DE4409159A1 - Betätigungseinrichtung für eine Scheibenbremse - Google Patents
Betätigungseinrichtung für eine ScheibenbremseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Betätigungseinrichtung für
eine Scheibenbremse nach dem Oberbegriff der Patentan
sprüche 1 und 9.
In einer derartigen Bremsbetätigungseinrichtung für eine
Scheibenbremse stehen bei einer Betätigung die am Brems
träger vorgesehene Abstützung und der Bremsbelagträger,
letzterer über eine Stirnfläche, in direktem Eingriff.
Beim Betätigen einer Scheibenbremse wird durch eine Zu
spannbewegung eines Bremsbelags auf eine Bremsscheibe zu
und eine gleichgerichtete Zuspannkraft auf den Bremsbelag
eine Bremskraft in Umfangsrichtung der Bremsscheibe er
zeugt. Der Bremsbelag ist üblicherweise auf einem Brems
belagträger angeordnet, der mit dem Bremsbelag einen
Bremsklotz bildet und über den die Zuspannkraft auf den
Bremsbelag übertragen wird. Die der erzeugten Bremskraft
gleiche, aber entgegengerichtete, Reaktionskraft wird von
einer Abstützung des Bremsträgers erzeugt und über die
Stirnfläche des Bremsbelagträgers auf diesen und damit
auf den Bremsbelag übertragen.
Beim Betätigen einer Scheibenbremse können Bewegungen des
Bremsbelagträgers und des Bremsklotzes in Zuspannrichtung
und in Gegenrichtung auftreten. Solche Bewegungen des
Bremsbelagträgers können auf einer Erhöhung der Zuspann
kraft und der entsprechenden Kompression des Bremsbelags
beruhen, während solche Bewegungen des Bremsklotzes auf
Ungleichmäßigkeiten im Lauf der Bremsscheibe, beispiels
weise infolge Axialschlags oder ungleichmäßiger Dicke
derselben, beruhen. In einer Betätigungseinrichtung der
eingangs genannten Art können solche Bewegungen zu Freß
erscheinungen an der Stirnfläche des Bremsbelagträgers
und an der Abstützung des Bremsträgers führen, weil diese
während des Eingriffs unter im allgemeinen erheblicher
Flächenpressung ohne Schmierung bzw. bei schlechter
Schmierung stehen. Nachteilige Folgen solcher Freßer
scheinungen können Verschleiß und eine Hysterese sein,
infolge deren sowohl ein Teil eines etwaigen Zuwachs es
der Zuspannkraft absorbiert als auch eine Lösebewegung
durch Reibkraft erschwert wird.
Aus der DE 29 01 904 A1 ist eine Betätigungseinrichtung
für eine Scheibenbremse bekannt, die anstrebt, die Nach
teile der eingangs genannten Betätigungseinrichtung durch
die Anordnung eines Zwischenglieds aus einem reibungsar
men Werkstoff zwischen der Stützfläche des Bremsträgers
und der Stirnfläche des Bremsbelagträgers zu verringern,
wobei die Reibungsarmut des Zwischengliedes auf seiner
dem Bremsbelagträger zugewandten Seite beispielsweise
durch eine PTFE-Schicht bewirkt wird. Da einige reibungs
arme Werkstoffe eine weiche oder wenigstens relativ wei
che Oberfläche aufweisen, ist damit zu rechnen, daß sie
sich relativ schnell abnutzen und folglich nicht zu einer
dauerhaften Verbesserung des Betriebsverhaltens dieser
Betätigungseinrichtung führen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Betäti
gungseinrichtung der eingangs genannten Art mit einfachen
Mitteln so fortzubilden, daß sie eine dauerhafte Verbes
serung des Betriebsverhaltens einer Scheibenbremse si
cherstellt.
Diese Aufgabe wird durch die in den Patentansprüchen 1
und 9 angegebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte Ausge
staltungen und Weiterbildungen sind in den Unteransprü
chen angegeben.
In der nunmehr folgenden Erläuterung der Erfindung anhand
zeichnerisch dargestellter Ausführungsbeispiele werden
weitere Vorteile der Erfindung genannt.
Unter durchgehender Verwendung gleicher Bezugszeichen für
funktionsgleiche Bauteile zeigen
Fig. 1 eine Draufsicht einer Scheibenbremse,
Fig. 2 eine Ansicht der Scheibenbremse gemäß
Fig. 1,
Fig. 2A eine Abwandlung von Fig. 2,
Fig. 3-7 Details und Fortbildungen der Ausfüh
rungsbeispiele nach den Fig. 1 und 2,
Fig. 8 u. 9 ausschnittsweise eine andere
Scheibenbremse,
Fig. 10 u. 11 eine andere Abwandlung der Scheibenbremse
nach den Fig. 8 und 9,
Fig. 12 u. 13 ausschnittsweise andere
Scheibenbremsen.
Fig. 14 in Fortbildung der Abwandlung nach
Fig. 11,
Fig. 15 eine andere Fortbildung der Abwandlung
nach Fig. 11.
Die in Fig. 1 in Draufsicht dargestellte Scheibenbremse
besteht aus einer in bekannter Weise drehbar und quer zu
ihrer Drehbeweglichkeit, d. h. in ihrer Axialrichtung,
fest gelagerten Bremsscheibe (1) sowie einer generell mit
(4) bezeichneten Betätigungseinrichtung. Die möglichen
Drehrichtungen der Bremsscheibe (1) sind durch einen Dop
pelpfeil D gekennzeichnet.
