DE4431391A1 - Vorrichtung zum Walzen von Rohren nach dem Pilgerwalzverfahren - Google Patents
Vorrichtung zum Walzen von Rohren nach dem PilgerwalzverfahrenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Walzen von Rohren nach dem
Pilgerwalzverfahren mit einem in Walzrichtung hin- und herbewegbaren
Walzgerüst mit drei in einer gemeinsamen vertikalen Ebene gleichmäßig um
das Rohr verteilt angeordneten verjüngend kalibrierten Walzen, deren
Kaliber das Rohr auf jeweils 120 Grad umschlingen und die mit
wechselndem Drehsinn über dem Rohr abrollen, indem sich ein entsprechend
kalibrierter Dorn befindet.
Üblicherweise wird in Pilgerwalzwerken über zwei kalibrierte
Arbeitswalzen Rohrmaterial durch Streckung im Querschnitt reduziert. Die
Walzen sind in einem Walzgerüst angeordnet, das über einen Kurbeltrieb
angelenkt ist und eine Hin- und Herbewegung relativ zum Walzgut
ausführt. Die Drehmomentübertragung zur Drehachse der Arbeitswalzen
erfolgt über Ritzel, die sich bei der Walzgerüstbewegung über
Zahnstangen abwälzen. Verfahrensbedingt wird bei diesem Auswalzprozeß in
den Endlagen, in denen die Arbeitswalzen mit dem Walzgut nicht im
Eingriff sind, das Rohr gedreht und vorgeschoben. Die Vorschub- und
Drehbewegung des Rohres wird mittels Spannschlitten bzw. Spannfutter
ausgeführt. Der Antrieb dieser Einrichtung erfolgt über ein separates
Dreh-/Vorschubgetriebe.
Durch die die Gattung zur vorliegenden Erfindung bildende DE 38 44 162
ist eine Bauweise eines Kaltpilgerwalzgerüstes bekannt geworden, bei der
die Verformung des Walzgutes über drei Walzen erfolgt die in einem
Winkel von 120 Grad zueinander angeordnet sind.
Im Vergleich der Fig. 2 und 3 der vorliegenden Unterlagen werden die
für den Umformprozeß resultierenden Vorteile der Dreiwalzenanordnung
(Fig. 3) gegenüber der Zweiwalzenanordnung (Fig. 2) erkennbar. In den
Figuren ist jeweils ein zur Umformrichtung senkrechter Schnitt durch das
Arbeitskaliber dargestellt. Die umformtechnisch bedingten Freischnitte
α und β sind für die Erklärung der walztechnischen Unterschiede in
einer stark übertriebenen Weise dargestellt. Verfahrensbedingt entstehen
an diesen Stellen beim Umformprozeß erhebliche Zugspannungen innerhalb
der Rohrwand. Die auftretenden Zugspannungen wachsen mit der relativen
Größe der Freischnittsegmente und wirken sich bei großen Rohrvorschüben
durch partielle Rohrwandeinschnürungen aus. Folglich kann durch eine
Reduzierung dieser Freischnittbereiche die Zugspannung im Rohr abgebaut
und die Vorschub- bzw. Produktionsleistung erhöht werden. Wie in Fig. 2
verdeutlicht ist, können bei gleicher Freischnittgeometrie (vereinfacht
dargestellt durch Radius R) die Segmente durch eine 120 Grad-Anordnung
entscheidend verkleinert werden. Weiterhin kann durch drei Druckpunkte
eine Ovalisierung des Rohres, wie es bei einer 180 Grad-Anordnung der
Fall ist, reduziert bzw. komplett vermieden werden.
