DE4430673A1 - Schraubstock - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Schraubstock mit einer fest
stehenden Backe und zwei beweglichen Backen zur Verwendung
bei der Präzisionsbearbeitung von Werkstücken.
Maschinenschraubstöcke mit zwei Spannstationen sind bekannt.
Die US-PS 4 966 350 beschreibt eine Spannvorrichtung mit zwei
Spannstationen unter Verwendung einer herausnehmbaren fest
stehenden Backe, die von oben mit dem Schraubstocksockel ver
schraubbar ist. Wenn also übergroße Werkstücke bearbeitet
werden müssen, kann die feststehende Backe herausgenommen und
eine der beweglichen Backen in ihrer Position festgelegt
werden.
Ein weiterer Schraubstock mit zwei Spannstationen ist in der
US-PS 4 529 183 beschrieben. Dieser Schraubstock besteht aus
einer feststehenden mittigen Backe und zwei beweglichen Bac
ken. Die bewegliche Backe ist positionsmäßig auf der Schraub
spindel festgelegt, die mit dem Schlitten der zweiten beweg
lichen Backe in Eingriff steht. Die Spindel selbst ist inner
halb des Schraubstocksockels axial verschieblich, so daß ein
Ergreifen von Werkstücken unterschiedlicher Größen möglich
ist.
Die US-PS 4 529 183 zeigt auch das Anbringen abnehmbarer
Backenblöcke über nach oben ragenden Ansätzen der Schlitten.
Zwischen einer Frontfläche des Schlittenvorsprungs und der
Innenfläche des Hohlraums des Backenblocks befindet sich ein
halbkugeliges Segment zur Anlage an der Oberfläche des Vor
sprungs. Die entgegengesetzte Seite des oberen Vorsprungs
wird von einer Einstellschraube 60 ergriffen, um den Bac
kenblock auf dem Schlitten zu fixieren. Ähnliche Konstruk
tionen für die Anbringung von Backenblöcken finden sich in
der US-PS 4 098 500 und der US-PS 4 685 663.
Eine weitere Möglichkeit der Anbringung eines Backenblocks an
einen Schlitten ist in der US-PS 5 024 427 beschrieben. Dort
weist der nach oben verlaufende Ansatz des Schlittens einen
Sperrstift an einer der nach oben verlaufenden vertikalen
Flächen und eine halbkugelige Öffnung auf, die quer zur
Orientierung des Sperrstifts durch den Ansatz verläuft. Der
Backenblock weist eine mit der halbkugeligen Öffnung fluch
tende Öffnung auf. In die Öffnung in der Backe wird ein Stift
mit einem Griff eingeführt und gelangt durch die halbkugelige
Öffnung in den Schlittenansatz hindurch, um den Backenblock
mit dem Schlitten zu kuppeln.
Versetzte Spannvorrichtungen oder gestaffelte Lösemechanismen
sind ebenfalls schon bei Maschinenschraubstöcken mit zwei
Spannstationen vorgeschlagen worden. Ein solcher Schraubstock
ist in der US-PS 4 934 674 beschrieben. Dieser Schraubstock
verwendet eine Antriebsspindel mit gegensinnigen Schraubge
winden an seinen beiden Enden, die mit den beiden beweglichen
Backenschlitten zusammenwirken. Eine Baugruppe an einem Ende
der Schraubstockspindel ermöglicht das Positionieren und
Festlegen der beweglichen Backen relativ zur feststehenden
Backe. Bei einem solchen Mechanismus kann ein erstes Werk
stück zunächst voreingespannt werden, bevor das zweite Werk
stück mittels der zweiten beweglichen Backe eingespannt wird.
Bei dieser Vorrichtung muß allerdings jedesmal, wenn ein
Größenunterschied zwischen den beiden an den beiden Spann
stationen einzuspannenden Werkstücken auftritt, eine
Einstellung der Vorrichtung erfolgen, indem eine Einstell
schraube von der Schraubspindel gelöst und die Schraubspindel
neu positioniert wird.
Die US-PS 5 022 636 beschreibt ebenfalls eine Spannvorrich
tung mit gestaffelter Freigabe. Bei dieser Vorrichtung ist
ein Vorspannorgan mittels einer Einstellschraube am Schraub
stocksockel befestigt. Das Vorspannorgan ist federnd an einem
der Schlitten befestigt. Durch geeignete Positionierung des
Vorspannorgans ergreift derjenige Schlitten, der nicht mit
dem Vorspannorgan verbunden ist, das Werkstück an der ersten
Spannstation zuerst mit seinem Backenklotz, und danach er
greift der zweite, am Vorspannorgan befestigte Schlitten über
seinen Backenklotz das zweite Werkstück in der zweiten Spann
station. Allerdings muß jedesmal, wenn unterschiedlich große
Werkstücke zu bearbeiten sind, die Einstellschraube gelöst
und die Position des Vorspannorgans nachgestellt werden.
Die US-PS 5 098 073 beschreibt eine weitere Möglichkeit zur
Schaffung eines gestaffelten Lösens der beweglichen Backen.
Die Vorrichtung weist einen Halteblock auf, der auf einer
Hülse positioniert werden kann, um die Schraubstockspindel
baugruppe zu verschieben und dadurch die beweglichen Backen
relativ zur mittigen Backe umzupositionieren. Der Malteblock
ist als geschlitzter Körper ausgebildet, der gelöst werden
kann, so daß die Hülse axial relativ zum Halteblock verscho
ben werden kann.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Maschinenschraubstock
mit zwei Spannstationen, der zwei zu bearbeitende Werkstücke
gegen entgegengesetzt orientierte Anlageflächen einer fest
stehenden Backe spannen kann, die in der Mitte des Schraub
stockkörpers montiert ist. Die beweglichen Backen bewegen
sich von den entgegengesetzt orientierten Anlageflächen der
feststehenden mittigen Backe hin bzw. davon weg, um die Werk
stücke dazwischen einzuspannen bzw. zu lösen. Im Backen
schlitten einer der beweglichen Backen ist eine Schraubspin
del drehbar montiert und wirkt mit einer Gewindebohrung des
Backenschlittens der zweiten beweglichen Backe zusammen. Der
Schlitten einer beweglichen Backe weist eine durch eine Haube
abgedeckte Aussparung auf, und der Schlitten der anderen be
weglichen Backe weist einen Ansatz derart auf, daß der Ansatz
in die Aussparung eingreifen kann, um den möglichen
Backenverschiebeweg zu vergrößern und ein Anlegen der
beweglichen Backen an die feststehende Backe zu ermöglichen.
Am zweiten Schlitten sind eine Bremse und eine Versatzbau
gruppe elastisch befestigt, um ein nicht gleichzeitiges Er
greifen der Werkstücke an den beiden Spannstationen zu
ermöglichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schraubstock
der eingangs genannten Gattung zu schaffen, bei welchem ein
nichtsymmetrisches Ergreifen der Werkstücke an den beiden
Spannstationen in einer die Handhabung des Schraubstocks er
leichternden Weise möglich ist.
Des weiteren bezweckt die Erfindung die Montage der beweg
lichen Backen an den betreffenden Schlitten in einer sicheren
Weise, bei der aber ein schnelles Lösen und Austauschen
möglich ist.
Weiter zielt die Erfindung auf die Ermöglichung des maximal
möglichen Backenverschiebewegs ab, wobei trotzdem die Backen
auf den beweglichen Schlitten mit definiertem Sitz gehalten
bleiben.
Des weiteren bezweckt die Erfindung das Ermöglichen einer
Mehrzahl versetzter Positionen derart, daß eine Freigabe
einer beweglichen Backe vor der Freigabe der anderen beweg
lichen Backe erfolgen kann, so daß Werkstücke mit unter
schiedlichen Konfigurationen und Toleranzen mit einem Minimum
an Umdrehungen zum Lösen der Werkstücke gehandhabt werden
können. Außerdem sollen bei Verwendung paralleler Backen
schienen diese das Werkstück während der Anfangsphase des
Lösevorgangs weiter abstützen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbei
spielen unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen mehr
im einzelnen beschrieben, in welchen zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Schraubstocks nach der
Erfindung in teilweise aufgebrochener und geschnittener Dar
stellung,
Fig. 2 eine Draufsicht des Schraubstocks nach Fig. 1,
Fig. 3A und Fig. 3B einen unterteilten Längsschnitt einer
ersten Ausführungsform der Erfindung in voll geöffneter
Position, wobei die Trennung der Darstellung in der Mitte der
feststehenden Backe liegt,
Fig. 4 eine Schrägansicht des Backenhalters der ersten Aus
führungsform,
Fig. 5A einen Längsschnitt durch den Backenhalter der ersten
Ausführungsform,
Fig. 5B eine Draufsicht eines Backenblocks
Fig. 5C einen Längsschnitt durch eine alternative Ausfüh
rungsform eines Backenblocks, der auf einem Backenhalter der
ersten Ausführungsform montiert ist,
Fig. 6 einen Querschnitt einer ersten Ausführungsform eines
Versatzmechanismus und einer Bremse gemäß der Linie 6-6 in
Fig. 3A,
Fig. 7 einen Querschnitt des Versatzmechanismus der ersten
Ausführungsform gemäß der Linie 7-7 in Fig. 3A,
Fig. 8 einen Querschnitt des Versatzmechanismus der ersten
Ausführungsform gemäß der Linie 8-8 in Fig. 3A,
Fig. 9 eine auseinandergezogene Darstellung eines Versatz
mechanismus der ersten Ausführungsform,
Fig. 10A eine Draufsicht der Arretierung der ersten Ausfüh
rungsform des Versatzmechanismus entsprechend der Linie 10-10
in Fig. 9,
Fig. 10B eine Innenansicht einer Endkappe der ersten Ausfüh
rungsform des Versatzmechanismus entsprechend der Linie 10-10
in Fig. 9,
Fig. 11 eine auseinandergezogene Darstellung der ersten Aus
führungsform des Versatzmechanismus mit Befestigungsbau
gruppe,
Fig. 12 eine Stirnansicht eines Schraubstocks nach der
Erfindung mit einer zweiten Ausführungsform des Backen
halters,
Fig. 13 eine Draufsicht auf den einen Schlitten des
Schraubstocks nach der Erfindung mit einer zweiten Aus
führungsform des Versatzmechanismus und einer zweiten Aus
führungsform eines Backenhalters,
Fig. 14 einen Längsschnitt längs der Linie 14-14 in Fig. 12,
wobei die zweite Ausführungsform des Versatzmechanismus dar
gestellt ist,
Fig. 15 eine vergrößerte Darstellung der in Fig. 14 darge
stellten zweiten Ausführungsform des Backenhalters,
Fig. 16 einen Horizontalschnitt der zweiten Ausführungsform
des Versatzmechanismus längs der Linie 16-16 in Fig. 12,
Fig. 17 einen Querschnitt der zweiten Ausführungsform des
Versatzmechanismus längs der Linie 17-17 in Fig. 13,
Fig. 18 eine Draufsicht auf einen Teil des Schraubstocks,
wobei die feststehende Backe mit einer alternativen Keil
anordnung montiert ist,
Fig. 19 eine Untersicht der feststehenden Backe zur Montage
auf dem Schraubstock nach Fig. 18,
Fig. 20 eine Seitenansicht eines Backenblock-Lösehebels, und
Fig. 21 eine Frontansicht des Backenblock-Lösehebels.
Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte und allgemein mit 20
bezeichnete Maschinenschraubstock mit zwei Spannstationen
weist einen Schraubstocksockel 23 mit einer mittigen Längs
achse und einem Boden 35 auf. Obwohl nicht dargestellt, kann
der Sockelboden 35 außenseitig Vorsprünge oder Ösen zur
Montage des Sockels 23 an einer Arbeitsfläche oder andere
Montagehilfsmittel zum Anbringen des Schraubstocks an ver
schiedenen Maschinen haben, die für Bearbeitungsgänge einge
setzt werden. Die Seitenteile 32 ragen vom Sockelboden 35
nach oben und bilden einwärts gebogene obere Schienen 30. Die
Schienen 30 bilden zwischen sich eine Nut 38. Eine zweite und
größere Nut 39 (Fig. 7 und 12) ist unterhalb der Schienen 30
gebildet. Längs des Bodens der zweiten Nut 39 verläuft eine
Anlagefläche 36 (Fig. 6 und 12).
An einer mittigen Stelle des Sockels 23, und zwar quer zu
seiner Längsachse, verläuft eine Nut 31, die in die Schienen
30 eingeschnitten ist. Ein Backenblock 60 einer feststehenden
Backe 26 ist herausnehmbar quer zu den Schienen 30 auf diesen
montiert (Fig. 1 und 2). Ein Ansatz 64 des Backenblocks 60
greift in die Nut 31 ein. Des weiteren ragen Schrauben 62
durch Bohrungen im Backenblock 60 hindurch und sind in Boh
rungen in den Schienen 30 eingeschraubt, um die feststehende
Backe 26 in ihrer Position zu fixieren. Nicht dargestellt
sind Backenplatten, die an den Seitenflächen 65 des Backen
blocks 60 angeschraubt sein können.
Gegenüber der feststehenden Backe 26 sind bewegliche Backen
24 und 25 angeordnet. Die beweglichen Backen 24 und 25 haben
jeweils einen Backenblock 40, der auf dem Schlittenkörper 101
(Fig. 5A) eines jeweils zugeordneten Schlittens 27, 28 mon
tiert ist. Die Backenblöcke 40 können ebenso wie der Backen
block 60 entweder weiche oder harte Backenblöcke sein. Wenn
harte Backenblöcke verwendet werden, wird eine Backenplatte
41 mittels Schrauben 42 am Backenblock 40 befestigt. Zusätz
lich können (nicht dargestellte) Backenschienen, beispiels
weise wie sie in der US-PS 4 923 186 oder der US-PS 5 037 075
beschrieben sind, zusammen mit den Backenplatten 41 und am
Backenblock 60 der feststehenden Backe 26 montierten Backen
platten verwendet werden.
An der Unterseite des Backenblocks 40 ist ein Führungsansatz
45 gebildet, der in die Nut 38 eingreift. Die Unterseite des
Führungsansatzes 45 sitzt auf der Oberseite des betreffenden
Schlittens 27, 28 auf, und an beiden Seiten des Führungsan
satzes 45 befindliche Schultern liegen auf den Oberseiten der
Schienen 30 auf.
Zum Montieren des Backenblocks 40 auf einem Schlitten 27, 28
verläuft eine Aussparung 44 (Fig. 5A bis 5C) in die Unter
seite des Blocks 40 hinein. Die Aussparung 44 nimmt den
Körper 101 eines Backenblockhalters 100 des betreffenden
Schlittens 27, 28 auf, wie unten noch erläutert wird. An
einem Ende der Aussparung 44, entfernt von der Frontseite des
Backenblocks 40, befindet sich ein Einschnitt 48. Ein durch
eine Bohrung 53 in den Backenblock 40 eingesetzter Stab 46
mit einer ebenen Fläche steht am vorderen Ende der Ausspa
rung 44, welches der Stirnfläche des Backenblocks 40 am
nächsten liegt, teilweise vor. Die ebene Fläche läßt eine
begrenzte Drehung zu, damit sich die ebene Fläche an eine
Fläche des Körpers 101 anlegen kann, wie unten beschrieben
ist. Die Länge des Stabs 46 ist geringfügig größer als die
Breite der Aussparung 44. Der Stab 46 wird im Backenblock 40
mittels entweder eines Stifts 55 gehalten, der durch einen
Schlitz in einem Ende des Stabs 46 eingeführt ist, wobei der
Durchmesser des Stifts 55 kleiner als die Breite des Schlit
zes ist, oder dadurch, daß der Stift 55 in eine Nut an einem
Ende des Stabs 46 eingreift (nicht dargestellt).
Wenn weiche Backen verwendet werden, bietet der Backenblock
40 eine maximale Fläche zur Bearbeitung der Oberseite des
Backenblocks 40, um eine Anpassung an Werkstücke mit unregel
mäßigen Formen vorzunehmen. Des weiteren ist eine alternative
Ausführungsform für einen weichen Backenblock 40a in Fig. 5C
gezeigt, wobei jedes Ende der Aussparung 44 einen Einschnitt
48 und einen Stab 46 aufweist. Diese Konstruktion des weichen
Backenblocks 40a ermöglicht eine Bearbeitung des weichen
Backenblocks an beiden Enden zur Schaffung einer Backenfläche
für unterschiedlich unregelmäßig geformte Werkstücke. Da
durch, daß eine Bearbeitung an beiden Enden möglich ist, wird
Wirtschaftlichkeit erreicht.
In den Fig. 5A und 5C ist eine erste Ausführungsform eines
Backenblockhalters 100 gezeigt. Wie dargestellt, ist ein
Backenblock 40 auf dem Körper 101 des Backenblockhalters 100
jedes der beiden Schlitten 27, 28 montiert. Der Körper 101
verläuft vom betreffenden Schlitten 27 bzw. 28 durch die Nut
38 zwischen den Schienen 30 (Fig. 5A) hindurch nach oben. An
einer Seite des Körpers 101, und zwar an der von der Backen
stirnseite entfernten Seite, ist ein Lösemechanismus ange
bracht. Der Lösemechanismus weist einen Riegel 105 und eine
Feder 103 auf, die in eine Bohrung im Körper 101 eingesetzt
sind. Der Riegel 105 wird im Körper 101 mittels einer Halte
schraube 109 gehalten. Das vordere Ende des Körpers 101,
nämlich das der Stirnseite des Blocks 40 zugewandte Ende,
weist einen Ansatz 110 mit einer abgeschrägten Unterseite 111
auf. Diese Unterseite 111 stellt einen Teil einer etwa V-
förmigen Aussparung im Körper 101 zur Aufnahme des Stabs 46
dar.
Die ebene Fläche an dem Stab 46 legt sich an die abgeschrägte
Unterfläche 111 des Köpers 101 an und bewirkt eine abgewin
kelte Arretierung, die zur Stabilität des Backenblocks 40
beiträgt. Wenn ein Druck auf die Stirnfläche des Backenblocks
40 wirkt, gleitet die ebene Fläche des Stabs 46 an der Unter
fläche 111 des Körpers 101 abwärts, so daß der Backenblock 40
fest gegen die Oberseite des Schlittens 27 bzw. 28 gepreßt
wird. Der Stab 46 braucht dabei die untere Fläche des Ein
schnitts 108 nicht zu berühren.
Eine zweite Ausführungsform des Backenblockhalters 100 ist in
Fig. 15 dargestellt. Gleiche Teile des Backenblockhalters 100
wie bei der ersten Ausführungsform haben die gleichen Bezugs
zeichen und auf eine nochmalige Beschreibung dieser Elemente
wird verzichtet. Bei der zweiten Ausführungsform des Backen
blockhalters 100 wird der Riegel 105 mittels einer Halte
schraube 109a im Körper 101 gehalten. Die Halteschraube 109a
wird in einer Gewindebohrung aufgenommen, die von der Ober
seite des Körpers 101 nach unten verläuft. Die Spitze der
Halteschraube 109a greift in eine Nut 106, die in der Ober
seite des Riegels 105 gebildet ist. Die Nut 106 hat eine
ausreichende Breite, so daß der Riegel 105 entgegen der Kraft
der Feder 103 zurückgedrückt werden kann. Es kann entweder
die erste oder die zweite Ausführungsform des Blockhalters
100 bei der Erfindung verwendet werden. Die zweite Ausfüh
rungsform wird wegen des leichten Zusammenbaus und auch
deshalb bevorzugt, weil die von der Feder 103 erzeugte
Spannung keine Belastung der Halteschraube 109a und kein
Lockern derselben mit der Zeit bewirkt.
Zum Montieren des Backenblocks 40 am Körper 101 wird bei
beiden Ausführungsformen der vordere Teil der Aussparung 44
über den Körper 101 gestülpt. Die ebene Fläche des Stabs 46
legt sich an der geneigten Unterfläche 111 des Ansatzes 110
an. Der hintere Teil, nämlich der von der Backenstirnseite
entfernte Teil, wird dann niedergedrückt, so daß die Arre
tierspitze 107 des Riegels 105 in den Einschnitt 48 ein
rastet, um den Block 40 auf dem Körper 101 zu arretieren. Der
Backenblock 40 wird abgenommen, indem ein Stab in die Bohrung
50 eingeführt und eine Kraft auf das obere Ende des Stabs in
Richtung zur feststehenden Backe 26 ausgeübt wird, wodurch
der hintere Teil des Backenblocks 40 von der Arretierspitze
107 des Riegels 105 gelöst wird und der Backenblock 40 leicht
abgenommen werden kann.
Die beiden Schlitten 27 und 28 werden mittels einer Gewin
despindel 29 (Fig. 1 und 2) verschoben. Die Gewindespindel 29
verläuft durch eine Bohrung 83 hindurch und wird in einer
Aufnahmebohrung 82 des Schlittens 28 aufgenommen. Ein Posi
tionierkopf 90 am einen Ende der Gewindespindel 29 stützt
sich an einem Schublager 92 ab, und ein zweites Schublager 92
ist auf der anderen Seite des Positionierkopfes 90 angeord
net. Die gesamte Anordnung wird innerhalb des Schlittens 28
mittels einer Sperrplatte 88 gehalten, die mittels Schrauben
29 am Schlitten 28 montiert ist. Die Sperrplatte 88 sitzt in
einer Aussparung 84 in der Stirnfläche des Schlittens 28.
