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DE455108C - Verfahren zur Beseitigung von Stoerstroemen in Fernmeldeleitungen laengs Starkstromanlagen - Google Patents

Verfahren zur Beseitigung von Stoerstroemen in Fernmeldeleitungen laengs Starkstromanlagen

Info

Publication number
DE455108C
DE455108C DEA41127D DEA0041127D DE455108C DE 455108 C DE455108 C DE 455108C DE A41127 D DEA41127 D DE A41127D DE A0041127 D DEA0041127 D DE A0041127D DE 455108 C DE455108 C DE 455108C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
currents
line
compensation
phantom
double line
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA41127D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Kuno Fischer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Priority to DEA41127D priority Critical patent/DE455108C/de
Priority to DEA41914D priority patent/DE455819C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE455108C publication Critical patent/DE455108C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B3/00Line transmission systems
    • H04B3/02Details
    • H04B3/28Reducing interference caused by currents induced in cable sheathing or armouring

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

Description

Zur Verminderung bzw. Beseitigung der Störströme, die in Fernmeldeleitungen durch benachbarte Starkstromleitungen, insbesondere Fahrleitungen elektrischer Bahnen, durch magnetische Induktion hervorgerufen werden, benutzt man bekanntlich Kompensationsströme bzw. -spännungen, die in den Fernmeldeleitungen durch Kompensationsleitungen induziert werden. Die Ströme der Kompen-
xo sationsleitungen werden diesen entweder unmittelbar oder durch Transformatoren aus den Starkstromleitungen zugeführt oder in ihnen selbst wieder induktiv erzeugt. Als Kompensationsleitungen benutzte man bisher entweder eine oder mehrere besondere Leitungen oder bei Kabeln den Bleimantel, und zwar allein oder, da sich dies als nicht ausreichend erwies, in Verbindung mit ihm parallel geschalteten Kupferdrähten.
Die Erfindung ermöglicht die Kompensation ohne jeden zusätzlichen Kupferaufwand, indem die Adern einer Fernmeldeleitung selbst für diesen Zweck herangezogen werden'. Hierbei treten in Wechselwirkung nicht die einerseits von der störenden Leitung, andererseits von der Kompensationsleitung in den Adern der Fernmeldeleitung induzierten Ströme, sondern es werden den von der störenden Leitung in den Adern induzierten Teilströmen Ströme der gleichen Herkunft, also \ron gleicher Richtung, aber umgekehrt verschiedenen Beträgen, galvanisch überlagert.
In der Abbildung bedeutet: I eine Fernmeldeleitung, z. B. Pupinleitung mit den Adern α und b, II je einen Mikrophonkreis an jedem Leitungsende. Der Strom in der Starkstromleitung werde mit Jo bezeichnet. Die Induktionsvorgänge spielen sich folgendermaßen ab: Jo induziert beispielsweise in der Doppelleitung a\b in dem aus der Ader a, ihrer Kapazität gegen Erde und Erde bestehenden Kreise den Strom ia, im Kreise b (b — Kapazität von b gegen Erde — Erde) den Strom ib. Die Differenz beider Ströme ia ij, bildet den im Kreis I wirksamen Störstrom und induziert entsprechende Störströme in den durch Ringübertrager R angeschlossenen Mikrophonkreisen II. In der Abbildung ist der Strom ia ib durch ausgezogene Pfeile angedeutet.
Gemäß" der Erfindung werden die Leiter a und b durch Anzapfen der Primärwicklungen der Ringübertrager R zu einer Phantomschaltung vereinigt und die beiden Zuführungsleitungen geerdet. In dem so aus Erde — Doppelleitung a/b — Erde gebildeten Phantomkreis wird von Jo ebenfalls ein Strom hervor-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Κιιηο Fischer in Berlin-Charlottenbiirg.
gerufen, der die gleiche Richtung wie ia und i6 hat und in der Abbildung mit punktierten Pfeilen angedeutet ist. Durch den Anschluß der Anzapfpunkte der Ringübertrager-Primärwicklungen an Erde wird jede der beiden Adern Teil eines Stromkreises, welcher sich über Erde schließt, und in welchem durch die Starkstromleitung eine verhältnismäßig große Spannung induziert wird. Der ίο von dieser erzeugte Strom im Phantomkreise ist wegen der geringen Widerstände in der Strombahn erheblich größer als die ursprünglichen Induktionsströme in den Adern. Somit bedarf es nur verhältnismäßig geringfügiger Änderungen der Konstanten der Zweige α und b, um die über α und b fließenden Teile des Phantomstromes erheblich zu verändern. Durch Verschiebung der Anzapfpunkte oder durch Einfügung von Widerstand, Kapazität oder Selbstinduktion in einen der beiden Aderzweige kann nun leicht erreicht werden, daß die Amperewindungen der beiden Spulenhälften der Ringübertrager-Primärwicklungen sich aufheben, und zwar genügt hierzu bereits eine geringe Verschiebung der Anzapfpunkte bzw. ein geringer Widerstand, Kapazität oder Selbstinduktion bzw. eine geringe Änderung der Leitungskonstanten der Adern, so daß die Sprechströme hierdurch nur wenig beeinflußt werden. Die Einfügung von Widerstand, Kapazität oder Selbstinduktion ist fabrikatorisch einfacher als die Verschiebung der Anzapfstellen der Ringübertrager.
