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DE451121C - Vorrichtung zum Verhueten von Ungluecksfaellen bei Strassenbahnen - Google Patents

Vorrichtung zum Verhueten von Ungluecksfaellen bei Strassenbahnen

Info

Publication number
DE451121C
DE451121C DEM96642D DEM0096642D DE451121C DE 451121 C DE451121 C DE 451121C DE M96642 D DEM96642 D DE M96642D DE M0096642 D DEM0096642 D DE M0096642D DE 451121 C DE451121 C DE 451121C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
switch
bell
switched
signals
button
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM96642D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HUGO KURT MUELLER
Original Assignee
HUGO KURT MUELLER
Publication date
Priority to DEM96642D priority Critical patent/DE451121C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE451121C publication Critical patent/DE451121C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L15/00Indicators provided on the vehicle or train for signalling purposes
    • B61L15/02Head or tail indicators, e.g. light
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L15/00Indicators provided on the vehicle or train for signalling purposes
    • B61L15/0018Communication with or on the vehicle or train
    • B61L15/0036Conductor-based, e.g. using CAN-Bus, train-line or optical fibres

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Audible And Visible Signals (AREA)

Description

Die neueren Verkehrsvorschriften der Großstädte verbieten den Fahrzeugen an den Haltestellen der Straßenbahn dieselbe von links zu überholen und rechts vorbeizufahren, solange Fahrgäste ein- und aussteigen. Es ergibt sich daher z. B. für Automobile die Notwendigkeit, plötzlich langsamer zu fahren oder anzuhalten, wenn eine Haltestelle der Straßenbahn bevorsteht. Viele einheimische Fahrzeuge kennen ίο nicht genau jede Haltestelle einer Großstadtstraßenbahn, -und besonders von auswärtigen Fahrzeugen kann diese Kenntnis nicht verlangt werden. Auch wissen die hinter der Straßenbahn fahrenden Fahrzeuge, namentlieh fremde, nicht, ob nicht die vor ihnen fahrende Straßenbahn im Begriff steht, in eine rechts abbiegende Seitenstraße zu fahren.
Die im folgenden beschriebene Neuerung betrifft eine Schaltanordnung für Straßenao bahnen, durch welche vor oder hinter einer Straßenbahn fahrende Fahrzeuge oder Fußgänger auf eine bevorstehende Haltestelle oder ein Abbiegen von der Fahrtrichtung durch ein vorn und hinten am Wagen erscheinendes Signal aufmerksam gemacht werden.
Die Schaltanordnung ist derart ausgebildet, daß sie dem Personal der Straßenbahn keine wesentliche Mehrbelastung aufbürdet. Die Signale (Lampen bzw. am Tage Lampen für Transparente oder Relais zum Bewegen von Pfeilen oder Scheiben mit Aufschriften) werden eingeschaltet, wenn der Schaffner kurz vor der Haltestelle in üblicher Weise zweimal an der Klingelleine zieht, um das übliche doppelte Klingelzeichen dem Wagenführer zu geben. Soll dann die Straßenbahn von der Haltestelle abfahren, so hat der Schaffner durch einmaligen Zug an der Klingelleine ein Klingelzeichen zu geben. Bei diesem Zug an der Klingelleine werden die Signale wieder abgeschaltet. Aber auch der Wagenführer ist "in der Lage die Signale zu betätigen, wenn er von der Fahrtrichtung abbiegen will, und die Signale auszuschalten, wenn er die neue Fahrtrichtung eingeschlagen hat. Die Schaltanordnung kann auch mit der Bremse des Wagenführers gekuppelt sein, um in Fällen plötzlicher Gefahr sofort in Wirkung zu treten.