Ein Schlüsselaufnahmeelement 94, das in den Fig. 1 und 3B
als Aussparung dargestellt ist, kann auch ein Vorsprung sein.
Bei der bevorzugten Ausführungsform ist die Schlüsselaufnahme
94 als polygonal geformte Aussparung zur Aufnahme einer kom
plementär geformten Stange mit einem Handgriff am anderen
Stangenende ausgebildet. Die Stange hat eine ausreichende
Länge, so daß, wenn der Schlitten 28, der im einen Ende des
Sockels 23 montiert ist, sich verschiebt, um die Backenplat
te 41 in Anlage mit der feststehenden Backe 26 zu bringen,
der Handgriff immer noch frei gedreht werden kann, ohne mit
dem Sockel 23 zu kollidieren.
Der Schlitten 28 weist eine Haube 75 auf, die mit Abstand von
der Schraubspindel 29 um diese herum verläuft. Die Haube 75
verleiht dem Schlitten 28 eine größere Festigkeit, da die
Oberseite der Haube 75 an der Unterseite 33 der Schienen 30
anliegt. Am anderen Ende des Sockels 23 ist in der zweiten
Nut 39 der Schlitten 27 montiert. An seinem dem anderen
Schlitten 28 zugewandten Ende weist der Schlitten 27 einen
Halsansatz 72 mit einer Innengewindebohrung 70 auf, die sich
durch den Schlitten 27 hindurch erstreckt. In die Gewinde
bohrung 70 greift die Gewindespindel 29 ein. Wenn die an den
Schlitten 27 und 28 montierten beweglichen Backen 24 und 25
zur feststehenden Backe 26 hin bewegt werden, greift der
Halsansatz 72 in den Zwischenraum zwischen der Haube 75 und
der Gewindespindel 29 ein. Diese Konstruktion ermöglicht zu
sätzlichen Bewegungsweg und erlaubt ein vollständiges Hinfah
ren der beweglichen Backen 24 und 25 bis in Anlage mit der
feststehenden Backe 26.
In den Fig. 9 und 11 ist eine erste Ausführungsform eines
Versatzmechanismus 135 dargestellt. Bei dieser ersten Aus
führungsform befindet sich an dem vom Halsansatz 72 entfern
ten Ende des Schlittens 27 ein Sitz 164 mit einem Ansatz 77.
Auf dem Ansatz 77 ist ein Versatzmechanismus 135 montiert,
der zusammen mit dem Ansatz 77 eine erste Ausführungsform
einer Versatzbaugruppe bildet. Der Versatzmechanismus 135
weist einen Versatzkörper 140, eine Stützplatte 141, eine
Druckfeder 142 und eine Endkappe 143 auf.
Der Versatzkörper 140 wird auf dem Sitz 164 des Schlittens 27
aufgenommen. Der Ansatz 77 ragt in eine Bohrung 161 des Ver
satzkörpers 140 hinein. Der Versatzkörper 140 wird mittels
zweier Schrauben 73 in seiner Position gehalten, die durch
Schraubenbohrungen 71 an beiden Seiten des Schlittens 27
hindurch verlaufen. Die Enden der Schrauben 73 sind in Gewin
desackbohrungen 162 aufgenommen. Zwischen jedem Schraubenkopf
79 und einem Ende einer erweiterten Bohrung zur Aufnahme des
Schraubenkopfes 79 befindet sich eine Feder 76. Die Federn 76
bewirken im Zusammenwirken mit den Schraubenköpfen 79, daß
eine Aussparung 163 des Versatzkörpers 140 auf den Sitz 164
des Schlittens 27 aufgezogen wird.
In der Stirnfläche des Ansatzes 77 sind drei Paare von Ein
schnitten 78 (Fig. 7 und 9) gebildet. Die Einschnitte 78
jedes Paars sind um 180° voneinander versetzt. Ein Paar von
Einschnitten 78 bildet eine zur Längsachse des Sockels 23
senkrechte Achse, wobei die Achse dieses Basispaars von
Einschnitten 78 durch die Mitte der Nut 38 und die Anlage
fläche 36 verläuft. Bei einem von den beiden übrigen Paaren
von Einschnitten 78 sind die Einschnitte jeweils um 45° bei
derseits des Basispaars von Einschnitten 78 versetzt ange
ordnet.
Die Endkappe 143 weist einen Federsitz 153 auf, der von ihrem
Boden in das Innere vorspringt, und außerdem stehen vom
Innenumfang der Endkappe 143 versetzte Vorsprünge 150 vor. In
der Mitte des Federsitzes 153 befindet sich eine
Schlüsselaufnahmeöffnung 155 zur Aufnahme eines Einstell
schlüssels. Die Druckfeder 142 sitzt auf dem Federsitz 153.
Die Anschlagplatte 141 wird über der Druckfeder 142 angeord
net und greift in eine Federaufnahmeansenkung 146 in der
Anschlagplatte 141 ein, so daß Anschlagarme 156 der Anschlag
platte an Anschlagflächen 151 der Endkappe 143 anliegen. Mit
ihren entgegengesetzten Seiten greifen die Anschlagarme 145
in ein Einschnittpaar 78 ein, um den Versatz einzustellen.
Die Endkappe 143 mit der Druckfeder 142 und der Anschlag
platte 141 ist in den Versatzkörper 140 eingesetzt, so daß
die versetzten Vorsprünge 150 in Einschnitten 144 des An
satzes 77 aufgenommen werden. Der Ansatz 77 findet in einer
Bohrungsansenkung 159 der Endkappe 143 Aufnahme.
Die Endkappe 143 wird in einer Endkappenbohrung 165 des Ver
satzkörpers 140 aufgenommen. An der Basis der Endkappenboh
rung 165 befinden sich eine Lippe und zwei Einschnittpaare.
Die Lippe und die Einschnitte bilden versetzte Aussparun
gen 169, in welche die versetzten Vorsprünge 150 eingreifen.
Jeder Einschnitt eines Einschnittpaars ist vom anderen um
180° versetzt, und zwischen den beiden Einschnittpaaren be
steht ein Versatz von 45° von der Mittellinie jedes Paars.
Die Tiefe der versetzten Aussparungen 169 bestimmt die Größe
des verfügbaren Versatzes.
Beim Zusammensetzen der Endkappe 143 mit dem Versatzkörper
140 werden die versetzten Vorsprünge 150 mit den Ein
schnitten 144 ausgerichtet. Dadurch können Rippen 152 der
versetzten Vorsprünge 150 über das Ende des Ansatzes 77
gleiten. Die Endkappe wird dann im Uhrzeigersinn um min
destens 45° gedreht, vorzugsweise um 90°, um die Rippen 152
in Nuten 154 einzuführen und dadurch die Endkappe 143 am
Ansatz 77 zu arretieren. Bei dieser Drehung legen sich die
Anschlagarme 145 an das Basispaare der Einschnitte 78 an, um
einen Grundversatz festzulegen. Ein Drehen der Endkappe 143
um eine bestimmte Gradzahl in der einen oder anderen Richtung
ergibt dann die Einstellung anderer Versätze. Bei der bevor
zugten Ausführungsform mit Verwendung von drei Versätzen ist
die jeweils bestimmte Gradzahl 45°. Die Drehung zum Einführen
der Rippen 152 in die Nuten 154 muß größer als diese Gradzahl
sein, um ein unbeabsichtigtes Lösen der Endkappe 143 von dem
Ansatz 77 zu vermeiden. Nachdem die Endkappe 143 mit dem
Ansatz 77 verriegelt ist, wird der Versatzkörper 140 am
Schlitten 27 unter Verwendung der Schrauben 73 befestigt.
Wenn die Endkappe 143 in den Versatzkörper 140 eingesetzt
ist, liegt eine Sicherungsnut 157 gegenüber einer Senkkopf
schraube 167, die in eine Gewindebohrung und eine Gegen
bohrung im Versatzkörper 140 eingesetzt ist. Die Senkkopf
schraube 167 ragt in die Haltenut 157 der Endkappe 143 ein.
Alternativ dazu kann eine Einstellschraube oder ein anderes
Halteelement, beispielsweise ein Sperrstift, der in der
Haltenut 57 aufgenommen wird, verwendet werden, um die End
kappe 143 im Versatzkörper 140 zu halten, während ihre
Drehung möglich ist.
Im Versatzkörper 140 ist eine Bremsbaugruppe 120 (Fig. 6)
vorgesehen. Die Bremsbaugruppe 120 weist eine U-förmige
Bremse 122 auf, die mittels eines Stifts 126 schwenkbar im
Versatzkörper 140 montiert ist. Die Bremse 122 verläuft quer
zur Längsachse des Sockels 23. An der Unterseite der Bremse
122 ist eine Anlagefläche 124 vorgesehen, die sich an die
Anlagefläche 36 des Sockels 23 anlegen kann. Die Anlagefläche
124 kann aus Metall bestehen, ebenso wie die Bremse 122
selbst, oder kann aus einem an der Bremse 122 anhaftenden
Bremsmaterial bestehen.
An den oberen Enden der Schenkel der U-förmigen Bremse sind
Flächen 130, 131 gebildet. Die Fläche 130, die an dem einen,
im Bereich der schwenkbaren Anlenkung befindlichen Schenkel
der Bremse 122 gebildet ist, liegt an einer Feder 128 an, die
in einer Aussparung der Versatzkörpers 140 aufgenommen ist.
Die Feder 128 übt einen Druck auf die Fläche 130 auf, welcher
die Bremse 122 um den Stift 126 herum zu schwenken sucht.
Eine Schraube 132, die durch eine Gewindebohrung im Versatz
körper 140 hindurchverläuft, greift an der oberen Fläche 131
des zweiten Schenkels der U-förmigen Bremse 122 an. Die Ein
stellung der Schraube 132 ergibt die Anlage der Anlagefläche
124 der Bremse 122 an der Anlagefläche 36 des Sockels 23.
Wenn die Schraube 132 nach erfolgter Anlage der Anlageflächen
124 und 36 weiter eingedreht wird, erzeugt sie eine Feder
kraft in der U-förmigen Bremse 122, wodurch die notwendige
Toleranz geschaffen wird, die zur Begünstigung eines gleich
mäßigen Verschleißes auf der Anlagefläche 124 notwendig ist.
