DE4439170A1 - Rammvibrator zur Erzeugung von gerichteten Schwingungen - Google Patents
Rammvibrator zur Erzeugung von gerichteten SchwingungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Rammvibrator zur Erzeugung von gerichteten
Schwingungen mittels umlaufender Unwuchtkörper, bei welchem die Größe
des aus den Teil-Fliehmomenten MT der einzelnen Teil-Unwuchtkörper re
sultierenden Gesamt-Fliehmomentes MRes verstellt werden kann. Die dabei
zu benutzende Verstelltechnik beinhaltet jenes Wirkprinzip, bei welchem
die Verstellung von MRes durch die Verstellung von Relativ-Stellwinkeln β
erreicht wird, welche zwischen mit gleicher Rotationsgeschwindigkeit um
laufenden Teil-Unwuchtkörpern definierbar sind. Zusätzlich soll die Gat
tung der hier betroffenen Vibratoren dadurch gekennzeichnet sein, daß
die Vibratoren mit wenigstens drei in einer Ebene parallel zur
Schwingrichtung hintereinander angeordneten Unwucht-Rotationsachsen
ausgestattet sind.
Bei den letztgenannten Drei-Unwucht-Vibratoren verfügen bereits die nicht
bezüglich des resultierenden Fliehmomentes verstellbaren einfachsten
Ausführungsarten über drei anstatt üblicherweise zwei mit Teil-Fliehmo
menten ausgestattete Unwuchtwellen. Dabei ist das maximale, resultierende
Gesamt-Fliehmoment M derart aufgeteilt, daß die mittlere Welle über einen
Anteil M/2 und die beiden äußeren Wellen über Anteile von je M/4 verfü
gen.
Die mit ihrer Richtung parallel zu der den drei Achsen gemeinsamen Ebene
verlaufende gerichtete Schwingbewegung kommt allerdings nur dann zu
stande, wenn die drei Teil-Unwuchtkörper derart synchronisiert sind (etwa
durch ein Zahnradgetriebe), daß bei jenem Drehwinkel, bei welchem die
vektorische Summe aller Teil-Fliehmomente, und damit auch die resultie
rende Fliehkraft den Wert Null aufweist, und bei welchem die drei Teil-
Fliehmomente senkrecht zur Schwingrichtung ausgerichtet sind, die beiden
äußeren Teil-Fliehmomente einerseits und das mittlere Teil-Fliehmoment an
dererseits gegensinnig ausgerichtet sind.
Durch die geschilderte Anordnung und Dimensionierung der drei Teil-Un
wuchtkörper bedingt, ist das die mindestens 6 Lager der notwendigen drei
Wellen aufnehmende Vibratorgehäuse in seiner Gestaltung funktional derart
vorbestimmt, daß es über eine deutliche Längserstreckung verfügt, und
zwangsläufig etwa die Gestalt eines Schuhkartons annimmt, wobei die
Längserstreckung in Schwingrichtung liegt.
Diese Vibrator-Bauart eignet sich gut zur Kombination eines entsprechen
den Rammvibrators mit einem als Trägereinrichtung dienenden Mäkler, wo
bei der Schwerpunkt der überwiegend durch die Gehäusemasse definierten
schwingenden "dynamischen Masse" mDyn mit gewünschter geringer Aus
kragung relativ zur Führungsbahn des Mäklers gehalten werden kann.
Sofern bei diesen bekannten einfachen Drei-Unwucht-Vibratoren eine Ver
änderung des resultierenden Fliehmomentes erwünscht ist, ist es bis heute
notwendig, die einzelnen Teil-Fliehmomente bei stillgesetztem Vibrator von
Hand zu manipulieren. Es besteht jedoch der anwenderseitige Wunsch,
diese Rammvibratoren mit einer Verstelleinrichtung zu versehen, mit Hilfe
derer das resultierende gesamte Fliehmoment MRes während des Drehens
der Unwuchtwellen vom Wert MRes = 0 bis zum Wert MRes = M verändert
werden kann.
Eine derartige Verstellbarkeit soll nach bereits heute bei andersartigen
Rammvibratoren üblichen Praxisanforderungen dazu benutzt werden, eine
Betriebsweise zu praktizieren, bei welcher mit dem Rammvibrator mit einer
über der Resonanzfrequenz des Bodens liegenden Arbeits-Schwingfrequenz
fo gearbeitet werden kann, ohne, daß es beim Durchfahren des Drehfre
quenzbereiches zwischen der Drehfrequenz f=0 und der Drehfrequenz fo
zu einer unzulässigen Resonanzanregung des Bodens kommt. Die Vermei
dung einer Resonanzanregung beim Hoch- und Niederfahren der Drehfre
quenz wird dadurch erreicht, daß während dieser Betriebsphase das re
sultierende Fliehmoment auf den Wert MRes = 0 eingestellt wird, was
gleichbedeutend ist mit der Verstellung des Relativ-Stellwinkels β durch
die Verstelleinrichtung auf den Wert β = 0°.
