DE4414209A1 - Hydraulisches System zur Betätigung eines einfachwirkenden Kipperzylinders - Google Patents
Hydraulisches System zur Betätigung eines einfachwirkenden KipperzylindersInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einem hydraulischen System zur Betä
tigung eines einfachwirkenden Kipperzylinders, das die Merkmale
aus dem Oberbegriff des Anspruchs 1 aufweist.
Ein solches hydraulisches System ist aus der DE 39 00 887 A1
bekannt. Das in dieser Druckschrift gezeigte hydraulische System
ist als sogenanntes Open Center LS-System aufgebaut. Es umfaßt
eine Konstantpumpe und eine 3-Wege-Druckwaage, die den Druckab
fall über eine Meßblende des Proportional-Wegeventils unabhängig
vom Lastdruck und von der Antriebsdrehzahl der Konstantpumpe
konstant hält. Der zum Kipperzylinder fließende Ölstrom ist so
mit nur eine Funktion des Öffnungsquerschnitts bzw. des Kolben
hubs des Proportional-Wegeventils. Die jeweilige Restmenge der
Pumpenfördermenge wird über die Druckwaage zum Tank abgeleitet,
wobei sich der Pumpendruck über die Druckwaage abbaut.
Die Druckwaage wird in Öffnungsrichtung vom Pumpendruck und in
Schließrichtung von einer Druckfeder und vom über eine Last
meldeleitung anliegenden Lastdruck beaufschlagt. Um beim Heben
des Kippers, also beim Ausfahren des Kipperzylinders den Last
druck nicht über einen Maximaldruck ansteigen zu lassen, kann
die Lastmeldeleitung über ein Maximaldruck-Abschaltventil, auf
das der Lastdruck wirkt, zum Tank entlastet werden. Die Druck
waage öffnet dann und die Konstantpumpe fördert im drucklosen
Umlauf. Die Last wird dann durch ein Lasthalteventil abgestützt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein hydraulisches
System, das zur Betätigung eines einfachwirkenden Kipperzylin
ders dient und das die Merkmale aus dem Oberbegriffs des An
spruchs 1 aufweist, so weiterzuentwickeln, daß es besonders
kostengünstig ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein hydraulisches
System erfüllt, das die Merkmale aus dem Oberbegriff des An
spruchs 1 besitzt und bei dem gemäß dem kennzeichnenden Teil des
Anspruchs 1 in der Mittelstellung des Proportional-Wegeventils
über dieses eine Verbindung von der Konstantpumpe zum Tank be
steht und ein am Proportional-Wegeventil anliegendes Steuersig
nal beim Erreichen des Maximaldruckes abschaltbar ist. Somit
erfolgt der drucklose Umlauf des Pumpenförderstroms beim Errei
chen des Maximaldruckes nicht über ein zusätzlich zum Propor
tional-Wegeventil vorhandenes Ventil, sondern über das Propor
tional-Wegeventil selbst. Wenn bei einem solchen Proportional-
Wegeventil der Steuerkolben aus der Mittelstellung heraus betä
tigt wird, öffnet sich nach einer gewissen Wegstrecke die Ver
bindung von der Pumpe zum Verbraucher über Feinsteuernuten,
während der Umlauf über Feinsteuernuten angedrosselt wird. Über
steigt der Pumpendruck den Verbraucherdruck, beginnt die Druck
flüssigkeit über das Ventil zum Verbraucher zu fließen. Mit wei
terem Durchschalten des Steuerkolbens wird der Pumpenvolumen
strom zunehmend vom Umlaufkanal zum Verbraucherkanal umge
steuert. Nach dem Schließen des Umlaufkanals fließt der gesamte
Pumpenvolumenstrom zum Verbraucher. Bei einem für die Drossel
steuerung eines hydraulischen Verbrauchers verwendeten Propor
tional-Wegeventil teilt sich der Kolbenhub also in drei Phasen
auf. In der ersten Phase ist die Verbindung von der Pumpe zum
Verbraucher noch geschlossen. Die zweite Phase entspricht einem
Feinsteuerbereich, in dem sich ein Verbraucher feinfühlig
steuern läßt. Die letzte Phase ist der Resthub mit verschlosse
nem Umlaufkanal.
Vorteilhafte Ausgestaltungen eines erfindungsgemäßen hydrauli
schen Systems kann man den Unteransprüche entnehmen.