In den Fig. 13, 14, 16 und 17 ist eine zweite Ausführungs
form des Versatzmechanismus dargestellt. Gleiche Elemente wie
bei der ersten Ausführungsform sind wiederum mit den gleichen
Bezugszeichen versehen, und eine nochmalige Beschreibung
dieser Elemente entfällt. Der Versatzmechanismus 135 der
zweiten Ausführungsform ist am Schlitten 27 in gleicher Weise
wie der Versatzmechanismus 135 der ersten Ausführungsform be
festigt. Ebenso hat die Bremsbaugruppe 120 der zweiten Aus
führungsform im wesentlichen die gleiche Konstruktion und
arbeitet in im wesentlichen der gleichen Weise wie die Brems
baugruppe 120 der ersten Ausführungsform, und deshalb werden
diese Komponenten nicht weiter beschrieben.
Die zweite Ausführungsform des Versatzmechanismus 135 ist am
Schlitten 27 montiert. Der Schlitten 27 weist einen Sitz 164
auf, der eine Ausnehmung 163 im Versatzkörper 240 des Ver
satzmechanismus 135 der zweiten Ausführungsform aufnimmt. Der
Schlitten 27 weist außerdem einen Ansatz 77a auf. Der Ansatz
77a hat einen etwa quadratischen Querschnitt, wie aus Fig. 17
ersichtlich ist, und es verläuft eine Bohrung zur Aufnahme
einer Gewindeschraube 29 hindurch. Ein etwa quadratischer
Durchbruch 180, der in Fig. 16 gezeigt ist, verläuft von der
oberen Seite des Ansatzes 77a bis durch die untere Seite des
Ansatzes 77a. Wenn der Versatzkörper 240 am Schlitten 27
montiert ist, fluchtet eine zylindrische Durchgangsbohrung
190 im Versatzkörper 240 mit dem Durchbruch 180.
Ein Versatzzylinder 185 weist an seiner Oberseite eine
Einstellscheibe 186, in der Mitte der Einstellscheibe 186
eine Einstellschlüsselöffnung 195, an seinem Umfang unmit
telbar unterhalb der Einstellscheibe 186 eine einen Sperr
körper 187 beherbergende Nut 187a, einen Anschlagkörper 189
und einen Zapfen 191 auf, der von der Unterseite des An
schlagkörpers 189 entlang der Achse des Versatzzylinders 185
und der Bohrung 190 wegragt.
Der Anschlagkörper 189 hat im Querschnitt, wie in Fig. 16
sichtbar ist, das Aussehen eines Dreiecks mit abgestumpften
Ecken. Der Anschlagkörper selbst ist exzentrisch zur Achse
des Versatzzylinders 185 und zur Bohrung 190 angeordnet, und
die Ecken sind so abgestumpft, daß der Körper 189 in der Boh
rung 190 gedreht werden kann. Die Flächen des Anschlagkörpers
189 bestimmen die Versätze. Die Fläche 189a erlaubt einen
Versatz von 6 mm, die Fläche 189b einen Versatz von 3 mm und
die Fläche 189c einen Versatz von 0,75 mm bei dieser Ausfüh
rungsform, obwohl natürlich auch andere Versätze wählbar
sind, wie für den Fachmann auf der Hand liegt.
Der Versatzzylinder 185 wird im oberen Teil der Versatzkör
perbohrung 190 durch die Einstellscheibe 186 und die Sperr
körper 187 gehalten, und der untere Teil des Anschlagkörpers
189 wird in einer kleinen Verlängerung der Bohrung 190 im
unteren Teil des Versatzkörpers 240 aufgenommen. Außerdem
wird der Zapfen 191 in einer Zapfenbohrung 192 aufgenommen,
die mit der Längsachse des Versatzzylinders 186 und der
Bohrung 190 koaxial ist. Der Sitz des Versatzzylinders 185 in
der Bohrung 190 und des Zapfens 191 in der Zapfenbohrung 192
ermöglicht das Drehen des Versatzzylinders 185, läßt aber
keine seitliche Verschiebung desselben zu.
Der Endteil 178 des Ansatzes 77a kann massiv ausgebildet
sein, wenn die Gewindebohrung zur Aufnahme der Gewindespindel
in dem Durchbruch 180 ausläuft, oder er kann obere und untere
Stege aufweisen, wie in Fig. 14 gezeigt ist. Im Gebrauch des
Schraubstocks wird der Versatz durch die Anlage des Ansatz
endteils 178 an der betreffenden Fläche des Anschlagkörpers
189 erzeugt.
Durch eine Bohrung 193 im oberen Teil des Versatzkörpers 240
ist eine Sperrbaugruppe 188 eingesetzt. Diese Sperrbaugruppe
188 ist so ausgerichtet, daß sie einen formschlüssigen Ein
griff mit den Sperrkörpern 187 ermöglicht. Das Ende der
Sperrbaugruppe 188 ist in der Nut 187a aufgenommen, um den
Versatzzylinder 185 in der Bohrung 190 zu halten. Die Sperr
körper 187 sind so positioniert, daß sie jeweils eine der
Flächen des Anschlagkörpers 189 mit Bezug auf den Ansatzend
teil 178 des Ansatzes 77a ausrichten, wenn sie in Eingriff
mit der Sperrbaugruppe 188 stehen. Die Sperrbaugruppe 188 ist
von bekannter Konstruktion und wird deshalb nicht weiter be
schrieben.
Der Doppelspannschraubstock mit der oben beschriebenen Kon
struktion der ersten oder zweiten Ausführungsform des Ver
satzmechanismus 135 kann zum Öffnen und Schließen der beweg
lichen Schraubstockbacken so betätigt werden, daß ein Werk
stück an einer Spannstelle zuerst ergriffen wird und erst
dann an der zweiten Spannstelle eingespannt wird. Beim Lösen
der Werkstücke durch Öffnen der beweglichen Backen wird das
Werkstück an der zweiten Spannstelle zuerst freigegeben und
erst dann das Werkstück an der ersten Spannstelle
freigegeben.
Um den Schraubstock zum Gebrauch herzurichten, wird ein nicht
dargestellter Handgriff in die Schlüsselöffnung 94 einge
steckt und gedreht, um die beweglichen Backen 24, 25 in ihre
ganz geöffnete Position zu bringen. Da die Bremse 122 wirksam
ist, bewegt sich die am Schlitten 27 befestigte bewegliche
Backe 24 anfänglich nicht und nur die am Schlitten 28 be
festigte bewegliche Backe 25 wird geöffnet, bis sie am Ende
des Sockels 23 gegen einen (nicht dargestellten) Anschlag
läuft. Da der Schlitten 28 sich nun nicht weiter verschieben
kann, bewirkt eine weitere Drehung der Gewindespindel 29
durch Drehen des Handgriffs die Verschiebung der am Schlitten 27
montierten beweglichen Backe 24 in Öffnungsrichtung unter
Überwindung des Widerstands der Bremse 122.
Um die bewegliche Backe 24 zu Wartungszwecken abzunehmen,
kann der Backenblock 40 der beweglichen Backe 24 vom
Schlitten 27 abgenommen werden, wodurch man Zugang zur
Schraube 132 erhält. Durch Lösen der Schraube 132 hebt die
Bremse 122 unter der Kraft der Feder 128 von der Anlagefläche
36 ab.
Vor dem Schließen der beweglichen Backen 24, 25 zum Ein
spannen der Werkstücke muß die Bremse 122, falls sie gelöst
wurde, wieder zur Anziehen der Schraube 132 zurückgestellt
werden, um sicherzustellen, daß die Anlagefläche 124 der
Bremse 122 an der Anlagefläche 36 des Sockels 23 anliegt.
Außerdem muß die Bedienungsperson den gewünschten Versatz
einstellen.
Bei der ersten Ausführungsform des Versatzmechanismus 135
wird der Versatz durch Einführen eines Schlüssels in die
Einstellöffnung 155 und Drehen der Endkappe 143 eingestellt.
Die Drehung der Endkappe 143 positioniert die Sperrarme 145
in einem der Einschnittpaare 78 des Ansatzes 77, wobei jedes
Paar von Einschnitten 78 einem bestimmten Versatzmaß ent
spricht. Gleichzeitig werden die Vorsprünge 150 mit dem ent
sprechenden Paar von Aussparungen 169 zur Fluchtung gebracht,
um das Versatzmaß einzustellen.
Bei der zweiten Ausführungsform des Versatzmechanismus 135
wird der Versatz durch Einsetzen eines Schlüssels in die Ein
stellschlüsselöffnung 195 und Drehen der Einstellscheibe 186
eingestellt, um dem gewünschten Einstellwert mit einer Index
marke 194 an der Oberseite des Versatzkörpers 240 zur Deckung
zu bringen. Wenn der Versatzzylinder 185 gedreht wird, wird
die betreffende Fläche des Anschlagkörpers 189 so ausgerich
tet, daß sie parallel zu einer Flachfläche des Ansatzendteils
178 steht. Wie in den Fig. 14, 16 und 17 gezeigt ist, ist die
Fläche 189a so positioniert, und, wie in Fig. 13 gezeigt ist,
beträgt der Versatz ein Viertel Zoll (6 mm).
Bei der ersten Ausführungsform des Versatzmechanismus 135
betragen die möglichen Versatzmaße 3 mm, 1,5 mm und 0,75 mm.
Jedoch ist die Erfindung weder auf diese drei Versatzmaße
noch auf die Versatzmaße von 0,75 mm, 3 mm und 6 mm bei der
zweiten Ausführungsform des Versatzmechanismus 135 be
schränkt. Wie oben erwähnt, können andere Versatzmaße eben
falls benützt werden, wie für den Fachmann offensichtlich
ist.
Die Bedienungsperson stellt jetzt sicher, daß die gewünschten
Backen, seien es harte oder weiche Backen, eventuell not
wendige Backenschienen oder anderes Zubehör, am Schraubstock
angebracht sind. Während ein erstes Werkstück zum Einspannen
an der ersten Spannstelle zwischen der feststehenden Backe 26
und der am Schlitten 28 montierten beweglichen Backe 25 ge
halten wird, wird der Handgriff gedreht und der Schlitten 28
bewegt sich zur feststehenden Backe 26 hin, um das Werkstück
zwischen der beweglichen Backe 25 und der feststehenden Backe
26 zu ergreifen. Wenn das erste Werkstück ergriffen ist,
beginnt der Schlitten 27 seine Bewegung unter Überwindung der
Bremskraft, die durch die Bremse 122 erzeugt wird. Dabei wird
jedoch der Versatzkörper 140 (bzw. 240) anfänglich in seiner
Position gehalten, während der Schlitten 27 die Schließbewe
gung beginnt. Infolgedessen werden die Federn 76 durch die
Köpfe der Schrauben 79 zusammengedrückt, während der
Schlitten 27 sich um die Versatzdistanz vom Versatzkörper 140
(oder 240) trennt.
