DE4419889A1 - Schnurlos-Telefon - Google Patents
Schnurlos-TelefonInfo
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Description
Die Erfindung befaßt sich mit einem Telefon mit einer Ba
siseinheit und einem schnurlosem Telefonhörer.
Im Mobilfunkbereich unterscheidet man zwei Kategorien von
mobilen bzw. schnurlosen Telefonen:
- (1) mit einer niedrigen Reichweite bis ca. 250 m; und
- (2) Telefone mit einer hohen Reichweite.
Die mobilen Telefone mit einer hohen Reichweite werden
üblicherweise mit dem C-, D1-, D2- oder E-Netz betrieben
und sind im wesentlichen flächendeckend einsetzbar. Die
hohe Reichweite derartiger mobiler Telefone bedingt sich
aus der hohen Sendeleistung der Telefone (2 bis 8 Watt). Um
Zugang zu dem jeweiligen Netz zu erlangen, muß der Benutzer
eines Telefons mit hoher Reichweite zuerst eine erworbene
Identifikationskarte in das Telefon einstecken. Die Identi
fikationskarte charakterisiert den Netztyp, C-, D1-, D2-
oder E-Netz. Anschließend muß der Inhaber der Identifika
tionskarte einen dieser Karte zugeordneten PIN-Code einge
ben, auf ein Zugangsberechtigungssignal warten und erst
danach kann der Benutzer des Telefons bzw. des Telefonhö
rers mit der Wahl der gewünschten Telefonnummer beginnen.
Diese Telefone bieten dem Besitzer zusätzlich zum Anrufen
die Option, von einer anderen Person angerufen zu werden.
Es hat sich jedoch bei derartigen Telefonen als nachteilig
herauskristallisiert, daß sowohl die Anschaffungskosten des
Telefons als auch die Gebührenkosten, welche durch die je
weiligen Netzbetreiber festgelegt werden, sehr hoch sind.
Zudem ist der Erwerb der persönlichen Identifikationskarte
mit zugeordnetem PIN-Code erforderlich, wodurch sich die
Kosten weiter erhöhen. Da der PIN-Code vor jedem Telefonat
eingegeben werden muß, muß sich der Benutzer des Telefons
diesen Code merken, was sich bei oftmaliger Benutzung sehr
einfach gestaltet, jedoch bei seltenem Telefonieren auch zu
Problemen führen kann. Da zudem die Telefongeräte und die
Identifikationskarte sehr kostspielig sind, besteht natür
lich die Gefahr, daß das Telefon per se oder beides (Tele
phon und Identifikationskarte) gestohlen wird, wobei die
Identifikationskarte natürlich nur unter Kenntnis des PIN-
Codes einsetzbar ist.
Demgegenüber sind die schnurlosen Telefone mit niedriger
Reichweite wesentlich günstiger in der Anschaffung und in
den Gebühren für die Telefoneinheiten. Die Telefone der
ersten Kathegorie bestehen aus einer Basiseinheit und einem
dieser Basiseinheit zugeordneten Telefonhörer, welcher im
folgenden auch Handgerät genannt wird. Bei diesen mobilen
Telefonen mit kurzer Reichweite sind die Handgeräte jeweils
nur in Verbindung mit einer Basisstation verwendbar. Die
Basisstation wird üblicherweise anstelle der herkömmlichen
Tastentelefone am Telefonhausanschluß angeschlossen und der
Benutzer kann mit dem Handgerät in einer Entfernung von bis
zu 250 Meter von der Basisstation telefonieren. Auf größere
Entfernungen funktioniert diese Einheit aus Basisstation
und Handgerät nicht, da die Ausgangsleistung des Handgerä
tes zu niedrig ist. Auch kann sich die Entfernung zwischen
Basisstation und Telefonhörer durch Störeinflüsse wie etwa
Abschattung durch metallische oder dichte Strukturen oder
Absorption durch Trennwände, Mauerwerk, Möbel usw. verrin
gern. Das Laden der Handgeräte erfolgt zumeist durch Lade
geräte, welche in die Basisstation integriert sind. Diese
mobilen Telefone mit niedriger Reichweite haben jedoch
gegenüber den Telefonen mit hoher Reichweite den Nachteil,
daß sie ausschließlich in der Nähe der Basisstation ver
wendbar sind. Eine Kompartibilität mit anderen Basisstatio
nen ist auch nicht gegeben, so daß eine Vergrößerung des
Einsatzgebietes bzw. -fläche nicht möglich ist.
