DE4438065A1 - Vorgesteuertes 2/2-Wege-Sitzventil - Google Patents
Vorgesteuertes 2/2-Wege-SitzventilInfo
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- F15—FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
- F15B—SYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F15B13/00—Details of servomotor systems ; Valves for servomotor systems
- F15B13/02—Fluid distribution or supply devices characterised by their adaptation to the control of servomotors
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Description
Die Erfindung betrifft ein 2/2-Wege-Sitzventil nach dem Oberbe
griff des Anspruchs 1. Ein derartiges Ventil ist durch die DE 30
42 015 C2 bekannt. Bei diesem bekannten Ventil ist das Vor
steuerventil als Einbauventil in dem Abschlußdeckel des Haupt
ventils angeordnet. Der Druckausgleich des Vorsteuerventils
erfolgt dadurch, daß der Sitzkörper des Vorsteuerventils eine
kolbenförmige Verlängerung aufweist, deren Querschnitt in etwa
der Querschnittsfläche der Sitzfläche des Vorsteuerventils
entspricht und der Sitzkörper gemeinsam mit der kolbenförmigen
Verlängerung einen separaten Abflußraum begrenzen. Die dem Ab
flußraum abgekehrten Flächen von Sitzkörper und kolbenförmiger
Verlängerung werden im geschlossenen Zustand des magnetbetätig
ten Vorsteuerventils vom Pumpendruck beaufschlagt. Dadurch be
steht die Gefahr, daß über das Führungsspiel der kolbenförmigen
Verlängerung des Sitzkörpers des Vorsteuerventils Arbeitsflüs
sigkeit zum Abflußraum bzw. zum Tank entweichen kann.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein vorgesteuertes 2/2-
Wege-Sitzventil zu schaffen, das eine kompakte Bauweise aufweist
und darüberhinaus die Möglichkeit eröffnet völlig leckölfrei zu
arbeiten. Dies wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Anspruches 1 erreicht. Weitere Merkmale der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen. Ein Ausführungsbeispiel der Erfin
dung wird nachfolgend anhand der einzigen Figur beschrieben.
In der Figur ist mit 1 das Ventilgehäuse bezeichnet, das eine
Durchgangsbohrung 2 mit Bohrungsabschnitten verschiedene Durch
messer aufweist. Im Bohrungsabschnitt 2a ist der Sitzkörper 3
des Hauptventils geführt. Ein Bohrungsabschnitt 2b weist die
Sitzfläche 4 für den Sitzkörper 3 des Hauptventils auf und
mündet in den Abflußraum 5, der vom Stufenbohrungsabschnitt 2c
gebildet wird. Dieser Stufenbohrungsabschnitt 2c dient gleich
zeitig zur Aufnahme der Gehäusehülse 6, die mittels Dichtungen 7
den Abflußraum 5 flüssigkeitsdicht nach außen abdichtet. Der
Sitzkörper 3 des Hauptventils weist eine zylindrische Ausnehmung
8 auf, in der der Sitzkörper 9 des Vorsteuerventils unterge
bracht ist. Der Sitzkörper 9 verschließt oder öffnet die am
Boden des Sitzkörpers 3 vorgesehene Austrittsöffnung 10 für den
von der Ausnehmung 8 sowie dem Bohrungsabschnitt 2aa begrenzten
Steuerraum 11 des Hauptventils. Der Sitzkörper 9 des Vorsteuer
ventils weist eine kolbenförmige Verlängerung 12 auf, die in
einem Führungskörper 13 geführt ist. Der Führungskörper 13 ist
in einer Ausnehmung 14 des Abschlußdeckels 15 angeordnet und
begrenzt gleichzeitig den Steuerraum 11 des Hauptventils nach
außen. Die neben dem Bohrungsabschnitt 2a liegende ringförmige
Kammer 17 steht mit dem Pumpenanschluß P in Verbindung und wird
durch den Sitzkörper 3 vom Abflußraum 5 im geschlossenen Zustand