Das Maß der zulässigen Trennung wird durch die Versatzein
stellung durch Drehung der Endkappe 143 bei der ersten Aus
führungsform des Versatzmechanismus 135 gesteuert. Da die
Endkappe 143 durch Eingriff der Rippen 152 in die Nuten 154
mit dem Ansatz 77 gekuppelt ist, bewirkt die Verschiebung des
Schlittens 27 auch die Verschiebung der Endkappe 143, so daß
die Vorsprünge 150 sich an den jeweiligen beiden Aussparungen
169 anliegen.
Bei der ersten Ausführungsform ermöglicht eine Öffnung in der
Anschlagplatte 141 das Hindurchtreten des Federsitzes 153,
während der Schlitten 27 sich vor dem Überwinden des Wider
stands der Bremse 22 vom Versatzkörper 140 wegbewegt.
Wenn die Endkappe 143 sich an die Schultern 169 des Versatz
körpers 140 angelegt hat, veranlaßt dies den Versatzkörper
140 zum Verschieben in Schließrichtung. Wenn das zweite Werk
stück ergriffen und zwischen der beweglichen Backe 24 oder
der feststehenden Backe 26 eingespannt worden ist, wird der
Versatzkörper 140 durch die Bremsbaugruppe 120 in seiner
Position gehalten. Wenn dann ein Öffnungsvorgang zum Öffnen
der Backen begonnen wird, verschiebt sich aufgrund der Aus
dehnung der Federn 76 zuerst der Schlitten 27 um die Ver
satzdistanz in Öffnungsrichtung. Folglich kann das zweite
Werkstück zuerst herausgenommen werden. Ein weiteres Drehen
des Handgriffs bewirkt dann die Verschiebung des Schlittens
28, da der Schlitten 27 durch die Bremsbaugruppe 120 noch in
seiner Position gehalten wird. Infolgedessen wird auch das
erste Werkstück freigegeben.
Bei der zweiten Ausführungsform des Versatzmechanismus 135,
d. h. bei der bevorzugten Ausführungsform, wird das Maß der
zulässigen Trennung durch den durch Drehen der Einstell
scheibe 186 eingestellten Versatz gesteuert. Das Drehen der
Einstellscheibe 186 bringt die jeweils gewünschte Fläche des
Körpers 189 mit dem Ansatzendteil 178 des Ansatzes 77a in
Zusammenwirkung. Folglich wird bei der zweiten Ausführungs
form, während der Schlitten 27 sich vor dem Überwinden des
Widerstands der Bremsbaugruppe 120 vom Versatzkörper 240
wegbewegt, der Ansatzendteil 178 nach vorne gezogen, bis er
an der betreffenden Fläche des Körpers 189 anstößt. Wenn der
Ansatzendteil 178 an dieser Fläche des Körpers 189 angestoßen
ist, wird der Widerstand der Bremse überwunden und der Ver
satzkörper 240 zum Verschieben in Schließrichtung veranlaßt.
Wenn das zweite Werkstück zwischen der beweglichen Backe 24
und der feststehenden Backe 26 ergriffen und eingespannt
worden ist, wird der Versatzkörper 240 durch die
Bremsbaugruppe 120 in seiner Position gehalten. Wenn ein
Öffnungsvorgang zum Öffnen der Backen begonnen wird, ver
schiebt sich zunächst der Schlitten 27 um die Versatzdistanz
in Öffnungsrichtung, wie oben mit Bezug auf die erste Aus
führungsform erörtert worden ist.
Obwohl bei der Funktionsbeschreibung oben gesagt worden ist,
daß beide beweglichen Backen in die vollständig geöffnete
Position bewegt werden sollen, ist es nur notwendig, die
bewegliche Backe 25, die am Schlitten 28 befestigt ist, bis
in ihre Anschlagposition zu verschieben, worauf dann der
andere Schlitten 27 gegen den Widerstand der Bremse 122 sich
in Öffnungsrichtung verschiebt, wobei eine Verschiebung um
eine ausreichende Distanz genügt, um das zweite Werkstück
einführen und den gewünschten Versatz erzeugen zu können.
Eine weitere Abwandlung des Schraubstocks betrifft die Hal
terung der feststehenden Backe 26. Anstelle einer quer zur
Längsachse des Schraubstocksockels 23 verlaufenden Nut 31, in
welche ein Ansatz 64 des Backenblocks 60 der feststehenden
Backe 26 eingreift, können Aufnahmen 231 und 232 in die
Schienen 30 des Schraubstocksockels 23 eingeschnitten werden.
Die Aufnahme 231 ist an allen vier Seiten geschlossen, also
von entsprechenden Teilen der Schiene 30 vollständig umgeben,
und die Aufnahme 232 ist von der betreffenden Schiene 30 nur
an drei Seiten umgeben. An der vierten Seite ist die Aufnahme
232 zur Seite des Schraubstocksockels 23 hin offen. In jeder
Schiene 30 ist eine Bohrung 240 zur Aufnahme einer (nicht
dargestellten) Montageschraube zum Halten der feststehenden
Backe 26 in ihrer Position vorgesehen.
Der Backenblock 60 hat anstelle des Ansatzes 64 zwei Vor
sprünge 233 und 234. Diese Vorsprünge 233 und 234 sind so
geformt, daß sie in die Aufnahmen 231 und 232 passen. Durch
jeden der Vorsprünge 233, 234 verläuft eine Bohrung 231 zur
Aufnahme der Montageschrauben. An der Oberseite des Backen
blocks 60 sind Aussparungen 242 zur Aufnahme der Köpfe der
Montageschrauben gebildet, wenn die feststehende Backe 26 am
Schraubstocksockel 23 montiert ist. Wie in den Fig. 18 und
19 gezeigt ist, sind die Ecken der Aufnahmen 231, 232 ausge
rundet, während die Ecken der Vorsprünge 233, 234 abgeschrägt
sind. Solche Ecken sind nicht notwendig, aber lassen sich
leichter herstellen, insbesondere die abgeschrägten Ecken der
Vorsprünge 233, 234. Eine solche Anordnung von Vorsprüngen
233, 234 und Aufnahmen 231, 232 läßt nur einen lagerichtigen
Einbau der feststehenden Backe 26 mit einer bestimmten Orien
tierung zu. Dies erleichtert die Wiedereinstellung zur Bear
beitung, falls es notwendig sein sollte, die feststehende
Backe 26 herauszunehmen und anschließend wieder einzusetzen.
Eine weitere Abwandlung des Schraubstocks betrifft die Art
und Weise, wie die Backenblöcke 40 von dem betreffenden
Schlitten 27 bzw. 28 abgenommen werden können. Wie in Fig. 1
mit Bezug auf die bewegliche Backe 25 gezeigt ist, die auf
dem Schlitten 28 sitzt, verläuft der Backenblock im wesent
lichen bis zum Ende des betreffenden Schlittens, an welchem
er montiert ist. Dies ist auch in Fig. 3B sichtbar. Alter
nativ dazu kann der Backenblock kurz vor dem Ende des Schlit
tens aufhören oder, wie in Fig. 3A gezeigt ist, kurz vor dem
Ende des am Schlitten 27 montierten Versatzmechanismus. Vor
zugsweise verlaufen die Backenblöcke bis zu den Enden der
Schlitten, d. h. einschließlich des Versatzmechanismus, aber
im Fall des Schlittens 27 muß der Backenblock sich über eine
ausreichende Distanz erstrecken, um den Spalt zwischen dem
Versatzkörper und dem Schlitten 27 zu überdecken, falls ein
solcher existiert (wie in Fig. 3A dargestellt).
Wie bei der ersten Ausführungsform gezeigt ist ist ein Stab
in eine Bohrung 50 eingesetzt und es wird Druck auf den Stab
ausgeübt, um den Backenblock 40 von dem zugehörigen Schlitten
abzuheben. Bei dieser alternativen Weise des Abnehmens des
Backenblocks 40 sind Schlüsselnuten 199 (wie in den Fig. 12
und 13 gezeigt) an der Oberseite des Versatzkörpers 240 und
der Oberseite des Schlittens 28 vorgesehen. Ein in den Fig.
20 und 21 dargestellter Löseschlüssel 200 weist einen
Griff 201, einen Schlüsselkörper 202 und zwei davon weg
ragende Zinken 203 auf. Die Zinken 203 haben den gleichen
Abstand voneinander wie die Schlüsselnuten 199 in der Ober
seite des Versatzkörpers 240 und dem Schlitten 28. An jedem
der Zinken 203 ist eine Hubkralle 204 dazu rechtwinklig ab
gebogen angeordnet. Die Hubkrallen 204 werden also in die
Nuten 199 in der Oberseite des Versatzkörpers 240 bzw. des
Schlittens 28 eingesetzt, also unmittelbar unterhalb des
Backenblocks 40. Durch Ziehen am Handgriff wird ein aufwärts
gerichteter Druck auf die Unterseite des Backenkörpers 40
ausgeübt und dadurch der Einschnitt 48 im Backenblock 40 vom
Riegel 105 des betreffenden Schlittens 27 bzw. 28 ausge
klinkt.
Obwohl die Erfindung sehr speziell beschrieben worden ist,
ist sie nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele oder
andere Abwandlungen, wie beispielsweise die Anzahl der Ver
satzmaße, das Umkehren der Montage der Gewindespindel und der
Versatzbaugruppe mit Bezug auf den einen und den anderen
Schlitten, die Art und Weise der Erzeugung des Versatzes und
der Fixierung der Endkappe am Schlitten beschränkt. Ebenso
kann jede Ausführungsform der Backenblockhalterung oder der
Mittel zum Abnehmen des Backenblocks vom Schlitten in Verbin
dung mit jeder Ausführungsform des Versatzmechanismus Anwen
dung finden. Des weiteren ist der Schnappverriegelungsmecha
nismus zur Montage des Backenblocks an den beweglichen
Schlitten auch bei einem Schraubstock mit nur einer Spann
stelle oder bei Schraubstöcken mit mehreren Spannstellen
einsetzbar.