Eine Zwitterstellung zu diesen beiden schnurlos-Telefon-
Kategorien nimmt das sog. "BIRDIE" ein. Dieses Telefon aus
Basiseinheit und schnurlosem Telefonhörer ermöglicht dem
Benutzer nicht nur in einem Umkreis von ca. 200 m von der
Basisstation zu telefonieren, sondern das BIRDIE auch in
der Nähe von anderen, BIRDIE-spezifischen Basisstationen
einzusetzen. Jedes BIRDIE besitzt eine eigene Identifizie
rungsnummer (PIN-Nummer), welche für die Rechnungsstellung
analog zu den Telefonen mit hoher Reichweite essentiell
ist. Das BIRDIE unterscheidet sich von den obigen beiden
Telefonkategorien dadurch, daß es lediglich ein Anrufen,
jedoch kein angerufen werden zuläßt. Das Einkoppeln in das
öffentliche (telekomspezifische) Telefonnetz mittels des
BIRDIE′s erfolgt über ein "Paßwort". Das Paßwort (Zugangs
berechtigung) muß jedoch von jedem Benutzer eines BIRDIES
vorab aboniert werden. Bei einem Telefonat wird die PIN-
Nummer zusammen mit der Gesprächseinheit in der Basissta
tion registriert. In Zeiten geringer Nutzung werden dann
die Daten (Gesprächseinheiten, PIN-Nummer) an einen zen
tralen Computer überspielt, der die Rechnungstellung erle
digt. Die Abrechnung erfolgt über den festen Telefonan
schluß zuhause. Das BIRDIE hat somit den Vorteil, daß es
trotz seiner niedrigen Reichweite (ca. 250 Meter) auch
außerhalb von zuhause einsetzbar ist und die Telefongebüh
ren denen eines Telefonats in einer öffentlichen Telefon
zelle oder von zuhause entsprechen.
Andererseites hat sich beim BIRDIE als nachteilig herausge
stellt, daß der Besitzer eine Identifikationskarte bean
tragen und abonnieren muß, bevor er das BIRDIE einsetzen
kann. Dies ist jedoch zeitaufwendig und nicht spontan
durchführbar. Desweiteren muß sich der Besitzer seinen, der
Identifikationskarte zugeordneten PIN-Code merken und vor
jedem Telefonat eingeben, woraus das vorgenannte Problem -
Vergessen des PIN-Codes - resultiert. Auch sollte der Be
sitzer seinen PIN-Code geheimhalten, da bei Abhandenkommen
bzw. Diebstahl des Handgerätes und des PIN-Codes der Besit
zer zumindest bis zur Meldung des Handgerätverlustes die
Kosten für die telefonierten Einheiten tragen muß.
Von diesem Stand der Technik ausgehend zielt die Erfindung
auf ein schnurloses Telefon ab, welches im wesentlichen
flächendeckend, kostengünstig und ohne PIN-Code einsetzbar
ist.
Die Erfindung erreicht dieses Ziel mit dem Gegenstand des
Anspruches 1, also mit einem Telefon mit einer Basiseinheit
und einem schnurlosen Telefonhörer, welcher eine Aufnahme
einheit und eine Leseeinrichtung für eine handelsübliche
Gebührenkarte aufweist und die während des Telefonierens
anfallenden Gebühreneinheiten von der Gebührenkarte ab
bucht.