Es ist bereits bekannt, für den Wagenführer bestimmte Zeichen in Straßenbahnen abzugeben oder Zeichen, die für den Aus- und Einsteigeverkehr der Fahrgäste bestimmt sind, während die Erfindung Warnungszeichen gibt, die für die auf der Straße befindlichen Personen und Fahrzeuge bestimmt sind und die Verkehrsbeziehungen des Publikums sowie anderer Fahrzeuge zur Straßenbahn als relatives Verkehrshindernis zu regeln gestatten. Auch gegenüber der bekannten Signalgebung bringt die Erfindung einen Fortschritt. Bei den bekannten Vorrichtungen wird das Signal durch einmaligen Zug an der Klingelleine betätigt. Diese Art der Signalgebung nimmt auf die normale Betriebsweise einer Straßenbahn keine Rücksicht. Die Erfindung hat daher die Schaltung so getroffen, daß bei 'dem üblichen doppelten Anzug der Klingelleine durch den Schaffner, durch welche der Schaffner dem Wagenführer das Haltesignal zu geben pflegt, gleichzeitig vorn und hinten außerhalb des Wagens für das Publikum und die anderen Fahrzeuge sichtbar das Gefahrsignal erscheint, das die beabsichtigte Richtungsänderung der Straßenbahn oder ihr beabsichtigtes Halten für die im Umkreise der Straßenbahn sich bewegenden Fußgänger und Fahrzeuge ankündigt. Neu ist ferner, daß der Wagenführer unter Benutzung derselben Leitung durch Verwendung an sich bekannter Wechselschalter ebenfalls die Warnsignale geben kann, ohne die normale Signalgebung durch den Schaffner zu stören. Eine beispielsweise Ausführungsform der neuen Schalteinrichtung ist in den Abbildungen dargestellt.
Abb. ι zeigt das Schaltbild. Abb. 2 zeigt eine Schalterstellung. Abb. 3 ist ein Schnitt nach der Linie a-b der Abb. 2 in der Richtung des Pfeiles c gesehen. Abb. 4 und 5 zeigen zwei andere Schaltstellungen.
Als Signal ist in dem Schaltbild Abb. 1 je ine Glühlampe 1 und 2 angenommen, von denen die eine, beispielsweise 1, vorn am Straßenbahnwagen und die andere, z. B. 2, hinten am Straßenbahnwagen bzw. hinten am letzten Anhängewagen angebracht sei. 4 ist ein üblicher Druckknopf Wechselschalter, welcher
derart wirkt, daß, wenn ein Druckknopf, z. B. der Knopf 5, herabgedrückt ist, die Stromverbindung 7 eingeschaltet ist. Wird dann auf den Druckknopf 6 gedrückt, so wird eine Verbindung zwischen den Punkten 8 und 9 eingeschaltet und die Verbindung 7 bei gleichzeitigem Hochgehen des Druckknopfes 5 in Bereitschaftsstellung gelöst. Ein derartiger Druckknopfwechselschalter ist am Führerstand angebracht.
Neu ist die Ausbildung des mit der Klingelleine 10 verbundenen Zugschalters 11. Der Zugschalter 11 besitzt einen in bekannter Weise den Schaltstern durch Zug vorschaltenden. Arm 12. Der Zug auf dem Arm 12 wird durch die Klingelleine ausgeübt. Der Schaltstern besteht aus drei Kontaktmessern 13, 14, 15, von denen die Messer 14 und 15 in einer höheren Ebene als das Messer 13 am Schaltstern befestigt sind. Zum Eingriff mit den Schaltmessern 13, 14, 15 sind Kontaktfedern 16, 17, 18, 19 und 20 vorgesehen, von denen die Kontaktfedern 16, 18 und 20 in einer tieferen Ebene zum Eingriff mit dem Messer 13 liegen, während die Kontaktfedern 17 und 19 in einer höheren Ebene zum Eingriff mit den Messern 14 und 15 liegen.