Claims (43)
1. Schraubstock mit
- - einem Schraubstocksockel (23) mit zwischen dessen beiden Enden verlaufenden Führungsmitteln (30) zum Führen beweg licher Backen (40),
- - einer abnehmbar am Schraubstocksockel (23) zwischen dessen beiderseitigen Enden montierten feststehenden Backe (60) mit beiderseitigen Backenflächen,
- - einem ersten beweglichen Schlitten (28) und einem zweiten beweglichen Schlitten (27), die in den Führungsmitteln (30) montiert sind und jeweils eine bewegliche Backe (40) abnehm bar tragen, wobei jede dieser Backen eine der feststehenden Backe (60) zugewandte Backenfläche aufweist und durch Ver schiebung des betreffenden Schlittens zu der feststehenden Backe hin bzw. von dieser weg beweglich ist,
- - eine Schraubstockspindel (29), die in einer Bohrung des ersten beweglichen Schlittens (28) drehbar gelagert und in eine Gewindebohrung des zweiten beweglichen Schlittens (27) eingeschraubt ist,
- - Mitteln zum axialen Festlegen der Schraubstockspindel (29) im ersten beweglichen Schlitten (28),
- - Mitteln (94) zum Drehen der Schraubstockspindel zwecks Ver schiebens der beweglichen Schlitten entlang der Führungs mittel, und
- - einer am zweiten beweglichen Schlitten (27) angeordneten Versatzbaugruppe (135), welche ein verzögertes Ergreifen eines zweiten Werkstücks durch die Backe des zweiten beweg lichen Schlittens nach dem Ergreifen eines ersten Werkstücks durch die Backe des ersten beweglichen Schlittens und ein Lösen des zweiten Werkstücks vor dem Lösen des ersten Werk stücks ermöglicht, indem eine Drehung der Schraubstockspindel (29) in der einen Richtung zuerst das Verschieben des ersten beweglichen Schlittens (28) in Schließrichtung zur fest stehenden Backe hin bewirkt, bis sie an einer weiteren Ver schiebung gehindert wird, und dann die zweite bewegliche Backe um eine Versatzdistanz verschiebt, bevor der zweite be wegliche Schlitten (27) mit der Versatzbaugruppe in Schließ richtung zur feststehenden Backe verschoben wird.
2. Schraubstock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Versatzbaugruppe (135) mindestens zwei verschiedene,
wahlweise einstellbare Versatzmaße aufweist.
3. Schraubstock nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß der Versatzbaugruppe (135) eine daran montierte
Bremsbaugruppe mit einer Bremse (122) zugeordnet ist.
4. Schraubstock nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß zur abnehmbaren Montage der beweglichen
Backen (40) auf den beweglichen Schlitten (27, 28) ein vom
jeweiligen Schlittenkörper nach oben ragender Ansatz (101)
und ein daran angeordneter Riegelmechanismus (103, 105) vor
gesehen ist, und daß der Ansatz am einen Stirnende eine
schräge Unterschneidungsfläche aufweist und der Riegelmecha
nismus am anderen Stirnende des Ansatzes vorspringt.
5. Schraubstock nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Riegelmechanismus eine in einer Bohrung des Ansatzes auf
genommene Feder (103) und einen in einer Aussparung des An
satzes aufgenommenen Riegel (105), wobei die Feder zwischen
dem Riegel und dem Bohrungsende eingesetzt ist, und eine
Anschlagschraube (109) zum Arretieren des Riegels in der
Aussparung aufweist.
6. Schraubstock nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
jede bewegliche Backe (40) eine Aussparung (44) zur Aufnahme
des Schlittenansatzes (101) aufweist, und daß am einen Ende
der Aussparung ein Stab (46) mit einer daran gebildeten
ebenen Anschlagfläche eingebaut und am anderen Ende der Aus
sparung ein Einschnitt (48) in der Aussparungswand gebildet
ist.
7. Schraubstock nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die ebene Anschlagfläche des Stabs (46) mit der schrägen
Unterschneidungsfläche des Schlittenansatzes (101) zusammen
wirkt und der Riegel (105) in den Einschnitt (48) eingreift.
8. Schraubstock nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bremsbaugruppe einen U-förmigen Bremskörper (122), der in
einer nach unten weisenden Aussparung eines Bauteils der Ver
satzbaugruppe (135) aufgenommen ist, einen durch das Bauteil
parallel zur Schraubstocklängsachse hindurchverlaufenden
Stift (126), der einen Schenkel des U-förmigen Bremskörpers
scharnierartig haltert, eine in einer Aussparung des Bauteils
aufgenommene Feder (128), die an dem durch den Stift (126)
scharnierartig angelenkten Schenkel des Bremskörpers an einer
von der Bremskörpermitte aus jenseits des Stifts gelegenen
Stelle angreift, und eine in dem Bauteil eingeschraubte
Schraube (132) aufweist, die am anderen Schenkel des Brems
körpers angreift, und daß der Bremskörper mit seiner Unter
seite (124) mit einer Bodenfläche einer im Schraubstocksockel
gebildeten Führungsnut zusammenwirkt.
9. Schraubstock nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß der erste bewegliche Schlitten (28) an
seiner dem anderen Schlitten zugewandten Stirnseite einen die
Schraubstockspindel (29) an mindestens drei Seiten umgrei
fenden und mit Radialabstand von dieser verlaufenden hauben
artigen Ansatz (75) und der zweite beweglichen Schlitten (27)
an seiner dem ersten Schlitten zugewandte Stirnseite einen
halsartigen Ansatz (72) aufweist, durch welchen die Gewinde
bohrung zur Aufnahme der Schraubstockspindel hindurchverläuft
und der in dem von dem haubenartigen Ansatz des ersten
Schlittens umschlossenen Raum Aufnahme finden kann.
10. Schraubstock nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die feststehende Backe (60) mittels ent
sprechender Formschlußelemente nur in einer bestimmten
Orientierung am Schraubstocksockel (23) montierbar ist.
11. Schraubstock nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schraubstocksockel (23) zwei Schienen (30) aufweist
und zur Montage der feststehenden Backe in jeder Schiene eine
Aussparung (233, 234) gebildet ist, wobei diese beiden Aus
sparungen unterschiedlich gestaltet sind, und an der Unter
seite der feststehenden Backe zwei entsprechende, zu jeweils
einer der Aussparungen (231, 232) komplementäre Vorsprünge
(233, 234) gebildet sind.
12. Schraubstock nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die am zweiten beweglichen Schlitten (27)
angeordnete Versatzbaugruppe (135) einen an der vom ersten
Schlitten abgewandten Stirnende des zweiten beweglichen
Schlittens gebildeten Ansatz (77a), in welchem ein rechtwink
lig zur Längsachse des Schraubstocksockels (23) orientierter
Querdurchbruch (180) gebildet ist, einen auf dem Ansatz sit
zenden Versatzkörper (240), im Versatzkörper eingebaute Ein
stellmittel (187, 189) zum Einstellen des Versatzmaßes,
Haltemittel zum Befestigen des Versatzkörpers am zweiten be
weglichen Schlitten unter Ermöglichung einer Wegbewegung des
Versatzkörpers vom zweiten beweglichen Schlitten um das je
weils eingestellte Versatzmaß, und eine Bremsbaugruppe auf
weist, die einer Bewegung des Versatzkörpers während einer
Verschiebung des zweiten beweglichen Schlittens entgegen
wirkt, bis sich der Versatzkörper um das Versatzmaß vom
zweiten beweglichen Schlitten relativ wegbewegt hat.
13. Schraubstock nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß der Versatzkörper (240) eine Durchgangsbohrung (190)
aufweist, deren Querschnitt innerhalb des Innenumfangs des
Querdurchbruchs (180) des Ansatzes (77a) liegt.
14. Schraubstock nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Versatzmaßeinstellmittel einen in der Bohrung (190)
des Versatzkörpers (240) drehbar eingebauten Einstellkörper
mit einem Skalenträger (187) zur Anzeige des eingestellten
Versatzmaßes am einen Ende des Einstellkörpers, und Halte
mittel zum Halten des Einstellkörpers in der Versatzkörper
bohrung und zum Arretieren des Einstellkörpers in der ge
wählten Einstellung aufweist.
15. Schraubstock nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß der Einstellkörper (189) im Querschnitt eine dreieckige
Gestalt mit abgestumpften Ecken und exzentrischer Achse
aufweist, derart, daß jede Dreieckkörperfläche einem anderen
Versatzmaß entspricht.
16. Schraubstock nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder bewegliche Schlitten (27, 28) bzw.
ein daran befestigtes Bauteil (140a) der Versatzbaugruppe an
seiner Oberseite zwei beabstandete Nuten (199) zum Ansetzen
eines mit entsprechenden Zinken (204) versehenen Löseschlüs
sels (200) zum Abnehmen der Backe vom Schlitten aufweist.
17. Schraubstock nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Versatzbaugruppe (135) einen Ver
satzkörper (140), mindestens ein paar einander gegenüber
liegender Abstufungen (19) innerhalb einer Durchgangsboh
rung (161) des Versatzkörpers (140) mit zur Schraubstock
längsachse paralleler Achse, eine in der Versatzkörperbohrung
eingesetzten drehbaren Endkappe (143) mit zwei axialen Vor
sprüngen (150), die mit den genannten Abstufungen in der Ver
satzkörperbohrung zusammenwirken, ein Anzeigeelement zur
Anzeige eines eingestellten Versatzmaßes, und Mittel zum
Halten der Endkappe in der Bohrung aufweist.
18. Bremsbaugruppe für einen beweglichen Schlitten (127)
einer beweglichen Backe eines Schraubstocks, mit
- - einem an dem beweglichen Schlitten befestigbaren Trägerteil (140),
- - einem U-förmigen Bremskörper (122), der in einer Aussparung des Trägerteils aufgenommen wird und einer Bodenfläche (36) einer Führungsnut im Schraubstocksockel (23) zugewandt ist,
- - einem parallel zur Führungsnutachse des Schraubstocks im Trägerteil eingebauten Stift (126) zur scharnierartigen An lenkung des einen Schenkels des Bremskörpers,
- - einer in einer Öffnung des Trägerteils sitzenden Feder (128), die an einer mit Bezug auf die Mitte der Bremskörper- U-Form jenseits des Stifts (126) gelegenen Stelle an dem angelenkten Bremskörperschenkel angreift, und
- - einer in das Trägerteil eingeschraubten Schraube (132), die an der Oberseite des anderen Schenkels des Bremskörpers (122) angreift.
19. Schraubstock mit einander zugewandten Backen (40, 60),
von denen mindestens eine (40) beweglich ist, einer Schraub
stockspindel (29), die in der einen Backe drehbar gelagert
und axial festgelegt und in eine Gewindebohrung der anderen
Backe eingeschraubt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die eine
Backe an ihrer der anderen Backe zugewandten Seite ein
haubenartigen Ansatz (75) aufweist, der die Schraubstock
spindel mindestens teilweise umgreift und mit Radialabstand
von dieser verläuft, und daß die andere Backe an ihrer der
einen Backe zugewandten Seite einen halsartigen Ansatz (72)
aufweist, durch welchen die Gewindebohrung zur Aufnahme der
Schraubstockspindel hindurchverläuft und der im Zuge der
relativen Annäherung der beiden Backen innerhalb des von dem
haubenartigen Ansatz (75) der einen Backe umschlossenen Raum
Aufnahme finden kann.
