DE451121C - Vorrichtung zum Verhueten von Ungluecksfaellen bei Strassenbahnen - Google Patents
Vorrichtung zum Verhueten von Ungluecksfaellen bei StrassenbahnenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L15/00—Indicators provided on the vehicle or train for signalling purposes
- B61L15/02—Head or tail indicators, e.g. light
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L15/00—Indicators provided on the vehicle or train for signalling purposes
- B61L15/0018—Communication with or on the vehicle or train
- B61L15/0036—Conductor-based, e.g. using CAN-Bus, train-line or optical fibres
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Audible And Visible Signals (AREA)
Description
Die neueren Verkehrsvorschriften der Großstädte verbieten den Fahrzeugen an den Haltestellen
der Straßenbahn dieselbe von links zu überholen und rechts vorbeizufahren, solange
Fahrgäste ein- und aussteigen. Es ergibt sich daher z. B. für Automobile die Notwendigkeit,
plötzlich langsamer zu fahren oder anzuhalten, wenn eine Haltestelle der Straßenbahn bevorsteht.
Viele einheimische Fahrzeuge kennen ίο nicht genau jede Haltestelle einer Großstadtstraßenbahn,
-und besonders von auswärtigen Fahrzeugen kann diese Kenntnis nicht verlangt
werden. Auch wissen die hinter der Straßenbahn fahrenden Fahrzeuge, namentlieh
fremde, nicht, ob nicht die vor ihnen fahrende Straßenbahn im Begriff steht, in eine
rechts abbiegende Seitenstraße zu fahren.
Die im folgenden beschriebene Neuerung betrifft eine Schaltanordnung für Straßenao
bahnen, durch welche vor oder hinter einer Straßenbahn fahrende Fahrzeuge oder Fußgänger
auf eine bevorstehende Haltestelle oder ein Abbiegen von der Fahrtrichtung durch ein
vorn und hinten am Wagen erscheinendes Signal aufmerksam gemacht werden.
Die Schaltanordnung ist derart ausgebildet, daß sie dem Personal der Straßenbahn keine
wesentliche Mehrbelastung aufbürdet. Die Signale (Lampen bzw. am Tage Lampen für
Transparente oder Relais zum Bewegen von Pfeilen oder Scheiben mit Aufschriften) werden
eingeschaltet, wenn der Schaffner kurz vor der Haltestelle in üblicher Weise zweimal an der
Klingelleine zieht, um das übliche doppelte Klingelzeichen dem Wagenführer zu geben.
Soll dann die Straßenbahn von der Haltestelle abfahren, so hat der Schaffner durch einmaligen
Zug an der Klingelleine ein Klingelzeichen zu geben. Bei diesem Zug an der Klingelleine werden die Signale wieder abgeschaltet.
Aber auch der Wagenführer ist "in der Lage die Signale zu betätigen, wenn er von
der Fahrtrichtung abbiegen will, und die Signale auszuschalten, wenn er die neue Fahrtrichtung
eingeschlagen hat. Die Schaltanordnung kann auch mit der Bremse des Wagenführers
gekuppelt sein, um in Fällen plötzlicher Gefahr sofort in Wirkung zu treten.
Es ist bereits bekannt, für den Wagenführer bestimmte Zeichen in Straßenbahnen abzugeben
oder Zeichen, die für den Aus- und Einsteigeverkehr der Fahrgäste bestimmt sind,
während die Erfindung Warnungszeichen gibt, die für die auf der Straße befindlichen Personen
und Fahrzeuge bestimmt sind und die Verkehrsbeziehungen des Publikums sowie anderer
Fahrzeuge zur Straßenbahn als relatives Verkehrshindernis zu regeln gestatten. Auch
gegenüber der bekannten Signalgebung bringt die Erfindung einen Fortschritt. Bei den bekannten
Vorrichtungen wird das Signal durch einmaligen Zug an der Klingelleine betätigt.
