DE456024C - Aufloesevorrichtung an Walzenstuehlen - Google Patents
Aufloesevorrichtung an WalzenstuehlenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B02C4/40—Detachers, e.g. scrapers
Landscapes
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung an Walzenstühlen, die dazu dient,
das durch den Druck der Walzen plättchenförmig zusammengepreßte Mahlgut wieder zu
lockern und aufzulösen, damit es dann dem Sicht- und Putzprozeß mit Erfolg unterworfen
werden kann.
Dieses Lockern und Zerdrücken der Plättchen hat man bei Walzenstühlen unter anderem
durch Anbringung eines Staubrettes an dem Austrittsspalt des Walzenpaares erstrebt.
Dieses Staubrett hält mit einer an seiner uuteren Seite angebrachten Bürste das Mahlgut
auf und bringt es an seiner schrägen Ab-Schluß wand zum allmählichen Steigen; das
keilförmig eingedämmte Mahlgut wird hierbei gezwungen, einen zwischen der Oberwalze
und dem Staubrett gelassenen Spalt zu passieren, und rutscht dann auf dem über die Walze
hinaus verlängerten Brett weiter, um dann über seine Oberkante abzulaufen. Hierbei ist
zu beobachten, daß die lockernde und zerbröckelnde Wirkung der geriffelten Oberwake
nur auf einen geringen Teil des Mahlgutes ausgeübt wird, und zwar nur so weit, wie die
Walze das Gut erfaßt. Außerhalb des Wirkungsbereiches der Walze erfährt das Mahlgut
zum größten Teil eine starke Zusammenpressung.
Durch diesen Druck, der an der Annäherung von Walze und Brett am größten ist,
wird das Mahlgut warm, was eine Auflösung des Klebers und den Verlust der Backfähigkeit
zur Folge hat. Zu der Erwärmung des Mahlgutes trägt in der Hauptsache der Umstand
bei, daß es in dem Stauwinkel zwischen den beiden Walzen zu lange festgehalten wird.
Die lockernde Wirkung der Oberwalze erstreckt sich also nur auf einen geringen Teil
des hochsteigenden Gutes, während der größte Teil desselben in zusammengedrücktem, erwärmtem
Zustand und mehr verschlechtert als verbessert diese Einrichtung passiert.
Demgegenüber bezweckt die vorliegende Erfindung, daß das Mahlgut in seiner ganzen
Masse auf schnellstem Wege zur Lockerung und Auflösung gelangt und dabei keine Pressung
erfährt. Dieser Zweck wird dadurch erreicht, daß das nahezu tangential zur Oberwalze
gerichtete Führungsbrett kurz vor der Berührung oder dem Schnitt mit der Oberwalze
zu Ende ist, so daß der von Oberkante des Brettes und Walzenfläche gebildete Spalt
einen freien Austritt des Gutes gestattet. Mit diesem niedrigen Führungsbrett wirkt
nach der Erfindung eine mit Borsten besetzte Walze zusammen, die das Mahlgut aus einer
an die Brettoberkante sich anschließenden Auffangmulde aufnimmt, gegen die Oberwalze
schleudert, zwischen Walzenriffelung und Walzenborsten durchgehen läßt und schließlich zentrifugal abschleudert. Durch
diese Arbeitsfolge wird das Detachieren, d. h. das Zerdrücken der Plättchen, das beim
Durchtritt durch den außen freien Spalt zwisehen Walze und Brett beginnt, aufs vollkommenste
durchgeführt, so daß sich eine höhere Ausbeute als bisher und als Endprodukt ein
helleres Mehl von gleichbleibender Qualität ergibt.
Die neue Auflösevorrichtung zeichnet sich ferner dadurch aus, daß die Borstenbüschel
der Bürstenwalze in spiralig gewundenen Reihen angeordnet sind, die in die Riffelung der
Oberwalze eingreifen, so daß die Bürstenwalze von der Oberwalze in Drehung versetzt
wird, wobei die in der Oberwalzenriffelung
ίο sich festsetzenden Fremdkörper seitlich herausgebürstet
werden. Insbesondere sind hier die Knoblauchzwiebelchen zu erwähnen, die bei der Reinigung nicht abzusondern sind,
sondern bisher mit dem Mahlgut durch die Walzenstühle gehen und sich in der Riffelung
festsetzen und letztere verschmieren. Insbesondere die Oberwalze setzt bisher erfahrungsgemäß
den meisten Knoblauch an und muß jedesmal nach einem Durchgang von 200 bis 300 Zentnern Getreide gewaschen werden,
wobei eine Wurzelbürste zur Reinigung der Riffelung zu Hilfe genommen werden muß.
Diese Reinigung erübrigt sich im vorliegenden Falle, da die Bürstenwalze die obere Riffeiwalze
sauber hält.
Die Vorteile der neuen Auflösevorrichtung sind zusammengefaßt folgende:
1. Vollständige Auflösung des plättchenförmigen
Mahlgutes auf kürzestem Wege.
Dasselbe bleibt kalt.
2. Erhebliche Mehrausbeute an Mehl und als Endprodukt bei dieser Vorrichtung ein
lockeres, helleres Mahlgut als bisher.
3. Eine Passage wird gespart. Man kommt bei Roggenmehl mit vier Schrotungen aus.
4. Automatisches Sauberhalten der oberen Riffelwalze durch die Bürstenwalze. Bürsten
und sonstige Reinigungsmittel werden überflüssig. Längere Haltbarkeit der Riffelung der
Oberwalze.
