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DE459158C - Verfahren und Vorrichtung zum Nachtrocknen von Lackleder mittels eines kuenstlich erzeugten Luftstroms - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Nachtrocknen von Lackleder mittels eines kuenstlich erzeugten Luftstroms

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Publication number
DE459158C
DE459158C DER62178D DER0062178D DE459158C DE 459158 C DE459158 C DE 459158C DE R62178 D DER62178 D DE R62178D DE R0062178 D DER0062178 D DE R0062178D DE 459158 C DE459158 C DE 459158C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drying
leather
artificially generated
air stream
patent leather
Prior art date
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Expired
Application number
DER62178D
Other languages
English (en)
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Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
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Priority to DER62178D priority Critical patent/DE459158C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE459158C publication Critical patent/DE459158C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C11/00Surface finishing of leather

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Nachtrocknen von Lackleder mittels eines künstlich erzeugten Luftstroms. Die Herstellung von Lackleder geht in der Weise vor sich, (laß die Hätite wiederholt mit 01,-rund und schließlich mit Lack behandelt %\-erden, der jedesmalige (11grund und Lack ' gut getrocknet werden muß. Das Trocknen in beheizten Kammern karin nicht weit genug getrieben werden, weil (las Leder bei etwa (-)0 bis 70' brüchig wird. Es iot deshalb ein Nachtrocknen an der Luft erforderlich. Dieses #7erfahren zum Nachtrocknen erfordert umfangreiche Anlagen und # iel Arbeit und Zeit. In der Tat müssen di,-Lacklederfabriken über große Grundstücke verfügen, um die Leder im Freien trocknen zu können. Bei eintretendem ungünstigen Wetter müssen die Leder wieder unter Dach gebracht werden, wodurch der Herstellungsprozeß oft stark verzilgert wird. Da die L,-der während des 'Naclitrocknens in ihren ]Zahmen gespannt bleiben müssen, so benötilman selbstv-erständlich auch sehr viel Rahin(-,i und Einspannvorrichtungen. Dieses #7erfahren ist somit als recht mangelhaft zu bezeichnün.
  • Die vorliegende Erfindung hat nun ein neues Verfahre ' ii zum Gegenstande, durch welche-, sowohl der Ölgrund als auch der Lack nach der Trocknung in Trockenkains niern in wirksamer Wei - e schnell und billig nachgetrocknet werden können. Züi diesvill Zwecke bedient sich die Erfindung eines künstlichen kalten Luftstroms, der in einem Trockenraum, in welchen die Häute in Karren eingefahren werden, durch eine Kühl-,ilila,e - und Ventilatoren erzeugt wird. Der Trockenrauni ist nach außen geschlossen uii.1 die die Leder tragenden Karren können dicht nebeneinander aufgestellt werden. Die Kühlanlage ist außerhalb dieses Raumes aufl-'-,-stellt, während die Kühlschlangen und d-,#r #,_entilator in einem Rauine untergebracht ##ind, der durch Zu- und Abflußleitungen odci7 Schachte mit dein Trockenrauni verbunden ist. An der einen Seite des Trockenraumes tritt die kalte Luft ein., und an der andern Seite wird die Luft ans dem Trockenraum. i -ib,e - saugt, tiiii wieder an den Kühlschlangen untlang in den Trockenrauin zurückgeleitet zu werden. Die Temperatur der Luft wird nach eini gen Stunden auf etwa -6' bis -8 11 Kälte gebracht, worauf did Kälteinaschine abgestellt werden kann. Die kalte und trockene Luft bewirkt ein schnelles Trocknen der Leder. Ceni#ß dem neuen Ver-Z iahren ist jedoch hiermit die Behandlung des Z, Leders nicht beendet, vielmehr wird in die Trockenkammern vor dein Herausfahren der Leder warme Luft eingeleitet, damit die Le- der nach und nach auf die Außenternperatur gebracht werden, worauf erst ein Herausfahren der Karren mit dem Leder vorgenoinmen wird. Durch letztere Maßnahme wird ein Beschlagen der Leder verhindert, welches sonst eintreten würde.
