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DE4585C - Einrichtung der Wirkmaschine von Cotton zur Herstellung von Rechts- uud Rechtsvvaare - Google Patents

Einrichtung der Wirkmaschine von Cotton zur Herstellung von Rechts- uud Rechtsvvaare

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Publication number
DE4585C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
machine
chair
movement
thread
eccentric
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT4585D
Other languages
English (en)
Original Assignee
H. STÄRKER in Chemnitz
Publication of DE4585C publication Critical patent/DE4585C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B11/00Straight-bar knitting machines with fixed needles
    • D04B11/04Straight-bar knitting machines with fixed needles with two sets of needles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

1878.
Klasse 25.
HERMANN STÄRKER in CHEMNITZ. Einrichtung der Wirkmaschine von Cotton zur Herstellung von Rechts- und Rechtswaare.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Mai 1878 ab.
Zur Erzeugung der Rechts- und Rechtswaare haben die Wirkmaschinen (Wirkstühle) aufser der Stuhlnadelreihe noch ein zweites Nadelsystem, die sogen. Maschinennadelreihe nöthig, welch letztere in bekannter Weise den kulirten und zu einfachen Maschen verarbeiteten Faden in Rechts- und Rechtswaare umwandeln.
Da bei den Wirkmaschinen sämmtliche Bewegungen fur die Werkzeuge von der unten in der Maschine Hegenden Excenterwelle her übertragen werden, so umschliefsen die zur Bewegung der Platinen dienenden Zwischen- und Hauptmechanismen den ganzen Bau der inneren Maschinentheile und hindern deren Zugänglichkeit in hohem Grade.
Anders gestaltet sich die Maschine für Rechtsund Rechtswaare, wenn die Platinen in horizontaler Lage von hinten nach vorn kuliren, wenn die Stuhlnadelbarre in verticaler Richtung von unten nach oben steht und die Maschinennadelbarre in horizontaler oder etwas geneigter Lage vor die Platinen und Stuhlnadeln gebracht ist. Bei dieser Anordnung kommen dann die zu bewegenden Theile näher an die unterhalb im Stuhle liegende Excenterwelle heran, die zugehörigen Zwischenmechanismen werden kürzer und theilweise einfacher, indem sie in directerem Wege bis zu den Erzeugungs- oder Fabrikationswerkzeugen gehen, ohne dafs sie letztere unzugänglich machen.
Da man der Stuhl- und der Maschinennadelbarre in einfacher Weise die Preisbewegung geben kann, ist es möglich, beide Nadelsysteme durch nur eine Barre am unteren Theil des Platinkopfes <jr., zu pressen, und kommt also die bewegliche Prefsschiene in Wegfall. Wie nun, einerseits bei der horizontalen Anordnung eine grofse Zahl der Bewegungsn-.echanismen viel einfacher, bequemer und billiger werden, so entstehen andererseits auch noch grofse Vortheile in der Erreichung eines besseren Productes und einer gröfseren Betriebsdauer der Maschine, indem viele Mechanismen durch die obwaltenden Platzverhältnisse wesentlich günstiger modificirt werden oder an deren Stelle ganz andere praktischere und neue Mechanismen treten, die ein präciseres Functioniren bei weniger Abnutzung zulassen. .
Vorliegende Wirkmaschine zeichnet sich nun nicht allein durch die zuletzt erwähnten neuen Mechanismen aus, deren Anbringung durch die horizontale Anordnung möglich ist, sondern es kommen auch Neuerungen und Verbesserungen vor, die auch bei anderen Wirkmaschinen grofse Vortheile bieten und deren Anwendung sich der Erfinder für solche Fälle vorbehalten will.
Die Maschine ist in den Fig. 1 bis 37 der Zeichnungen dargestellt und sind die gleichen Theile überall gleich bezeichnet. Wo es möglich, sind die in einander greifenden Details mit denselben Buchstaben versehen und unterscheiden sich durch die beigesetzten Zahlen.
Fig. ι giebt eine Längenansicht der ganzen Maschine. Feld α giebt die volle Ansicht, Feld β die Ansicht nach Wegnahme der vorderen Wellen, Feld γ die Ansicht nach AVegnahme der Maschinennadelbarre und Feld δ die Ansicht nach Wegnahme der beiden Nadelbarren.
Beide Enden der Fig. 1 geben wieder die volle Ansicht der Maschine, so dafs auf der einen Seite der Riemenantrieb und auf der anderen Seite der Changir-Apparat vollständig sichtbar ist. Fig. 2 giebt eine totale Seitenansicht von der Antriebseite gesellen und Fig. 3 ist ein Detailgrundrifs des Kulirantriebes unten im hinteren Theil der Maschine.
Fig. 4 ist ein Schnitt in wirklicher Grofse durch die Werkzeuge, Fig. 5 ein solcher mit den zunächst liegenden Theiien. Fig. 6 die Vorderansicht, Fig. 7 der Grundrifs und Fig. 8 die hintere Ansicht dieser Theiie Fig. 9 ist der abgekürzte Kopfträger in drei Ansichten.
In den Fig. 10 bis 20 sind die Mechanismen zur Bewegungsübertragung von den Excentern auf die Werkzeuge dargestellt.
Fig. 21 bis 2S ist der Changir-Apparat mit zugehörigen Details.
Fig. 20. bis 32 ist der Fadenspanner und Fadenführer und Fig. 33 bis 37 Kulir- und Vertheüungsplatinen.
