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Vorrichtung zum 1Vlessen von Strömungsrichtungen in verschiedenen
Tiefen mittels Flügel Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Messen von
Strömungsrichtungen in verschiedenen Tiefen mittels Flügel.
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Die Erfindung besteht darin, daß mehrere Flügel übereinander und einzeln
drehbar auf einer gemeinsamen Spindel angeordnet sind. Die Feststellung der Flügel
kann durch Abwärtsbewegung einer auf der gemeinsamen Spindel angeordneten Röhre
erfolgen, wodurch die Flügel zwischen einem Ring und einem Fußlager festgeklemmt
werden.
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Die Erfindung ermöglicht es, die Stromrichtungswinkel eines bewegten
Mediums (z. B. Luft oder Wasser) über eine größere Strecke, beispielsweise vom Ansatz
bis zur äußersten Spitze eines Schraubenflügels, ;gleichzeitig zu messen. Besondere
Bedeutung hat die Erfindung zur Ermittlung der besten Form der Gegenschraube bei
Schiffen.
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Die Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung an einigen Ausführungsbeispielen
veranschaulicht.
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In Abb. i ist eine Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht.
Abb. z ist eine Sonderansicht dazu. Abb. 3 zeigt eine Ausführungsform für Luftfahrzeuge.
Abb..f ist die Ansicht einer Regelvorrichtung hierfür. Abb. 5 ist eine Vorrichtung
mit durch Federwirkung bewirkter Feststellung der Stromrichtungsflügel. Abb. 6 zeigt
einen Apparat mit elektromagnetischer Feststellung. Abb. 7 zeigt einen der Flügel,
während die Abb. 8, 9 und io eine mit Druckluft arbeitende Vorrichtung veranschaulichen.
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Bei der Ausführungsform- nach den Abb. i und a ist eine Anzahl Flügel
5o auf einer Stange, :einem Rohr o. dgl. 51 angeordnet. Die Flügel 5o können .auf
der Stange 5 i frei hin und her schwingen. Die Stange 51 wird in geeigneter Weise,
beispielsweise durch eine Haltevorrichtung 52, hinter der Schraube gehalten.
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Ringe 53 o. dgl. sind zwischen die einzelnen Flügel gelegt. Zwischen
die Flügelnaben und die Stange können Hülsen gebracht werden. Sobald sich die Schiffsschraube
dreht, werden sieh die einzelnen Flügel den Stromrichtungswinkeln entsprechend einstellen.
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Als Beispiel einer mechanischen Feststellvorrichtung der Flügel ist
in den Abb. i und 2 ein Schraubenrad gewählt. Auf die Stange 51 ist eine Röhre 54.
mit einer Kappe 55, die auf ihr unteres Ende aufgeschraubt ist, aufgebracht. Von
der Kappe 55 wird ein Ring 56 mit einem Keil 57 getragen,
der meinen
Längsschlitz 58 in der Stange 51 eingreift. Die Röhre 54 kann sich mittels eines
Ringes 59 auf den Ring 56 auflegen.
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Das obere Ende der festen Stange 51 trägt ein Schraubengewinde und
geht durch einen mutterähnlichen Tei16o, der an der Röhre 54 befestigt ist, hindurch.
An dieser Röhre sind außerdem noch Handgriffe 61 befestigt.
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Sobald sich die Flügel in den wirklichen Strömungswinkeln eingestellt
haben, werden sie in diesen Stellungen festgeklemmt durch Abwärtsbewegung der Röhre
54, wodurch der Ring 56 auf den obersten der Flügel- 5o gepreßt Wird oder auf den
zu oberst gelegenen Ring 53.- Die Flügel werden auf diese Weise zwischen dem Ring
53 und einem starren ringförmigen Fußlager 62 an der Stange 51 festgeklemmt.
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Die Abb. 3 und q. zeigen eine ähnliche Vorrichtung für das Luftfahrzeugwesen.
Bei dieser Ausführungsform ist die Stange 51 an dem Flugzeugkörper 63 dicht hinter
dem üblichen Propeller befestigt. Das Schraubenrad 64 wird durch .eine Drahtübertragung
65 o. dgl. von einem Rad 66. aus betätigt. Die Enden des Kupplungsdrahtes sind an
Armen 67 befestigt, die an -dem Schraubenrad 64 angebracht sind.