So erfolgt gemäß Anspruch 2 die Abschaltung des Steuersignals in
vorteilhafter Weise dadurch, daß eine vom Vorsteuergerät zum
Proportional-Wegeventil führende Steuerleitung beim Erreichen
des Maximaldruckes durch ein Maximaldruck-Abschaltventil ent
lastbar ist.
Bevorzugt ist gemäß Anspruch 3 der Maximaldruck von einem elek
trischen Druckschalter erfaßbar und ist das Steuersignal elek
trisch abschaltbar. Der Aufwand erscheint dann geringer als bei
einer Beaufschlagung eines Abschaltventils unmittelbar mit dem
Lastdruck.
Gemäß Anspruch 4 können für zwei Kipperzylinder, von denen zum
Beispiel der eine einem Kipper auf dem Motorwagen eines LKW und
der andere einem LKW-Anhänger zugeordnet ist, zwei Einrichtungen
zur Erfassung von zwei unterschiedlichen Maximaldrücken vorgese
hen sein, von denen einer für den einen Kipperzylinder und einer
für den anderen Kipperzylinder vorgegeben ist. Ein Schaltventil
kann in eine erste Schaltstellung, in der der eine Kipperzylin
der, und in eine zweite Schaltstellung gebracht werden, in der
der andere Kipperzylinder über das Proportional-Wegeventil
betätigbar ist. In Abhängigkeit von der Stellung des Schalt
ventils erfolgt die Abschaltung des Steuersignals in Abhängig
keit vom Zustand der einen Druckerfassungseinrichtung oder der
anderen Druckerfassungseinrichtung.
Vorzugsweise ist zusammen mit dem Schaltventil ein elektrischer
Schalter umschaltbar, in Abhängigkeit von dessen Stellung von
dem einen oder von dem anderen von zwei auf unterschiedliche
Maximaldrücke eingestellten Druckschaltern ein Ausgangssignal
abgebbar ist. Prinzipiell ist es nicht notwendig, daß der elek
trische Ausgang des Druckschalters, der auf den höheren Maximal
druck eingestellt ist, über den mit dem Schaltventil umstell
baren elektrischen Schalter führt und die Möglichkeit einer Sig
nalgabe durch diesen Druckschalter von dem elektrischen Schalter
beeinflußt wird. Lediglich der elektrische Druckschalter für den
niedrigeren Maximaldruck muß abgeschaltet werden. Günstig er
scheint jedoch eine vollständige Trennung der beiden Druckschal
ter derart voneinander, daß in der einen Schaltstellung des
zusammen mit dem Schaltventil umschaltbaren elektrischen Schal
ters nur über den einen Druckschalter und in der anderen Schalt
stellung nur über den anderen Druckschalter ein elektrischer
Stromkreis geschlossen werden kann.
Gemäß Anspruch 6 ist der eine elektrische Druckschalter hydrau
lisch mit der einen Verbraucherzweigleitung und der andere elek
trische Druckschalter mit der anderen Verbraucherzweigleitung
verbunden, so daß die Druckschalter nicht von einem zwischen dem
Proportional-Wegeventil und dem Schaltventil herrschenden und
eventuell von den Drücken an den Kipperzylindern abweichenden
Druck beeinflußt werden.
Die Ausbildung nach Anspruch 7 bietet die Möglichkeit, beide
elektrische Druckschalter am Motorwagen hydraulisch gemeinsam an
die Verbraucherleitung anzuschließen.
Für einen Kipperzylinder ist üblicherweise auch ein sogenanntes
Endlagenabschaltventil vorgesehen. Durch ein solches Ventil ist
entweder bei einem sogenannten Einrohrsystem die zu einem Kip
perzylinder führende Verbraucherleitung einfach absperrbar oder
bei einem sogenannten Zweirohrsystem mit einer zum Tank zurück
führenden Leitung verbindbar. Insbesondere im ersteren Falle ist
es günstig, wenn die Einrichtung zur Erfassung des für den Kip
perzylinder vorgegebenen Maximaldruckes zwischen dem Proportio
nal-Wegeventil und dem Endlagen-Abschaltventil an die Verbrau
cherleitung angeschlossen ist. Vor dem Endlagen-Abschaltventil
steigt nämlich der Druck in der Verbraucherleitung an, wenn
diese durch das Endlagen-Abschaltventil gesperrt ist. Die Druck
erfassungseinrichtung spricht an, so daß das Proportional-
Wegeventil in seine Mittelstellung zurückkehrt und die Pumpe
drucklos im Umlauf fördert.