Die Hauptwerkzeuge, welche das Kulirwaarengebilde der Rechts- und Rechtswaare erzeugen, sind unmittelbar an und um den Kopfträger D gruppirt, auf dem sie befestigt und justirt sind. Dieser Kopfträger D erstreckt sich über die ganze Länge der Maschine und ruht auf den Gestellwänden AA1 A1AxAx, und bildet mit diesen, sowie mit dem Mittelstück C das eigentliche Gestell der Maschine. Alle Bewegungen, welche die F.rzeugungswerkzeuge /x\ machen
haben, werden durch die auf der Excenterwelle G G aufgesteckten Excenter und durch ein konisches Räderpaar mittelst geeigneter Zwischenmechanismen übertragen. Die Excenterwflle G G selbst wird entweder von Hand durch die Kurbelwelle A A oder durch die Riemscheiben B B durch Riemenbetrieb in Bewegung gesetzt, und dienen hierbei die Zahnräder D D, EE und FF als Uebersetzungsmechanismen.
Die eigentlichen Haupt- und Hülfswerkzeuge an dieser Maschine sind folgende:
ι. Die Kulir- und Vertheilungsplatinen « und ff, mit Zubehör.
2. Die Stuhlnadeln e mit Zubehör.
3. Die Maschinennadeln g mit Zubehör.
4. Die Kanten vom Kopfe a., als Pressen.
5. Die Abschlagsplatinen / mit Zubehör.
6. Das Abschlagblech k mit Zubehör.
7. Das Spulgestelle, der Fadenspanner, die Fadenführung und die Fadenführersicherung.
8. Die Vorrichtung zur Aufnahme der Waare.
9. Der Changir-Apparat.
Zu i. (Fig. 4 bis 8 und Fig. 33 bis 35.) Das eigentliche Kuliren oder Einschlagen des aufgelegten Fadens wird durch jede zweite Platine bewerkstelligt; hinter jeder dieser Kulirplatinen a ist eine sogen. Schwinge λ, angebracht, welche von dem Schwingenhalter at im richtigen AbsEande gehalten wird und in diesem ihren Drehpunkt hat. Wird nun das Röfschen «5 durch die Röfselschiene aB an den zurückgelegten und durch die Feder b gehaltenen Schwingen vorübergezogen, so wird eine Schwinge nach der anderen nach vorn gedrückt und treiben bezw. schnellen die Kulirplatinen und mit diesen den aufgelegten Faden zwischen die Stuhlnadeln e. Nach diesem wird die Platinenschachtel c C1 horizontal nach vorn geschoben, das Mühleisen c, dieser Barre erfafst sämmtliche noch zurückstehenden Vertheilungsplatinen a, und drückt selbige ebenfalls mit dem aufliegenden Faden nach vorn in die noch offen gelassenen Lücken zwischen den Stuhlnadeln. Die Röfselschienenbewegung erfolgt mittelst der bekannten Kulirbewegungsmechanismen von der Excenter- \velle G G, indem (s. Fig. 1 bis 3) das konische Räderpaar ö, s dem Kulirexcenter ax 5 die Hälfte der Umdrehungen voni?ic ertheilt; dieser giebt der Kulirschiene </,.> so viele geradlinige Bewegungen als Maschenreihen erzeugt werden und überträgt sie nach oben auf die Röfselschiene a6 durch die Zwischentheile: grofser Zug λ,,, Kulirhebel </,<,, kleiner Zug <?„, Traverse <78 und Klammer a-,.
Die Platinenbarre c mit Mühleisen ct (zusammen auch Platinenschachtei genannt) macht aufser einer vor- und rückwärtsgehenden Horizontalbewegung noch eine auf- und abwärtsgehende. Geht bei der Horizontalbewegung die Barre c in etwas gehobener Lage nach vorn, so schiebt das Mühleisen i\ die beim Kuliren zurückgebliebenen Vertheilungsplatinen <·;·, vor und veranlafst diese zum Vertheilen; haben dann die Stuhlnadelr. e die kulirte Schleifenreihe erfafst, so müssen sämmtliche Platinen a und ax zurück und es senkt sich daher die Platinenbarre ganz nach unten und zieht sämmtliche Platinen α und ax an ihren Haken zurück. Sobald die Platinen zurückgeschoben sind, hebt sich die Barre c mit C1 und macht die Platinen zum weiteren Kuliren frei.
Die Verticalbcwegung der Platinenbarre c geht von dem Excenter d% aus, Fig. 11, indem es durch Hebel d3 auf die Hebelwelle d, wirkt; auf letzterer befinden sich vier Hebelarme d, und wirken auf die vier verticalen Riegel d, von denen je einer in der Mitte eines Feldes a, β, γ und δ im hinteren Theile des Kopfes D geführt ist und auf welchem die Barre ruht. Abwärts gehen die Theile durch das eigene Gewicht, aufserdem zieht noch eine gewundene (in der Zeichnung nicht ersichtliche) Drahtfeder den Excenterhebel dj stets an seinen Excenter dt .
Die Horizontalbewegung der Platinenbarre geschieht durch die beiden Excenter C1 (Fig. ι ο und Fig. 1), welche auf der Excenterwelle G G in den Feldern β und γ befestigt sind. Die beiden zugehörigen Excenterhebel r5 mit ihren Rollen C0 wirken auf die Platinenschachtelwelle r4. Da nun die Platinenbarre für je zwei Felder α und β oder γ und δ aus einem Stück gefertigt ist, sind auf Welle ct vier Hebelarme C3 befestigt, deren zugehörige horizontale Arme C1 paarweise je eine Platinenbarre tragen.