Diese Art der Signalgebung nimmt auf die normale Betriebsweise einer Straßenbahn
keine Rücksicht. Die Erfindung hat daher die Schaltung so getroffen, daß bei 'dem üblichen
doppelten Anzug der Klingelleine durch den Schaffner, durch welche der Schaffner dem
Wagenführer das Haltesignal zu geben pflegt, gleichzeitig vorn und hinten außerhalb des
Wagens für das Publikum und die anderen Fahrzeuge sichtbar das Gefahrsignal erscheint,
das die beabsichtigte Richtungsänderung der Straßenbahn oder ihr beabsichtigtes Halten
für die im Umkreise der Straßenbahn sich bewegenden Fußgänger und Fahrzeuge ankündigt.
Neu ist ferner, daß der Wagenführer unter Benutzung derselben Leitung durch Verwendung
an sich bekannter Wechselschalter ebenfalls die Warnsignale geben kann, ohne die normale
Signalgebung durch den Schaffner zu stören. Eine beispielsweise Ausführungsform der
neuen Schalteinrichtung ist in den Abbildungen dargestellt.
Abb. ι zeigt das Schaltbild. Abb. 2 zeigt eine Schalterstellung. Abb. 3 ist ein Schnitt
nach der Linie a-b der Abb. 2 in der Richtung des Pfeiles c gesehen. Abb. 4 und 5 zeigen
zwei andere Schaltstellungen.
Als Signal ist in dem Schaltbild Abb. 1 je ine Glühlampe 1 und 2 angenommen, von
denen die eine, beispielsweise 1, vorn am Straßenbahnwagen und die andere, z. B. 2,
hinten am Straßenbahnwagen bzw. hinten am letzten Anhängewagen angebracht sei. 4 ist
ein üblicher Druckknopf Wechselschalter, welcher
derart wirkt, daß, wenn ein Druckknopf, z. B. der Knopf 5, herabgedrückt ist, die Stromverbindung
7 eingeschaltet ist. Wird dann auf den Druckknopf 6 gedrückt, so wird eine Verbindung
zwischen den Punkten 8 und 9 eingeschaltet und die Verbindung 7 bei gleichzeitigem
Hochgehen des Druckknopfes 5 in Bereitschaftsstellung gelöst. Ein derartiger Druckknopfwechselschalter ist am Führerstand
angebracht.
Neu ist die Ausbildung des mit der Klingelleine 10 verbundenen Zugschalters 11. Der
Zugschalter 11 besitzt einen in bekannter Weise den Schaltstern durch Zug vorschaltenden.
Arm 12. Der Zug auf dem Arm 12 wird durch die Klingelleine ausgeübt. Der Schaltstern besteht
aus drei Kontaktmessern 13, 14, 15, von
denen die Messer 14 und 15 in einer höheren Ebene als das Messer 13 am Schaltstern befestigt
sind. Zum Eingriff mit den Schaltmessern 13, 14, 15 sind Kontaktfedern 16, 17,
18, 19 und 20 vorgesehen, von denen die Kontaktfedern
16, 18 und 20 in einer tieferen Ebene zum Eingriff mit dem Messer 13 liegen, während
die Kontaktfedern 17 und 19 in einer höheren Ebene zum Eingriff mit den Messern 14 und 15
liegen.
Von der Stromquelle mit den Polen 21 und 22 sind die Lampen 1 und 2 mit dem Pol 22
verbunden. Dann ist eine Verbindung vom anderen Lampenpol 23 bzw. 24 zu den Kontaktfedern
17 und 18 geführt. Die Kontaktfedern 16 und 19 sind mit dem Punkt 25 des
Druckknopfschalters verbunden. Die Kontaktfeder 20 ist mit dem Punkt 9 des Druckknopf
schalters verbunden. Der Punkt 8 des Druckknopfschalters ist mit dem Pol 21 der
Stromquelle verbunden. Gleichzeitig verbindet die Brücke 26 die beiden Punkte 4 und 8.
Es ergeben sich nun folgende Schaltstellungen. Steht der Druckknopfschalter mit eingedrücktem
Knopf 5 wie in Abb. 1 und der mit der Klingelleine gekuppelte Schalter 11 wie in
Abb. 5, so fließt kein Strom durch die Glühlampen 1 und 2, da er zwischen den Punkten 8
und 9 unterbrochen ist. Wird jetzt der erste Zug an der Klingelleine 10 in der Richtung
des Pfeiles d ausgeübt, so nimmt der Schaltstern des Schalters 11 die in Abb. 2 dargestellte
Lage ein. Es sind jetzt die Kontakte 16, 17 und 19 verbunden. Die Glühlampen brennen
jetzt. Wird nun der zweite Zug durch die Klingelleine bewirkt, so nimmt der Schaltstern
die in Abb. 4 dargestellte Lage ein. Es sind jetzt die Kontaktfedern 18 und 19 verbunden.
Die beiden Glühlampen 1 und 2 müssen daher weiterbrennen. Erfolgt nun der
dritte Zug durch die Klingelleine, so bewegt sich der Schaltstern wieder in die in Abb. 5
dargestellte Lage. Der Stromlauf ist zwischen den Punkten 8 und 9 unterbrochen, und die
Glühlampen sind erloschen.
Schaltet nun der Wagenführer den Knopf 6 ein, so wird die Verbindung 7 gelöst und die
Verbindung zwischen den Punkten 8 und 9' eingeschaltet. . Es ist jetzt im Schalter 11 gemäß
Abb. 5 Punkt 17 mit 20 verbunden, und durch die Verbindung der Punkte 8 und 9 sind
die Glühlampen wieder zum Brennen gebracht. Durch Druck auf den Druckknopf 5 werden die Glühlampen wieder ausgeschaltet.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zur Verhütung von Unglücksfällen bei Straßenbahnen, bei welcher je ein vorn und hinten an der Außenfläche des Wagens angebrachtes Warnungssignal durch Anzug der Klingelleine betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Warnungssignale über einen am Wagenführerstand angeordneten, an sich bekannten Druckknopfwechselschalter (4) mit einem Schalter (11), dessen Schaltstern von der Klingelleine (10) bewegt wird, derart verbunden sind, daß die Signale durch zweimaliges nacheinander erfolgendes Anziehen der Klingelleine eingeschaltet werden, während sie bei darauffolgendem einmaligen Zug der Klingelleine ausgeschaltet werden und anderseits durch Druck auf einen Knopf des Wechselschalters (4) vom Führerstand her im Bedarfsfalle (bei Gefahr) eingeschaltet und wieder ausgeschaltet werden können, ohne die Schaltbereitschaft für das Anziehen an der Klingelleine zu stören.
- 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von den parallel geschalteten Signalen (1, 2) ein Pol mit zwei aufeinanderfolgenden Kontaktfedern (17,18) eines Schalters (11) verbunden ist, dessen von der Klingelleine bewegbarer Schaltstern dreiarmig (13, 14, 15) ausgebildet ist, wobei die nächstfolgende Kontaktfeder (19) nebst der drittnächstfolgenden Kontaktfeder (16) mit einem Punkte (25) des Druckknopfwechselschalters (4) und die dazwischenliegende Kontaktfeder (20) mit einem anderen Punkte (9) des Druckknopfwechselschalters (4) verbunden ist, von dessen einem Punkte (8) die Verbindung zur Stromquelle und über dieselbe zum anderen Pol der Signale führt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM96642D DE451121C (de) | Vorrichtung zum Verhueten von Ungluecksfaellen bei Strassenbahnen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM96642D DE451121C (de) | Vorrichtung zum Verhueten von Ungluecksfaellen bei Strassenbahnen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE451121C true DE451121C (de) | 1927-10-21 |
Family
ID=7323309
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM96642D Expired DE451121C (de) | Vorrichtung zum Verhueten von Ungluecksfaellen bei Strassenbahnen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE451121C (de) |
-
0
- DE DEM96642D patent/DE451121C/de not_active Expired
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