Wenn auch die Walzverhältnisse bei der Anwendung von Dreiwalzengerüsten
wie dargestellt zu verbessern sind, so ist doch die konstruktive
Ausgestaltung eines derartigen Walzgerüstes schwierig. Die
doppelseitige Lagerung der Walzen und deren Antriebsverteilung
erfordert einen erheblichen Bauraum, die Lebensdauer der
Walzenachsenlagerung ist infolge der hohen Belastung der nicht beliebig
groß zu gestaltenden Lager relativ gering. Groß dimensionierte
Walzenlager würden das Gerüst selbst und die zu bewegenden Massen
vergrößern und den zur Verfügung stehenden Platz verringern, der durch
die Überschneidung der Achsen für die jeweiligen Lager ohnehin begrenzt
ist. Bekannte Walzgerüste dieser Anordnung mit realistischen
Belastungsdaten haben eine maximal zu erreichende Lagerlebensdauer (Lh)
von ungefähr 550 Stunden.
Ausgehend von den beschriebenen Problemen des Standes der Technik bei
Anwendung der Dreiwalzentechnik wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß
die Walzen fliegend gelagert sind und derartig asymmetrisch kalibriert
sind, daß die Umschlingungswinkel der der Antriebsseite zugewandten
Kaliberflanken jeder Walze zwischen 85 und 90 Grad betragen.
Die Überlegungen zur Erhöhung der Lagerlebensdauergrenze führte zu der
Lösung, die Walzenscheiben "fliegend" zu lagern und unsymmetrisch zu
belasten. Die fliegende Lagerung der Walzenachsen vermeidet eine
Überschneidung der Lagerstellen, bedingt jedoch durch die stärkere
Belastung im Bereich der Walzenscheiben stärkere bzw. größere
Wälzlager. Durch die asymmetrische Kalibrierung der Walzen in der
vorgeschlagenen Art ergibt sich jedoch eine unsymmetrische Belastung mit
dem Ergebnis, daß das vordere Lager radial entlastet und das hintere
Lager zusätzlich axial belastet wird. So werden auf Kosten des
hinteren Lagers die Lager im vorderen Bereich der Walze relativ klein
gehalten.
Vorzugsweise ist vorgesehen, daß der Kaliberdruckpunkt jeder Walze
ausgehend von der durch den Kalibergrund senkrecht zur Walzenachse
verlaufenden Ebene um etwa 30 Grad, vorzugsweise 32 Grad in Richtung
Antriebsseite verschoben ist. Bei diesem Winkel haben sich
erstaunlicherweise die besten Ergebnisse hinsichtlich der Lebensdauer
der beiden Lager und für die Biege- und Vergleichsspannung innerhalb
der Achsen ergeben. Infolge der geringeren Spannungen ergeben sich auch
kleine Durchbiegungen, so daß auf den Einsatz der sonst üblichen
Pendelrollenlager verzichtet werden kann. Die theoretische
Lagerlebensdauer kann mit dieser Bauweise erheblich gesteigert werden
und liegt um mehr als dreifach höher.
Für die Drehmomentübertragung wären für diese Walzenausbildung zwei
Alternativen denkbar, nämlich daß der Antrieb der Walzen über jeder
Walze zugeordnete Ritzel und Zahnstangen erfolgt, wie dies bei
Zweiwalzenkaltpilgerwalzwerken bislang üblich ist. Alternativ dazu ist
denkbar, daß der Antrieb über ein Ritzel/Zahnstangen-Paar über eine
weite Ebene erfolgt, die durch Stirnräder mit der Walzachsebene
verbunden ist.
Bei einer exzentrischen Ausführung der Lagerung der Walzen wird es
möglich, die Walzscheiben nach Verschleiß zuzustellen. Des weiteren ist
es denkbar, die Walzen in ihren Lagerungen axial anstellbar zu
gestalten, um ebenfalls Verschleiß ausgleichen zu können.
Eine günstige Ausführung der Lagerung der Walze ist im Anspruch 5
beschrieben.
Durchgeführte theoretische Untersuchungen haben ergeben, daß
hinsichtlich der plastischen Verformung durch die unsymmetrische
Anordnung der Walzenkaliber keine nennenswerten Unterschiede gegenüber
der symmetrischen Kalibrierung entstehen. Bedingt durch die Verlagerung
des Kaliberdruckpunktes ergibt sich darüber hinaus im Kaliber eine
Verdrehung des Rohres, die benutzt werden kann, um die aufwendigen
Einrichtungen zur Drehung des Rohres zu vereinfachen oder ggfs. völlig
einzusparen.