Wenn nach erfolgtem Kiiliren die Kulirplatinen α durch das Röfschen und infolge der Wirkung der Federn und Schwingen bis an die Stellplatte α α gleichrnäfsig nach vorn gedrängt worden sind, müssen beim Vertheilen die Federn /1 und die Schwingen <73 ein Rückwärtsgehen der Kulirplatinen gestatten, weil die kulirten Fadenschlingen durch Vermehrung aufs Doppelte, und ohne mehr Faden zu bekommen, kürzer werden; weiter nnifs zum leichteren Zurückziehen sämmtlicher Platinen a und (T1 durch die Platinenbarre für einen Moment die Federwirkung ganz aufhören und nach diesem Vorgang wieder eintreten, damit die Schwinger! rückwärts wieder in einer Reihe an den Rückschlagstab l> l> gedrückt werden. Es sind daher, Fig. 4, 5 und 10, sämmtliche Federn h m Barren gefafst und auf der Federwelle /', befestigt, welche durch zwei gleiche und entsprechend geformte Excenter/;,, RollenA1 und Hebel b± zur geeigneten Bewegung veranlafst wird.
Zu 2. Die Stuhlnadeln e sind in der Nadelbarre <?, auf bekannte Art befestigt und besteht die Barre nicht in di-r ganzen Länge der Maschine aus einem Stück, sondern es hat aus später zu erläuternden Gründen jedes Feld seine eigene Barre. (Fig. 4, 5 und 6, Fig. 16 bis 2 c.) Dieselben erreichen beim Kitliren ihren höchsten Stand, sie sinken nach dem Vertheilen nach unten und ziehen die neu kulirten Maschen durch die Maschinennadeln und durch die alten Rtuhlmaschen hindurch,
bis sie beim tiefsten Stand die Maschen auf den Maschinennadeln anziehen; von da gehen sie in den zur gleichmäfsigen Ausarbeitung der Maschen nöthigen Geschwindigkeitsverhältnissen wieder nach aufwärts bis zum höchsten Stand, bei welchem das Kuliren aufs neue beginnt. Beim Abwärtsgehen müssen sich nun auch die Stuhlnadeln gleichzeitig nach hinten an den unteren Theil des Kopfes a2 drängen, um abgeprefst zu werden; aufwärts werden geeignete Horizontalbewegungen zur Ausarbeitung nöthig, und oben angekommen, müssen die Nadeln einen gewissen Abstand von den Platinen zur Bildung der richtigen Maschenlänge haben. Es ist- somit die Stuhlnadelbewegung aus einer verticalen und einer horizontalen combinirt.
Die Verticalbewegung, Fig. 15, 16 und 17, wird durch zwei Excenter, das Abschlagexcenter cc und das Gegenexcenter <■„ verursacht; ί·6 functionirt iür den Theil der Verticalbewegung, die später mit einem anderen Excenter e et für die Langreihe geändert wird, und et übernimmt den Theil der Bewegung, der sich stets gleich bleibt, Beide Excenter wirken auf die Stuhlnadelbarrenwelle e3, die vorn über den ganzen Stuhl gelagert ist. ee befindet sich zweimal, Fig. i, auf der Excenterwelle in Feld α und δ, und wirken zwei Hebel <?4 auf die Welle ^3. Vom Excenter ίβ ist nur ein Stück vorhanden und wirkt dessen Hebel e7 ziemlich in der Mitte der Maschine auf Welle e3.
In jedem Feld sind nun auf der Welle e3 je zwei horizontale Hebel- und Tragarme C1 befestigt, an deren Enden jedes Barrenstück 1?, in Scharnieren drehbar befestigt ist.
(Fig. 18, 19 und 20.) Die Horizontalbewegung der Barre ex wird dadurch erzielt, dafs man ihr um ihren Dreh- und Stützpunkt auf den Trägern e., eine schwingende Bewegung giebt und diese durch das Prefsexcenter/5 veranlafst. Zu diesem Zwecke haben die vier Barrenstücke <?, je in der Mitte einen nach abwärts gehenden Hebel /mit Handgriff/,; andererseits erstreckt sich die sogen. Prefswelle/j vorn über die ganze Länge des Stuhls, an welcher zwei Hebelarme /2 und zwei desgl. kürzere /e nach unten hängend befestigt sind; von letzteren hat jeder einen Einlagezapfen, in welche die Handhebel fx eingehakt werden. Die beiden Hebel/2 sind nach unten verlängert und übertragen die Bewegung des Prefsexcenters /5 auf das ganze penaelnde Hebelsystem und gleichzeitig auf die Stuhlnadeln.
Um die Waare lockerer oder fester zu machen, sind unten in den Hebeln /ä Stellschrauben angebracht, die an ein später zu beschreibendes Register ^4 anschlagen und je nach dessen Stellung die Stuhlnadeln beim Kuliren mehr oder weniger nahe an den Platinenkopf at bringen und die Maschen langer oder kürzer werden lassen.
Zu 3. (Fig. 4, 5, 6, 7, 12 und 13.) Die Maschinennadelbarre g, ist ebenfalls wieder für jedes Feld aus einem besonderen Stück hergestellt. Jedes Barrenstück hat zwei Scharnierarme gj, die einestheils auf der schwingenden Welle gx und anderenteils auf den verticalen Riegeln oder Barrenträgern // ihre Stütze finden, Die Barre mit den beiden Scharnierarmen kann iim die schwingende Welle gx gedreht werden, so dafs die- Maschinenbarre sich ganz nach vorn zurücklegen läfst und die Stuhlnadeln und Platinen ' frei und zugänglich gemacht werden können. Die seitliche Justirung auf der Welle ^1 erfolgt durch Stellringe.
Die vier kurzen schwingenden Wellen gx werden durch je zwei Schenkel g> von der gemeinschaftlichen Maschinenwelle ,^0 getragen.
