DE469568C - Vorrichtung zum Zusammenpressen von Stahlbloecken vor dem Erstarren des Kerns mit Hilfe von einem oder mehreren durch Hebeluebertragung wirkenden Druckteilen - Google Patents
Vorrichtung zum Zusammenpressen von Stahlbloecken vor dem Erstarren des Kerns mit Hilfe von einem oder mehreren durch Hebeluebertragung wirkenden DruckteilenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D18/00—Pressure casting; Vacuum casting
- B22D18/02—Pressure casting making use of mechanical pressure devices, e.g. cast-forging
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Description
- Vorrichtung zum Zusammenpressen von Stahlblöcken vor dem Erstarren des Kerns mit Hilfe von einem oder mehreren durch Hebelübertragung wirkenden Druckteilen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Beseitigung von Lunkern und Abscheidungen aus Stahlblöcken.
- Bei der Herstellung von Stahlblöcken wird bekanntlich während des Abkühlungsvorganges die äußere Wandung zuerst fest und bildet einen Mantel, der das noch nicht fest gewordene 'Metall umschließt, und im inneren Teil des Blockes entsteht durch dic# ausgeschiedenen Gase ein Hohlraum oder ein Lun-L,er. Die Wandungen des Lunkers bedecken sich mit ausgeschiedenen Verunreinigungen und unreinem 'Metall, und das obere Ende des -ewordenen Stahlblockes muß zum , b el Schluß abgeschnitten werden. um diese Verunreinigungen zu entfernen.
- Die Menge des Abfalls infolge des Abschneidevorganges ist beträchtlich, und Zweck der Erfindung ist es, diese Menge zu verringern und gleichmäßig feste Stahlblöcke herzustellen, die bei einem im richtigen Augenblick des Abkühlverfahrens ausgeübten seitlichen Druck gleichmäßig erstarren: durch diesen Druck wird die Schlacke aus dein Körper des Stahlblockes leerausgetrieben, so daß sich (las Abschneiden nur noch auf das 1?ntferileil einer die Schlacke enthaltenden Masse beschränkt, die durch den angewendeten Druck gezwungen wird oder gezwungen werden kann, oben aus dem Stahlblock auszutreten.
- Nach der Erfindung wird der Mahlblock, bevor sein Inneres fest geworden ist (die Zeitdauer bestimmt sich aus der Zusammensetzung und der Quersahnittsflä che des Blokkes), in einen passenden Behälter gebracht, von dem eine oder in°hrere Seiten zur Aufn;allme einer oder mehrerer Druckplatten offen sind. Diese Druckplatten sind weniger breit als der Stahlblock und werden durch eine oder mehrere durch Wasserdruckzylinder angetriebene Hebel so auf den Stahlblock zu bewegt, daß sie auf eine oder mehrere Flächen des Blockes drücken. Die Wasserdruckkolben greifen an den Hebeln in. größerer Entfrrnung vom Hebeldrehpunkt an als die auf das Oberende des Stahlblockes wirkenden Druckplatten. Der Druck der Wasserdruckkolben wird durch die Hebelübersetzung auf ein Vielfaches vergrößert, so daß er die im Inneren zurückgebliebene flüssige Stahlmenge, welche. die Abscheidungen enthKllt, in den Hohlraum preßt, der sich bereits im oberen Teil des Blockes gebildet hat. Erforderl.ichenfalls kann der Druck so lange aufrechterhalten werden, bis die obere Fläche sich spaltet und die Abscheidun,gen ausgetrieben werden, so daß ein weit größerer Teil des Stahlblockes frei von Lunkern und Abscheidungen bleibt.
- Jede beliebige Vorrichtung kann zur Ausübung des verlangten Druckes Verwendung finden.
- In den Abbildungen ist die neuartige Preßvorrichtung beispielsweise im Längsschnitt und Grundriß dargestellt. Die Vorrichtung besitzt zwei Wasserdruckzylinder i, die in der gleichen wagerechten Ebene an den entgegengesetzten Enden eines geeigneten Behälters 2 liegen, welcher den Fuß eines Stahlblockes 3 aufnehmen kann. Die Kolben 4,der Zylinder i tragen Zapfen 5, welche in Schlitze 6 in dem unteren Ende von starken Hebeln 7 eingreifen, während die oberen Enden der Hebel in den Seitenbakken 9 eines geeigneten Rahmens mit Zapfen bei 8 drehbar sind, die höher liegen als das obere Ende des Stahlblockes 3, der in dem genannten Behälter ruht. Zwischen seinen Enden ist jeder Hebe17 mit einer abnehmbaren Druckplatte io versehen, die auf die entsprechende Seite des Blockes eindrückt, wenn sich die Hebel 7 um ihre Zapfen 8 in Richtung auf den Block, durch Heraustreten der Kolben 4. aus den Wasserdruckzvlindern i, zu bewegen.
