-
lttechanischer Antrieb für Rechenmaschinen, insbesondere für Sprossenradrechenmaschinen
Die Erfindung betrifft einen mechanischen Antrieb für Rechenmaschinen, insbesondere
für Sprossenradrechenmaschinen. Es sind solche Antriebe für Rechenmaschinen aller
Art schon bekannt. Die bisher bekannten Ausführungen haben den Nachteil, daß sie
an sich in der Konstruktion und in der Bedienung kompliziert sind, zumal bei ihnen
Bedingung ist, daß jeder Einstelltaste des Multiplikators ein konstanter Wert zugeteilt
ist, während bei der vorliegenden Erfindung die einzelnen Mültiplikatortasten neutral
sind, d. h. in jeder neuen Stellung einen neuen Wert bekommen.
-
Bei den bekannten Multiplikatoreinstellwerken wird ferner meistens
die Ein- und Auskupplung des Antriebes durch eine lein und her gehende Zahnstange
bewirkt, die nach Vollendung ihrer Bewegung in ihre Ruhelage zurückspringt. Im Gegensatz
dazu bewegen sich bei der vorliegenden Anordnung die die Ein- und Auskupplung bewirkenden
Teile kreisförmig in einer Richtung und stehen an jeder beliebigen Stelle wieder
für die neue Betätigung bereit, wodurch eine Vereinfachung in der Konstruktion und
ein sicheres Ein- und Auskuppeln bewirkt wird.
-
Aus diesem Grunde eignet sich der Antrieb nach der vorliegenden Erfindung
für Rechenmaschinen aller Art, insbesondere aber für Sprossenradrechenmaschinen,
weil ohne wesentliche Änderung des inneren Mechanismus der Antrieb an fast alle
bekannten Systeme von Sprossenradrechenmaschinen, auch nachträglich, angebaut werden
kann.
-
Demgemäß besteht die Erfindung darin, laß die Bewegung der Antriebsvorrichtung
auf eine bewegliche Tastenscheibe übertragen wird, in der axial beweglich neutrale
Tasten angeordnet sind, von denen die jeweils niedergedrückte Taste die Entkupplung
zwischen der mechanischen Antriebsvorrichtung und der Antriebsachse der Maschine
bewirkt.
-
Die Erfindung besteht des weiteren in ferneren Merkmalen, die aus
den Ansprüchen ersichtlich werden.
-
Die Erfindung ist auf der Zeichnung in zehn Abbildungen dargestellt.
-
Abb. i ist ein Längsschnitt, Abb. 2 ein Schnitt nach II-II von Abb.
z. Abb.3 ist ein Schnitt nach III-III von Abb. i.
-
Abb.4 ist ein Schnitt nach IV-IV von Abb. 2.
-
Abb.5 ist ein Schnitt nach V-V von Abb. i. Abb. 6 zeigt einen Teil
der Tastensperrung. Abb.7 ist ein Schnitt nach VII-VII von Abb. i. ' Abb.8 ist eine
dazugehörige Oberansicht, Abb. 9 zeigt einen Schnitt nach IX-IX von Abb. io.
-
Abb.lo ist ein Schnitt nach X-X von Abb. 9.
-
Der mechanische Antrieb erfolgt mittels einer Kette auf das Kettenrad
i, das mit einem Kegelrad 2 fest verbunden ist und
drehh::_ auf
einem Ansatz des Grundkörpers 3 sitzt.
-
Das Kegelrad :2 ist mit einem Kegelrad 4 in Eingriff, das lose auf
der senkrechten Achse 5 sitzt. Das Kegelrad ¢ ist mit der Kupplungsscheibe 6 fest
verbunden, die in Abb. 4. besonders dargestellt ist.
-
Auf der Kupplungsscheibe 6 sitzt, um einen Zapfen 8 drehbar gelagert,
eine Klinke 7, die durch eine Feder 9 in eine Sperrlücke io gedrückt wird, die sich
in der Mitnehmerscheibe i i befindet. Sobald die Klinke 7 in die Lücke i o eingeschnappt
hat, wird infolgedessen die Bewegung von der Antriebsvorrichtung auf die Mitnehmerscheibe
i i übertragen. Mit der Mitnehmerscheibe i i ist das Zahnrad 12 und das Schneckenrad
13 fest verbunden. Dieses Schneckenrad 13 liegt zwischen zwei im rechten Winkel
dazu liegenden Schneckenrädern 14 und 15 und kann durch Schwenken um den Zapfen
16 mittels des Handgriffes 17 entweder mit 14 oder mit 15 in Eingriff gebracht werden,
derart, daß, je nachdem mit welchem der beiden Räder i q. und 15 das Rad 13 gerade
in Eingriff ist, die Maschine rechts oder links läuft. Wenn das Rad 12, in der Mitte
zwischen den Rädern 14 und 15 steht, wird die Maschine für Handbetrieb frei.
