[go: up one dir, main page]

DE456024C - Aufloesevorrichtung an Walzenstuehlen - Google Patents

Aufloesevorrichtung an Walzenstuehlen

Info

Publication number
DE456024C
DE456024C DEH109923D DEH0109923D DE456024C DE 456024 C DE456024 C DE 456024C DE H109923 D DEH109923 D DE H109923D DE H0109923 D DEH0109923 D DE H0109923D DE 456024 C DE456024 C DE 456024C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
roller
corrugation
dissolving device
grist
gap
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH109923D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ROBERT HEIDRICH
Original Assignee
ROBERT HEIDRICH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ROBERT HEIDRICH filed Critical ROBERT HEIDRICH
Priority to DEH109923D priority Critical patent/DE456024C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE456024C publication Critical patent/DE456024C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C4/00Crushing or disintegrating by roller mills
    • B02C4/28Details
    • B02C4/40Detachers, e.g. scrapers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Crushing And Grinding (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung an Walzenstühlen, die dazu dient, das durch den Druck der Walzen plättchenförmig zusammengepreßte Mahlgut wieder zu lockern und aufzulösen, damit es dann dem Sicht- und Putzprozeß mit Erfolg unterworfen werden kann.
Dieses Lockern und Zerdrücken der Plättchen hat man bei Walzenstühlen unter anderem durch Anbringung eines Staubrettes an dem Austrittsspalt des Walzenpaares erstrebt. Dieses Staubrett hält mit einer an seiner uuteren Seite angebrachten Bürste das Mahlgut auf und bringt es an seiner schrägen Ab-Schluß wand zum allmählichen Steigen; das keilförmig eingedämmte Mahlgut wird hierbei gezwungen, einen zwischen der Oberwalze und dem Staubrett gelassenen Spalt zu passieren, und rutscht dann auf dem über die Walze hinaus verlängerten Brett weiter, um dann über seine Oberkante abzulaufen. Hierbei ist zu beobachten, daß die lockernde und zerbröckelnde Wirkung der geriffelten Oberwake nur auf einen geringen Teil des Mahlgutes ausgeübt wird, und zwar nur so weit, wie die Walze das Gut erfaßt. Außerhalb des Wirkungsbereiches der Walze erfährt das Mahlgut zum größten Teil eine starke Zusammenpressung.
Durch diesen Druck, der an der Annäherung von Walze und Brett am größten ist, wird das Mahlgut warm, was eine Auflösung des Klebers und den Verlust der Backfähigkeit zur Folge hat. Zu der Erwärmung des Mahlgutes trägt in der Hauptsache der Umstand bei, daß es in dem Stauwinkel zwischen den beiden Walzen zu lange festgehalten wird. Die lockernde Wirkung der Oberwalze erstreckt sich also nur auf einen geringen Teil des hochsteigenden Gutes, während der größte Teil desselben in zusammengedrücktem, erwärmtem Zustand und mehr verschlechtert als verbessert diese Einrichtung passiert.
Demgegenüber bezweckt die vorliegende Erfindung, daß das Mahlgut in seiner ganzen Masse auf schnellstem Wege zur Lockerung und Auflösung gelangt und dabei keine Pressung erfährt. Dieser Zweck wird dadurch erreicht, daß das nahezu tangential zur Oberwalze gerichtete Führungsbrett kurz vor der Berührung oder dem Schnitt mit der Oberwalze zu Ende ist, so daß der von Oberkante des Brettes und Walzenfläche gebildete Spalt einen freien Austritt des Gutes gestattet. Mit diesem niedrigen Führungsbrett wirkt nach der Erfindung eine mit Borsten besetzte Walze zusammen, die das Mahlgut aus einer an die Brettoberkante sich anschließenden Auffangmulde aufnimmt, gegen die Oberwalze schleudert, zwischen Walzenriffelung und Walzenborsten durchgehen läßt und schließlich zentrifugal abschleudert. Durch diese Arbeitsfolge wird das Detachieren, d. h. das Zerdrücken der Plättchen, das beim Durchtritt durch den außen freien Spalt zwisehen Walze und Brett beginnt, aufs vollkommenste durchgeführt, so daß sich eine höhere Ausbeute als bisher und als Endprodukt ein
helleres Mehl von gleichbleibender Qualität ergibt.
Die neue Auflösevorrichtung zeichnet sich ferner dadurch aus, daß die Borstenbüschel der Bürstenwalze in spiralig gewundenen Reihen angeordnet sind, die in die Riffelung der Oberwalze eingreifen, so daß die Bürstenwalze von der Oberwalze in Drehung versetzt wird, wobei die in der Oberwalzenriffelung
ίο sich festsetzenden Fremdkörper seitlich herausgebürstet werden. Insbesondere sind hier die Knoblauchzwiebelchen zu erwähnen, die bei der Reinigung nicht abzusondern sind, sondern bisher mit dem Mahlgut durch die Walzenstühle gehen und sich in der Riffelung festsetzen und letztere verschmieren. Insbesondere die Oberwalze setzt bisher erfahrungsgemäß den meisten Knoblauch an und muß jedesmal nach einem Durchgang von 200 bis 300 Zentnern Getreide gewaschen werden, wobei eine Wurzelbürste zur Reinigung der Riffelung zu Hilfe genommen werden muß.