Diese Anordnung hat unter anderem folgende Vorteile:
Für den Zugang in das Telefonnetz ist lediglich eine han delsübliche Gebührenkarte mit ausreichendem, darauf gespei chertem Gebührenbetrag notwendig. Es entfällt also das Beantragen und Abonnieren der Identifikationskarte. Deswei teren muß kein PIN-Code eingegeben und der PIN-Code über prüft werden. Das Einführen einer "gültigen" Gebührenkarte in den Telefonhörer erfüllt die erforderlichen Zugangsvor aussetzungen. Ein Abhandenkommen einer Gebührenkarte ist zwar nicht erfreulich aber im Gegensatz zur Identifika tionskarte nicht gravierend, da lediglich der auf der Ge bührenkarte verbleibende Betrag verlorengeht. Da die Gebüh renkarten, welche im folgenden auch Telefonkarten genannt werden, üblicherweise zwischen 20 und 50 DM kosten ist ein Verlieren einer Telefonkarte zumeist für den Benutzer "ver schmerzbar". Die Verwendung einer Telefonkarte ist aber auch insofern vorteilhaft, als der Benutzer des Handgerätes im übertragenen Sinne ein Kontrollorgan über die vertelefo nierten Gebühreneinheiten an die Hand gelegt bekommt.
Für den Zugang in das Telefonnetz ist lediglich eine han delsübliche Gebührenkarte mit ausreichendem, darauf gespei chertem Gebührenbetrag notwendig. Es entfällt also das Beantragen und Abonnieren der Identifikationskarte. Deswei teren muß kein PIN-Code eingegeben und der PIN-Code über prüft werden. Das Einführen einer "gültigen" Gebührenkarte in den Telefonhörer erfüllt die erforderlichen Zugangsvor aussetzungen. Ein Abhandenkommen einer Gebührenkarte ist zwar nicht erfreulich aber im Gegensatz zur Identifika tionskarte nicht gravierend, da lediglich der auf der Ge bührenkarte verbleibende Betrag verlorengeht. Da die Gebüh renkarten, welche im folgenden auch Telefonkarten genannt werden, üblicherweise zwischen 20 und 50 DM kosten ist ein Verlieren einer Telefonkarte zumeist für den Benutzer "ver schmerzbar". Die Verwendung einer Telefonkarte ist aber auch insofern vorteilhaft, als der Benutzer des Handgerätes im übertragenen Sinne ein Kontrollorgan über die vertelefo nierten Gebühreneinheiten an die Hand gelegt bekommt.
Insgesamt entfällt bei dem erfindungsgemäßen Telefon die
Identifizierungskarte mit PIN-Code und die damit verbunde
nen Unannehmlichkeiten für den Benutzer eines Mobiltele
fons.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das
Telefon auf verschiedene Standards für Schnurlos-Telefone
einstellbar (Anspruch 2). Hierdurch wird dem Benutzer die
Möglichkeit eröffnet, das Telefon auch in anderen Ländern
mit anderen Standards zu verwenden. So wird z. B. in Eng
land der CT2-Standard, in Deutschland der CT1+-Standard,
neben anderen Standards, und im asiatischen Raum der CT0-
Standard, um nur einige nationenspezifische Standards zu
nennen, verwendet. Der Standard legt in der Regel die An
zahl der Kanäle, die Bandbreite und den Bandbereich fest.
Zudem wird die Sendeleistung und somit die Reichweite defi
niert. In England, wo der CT2-Standard eingesetzt wird,
wurde ausschließlich für den Betrieb von CT2-Standard eine
Gruppe von 40 Kanälen zu 100 kHz-Bandbreite im Bereich von
864 bis 868 kHz reserviert.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung be
dingt, daß Basiseinheiten in öffentliche Einrichtungen, wie
etwa Telefonzellen, Notrufsäulen, Telefonsäulen, aber auch
in öffentlichen Bedürfnisanstalten integrierbar sind (An
spruch 3). Hierdurch wird die Möglichkeit eröffnet, ein
flächendeckendes Netz auszubilden, so daß der Benutzer des
Handgerätes bzw. Telefonhörers während des Telefonierens
keinen Empfangs- und Sendestörungen und somit schlechter
Sprachqualität ausgesetzt ist.