  • In der Zeichnung ist eine beispielsweise Anlage zur Ausführung des Verfahrens in zwei Schnitten in Abb. i und 2 dargestellt. Die Anlage besteht im wesentlichen aus der Trockenkammer i, der Kühlschlangen- und Vorwärmerkammer 2 sowie aus dem Maschinenraum 3. Es wird vorzugsweise eine Ammoniak-Kälteanlage vorgesehen, deren Kompressor4 im Maschinenraum und deren Kühlschlangen 5 im Raume 2 aufgestellt sind. () ist der Antriebsmotor des Kompressors. Der Kühlschlangenraum 2 steht durch die Holzschächte 7 und 8 mit dem Trockenraum . in Verbindung. Ein Ventilator 9 im Kühler-.,chlangenraum treibt die abgekühlte Luft durch den Schacht 7 in den Trockenrauni und saugt sie dann durch den Schacht 8 wieder aus dem Trockenraum. ab. Der Ventilator wird durch den Elektromotor io angetrieben. Man erhält auf diese Weise einen dauernden Umlauf der Luft, die nach einigen Stunden die erforderliche niedrige Temperatur sowie den erforderlichen Grad der Trockenheit erhält. Die Kammern i und 2- sind durch Korkmasse oder dergleichen Mittel nach außen isoliert. In der Trockenkammer i sehen wir drei Gleise aus U-Eisen i i, auf weichen die Karren ein- und ausgefahren werden, in denen die Rahmen mit den eingespannten Fläuten aufgestellt sind. Die Trockenkammer i wird durch die Türefi 1:2 gegen den Vorraum 13 abgeschlossen.
  • Nach dem Trocknen wird die Kältemaschine abgestellt und die Wärmevorrichtung eingeschaltet. Die Wärmerohre 14 be-ZD ZD finden sich im Ratime 2 oberhalb der Kühlschlangen, so daß derselbe Ventilator 9 nunmehr die vorgewärmte Luft durch die Trok-Icenkammer in Umlauf setzen kann. Sie werden in geeigneter Weise mit Frischdampf oder Abdampf geheizt. Nachdem die Temperatur in der Trockenkammer auf die Außentemperatur gebracht ist, werden die Türen 13 geöffnet und die Karren mit den getrockneten Ledern herausgefahren.
  • Während seither der Nachtrockenprozeß der Lackleder sich unter Umständen wochenlang hinzog und deshalb in jeder Lacklederfabrik jederzeit große Ledermengen sich in Bearbeitung befanden, unter Beanspruchung eines enormen Rahmen- und Einspannmaterials, beansprucht die Bearbeitung nach dem neuen Verfahren nur wenige Tage, und es können bedeutende Häutemengen mit wenigen Arbeitskräften und wenigen Hilfsvorrichtungen bearbeitet werden, ohne von den Witterun-seinflüssen abhängig zu sein.
  • ZD Z> Es ist zwar an sich bekannt, die Lackleder mittels eines künstlich erzeugten trockenen Luftstroms zu trocknen. Vorliegendenfalls kommt es aber darauf an, daß der künstlich erzeugte Luftstrom mittels einer Kältemaschine abgekühlt wird, wodurch das Trocknen der Leder beschleunigt wird.

Claims (2)

  1. PATri.NTANSPRÜCHr, - i. Verfahren zum Nachtrocknen von Lackleder mittels eines künstlich erzeugten Ltiftstroms, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des Luftstroms im geschlossenen Trockenraume zunächst bis zum Fertigtrocknen auf mehrere Grad Kilte und hernach allmählich auf etwa 30.' Wärme gebracht wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine isolierte, nach außen abschließbare Kammer (i), die mit dem Raume (2) in Verbindung steht, in welchem die Kälte- und Wärrnernaschinen und ein Ventilator (9) zur Aufrechterhaltung des Luftumlaufs aufgestellt sind.
DER62178D 1924-10-03 1924-10-03 Verfahren und Vorrichtung zum Nachtrocknen von Lackleder mittels eines kuenstlich erzeugten Luftstroms Expired DE459158C (de)

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DE459158C true DE459158C (de) 1928-04-28

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