Das hier beschriebene Verfahren gestattet aber nicht nur die Kompensation des in dem zum Phantomkreis erweiterten Aderpaar fließenden Störstromes, sondern es gestattet auch darüber hinaus durch magnetische Kopplung den teilweisen Ausgleich von Störströmen gleicher Herkunft in benachbarten Leitern. Hierbei treten aber an die Stelle des in dem bisher bekannten Kompensationsverfahren dieser Art notwendigen besonderen Kompensationsleiters eine oder mehrere der Phantomkreis-Doppelleitungen.
Die Störungsbefreiung einer Fernmeldeleitung mit Hilfe des dargelegten Verfahrens kann entweder an der ganzen Länge oder, wenn es wünschenswert erscheint, an einzelnen Teilstrecken vorgenommen werden, beispielsweise durch Aufteilen der Linie mittels Ringübertrager.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Beseitigung von Störströmen in Fernmeldeleitungen längs Starkstromanlagen unter Verwendung eines Kompensationsverfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß als Kompensationsleitung die Adern der Betriebsdoppelleitung selbst oder die einer benachbarten mit ihr magnetisch gekoppelten Doppelleitung in Phantomschaltung verwendet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch geeignete Verteilung des im Phantomkreis induzierten Störstromes auf die beiden Zweige desselben, d. h. auf die Adern der Doppelleitung, z. B. durch geeignete Wahl der Anzapfstellen der die gestörte Doppelleitung abzuschließenden Wicklungen der Ringübertrager die einander entgegengerichteten Induktionswirkungen dieser Zweigströme auf die Sekundärwicklung der Ringübertrager gleich groß gemacht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Regelung des galvanisch überlagerten Ausgleichstromes die Konstanten der beiden Phantomzweige oder von Teilen derselben durch hinzugefügten Widerstand, Kapazität oder Selbstinduktion so geändert werden, daß die Amperewindungen der beiden Wicklungshälften der Ringübertrager für die aus Stör- und Kompensationsströmen resultierenden Ströme sich aufheben.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Fernmeldelinie streckenweise abgeglichen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.·
DEA41127D 1923-12-05 1923-12-05 Verfahren zur Beseitigung von Stoerstroemen in Fernmeldeleitungen laengs Starkstromanlagen Expired DE455108C (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA41127D DE455108C (de) 1923-12-05 1923-12-05 Verfahren zur Beseitigung von Stoerstroemen in Fernmeldeleitungen laengs Starkstromanlagen
DEA41914D DE455819C (de) 1923-12-05 1924-03-30 Einrichtung zur Verminderung der in Fernmeldeleitungen durch benachbarte Starkstromleitungen induzierten Stroeme nach dem Kompensationsverfahren

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA41127D DE455108C (de) 1923-12-05 1923-12-05 Verfahren zur Beseitigung von Stoerstroemen in Fernmeldeleitungen laengs Starkstromanlagen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE455108C true DE455108C (de) 1928-01-26

Family

ID=6932344

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA41127D Expired DE455108C (de) 1923-12-05 1923-12-05 Verfahren zur Beseitigung von Stoerstroemen in Fernmeldeleitungen laengs Starkstromanlagen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE455108C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1111993B (de) * 1957-04-01 1961-07-27 Prospection Electr Procedes Sc Messanordnung zur gleichzeitigen Fern-messung einer Mehrzahl von Messwerten
DE4200491A1 (de) * 1992-01-10 1993-07-22 Siemens Ag Schutzschaltungen fuer datenleitungsanschluesse von halbleiterschaltkreisen

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DE1111993B (de) * 1957-04-01 1961-07-27 Prospection Electr Procedes Sc Messanordnung zur gleichzeitigen Fern-messung einer Mehrzahl von Messwerten
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