Um bei nur einer Telefonleitung bzw. nur einem Telefonan
schluß dennoch mehreren Personen ein Telefonieren zu er
möglichen, ist vorzugsweise die Basiseinheit mit einem Mul
ti-Tasking-System ausgestattet (Anspruch 4). Bei diesem Sy
stem wird ein freier Kanal, der von einem in Betrieb genom
menen Handapparat besetzt ist, automatisch während des
Gesprächs gewechselt, wenn der Störpegel ein gewisses Maß
übersteigt. D.h. auf einem Kanal wird eine ADPCM (Adaptive
Delta Pulse Code Modulation) mit Vielfachzugriff-Zeitmulti
plex benutzt. Außerdem wird zwei Millisekunden-Sprache
zeitkomprimiert und als ein Millisekundenburst von einem
Ende gesendet. Das bedeutet, daß doppelt so viel Sprache in
Form von Bursts übertragen und somit gleichzeitig mehr
Telefongespräche geführt werden können.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist der
Telefonhörer eine variable Sende- und Empfangsleistung auf,
(Anspruch 5), so daß entsprechend der Flächendeckung der
Basisstationen die Sende- und Empfangsleistung und somit die
Reichweite erhöht werden kann. Andererseits besteht die
Möglichkeit bei einer hohen Anzahl an Basisstationen pro
Flächeneinheit die Leistung und folglich die Belastung des
Telephonhörer-Akkus herunterzuregeln, wodurch eine höhere
Betriebsstundenzahl des Akkus sichergestellt wird.
Vorzugsweise leistet der Telefonhörer eine Sende- und Emp
fangsreichweite zur Basiseinheit von ungefähr 500 Metern
(Anspruch 6), wodurch einerseits ein adäquates Be
triebsstunden/Leistungsverhältnis von Akku zu Reichweite
gewährleistet und andererseits insbesondere in Großstädten
eine gute Netz-Flächendeckung sichergestellt wird.
Der Telefonhörer hat eine den handelsüblichen Telefonen
ähnliche, vorzugsweise äquivalente Tastatur (Anspruch 7).
Dies ermöglicht vorteilhafterweise, daß sowohl die Hand
chassis von herkömmlichen Telefonhörern als auch die Pro
duktionsstätten dieser herkömmlichen schnurlos Telefone
verwendbar sind. Zudem kann der Benutzer eine für ihn "ge
wohnte" Tastatur bedienen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der
Telefonhörer auch in Verbindung mit der häuslichen Telefon
station verwendbar (Anspruch 8). Bei dieser schaltungstech
nischen Modifizierung des erfindungsgemäßen Telefons kann
der Telefonhörer entweder als zusätzliches Handgerät zur
bestehenden häuslichen Telefonanlage dienen, oder, sofern
ein Neukauf einer Telefonanlage zur Disposition steht, kann
das erfindungsgemäße Telefon anstelle eines herkömmlichen
Telefons erworben werden und die Funktion des häuslichen
Telefons als auch des mobilen "externen Telefons" ausüben.
Vorzugsweise weist der Telefonhörer eine Anzeige für die
lokale Stärke der Telefonnetzleistung auf (Anspruch 9). Der
Benutzer des erfindungsgemäßen Telefonhörers hat durch
diese Anzeige die Option, lediglich durch Ausrichten bzw.
Drehen um die eigene Körperachse bessere Empfangs- und
Sendequalität einzustellen. Zudem wird der Benutzer des
erfindungsgemäßen Telefonhörers durch die Anzeige der Netz
stärke vor einem Abwandern aus dem Empfangs- bzw. Sendege
biet geschützt.