Die zur Stuhlnadelbewegung in genauer Beziehung stehende Bewegung der Maschinennadelbarre ist nun ebenfalls wieder aus einer horizontalen und einer verticalen Bewegung zusammengesetzt.
Die Horizontalbewegung fuhrt die Maschinennadeln bis tief unter die Nase von a2, führt sie dann beim Abpressen in einer der Ausarbeitung der Maschen entsprechenden Geschwindigkeit unter a% hervor bis zum weitesten Stand nach vorn, so weit es der Maschenlänge entspricht, von wo eine neue Bewegung unter den Kopf a., erfolgt und ein neues Kuliren, Maschenbilden und Ausarbeiten stattfinden kann.
Der Theil dieser Bewegung unter der Nase «2 ist nun aus später zu erläuternden Gründen variabel und von anderen Excentern abhängig zu machen; es ist deshalb ein besonderes Excenter gB angeordnet. Die bleibende Bewegung erfolgt durch das Excenter ^10- Vom Excenter ^"8 sind zwei Stück und von gt 0 nur eins auf der Welle G G befestigt, wie Fig. 1 zeigt. Zu gz gehören die beiden Hebel g7 und zu ^10 der Hebel g<> (s. Fig. 12); alle drei sind auf der Maschinenwelle g0 befestigt. Wie aus Fig. 12 ersichtlich, drängt der Federhebel-^', die Hebel ^7 und g<> an ihre Excenter gs und ^10 zu und die Maschinennadelbarren nach dem Kopf a., hin.
Der Verticalbewegung, Fig. 4, 6, 9, 12 und 13, der Maschinennadelbarren fällt nur das Pressen der Maschinennadeln zu, indem sie deren Spitzen an die Nase von at drückt. Die Bewegung bleibt sich in allen Fälien und für die Barren aller Felder gleich und sind daher alle fünf verticalen Auflageriegel //, auf welchen die Barren ruhen, auf eine gemeinschaftliche, durch den ganzen Stuhl gehende, vertical bewegliche Prefsschiene //, gestellt. Diese Prefsschiene /·, ist genau abgehobelt und wird an der vorderen ebenfalls gehobelten Fläche des Kopfträgers D geführt.
Die hebende Bewegung wird durch drei auf G G befestigte Excenter h c hervorgebracht und wird die Uebertragung durch die Excenterhebel /ι-, und die Stäbe A3 bewerkstelligt. Abwärts werden alle Theile durch das Eigengewicht gezogen.
Zu 4. Wie sich aus der Beschreibung zu 2 und 3 crgiebt, steht die untere Kante des
Kopfes rf», Fig. 4, etwas vor und ist mit einer Nase versehen, welche als gemeinsame Presse beider Nadelsysteme fungirt. Die Art der Anwendung geht aus 2 und 3 hervor.
Zu 5. Der Abschlag mit seinen Platinen, Fig. 4 und 6, besteht aus dem aus Rothgufs gefertigten Abschlagkörper oder Winkel i\, in welchen die aus Stahlblech bestehenden Abschlagplatinen i eingesetzt sind. Letztere haben genau die Theilung der Nadeln und wird in jedem Zwischenraum eine Stuhlnadel genau und entsprechend leicht geführt. Der Abschlagkörper /, bildet mit den drei Führungsriegeln I1 und der unteren Verbindungsschiene 4 ein festes zusammengenietetes Rahmenstück, welches in der auf der Zeichnung ersichtlichen Weise durch drei Klammern t\ mit der Stuhlnadelbarre et so verbunden ist, dafs er auf- und abwärts verschoben werden kann. Zur besseren Führung sind die drei Führungsriegel it in gehobelte Vertiefungen der Stuhlnadelbarre et eingelassen. An den Enden von i3 sind die beiden Stellschrauben /5 angebracht, auf welchen der ganze Abschlagmechanismus seinen Stützpunkt findet und nach der Höhenrichtung leicht justirt werden kann. Die Stellschrauben 4 ruhen auf den Führungswinkeln /42, von welchen sich auf jeder Gestellwand einer befindet. Wie Fig. 5 zeigt, wird der Abschlag an den Enden noch durch je eine Feder 4 nach abwärts gedrückt, wodurch er wesentlich gegen Vibrationen geschützt wird Da nun die Abschlagplatinen i stets in nächster und geeigneter Nähe von beiden Nadelsystemen sein sollen, ist es klar, dafs diese Construction dem entspricht; denn der Abschlag folgt den schwingenden Bewegungen der Stuhlnadelbarre vollständig, unbeeinflufst von ihren Verticalbewegungen. Alles wird ohne besondere Bewegungsmechanismen für den Abschlag erreicht, da er an die Stuhlnadelbarre gekuppelt ist. Die Stuhlnadelbarre jedes einzelnen Feldes hat ihren besonderen Anschlag.
Zu 6. Das Abschlagblech k, Fig. 4, 5, 7 und 14, welchem das Abschlagen der Waare zufällt und das unmittelbar unter den Maschinennadeln placirt sein mufs, ist wie der Abschlag leicht verschiebbar an die Maschinenbarre gt gekuppelt. Wie aus Fig. 4, 5 und 7 ersichtlich, bildet das Abschlagblech k mit den beiden Riegeln kx und dem Verbindungsstab k2 einen festen Rahmen; die Riegel £, liegen über der Maschinenbarre gt in eingeschalteten Führungsnuthen, sind durch die im Grundrifs Fig. 7 sichtbaren Klammern gehalten und an den vorderen Enden an der unteren Seite mit dem Abschlagblech k verlöthet. Die Bewegung in der Richtung nach den Nadelspitzen hin erfolgt durch zwei Druckhebel kt, Fig. 14, die mittelst einer Stellschraube auf den Verbindungsstab k2 wirken. Von den Druckhebeln kt sind in jedem Feld zwei auf der längs der ganzen Maschine gelagerten Blechwelle /£5 befestigt, welch letztere in der aus Fig. 14 ersichtlichen Weise durch Hebel i6 und Excenter k- bewegt wird. Wie Fig. 1 zeigt, ist dieser Excenterantrieb einmal in Feld β und einmal in Feld γ angebracht. Den Rückgang des Abschlagrahmens veranlafst stets die Rückschlagfeder A,.
