DE4409290A1 - Kraftfahrzeug mit einer aus der Kontur des Kraftfahrzeugs ragenden Abschleppöse - Google Patents
Kraftfahrzeug mit einer aus der Kontur des Kraftfahrzeugs ragenden AbschleppöseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug mit einer aus
der Kontur des Kraftfahrzeugs ragenden Abschleppöse, wel
che an ihrem dem Kraftfahrzeug zugewandten Ende mit der
Fahrzeugstruktur verbunden ist.
Heutige Personenkraftwagen haben üblicherweise an ihrer
Vorderseite eine Abschleppöse, an der man beim Abschlep
pen des Fahrzeugs ein Abschleppseil befestigen kann.
Hierdurch wird ausgeschlossen, daß das Abschleppseil zum
Ziehen eines Kraftfahrzeugs an nicht ausreichend stabilen
Teilen befestigt wird und es deshalb zu einer Beschädi
gung des gezogenen Fahrzeugs kommt.
Zum Transport eines Kraftfahrzeugs auf einem Schiff,
Lastkraftwagen oder der Bahn ist es erforderlich, dieses
festzuzurren. Aufgrund ihres konstruktiv vorgegebenen
großen Überhanges der Abschleppöse ist diese jedoch nicht
in der Lage, senkrecht zu ihrer Längsachse wirkende,
größere Kräfte aufzunehmen. Deshalb eignen sich die heute
gebräuchlichen Abschleppösen nicht dazu, an ihnen ein
Seil zum Verzurren des Kraftfahrzeugs zu befestigen, so
daß zum Zwecke des Verzurrens spezielle Verzurrösen vor
gesehen werden müssen, was zusätzliche Kosten verursacht
und oftmals aus Designgründen unerwünscht ist.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Kraftfahr
zeug der eingangs genannten Art so zu gestalten, daß
seine Abschleppöse trotz eines großen Überhangs geeignet
ist, auch die beim Verzurren auftretenden, größeren, ver
tikal wirkenden Kräfte aufzunehmen.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
die Abschleppöse mit geringem Spiel durch ein Loch einer
mit Abstand vor der Fahrzeugstruktur liegenden Wandfläche
eines gegenüber der Fahrzeugstruktur vorspringenden Bau
teils hindurchgeführt ist.
Bei einem solchen Kraftfahrzeug kann sich die Abschlepp
öse beim Auftreten größerer Vertikalkräfte in dem Loch
des vorspringenden Bauteils abstützen. Deshalb brauchen
die vertikal wirkenden Kräfte nicht über die gesamte Län
ge der Abschleppöse in die Fahrzeugstruktur übertragen zu
werden. Dank der erfindungsgemäßen zusätzlichen Abstüt
zung werden die an der Abschleppöse wirkenden Momente ge
ringer, so daß die Abschleppöse, ohne daß sie im Quer
schnitt stärker bemessen werden muß als eine übliche Ab
schleppöse, beim Verzurren als Befestigungsstelle benutzt
werden kann. Gegenüber separaten Verzurrösen hat die er
findungsgemäße Gestaltung einer Abschleppöse und damit
die Möglichkeit ihrer Verwendung als Verzurröse den Vor
teil, daß diese Abschleppöse gut zugänglich ist, weil sie
im Regelfall so angeordnet wird, daß sie nach vorn aus
der Stoßstange herausragt. Die erfindungsgemäße Durchfüh
rung der Abschleppöse durch ein mit Abstand vor seiner
Befestigungsstelle liegendes Loch verbessert zudem ihre
Eignung als Abschleppöse, da sie dadurch auch in der Lage
ist, den bei extremen Abschleppbeanspruchungen auftreten
den Kräften, beispielsweise Seitenkräfte beim Befahren
enger Kurven, standzuhalten.
Üblicherweise wird die Stoßstange eines Kraftfahrzeugs
durch zwei Träger mit der Fahrzeugstruktur verbunden. Mit
besonders geringem Aufwand ist die Erfindung zu verwirk
lichen, wenn gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der
Erfindung das vorspringende Bauteil ein eine Stoßstange
des Kraftfahrzeugs haltender Träger ist.
Die Abschleppöse wird beim Verzurren mit besonders gerin
ger Flächenpressung beaufschlagt und die Gefahr einer
Kerbwirkung durch scharfe Kanten des von ihr durchdrunge
nen Loches ist besonders gering, wenn gemäß einer anderen
Weiterbildung der Erfindung das Loch eine zur Fahrzeug
struktur hin gerichtete Umbördelung aufweist.