Diese Reinigung erübrigt sich im vorliegenden Falle, da die Bürstenwalze die obere Riffeiwalze sauber hält.
Die Vorteile der neuen Auflösevorrichtung sind zusammengefaßt folgende:
1. Vollständige Auflösung des plättchenförmigen Mahlgutes auf kürzestem Wege.
Dasselbe bleibt kalt.
2. Erhebliche Mehrausbeute an Mehl und als Endprodukt bei dieser Vorrichtung ein lockeres, helleres Mahlgut als bisher.
3. Eine Passage wird gespart. Man kommt bei Roggenmehl mit vier Schrotungen aus.
4. Automatisches Sauberhalten der oberen Riffelwalze durch die Bürstenwalze. Bürsten und sonstige Reinigungsmittel werden überflüssig. Längere Haltbarkeit der Riffelung der Oberwalze.
Auf der Zeichnung ist die neue Auflösevorrichtung in beispielsweiser Ausführung mit ihrer Befestigung im Walzenstuhl veranschaulicht.
Abb. ι zeigt die neue Vorrichtung von vorn gesehen;
Abb. 2 ist ein lotrechter Schnitt nach der Linie I-I in Abb. 1;
Abb. 3 zeigt im Schnitt das Zusammenwirken der neuen Vorrichtung mit den beiden Riffelwalzen eines Walzenstuhles;
Abb. 4 zeigt die Abwicklung der Bürstenwalze.
Der keilförmige Spalt α an der Austrittsseite der beiden Riffelwalzen b und c wird vorn durch ein niedriges Brett d abgeschlossen, das zur Oberwalze b nahezu tangential gerichtet ist und mit seiner unteren Kante e sich möglichst dicht an die Unterwalze c anlegt, um das von letzterer mitgenommene Mahlgut in dem Raum α festzuhalten und aufzustauen. Das Brett d reicht mit seiner etwas zugespitzten Oberkante f nicht ganz an die Oberwalze b heran und läßt einen Spalt g frei, durch den das in dem Raum α emporsteigende Mahlgut nach außen entweichen kann. Dasselbe wird beim Austritt aus dem Spalt g durch eine Blechmulde h aufgefangen, in der eine mit Borstenbüscheln i besetzte Walze k arbeitet. Diese Walze dreht sich entgegengesetzt zu der Oberwalze b und ist in den beiden federnden Haltern I drehbar gelagert. Die Bürstenwalze k ist so eingestellt, daß sie in die Riffelung der Oberwalze b eingreift und so von letzterer mitgenommen wird. Die Bürstenwalze wirft bei ihrer schnellen Umdrehung das Mahlgut gegen die Oberwalze, läßt es zwischen Riffelung und Walzenborsten durchgehen und schleudert es schließlich in völlig lockerem Zustand zentrifugal ab.
Wie Abb. 4 zeigt, stehen die Borstenbüschel in schraubenförmigen Windungen in dem Walzenkörper k, wodurch gerade das scharfe Ausbürsten der Walzenriffelung in achsialer Richtung nach außen zu bewirkt wird. Hierbei werden die in der Oberwalzenriffelung sich festsetzenden Fremdkörper (Knoblauch u. dgl.) seitlich herausgebürstet, so daß die ,Oberwalze. stets in sauber ein, leistungsfähigem Zustand gehalten wird.
Die neue Auflösevorrichtung ist in dem Walzenstuhl verstellbar angeordnet, indem das Brett d mittels der Flügelmuttern m in Schlitzen η der beiden seitlichen Winkel 0 festgestellt werden kann.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Auflösevorrichtung an Walzenstühlen, dadurch gekennzeichnet, daß mit einer zur Oberwalze (b) nahezu tangential gerichteten, aber kurz vor der Berührung oder dem Schnitt mit der Oberwalze endigenden und einen Spalt frei lassenden Führungsbahn (d) eine das austretende Mahlgut erfassende, mit der Oberwalze zusammenwirkende Abnahme- und Auflösewalze (k) federnd nachgiebig verbunden ist.
2. Auflösevorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine sich an die Oberkante (/) des Führungsbrettes (ß) anschließende, die Walze (k) auf ihrem unteren Teil umgebende Mulde [K), die das durch .den Spalt [g) austretende Mahlgut auffängt, so daß es von sich drehender, mit Borsten versehener Walze (Ji) aufgenommen werden kann, die ihrerseits das Mahlgut gegen die Oberwalze [b) schleudert und es beim Durchgang zwisehen Walzenriffelung und Walzenborsten einer weiteren Lockerung und Auflösung
unterwirft und dann zentrifugal fort- Riffelung der Oberwalze (b) eingreifen,
schleudert. so daß die Walze (k) von der Walze (b)
3. Auflösevorrichtung nach Anspruch 1, in Drehung versetzt wird, wobei die in der
dadurch gekennzeichnet, daß die Borsten- Riffelung sich festsetzenden Fremdkörper
büschel der Walze (k) in spiralig gewun- (Knoblauch u. dgl.) seitlich herausge-
denen Reihen angeordnet sind, die in die bürstet werden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
feEttLTN. CEDIiUCKT IN ÖER RF.ICHSDRÜCKEREt.
DEH109923D 1927-02-03 1927-02-03 Aufloesevorrichtung an Walzenstuehlen Expired DE456024C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH109923D DE456024C (de) 1927-02-03 1927-02-03 Aufloesevorrichtung an Walzenstuehlen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH109923D DE456024C (de) 1927-02-03 1927-02-03 Aufloesevorrichtung an Walzenstuehlen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE456024C true DE456024C (de) 1928-02-15