Zu 7. (Fig. i, 2, 29 und 32.) Die Spulen /, werden aufpassende Spindeln aufgesteckt, welche auf drei Tragschienen / befestigt sind; letztere ruhen auf den vier Wandgestellver'ängerungen B und B1 und bilden mit diesen das Spulengestell. Der Faden wird beim Kuliren von der konischen Spitze der Spulen abgezogen, geht über die Fadenträger l% durch den sogen. Fadenspanner k bis Z12 in die Fadenführer mt und m3, durch welche das Auflegen auf die Platinen erfolgt.
Beim Führen des Fadens über die Platinen soll der Faden beim Kuliren leicht gehen, darauf aber soll er während des Vertheilens und beim Maschenausarbeiten, ohne zu reifsen, gehalten werden, und ist zu diesem Behufe der Fadenspanner 4 bis /, % angebracht. Die Fäden gehen durch die oberen und unteren Oesen der Fadenspannfedern /„, die auf der Spann welle 4 angeschraubt sind. Die Spannwelle lagert in den Ansätzen 4 und ist mit fünf Federhebeln 4 ausgerüstet. Die Federhebel 4 haben unten Schlitze mit Stellschrauben; durch die Schlitze ist die Anschlagschiene I1 gesteckt und hat je nach dem Stand der Stellschrauben in den Schlitzen mehr oder weniger Platz. Die an 4 befestigten Federn sind über denselben hingebogen, gehen dann abwärts seitlich nach unten und drücken die Schiene/7 da an die Federn 4, wo sich der durchgehende Faden befindet. Wird nun (s. auch Fig. 14) durch das Excenter /, 2, Doppelhebci Z1 1, Zugstange /, 0 und den Hebel 4 das ganze System nach vorn gedrückt, so geht die Schiene /, nach oben, ihre eigene Schwere kommt zur Wirkung und sie drückt auf die einzelnen Fäden. Bei umgekehrtem Zug kommt die Schwere leicht zur Wirkung; /, schlägt an die Lager 4 an und läfst den Faden frei. Das Excenter ist entsprechend geformt und auf der Welle G G so befestigt, dafs die Fadenspannung zur richtigen Zeit eintritt.
Die Fadenführer /»2 und m2 sind von ganz besonderer Wichtigkeit, indem sie den Faden nicht allein^ präcis und an bestimmter Stelle aufzulegen haben, sondern ihm auch eine solche Führung geben müssen, die ihm bei ganz gelindem Zug leichten Durchgang gestattet, ohne dafs er überlaufen und Schlingen oder Schleudern bilden kann. Wie aus Fig. 1 und 2, sowie Fig. 29 bis 33 ersichtlich, sind über dem ganzen Stuhl drei Reihen Fadenführer angebracht, so dafs für jeden Nadelkopf drei Fadenfuhrer vorhanden sind. Es kann also mit drei verschiedenen Garnstärken und auch mit drei verschiedenen Farben nach einander kulirt werden, je nachdem die eine oder die andere Fadenführerstange »/, bewegt wird. Der Fadenführerwechsel wird durch den Changir-Apparat hervorgebracht und soll mit diesem beschrieben werden. Es wird daher hier nur eine Stange w,
ins Auge gefafst. Diese ist in fünf Trägern m gelagert und wird der Kulirbewegung entsprechend bewegt, indem die Traverse aa die Mitnehmerstange ;>*,0 hin- und herzieht (s. auch Fig. 25). Auf Wi0 ist das Miöiehmerböckchen #/9 befestigt, welches an der vorderen verticalen Fläche die beiden beweglichen Klinken m% trägt. Die Klinken w„ fallen abwechselnd in den Mitnehmerschuh M5, der auf der runden verschiebbaren Stange we befestigt und von ihr getragen wird. Ein a.n ηιΛ befindlicher Nocken greift in einen auf der Stange mx befestigten Frosch mt und schiebt Stange »/, der Kulirbewegung entsprechend hin und her. Die Länge der Bewegung wird durch die Aushebenocken m-, begrenzt, welche die Wirkung der Klinken mt aufheben und die beliebig verstellbar sind. Die wichtigsten Fadenführer auf den beiden vorderen Stangen W1 sind nun wie in Fig. 4 construirt. Der Faden geht durch die obere Oese von «2 in die obere von m3, von da ab abwärts schräg durch den Schlitz von *»3 zwischen beide Bleche und tritt schräg durch den Schlitz von m., auf die andere Seite, dann in die untere Oese von »zä und kommt zum Auflegen und Kuliren. Die gegenseitige Stellung von m% und m3 ist so gewählt, dafs der Faden die vier Kanten 1, 2 3 und 4 streifen bezw. ganz nahe an denselben vorbeigehen mufs und gezwungen ist, die ganze Länge der Schlitze zu durchlaufen.