Verstelleinrichtungen zur Verstellung des resultierenden Fliehmomentes
MRes von Rammvibratoren unter Benutzung des Prinzips der Verstellung
von Relativ-Stellwinkeln β zwischen gemeinsam umlaufenden Teil-Fliehmo
menten sind in den unterschiedlichsten Ausführungsarten bekannt gewor
den, z. B. nachweislich der Druckschriften EP-PS 0 506 722 B1, DE-OS 41 18
069 A1 und DE-OS 43 01 368 A1.
Die durch die vorgenannten Druckschriften beschriebenen, sowie die in
anderen Veröffentlichungen beschriebenen Verstelleinrichtungen sind aller
dings sämtlich zugeschnitten auf eine andere Gattung von Richtschwin
gern, nämlich auf solche, bei denen der nicht verstellbare Richtschwinger
einfachster Bauart über zwei gleichgroße und synchron gegensinnig um
laufende Unwuchtkörper verfügt, wobei die Richtung der gerichteten
Schwingung senkrecht zu einer durch die wenigstens beiden Drehachsen
legbaren Ebene steht, und wobei hierin ein wesentliches Unterscheidungs
merkmal zur Gattung der erfindungsgemäßen Vibratoren besteht.
An eben diesem Unterscheidungsmerkmal muß auch die Übertragbarkeit der
bekannten Verstelltechniken auf einen Drei-Unwucht-Vibrator gemessen
werden:
Bei einer Verstelleinrichtung für den Relativ-Stellwinkel β gemäß der EP-
PS 0 506 722 B1 sind praktisch ein erster und ein zweiter Zwei-Wellen-
Richtschwinger einfachster Bauart mit paralleler Ausrichtung der Wellen
beider Richtschwinger übereinander angeordnet. Bei der Verstellung des
Relativ-Stellwinkels β wird der komplette erste Zwei-Wellen-Richtschwinger
gegen den kompletten zweiten Zwei-Wellen-Richtschwinger relativ um einen
Verstellwinkel β verstellt. Es ergibt sich eine exakte Richtschwingung. Die
Belastung der Lager bleibt (gleichbleibende Drehzahl vorausgesetzt) unab
hängig vom eingestellten Relativ-Stellwinkel β konstant.
Die Teil-Unwuchtkörper jedes Zwei-Wellen-Richtschwingers sind über Zahn
räder synchronisiert, derart, daß über diese Zahnradverbindung auch das
Reaktionsdrehmoment MR und das Drehmoment für die Nutzarbeit wenig
stens eines der Teil-Fliehmomente abgestützt werden muß. (Zur Entstehung
und Wirkung des Reaktionsdrehmomentes MR siehe Erläuterungen in der
erwähnten EP-PS).
Die Übertragung dieses Verstellprinzips der Übereinander-Anordnung
zweier Einfachausführungen auf einen Drei-Wellen-Vibrator ist möglich, was
aber wegen der dann hintereinander liegenden 6 Wellen zu einer nicht ak
zeptablen großen Längserstreckung des Vibratorgehäuses führt.
Die Druckschrift DE-OS 41 18 069 A1 lehrt, die Teil-Fliehmomente bzw. die
sie verkörpernden Teil-Unwuchtkörper zweier einfacher Zwei-Wellen-Richt
schwinger nebeneinander anzuordnen, und zwar derart, daß die sich ent
sprechenden Teil-Unwuchtkörper koaxial und auf einer Welle angeordnet
sind. Bei der Verstellung des Relativ-Stellwinkels β wird auch in diesem
Falle der komplette erste Zwei-Wellen-Richtschwinger gegen den kompletten
zweiten relativ um einen Verstellwinkel β verstellt.
Es ergibt sich in diesem Falle zwar für die Einstellung MRes= M eine echte
gerichtete Schwingung, jedoch tritt mit zunehmender Verkleinerung des
Wertes von MRes < M zunehmend ein Taumelmoment auf. Dieses Taumelmo
ment kann man sich anschaulich leicht für die Einstellung MRes=0 bzw.
Relativ-Stellwinkel β=0° erklären, und zwar bei jener Situation, bei welcher
die Teil-Fliehmomente in Schwingrichtung ausgerichtet sind.
Auch in diesem Falle muß das Reaktionsdrehmoment wenigstens eines Teil-
Fliehmomentes und das Drehmoment für die Nutzleistung über die Zahnrä
der der gleichzeitig auch der Synchronisierung der beiden Teil-Unwucht
körper eines jeden Zwei-Wellen-Richtschwingers dienenden Zahnradgetriebe
übertragen werden.
Die Übertragung des beschriebenen Verstellprinzips der Nebeneinander-
Anordnung zweier Einfachausführungen eines Zwei-Wellen-Richtschwingers
auf einen Drei-Wellen-Vibrator ist ebenfalls möglich. Bei Einhaltung der
Verstellposition β = 0° weist die Schwingbewegung mit ihrer auf die
Haupt-Schwingrichtung entfallenden Komponente ebenfalls den Wert Null
auf, was auch zur gewünschten Unterdrückung der Anregung der Boden-
Resonanzfrequenz führt. Das in dieser Situation auftretende Taumelmoment
läßt jedoch dabei eine Schwingbewegungskomponente in Richtung der Ach
senrichtung der Unwuchtkörper entstehen, welche sich auf den Mäkler
überträgt und somit sehr unvorteilhaft wirkt.