getrennt oder im geöffneten Zustand mit diesem verbunden. Der
mit dem Pumpenanschluß P in Verbindung stehende Ringkanal 17
steht über eine axial gerichtete Gehäusebohrung 18 mit einem vom
Gehäusedeckel 15 und Führungskörper 13 begrenzten Raum 20 in
Verbindung, der seinerseits über eine Drosselbohrung 21 mit dem
Steuerraum 11 des Hauptventils in Verbindung steht. Damit wird
der Steuerraum 11 im geschlossenen Zustand des Sitzkörpers 9 des
Vorsteuerventils vom Pumpendruck beaufschlagt, so daß letzterer
den Sitzkörper 3 auf seine Sitzfläche 4 drückt, und damit der
Sitzkörper 3 seine geschlossene Position einnimmt. Der freie
Querschnitt der von dem Sitzkörper 9 zu verschließende Aus
trittsöffnung 10 sowie der Querschnitt der kolbenförmigen Ver
längerung 12 des Sitzkörpers 9 ist gleich groß, so daß der im
Steuerraum wirkende Pumpendruck keine resultierende Kraft auf
den Sitzkörper 9 ausüben kann. Der Sitzkörper 9 wird durch eine
Feder 22 in Schließrichtung beaufschlagt, die sich mit ihrem
einen Ende am Führungskörper 13 und mit ihrem anderen Ende an
einem hülsenförmigen Federteller 23 abstützt, der auf den
kugelförmigen Sitzkörper 9 kraft schlüssig aufsitzt und in der
zylindrischen Aufnehmung 8 des Sitzkörpers 3 des Hauptventils
geführt ist. Durch Radialbohrungen 25 ist sichergestellt, daß
der von der zylindrischen Ausnehmung 8 gebildete Teilbereich des
Steuerraumes 11 auf beiden Seiten des hülsenförmigen Federtel
lers ausreichende Verbindung hat, damit im geöffneten Zustand
des Sitzkörpers 9 die Steuerflüssigkeit in die Austrittsöffnung
10 entweichen kann. Damit aus dem Steuerraum 11 keine Steuer
flüssigkeit über den Führungsspalt zwischen kolbenförmiger Ver
längerung 12 und Führungskörper 13 austritt, ist im letzteren
ein Dichtungsring 41 vorgesehen.
Auf der im Abschlußdeckel 15 gegenüberliegenden Seite des Gehäu
ses 1 ist ein Schaltmagnet 26 in dem mit Gewinde versehenen Boh
rungsabschnitt 2d des Gehäuses 1 eingeschraubt. Die Ankerstange
27 des Schaltmagneten 26 steht in kraftschlüssiger Verbindung
mit einer in der Führungsbohrung 28 der Gehäusehülse 6 geführten
kolbenförmigen Verlängerung 29 des Bolzens 30, der mit dem Sitz
körpern 9 des Vorsteuerventils bei Betätigung des Schaltmagneten
26 den Sitzkörper 9 des Vorsteuerventils gegen die Kraft der
Feder 22 in Offenstellung verschiebt und damit den Steuerraum 11
des Hauptventils mit dem Abflußraum 5 verbindet. Durch die damit
verbundene Druckentlastung des Steuerraumes 11 kann der Sitzkör
per 3 mit geringer Kraft in seine Offenstellung verschoben wer
den. Dies erfolgt hydraulisch, indem die Führungsbohrung 2a
geringfügig größer ist als der freie Durchmesser der Sitzfläche
4, so daß durch die dadurch entstehende Ringfläche vom Pumpen
druck in Öffnungsrichtung des Sitzkörpers 3 beaufschlagt sind,
zusätzlich wird der Sitzkörper 3 von dem Schaltmagneten 26 in
Öffnungsrichtung verschoben, indem sich der Bolzenabschnitt 31
mit seiner stirnseitigen Ringfläche 32 an die Anschlagfläche 33
des Sitzkörpers 3 kraftschlüssig anlegt, nachdem vorher durch
den Bolzen 30 der Sitzkörper 9 des Vorsteuerventils geöffnet und
der Steuerraum 11 druckentlastet worden ist. Zum Öffnen des
Sitzkörpers 9 des Vorsteuerventils ist lediglich die Schließ
kraft der Feder 22 sowie die geringen Reibungskräfte der kolben
förmigen Verlängerung 12 in der Führungsbüchse 13 zu überwinden