20. Montageanordnung zum Anbringen einer feststehenden Backe (60)
an einem Schraubstocksockel (23) mit zwei parallelen Schienen
(30), dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Schiene eine Auf
nahmeöffnung (231, 232) gebildet ist und diese beiden Aufnah
meöffnungen voneinander verschiedene Gestalt haben, und daß
an der Unterseite der feststehenden Backe (60) zwei Vorsprün
ge (233, 234) gebildet sind, von denen jede zu einer der
beiden Aussparungen komplementär ausgebildet ist.
21. Arretiermechanismus zum lösbaren Anbringen einer Backe an
einem beweglichen Schlitten eines Schraubstocks, dadurch ge
kennzeichnet, daß der bewegliche Schlitten einen daran gebil
deten, nach oben weisenden Ansatz (101) aufweist, der an
seinem, auf die Schlittenverschieberichtung bezogen, einen
Ende eine schräge Unterschneidungsfläche (111) und an seinem
anderen Ende einen Riegelmechanismus (103, 105) aufweist,
welch letzter einen in einer Aussparung des Ansatzes sitzen
den vorspringenden Riegel (105), eine in einer Bohrung zwi
schen dem Ansatz und der Riegelrückseite eingesetzten Druck
feder (103) und eine mit einer am Riegel gebildeten Anschlag
fläche zusammenwirkenden Anschlagschraube (109) aufweist,
welche die Bewegung des Riegels (105) unter dem Druck der
Feder (103) aus der Aussparung des Ansatzes (101) heraus be
grenzt.
22. Arretiermechanismus nach Anspruch 21, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Backe (40) eine Aussparung (44) zur Auf
nahme des Schlittenansatzes (101) aufweist, und daß in die
Backenaussparung (44) an derem einen Ende ein Stab (46) mit
einer ebenen Anschlagfläche eingebaut und am anderen Aus
sparungsende ein Einschnitt (48) in der Aussparungswand ge
bildet ist.
23. Arretiermechanismus nach Anspruch 22, dadurch gekenn
zeichnet, daß die ebene Anschlagfläche des Stabs (46) mit der
schrägen Unterschneidungsfläche (111) des Schlittenansatzes
(101) zusammenwirkt und der Riegel (105) des Riegelmechanis
mus in den Einschnitt (48) eingreift.
24. Schraubstock mit
- - einem Schraubstocksockel (23) mit zwischen dessen beiden Enden verlaufenden Führungsmitteln (30) zum Führen beweg licher Backen (40),
- - einer abnehmbar am Schraubstocksockel (23) zwischen dessen beiderseitigen Enden montierten feststehenden Backe (60) mit beiderseitigen Backenflächen,
- - einem ersten beweglichen Schlitten (28) und einem zweiten beweglichen Schlitten (27), die in den Führungsmitteln (30) montiert sind und jeweils eine bewegliche Backe (40) abnehm bar tragen, wobei jede dieser Backen eine der feststehenden Backe (60) zugewandte Backenfläche aufweist und durch Ver schiebung des betreffenden Schlittens zu der feststehenden Backe hin bzw. von dieser weg beweglich ist,
- - eine Schraubstockspindel (29), die in einer Bohrung des ersten beweglichen Schlittens (28) drehbar gelagert und in eine Gewindebohrung des zweiten beweglichen Schlittens (27) eingeschraubt ist,
- - Mitteln zum axialen Festlegen der Schraubstockspindel (29) im ersten beweglichen Schlitten (28),
- - Mitteln (94) zum Drehen der Schraubstockspindel zwecks Ver schiebens der beweglichen Schlitten entlang der Führungs mittel, und
- - einer am zweiten beweglichen Schlitten (24) angeordneten Versatzbaugruppe (135) mit einer mit den Führungsmitteln reibschlüssig zusammenwirkenden Reibungsbremse (122), die einer Verschiebung des zweiten beweglichen Schlittens einen Widerstand entgegensetzt, so lange die Drehung der Schraub stockspindel den ersten beweglichen Schlitten (28) ver schiebt, wobei der Widerstand der Reibungsbremse überwunden wird, wenn die Verschiebung des ersten beweglichen Schlittens blockiert wird, so daß dann eine Verschiebung der Versatz baugruppe trotz reibschlüssigen Zusammenwirkens der Rei bungsbremse mit den Führungsmitteln erfolgt.
25. Schraubstock mit
- - einem Schraubstocksockel (23) mit zwischen dessen beiden Enden verlaufenden Führungsmitteln (30) zum Führen beweg licher Backen (40),
- - einer abnehmbar am Schraubstocksockel (23) zwischen dessen beiderseitigen Enden montierten feststehenden Backe (60) mit beiderseitigen Backenflächen,
- - einem ersten beweglichen Schlitten (28) und einem zweiten beweglichen Schlitten (27), die in den Führungsmitteln (30) montiert sind und jeweils eine bewegliche Backe (40) abnehm bar tragen, wobei jede dieser Backen eine der feststehenden Backe (60) zugewandte Backenfläche aufweist und durch Ver schiebung des betreffenden Schlittens zu der feststehenden Backe hin bzw. von dieser weg beweglich ist,
- - eine Schraubstockspindel (29), die in einer Bohrung des ersten beweglichen Schlittens (28) drehbar gelagert und in eine Gewindebohrung des zweiten beweglichen Schlittens (27) eingeschraubt ist,
- - Mitteln zum axialen Festlegen der Schraubstockspindel (29) im ersten beweglichen Schlitten (28),
- - Mitteln (94) zum Drehen der Schraubstockspindel zwecks Ver schiebens der beweglichen Schlitten entlang der Führungs mittel, und
- - einer am zweiten beweglichen Schlitten (27) angeordneten Versatzbaugruppe (135), die zwischen dem zweiten beweglichen Schlitten und der Versatzbaugruppe eine mindestens einem vor gegebenem Versatzmaß entsprechende Relativbewegung zuläßt, wobei die Versatzbaugruppe eine Reibungsbremse (122) auf weist, die im Zusammenwirken mit den Führungsmitteln einer Verschiebung des zweiten beweglichen Schlittens einen Wider stand entgegensetzt, während eine Drehung der Schraubstock spindel eine Verschiebung des ersten beweglichen Schlittens bewirkt, wobei der Widerstand der Reibungsbremse nach Blockieren einer weiteren Verschiebung des ersten beweglichen Schlittens eine Bewegung des zweiten beweglichen Schlittens in zwei aufeinanderfolgenden Stufen bewirkt, wobei die erste Stufe die Relativbewegung des zweiten beweglichen Schlittens relativ zur Versatzbaugruppe um das vorgegebene Versatzmaß bildet und nach dessen Erreichen die zweite Bewegungsstufe in Form einer gemeinsamen Verschiebung der Versatzbaugruppe und des zweiten beweglichen Schlittens bei reibschlüssig mit den Führungsmitteln zusammenwirkender Reibungsbremse beginnt, so daß die Versatzbaugruppe ein verzögertes Ergreifen eines zweiten Werkstücks durch die Backe des zweiten beweglichen Schlittens nach Ergreifen eines ersten Werkstücks durch die Backe des ersten beweglichen Schlittens sowie ein Lösen des zweiten Werkstücks vor dem Lösen des ersten Werkstücks er möglicht.
26. Schraubstock nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet,
daß die Versatzbaugruppe (135) mindestens zwei vorgegebene
Versatzmaße aufweist.
27. Schraubstock nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet,
daß die Versatzbaugruppe drei vorgegebene Versatzmaße vor
sieht.
28. Schraubstock nach einem der Ansprüche 25 bis 27, dadurch
gekennzeichnet, daß die Reibungsbremse einen in der Versatz
baugruppe montierten Bremskörper (122) aufweist.
29. Schraubstock nach einem der Ansprüche 25 bis 28, dadurch
gekennzeichnet, daß die Versatzbaugruppe (135) einen Versatz
körper (140) mit pro Versatzmaß einem Paar von gegenüber
liegenden Aussparungen, ein in dem Versatzkörper drehbar
montiertes Einstellorgan (143) mit zwei Vorsprüngen, die zum
Definieren des jeweiligen Versatzmaßes mit dem betreffenden
Paar gegenüberliegender Aussparungen zusammenwirken, Kupp
lungsmitteln zum formschlüssigen Kuppeln des Einstellorgans
mit dem zweiten beweglichen Schlitten, Rastmittel zum Her
stellen einer definierten relativen fluchtenden Position der
Vorsprünge mit dem betreffenden Paar von Aussparungen in der
jeweiligen Versatzmaßeinstellung, und Haltemittel zum Halten
des Versatzkörpers am zweiten beweglichen Schlitten unter
Zulassen einer dem jeweiligen Versatzmaß entsprechenden
relativen Wegbewegung des Versatzkörpers vom zweiten beweg
lichen Schlitten aufweist.
30. Schraubstock nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet,
daß das jedem Versatzmaß zugeordnete Paar von Aussparungen
durch eine dem ersten Versatzmaß entsprechende angesenkte
Schulter und durch jeweils ein Paar tieferer Einschnitte zur
Definierung jedes weiteren Versatzmaßes gebildet ist.
31. Schraubstock nach Anspruch 29 oder 30, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kupplungsmittel eine Nut in einem Endteil
des zweiten beweglichen Schlittens und an den beiden Vor
sprüngen gebildete, in die Nut eingreifende Nasen (152)
aufweisen.
32. Schraubstock nach einem der Ansprüche 29 bis 31, dadurch
gekennzeichnet, daß die Haltemittel mindestens eine Schraube,
die durch eine Bohrung in einem der Teile zwei der beweg
licher Schlitten und Versatzkörper hindurchgesteckt und in
eine Gewindebohrung des jeweils anderen Teils eingeschraubt
ist, und eine Druckfeder aufweisen, die auf der Schraube
zwischen dem Schraubenkopf und der Stirnfläche einer Boh
rungsansenkung der Bohrung des betreffenden einen Teils
sitzt.