Der in der DE-OS 43 01 368 A1 aufgezeigte Weg verzichtet auf jegliche
Momentenübertragung durch Zahnräder. Dagegen ist jeder Teil-Unwucht
körper mit einem eigenen Stell- und Antriebsmotor versehen, von welchem
das für den jeweiligen Unwuchtkörper benötigte Nutzarbeits-Drehmoment
und Reaktionsdrehmoment aufgebracht wird, wozu es einer besonderen Art
der Zusammenschaltung der Motoren bedarf.
Die in Fig. 2 und 3 gezeigten Zahnräder 204 und 204′ dienen lediglich ei
ner Sicherheitsfunktion für den Fall, daß äußere Störkräfte auftreten
sollten, welche größer sind als die von den Massenkräften der dynami
schen Masse abgeleiteten und auf die Unwuchtmassen übertragenen Selbst
synchronisierungskräfte.
Aus Fig. 3 ist zu entnehmen, daß die den Motoren 203 (bzw. 204) zugeord
neten Unwuchtmassen in zwei gleiche Teile 201a, 201b aufgeteilt sind, wel
che mit einem axialen Abstand voneinander auf der Halbwelle 217 (bzw.
217′) angeordnet sind. In diesem axialen Freiraum zwischen den beiden
gleichen Teilen ist eine weitere mittlere Unwuchtmasse 205 (bzw. 205′)
drehbar auf der Halbwelle 217 (bzw. 217′) angebracht.
Den beiden mittleren Unwuchtmassen sind 3 besondere funktionale Eigen
heiten zugeordnet:
- - jede mittlere Unwuchtmasse 205 (205′) ist von einem eigenen Motor an getrieben, durch welchen auch die relative Winkellage zu den beiden glei chen Teilen 201a und 201b (201a′, 201b′) bestimmt wird,
- - die koaxiale Anordnung ist gewählt, um eine Begrenzung des Relativ- Stellwinkels β zwischen den Unwuchtmassen zweier Motoren durch mecha nische Anschläge überhaupt herbeiführen zu können, und
- - die Drehrichtung der mittleren Unwuchtmasse 205 (205′) und der beiden gleichen Teile 201a, 201b (201a′, 201b′) ist gleichsinnig, was durch die An schlagfunktion vorgegeben ist.
Der in Spalte 12, Zeile 50 ff. beschriebene Vorteil einer kompletten Kraft
entlastung der Wellenlager bei eingestelltem Wert Null für den Relativ-
Stellwinkel β ist jedoch mit den zeichnerisch dargestellten Rollenlagern
nicht realisierbar, weil diese Lager erfahrungsgemäß bei einer Entlastung
bis unterhalb einer bestimmten Mindest-Radialkraft FR,M schnell unbrauch
bar werden. Nachteilig ist die in Fig. 3 gezeigte Konstruktionsweise auch
darin, daß die beiden Teil-Wellen 216 und 217 koaxial über zwei Wälzlager
ineinander gelagert sein müssen. Mit Rücksicht auf die auftretende Bean
spruchungsart führt dies bei einer Auslegung für dauerhaften Betrieb der
Lagerung zu Dimensionierungs-Problemen.
Eine Übertragbarkeit des Verstellprinzips der DE-OS 43 01 368 A1, ge
kennzeichnet durch eine Übertragung sowohl der Verstell-Drehmomente, als
auch der den Reaktionsdrehmomenten bei Konstanthaltung des Winkels β
entgegenwirkenden Stell-Drehmomenten, wie auch der Nutzarbeits-Drehmo
mente direkt vom Stell- und Antriebsmotor zum zugeordneten Unwuchtkör
per, auf Drei-Wellen-Richtschwinger ist nicht gegeben. Dagegen spricht
vor allem:
- - Die bei einem Drei-Wellen-Richtschwinger notwendige Aufteilung der Teil- Fliehmomente mit unterschiedlichen Anteilen auf drei Wellen mit diversen daraus folgernden physikalischen Effekten und Konsequenzen, wie z. B. Di mensionierungsvorschriften für die einzusetzenden Motoren,
- - die bisher nicht bekannten Verhaltensweisen eines Drei-Wellen-Richt schwingers bezüglich der Frage, ob, und wenn ja, mit welchen Effekten Reaktionsdrehmomente auftreten, sowie
- - der Umstand, daß insgesamt 6 Stell- und Antriebsmotoren installiert werden müßten.
Die Übertragbarkeit des Verstellprinzips ist auch dann nicht gegeben,
wenn die durch den Winkel-Anschlag vorgegebenen Bedingungen nicht
hingenommen werden sollen.
Der Erfindung liegt daher die folgende Aufgabe zugrunde: Es soll eine ro
buste und langlebige Verstelleinrichtung zur Verstellung des resultieren
den Fliehmomentes MRes an Drei-Wellen Rammvibratoren durch Veränderung
des Relativ-Stellwinkels β zwischen mehreren Teil-Unwuchtkörpern ge
schaffen werden. Dabei sollen die vorstehend geschilderten möglichen
Nachteile, wie das Auftreten von Taumelmomenten, das Auftreten von nicht
exakten Richtschwingungen, das Auftreten von schädlichen Lagerbelastun
gen und die erzwungene Ausbildung von Vibratorgehäusen mit extrem
großer Längserstreckung vermieden werden, und es soll gleichzeitig die
Voraussetzung für den Einsatz von Rollen-Wälzlagern geschaffen werden.