und das zusätzliche Öffnen des Sitzkörpers 3 erfordert lediglich
die Überwindung der geringen Reibungskraft beim Verschieben des
Sitzkörpers 3 im Bohrungsabschnitt 2a. Der Betätigungsmagnet 26
braucht also nur eine geringe Schaltkraft aufzuweisen. Um
sicherzustellen, daß auch bei kleiner Schließkraft der Feder 22
sich der Sitzkörper 9 des Vorsteuerventils sicher aus seiner
geöffneten Schaltstellung in seine geschlossene Schaltstellung
verschiebt, wird die nach außen geführte Stirnseite 12a der
kolbenförmigen Verlängerung des Sitzkörpers 9 mit dem Pumpen
druck beaufschlagt. Um dies in einfacher Weise zu erreichen,
wird der von der Stirnseite 12a begrenzte Raum 35 im Gehäuse
deckel 15 über Bohrungsabschnitte 36, 37 mit dem Ringraum 20
verbunden, der über den Kanal 18 mit der vom Pumpendruck beauf
schlagten Ringkammer 17 in Verbindung steht. Die Druckbeauf
schlagung der Stirnseite 12a der kolbenförmigen Verlängerung des
Sitzkörpers 9 erfordert auch eine Druckbeaufschlagung des
magnetseitigen Endes der kolbenförmigen Verlängerung 29 des
Bolzen 30. Dies erfolgt durch einen Verbindungskanal 36 zwischen
dem mit der Pumpe in Verbindung stehenden Ringraum 17 mit dem
Magnetraum 37. Da die kolbenförmigen Verlängerungen 12 und 29
eine kraftschlüssige Verschiebeeinheit bilden, müssen beide
annähernd gleiche druckbeaufschlagte Flächen aufweisen, um
zueinander druckausgeglichen zu sein. Damit eine in Schließrich
tung des Sitzkörpers des Vorsteuerventils wirkende resultierende
hydraulische Kraft auftritt, muß die druckbeaufschlagte Fläche
der mit dem Schaltmagneten zusammenwirkende kolbenförmigen Ver
längerung 29 etwas kleiner sein als die druckbeaufschlagte
Fläche der kolbenförmigen Verlängerung 12 des Schließkörpers 9.
Damit in diesem Fall in der Schließstellung vom Vorsteuer- und
Hauptventil keine Leckflüssigkeit über den Führungsspalt zwi
schen kolbenförmiger Verlängerung 29 und Führungsbohrung 28 der
Gehäusehülse 6 vom Magnetraum 37 in den Abflußraum 5 abströmt,
ist im Führungsbereich eine Dichtung 40 vorgesehen. Der Dicht
ring 41 zwischen kolbenförmiger Verlängerung 12 des Sitzkörpers
9 und dem Führungskörper 13 gewährleistet in diesem Falle, daß
die in den Steuerraum 11 zugeführte Menge der Steuerflüssigkeit
ausschließlich vom freien Querschnitt der Drosselbohrung 21
bestimmt wird.
Claims (9)
1. Vorgesteuertes 2/2-Wege-Sitzventil, wobei der Steuerraum
des Hauptventils von einem druckausgeglichenen von Federkraft in
Schließrichtung beaufschlagbaren als Sitzventil ausgebildeten
Vorsteuerventil druckentlastbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die den Abflußsteuerraum (5) des Hauptventils zugekehrte Baden
fläche des Sitzkörpers (3) des Hauptventils gleichzeitig eine
die Sitzfläche für den Sitzkörper (9) des Vorsteuerventils bil
dende Austrittsöffnung (10) für den Steuerraum (11) des Haupt
ventils aufweist.
2. Vorgesteuertes 2/2-Wege-Sitzventil nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß der Sitzkörper (9) des Vorsteuerven
tils auf seiner der Sitzfläche (10) abgewandten Seite eine kol
benförmige Verlängerung (12) aufweist, die aus dem Steuerraum
(11) des Hauptventils nach außen geführt ist und deren Quer
schnittsfläche in etwa der Querschnittsfläche der vom Sitzkörper
des Vorsteuerventils gesteuerten Austrittsöffnung (10) des
Steuerraumes des Hauptventils entspricht.