Bei dem erfindungsgemäßen Telefonhörer dient die Anzeige
auch für die Kenntlichmachung des Ladezustandes des Tele
fonhörerakkus (Anspruch 10) und als Kontrolldisplay für den
auf der Gebührenkarte verbleibenden Geldbetrag (Anspruch
11). Durch diese beiden Funktionen der Anzeige wird einer
seits ein abruptes Unterbrechen eines Telefonates aufgrund
mangelnder Akkuleistung oder mangelnden, verbleibenden
Geldbetrages auf der Gebührenkarte verhindert. Gleichzeitig
dient die Anzeige sowohl beim Akkuladezustand als auch beim
verbleibenden Geldbetrag der Gebührenkarte als Kontroll
organ für die Fortführung eines Telefonates.
In einer vorteilhaft ausgestalteten Weiterbildung der Er
findung weist der Telefonhörer eine Werbefläche auf (An
spruch 12), so daß analog zu den handelsüblichen Telefon
karten auch der Telefonhörer als Werbegag einsetzbar ist.
Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten
Ausführungsbeispieles. Bei dieser Beschreibung wird auf die
beigefügte Figur Bezug genommen.
Im Folgenden wird aus Gründen der Bequemlichkeit eine Ter
minologie verwendet, die jedoch nicht einschränkend zu
verstehen ist. Beispielsweise beziehen sich die Ausdrücke
"oben", "unten", "rechts", "links" auf die in der Zeichnung
dargestellten Richtungen. Die Worte "nach innen" und "nach
außen" beziehen sich auf die Richtung zum geometrischen
Mittelpunkt des Telefonhörers hin bzw. weg von diesem. Die
genannte Terminologie schließt die oben speziell erwähnten
Worte sowie Ableitungen von diesen Worten und wortähnliche
Bedeutung ein.
Die Figur stellt schematisch einen erfindungsgemäßen Tele
fonhörer 2 dar. Von diesem Telefonhörer 2 erstreckt sich in
der Figur eine Antenne 4 nach oben, welche auch im Gehäuse
6 des Telefonhörers 2 integriert sein kann. An der rechten
Seite ist ein Schalter 8 für das Ein- und Ausschalten des
Telefonhörers 2 angeordnet. An der Unterseite des Telefon
hörers 2 ist eine Aufnahmeöffnung 10 für eine Telefonkarte
12 ausgebildet.
Auf der Vorderfläche des Gehäuses 6 ist von oben nach unten
zuerst ein Lautsprecher 16 darunter eine Anzeige 18 und
wiederum darunter die Tatatur 20 positioniert. Die Anzeige
18 wird normalerweise als LCD Display ausgeformt, wobei das
Display 18 neben der gewählten Rufnummer auch Abschnitte
für das Anzeigen des Ladezustandes des Akkus und des ver
bleibenden Gebührenbetrages der Telefonkarte 12 aufweist.
Die Tastatur 20 ist analog zu herkömmlichen Telefontastatu
ren ausgebildet. Die Zahlen 1-9 schließen sich in quadra
tischer Struktur an das Display 18 an. Unter der Taste für
die Ziffer 8 ist die Taste für die Ziffer 0 angeordnet.
Desweiteren sind Tasten für das Abrufen des Akku-Ladezu
standes und des auf der Telefonkarte 12 verbleibenden Ge
bührenbetrages angeordnet. Als weitere Optionen können zu
der bestehenden Tastatur Tasten für die Wahlwiederholung,
für das Einspeichern von Rufnummern, für das Aufrufen der
Gesprächsdauer, für die angefallenen Gebühreneinheiten,
eine Mikrofon-Stummschalt Taste, eine Taste für das variie
ren des Klanges des Rufsignals, eine Taste für die kurzzei
tige Umschaltung von Impuls- auf Mehrfrequenzwahl, eine
Taste für das Einstellen der Hörerlautstärke, usw. an der
Vorder- 14 und Seitenfläche des Gehäuses angeordnet sein.