Das Loch könnte so bemessen sein, daß die Abschleppöse
fest in ihm sitzt. Erfahrungsgemäß kommt es an solchen
Stellen eines Kraftfahrzeugs jedoch leicht zu Korrosion
infolge von sich festsetzendem Schmutz und eindringender
Feuchtigkeit. Das Loch braucht mit seiner Wandung die Ab
schleppöse nicht zu berühren, so daß die Gefahr eines Ro
stens nicht besteht, wenn gemäß einer besonders vorteil
haften Weiterbildung der Erfindung das Loch im Durchmes
ser um soviel größer ist als der Querschnitt der Ab
schleppöse, daß die Abschleppöse sich bei elastischer
Verformung infolge von quer auf sie wirkenden Kräften ge
gen die Wandung des Loches anlegt.
Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur
weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist in der
Zeichnung ein senkrechter Schnitt durch einen für die Er
findung wichtigen vorderen Bereich eines Kraftfahrzeugs
dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.
Die Zeichnung zeigt von einem Kraftfahrzeug eine Fahr
zeugstruktur 1, bei der es sich beispielsweise um einen
Längsträger handeln kann. Auf der Rückseite dieser Fahr
zeugstruktur 1 ist eine Mutter 2 festgeschweißt, in die
von vorn her eine Abschleppöse 3 mit einem Gewindeende 4
geschraubt ist.
Wichtig für die Erfindung ist, daß diese Abschleppöse
durch ein Loch 5 einer Wandfläche 6 eines Bauteils 7 hin
durchgeführt ist. Diese Wandfläche 6 verläuft mit Abstand
vor der Fahrzeugstruktur 1. Bei dem gezeigten Ausfüh
rungsbeispiel handelt es sich bei dem Bauteil 7 um einen
von zwei Trägern, welche gegenüber der Fahrzeugstruktur 1
vorspringen und eine Stoßstange 8 tragen.
In der Zeichnung sind zwei Maße a und b eingetragen. a
stellt den Hebelarm dar, über den eine senkrecht am vor
deren Ende der Abschleppöse 3 angreifende Kraft auf die
Abschleppöse 3 wirken würde, wenn nicht die Möglichkeit
einer Abstützung im Loch 5 gegeben wäre. b ist der sich
durch die Abstützung ergebende, wesentlich verkürzte He
belarm, der es möglich macht, eine im Querschnitt für die
Beanspruchung als Abschleppöse bemessene Abschleppöse
auch als Verzurröse zu benutzen.
Claims (4)
1. Kraftfahrzeug mit einer aus der Kontur des Kraft
fahrzeugs ragenden Abschleppöse, welche an ihrem dem
Kraftfahrzeug zugewandten Ende mit der Fahrzeug
struktur verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abschleppöse (3) mit geringem Spiel durch ein
Loch (5) einer mit Abstand vor der Fahrzeugstruktur
(1) liegenden Wandfläche (6) eines gegenüber der
Fahrzeugstruktur (1) vorspringenden Bauteils (7)
hindurchgeführt ist.
2. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das vorspringende Bauteil (7) ein eine
Stoßstange (8) des Kraftfahrzeugs haltender Träger
ist.
3. Kraftfahrzeug nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Loch (5) eine zur Fahrzeug
struktur (1) hin gerichtete Umbördelung (9) auf
weist.
4. Kraftfahrzeug nach zumindest einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Loch (5)
im Durchmesser um soviel größer ist als der Quer
schnitt der Abschleppöse (3), daß die Abschleppöse
(3) sich bei elastischer Verformung infolge von quer
auf sie wirkenden Kräften gegen die Wandung des
Loches (5) anlegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944409290 DE4409290A1 (de) | 1994-03-18 | 1994-03-18 | Kraftfahrzeug mit einer aus der Kontur des Kraftfahrzeugs ragenden Abschleppöse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944409290 DE4409290A1 (de) | 1994-03-18 | 1994-03-18 | Kraftfahrzeug mit einer aus der Kontur des Kraftfahrzeugs ragenden Abschleppöse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4409290A1 true DE4409290A1 (de) | 1995-09-21 |
Family
ID=6513170
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944409290 Ceased DE4409290A1 (de) | 1994-03-18 | 1994-03-18 | Kraftfahrzeug mit einer aus der Kontur des Kraftfahrzeugs ragenden Abschleppöse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4409290A1 (de) |
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