3. Vorgesteuertes 2/2-Wege-Sitzventil nach den Ansprüchen 1
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sitzkörper (9) des Vor
steuerventils auf seiner den Abflußsteuerraum (5) des Hauptven
tils zugekehrten Seite mit einem kraftbetätigbaren Bolzen (30)
mit einer aus dem Abflußsteuerraum nach außen geführten, von
einer Kraft beaufschlagten kolbenförmigen Verlängerung (29) in
kraftschlüssiger Verbindung bringbar ist.
4. Vorgesteuertes 2/2-Wege-Sitzventil nach den Ansprüchen 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die kraftbeaufschlagte Quer
schnittsfläche der kolbenförmigen Verlängerung (29) geringfügig
kleiner ist als die aus dem Steuerraum (11) des Hauptventils
nach außen geführte kolbenförmige Verlängerung (12) des Sitz
körpers des Vorsteuerventils und beide Querschnittsflächen der
außen liegenden kolbenförmigen Verlängerung vom gleichen Druck
beaufschlagbar sind.
5. Vorgesteuertes 2/2-Wege-Sitzventil nach Anspruch 4, da
durch gekennzeichnet, daß die Querschnittsflächen der außen
liegenden kolbenförmigen Verlängerungen (12, 29) vom Pumpendruck
beaufschlagbar sind.
6. Vorgesteuertes 2/2-Wege-Sitzventil nach den Ansprüchen 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die kolbenförmige Verlänge
rung (12) des Sitzkörpers (9) des Vorsteuerventils in einem
Führungskörper (13) geführt ist, der gleichzeitig den Steuerraum
des Hauptventils abschließt und in einer Ausnehmung (14) des Ab
schlußdeckels (15) mit einem mit dem Pumpenanschluß P in Ver
bindung stehende Kammer (35) angeordnet ist und die kraftbeauf
schlagte kolbenförmige Verlängerung (29) des mit dem Sitzkörper
in kraftschlüssiger Verbindung bringbaren Bolzens (30) in eine
Gehäusehülse (6) geführt ist und der von der Gehäusehülse kraft
seitig begrenzte Raum (37) vom Pumpendruck beaufschlagt ist und
beide kolbenförmigen Verlängerungen auf einer gemeinsamen Achse
liegen.
7. Vorgesteuertes 2/2-Wege-Sitzventil nach einem der vor
hergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sitz
körper (3) des Hauptventils eine Ausnehmung (8) zur Aufnahme des
Sitzkörpers (9) des Vorsteuerventils und der den Sitzkörper auf
seine Sitzfläche drückenden Feder (22) aufweist.
8. Vorgesteuertes 2/2-Wege-Sitzventil nach Anspruch 7, da
durch gekennzeichnet, daß der mit einer sphärischen Sitzfläche
(10) zusammenwirkende Sitzkörper (9) des Vorsteuerventils kugel
förmig ausgebildet ist und über einen in der Ausnehmung (8) des
Sitzkörpers des Hauptventils geführten hülsenförmig ausgebilde
ten Federteller (23) mit der Feder (22) in Kraftschluß steht.
9. Vorsteuertes 2/2-Wege-Sitzventil nach einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die kolbenför
mige Verlängerung (29) des Bolzens (30) von einem Schaltmagneten
(26) kraftbeaufschlagt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944438065 DE4438065A1 (de) | 1994-10-25 | 1994-10-25 | Vorgesteuertes 2/2-Wege-Sitzventil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944438065 DE4438065A1 (de) | 1994-10-25 | 1994-10-25 | Vorgesteuertes 2/2-Wege-Sitzventil |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4438065A1 true DE4438065A1 (de) | 1996-05-02 |
Family
ID=6531623
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944438065 Withdrawn DE4438065A1 (de) | 1994-10-25 | 1994-10-25 | Vorgesteuertes 2/2-Wege-Sitzventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4438065A1 (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1994
- 1994-10-25 DE DE19944438065 patent/DE4438065A1/de not_active Withdrawn
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| Title |
|---|
| Grundlagen und Komponenten der Fluidtechnik Hy- draulik. Der Hydraulik Trainer, Bd.1, Mannes- mann Rexroth GmbH, Lohr, 2.Aufl., 1991, S.203- S.207 * |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: MANNESMANN REXROTH AG, 97816 LOHR, DE |
|
| 8141 | Disposal/no request for examination |