Zwei Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen hydraulischen
Systems zur Betätigung eines einfachwirkenden Kipperzylinders
sind in den Zeichnungen dargestellt. Anhand der Figuren dieser
Zeichnungen wird die Erfindung nun näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 das erste Ausführungsbeispiel mit zwei elektrischen
Druckschaltern als Druckerfassungseinrichtungen, von
denen jeder an eine zwischen einem Umschaltventil und
einem Kipperzylinder verlaufende Verbraucherzweiglei
tung angeschlossen ist,
Fig. 2 das zweite Ausführungsbeispiel mit ebenfalls zwei
elektrischen Druckschaltern, die beide an die gemein
same Verbraucherleitung zwischen dem Proportional-
Wegeventil und dem Umschaltventil angeschlossen sind,
und
Fig. 3 einen Längsschnitt durch das Proportional-Wegeventil
aus den Fig. 1 und 2.
Das Proportional-Wegeventil 10 nach Fig. 3 besitzt ein Ventil
gehäuse 11, das in einer durchgehenden Kolbenbohrung 12 einen
Steuerkolben 13 verschiebbar aufnimmt. Im Ventilgehäuse 11 ver
laufen ein Tankkanal 14, ein Pumpenkanal 15, in dem sich ein
Lasthalte-Rückschlagventil 16 befindet, und zwei Verbraucher
kanäle 17 und 18. Der Tankkanal 14 und der Pumpenkanal 15 sind
verzweigt und stehen in Verbindung mit jeweils zwei Steuerkam
mern der Kolbenbohrung 12. Jeweils zwischen einer mit dem Tank
kanal verbundenen Steuerkammer und einer mit dem Pumpenkanal
verbundenen Steuerkammer ist eine zu einem Verbraucheranschluß
gehörende Steuerkammer angeordnet. Der Tankkanal 14 ist mit
einem Tankanschluß T, der Pumpenkanal 15 mit einem Pumpenan
schluß P, der Verbraucherkanal 17 mit einem Verbraucheranschluß
A und der Verbraucherkanal 18 mit einem Verbraucheranschluß B
des Ventilgehäuses 11 verbunden.
Axial mittig besitzt die Kolbenbohrung 12 drei weitere Steuer
kammern 19, 20 und 21, wobei die mittlere Steuerkammer 19 mit
dem Tankanschluß T verbunden ist und die beiden äußeren Steuer
kammern 20 und 21 mit dem Pumpenanschluß P verbunden sind. Die
Verbindung zwischen den Steuerkammern 20 und 21 und dem Pumpen
anschluß P ist intern in dem Ventilgehäuse 11 hergestellt. Die
Verbindung zwischen der Steuerkammer 19 und dem Tankanschluß T
erfolgt in einer an das Ventilgehäuse 11 angeschraubten Endplat
te 22, die in Fig. 1 und 2 schematisch dargestellt ist und
die ebenfalls einen Tankanschluß T aufweist.
Der Steuerkolben 13 ist mit insgesamt vier Ringnuten und mit
Feinsteuernuten in den an die Ringnuten angrenzenden Kolbenab
schnitten versehen. Die Ringnuten sind so angeordnet und so
groß, daß in der gezeigten Mittelstellung des Steuerkolbens 13
die drei Steuerkammern 19, 20 und 21 miteinander verbunden sind.
Die Verbraucherkanäle 17 und 18 sind sowohl gegenüber dem
Pumpenkanal 15 als auch gegenüber dem Tankkanal 14 abgesperrt.
In der in Fig. 3 gezeigten Mittelstellung besteht also eine
direkte Verbindung zwischen dem Pumpenanschluß und dem Tankan
schluß des Ventils. Ein Pumpenförderstrom kann deshalb durch das
Ventil hindurch drucklos im Umlauf gefördert werden. Wenn der
Steuerkolben 13 aus der Mittelstellung heraus zur Seite hin
bewegt wird, so bleiben auf etwa 35% des insgesamt möglichen
Kolbenhubs die Verbraucherkanäle 17 und 18 weiterhin abgesperrt.