Auf der Zeichnung ist die neue Auflösevorrichtung in beispielsweiser Ausführung
mit ihrer Befestigung im Walzenstuhl veranschaulicht.
Abb. ι zeigt die neue Vorrichtung von vorn gesehen;
Abb. 2 ist ein lotrechter Schnitt nach der Linie I-I in Abb. 1;
Abb. 3 zeigt im Schnitt das Zusammenwirken der neuen Vorrichtung mit den beiden
Riffelwalzen eines Walzenstuhles;
Abb. 4 zeigt die Abwicklung der Bürstenwalze.
Der keilförmige Spalt α an der Austrittsseite
der beiden Riffelwalzen b und c wird
vorn durch ein niedriges Brett d abgeschlossen, das zur Oberwalze b nahezu tangential
gerichtet ist und mit seiner unteren Kante e sich möglichst dicht an die Unterwalze c anlegt,
um das von letzterer mitgenommene Mahlgut in dem Raum α festzuhalten und aufzustauen.
Das Brett d reicht mit seiner etwas zugespitzten Oberkante f nicht ganz an die
Oberwalze b heran und läßt einen Spalt g frei, durch den das in dem Raum α emporsteigende
Mahlgut nach außen entweichen kann. Dasselbe wird beim Austritt aus dem Spalt g durch eine Blechmulde h aufgefangen,
in der eine mit Borstenbüscheln i besetzte Walze k arbeitet. Diese Walze dreht sich entgegengesetzt
zu der Oberwalze b und ist in den beiden federnden Haltern I drehbar gelagert.
Die Bürstenwalze k ist so eingestellt, daß sie in die Riffelung der Oberwalze b eingreift und
so von letzterer mitgenommen wird. Die Bürstenwalze wirft bei ihrer schnellen Umdrehung
das Mahlgut gegen die Oberwalze, läßt es zwischen Riffelung und Walzenborsten durchgehen und schleudert es schließlich in
völlig lockerem Zustand zentrifugal ab.
Wie Abb. 4 zeigt, stehen die Borstenbüschel in schraubenförmigen Windungen in
dem Walzenkörper k, wodurch gerade das scharfe Ausbürsten der Walzenriffelung in
achsialer Richtung nach außen zu bewirkt wird. Hierbei werden die in der Oberwalzenriffelung
sich festsetzenden Fremdkörper (Knoblauch u. dgl.) seitlich herausgebürstet, so daß die ,Oberwalze. stets in sauber ein,
leistungsfähigem Zustand gehalten wird.
Die neue Auflösevorrichtung ist in dem Walzenstuhl verstellbar angeordnet, indem
das Brett d mittels der Flügelmuttern m in Schlitzen η der beiden seitlichen Winkel 0
festgestellt werden kann.
Claims (3)
1. Auflösevorrichtung an Walzenstühlen, dadurch gekennzeichnet, daß mit einer
zur Oberwalze (b) nahezu tangential gerichteten, aber kurz vor der Berührung
oder dem Schnitt mit der Oberwalze endigenden und einen Spalt frei lassenden Führungsbahn
(d) eine das austretende Mahlgut erfassende, mit der Oberwalze zusammenwirkende
Abnahme- und Auflösewalze (k) federnd nachgiebig verbunden ist.
2. Auflösevorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine sich an die
Oberkante (/) des Führungsbrettes (ß) anschließende, die Walze (k) auf ihrem
unteren Teil umgebende Mulde [K), die das durch .den Spalt [g) austretende Mahlgut
auffängt, so daß es von sich drehender, mit Borsten versehener Walze (Ji)
aufgenommen werden kann, die ihrerseits das Mahlgut gegen die Oberwalze [b)
schleudert und es beim Durchgang zwisehen Walzenriffelung und Walzenborsten
einer weiteren Lockerung und Auflösung
unterwirft und dann zentrifugal fort- Riffelung der Oberwalze (b) eingreifen,
schleudert. so daß die Walze (k) von der Walze (b)
3. Auflösevorrichtung nach Anspruch 1, in Drehung versetzt wird, wobei die in der
dadurch gekennzeichnet, daß die Borsten- Riffelung sich festsetzenden Fremdkörper
büschel der Walze (k) in spiralig gewun- (Knoblauch u. dgl.) seitlich herausge-
denen Reihen angeordnet sind, die in die bürstet werden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
feEttLTN. CEDIiUCKT IN ÖER RF.ICHSDRÜCKEREt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH109923D DE456024C (de) | 1927-02-03 | 1927-02-03 | Aufloesevorrichtung an Walzenstuehlen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH109923D DE456024C (de) | 1927-02-03 | 1927-02-03 | Aufloesevorrichtung an Walzenstuehlen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE456024C true DE456024C (de) | 1928-02-15 |
Family
ID=7170934
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH109923D Expired DE456024C (de) | 1927-02-03 | 1927-02-03 | Aufloesevorrichtung an Walzenstuehlen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE456024C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE844853C (de) * | 1950-10-01 | 1952-07-24 | Franz Kehling | Vorrichtung zum Reinigen der Mahlwalzen in Mahlanlagen |
-
1927
- 1927-02-03 DE DEH109923D patent/DE456024C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE844853C (de) * | 1950-10-01 | 1952-07-24 | Franz Kehling | Vorrichtung zum Reinigen der Mahlwalzen in Mahlanlagen |
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