Zusammenfassend ergeben sich durch die vorliegende Erfindung folgende
Vorteile:
- - Entlastung der kritischen Lagerstellen durch die Kräfteverteilung mittels einer unsymmetrischen Belastung und "fliegenden" Lagerung der Walzachsen
- - gezielte Drehung des Rohres durch die aus der Bauweise resultierende Kaliberform,
- - Reduzierung der Vergleichs- und Biegespannungen auf ein relatives Minimum durch die spezielle konstruktive Ausführung der Achsenlagerung in Verbindung mit der Verschiebung des Kaliberdruckpunktes sowie
- - Zustellbarkeit der Walzscheiben durch axiale bzw. radiale Verstellung der Lagerung.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird nachfolgend beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 das Walzgerüst nach der Erfindung,
Fig. 2 ein senkrechter Schnitt durch das Arbeitskaliber eines
bekannten Zweiwalzengerüstes,
Fig. 3 ein senkrechter Schnitt durch ein bekanntes Dreiwalzengerüst,
Fig. 4 die schematische Darstellung der Lagerung und des Antriebes
eines bekannten Dreiwalzengerüstes.
Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel der Lagerung einer erfindungsgemäßen
Walze und
Fig. 6 und 7 zwei Schaubilder der theoretischen Lagerlebensdauer und der
Biege- und Vergleichsspannungen bei einer Lagerung nach
Fig. 5.
In Fig. 2 ist grob vereinfacht und ausschnittsweise ein senkrechter
Schnitt durch das Arbeitskaliber eines Zweiwalzengerüstes dargestellt.
Das Kaliber 1 wird durch die beiden Arbeitswalzen 2 und 3 gebildet, die
sich unmittelbar gegenüberliegen und auf das Rohr 4 verformend
einwirken. Der umformtechnisch bedingte Freischnitt ist mit dem Winkel
α bezeichnet. Beim Umformprozeß entstehen im Bereich der
Freischnittwinkel erhebliche Zugspannungen innerhalb der Rohrwand, die
mit der relativen Größe der Freischnittsegmente anwachsen. Besonders bei
großen Rohrvorschüben wirken sich die Freischnittsegmente derartig aus,
daß partielle Rohrwandeinschnürungen entstehen. Umgekehrt bedeutet das,
daß durch eine Reduzierung dieser Freischnittsegmente die Zugspannung im
Rohr abgebaut und dadurch die Vorschub- und Produktionsleistung erhöht
werden kann.
Wie Fig. 3 verdeutlicht, können bei gleicher Freischnittgeometrie, die
in den Fig. 2 und 3 durch den Radius R angedeutet ist, die
Freischnittsegmente durch eine 120 Grad-Anordnung der Walzen
entscheidend verkleinert werden. Das bedeutet, daß bei Anordnung von
drei kalibrierten Walzen, die mit 4, 5 und 6 bezeichnet sind, und die um
jeweils 120 Grad zueinander versetzt um das Rohr angeordnet sind, der
Freischnittwinkel β und die Freischnittsegmente wesentlich geringer
werden. Darüber hinaus wird durch nunmehr drei auf den Rohrumfang
wirkenden Druckpunkten einer Ovalisierung des Rohres, wie es bei der in
Fig. 2 dargestellten 180 Grad-Anordnung der Walzen der Fall ist,
entgegengewirkt werden.