Dann schließt sich über etwa 45% des Kolbenhubs ein
Feinsteuerbereich an, in dem die Verbindung vom Pumpenkanal zu
einem Verbraucherkanal über Feinsteuernuten immer weiter geöff
net wird, während die Verbindung zwischen der Steuerkammer 20
oder 21 und der Steuerkammer 19, also die Verbindung zwischen
dem Pumpenanschluß P und dem Tankanschluß T des Ventils, über
Feinsteuernuten angedrosselt wird. Aufgrund der Androsselung des
Umlaufs steigt der Druck im Pumpenkanal an. Übersteigt dieser
Druck schließlich den Verbraucherdruck, beginnt Druckflüssigkeit
über das Rückschlagventil 16 zum Verbraucher zu fließen. Beim
weiteren Verschieben des Steuerkolbens wird der Pumpenvolumen
strom zunehmend vom Umlauf zum Verbraucherkanal umgesteuert. Auf
den restlichen 20% des möglichen Kolbenhubs ist die Steuerkam
mer 19 von der Steuerkammer 20 bzw. 21 getrennt.
Gemäß den Fig. 1 und 2 ist bei Verwendung eines Proportional-
Wegeventils 10 einschließlich einer Endplatte 22 in einem
hydraulischen System zur Betätigung von einem oder, wie es bei
den Ausführungsbeispielen der Fall ist, von zwei einfachwirken
den Kipperzylindern 25 und 26 auf einem LKW-Motorwagen 27 bzw.
auf einem LKW-Anhänger 28 an dem Pumpenanschluß P des Propor
tional-Wegeventils 10 mit ihrer Druckseite eine Konstantpumpe 29
angeschlossen, die Öl aus einem Tank 30 ansaugen und in eine
Druckleitung 31 abgeben kann. Der Tankanschluß T der Endplatte
22 ist über eine Tankleitung 32 mit dem Tank 30 verbunden. Mit
der Tankleitung 32 ist auch der Verbraucheranschluß B verbunden.
Vom Verbraucheranschluß A führt eine Verbraucherleitung 33 zum
Eingang eines 3/2-Wegeschaltventils 34, das per Hand zwischen
zwei gerasteten Schaltstellungen umgeschaltet werden kann. Von
jedem der beiden Ausgänge des Schaltventils 34 führt eine Ver
braucherzweigleitung 35 bzw. 36 zum Kipperzylinder 25 bzw. 26.
In der Verbraucherleitung 36 befindet sich ein Endlagen-Ab
schaltventil 40, das als 2/2-Wegeventil ausgebildet ist und in
einer durch eine Feder bestimmten Ruhelage die Verbraucherlei
tung 36 offen läßt und in einer betätigten Stellung die Verbrau
cherleitung 36 absperrt. Im Bypass zum Ventil 40 ist ein Rück
schlagventil 41 angeordnet, das zum Kipperzylinder 26 sperrt,
der auf dem Anhänger 28 montiert ist.
Auch in der Verbraucherzweigleitung 35 befindet sich ein End
lagen-Abschaltventil, das mit der Bezugszahl 42 versehen und als
3/2-Wegeventil ausgebildet ist. In einer durch eine Druckfeder
43 bestimmten Ruhelage des Ventils 42 ist die Verbraucherzweig
leitung 35 zum Kipperzylinder 25 auf dem LKW-Motorwagen 27 hin
offen. In der anderen Schaltstellung verbindet das Ventil 42 die
Verbraucherzweigleitung 35 mit der Tankleitung 32. Ein in das
Ventil 42 integriertes Rückschlagventil 44 stützt dann die Last
ab. In die zweite Schaltstellung kann das Ventil 42 mit Hilfe
eines Stößels 45 gebracht werden, der in einer vorgegebenen End
lage des Kippers auf dem Motorwagen 27 betätigt wird und über
eine Druckfeder 46 auf den nicht näher dargestellten Steuerkol
ben des Ventils 42 wirkt.
Weil zu dem in der Nähe des Kipperzylinders 25 angeordneten End
lagen-Abschaltventil 42 eine Verbraucherleitung und eine Tank
leitung führen, bezeichnet man das hydraulische Teilsystem zur
Betätigung des Kipperzylinders 25 auch als Zweirohrsystem. Zu
dem in der Nähe des Kipperzylinders 26 angeordneten Endlagen-
Abschaltventil 40 dagegen führt nur eine Verbraucherleitung. Man
bezeichnet deshalb das entsprechende Teilsystem als Einrohr
system.