Damit die Fadenführerstangen /H1 nach jedem Zug keine rückgängige Bewegung machen, ist eine Sicherung, aus den Theilen η bis «5 bestehend, angebracht. An jeder Seite des Stuhles, Fig. i, 2 und 14, ist ein Sicherungshebel η auf dem Drehzapfen H1 befestigt; η ist durch die Zugstange n3 mit dem Excenterhebel «4 verbunden und wird durch das Excenter «5 bei Beginn des Kulirens gehoben und darauf gesenkt ; an jeder Seite von W1 sind die Nocken n2 fest aber verstellbar angeschraubt, welchen die Hebel η als Anschlag dienen und welche nicht eher zurückgehen können, bis letztere gehoben werden.
Die Excenterhebel «4 sind lose auf die Maschincnprefswelle /ih gesteckt.
Zu 8. (Fig. ι und 2.) Die Kulirwaarenstreifen werden zwischen Abschlag i und Abschlagblech k etwas schräg nach vorn abgeführt, sie gehen über die Waarenrolle ο abwärts auf die Waarenwelle ö,, welche in der ganzen Länge der Maschen vorn am Stuhle gelagert ist, und werden auf dieser aufgewickelt.
Damit die Waare nicht zurückgeht und stets angezogen wird, ist die Waarenwelle auf einer Seite mit Handrad und Sperrrad versehen, mittelst deren man die Waare durch die Hand aufwickeln und gegen das Zurückgehen schützen kann. Handrad, Sperrrad und Sperrklinke sind der Einfachheit wegen auf der Zeichnung nicht angegeben. Da die Waare stets gleichmäfsig anzuziehen ist, sind unten in je zwei Streifen die ..Gewichtsrollen ob gelegt, deren Gewicht dem gewünschten Zug entspricht.
Zu 9. Würde der Stuhl nur in eier vorstehend beschriebenen Anordnung bestehen, so könnte man nur Waaren in fortlaufenden gleichmäfsigen Streifen fabriciren, was aber sehr selten der Fall ist; man will im Gegentheil die Waarenstreifen aus an einander gereihten, gleichmäfsigen Mustern haben, von denen jedes Stück abgetrennt ein Waarenstück für sich ist; z. B. die Strumpfränder, an welche man auf andere Maschinen die Strumpflängen und die Füfse anwirkt.
Sollen diese an einander gereihten Strumpfränder hergestellt werden, so mufs der Stuhl selbsttätig gewisse Aenderungen im Waarengebilde erzeugen, die sich vegelmäfsig in jeder Randlänge wiederholen, und zwar in folgender Reihenfolge:
1. die aus einem dünneren Garn erzeugte Schneidreihe und eine gleich dünne Reihe zum Beginn des Doppelrandes;
2. der aus umgekippter Rechts- und Linkswaare bestehende Doppelrand;
3. die gewöhnliche Rechts- und Rechtswaare in der ganzen Länge des Strumpfrandes;
4. die Langreihe, welche zum leichteren Aufstofsen längere Maschen hat;
5. der schmale Streifen gewöhnlicher Rechtsund Rechtswaare, welcher die Maschen der Lang- oder Aufstofsreihe schützt und nach dem Aufstofsen wieder aufgezogen wird, und
6. etwaige noch andere Abwechselungen in der Garnfarbe und Garnstärke.
Um diese periodischen Aenderungen der Beschaffenheit der Waare zu erzielen, ist es nur nöthig, durch einen besonderen Apparat und in einer gewissen Reihenfolge die Bewegung der Erzeugungswerkzeuge zu modificiren.
Dieser sogen. Changir - Apparat, Fig. 1 und 21 bis 28, besteht aus der Changirscheibe /, die auf dem Zapfen /, leicht drehbar aufgesteckt ist. Am Umfang hat die Scheibe ρ einen gröfseren Sperrradkranz p.z mit grober Theilung und einen kleineren p3 mit feinerer Theilung. In die Sperrzähne von /2 und /3 greifen die beiden Sperrklinken ρχ und pb ein, die ihrerseits gemeinschaftlich auf dem Klinkenhebel ^6 in geeigneter und in Fig. 21, 26, 27 und 28 dargestellter Weise gehalten sind. Der Klinkenhebel/6 ist auf dem Drehzapfen/, festgekeilt und empfängt durch Hebel /a und Wechselexcenter pa seine Schubbewegung, die sich bei jeder Umdrehung von G G wiederholt und gleich der Zahl der Maschenreihen ist. Der grofse Radkranz p% hat nun 62 Sperrzähne und der kleinep3 124 Zähne, und ist es leicht ersichtlich, dafs so lange die grofse Sperrklinke /4 wirkt, die kleine /ä aufser Wirksamkeit ist; es wird also die schnellste Umdrehung von / alle 62 Maschenreihen stattfinden können. Um aber eine beliebig einzustellende Zahl von Maschenreihen bei einem Umgang der Changixscheibe zu erreichen, kann man die grofsen
Sperrradzähne /4 ganz oder theilweise an beliebiger Stelle des Umfanges durch die Deckplatten /10 decken, wodurch dann an solchen gedeckten Stellen die Klinke /« so lange abgleitet, bis Klinke /s bei einer Fortrückung von y,S4 des Umganges per Maschenreihe die Deckplatten an />i vorbeigeführt hat, worauf dann die grofse Schaltung wieder wirkt. Soll diese Schaltung noch kleiner werden, so wird hierzu das in nächster Nähe befindliche eine Ende der Röfselschiene as verwendet, indem das bei jeder zweiten Maschenreihe heraustretende Ende von <7G mit seiner Schräge den angebrachten Doppelhebel /,, oben nach rückwärts drückt. Der untere Arm von/,, erfafst dabei den nach aufwärts stehenden Abschlagarm von Klinke/5 und setzt selbe bei jeder zweiten Maschenreihe aufser Thätigkeit.