Family

ID=7170934

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH109923D Expired DE456024C (de) 1927-02-03 1927-02-03 Aufloesevorrichtung an Walzenstuehlen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE456024C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE844853C (de) * 1950-10-01 1952-07-24 Franz Kehling Vorrichtung zum Reinigen der Mahlwalzen in Mahlanlagen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE844853C (de) * 1950-10-01 1952-07-24 Franz Kehling Vorrichtung zum Reinigen der Mahlwalzen in Mahlanlagen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2246519C2 (de) Vorrichtung zum Schälen von Gemüse oder Früchten
DE456024C (de) Aufloesevorrichtung an Walzenstuehlen
DE2726031C3 (de) Vorrichtung zum Abziehen der Hüllblätter von Feldfrüchten
AT376582B (de) Trommelfilter
DE3425884C2 (de)
DE1141760B (de) Entsafter fuer Fruechte, insbesondere Beeren
DE2536411C3 (de) Spülmaschine zum Reinigen von ringförmigen Gegenständen
DE738737C (de) Ruebenreiniger
DE3133366C2 (de) Vorrichtung zum Öffnen und Reinigen von Baumwollabfällen
DE619787C (de) Vorrichtung zum Reinigen von Rueben
DE527585C (de) Schael- und Buerstmaschine
CH113210A (de) Zerkleinerungsvorrichtung für trockene und feuchte Stoffe.
DE815289C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Schaelen von Koernern
AT223767B (de) Zentrifuge zum Entsaften von Früchten
DE555741C (de) Kugelmuehle
DE489478C (de) Vorrichtung zur Gewinnung von Kokosfasern
CH298601A (de) Fruchtfleischzentrifuge.
DE539430C (de) Reinigungsvorrichtung fuer Nuesse
DE321954C (de) Vorrichtung zum Bearbeiten von Brennesselstengeln mit Brech- und Hechelvorrichtung
DE875886C (de) Schlagleisten-Dreschmaschine mit Selbsteinleger
DE635141C (de) Reinigungsvorrichtung fuer landwirtschaftliche Erzeugnisse (Rueben o. dgl.) mit einer schraeg liegenden Rosttrommel
DE744648C (de) Trockenreinigungsvorrichtung fuer Blattgewaechse
DE650756C (de) Vorrichtung zum Entrippen von Rohtabakblaettern
DE363725C (de) Vorrichtung zum Trennen der Baumwolle von den Samenkapseln
DE489669C (de) Vorrichtung zum Entkeimen von Kartoffeln