Unterhalb der Tastatur befinden sich schließlich noch Öff
nungen 22, welche die Verbindung des Sprechenden zu einem
Mikrofon darstellen. Zuletzt ist noch rechts unten auf dem
Gehäuse 6 eine Diode 24 angeordnet, welche das Einrasten
der Telefonkarte 12 in der Aufnahmeöffnung 10 anzeigt.
An der nicht dargestellten Rückseite des Gehäuses 6 ist ein
Knopf oder Schalter versenkt im Gehäuse 6 drehbar gelagert,
welcher entsprechend verschiedenen Rastpositionen auf ver
schiedenen Standards, wie beispielsweise CT1, CT2, CT1+,
usw. einstellbar ist. Unterhalb dieses Drehknopfes für die
Standards befindet sich ein weiterer Drehknopf welcher für
das Einstellen der Sendereichweite dient. Die beiden Dreh
knöpfe - Standard, Reichweite - können natürlich auch an
anderen Stellen des Gehäuses 6 des Telefonhörers 2 angeord
net werden.
Neben dem Telefonhörer 2 besteht des erfindungsgemäße Tele
fon natürlich auch aus einer Basiseinheit, welche im We
sentlichen den bestehenden Basisstationen ähnelt und aus
diesem Grunde nicht dargestellt ist. Um ein flächendecken
des Netz aufzubauen bietet es sich an diese Basisstationen
in die bestehenden öffentlichen Telefonzellen zu integrie
ren. Zudem ist es schon aus sicherheitstechnischen Aspekten
sinnvoll auch an den Notrufsäulen entlang der Landstraßen
und Autobahnen derartige Basiseinheiten zu installieren.
Dadurch könnte bei einem Unfall schneller ärztliche Hilfe
gerufen werden.
Die Basiseinheit unterscheidet sich von den hausinternen
Basiseinheiten dadurch, daß sie mit einem Multi-Tasking-
System ausgestattet ist. Dieses System ermöglicht, daß
nicht nur eine Person telefonieren kann, sondern daß eine
Vielzahl an Personen gleichzeitig über ein und dieselbe
Telefonleitung Kontakt zu verschiedenen anderen Telefon
anschlüssen aufnehmen können. Hierfür werden verschiedene
Frequenzbänder freigehalten und vorgesehen, welche wieder
in Kanäle aufgeteilt werden, zwischen denen während der
Sprechzeiten derart hin und hergesprungen wird, daß immer
ein "optimaler" Empfang garantiert ist.
Da der Telefonhörer 2 bzw. dessen Sendeleistung begrenzt
ist, woraus eine Reichweite von ungefähr 500 Meter resul
tiert ist es vorteilhaft, wenn das Display 18 zusätzlich zu
den vorgenannten Parametern auch die lokale Stärke der
Telefonnetzleistung anzeigt.
Im folgenden wird die prinzipielle Funktionsweise des er
findungsgemäßen Telefons erläutert.
Zuerst wird der Schalter 8 betätigt und der Telefonhörer 2
eingeschaltet. Danach erfaßt der Telefonhörer 2 ob es sich
in der Sende/Empfangs-Reichweite einer Basiseinheit befin
det und wenn dies der Fall ist, wird es auf dem Display 18
angezeigt. Hierdurch weiß der Benutzer daß das Durchführen
eines Telefonates möglich ist. Andererseits wird solange
bis eine Telefonkarte 12 in die Aufnahmeöffnung 10 einge
fügt und eingerastet ist das Senden von Signalen gesperrt.
Sobald jedoch eine Telefonkarte 12 sich in dessen Aretie
rungsposition in dem Telefonhörer 2 befindet und die Diode
24 aufleuchtet steht der Benützung des Telefonhörers 2
nichts mehr im Wege. Die Bedienungsperson muß nun lediglich
die Rufnummer eintippen, welche gleichzeitig auf dem Dis
play 18 aufleuchtet und auf die Verbindung mit dem gewähl
ten Telefonpartner warten.