Das Proportional-Wegeventil 10 besitzt zwei Steuereingänge a und
b, die über zwei Steuerleitungen 50 und 51 mit einem pneumati
schen Vorsteuergerät 52 verbunden sind. Das Ventil 10 ist also
pneumatisch betätigbar. Der Ausgang des Vorsteuergeräts 52, an
den die Steuerleitung 51 angeschlossen ist und der zum Senken
eines Kippers mit Druck beaufschlagt wird, ist außerdem über
eine Steuerleitung 53 mit einem Steuereingang des Endlagen-Ab
schaltventils 42 verbunden, das über die Steuerleitung 53 im
Sinne einer Rückstellung in seine Ruhelage, in der die Verbrau
cherzweigleitung 35 zum Kipperzylinder 25 hin offen ist, mit
Druck beaufschlagt werden kann.
Die Steuerleitung 50 kann mit Hilfe eines an das Gehäuse 11 des
Proportional-Wegeventils 10 angebauten durch einen Elektromag
neten 54 betätigbaren pneumatischen Maximaldruck-Abschaltventils
55 zur Atmosphäre hin entlastet werden. Bei abgeschaltetem Mag
neten ist die Verbindung zur Atmosphäre gesperrt. Der Elektro
magnet 54 erhält ein Ansteuersignal über einen elektrischen
Druckschalter 56 oder einen elektrischen Druckschalter 57. Der
Druckschalter 56 spricht auf einen höheren Maximaldruck als der
Druckschalter 57 an.
Bei der Ausführung nach Fig. 1 sind beide Druckschalter 56 und
57 mit einem elektrischen Eingang mit einer Spannungsquelle
verbunden. Der Druckschalter 57 ist hydraulisch an die Verbrau
cherzweigleitung 36 angeschlossen und der Druckschalter 56 ist
an die Verbraucherleitung 35 angeschlossen. Ein 3-poliger elek
trischer Umschalter 58 ist gemeinsam mit dem Ventil 34 betä
tigbar und verbindet je nach der Stellung des Ventils 34 den
elektrischen Ausgang nur des Druckschalters 56 oder den
elektrischen Ausgang nur des Druckschalters 57 mit dem Elektro
magneten 54 des Maximaldruck-Abschaltventils 55, je nachdem ob
die Verbraucherleitung 33 mit der Verbraucherzweigleitung 35
oder der Verbraucherzweigleitung 36 verbunden ist.
Bei der Ausführung nach Fig. 2 sind beide Druckschalter 56 und
57 hydraulisch an die Verbraucherleitung 33 angeschlossen. Die
beiden elektrischen Ausgänge der Druckschalter 56 und 57 sind
gemeinsam dauernd mit dem Elektromagneten 54 verbunden. Je nach
der Stellung des Ventils 34 verbindet der elektrische Umschalter
58 entweder den elektrischen Eingang des Druckschalters 56 oder
des Druckschalters 57 mit einer Spannungsquelle.
Zum Ausfahren des Kipperzylinders 25 nimmt das Ventil 34 den in
den Fig. 1 und 2 gezeigten Zustand ein. Das Vorsteuergerät 52
wird so betätigt, daß der Steueranschluß a des Proportional-
Wegeventils 10 mit einem pneumatischen Druck beaufschlagt wird,
so daß in der Verbraucherleitung 33 und in der Verbraucherzweig
leitung 35 der Druck ansteigt, bis schließlich der Kipperzylin
der 25 ausgefahren wird. Steigt der Druck in der Verbraucher
zweigleitung 35 aus irgendeinem Grunde, z. B. weil der Kipper
gegen ein Hindernis stößt, so weit an, daß der am Druckschalter
56 eingestellte Maximaldruck erreicht wird, so schließt dieser
Druckschalter einen Stromkreis für den Elektromagneten 54. Das
Ventil 55 schaltet um, so daß die Steuerleitung 50 entlastet
wird und das Proportional-Wegeventil 10 in seine Mittelstellung
zurückkehrt. In dieser Stellung des Proportional-Wegeventils 10
stützt dieses die Last ab. Der Pumpenförderstrom fließt drucklos
im Umlauf durch das Proportional-Wegeventil hindurch zurück zum
Tank. Wird der Kipperzylinder 25 ohne ein Ansprechen des Druck
schalters 56 bis in seine Endlage ausgefahren, so wird das End
lagen-Abschaltventil 42 umgeschaltet, so daß unter Beibehaltung
der Position des Proportional-Wegeventils 10 der Pumpenförder
strom nun über das Abschaltventil 42 zum Tank zurückströmen
kann. Um den Kipperzylinder 25 einzufahren, wird der Steuerein
gang b des Proportional-Wegeventils 10 mit einem Steuerdruck
beaufschlagt. Über die Steuerleitung 53 wird auch das Abschalt
ventil 42 mit einem Steuerdruck beaufschlagt und gegen die Kraft
der Feder 46 in seine Ruhelage zurückgestellt. Nun kann Druck
mittel aus dem Kipperzylinder 25 über das Proportional-Wegeven
til 10 zum Tank hin verdrängt werden.