33. Schraubstock mit
- - einem Schraubstocksockel (23) mit zwischen dessen beiden Enden verlaufenden Führungsmitteln (30) zum Führen beweg licher Backen (40),
- - einer abnehmbar am Schraubstocksockel (23) zwischen dessen beiderseitigen Enden montierten feststehenden Backe (60) mit beiderseitigen Backenflächen,
- - einem ersten beweglichen Schlitten (28) und einem zweiten beweglichen Schlitten (27), die in den Führungsmitteln (30) montiert sind und jeweils eine bewegliche Backe (40) abnehm bar tragen, wobei jede dieser Backen eine der feststehenden Backe (60) zugewandte Backenfläche aufweist und durch Ver schiebung des betreffenden Schlittens zu der feststehenden Backe hin bzw. von dieser weg beweglich ist,
- - eine Schraubstockspindel (29), die in einer Bohrung des ersten beweglichen Schlittens (28) drehbar gelagert und in eine Gewindebohrung des zweiten beweglichen Schlittens (27) eingeschraubt ist,
- - Mitteln zum axialen Festlegen der Schraubstockspindel (29) im ersten beweglichen Schlitten (28),
- - Mitteln (94) zum Drehen der Schraubstockspindel zwecks Ver schiebens der beweglichen Schlitten entlang der Führungs mittel, und
- - einer am zweiten beweglichen Schlitten (27) angeordneten Versatzbaugruppe (135) mit Vorspannmitteln und einer Rei bungsbremse, wobei die Vorspannmittel den zweiten beweglichen Schlitten gegen die Versatzbaugruppe drängen und die Rei bungsbremse mit den Führungsmitteln zusammenwirkt, um einer Verschiebung des zweiten beweglichen Schlittens entgegenzu wirken, während eine Drehung der Schraubstockspindel (29) den ersten beweglichen Schlitten verschiebt, wobei die Reibungsbremse und die Vorspannmittel miteinander im Sinne der Erzeugung eines dreistufigen Bewegungsablaufs der ver schiebbaren Schlitten derart zusammenwirken, daß beim Lösen von zwei zwischen der festen Backe und den beiden beweglichen Backen eingespannten Werkstücken in einer ersten Bewegungs stufe die Vorspannmittel den zweiten beweglichen Schlitten zur Versatzbaugruppe hin ziehen, so daß das zwischen der feststehenden Backe und der Backe des zweiten beweglichen Schlittens eingespannte Werkstück zuerst gelöst wird, während das zwischen der feststehenden Backe und der Backe des ersten beweglichen Schlittens eingespannte Werkstück noch einge spannt bleibt, die Reibungsbremse dann in der zweiten Be wegungsstufe einer Verschiebung der Versatzbaugruppe und des zweiten beweglichen Schlittens entgegenwirkt, während der erste bewegliche Schlitten sich im Sinne der Freigabe des zwischen der feststehenden Backe und der Backe des ersten verschieblichen Schlittens eingespannten Werkstücks ver schiebt, und schließlich im dritten Bewegungsabschnitt der Widerstand der Reibungsbremse überwunden wird, wenn die weitere Verschiebung des ersten beweglichen Schlittens blockiert wird und der zweite bewegliche Schlitten mit der Versatzbaugruppe trotz der mit den Führungsmitteln zusammen wirkenden Reibungsbremse verschoben wird.
34. Schraubstock nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorspannmittel den zweiten beweglichen Schlitten in
der ersten Bewegungsstufe zur Versatzbaugruppe hin ziehen,
um die Backe des zweiten beweglichen Schlittens von der
Backenfläche der feststehenden Backe um mindestens ein vor
gegebenes Versatzmaß wegzubewegen.
35. Verfahren zum Betreiben eines Schraubstocks mit einer
feststehenden Backe, die zwischen ersten und zweiten beweg
lichen Backen angeordnet ist, die durch Drehen einer
Schraubstockspindel relativ zu der feststehenden Backe hin
und her bewegbar sind, wobei die zweite bewegliche Backe mit
einem Versatzmechanismus verbunden ist, mit folgenden
Schritten:
- - Anlegen einer Bremse im Versatzmechanismus zur Erzeugung eines Reibwiderstands des Versatzmechanismus relativ zur Führung der beweglichen Backen im Schraubstock, um einer Verschiebung der zweiten beweglichen Backe bei Drehung der Schraubstockspindel einen Widerstand entgegenzusetzen, während die erste bewegliche Backe verschiebbar ist,
- - Blockieren einer weiteren Bewegung der ersten beweglichen Backe bei weiterer Drehung der Schraubstockspindel, und
- - Überwinden des Reibwiderstands des Versatzmechanismus zum Verschieben der zweiten beweglichen Backe mit dem Versatz mechanismus trotz wirksamer Bremse.
36. Verfahren nach Anspruch 35, wobei das Blockieren der
weiteren Bewegung der ersten beweglichen Backe durch das
Einspannen eines ersten Werkstücks zwischen der feststehenden
Backe und der ersten beweglichen Backe erfolgt.
37. Verfahren nach Anspruch 35 oder 36, wobei das Überwinden
des Reibwiderstands zwischen dem Versatzmechanismus und der
Backenführung zunächst das Verschieben der zweiten beweg
lichen Backe relativ zum Versatzmechanismus um ein vorgege
benes Versatzmaß und sodann durch gemeinsame Verschiebung der
Versatzbaugruppe und der zweiten beweglichen Backe durch
Weiterdrehen der Schraubstockspindel erfolgt.
38. Verfahren nach Anspruch 35, wobei das Überwinden des
Reibwiderstands zwischen Versatzmechanismus und Backenführung
die aufeinanderfolgende Schritte umfaßt:
- - Drängen der zweiten beweglichen Backe gegen den Versatz mechanismus zum Lösen eines zweiten Werkstücks zwischen der feststehenden Backe und der zweiten beweglichen Backe, wobei die zweite bewegliche Backe von dem Werkstück um mindestens ein vorgegebenes Versatzmaß wegbewegt wird,
- - Verschieben der ersten beweglichen Backe von der feststehenden Backe weg zum Lösen eines ersten Werkstücks, das zwischen der feststehenden Backe und der ersten beweg lichen Backe eingespannt ist, und
- - Beenden der Verschiebung der ersten beweglichen Backe am einen Ende des Schraubstocks bei weitergehender Drehung der Schraubstockspindel zur gemeinsamen Verschiebung des Versatz mechanismus und der zweiten beweglichen Backe trotz wirksamer Bremse.
39. Verfahren zum Betrieb eines Schraubstocks mit einer fest
stehenden Backe, die zwischen ersten und zweiten beweglichen
Backen angeordnet ist, die relativ zur feststehenden Backe
durch Drehung einer Schraubstockspindel hin- und herbewegbar
sind, wobei die zweite bewegliche Backe mit einem Versatz
mechanismus verbunden ist, mit folgenden Schritten:
- - Anlegen einer Bremse im Versatzmechanismus zur Erzeugung eines Reibwiderstands zwischen dem Versatzmechanismus und der Backenführung, um einer Verschiebung der zweiten beweglichen Backe bei Drehung der Schraubstockspindel in einer ersten Drehrichtung entgegenzuwirken, während eine Verschiebung der ersten beweglichen Backe erfolgt,
- - Verschieben der ersten beweglichen Backe zur feststehenden Backe hin zum Einspannen eines ersten Werkstücks,
- - Verschieben der zweiten beweglichen Backe vom Versatz mechanismus um mindestens ein vorgegebenes Versatzmaß weg, während der Versatzmechanismus mittels der Bremse feststehend gehalten wird,
- - anschließendes Überwinden des Reibwiderstands der Bremse durch weitere Drehung der Schraubstockspindel in der ersten Drehrichtung bei durch Einspannen des ersten Werkstücks bei feststehend gehaltener erster beweglicher Backe zum gemein samen Verschieben des Versatzmechanismus und der zweiten beweglichen Backe zur feststehenden Backe hin zum Einspannen eines zweiten Werkstücks,
- - Drehen der Schraubstockspindel in einer entgegengesetzten zweiten Drehrichtung,
- - Drängen der zweiten beweglichen Backe zum Versatzmecha nismus hin, um diese durch das vorgegebene Versatzmaß vom zweiten Werkstück zwecks Lösens desselben wegzubewegen, während der Versatzmechanismus durch die Bremse feststehend gehalten wird, und
- - Entgegenwirken einer weiteren Verschiebung der zweiten be weglichen Backe und einer Verschiebung des Versatzmechanismus durch die Bremse bei weiterer Drehung der Schraubstockspindel in der zweiten Drehrichtung, um die erste bewegliche Backe von der feststehenden Backe zwecks Lösens des ersten Werk stücks wegzubewegen.
40. Verfahren nach Anspruch 39, mit den weiteren Schritten:
- - Beenden der Verschiebung der ersten beweglichen Backe nach Lösen des ersten Werkstücks am einen Ende des Schraubstocks, und
- - Überwinden des Reibwiderstands der Bremse durch fortge setzte Drehung der Schraubstockspindel in der zweiten Dreh richtung zum gemeinsamen Verschieben des Versatzmechanismus und der zweiten beweglichen Backe weiter von der fest stehenden Backe weg.
41. Verfahren zur Versatzeinstellung in einem Schraubstock
mit zwei Spannstellen, mit folgenden Schritten:
- - Drehen der Schraubstockspindel in einer ersten Drehrichtung zum Einspannen eines ersten Werkstücks zwischen einer ersten beweglichen Backe und einer erste Backenfläche einer fest stehenden Mittelbacke,
- - Wegbewegen einer zweiten beweglichen Backe von einer daran montierten Versatzbaugruppe um ein Versatzmaß durch weitere Drehung der Schraubstockspindel in der ersten Drehrichtung,
- - Überwindung des Widerstands einer Reibungsbremse der Versatzbaugruppe durch weitere Drehung der Schraubstock spindel in der ersten Drehrichtung,
- - Verschieben der zweiten beweglichen Backe zu einer zweiten Backenfläche der feststehenden Mittelbacke hin durch weitere Drehung der Schraubstockspindel, und
- - Einspannen eines zweiten Werkstücks zwischen der zweiten Backenfläche der Mittelbacke und der zweiten beweglichen Backe, wobei die zweite bewegliche Backe beim Einspannen des zweiten Werkstücks um das Versatzmaß von der Versatzbaugruppe getrennt ist.
42. Verfahren nach Anspruch 41, mit den weiteren Schritten:
- - Wählen eines geeigneten Versatzmaßes, und
- - Einstellen eines Versatzmechanismus in der Versatzbaugruppe auf das gewählte Versatzmaß.
43. Verfahren nach Anspruch 42, mit den weiteren Schritten:
- - Veränderung des Versatzmaßes, wenn ein drittes Werkstück anstelle des zweiten Werkstückes einzuspannen ist und das dritte Werkstück kleiner als das zweite Werkstück ist oder kleinere Toleranzen als dieses erfordert, indem die Schraub stockspindel in einer zweiten Drehrichtung gedreht wird, um die zweite bewegliche Backe in Anlage an die Versatzbaugruppe zu verschieben,
- - Einstellen des Versatzmechanismus auf das neu gewählte Versatzmaß, und
- - Drehen der Schraubstockspindel in der ersten Drehrichtung zum Einspannen des dritten Werkstücks durch gemeinsame Verschiebung der zweiten beweglichen Backe und der Ver satzbaugruppe, die um das Versatzmaß voneinander getrennt sind, zur feststehenden Mittelbacke hin.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: TE-CO., ENGLEWOOD, OHIO, US |
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| 8181 | Inventor (new situation) |
Free format text: DURFEE JUN., DAVID L., MEADVILLE, PA., US |
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| 8141 | Disposal/no request for examination |