Zusätzlich zu der Aufnahmeöffnung 10 ist in dem Telefonhö
rer 2 eine Leseeinrichtung vorgesehen, welche einerseits
die Telefonkarte bzw. die darauf gespeicherten Gebühren
einheiten liest und andererseits entsprechend einem von der
Basiseinheit zugeführten Tax-Signal systematisch auf der
Telefonkarte Gebühreneinheiten löscht. Dieser gelöschte
Gebührenbetrag wird nach dem Beenden des Telefonats für ein
kurzes Zeitintervall auf dem Display angezeigt. Es besteht
natürlich auch die Möglichkeit, daß die abgebuchten Gebüh
reneinheiten während des Telefonierens kontinuierlich ange
zeigt werden. Das Abbuchen der Gebühreneinheiten beginnt
selbstverständlich erst mit stehender Verbindung zwischen
den Teilnehmern am Gespräch.
Nach dem Beenden des Telefonats kann entweder mit einer
Reset-Taste ein weiterer Wählvorgang initiiert oder durch
Herausziehen der Telefonkarte 12 aus der Aufnahmeöffnung 10
und dem Ausschalten des Telefonhörers 2 das Telefonieren
beendet werden. Wird die Telefonkarte 12 während eines
Telefonates aus der Aufnahmeöffnung 10 entfernt, so wird
sofort das Gespräch bzw. die Verbindung unterbrochen.
Um einem unbeabsichtigten Herausziehen der Telefonkarte 12
aus der Aufnahmeöffnung 10 entgegenzuwirken, kann die Auf
nahmeöffnung 10 derart dimensioniert sein, daß sie die
Telefonkarte 12 vollständig aufnimmt. Gleichzeitig muß
natürlich ein Auswurfmechanismus vorgesehen werden, welcher
durch betätigen einer Taste am Gehäuse 6 wiederum die Tele
fonkarte 12 aus der Aufnahme 10 zumindest teilweise ent
fernt.
Die Reichweite des erfindungsgemäßen Telefons beträgt unge
fähr 500 Meter, kann aber durch den Drehknopf, welcher die
Sendeleistung reguliert, variiert werden.
In einer nicht dargestellten Weiterbildung kann der Tele
fonhörer 2 derart modifiziert sein, daß mittels eines zu
sätzlichen Schalters vom "Straßenbetrieb" auf den "Hausbe
trieb" umgeschaltet werden kann.
Ein derartig aufgebauter Telefonhörer ist einfach und ko
stengünstig herzustellen und da derartige Gegenstände oft
für Werbezwecke verwendet werden, sind Werbeflächen auf dem
Gehäuse 6 vorgesehen, welche entweder bedruckt oder beklebt
werden können.
Bezugszeichenliste
2 Telefonhörer
4 Antenne
6 Gehäuse
8 Schalter
10 Aufnahmeöffnung
12 Telefonkarte
14 Vorderfläche
16 Lautsprecher
18 Display
20 Tastatur
22 Öffnung
24 Diode
4 Antenne
6 Gehäuse
8 Schalter
10 Aufnahmeöffnung
12 Telefonkarte
14 Vorderfläche
16 Lautsprecher
18 Display
20 Tastatur
22 Öffnung
24 Diode
Claims (12)
1. Telefon mit einer Basiseinheit und einem schnurlosen
Telefonhörer (2), welcher eine Aufnahmeeinheit (10)
und eine Leseeinrichtung für eine handelsübliche Ge
bührenkarte (12) aufweist und die während des Telefo
nierens anfallenden Gebühreneinheiten von der Gebüh
renkarte (12) abbucht.
2. Telefon nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Telefon auf verschiedene Standards für Schnurlos-
Telefone einstellbar ist.
3. Telefon nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Basiseinheit in öffentliche Ein
richtungen, wie etwa Telefonzellen und Notrufsäulen
integrierbar ist.