Durch diese Construction ist ein sehr variabler Schaltcyklus erreicht und kann man je nach Bedarf eine gröfsere oder kleinere Zahl von Maschenreihen geben, aufserdem kann an den verschiedensten Stellen des Changirscheiben-Umfanges die Fortrückung kleiner oder gröfser werden.
Der Changir-Apparat kommt nun so zur Anwendung, dafs er sich während der Fabrikation eines Strumpfrandes einmal dreht; also von Schneidreihe bis wieder Schneidreihe eine Umdrehung macht.
So lange nun bei diesem Vorgang an dem Strumpfrand die gewöhnliche Rechts- und Rechtswaare ohne Farben oder Garnwechsel gewirkt wird, ist die Scheibe nicht in Function, sind aber an den betreffenden Stellen die verschiedenen und schon erwähnten Aenderungen im Kulirgebilde zu machen, so treten die Nocken q und r, der Einschnitt q q und die Steig- und Fallplatten s und S1 in Thätigkeit, welche so gestellt sind, dafs sie zur rechten Zeit auf besondere Neuerungsmechanismen wirken, die die Werkzeuge zu einem anderen gegenseitigen Zusammenarbeiten zwingen und die Aenderung der Waarenbildung veranlassen.
Die Einwirkungen des Changir-Apparates auf die Werkzeuge, welche unter ι bis 6 aufgeführt wurden, lassen sich zusammenfassen in:
A. die zu ändernde Bewegung der Stühlnsdelbarre: i. die horizontale schwingende und 2. die verticaie Bewegung;
B. die zu ändernde Bewegung der Maschinennadelbarre in horizontaler Richtung, und
C. den Fadenführerwechsel.
Zu A. Zur Aenderung der horizontal schwingenden Bewegung der Maschinennadelbarre wirkt die Nocke q auf die am Changirhebel ql gesteckte Rolle g2, Fig. 23, 18, 19 und 20. Die durch eine Spiralfeder stets nach der Changirscheibe gezogene Changirschiene q3 wird um die Stärke d des Nockens q nach links verschoben, so dafs das Register ^4 in die Stellung der Fig. 19 und 20 kommt. Der sogen. Langreiheneinleger qh legt sich zwischen die Excenterrolle f3 und das Langreihenexcenter ff.
Die Excenterhebel/j werden hierdurch nach vorn gedrängt und die Stuhlnadeln mehr nach den Platinen, wodurch ein tieferes Kuliren und die Bildung einer Langreihe stattfindet. Eine weitere Drehung der Changirscheibe / bringt den zweiten stärkeren Theil β von q zur Wirkung. Die Changirschiene q3 geht noch weiter nach links, der Langreiheneinleger q$ tritt aufser Wirkung, indem er zwischen die Excenter/5 und // zu liegen kommt, und das gewöhnliche Excenter /6 kommt wieder zur Wirkung. Dagegen tritt aber in der Verticalbewegung der Stuhlnadeln eine Aenderung ein, indem, wie Fig. 15, 16 und 17 zeigt, der Mitnehmer q6 die Reserveexcenterrolle e e auf das Langreihenexcenter für Verticalbewegung ee, geschoben hat. An Stelle des Excenters et wirkt nun Excenter e <r,, wodurch die Stuhlnadeln etwas tiefer nach unten der vorhin kulirten Langreihe entsprechend bewegt werden, diese anzieht und gegen das Herabfallen von den Maschinennadeln schützt. Darauf, wenn die Changirscheibe / einen weiteren Weg zurückgelegt hat, kommt der Nocken q aufser Wirksamkeit, die Changirschiene q3 mit Register qt geht rasch zurück in die Stellung, bei welcher gewöhnliche Rechts- und Rechtswaare gewirkt wird, also die Rolle q.t am glatten Rand der Changirscheibe / liegt.
Zur Bildung der Kurzreihen oder Rechtsund Linkswaare ist der glatte Rand der Changirscheibe / mit einem Einschnitt q q an der betreffenden Stelle des Umfanges versehen; correspondirt dieser Einschnitt mit der Rolle q2, so geht die Changirschiene q3 noch weiter nach rechts, der justirbare kleine Riegel des Registers qx kommt mit der Stellschraube des Excenterhebelsyi in Berührung, dieser ist weiter zurückgestellt, _/2 rückt näher nach dem Innern des Stuhles und oben die Nadeln weiter von den Platinen ab, wodurch ein weniger tiefes Kuliren für die Reihen der Rechts- und Linkswaare stattfindet, bis der Einschnitt q q die Rolle q<L passirt hat.
Zu B, Fig. 22, 23 und 24 und Fig. 12. Zur Aenderung der Bewegung der Maschinennadelbarre dient der im Innern der Changirsdieibe / angebrachte Nocken r, der in den Lagerpjmen ra verschiebbare Changirstab r, und der Ausrückhebel rit welcher mit den freien Enden in einer eingedrehten Nuth der Excenterrolle g g ruht. Der Changirstab r, wird durch eine Spiralfeder stets nach der inneren Fläche der Scheibe / gezogen, so dafs die Rolle g g mit dem Excenter für gewöhnliche Rechts- und Rechtswaare arbeitet. Abhängig von dem Einschnitt q q ist nun an betreffender Stelle die Nocke r angeschraubt und schiebt zuerst mit ihrem schwachen Theil die Rolle gg auf das für die Doppelreihe -bestimmte Excenter ggx, wodurch die Maschinennadeln wohl noch die neue Maschenreihe (die zweite Reihe) mitnehmen, diese aber nicht abgeprefst werden j und die alte Reihe mit aufliegen lassen. Für
die nächst kommende Reihe ist der stärkere Theil von Nocke r zur Wirksamkeit gekommen, der Stab >\ ist noch weiter nach links gedrängt und die Rolle g g kommt mit dem für kurze Reihe bestimmten Excenter g g, in Berührung, die Maschinennadeln werden hierdurch noch schneller zurückgezogen und kommen weder zum Abpressen, noch zum Aufnehmen der neuen Maschenreihen; die Stuhlnadeln arbeiten allein und fertigen den kleinen Streifen Rechts- und T ,inkswaare, dessen Breite sich nach der Länge des starken Theils der Nocke /· richtet. Sobald Nocke /· aufser Wirksamkeit kommt, schnellt /·,, r3 und ^r^r in die frühere normale Stellung zurück, die Maschinennadeln nehmen die neue Maschenreihe wieder auf, werden abgeprefst und die abgeschlagene und eingewirkte Doppelreihe bildet mit dem eingekippten (doppeltgelegten) Streifen der Rechtsund Linkswaare den Doppelrand oder Anfang des Strumpfrandes.
