DE467336C - Verfahren zur Herstellung von Belagstoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von BelagstoffenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Belagstoffen, wie sie zur
Bekleidung von Oberdecks für Kraftfahrzeuge Verwendung finden.
Das Neuartige bei den nach dem den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahren
hergestellten Belagstoffen besteht darin, daß der Belagstoff mit einem einseitigen Faserflor
Versehen ist.
Gewebe mit .einseitigem Faserflor sind an sich bekannt. Bei ihnen bilden jedoch die
Oberflächenfasern einen Teil der verwebten Fäden. Hierdurch wird das derart hergestellte
Gewebe sehr teuer.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, auf wesentlich billigere Art einen mit dichter
Faserschicht versehenen Belagstoff dadurch herzustellen, daß. aus einer auf ein Gewebe
gelegten Faserschicht mehr oder weniger Faserbüschel unter Zuhilfenahme von Nadeln
durch die Maschen des Gewebes hindurchgestoßen werden, worauf diese durch das Gewebe
hindurchragenden Fasern durch Aufbringen einer Bindemasse mit dem Gewebe vereinigt werden. Es bilden in diesem Falle
also die dichte Faserschicht die Oberseite und die durch die Bindemasse verklebten
Faserbündel die Unterseite des Belagstoffes. Bei derartig hergestellten Belagstoffen sind
3„ die Fasern der auf der Oberseite liegenden
Schicht nur durch wenige Faserbündel mit dem Gewebe verbunden, so daß die Fasern
der Schicht sich leicht von dieser und dem Gewebe lösen und daher zur Erzeugung eines
aufrechtstehenden Flores durch Bearbeiten mittels Rauh- und Schermaschinen nicht geeignet
sind, da sie hierbei aus der Faserschicht herausgenommen werden.
Diese Mangel werden gemäß vorliegender Erfindung dadurch behoben, daß nach
Aufbringen eines Fäserflores auf die später als Rückseite dienende Gewebeseite möglichst
viele Fasern dieser Faserschicht unter Verwendung der an sich bekannten Nadeln durch
das Gewebe hindurchgestoßen werden und die auf der Rückseite verbleibenden Fasern untereinander
und mit dem Gewebe durch Aufbringen eines wasserdichtmachenden und verklebenden Bindemittels verklebt werden.
Der so erzeugte einseitige Faserflor kann allen für die Behandlung von mit Faserflor
versehenen Geweben bekannten Nachbehandlungsverfahren, z. B. Rauhen, Scheren, Filzen
usw., unterworfen werden.
In der beiliegenden Zeichnung ist das den Erfindungsgegenstand bildende Verfahren in
verschiedenen Ausführungsformen dargestellt. Es zeigt:
Abb.'i einen Querschnitt in stark vergrößertem Maßstabe durch das Grundgewebe
00450
und eine auf dieser aufgelegte Schicht von Fasermaterial,
Abb. 2 denselben Querschnitt, nachdem Fasern aus der Faserschicht durch das Gewebe
hindurchgestoßen sind/
Abb. 3 denselben Querschnitt nach Entfernung des Faserüberschusses auf der Unterseite,
Abb. 4 denselben Querschnitt, nachdem leine
deckende und imprägnierende Schicht eines Bindemittels auf die Rückseite aufgebracht
worden ist.
In der Zeichnung zeigen dieselben Bezugs zeichen in den verschiedenen Abbildungen
auf dieselben Teile hin.
Eine filzige Schicht 10 von losen Fasern
wird auf die Unterseite des Gewebes 12 aufgebracht. Das Gewebe 12 kann grobe Leinwand,
schwere Baumwollware mit offenen Maschen oder selbst dünnes weißes Baumwollzeug sein. Die filzige Schicht ι ο wird dann mit
einer großen Anzahl von Nadeln bearbeitet, die wiederholt in die Masse der losen Fasern
und in die Maschen des Gewebes 12 eindringen und die Enden 14 von vielen· Fasern auf
die entgegengesetzte Seite des Gewebes hindurchdrücken, wie in Abb. 2 angegeben ist.
Die Dicke der filzigen Schicht 10 kann jetzt auf eine verlangte gleichmäßige Stärke herabgesetzt
werden, indem man die überflüssigen Fasern durch Sengen oder auf andere Weise entfernt. In diesem Zustande hat jede
von den durch die Maschen des Gewebes sich erstreckenden Fasern eine Länge, die
sich durch das Gewebe 12 hindurch bis in die filzige Schicht 10 erstreckt und in dieser
liegt. Da sie aber in dieser Schicht nicht mit genügender Festigkeit befestigt ist, um
die Fasern gegen die ziehende Wirkung der späteren Nachbehandlungen, wie Rauhen,
Scheren, Filzen, zu sichern, wird eine Lösung· von Gummi 16 in verdampfenden Lösungsmitteln
auf die filzige Schicht 10 aufgebracht, die die Fasern der filzigen Schicht und der
unteren Fläche des Grundgewebes imprägniert und miteinander verklebt, ohne jedoch durch
das Gewebe 12 auf die entgegengesetzte oder
fertige Seite hindurchzuidringen. Nachdem das Lösungsmittel größtenteils verdampft ist,
wird die Gummischicht mit der Faserschicht durch Pressen innigst vereinigt, wie in Abb. 4
angegeben ist. Das Durchtränken und Verkleben mit Gummi hat die Wirkung, daß jede
einzelne Faser der filzigen Schicht mit den anderen Fasern so vereinigt wird, daß die
vorstehenden Enden auf der fertigen Seite des Gewebes nicht herausgezogen werden können.
Die auf der Gewebeoberseite hervorstehenden Fasern 14 können nun in der beim Florgewebe
bekannten Weise durch Rauhen und Scheren nachbehandelt oder verfilzt werden.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Herstellung von Belagstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß nach Aufbringen einer Faserschicht auf eine später als Rückseite dienende Seite eines Gewebes, Fasern dieser Faserschicht durch das Gewebe hindurchgestochen werden, derart, daß sie auf der Oberseite desselben einen Faserflor bilden, worauf die Faserschicht auf der Geweberückseite durch Tränkung mit an sich bekannten, wasserdicht machenden, verklebenden Mitteln behandelt und dadurch mit dem Grundgewebe unlösbar verklebt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor Aufbringen der wasserdicht machenden, verklebenden Mittel die Stärke der Fasermasse auf der Geweberückseite durch, teilweises Entfernen oder Zerstören derselben verringert wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US743960A US1825827A (en) | 1924-10-16 | 1924-10-16 | Single texture fabric and process of making the same |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE467336C true DE467336C (de) | 1928-10-24 |
Family
ID=24990868
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DED48938D Expired DE467336C (de) | 1924-10-16 | 1925-10-13 | Verfahren zur Herstellung von Belagstoffen |
Country Status (3)
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|---|---|
| US (1) | US1825827A (de) |
| DE (1) | DE467336C (de) |
| GB (1) | GB241570A (de) |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US1825827A (en) | 1931-10-06 |
| GB241570A (en) | 1926-07-22 |
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