4. Telefon nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Basiseinheit mit einem
Multi-Tasking-System ausgestattet ist.
5. Telefon nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Telefonhörer (2) eine
variable Sende- und Empfangsleistung aufweist.
6. Telefon nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Telefonhörer (2) vor
zugsweise eine Sende- und Empfangsreichweite zur Ba
siseinheit von ungefähr 500 m aufweist.
7. Telefon nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Telefonhörer (2) eine
den handelsüblichen Telefonen ähnliche, vorzugsweise
äquivalente Tastatur (20) aufweist.
8. Telefon nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Telefonhörer (2) auch
in Verbindung mit der häuslichen Telefonstation ver
wendbar ist.
9. Telefon nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Telefonhörer (2) eine
Anzeige (18) für die lokale Stärke der Telefonnetzlei
stung aufweist.
10. Telefon nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Telefonhörer (2) eine
Anzeige (18) für den Ladezustand des Telefonhörer-
Akkus aufweist.
11. Telefon nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis
10, dadurch gekennzeichnet, daß der Telefonhörer (2)
eine Anzeige (18) für den auf der Gebührenkarte (12)
verbleibenden Geldbetrag aufweist.
12. Telefon nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß der Telefonhörer (2)
eine Werbefläche aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4419889A DE4419889A1 (de) | 1994-06-07 | 1994-06-07 | Schnurlos-Telefon |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4419889A DE4419889A1 (de) | 1994-06-07 | 1994-06-07 | Schnurlos-Telefon |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4419889A1 true DE4419889A1 (de) | 1995-12-21 |
Family
ID=6520003
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4419889A Withdrawn DE4419889A1 (de) | 1994-06-07 | 1994-06-07 | Schnurlos-Telefon |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4419889A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29603961U1 (de) * | 1996-03-04 | 1997-04-10 | Spiegel, Pasquale, 21509 Glinde | Telefongerät mit einem eingebauten Abrechnungschip zur sofortigen Abrechnung verbrauchter Telefoneinheiten |
| WO2003085898A1 (en) * | 2002-04-01 | 2003-10-16 | Murdock Scott D | Data communication system combining pay telephone and wireless access technologies |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4640986A (en) * | 1983-09-16 | 1987-02-03 | Nec Corporation | Mobile radio communication system |
| DE3721889A1 (de) * | 1987-07-02 | 1989-01-12 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Rechnergesteuertes teilnehmergeraet zum betrieb in fernmeldenetzen, insbesondere mobilfunknetzen, mit unterschiedlicher systemtechnik |
-
1994
- 1994-06-07 DE DE4419889A patent/DE4419889A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4640986A (en) * | 1983-09-16 | 1987-02-03 | Nec Corporation | Mobile radio communication system |
| DE3721889A1 (de) * | 1987-07-02 | 1989-01-12 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Rechnergesteuertes teilnehmergeraet zum betrieb in fernmeldenetzen, insbesondere mobilfunknetzen, mit unterschiedlicher systemtechnik |
Non-Patent Citations (2)
| Title |
|---|
| Funkschau 14/1993, S. 78-83 * |
| telcom report 13(1990)H. 2, S. 50-53 * |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29603961U1 (de) * | 1996-03-04 | 1997-04-10 | Spiegel, Pasquale, 21509 Glinde | Telefongerät mit einem eingebauten Abrechnungschip zur sofortigen Abrechnung verbrauchter Telefoneinheiten |
| WO2003085898A1 (en) * | 2002-04-01 | 2003-10-16 | Murdock Scott D | Data communication system combining pay telephone and wireless access technologies |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SCHAEFER, SIEGFRIED, 69427 MUDAU, DE CHRIST, MANFR |
|
| 8181 | Inventor (new situation) |
Free format text: BRISCOE, DAVID, 69427 MUDAU, DE BRISCOE, DAVID, 69427 MUDAU, DE |
|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |