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Schießbrille. Bei Verwendung von Schießbrillen fällt beim Zielen die
Blickrichtung meist durch den Rand des Brillenglases, wodurch das Zielbild unklar
wird. Um diesen Übelstand zu beheben, sind besondere Schießbrillen geschaffen worden,
mittels welchen ermöglicht wird, die Ziellinie, d. h. die Linie vom Auge über Visiereinschnitt
und Korn zum Ziel mit der optischen Achse des Brillenglases zusammenfallen zu lassen.
Es wird dies zum Teil -dadurch bewirkt, daß das Brillenglas in einer Ebene senkrecht
zur optischen Achse geschwenkt wird, wozu dessen Fassung z. B. in einem Kugellager
schwenkbar getragen ist. Dadurch findet aber eine Drehung des Brillenglases in bezug
auf die Ziellinie statt. Ist nun das Brillenglas ein solches, welches in einem dem
Astigmatismus entsprechenden Winkel zu der die beiden Pupillenzentren verbindenden
Linie in die Fassung eingesetzt werden muß, so wird beim
Verschwenken
des Brillenglases bei den erwähnten Schießbrillen dieser Winkel infolge der bei
der Verschwenkung auftretenden Drehung des Brillenglases verändert, so daß das Zielbild
unklar wird.
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Der Gegenstand der Erfindung ist nun eine Schießbrille, welche die
Beseitigung dieses Nachteiles ermöglichen soll. Gemäß der Erfindung ist der das
Brillenglas tragende Teil mit seinem stabförmigen Halter in einer der zwei senkrecht
zueinander verlaufenden Bohrungen eines Stellschiebers einstellbar gelagert, durch
dessen zweite Bohrung die obere, die Stirn des Benutzers überquerende Schiene eines
rechteckigen Tragrahmens geht, der in bei Schießbrillen an sich bekannter Weise
.an den Seitenteilen mit Ohrbügeln und unten mit einem Nasensteg versehen ist.
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Die Zeichnung zeigt in der Abb. i eine Vorderansicht eines Ausführungsbeispiels;
Abb. 2 zeigt einen Schnitt nach der Linie A-A der Abb. i, Abb. 3 einen Grundriß
zu Abb. i, Abb. ¢ bis 7 eine Einzelheit einer weiteren Ausführungsform, und zwar
Abb. 4. und 5 in Ansicht und Abb. 6 und 7 einen Schnitt. Dabei ist Abb. 6 ein Schnitt
nach der Linie B-B der Abb.7 und Abb.7 ein Schnitt nach der Linie C-C der Abb. 4,
aber in größerem Maßstabe.
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An dem rechteckigen Rahmen i sind die zu dessen Befestigung dienenden
Ohrbügel 2 mittels Scharniere 3 angelenkt. Der untere Rahmenteil 4 weist einen Nasensteg
5 auf. Der Rahmen i umschließt in Gebrauchslage beide Augen, und der Nasensteg stützt
sich auf das untere Ende der Nase auf, während der obere Rahmenteil 6 die Stirn
überquert. Auf dem letzteren ist der Schieber 7 verschiebbar und um ihn schwenkbar
vorgesehen. Er kann mittels Klemmschraube 8 in jeder gewünschten Lage festgeklemmt
werden. Der Schieber 7 ist mit einer Führung 9 versehen, in welcher der Arm 12 in
seiner Längsrichtung verstellbar und um seine Achse drehbar geführt ist. Der Arm
12 ist in seiner jeweiligen Lage mittels der Klemmschraube 13 festklemmbar und trägt
eine in einer Fassung io gefaßte Linse ii.
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Ist dieses Brillenglas ein Glas mit Zylinderwirkung, so ist dieses
unter einem dem Astigmatismus des Auges bzw. der ermittelten Achsenlage des Zylinders
entsprechenden Winkel a zu der die beiden Mittelpunkte der Pupillen des Brillenträgers
verbindenden Linie a in der Fassung io zu befestigen, und es muß dieser Winkel bei
jeder Lagenänderung des Glases beibehalten werden. Dies wird dadurch erreicht, daß
eine Ortsveränderung des Glases zwecks Einbringens der optischen Achse in die Ziellinie
nicht durch Verschwenken des Glases erfolgt, sondern durch zweckentsprechendes Verstellen
desselben nach zwei in seiner Ebene liegenden senkrechten - Richtungen, und zwar
einerseits durch Höher- oder Tieferstellen des Armes 12 in der Führung 9 und anderseits
durch Verschieben des Schiebers 7 auf dem Rahmenteil 6. Außerdem läßt sich
das Glas um die Achse des Armes 12 und um die Achse des Rahmenteiles 6 drehen. Ein
Drehen des Brillenglases i i um den Mittelpunkt Z bzw. um seine optische Achse ist
ausgeschlossen.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 4 bis 7 ist das Brillenglas 15 in
einem Rohr gelagert. Es wird von oben her durch einen Schlitz 16 des Rohres 17 in
dieses eingesteckt und darüber ein Rohrteil 18 gestülpt zwecks Festhaltens der Linse.
Das andere Ende des Rohrstückes 17 ist durch ein als Blende dienendes farbiges Glas
i9 abgeschlossen, welches in der über das Rohrstück 17 gesteckten Fassung 2o gefaßt
ist. Durch das farbige Glas soll bei greller Beleuchtung des Zieles ein Blenden
des Auges verhindert werden. Das Rohrstück i8 ist an dem der Blende gegenüberliegenden
Ende in das die Bohrung 21 aufweisende Ringstück 22 eingesteckt und mit diesem in
der Fassung so festgeklemmt.
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Das Glas 15 könnte auch in anderer Weise angeordnet sein. So könnte
es beispielsweise auch im Ringstück 22 versenkt liegen und das Rohrstück 17 vorgesetzt
sein. Bei dieser Ausführungsform fällt zweckmäßig die optische Achse der Linse mit
der Achse des Rohrstückes zusammen.