Zu C. Für den Fadenführerwechsel sind Spulgestell und Fadenführer mehrfach, an diesem Stuhl dreifach, angeordnet, so dafs auf jeden Werkzeugkopf oder Waarenstreifen mehrere, hier drei Spulen und demzufolge auch Fadenführer kommen. Wie aus Fig. ι und 2, sowie Fig. 21, 22 und 25 und Fig. 29 ersichtlich, ist für jede Spulen- oder Fadenreihe eine besondere Fadenfiihrerstange mx angebracht, von denen jede so viele Fadenführer nu m3 hat, als am Stuhl Waarenstreifen hergestellt werden sollen.
Um nun den Faden von der einen oder der anderen Spulenreihe zu entnehmen, z, B. mit einem dünnen Faden zur Schneidreihe zu kuliren, ist es nur nöthig, vor Beginn der Kulirbewegung. der Stange mA und mit dieser dem Schuh mit Nocke »th eine kleine Drehung nach vor- oder rückwärts zu geben, so dafs der Nocken auf m5 den Frosch ?«, der vorderen, mittleren oder hinteren Fadenführerstange »i, erfafst. Zu dieser Verrichtung dient die Changirscheibe /, indem, Fig. 21, 22 und 25, auf der runden Schiene m6 ein Hebel i5 befestigt ist, der durch die Steig- und Fallplatten j? und st auf der Changirscheibe ρ und durch die Theile ί2, ί3 und Si gehoben oder gesenkt wird. Kommt die Rollen auf die blofse Scheibe/ zu liegen, so wird mit der hinteren Fadenreihe kulirt, liegt ia auf den Platten s, so wird mit der mittleren Fadenreihe kulirt, und liegt sx auf den hohen Steigplatten i,, so kommt die vordere Fadenreihe zur Verwendung. Man kann auf
! diese Weise beliebig, je nach dem Aufstecken von mehr oder weniger Steig- und Fallplatten und je nach einer besonderen Einstellung am
j Umfang der Scheibe /, das eine oder andere
Spulensystem, während einer Umdrehung der j Changirscheibe zürn Kuliren verwenden. Die Garne der Spulensysteme können bezüglich der
Farben oder Stärken verschieden sein, auch
ι kann sich die Zahl der Einzelfäden ändern.
Noch ist die aus Fig. 21 ersichtliche Glocke /, am Zapfen des Doppelhebels /,, befestigt, zu erwähnen; dieselbe ist dazu bestimmt, den Arbeiter auf diejenigen Stellen der AVaare aufmerksam zu machen, bei welchen eine gröfsere Aufmerksamkeit nöthig ist. Am Umfange der Scheibe ρ werden an geeigneten Stellen Nocken angeschraubt, die beim Vorbeigehen den Hammer heben, der mittelst Federdruck auf die Glocke schlägt.

Claims (8)

Patent-Ansprüche:
1. Die in Zeichnung und Beschreibung dargestellte Abänderung des Cottoh-Wirkstuhles.
2. Der an der Maschine befindliche Kopfträger D:
a) als Hauptträger eines grofsen Theils der Werkzeuge und gleichzeitig ein Haupttheil vom Gerippe der Maschine;
b) als Träger mit besonderer Anordnung der Schwingen.
3. Die Theilung der Maschine in mehrere Felder oder Abtheilungen, dafs auf ein und demselben Stuhl gleichzeitig in den verschiedenen Feldern verschiedene Waaren insofern fabricirt werden können, als sie in den Garnstärken verschieden sind.
4. Die eigenthümliche neue Construction des Abschlags.
5. Die Sperrklinken-Construction mit Abschlag durch die Röfselschiene,
6. Die zur Bewegungsänderung der Stuhlnadelbarre e dienenden Hül fs-Apparate und die hierdurch ermöglichte einfachste Changireinwirkung:
a) für die Horizontalbewegung;
b) für die Verticalbewegung.
j
7. Desgleichen für die Maschinennadelbarre g, .
!
8. Der verbesserte Fadenführer.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen.
DENDAT4585D Einrichtung der Wirkmaschine von Cotton zur Herstellung von Rechts- uud Rechtsvvaare Active DE4585C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2795122A (en) * 1954-06-29 1957-06-11 Howie Kenneth Full fashioned knitting machine
DE1165194B (de) * 1956-11-24 1964-03-12 Cotton Ltd W Flache Kulierwirkmaschine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2795122A (en) * 1954-06-29 1957-06-11 Howie Kenneth Full fashioned knitting machine
DE1165194B (de) * 1956-11-24 1964-03-12 Cotton Ltd W Flache Kulierwirkmaschine

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