Zum Ausfahren des Kipperzylinders auf dem Anhänger 28 wird das
Ventil 34 in seine andere Schaltstellung gebracht. Übersteigt
beim Ausfahren des Zylinders 26 der Druck in der Verbraucher
zweigleitung 36 den eingestellten Maximaldruck, so spricht der
Druckschalter 57 an und der Elektromagnet 54 betätigt das Ventil
55. Erreicht der Kipperzylinder 26 seine Endlage, so sperrt das
Ventil 40 die Verbraucherzweigleitung 36 ab. Der Druck in dieser
steigt bis zum Maximaldruck an, so daß der Druckschalter 57 an
spricht, das Ventil 55 betätigt wird, der Steuereingang a des
Proportional-Wegeventils 10 vom Steuerdruck entlastet wird und
das Proportional-Wegeventil 10 in seine Mittelstellung zurück
kehrt. Genauso wie bei dem Zweirohrsystem für den Motorwagen 27
fließt also auch bei dem Einrohrsystem für den Anhänger 28 beim
Erreichen der Endlage der Pumpenförderstrom drucklos zum Tank
ab. Zum Einfahren des Kipperzylinders 26 wird das Proportional-
Wegeventil 10 in die entgegengesetzte Richtung vom Steuereingang
b aus mit Druck beaufschlagt, so daß Druckmittel aus dem Kipper
zylinder 26 über das Rückschlagventil 41 und das Proportional-
Wegeventil 10 zum Tank hin verdrängt wird. Der Pumpenförderstrom
fließt beim Absenken eines Kippers jeweils über den Verbraucher
anschluß B des Proportional-Wegeventils 10 drucklos zum Tank.
Bei der Ausführung nach Fig. 2 werden beim Ausfahren des Kip
perzylinders 26 beide Druckschalter 56 und 57 vom Lastdruck be
aufschlagt. Allerdings hat dies keine Auswirkung auf die Maxi
maldruckabsicherung, weil je nach der Stellung des
Umschaltventils 34 und damit des elektrischen Schalters 58 nur
der eine oder der andere Druckschalter den Elektromagneten 54
mit der Spannungsquelle verbinden kann.
Vorteilhafterweise sind beide Druckschalter 56 und 57 am
Motorwagen 27 angeordnet. Die elektrische Verkabelung ist dann
weniger aufwendig als bei einer Anordnung des einen
Druckschalters am Anhänger 28.
Claims (9)
1. Hydraulisches System zur Betätigung eines einfachwirkenden
Kipperzylinders (25, 26) mit einer Konstantpumpe (29), von der
Druckmittel aus einem Tank (10) ansaugbar ist, mit einem Propor
tional-Wegeventil (10), das zum Heben und Senken des Kippers
über ein Vorsteuergerät (52) aus einer federzentrierten Mittel
stellung heraus, in der eine vom Proportional-Wegeventil (10)
zum Kipperzylinder (25, 26) führende Verbraucherleitung (33, 35,
36) abgesperrt ist, in entgegengesetzte Richtungen verstellbar
ist, und mit einer Druckabschaltung zur Schaltung des Pumpen
volumenstromes auf drucklosen Umlauf beim Erreichen eines Maxi
maldruckes in der Verbraucherleitung (33, 35, 36), dadurch ge
kennzeichnet, daß in der Mittelstellung des Proportional-Wege
ventils (10) über dieses eine Verbindung von der Konstantpumpe
(29) zum Tank (30) besteht und daß ein am Proportional-Wege
ventil (10) anliegendes Steuersignal beim Erreichen des Maximal
druckes abschaltbar ist.