Weiterhin soll die Lösung mit ihrer mechanischen Grundstruktur dazu ge
eignet sein, die Verstellung des Relativ-Stellwinkels β alternativ vorzuneh
men, und zwar einerseits durch den Einsatz eines Überlagerungsgetriebes,
etwa, wie in der DE-OS 41 18 069 A1 gezeigt, und andererseits durch An
wendung von wenigstens zwei Verstell- und Antriebsmotoren, welche bei
Aufrechterhaltung eines vorgegebenen Relativ-Stellwinkels β stets eine
Scheinleistung umzusetzen haben, etwa, wie in der EP-PS 0 506 722 B1
definiert.
Die Lösung dieser Aufgabe ist durch die Lehre des Patentanspruchs 1 de
finiert. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Un
teransprüche beschrieben.
Das in Patentanspruch 1 enthaltene Merkmal, wonach beide Unwuchtkör
pergruppen die gleiche Rotationsrichtung aufweisen sollen, ist durchaus
nicht naheliegend. Durch die besondere Wirkungsweise eines Drei-Wellen-
Richtschwingers bedingt, ergibt sich nämlich auch die Möglichkeit, die bei
den Unwuchtkörpergruppen gegensinnig rotieren zu lassen. Dies hat sogar
den Vorteil, daß sich bei einer Einstellung zur Herbeiführung einer Null-
Schwingamplitude keine Probleme unzureichender Mindest-Radialkräfte für
Rollenlager ergeben.
Die Erfindung bevorzugt dennoch die alternative Lösung mit gleichsinniger
Rotation der Unwuchtkörpergruppen, da hierbei in mehrfacher Hinsicht
bessere Verhältnisse bezüglich der Lagerreibungsverluste herbeigeführt
werden können, obwohl zusätzliche Maßnahmen zur Sicherstellung einer auf
die Lager wirkenden Mindest-Radialkraft in Kauf genommen werden müs
sen.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Patentanspruch 2 schafft u. a. die
Voraussetzung für den Einsatz von Rollenlagern, welche wegen ihrer Ei
genschaft einer hohen Tragfähigkeit bei gleichzeitig hoher zulässiger
Drehzahl bei mit ihrer Drehfrequenz oberhalb der Bodenresonanzfrequenz
arbeitenden erfindungsgemäßen Rammvibratoren bevorzugt werden sollen.
Der Einsatz dieser Lager setzt unabdinglich voraus, daß eine von der
Tragfähigkeit des Lagers abhängige Mindest-Radialkraft FR,M als Mindest
belastung der Lager nicht unterschritten wird. Bei nicht bezüglich des re
sultierenden Fliehmomentes geregelten Vibratoren und bei anderen Ein
satzfällen dieser Lager, wo ausreichende Wellengewichte oder andere Bela
stungen immer vorhanden sind, spielt diese Frage keine Rolle.
Bei Rammvibratoren sind wegen der mit geringen Massen (Gewichten) er
zeugten hohen Fliehkräfte und wegen der daher einzusetzenden Lager mit
hohen Tragzahlen die von den Lagern getragenen Gewichtskräfte von Wel
len und Zahnrädern bei weitem nicht ausreichend, um die Mindest-Radial
kraft FR,M zu erzeugen. Andererseits bedeutet aber bei einer Massenauf
teilung gemäß Anspruch 1 die Reduzierung des resultierenden Fliehmo
mentes MRes auf den Wert Null auch, daß die fliehkraftbedingte Lagerbela
stung den Wert Null annimmt.
Gemäß der Lehre von Anspruch 2 wird daher für eine künstliche Mindest-
Radialkraft FR,M gesorgt. Bei der alternativen Lösung, wonach vorgesehen
ist, das beim praktischen Einsatz des Rammvibrators vorgesehene minimale
resultierende Fliehmoment MRes nicht unter den Wert MR,M absinken zu
lassen, um mit der Höhe des Wertes von MR,M noch die für FR,M benötigte
Fliehkraft erzeugen zu können, greift die Erfindung auf die Erkenntnis
zurück, daß bei durch MR,M erzeugten Rest-Schwingamplituden die Gefahr
einer merklichen Anregung von Resonanzschwingungen des Bodens nicht
mehr gegeben ist.
Man kann zeigen, daß man bei Einhaltung der höchsten Betriebsdrehzahl
das notwendige Restfliehmoment MR,M auf etwa 5% des maximalen Fliehmo
mentes M begrenzen kann, was auch bedeutet, daß dabei auch die
Schwingamplitude AR,M = MR,M/mDyn auf 5% reduziert wird.
Die dem Fachmann bekannte besondere Wirkungsweise eines Drei-Wellen-
Richtvibrators ergibt eine durch den Pfeil 70 symbolisierte gerichtete
Schwingung mit einer Schwingrichtung senkrecht zu den Rotationsachsen
(z. B. 20) und parallel zu einer durch alle Rotationsachsen legbaren Ebene.
Diese gerichtete Schwingbewegung bleibt bezüglich ihrer Schwingrichtung
auch bei sämtlichen Veränderungen des resultierenden Fliehmomentes MRes
konstant.
Die Erfindung wird anhand eines Beispiels mit Hilfe einer Zeichnung näher
erläutert. Die Zeichnung zeigt in schematisierter Form eine Vibratorzelle im
Längsschnitt durch alle drei Unwuchtachsen mit einer Ausrüstung, welche
zur Durchführung zweier unterschiedlicher Verstelltechniken geeignet ist.