- :Nachdem der erforderliche Preßdruck auf _ den Block ausgeübt worden ist, werden die Kolben 4 einwärts bewegt und bringen die Hebel? in die gestrichelt gezeichnete Stellung, um die Druckplatten io vom Stahlblock zu lösen. Der Stahlblock wird dann aus seinem Behälter 2 mittels einer Druckstange i i herausgedrückt, welche durch ein im Mittelpunkt des Bodens des Behälters angeordnetes Loch h.indurchragt und durch einen Wasserdruckzylinder 12 bet#itigt wird, der senkrecht unter dem Behälter liegt.
- Es sei erwähnt, daß die Seiten des Blockes, die nicht der Einwirkung der Druckplatten ausgesetzt sind, von den Seitenbacken des Rahmens gestützt werden; wenn die Seitenbacken so ,angeordnet sind, daß sie zwischen sich Blöcke aufnehmen können, die am oberen Ende einen größeren Querschnitt haben als am unteren Ende, ist es ein leichtes, die Einrichtung für die Aufnahme von Blöcken einzurichten, deren oberer Teil schmaler als der untere ist, indem Keilstücke der erforderlichen Größe zwischen die .genannten Seitenbacken und die Blöcke eingesetzt werden. Die Verwendung von Wasserdruckkolben zur Ausübung des Seitendruckes stellt nur ein Beispiel einer Ausführungsart der Erfindung .dar. Ein, Vorteil der oben beschriebenen Hebelanordnung besteht darin, daß beim Druckvorgang die Druckplatten zuerst mit ihrem unteren Ende am Stahlblock zur Anlage kommen und allmählich den Stahlblock in einer Aufwärtsrichtung drücken, wodurch mit Sicherheit erreicht wird, daß die Abscheidungen nach oben aus dein Stahlblockkörper herausgetrieben werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zum Zusammenpressen von Stahlblöcken vor dem Erstarren des Kernes mit Hilfe von einem oder mehreren durch Hebelübertragung wirkenden Druckteilen, gekennzeichnet durch einen oder mehrere an einem Ende drehbar gelagerte Hebel: (7), die mit einer Druckplatte (io) von geringerer Breite als der Breite des Stahlblockes (3) entspricht, auf dessen oberes Ende drücken und um ihren Drehpunkt nach dem Stahlblock hin durch je einen Wasserdruckkolben (4.) bewegt werden, der am Hebel in größerer Entfernung vom Drehpunkt (8) angreift als die Druckplatte, so daß die .auf den Stahlblock ausgeübte Kraft infolge des Unterschieds der Hebellängen um ein Vielfaches größer ist als die vom Wasserdrucklcolben auf den Hebel ausgeübte Kraft.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch .gekennzeichnet, daß der Kolben (q.) in einen Längsschlitz (6) des Hebels (7) eingreift, in dem .er entsprechend dem Ausschlagswinkel des Hebels (7) gleitet.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (7) um einen Zapfen (8) drehbar ist, der höher liegt als das obere Ende des Stahlblockes und in Backen eines Rahmens (9) gelagert ist, die das obere Ende des Stahlblockes abstützen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEU9259D DE469568C (de) | 1926-04-18 | 1926-04-18 | Vorrichtung zum Zusammenpressen von Stahlbloecken vor dem Erstarren des Kerns mit Hilfe von einem oder mehreren durch Hebeluebertragung wirkenden Druckteilen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE469568C true DE469568C (de) | 1928-12-17 |
Family
ID=7566722
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEU9259D Expired DE469568C (de) | 1926-04-18 | 1926-04-18 | Vorrichtung zum Zusammenpressen von Stahlbloecken vor dem Erstarren des Kerns mit Hilfe von einem oder mehreren durch Hebeluebertragung wirkenden Druckteilen |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE469568C (de) |
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1926
- 1926-04-18 DE DEU9259D patent/DE469568C/de not_active Expired
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