2. Hydraulisches System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß eine vom Vorsteuergerät (52) zum Proportional-Wegeven
til (10) führende Steuerleitung (50) beim Erreichen des Maximal
druckes durch ein Maximaldruck-Abschaltventil (55) entlastbar
ist.
3. Hydraulisches System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Maximaldruck von einem elektrischen Druck
schalter (56, 57) erfaßbar und das Steuersignal elektrisch ab
schaltbar ist.
4. Hydraulisches System nach einem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, daß in Abhängigkeit von der Stellung
eines Schaltventils (34) der eine oder der andere von zwei Kip
perzylindern (25, 26) einzeln über eine vom Schaltventil (34)
zum jeweiligen Kipperzylinder (25, 26) führende Verbraucher
zweigleitung (35, 36) durch Ansteuerung des Proportional-Wege
ventils (10) betätigbar ist, daß wenigstens zwei Einrichtungen
(56, 57) zur Erfassung von zwei unterschiedlichen Maximaldrücken
vorhanden sind, von denen einer für den einen Kipperzylinder
(25) und einer für den anderen Kippperzylinder (26) vorgegeben
ist, und daß je nach Stellung des Schaltventils (34) die Ab
schaltung des Steuersignals in Abhängigkeit vom Zustand der
einen Druckerfassungseinrichtung (56) oder der anderen Drucker
fassungseinrichtung (57) erfolgt.
5. Hydraulisches System nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß zusammen mit dem Schaltventil (34) ein elektrischer
Schalter (58) umschaltbar ist, in Abhängigkeit von dessen Stel
lung von dem einen oder von dem anderen von zwei auf unter
schiedliche Maximaldrücke eingestellten elektrischen Druckschal
tern (56, 57) ein Ausgangssignal abgebbar ist.
6. Hydraulisches System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß der eine elektrische Druckschalter (56, 57) hydraulisch
mit der einen Verbraucherzweigleitung (35, 36) und der andere
elektrische Druckschalter (57, 56) hydraulisch mit der anderen
Verbraucherzweigleitung (36, 35) verbunden ist.
7. Hydraulisches System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß die beiden elektrischen Druckschalter (56, 57) zwischen
dem Proportional-Wegeventil (10) und dem Schaltventil (34) an
die Verbraucherleitung (33) angeschlossen sind und daß in
Abhängigkeit von der Stellung des elektrischen Schalters (58)
nur der eine oder nur der andere der beiden Druckschalter (56,
57) mit einer Spannungsquelle (UB) verbunden ist.
8. Hydraulisches System nach einem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, daß eine zu einem Kipperzylinder (25,
26) führende Verbraucherleitung (35, 36) durch ein Endlagen-
Abschaltventil (40, 42) absperrbar ist und daß eine Einrichtung
(56, 57) zur Erfassung des für den Kipperzylinder (25, 26) vor
gegebenen Maximaldruckes zwischen dem Proportional-Wegeventil
(10) und dem Endlagen-Abschaltventil (40, 42) an die Verbrau
cherleitung (35, 36) angeschlossen ist.
9. Hydraulisches System nach einem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, daß das Proportional-Wegeventil (10)
pneumatisch über eine erste Steuerleitung (50) zum Heben des
Kippers und über eine zweite Steuerleitung (51) zum Senken des
Kippers ansteuerbar ist, daß ein Maximaldruck durch einen elek
trischen Druckschalter (56, 57) erfaßbar ist, daß die erste
Steuerleitung (50) durch ein von einem Elektromagneten (54)
betätigbares Maximaldruck-Abschaltventil (55) zur Atmosphäre hin
entlastbar ist und daß der Elektromagnet (54) über den
elektrischen Druckschalter (56, 57) an Spannung legbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944414209 DE4414209A1 (de) | 1994-04-23 | 1994-04-23 | Hydraulisches System zur Betätigung eines einfachwirkenden Kipperzylinders |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944414209 DE4414209A1 (de) | 1994-04-23 | 1994-04-23 | Hydraulisches System zur Betätigung eines einfachwirkenden Kipperzylinders |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4414209A1 true DE4414209A1 (de) | 1995-10-26 |
Family
ID=6516246
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944414209 Withdrawn DE4414209A1 (de) | 1994-04-23 | 1994-04-23 | Hydraulisches System zur Betätigung eines einfachwirkenden Kipperzylinders |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4414209A1 (de) |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: MANNESMANN REXROTH AG, 97816 LOHR, DE |
|
| 8141 | Disposal/no request for examination |