Das Vibratorgehäuse 1 weist sechs Rollen-Wälzlager 2/2′; 3/3′ und 4/4′ auf,
in denen die drei Unwuchtwellen 5, 6 und 7 gelagert sind. Jede Unwucht
welle trägt je einen einteiligen Teil-Unwuchtkörper 8; 9; 10 und je einen
zweiteiligen Teil-Unwuchtkörper 12/12′; 13/13′; und 14/14′, dessen Einzel
teile Teil-Teilunwuchtkörper genannt werden. Auf jeder Unwuchtwelle ist
jeweils ein Teil-Unwuchtkörper 12/12′; 13/13′; 14/14′ drehfest mit der Un
wuchtwelle verbunden, während der jeweils andere Teil-Unwuchtkörper 8;
9; 10 mittels eines Nadellagers 15; 16; 17 relativ zur Unwuchtwelle bzw.
relativ zum anderen Teil-Unwuchtkörper drehbar gelagert ist.
Die durch die Teil-Teilunwuchtkörper repräsentierten Fliehmomente sind an
jeweils ein- und derselben Unwuchtwelle gleich groß. Setzt man die Summe
aller Teil-Fliehmomente aller Teil-Unwuchtkörper = M, dann sind die Flieh
moment-Anteile auf die Unwuchtwellen derart verteilt, daß die mittlere Un
wuchtwelle (mittlere Achse 19) den Anteil M/2 und die beiden äußeren Un
wuchtwellen (äußere Achsen 20; 21) Anteile von jeweils M/4 aufweisen.
Die axialen Abstände der Teil-Teilunwuchtkörper sind auf jeder Unwucht
welle derart gewählt, daß die bei der Rotation definierbaren Schwer
punkts-Ebenen der beiden Teil-Teilunwuchtkörper in axialer Erstreckung
gleichweit von der Schwerpunkts-Ebene des mittleren Teil-Unwuchtkörpers
entfernt sind. Je nachdem, welche später noch zu erläuternde Betriebsweise
in Frage kommt, können die Fliehmomente der Teil-Unwuchtkörper einer
Unwuchtwelle gleichgroß oder ungleich groß sein.
Das gesamte maximale Fliehmoment M ist auf zwei Unwuchtkörpergruppen
verteilt. Die zu einer Unwuchtkörpergruppe zugehörigen drei Teil-Un
wuchtkörper sind auf die drei Unwuchtwellen aufgeteilt und untereinander
durch einen Zahnradstrang mit den drei Zahnrädern 22/23/24 bzw.
25/26/27 verbunden bzw. synchronisiert. Die durch den Zahnradstrang
vorgenommene Synchronisation der Teil-Unwuchtkörper bewirkt, daß die
als Vektoren auffaßbaren Teil-Fliehmomente der äußeren Achsen stets
gleichgerichtet sind, während im Vergleich hierzu das Teil-Fliehmoment der
mittleren Achse genau gegensinnig ausgerichtet ist.
Die drehfesten Verbindungen zwischen Zahnrädern und Unwuchtkörpern
einerseits bzw. zwischen Unwuchtkörpern und Unwuchtwellen andererseits
sind durch Strich-Punkt-Linien 30 bzw. 32 angedeutet.
Die auf das Vibratorgehäuse 1 bzw. auf die gesamte, damit zusammenhän
gende dynamische Masse mDyn einwirkende resultierende Fliehkraft FRes
ist (außer von der Drehzahl) abhängig von dem als vektorielle Summe aller
Teil-Fliehmomente auffaßbaren resultierenden Fliehmoment MRes. Das resul
tierende Fliehmoment MRes kann durch eine Veränderung des Relativ-
Stellwinkels β der Zahnräder beider Zahnradstränge zueinander bzw. der
beiden Teil-Fliehmomente einer Unwuchtwelle zueinander in seinem Wert
kontinuierlich zwischen einem Maximalwert MRes = M und einem Minimalwert
verstellt werden.
Die mit Teil-Unwuchtkörpern verschiedener Gruppenzugehörigkeit drehfest
verbundenen Unwuchtwellen 5 und 6 sind durch Hydromotoren 40 und 42
antreibbar, wobei neben der hier gezeigten Serienschaltung auch eine Par
allelschaltung der Motoren in Frage kommt.
In einem mittels Schrauben 50 am Vibratorgehäuse 1 befestigten Zusatzge
häuse 61 ist in Lagern 52/53 rotierbar gelagert ein Überlagerungsgetriebe
55 vorgesehen, mit einem mit dem Zahnrad 25 des einen Zahnradstranges
kämmenden Eingangs-Zahnrad 56 und mit einem mit dem Zahnrad 22 des
anderen Zahnradstranges kämmenden Ausgangs-Zahnrad 57.
Durch einen im Überlagerungsgetriebe 55 untergebrachten, über Dreh
durchführungen 58 und 59 zweiseitig mit einem Druckfluid beaufschlagba
ren Hydraulikkolben mit zwei mechanischen Stellungs-Endanschlägen sind
in einer dem Fachmann bekannten Weise die Zahnräder 56 und 57 in ihrer
relativen Winkellage auch während der Drehung des Überlagerungsgetrie
bes verstellbar. Mit der Relativ-Verstellung der Zahnräder 56 und 57 ist
gleichzeitig das resultierende Fliehmoment MRes proportional mit verstell
bar.
Am Teil-Unwuchtkörper 8 ist eine Nase 63 angebracht, gegen welche in ei
ner Stellung, bei welcher das resultierende Fliehmoment minimal ist, der
vordere Teil eines in das Zahnrad 22 eingepreßten Anschlagbolzens 65 an
schlägt und somit eine weitere Veränderung des Relativ-Stellwinkels β
verhindert. Diese Anschlag-Funktion ist nur alternativ vorgesehen und
kann entfallen, oder auch ersetzt werden durch den Stellungs-Endanschlag
des in dem Überlagerungsgetriebe 55 enthaltenen Hydraulikkolbens. Die
vorgesehene Anschlag-Funktion weist auch daraufhin, daß die der Erzeu
gung der Fliehkraft dienende Rotation der Teil-Unwuchtkörper gleichsinnig
ist.
Für die beiden anschließend zu beschreibenden, möglichen Betriebsweisen
gilt das Folgende gemeinsam: Wie bereits beschrieben, sieht die Erfindung
die Möglichkeit der Einstellung eines Restfliehmomentes MR,M vor, mit Hilfe
dessen eine ausreichend große Mindest-Radialkraft FR,M erzeugt werden
kann. Der Relativ-Stellwinkel β (z. B. β = 0°), bei welchem das Restfliehmo
ment MR,M eingestellt ist, wird durch Herbeiführung eines "Minimalstel
lungs-Anschlages" hergestellt.
Für beide Betriebsweisen kann der Minimalstellungs-Anschlag ein mechani
scher Festanschlag sein, wie zuvor beschrieben. Alternativ kann bei bei
den Betriebsweisen der Minimalstellungs-Anschlag aber auch durch einen
mit dem Stell-Aktuator bzw. mit den Stell-Aktuatoren durchgeführten Posi
tioniervorgang herbeigeführt werden. Bei Benutzung einer Verstelleinrich
tung unter Mitwirkung des Überlagerungsgetriebes 55 ist dafür vorgese
hen, daß der im Überlagerungsgetriebe vorhandene Hydraulikkolben außer
in den Endstellungen noch in einer dritten vorbestimmten Position ange
halten werden kann, was z. B. durch den Einsatz zweier Kolben bewerkstel
ligt werden kann.
Der Antrieb zur Rotation der Teil-Unwuchtkörper erfolgt
durch eine geeignete, dem Fachmann bekannte hydraulische Beaufschla
gung der beiden Hydraulikmotoren 40 und 42, die z. B. auch - wie in der
Zeichnung dargestellt - hintereinander geschaltet sein können. Die in den
Hydraulikmotoren umgesetzten Leistungen decken dabei den Bedarf der
vom Rammvibrator abzugebenden Nutzleistung, wie auch den Bedarf für
alle auftretenden Verlustleistungen.
Eine Veränderung des resultierenden Fliehmomentes geschieht dadurch,
daß durch unterschiedliche zweiseitige Beaufschlagung des im Überlage
rungsgetriebe 55 enthaltenen Hydraulikkolbens dieser in unterschiedliche
Stellungen bewegt und damit die Zahnräder 56 und 57 in eine unter
schiedliche relative Winkelstellung gebracht werden. Zum Anfahren einer
Kolben-Endstellung oder des Anschlages 63/65 genügt es auch, den
Hydraulikkolben nur über eine der Drehdurchführungen 58 oder 59 zu be
aufschlagen.
Bei dieser Betriebsweise wird das Überlagerungsgetriebe
55 nicht benötigt und es wird als entfernt angenommen, indem man sich
das gesamte Zusatzgehäuse 61 als von dem Vibratorgehäuse 1 entfernt
vorstellt.
Auch bei der Betriebsweise 2 übernehmen die Hydraulikmotoren 40 und 42
die Abdeckung der Anforderungen des Vibrators bezüglich Nutzleistung
und Verlustleistung. Während bei der Betriebsweise 1 die am Zahnrad 25
abgreifbare Scheinleistung der einen Unwuchtkörpergruppe über das
Überlagerungsgetriebe 55 geleitet wurde und über dessen Zahnrad 57 der
anderen Unwuchtkörpergruppe (mit umgekehrtem Vorzeichen für die Rich
tung des Drehmomentes) wieder zugeführt wurde, müssen die bei der Ein
stellung eines Relativ- Stellwinkels 0°< β< 180° auftretenden Scheinleistungen
beider Unwuchtkörpergruppen von den Hydromotoren 40 und 42 noch zu
sätzlich aufgebracht werden. So muß der Hydromotor 40 bzw. der Hydro
motor 42 zusätzlich noch die Scheinleistung für die den Zahnrädern
22/23/24 bzw. 25/26/27 zugeordneten Teil-Unwuchtkörper mit aufbringen.
Die Veränderung des Relativ-Stellwinkels β bzw. die Veränderung des re
sultierenden Fliehmomentes MRes erfolgt in der Betriebsweise 2 dadurch,
daß in einer dem Fachmann bekannten Art die Drehwinkel der beiden Hy
dromotoren auch während der Betriebs-Rotation der Unwuchtwellen nach
vorgegebenen Werten für die Relativlage beider Drehwinkel geregelt oder
gesteuert werden.