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In Abb. 4 ist in gestrichelten Linien die nicht arretierende und in
voll ausgezogenen Linien die arretierende Stellung der Feststellvorrichtung gezeichnet.
-68 ist ein durch das Schraubenrad 64 verschobener Ring, der auf die Spindel 51
verschiebbar aufgekeilt ist.
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Abb. 5 veranschaulicht :eine Vorrichtung, bei welcher das Festklemmen
der Flügel mit Hilfeeiner Feder erfolgt. Am oberen Ende .der Stange 51 befindet
sich ein Gehäuse 69. Das obere Ende der Röhre 54 trägt einen Teil 7o, der durch
eine Kupplun,g- 71 an- dem Gehäuse 69 befestigt ist. Zwischen dem Teil
70 und einem Ring 72,
der von der Stange 51 getragen. wird, befindet
sich eine Feder 73. Die Feder 73 wird in gespannter Stellung zusammengehalten durch
einen Zapfen 74, der durch die Stange 5 i hindurchgeht. Die Röhre 54 wird durch
Lager 75 bei ihrer Bewegung geführt. Durch Auslösen der Feder wird die Kupplung
71 unterbrochen oder getrennt, die Röhre 54 abwärts ,gedrückt und sämtliche Flügel
festgeklemmt.
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-Ein Ausführungsbeispiel, bei welchem das Festklemmen der Flügel auf
elektrischem bzw. elektromagnetischem Wege geschieht, ist in Abb. 6 veranschaulicht.
Der Kern 77
eines Elektromagneten 76 ist an einem Ende eines --Hebels 78 befestigt,
dessen anderes Ende 79 : -so- ausgebildet ist,_ daß es : die Hülse 54. abwärts
drücken und dadurch die Flügel 5o festklemmen kann. Die Röhre 54 ist an Fäden 8o
aufgehängt, die die Röhre 54 in ihre ,gewöhnliche Lage zurückziehen, sobald das
Hebelende 79 wieder nach oben be. wiegt wird. Der Stromkreis ist mit $1, die Batterie
mit 82 und der Unterbrecher mit 83 bezeichnet.
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Abb. 7 zeigt die Form eines Flügels 5o. Die Abb. 8, 9 und io zeigen
eine Ausführungsform, die mit Hilfe eines Druckmediums, z. B. Druckluft, arbeitet.
Abb.8 zeigt die Anordnung der Vorrichtung an einem Doppelschraubendampfer. 84 ist
ein Rohr zur Zuführung von Druckluft. 85 äst ein Ventil dafür, 86 sind Befestigungsvorrichtungen.
An dem Ende der Röhre 84 ist durch eine Schraubverbindung ein Halter 87 befestigt,
der bei 88a (Abb. io) geschlitzt ist. Auf diesem Halter 87 sind die Flügel 5o gelagert.
Innerhalb des Halters 87 befindet sich eine dehnbare Röhre 88. Durch ein Mundstück
89 ist die Röhre 88 an einem Ende mit dem Röhr 84 luftdicht verbunden. Das andere
Ende des Rohres 88 wird luftdicht durch eine Kappe 9o verschlossen, die auf den
Halter 87 aufgeschraubt wird und einen nach innen vorspringenden Konus 9 i besitzt.
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Wenn beispielsweise Druckluft in die Röhre 88 eingelassen wird, so
dehnt sich !die Wand derselben aus, und Teile davon treten in die Schlitze 88a,
erfassen die Flügel und hindern diese an weiterer Bewegung.
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Mit jeder-dieser Vorrichtungen kann ein Hauptzeiger 92 verbunden "werden,
wie er in den Abb. 3, 6 und 9 gezeichnet ist.
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Gegenschraubenvorrichtungen u. dgl. gemäß vorliegender Erfindung können
in bebeb?ger Form ausgeführt werden, =sofern die Schaufeln dieser Vorrichtung an.
Hand der Ergebnisse der äorbeschriebenen Vorrichtungen hergestellt sind. 'Beispielsweise
können die Schaufeln zu den bekannten Triebschrauben in der bekannten Weise angeordnet
werden. Oder die Schaufeln werden mit dem Rudersteven in der bekannten Weise verbunden.
Brei einer anderen Ausführungsform kann das- Ruder selbst die Gegen- ; schraube
bilden, indem Ruder und Propeller aus einem Stück hergestellt sind.
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Es können verschiedene Abänderungen in der Bauweise getroffen werden,
ohne den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung i zu verlassen.