Fig. 4 zeigt grob schematisch die Lagerung und den Antrieb eines
bekannten Dreiwalzen-Satzes mit den Arbeitswalzen 4, 5 und 6, in die die
Kaliber 4a, 5a und 6a eingearbeitet sind. Die Walzen 4, 5 und 6 sind auf
den 60 Grad zueinander geneigt angeordneten Achsen 8 beidseitig der
Walzen bei 9 und 10 gelagert, so daß die symmetrisch in die Kaliber 4a,
5a und 6a eingeleiteten Walzkräfte von den Lagern 9 und 10 gleichmäßig
aufgenommen werden. Der Antrieb der Walzen 4, 5 und 6 erfolgt von nicht
dargestellten Antrieben über das Ritzel 11 über die Achse 8 der Walze 4,
wobei das Antriebsmoment auf die anderen Achsen 8 der Walzen 5 und 6
über Kegelradpaare 12 verteilt wird.
Wie aus der Zeichnungsfigur 4 erkennbar, benötigt die beidseitige
Lagerung 9, 10 der Walzen 4, 5 und 6 einen erheblichen Platz im
Walzgerüst, besonders, wenn bei hohen auftretenden Walzkräften die Lager
9 und 10 entsprechend groß dimensioniert sein müssen. Jenseits der Lager
9 und 10 sind die Kegelradpaare 12 zur Verteilung des Antriebsmomentes
erforderlich, die gleichfalls einen entsprechenden Platz im Gerüst
benötigen.
Die in Fig. 1 dargestellte Erfindung löst nicht nur das Platzproblem,
sondern auch die Belastungsverhältnisse im Walzgerüst in günstiger
Weise, so daß die Standzeiten der Walzenlager erheblich erhöht werden.
Wie in der Zeichnungsfigur erkennbar, sind die Walzen 4, 5 und 6
fliegend auf den Walzenachsen 8 angeordnet. Darüber hinaus sind die
Kaliber 4a, 5a und 6a der Walzen 4, 5 und 6 asymmetrisch derartig
gestaltet, daß jeweils der Umschlingungswinkel γ der der Antriebsseite
zugewandten Kaliberflanken jeder Walze 4, 5 und 6 zwischen 85 und 90
Grad beträgt. Bei einem gesamten Kaliberwinkel von 120 Grad ist somit
die andere Kaliberflanke des Kalibers 4a, 5a und 6a auf einen Winkel von
30 bis 35 Grad bestimmt. Durch das derartig gestaltete Kaliber 4a, 5a
und 6a jeder Walze 4, 5 und 6 ergibt sich eine Verschiebung des
Kaliberdruckpunktes 13, durch die das vordere Lager 15 entlastet und das
hintere Lager 16 belastet wird. Auf diese Weise können die vorderen
Lager 15 kleiner ausgebildet werden, als das bei beidseitig gelagerten
Walzen erforderlich war, während die hinteren Lager 16 höhere
Kraftanteile übernehmen. Es hat sich gezeigt, daß bei Verschiebung des
Kaliberdruckpunktes jeder Walze 4, 5 und 6 um einen Winkel δ von etwa
32 Grad günstige Werte für die Biege- und Vergleichsspannungen innerhalb
der Achsen 8 ergibt. Infolge der geringen Spannungen ergeben sich kleine
Durchbiegungen, so daß auf den Einsatz der sonst üblichen
Pendelrollenlager verzichtet werden kann. Es hat sich gezeigt, daß sich
mit der erfindungsgemäßen Bauweise die theoretische Lagerlebensdauer
unter Verwendung gleicher Belastungsdaten mit der erfindungsgemäßen
Walzenanordnung gegenüber konventionellen Dreiwalzenanordnungen mehr als
verdreifachen läßt.
In Fig. 1 ist für die Drehmomentübertragung eine Bauform dargestellt,
bei der das Drehmoment über eine zweite Ebene übertragen wird. Dabei ist
die Walzenebene mit X-Y und die Drehmomentebene (Antriebsebene) mit
X′-X′ bezeichnet. Die Drehmomentebene ist in der Zeichnungsfigur
strichpunktiert angedeutet, wobei der Antrieb in bekannter Weise über
das Ritzel 11 von der Zahnstange 17 über die Antriebswelle 18 und die
Stirnradpaarung 20, 21 auf die Walzenachse 8 übertragen wird. Die Welle
18 trägt auf der dem Ritzel 11 abgewandten Seite das Kegelrad 22,
welches mit Kegelrädern der in gleicher Ebene angeordneten Wellen 18
kämmen, die ebenfalls über Stirnradpaare 20, 21 mit den Walzenachsen 8
der Walzen 5 und 6 verbunden sind. Die Lager der Antriebswellen 18 sind
ebenfalls strichpunktiert dargestellt.