Bei der gezeigten Hintereinanderschaltung der Motoren kann die Beeinflus
sung der Relativlage sehr einfach dadurch vorgenommen werden, daß man
in der zwischen beiden Motoren liegenden Druckleitung durch einen Ein
griff von außen (symbolisiert durch den Pfeil 80) den Druck beeinflußt.
Die Herstellung eines Minimalstellungs-Anschlages kann auch hier durch
Benutzung des mechanischen Anschlages 63/65 geschehen. Dies empfiehlt
sich vor allem auch dann, wenn mit den gleichen (oder vergleichbaren)
Anschlagorganen gleichzeitig auch ein Anschlag zur Begrenzung des für
das maximale resultierende Fliehmoment MRes,max zuständigen Relativ-
Stellwinkels βmax realisiert werden kann.
Claims (11)
1. Rammvibrator mit einem auf um eine mittlere und zwei äußere Achsen
rotierende Teil-Unwuchtkörper derart verteilten maximalen Fliehmoment M,
daß ein Anteil von M/2 auf die mittlere Achse und ein Anteil von je M/4
auf je eine äußere Achse entfällt, welche Teil-Unwuchtkörper entspre
chende Teil-Fliehmomente verkörpern, und von welchen Rotationsachsen
wenigstens zwei eine zur Schwingrichtung parallele Ebene definieren, ge
kennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale,
- - Das gesamte maximale Fliehmoment M ist auf zwei Unwuchtkörpergruppen verteilt,
- - Die Gesamt-Fliehmomente MG,1 bzw. MG,2 jeder Unwuchtkörpergruppe sind mit die drei Teil-Fliehmomente verkörpernden drei Teil-Unwuchtkör pern auf drei Achsen verteilt, wobei die Teil-Unwuchtkörper einer Un wuchtkörpergruppe bezüglich ihres Drehwinkels mittels wenigstens je ei nes Zahnradstranges pro Unwuchtkörpergruppe zwangssynchronisiert sind,
- - die Teil-Fliehmomente einer Rotationsachse unterschiedlicher Gruppen zugehörigkeit sind bezüglich ihrer Drehpunkte koaxial auf der Achse an geordnet,
- - wenigstens bei der mittleren Achse sind die Teil-Unwuchtkörper auf der Achse derart aufgeteilt, daß der Teil-Unwuchtkörper der einen Unwucht körpergruppe in zwei Teil-Teilunwuchtkörper aufgeteilt ist, welche mit ei nem dazwischen liegenden Zwischenraum koaxial angeordnet sind, wobei in dem Zwischenraum der andere Teil-Unwuchtkörper der anderen Unwucht körpergruppe koaxial untergebracht ist, und wobei die beiden Teil-Teilun wuchtkörper einerseits und der andere Teil-Unwuchtkörper andererseits relativ zueinander verdrehbar sind.
- - beide Unwuchtkörpergruppen weisen die gleiche Rotier-Richtung auf,
- - die zwecks Veränderung des resultierenden Fliehmomentes MRes aller Teil-Fliehmomente durchführbare Verstellung des Relativ-Stellwinkels β ist dadurch bewirkt, daß die koaxial angeordneten Zahnräder der Zahnrads träge zweier unterschiedlicher Unwuchtkörpergruppen mit einem Verdreh winkel relativ zueinander verstellt sind.
2. Rammvibrator nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Kombination
folgender Merkmale,
- - wenigstens bei der mittleren Achse sind die die Fliehkräfte der Teil-Un wuchtkörper auf das Vibratorgehäuse übertragen den Lager Rollen-Wälzla ger,
- - wenigstens beim Erreichen eines Minimalstellungs-Anschlages ist wenig stens für die Lager der mittleren Achse eine auf die Lager wirkende Min dest-Radialkraft FR,M erzeugt, und zwar entweder durch die Fliehkraft ei nes Rest-Fliehmomentes MRes,An, < 0, oder durch eine radial über ein Hilfslager auf die Lagerwelle aufgebrachte Hilfskraft,
- - der Minimalstellungs-Anschlag ist entweder durch mechanische Anschlag kräfte innerhalb der Verstelleinrichtung für die Verstellung des Relativ- Stellwinkels β oder zwischen zwei gemeinsam auf einer der Achsen rotie renden Bauteilen herbeigeführt oder durch von hydraulischen Drücken bei hydraulischen Positioniervorgängen erzeugten Kräften herbeigeführt.
3. Rammvibrator nach Anspruch 1 in Verbindung mit Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Minimalstellungs-Anschlag durch einen hydrauli
schen Positioniervorgang eines Hydraulikzylinders einer Verstelleinrichtung
an einer zwischen zwei Kolben-Endstellungen liegenden vorbestimmten
dritten Position herbeigeführt ist.
4. Rammvibrator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Verstellung des Relativ-Stellwinkels β bewirkt ist durch ein
Überlagerungsgetriebe, dessen Eingang mit einem Zahnradstrang der einen
Unwuchtkörpergruppe und dessen Ausgang mit einem Zahnradstrang der
anderen Unwuchtkörpergruppe drehmomentübertragend verbunden ist.
