DE467176C - Ampulle - Google Patents
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- DE467176C DE467176C DED49411D DED0049411D DE467176C DE 467176 C DE467176 C DE 467176C DE D49411 D DED49411 D DE D49411D DE D0049411 D DED0049411 D DE D0049411D DE 467176 C DE467176 C DE 467176C
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Classifications
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- B65D81/3277—Ampoules
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Description
- Ampulle Es sind mehrteilige Ampullen bekannt, die zur getrennten Aufbewahrung von Stoffen dienen, die nach Beseitigung einer Trennungswand sich vermischen sollen. Diese Ampullen, deren Teilbehälter meist einen flüssigen und einen festen Körper enthalten, sind entweder in beiden Behältern mit Luft gefüllt, oder es ist die eine Seite evakuiert. Die bei diesen Ampullen zum Übertritt der Flüssigkeit aus der-einen in die andere Kammer erforderliche Druckdifferenz ist im letzteren Falle bereits vorhanden, im ersteren wird sie durch Erwärmung des einen Behälters erzielt. Stets aber steht die Substanz nach der Vermischung mit Luft in Berührung.
- Es ist auch schon bekannt, beide Teilgefäße derartiger Ampullen zu evakuieren. Jedoch werden diese Ampullen zur Herbeiführung des Mischungsvorganges aufgebrochen, so daß Luft zuströmen kann. Auch hat man die Teilgefäße von Mehrfachampullen mit einem indifferenten Gas gefüllt, um ihre Inhalte vor, während und nach ihrer Mischung der Einwirkung der Luft zu entziehen.
- Die Erfindung betrifft mehrteilige Ampullen, bei denen die Teilbehälter luftleer gemacht sind, ohne daß ein indifferentes Gas zur Verwendung gelangt und ohne daß zur Vermischung der Stoffe der Innenraum der Einzelampullen mit der Außenluft in Verbindung gebracht wird. Diese Ausführung bietet dem Bekannten gegenüber wesentliche Vorteile. Einerseits wird bei der neuen Ampulle ihre Füllung mit einem indifferenten Gas vermieden. Andererseits ist es bekannt, daß viele zu Heilzwecken dienende Substanzen nur in trockener Form und nur im Vakuum haltbar sind. Sobald sie zur Verwendung in Lösung gebracht werden oder mit Luft bzw. Sauerstofft in Berührung kommen, ist ihre Haltbarkeit sehr begrenzt (z. B. Neosalvarsan), und zwar so sehr, daß die bei der Mischung etwa hinzutretende Luft von erheblichem Einfluß ist. Diese Berührung mit Luft tritt nun bei den meisten bisher bekannten mehrteiligen Ampullen ein, sobald die beiden Substanzen vermischt werden, gleichgültig, ob vor der Beseitigung der Trennungswand die beiden Teilbehälter oder nur einer von ihnen mit Luft gefüllt und der andere luftleer war.
- Die Ampulle nach der vorliegenden Erfindung, bei der beide Teilbehälter luftleer sind, unterliegt den vorgenannten Übelständen nicht. Die Trockensubstanz in einem Teilbchälter wird nicht nur in der Luftleere aufbewahrt, sondern die Vermischung mit der Flüssigkeit des anderen Behälters geht auch in & r Luftleerz vor sich. Dies ist von großer Wichtigkeit, da bei dem zur rascheren Lösung der Trockensubstanz meist angewandten Schütteln des Gefäßinhaltes die Lösung nicht wie bei den meisten der bisherigen Ampullen mit Luft bzw. Sauerstoff in Berührung kommt und daher auch in der Lösung noch eine gewisse Zeit haltbar bleibt, während das Vermischen bzw. Schütteln in G:genwart von Luft oder Sauerstoff die unmittelbare Ver- Wendung der Lösung erfordert, damit sie nicht unbrauchbar wird. Auch wird durch die Luftleere die bei gewissen Lösungsflüssigkeiten in Gegenwart von Luft beim Schütteln unvermeidliche Schaumbildung vermieden.
- Das Übertreten der Flüssigkeit in den anderen Teilbehälter ist ebenfalls durch die Luftleere sehr begünstigt. Es ist sehr leicht, nach Beseitigung der Trennungswand die Flüssigkeit durch geringes Schleudern in den anderen Behälter zu bringen, da keinerlei Luftkissen bzw. Luftwiderstand vorhanden ist. Soll der Übertritt noch beschleunigt werden, so genügt eine ganz gelinde Erwärmung durch die warme Hand oder leichte Berührung mit der Flamme eines Streichholzes, um in der Luftleere so viel Wasser aus der Flüssigkeit zu verdampfen, daß ein erheblicher Dampfdruck an der einen Seite entsteht. Die äußerst niedrige Siedetemperatur des Wassers im Vakuum oder bei ganz geringem Druck ist ja allgemein bekannt, es sei nur an die starke Erniedrigung der Siedetemperatur des Wassers im Hochgebirge erinnert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Ampulle mit mehreren Teilbehältern zur getrennten Aufbewahrung von Stoffen, weiche sich nach Beseitigung bzw. Öffnung der Trennungswände vermischen sollen, ohne daß auch nur einer der Teilbehälter nach außen geöffnet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilbehälter luftleer gemacht sind, damit der leichten Vermischung der Inhalte kein Luftwiderstand entgegensteht und die Inhalte auch während und nach der Vermischung der Einwirkung der Luft und- des Luftsauerstoffes in an sich bekannter Weise entzogen werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED49411D DE467176C (de) | 1925-12-17 | 1925-12-17 | Ampulle |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DED49411D DE467176C (de) | 1925-12-17 | 1925-12-17 | Ampulle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE467176C true DE467176C (de) | 1928-10-19 |
Family
ID=7051880
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED49411D Expired DE467176C (de) | 1925-12-17 | 1925-12-17 | Ampulle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE467176C (de) |
-
1925
- 1925-12-17 DE DED49411D patent/DE467176C/de not_active Expired
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