Eine Zustellung der Walzen ist durch eine exzentrische Ausführung der
Lagertöpfe (nicht dargestellt) und durch Verstellbarkeit der Lager 16 in
radialer bzw. axialer Richtung möglich.
Die Abb. 5 zeigt eine mögliche konstruktive Ausführung der Walzen
bzw. Walzachsenlagerung unter Berücksichtigung der vorher beschriebenen
Eigenschaften. In dieser Abbildung ist die Walze mit 23 bezeichnet. Sie
ist am freien Ende eines insgesamt mit 24 bezeichneten Antriebszapfens
befestigt, der aus den zwei ineinandergesteckten und durch
Schrumpfverband drehstarr miteinander verbundenen Teilen 24a, 24b
besteht. Die Walze ist drehfest mit dem Teil 24b verbunden. Am
entgegengesetzten Ende ist auf das Teil 24a des Antriebszapfens das
Stirnrad 31 aufgesetzt, das mit den Antriebsstirnrad 32 kämmt. Der
Antriebszapfen 24 ist in einer denselben koaxial umgebenden Buchse 25
gelagert, die im Walzgerüst 26 festgelegt ist. Die Lagerung erfolgt über
ein doppeltes Kegelrollenlager 27, das zwischen dem Teil 24a des
Antriebszapfens 24 und der Innenseite 25a der Buchse 25 angeordnet ist.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Buchse 25 mehrfach im
Durchmesser abgesetzt und trägt auf ihrem Außenumfang im Bereich der
Walze 23 das Lager 28, an dem die Walze 23 mit dem Zapfen 24 drehbar
gelagert ist. Zu diesem Zweck weist der Walzenkörper 28 bei 30 eine
Hinterdrehung auf, an deren Innenumfang der Außenring des Lagers 30
anliegt. Die derartig gestaltete Lagerung der Walze 23 gestattet nicht
nur eine raumsparende Bauweise, sondern auch eine besonders günstige
Verteilung der Biege- und Vergleichsspannungen.
In den Fig. 6 und 7 sind die theoretische Lagerlebensdauer sowie die
Vergleichs- und Biegespannungen in der Walzenachse graphisch
aufgetragen. Dabei ist für das Diagramm das in Fig. 5 mit 28
bezeichnete vordere Lager des Antriebszapfens mit A und das hintere
Lager 27 mit B bezeichnet. In der Graphik nach Fig. 6 wird die
Lebensdauer der Lager A und B in Abhängigkeit vom Belastungswinkel Theta
graphisch dargestellt, dabei ergibt sich unter einem Winkel von Theta
ungefähr 32 Grad, erstaunlicherweise ein deutlich relatives Maximum.