5. Rammvibrator nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verstellung des Relativ-Stellwinkels β bewirkt ist durch
wenigstens zwei hydraulische Stell- und Antriebsmotoren, deren einer Mo
torrotor mit einem Zahnradstrang der einen Unwuchtkörpergruppe und de
ren anderer Motorrotor mit einem Zahnradstrang der anderen Unwuchtkör
pergruppe drehmomentübertragend verbunden ist.
6. Rammvibrator nach Anspruch 1 in Verbindung mit Anspruch 2 und 5,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Minimalstellungs-Anschlag durch einen
hydraulischen Positioniervorgang unter Mitwirkung zweier mit ihren Roto
ren stets mitumlaufenden Stell- und Antriebsmotoren herbeigeführt ist.
7. Rammvibrator nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeich
net, daß das bei Erreichen des Minimalstellungs-Anschlages eingestellte
Rest-Fliehmoment MRes,An ca. 5% oder mehr des maximal vorhandenen
Fliehmomentes M beträgt.
8. Rammvibrator nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeich
net, daß die im Leerlauf des Rammvibrators bei Erreichen des Minimalstel
lungs-Anschlages sich einstellende Rest-Schwingamplitude ca. 5% oder mehr
der bei gleicher dynamischer Masse bei eingestelltem maximalen Fliehmo
ment M sich einstellenden Schwingamplitude beträgt.
9. Rammvibrator nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeich
net, daß das bei Erreichen des Minimalstellungs-Anschlages vorhandene
Rest-Fliehmoment MRes,An in Abhängigkeit von der dabei gefahrenen Dreh
zahl der Unwuchtkörper eingestellt ist.
10. Rammvibrator nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß wenigstens an der mittleren Achse das Rest-Fliehmoment
MRes,An dadurch erzeugt ist, daß das Teil-Fliehmoment der einen Un
wuchtkörpergruppe größer ist als das Teil-Fliehmoment der anderen Un
wuchtkörpergruppe.
11. Rammvibrator nach einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß das Gesamt-Fliehmoment MG,1 und MG,2 beider
Unwuchtkörpergruppen zur Hälfte auf die Teil-Unwuchtkörper der mittle
ren Achse und zu je einem Viertel auf die äußeren Achsen aufgeteilt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944439170 DE4439170A1 (de) | 1994-11-06 | 1994-11-06 | Rammvibrator zur Erzeugung von gerichteten Schwingungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944439170 DE4439170A1 (de) | 1994-11-06 | 1994-11-06 | Rammvibrator zur Erzeugung von gerichteten Schwingungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4439170A1 true DE4439170A1 (de) | 1996-05-09 |
Family
ID=6532333
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944439170 Withdrawn DE4439170A1 (de) | 1994-11-06 | 1994-11-06 | Rammvibrator zur Erzeugung von gerichteten Schwingungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4439170A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19631991A1 (de) * | 1996-08-08 | 1998-03-12 | Abi Maschinenfabrik Und Vertri | Vibrator, insbesondere für einen Vibrationsbären |
| US6504278B1 (en) | 1998-05-08 | 2003-01-07 | Gedib Ingenieurburo Und Innovationsberatung Gmbh | Regulating device for adjusting the static moment resulting from unbalanced mass vibration generators |
| DE202015003475U1 (de) | 2015-02-11 | 2016-05-12 | Liebherr-Components Biberach Gmbh | Rüttler |
| DE202018100511U1 (de) * | 2018-01-30 | 2019-05-03 | Liebherr-Werk Nenzing Gmbh | Hydraulischer Rüttlerantrieb sowie ein Ramm- und/oder Bohrgerät mit einem hydraulischen Rüttlerantrieb |
-
1994
- 1994-11-06 DE DE19944439170 patent/DE4439170A1/de not_active Withdrawn
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| DE19631991A1 (de) * | 1996-08-08 | 1998-03-12 | Abi Maschinenfabrik Und Vertri | Vibrator, insbesondere für einen Vibrationsbären |
| DE19631991B4 (de) * | 1996-08-08 | 2005-02-24 | Abi Maschinenfabrik Und Vertriebsgesellschaft Mbh | Vibrator, insbesondere für einen Vibrationsbären |
| US6504278B1 (en) | 1998-05-08 | 2003-01-07 | Gedib Ingenieurburo Und Innovationsberatung Gmbh | Regulating device for adjusting the static moment resulting from unbalanced mass vibration generators |
| DE202015003475U1 (de) | 2015-02-11 | 2016-05-12 | Liebherr-Components Biberach Gmbh | Rüttler |
| WO2016128136A1 (de) | 2015-02-11 | 2016-08-18 | Liebherr-Components Biberach Gmbh | Rüttler |
| US10376921B2 (en) | 2015-02-11 | 2019-08-13 | Liebherr-Components Biberach Gmbh | Vibrator |
| DE202018100511U1 (de) * | 2018-01-30 | 2019-05-03 | Liebherr-Werk Nenzing Gmbh | Hydraulischer Rüttlerantrieb sowie ein Ramm- und/oder Bohrgerät mit einem hydraulischen Rüttlerantrieb |
| EP3517689A1 (de) * | 2018-01-30 | 2019-07-31 | Liebherr-Werk Nenzing GmbH | Hydraulischer rüttlerantrieb sowie ein ramm- und/oder bohrgerät mit einem hydraulischen rüttlerantrieb |
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