Von der Stromquelle mit den Polen 21 und 22 sind die Lampen 1 und 2 mit dem Pol 22 verbunden. Dann ist eine Verbindung vom anderen Lampenpol 23 bzw. 24 zu den Kontaktfedern 17 und 18 geführt. Die Kontaktfedern 16 und 19 sind mit dem Punkt 25 des Druckknopfschalters verbunden. Die Kontaktfeder 20 ist mit dem Punkt 9 des Druckknopf schalters verbunden. Der Punkt 8 des Druckknopfschalters ist mit dem Pol 21 der Stromquelle verbunden. Gleichzeitig verbindet die Brücke 26 die beiden Punkte 4 und 8. Es ergeben sich nun folgende Schaltstellungen. Steht der Druckknopfschalter mit eingedrücktem Knopf 5 wie in Abb. 1 und der mit der Klingelleine gekuppelte Schalter 11 wie in Abb. 5, so fließt kein Strom durch die Glühlampen 1 und 2, da er zwischen den Punkten 8 und 9 unterbrochen ist. Wird jetzt der erste Zug an der Klingelleine 10 in der Richtung des Pfeiles d ausgeübt, so nimmt der Schaltstern des Schalters 11 die in Abb. 2 dargestellte Lage ein. Es sind jetzt die Kontakte 16, 17 und 19 verbunden. Die Glühlampen brennen jetzt. Wird nun der zweite Zug durch die Klingelleine bewirkt, so nimmt der Schaltstern die in Abb. 4 dargestellte Lage ein. Es sind jetzt die Kontaktfedern 18 und 19 verbunden. Die beiden Glühlampen 1 und 2 müssen daher weiterbrennen. Erfolgt nun der dritte Zug durch die Klingelleine, so bewegt sich der Schaltstern wieder in die in Abb. 5 dargestellte Lage. Der Stromlauf ist zwischen den Punkten 8 und 9 unterbrochen, und die Glühlampen sind erloschen.
Schaltet nun der Wagenführer den Knopf 6 ein, so wird die Verbindung 7 gelöst und die Verbindung zwischen den Punkten 8 und 9' eingeschaltet. . Es ist jetzt im Schalter 11 gemäß Abb. 5 Punkt 17 mit 20 verbunden, und durch die Verbindung der Punkte 8 und 9 sind die Glühlampen wieder zum Brennen gebracht. Durch Druck auf den Druckknopf 5 werden die Glühlampen wieder ausgeschaltet.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Vorrichtung zur Verhütung von Unglücksfällen bei Straßenbahnen, bei welcher je ein vorn und hinten an der Außenfläche des Wagens angebrachtes Warnungssignal durch Anzug der Klingelleine betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Warnungssignale über einen am Wagenführerstand angeordneten, an sich bekannten Druckknopfwechselschalter (4) mit einem Schalter (11), dessen Schaltstern von der Klingelleine (10) bewegt wird, derart verbunden sind, daß die Signale durch zweimaliges nacheinander erfolgendes Anziehen der Klingelleine eingeschaltet werden, während sie bei darauffolgendem einmaligen Zug der Klingelleine ausgeschaltet werden und anderseits durch Druck auf einen Knopf des Wechselschalters (4) vom Führerstand her im Bedarfsfalle (bei Gefahr) eingeschaltet und wieder ausgeschaltet werden können, ohne die Schaltbereitschaft für das Anziehen an der Klingelleine zu stören.
  2. 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von den parallel geschalteten Signalen (1, 2) ein Pol mit zwei aufeinanderfolgenden Kontaktfedern (17,18) eines Schalters (11) verbunden ist, dessen von der Klingelleine bewegbarer Schaltstern dreiarmig (13, 14, 15) ausgebildet ist, wobei die nächstfolgende Kontaktfeder (19) nebst der drittnächstfolgenden Kontaktfeder (16) mit einem Punkte (25) des Druckknopfwechselschalters (4) und die dazwischenliegende Kontaktfeder (20) mit einem anderen Punkte (9) des Druckknopfwechselschalters (4) verbunden ist, von dessen einem Punkte (8) die Verbindung zur Stromquelle und über dieselbe zum anderen Pol der Signale führt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEM96642D Vorrichtung zum Verhueten von Ungluecksfaellen bei Strassenbahnen Expired DE451121C (de)

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