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Bauwerk aus Metallplatten. Die Erfindung betrifft ein Bauwerk, dessen
Wände aus Platten aus Stahl oder anderem Metall bestehen.
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Gemäß der Erfindung sind hohle Kaminbekleidungen aus gekrempten Metallplatten
an den Wänden des Bauwerks befestigt, die hohle Versteifungsstützen für die Wände
bilden. Ferner «-erden diese hohlen Kaminbekleidungen als Heizschächte ausgebildet,
welche die Heizrohre der Feuerungen umschließen, so daß warme Luft @ in und um die
Innenwände des Bauwerks streichen kann. Bei einem einstöckigen Bauwerk erstreckt
sich die Kaminbekleidurrg vom Erdboden bis zur Decke, während bei einem zweistöckigen
Gebäude die Kaminbekleidung sich vom Erdboden bis zur Decke des oberen Stockwerks
erstreckt und ein Kastenträger gebildet wird, der das Bauwerk verstärkt.
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Diese Verstärkungswirkung wird gefördert, wenn die Kaminbekleidungen
auf beiden Seiten einer Scheidewand oder Trennungswand nebeneinander angeordnet
sind. Auch können dreieckige Kaminbekleidungen eine Raumecke bilden und so angeordnet
sein, daß sie paarweise mit ihren Flanschen zu--#ammentreffen und zu einem hohlen
Versteifungsschacht verbunden sind.
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Eine Ausführung der Erfindung für ein zweistöckiges Doppelhaus ist
in den Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigt Abb. r einen senkrechten Schnitt
durch das Gebäude, Abb. 2 einen wagerechten Schnitt durch die Wand des Wohnraumes
und die Schornsteinbekleidung für die Feuerung, Abb. 3 einen wagerechten Schnitt
durch die Trennwand zwischen. dem Häuserpaar über dem ersten Stockwerk; Abb. d.
einen senkrechten -Schnitt der Abb. i nach Linie IV-IV, Abb. 5 einen Querschnitt
der Abb. i nach Linie V-V.
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Die äußeren Wände des Hauses bestehen aus gekrempten Stahlplatten
a, deren Länge etwa der Stockwerkhöhe entspricht. Die Platten sind mittels der durch
die aufeinanderliegenden Flanschen hindurchgehenden Niete oder Bolzen verbunden.
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Die Innenwände bestehen aus Tafeln oder Platten b von Asbest oder
anderem Stoff und sind an hölzernen Stäben oder Latten c befestigt, so daß ein Luftraum
zwischen der Innen- und Außenwand gebildet ist. Wo eine Trennwand d zwischen zwei
Häusern vorgesehen ist, wird die Bekleidung e von Asbest o. dgl. auf jeder Seite
der Stahlplatte angebracht,.wie.aus Abb. 2 und 3 ersichtlich ist.
Die
Rostfeuerung f im Wohnraum ist im Erdgeschoß vorgesehen und auf einen Herd g aus
Beton oder anderem Stoff aufgesetzt und innerhalb einer hohlen Schornsteinbekleidung
h.- aus einer gekrempten Stahlplatte befestigt, die durch ihre Flanschen j mit der
Trennwand d verbunden ist.
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Da die Breite der Kaminbekleidung wesentlich größer ist als die Breite
des Feuerungseinsatzes, so wird ein Heißluftraum k auf jeder Seite des Feuerungseinsatzes
gebildet, der mit dem Luftraum zwischen Stahlplatte und Asbestplatte durch Öffnungen
w in den Seitenwänden der Kaminbekleidung h verbunden ist, so daß die warme Luft
durch die hohlen Wände des Hauses hindurchstreichen kann.
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Wie aus Abb. 2 ersichtlich, ist eine gleiche Kaminbekleidung in dem
benachbarten Hause auf der gegenüberliegenden Seite der Trenn-@.vand abgleich mit
der ersten Kaminbekleidung vorgesehen, und diese beiden Kan.inbekleidungen bilden
einen hohlen Kasten, der sich über das ganze Erdgeschoß erstreckt und zur Versteifung
des Bauwerks beiträgt.
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Der Fuchs oder Rauchabzug aus dem Feuerungseinsatz besteht aus einem
Rohr l aus Metall, vorzugsweise Gußeisen, welches in Stücken mit Muffenverbindung
m hergestellt ist und nach oben durch die Schornsteinbekleidung 1a und durch die
Schornsteinbekleidung yz d"s Schlafzimmers im oberen Stockwerk hindurchgeht. Das
Rauchrohr L liegt an der Ecke des Schlafzimmers, und die Kaminbekleidung ia ist
im Querschnitt dreieckig.
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Diese Kaminbekleidung n besteht ebenfalls aus einer gekrempten Stahlplatte
mit einer Öffnung zur Aufnahme eines Rostes oder Feuerungseinsatzes o. Der Flansch
p auf der einen Seite dieser Kaminbekleidung ist an der Stahlwand oder Trennungswand
befestigt, während der andere Flansch p' gegen den entsprechenden Flansch einer
gleichartigen Kaminbekleidung n' in dem nächsten Zimmer anliegt und daran befestigt
ist, wobei die Flanschen mit der Scheidewand q zwischen den Zimmern nebeneinander
liegen.
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Das Ganze bildet einen steifen Kasten, der sich durch das erste Stockwerk
erstreckt. Die Rauchrohre der verschiedenen Feuerung Beinsätze und Öf en werden
nach oben durch die hohlen Schornsteinbekleidungen und durch den Dachräum durchgeführt
und in einem hohlen Metallkasten r vereinigt, der an dem Dach des Gebäudes befestigt
ist. Das obere Ende jedes Rauchrohres wird in das untere Ende eines rohrförmigen
Schornsteinaufsatzes s aus Gußeisen o. dgl. geführt oder nimmt dieses auf; diese
Schornsteinaufsätze gehen durch Öffnungen .auf der flachen Oberseite des Kastens
r, wobei die Öffnung mit einem ringförmigen hochstehenden Flansch t versehen ist,
über welchen ein herabhängender Flansch ii. um den Schornsteinaufsatz sich legt,
so daß der Eintritt von Wasser verhindert wird und der Schornsteinaufsatz leicht
abgenommen und wieder aufgesetzt werden kann.