21 gelagert; der obere
Arm desselben tritt vor der Scala 4 durch einen Schlitz aus der Kopfplatte heraus und
ist dann so nach vorn gekrümmt, dafs er bei seiner Niederbewegung weder auf die Schiene 14
noch auf die Stempelköpfe aufschlagen kann. Das vordere Ende dieses Armes trägt einen
Schlagknopf 24, der untere Arm ist wagerecht und durch ein Gelenk 23 mit dem Hebel 15
verbunden. Am Arm 17 ist ferner noch mittelst des Drehzapfens 22 ein Zeiger 28, Fig. ι
und 2, in solcher Lage gehalten, dafs er sich oberhalb der Scala 4 bewegt und das richtige
Einstellen erleichtert.
Das Werthpapier wird auf der Platte 9 mittelst der in deren Ansätzen 25 drehbar gelagerten
Platte 31, Fig. 6, gehalten. Von einer
mittelst Stellschlitzes und Schraube 30b am
Ärmtheil ι γΆ verstellbaren Platte 30 erstreckt sich
ein Stift 30a durch Schlitze in den Platten 9
und 31 und begrenzt so das Einschieben des Papieres. Das Vorderende der Platte 9 ist mit
einer den Stempel durchlassenden Verlängerung 32 versehen, die das Papier vom wieder
hochgehenden Stempel abzustreifen hat. Die Platte 31 ist ferner durch Stange 45 an den
vom Zeiger 28 wagerecht ausgestreckten Arm 46 geschlossen, so dafs sie zum Einlegen des
Papieres mittelst des Zeigers von aufsen um ihre Zapfen gedreht werden kann. In den
Ansätzen 35 der Platte 31 ist eine Rolle 33
gelagert, die durch den Schlitz 34 der ersteren reicht und die Platte 9 berührt, wenn kein
Papier eingelegt ist. Diese Rolle verschiebt das Papier auf der Platte 9 nach jeder Lochung
um denselben festen Betrag. Damit dieses Vorschieben geradlinig erfolge, ist unterhalb
der Rolle in der Platte 9 ein Schlitz 37 vorgesehen, der weniger breit als jene lang ist,
Fig. 4, so dafs die Rolle nur auf beiden Seiten dieses Schlitzes gegen das Papier drückt, anstatt
mit ihrer ganzen Länge. Die Drehung der Rolle erfolgt durch den Hebel 15, indem
derselbe bei seinem Hochgang die von ihm getragene federnde Klinke 41 in das auf der
Rollenachse feste Schaltrad 40 einlegt (Fig. 7). Die Klinke 41 ist von solcher Länge, dafs sie
erst dann in das Schaltrad eingreift, wenn der Stempel wieder aus dem Papier herausgezogen
ist.
Am wagerechten Arm des Hebels 21 befindet
sich ein Anschlag ' 48, welcher gegen den Arm 17 trifft und damit das Zurückheben des
Hebels 21 und das Hochheben des Hebels 15
hemmt. Hierdurch wird die Reibung des Röllchens 15a an der Oberseite des Stempelausschnittes
vermindert. Das Hochgehen der Stempel ist begrenzt durch die Stifte 49, welche auf der Aufsenseite in durch die Stempel gebohrte
Löcher (in denen auf der Hinterseite die Federn 11 mit ihrem oberen Ende gehalten
werden können) gesteckt sind und gegen eine an der oberen Führung 6 befestigte Schiene 5 1
anlaufen, welche sich zweckmäfsig gegen die Stempel hinkrümmt, so dafs die Hemmung
nahe an diesen stattfindet.
Um die genaue Uebereinstimmung jeder Matrize mit dem zugehörigen Stempel zu
sichern, müssen erstere auf der sie haltenden Fufsplatte etwas verschoben werden können. Hierzu
sind die Löcher für die die Matrizenplatte an der Fufsplatte befestigenden Schrauben etwas
weiter als der Durchmesser der letzteren. Werden nun die Schrauben angezogen, nachdem
man die Matrizenplatte eingestellt hat, so führt die Reibung der Schraubenköpfe gegen
die Unterseite der Fufsplatte leicht eine Wiederverschiebung der Matrizenplatte herbei. Daher
werden Unterlagsscheiben aus Kupfer oder anderem weichen Metall zwischen beide Theile
gelegt, so dafs, wenn man die Schrauben angiebt, deren Köpfe sich in das Kupfer eindrücken,
während die stärkere Reibung der verhältnifsmäfsig grofsen Fläche der Matrizenplatte gegen die Oberseite der Fufsplatte das
Verbleiben der ersteren am eingestellten Orte sichert.
Claims (5)
1. Eine Lochstanze für Werthzeichen, bei welcher eine das ,Werthpapier tragende und
durch Aufbiegung ihres hinteren Endes versteifende Platte 9 horizontal hinter den
in einer Reihe angeordneten Stanzen 5 mittelst des Winkelhebels 21 unter Vermittelung
des Hebels 15 verstellt, die Stanzen 5 mittelst desselben Winkelhebels 21
und Hebels 15 niedergestofsen und behufs
Verschiebung des Papieres auf der Platte 9 die Schubklinke 41 durch Hochgehenlassen
des Hebels 15 in das mit der Rolle 33 verbundene Schaltrad 40 eingelegt wird (Fig. 1
bis 4).
2. In Verbindung mit der unter 1. gekennzeichneten Lochstanze die Aufhängung der
in der Platte 9 drehbar gelagerten Klemmplatte 31, die gleichzeitig die Lager der
Rolle 33 enthält, in dem im Arm 17 drehbar gelagerten Zeiger 28, so dafs beregte
Platte 31 von aufsen her abgehoben werden kann (Fig. 4).
3. In Verbindung mit der unter 1. gekennzeichneten Lochstanze die Schiene 18, deren
Zähne 19 den Hebel 1 5 beim Niederdrücken in die Mittellinie des betreffenden Stempels
einstellt (Fig. 5).
4. In Verbindung mit der unter 1. gekennzeichneten
Lochstanze die Anordnung von Anschlägen 51, 49 zur Begrenzung des
Hubes der Stanze, sowie des Anschlages 48 am Hebel 2 1 zur Begrenzung der Aufwärtsbewegung
des Hebels 15.
5. In Verbindung mit der unter 1. gekennzeichneten Lochstanze die Führung der
Stempel 5 mittelst der elastischen Stifte 12 in den Verticalschlitzen 13.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE46149C true DE46149C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT46149D Expired - Lifetime DE46149C (de) | Lochstanze für Werthzeichen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE46149C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6120332A (en) * | 1995-09-26 | 2000-09-19 | The Whitaker Corporation | Apparatus for connecting an electrical connector to a complementary connector |
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- DE DENDAT46149D patent/DE46149C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6120332A (en) * | 1995-09-26 | 2000-09-19 | The Whitaker Corporation | Apparatus for connecting an electrical connector to a complementary connector |
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