-
35 ist das Sprossenrad, das vermittels des Zwischenrades 36 .das Triebrad
37 antreibt, das die Zahlenscheibe 38 trägt. Auf den Wellen 14' und 15' der obenerwähnten
Räder i..;. und 15 sitzen, wie die Abb. 7 und 8 zeigen, die Räder 39 und .f0, die
durch ein Zwischenrad 34 miteinander gekuppelt sind. Die Welle 15 trägt unmittelbar
die Sprossenräder 35.
-
Mit dem Zahnrad 12 ist ein Zahnrad 18 in Eingriff, derart, daß zwischen
den beiden Rädern 12, 18 ein Übersetzungsverhältnis i : io besteht. Dieses Zahnrad
18 ist durch Vermittlung einer Nabe 1g mit der Tastenscheibe 2o verbunden, die,
im Kreise angeordnet, zehn Tasten 212 und gib trägt.
-
Diese Tasten ragen bis in- das Zahnrad 18 hinein und sind in senkrechter
Richtung entgegen der Wirkung einer Feder 22 beweglich angeordnet. Alle Tasten,
mit Ausnahme der jeweils sich ganz links befindenden Taste Zia, stehen in der oberen
Stellung, wie sie gerade die rechte Taste gib in Abb. i einnimmt. In dieser Tiefstellung
der linken Taste 21a ist die Klinke 7 aus der Zahnlücke io ausgehoben, so daß die
Maschine stillsteht.
-
An dem Grundkörper befindet sich eine feststehende Ziffernscheibe
23, die die Ziffern o bis 9 trägt.
-
Wird nun eine Taste 21 heruntergedrückt, die gegenüber einer der Ziffern
i bis 9 steht, so bewirkt sie durch eine noch zu beschreibende Sperrvorrichtung
das Hochgehen der der Null gegenüberstehenden Taste 21a. Infolgedessen wird die
Klinke 7 freigegeben und legt sich unter Einwirkung der Feder g in ihre Zahnlücke
io. Die Maschine ist nunmehr mit der Antriebsvorrichtung gekuppelt und bleibt es
so lange, bis die gerade gedrückte Taste wieder auf dem Nullpunkt angelangt ist.
-
Ist beispielsweise die der Ziffer 9 gegenüberstehende Taste gedrückt,
so bleibt die Kupplung zwischen Klinke und Mitnehmerscheibe ii so lange bestehen,
bis das große Zahnrad 18 neunzehntel seines Umfanges, also das kleine Zahnrad 12
neun Umdrehungen vollendet hat. In diesem Augenblick greift die vorher bei 9 gedrückte
Taste 21 auf die Klinke 7 und hebt diese aus ihrer Lücke aus.
-
Die obenerwähnte Tastensperrung ist an sich bekannt; man erkennt sie
aus Abb.S und 6.
-
Sie besteht aus einer Sperrscheibe 24 mit zehn Armen 25. Die Tastenstangen
haben jede einen rechteckigen Einschnitt 26 und darunter einen abgeschrägten Einschnitt
27. je nach der Stellung der Taste wird .die Sperrscheibe 24 durch die Wirkung der
Feder 28 in einen der beiden Einschnitte 26 oder 27 gedrückt. Durch Herunterdrücken
einer hochstehenden Taste gib wird die Sperrscheibe 24 nach rechts verschoben (Abb.6)
und dadurch die gerade unten stehende Taste Zia freigegeben, so daß sie nach oben
springen kann.
-
Zur Sicherung der Maschine in ihrer Ruhelage ist auf der Nabe ig eine
Scheibe 29 aufgeschoben, die durch eine Feder 30 stets nach 'oben gedrückt
wird. Diese Scheibe hat an der der Ziffer Null gegenüberstehenden Seite eine Aussparung
(Abb. 3). Wird eine Taste gib heruntergedrückt, so drückt sie auch die Scheibe 29
so weit herunter, daß sie tiefer zu liegen kommt als das untere Ende der gerade
heruntergedrückten Taste Zia. Gegen Verdrehung ist die Scheibe 29 durch einen Sperrstift
31 gesichert. Kommt nun bei der Drehung der Tastenscheibe 2o die gerade heruntergedrückte
Taste über die Aussparung der Scheibe 29 zu liegen, so kann die Scheibe 29 nunmehr
in die in Abb. i gezeichnete Stellung nach oben zurückgehen und dadurch die Taste
2111 arretieren.
-
Nun befindet sich bekanntlich an den Sprossenradrechenmaschinen eine
Einstellhebelsperre, die dazu dient, die Einstellhebel bzw. die Kurvennutscheiben
während der Kurbeldrehung gegen unbeabsichtigte Verstellung zu sichern. Diese Einstellhebelsperre
wird bei dem mechanischen Antrieb gemäß der vorliegenden Erfindung durch das Niederdrücken
einer Multiplikatortaste - gleichfalls
betätigt, indem dieses Niederdrücken
unter Vermittlung der obenerwähnten Scheibe 29 einen Hebel 32 herunterdrückt, der
dann durch ein beliebiges Gestänge 33 (Abb. 1, 9 und io) seine Bewegung auf die
Einstellhebelsperre überträgt. Die letztere kann beliebiger Art sein und ist hier
als nicht zur Erfindung gehörend nicht dargestellt.