In der Graphik nach Fig. 7 wird die Vergleichs- und Biegespannung in
der Walzenachse einmal im Bereich des Lagers 28 (D) und einmal im
Bereich des Lagers 27 (E) aufgetragen, sowie innerhalb der Buchse 25
(F). Auch hier ist ein deutliches Minimum im Bereich eines
Walzenanstellwinkels Theta von etwa 32 Grad erkennbar. Da geringe
Spannungen auftreten, bleibt auch die Durchbiegung gering, so daß auf
den Einsatz der sonst üblichen Pendelrollenlager verzichtet werden
kann.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Walzen von Rohren nach dem Pilgerwalzverfahren
mit einem in Walzrichtung hin- und herbewegbaren Walzgerüst mit
drei in einer gemeinsamen vertikalen Ebene gleichmäßig um das Rohr
verteilt angeordneten verjüngend kalibrierten Walzen, deren
Kaliber das Rohr auf jeweils 120 Grad umschlingen und die mit
wechselndem Drehsinn über dem Rohr abrollen, in dem sich ein
entsprechend kalibrierter Dorn befindet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Walzen (4, 5, 6) fliegend im Walzgerüst gelagert sind und
derartig asymmetrisch kalibriert (4a, 5a, 6a) sind, daß die
Umschlingungswinkel γ der der Antriebsseite (11, 21) zugewandten
Kaliberflanken jeder Walze (4, 5, 6) zwischen 85 und 90 Grad
betragen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kaliberdruckpunkt (13) jeder Walze (4, 5, 6) ausgehend von
der durch den Kalibergrund senkrecht zur Walzenachse (8)
verlaufenden Ebene um etwa 30 Grad, vorzugsweise 32 Grad in
Richtung Antriebsseite (11, 21) verschoben ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb der Walzen (4, 5, 6) über jeder Walze (4, 5, 6)
zugeordnete Ritzel (11) und Zahnstangen (17) erfolgt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb der Walzen (4, 5, 6) über ein
Ritzel/-Zahnstangen-Paar (11, 17) über eine zweite Ebene (X′-Y′)
erfolgt, die durch Stirnradpaare (20, 21) mit der Walzachsebene
(X-Y) verbunden ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Walzen (4, 5, 6) exzentrisch gelagert und anstellbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Walzen (4, 5, 6) in ihren Lagerung axial anstellbar
sind.
7. Walzenlagerung in einer Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6,
gekennzeichnet durch
einen an seinem freien Ende die Walze (23) tragenden und an der
der der Walze (23) abgewandten Seite mit dem Antrieb (31/32) in
Verbindung stehenden Antriebszapfen (24), der eine im Walzgerüst
(26) fest angeordnete Buchse (25) koaxial durchgreift, wobei die
Buchse (25) im walzennahen Endbereich auf ihrem Außenumfang ein
Drehlager (28) für die Walze (23) trägt, die ihrerseits dieses
Drehlager (28) mit dem Innenumfang einer Hinterdrehung (30) in
ihrem Walzenkörper (28) umgreift und wobei der Antriebszapfen (24)
in einem weiteren Drehlager (27) gelagert ist, welches im
walzenfernen Endbereich der Buchse (25) zwischen deren Innenumfang
und dem Antriebszapfen (24) vorgesehen ist.
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|---|---|---|---|
| DE19944431391 DE4431391C2 (de) | 1994-08-25 | 1994-08-25 | Vorrichtung zum Walzen von Rohren nach dem Pilgerwalzverfahren |
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| DE19944431391 DE4431391C2 (de) | 1994-08-25 | 1994-08-25 | Vorrichtung zum Walzen von Rohren nach dem Pilgerwalzverfahren |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4431391A1 true DE4431391A1 (de) | 1996-02-29 |
| DE4431391C2 DE4431391C2 (de) | 1996-07-11 |
Family
ID=6527324
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19944431391 Expired - Fee Related DE4431391C2 (de) | 1994-08-25 | 1994-08-25 | Vorrichtung zum Walzen von Rohren nach dem Pilgerwalzverfahren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4431391C2 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2214233A1 (de) * | 1972-03-10 | 1973-10-04 | Inst Tschernoj Metallurg | Walzgeruest fuer rohrkaltwalzwerke |
| DE3844162A1 (de) * | 1988-12-23 | 1990-06-28 | Mannesmann Ag | Vorrichtung zum walzen von rohren nach dem kaltpilger-verfahren |
-
1994
- 1994-08-25 DE DE19944431391 patent/DE4431391C2/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2214233A1 (de) * | 1972-03-10 | 1973-10-04 | Inst Tschernoj Metallurg | Walzgeruest fuer rohrkaltwalzwerke |
| DE3844162A1 (de) * | 1988-12-23 | 1990-06-28 | Mannesmann Ag | Vorrichtung zum walzen von rohren nach dem kaltpilger-verfahren |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4431391C2 (de) | 1996-07-11 |
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