Die Betätigungseinrichtung (4) ist einseitig zu der
Bremsscheibe (1) gezeichnet und stellt eine mögliche
Grundausführung dar. In der Regel wird jedoch die Betäti
gungseinrichtung in einer solchen Grundausführung nicht
eingesetzt. Vielmehr erstreckt sich üblicherweise die Be
tätigungseinrichtung auf beide Seiten der Bremsscheibe,
wobei ein Bremsträger die Bremsscheibe übergreift und die
Betätigungseinrichtung die weiteren nachstehend näher be
schriebenen Bestandteile beiderseits der Bremsscheibe
aufweist.
Die dargestellte Betätigungseinrichtung (4) weist einen
Bremsträger (6) auf, der relativ zu dem die axiale Fixie
rung der Bremsscheibe (1) bewirkenden Bauteil unbeweglich
befestigt ist. In dem Bremsträger (6) sind als weitere
Bestandteile der Betätigungseinrichtung (4) eine durch
einen Zuspannkolben (8) angedeutete Zuspanneinrichtung,
ein Bremsbelag (12) und ein Bremsbelagträger (7) angeord
net. Der Bremsbelag (12) besteht aus einem Reibwerkstoff,
der Bremsbelagträger (7) besteht in der Regel aus einem
metallischen Werkstoff. Der Bremsbelagträger (7) und der
Bremsbelag (12) sind miteinander verbunden und bilden ei
nen Bremsklotz (7, 12).
In dem Bremsträger (6) sind, aus der Sicht der Brems
scheibe (1), beiderseits des Bremsklotzes (7, 12) Abstüt
zungen (2, 11) in Form von Anschlägen ausgebildet, die
etwa in Radialrichtung der Bremsscheibe (1) verlaufen.
Diesen Abstützungen (2, 11) des Bremsträgers (6) stehen
mit Abstand parallel zu den Stützflächen (2 bzw. 11) ver
laufende Stirnflächen (5, 9) des Bremsbelagträgers (7)
gegenüber. In dem Zwischenraum zwischen jeweils einer Ab
stützung (2 bzw. 11) des Bremsträgers (6) und der jeweils
gegenüberstehenden Stirnfläche (5 bzw. 9) des Bremsbelag
trägers (7) ist jeweils ein Wälzkörper (3 bzw. 10) ange
ordnet. Die Wälzkörper (3 und 10) sind unterschiedlich
ausgebildet und illustrieren dadurch ganz allgemein, daß
der Wälzkörper auf jede geeignete Art ausführbar ist.
Während der in der Zeichnung links dargestellte Wälzkör
per (3) als Rolle ausgebildet ist, besteht der in der
Zeichnung rechts dargestellte Wälzkörper (10) aus einem
Rechteckstück, dessen sich am Bremsbelagträger (7) und an
der zugeordneten Abstützung (11) des Bremsträgers (7) ab
stützende Flächen ballig ausgebildet sind.
Die Scheibenbremse wird in bekannter Weise durch eine Zu
spannbewegung des Bremsklotzes (7, 12) und eine Zuspann
kraft auf den Bremsklotz (7, 12) in einer durch einen
Pfeil Z angedeuteten Zuspannrichtung betätigt. Die Zu
spannbewegung und die Zuspannkraft werden in bekannter
Weise durch die Zuspanneinrichtung erzeugt.
Die infolge der Zuspannkraft in der Berührungsfläche von
Bremsscheibe (1) und Bremsbelag (12) entstehende Brems
kraft hat das Bestreben, den Bremsklotz (7, 12) in der
gerade vorhandenen Drehrichtung der Bremsscheibe (1) mit
zunehmen. Die Mitnahme wird jedoch dadurch verhindert,
daß sich die der vorhandenen Drehrichtung zugeordnete
Stirnfläche (5 bzw. 9) des Bremsbelagträgers (7) über den
zugeordneten Wälzkörper (3 bzw. 10) an die gegenüberste
hende Abstützung (2 bzw. 11) des Bremsträgers (6) anlegt
und daran abstützt. Der jeweilige Wälzkörper (3 bzw. 10)
wird dabei zwischen der jeweiligen Stirnfläche (5 bzw. 9)
des Bremsbelagträgers (7) und der jeweiligen Abstützung
(2 bzw. 11) des Bremsträgers (6) eingeklemmt.
Treten nun während einer Bremsbetätigung, beispielsweise
aus den in der Beschreibungseinleitung erwähnten Gründen,
Bewegungen des Bremsklotzes (7, 12) oder des Bremsbelag
trägers (7) in Zuspannrichtung (Z) oder in Gegenrichtung
auf, so wird der eingeklemmte Wälzkörper (3 bzw. 10) in
Richtung dieser Bewegungen mitgenommen. Dabei machen der
als Rolle ausgebildete Wälzkörper (3) eine Rollbewegung
bzw. der aus dem Rechteckstück mit balligen Flächen be
stehende Wälzkörper eine Kippbewegung. Dabei tritt in den
Berührungslinien bzw. Berührungsflächen zwischen der je
weiligen Abstützung (2 bzw. 11) des Bremsträgers (6), der
jeweiligen Stirnfläche (5 bzw. 9) des Bremsbelagträgers
(7) und des jeweiligen Wälzkörpers (3 bzw. 10) nur Roll
reibung auf. Dadurch sind die den Bewegungen des Brems
klotzes (7, 12) bzw. des Bremsbelagträgers (7) in Zu
spannrichtung (Z) bzw. in Gegenrichtung entgegenwirkenden
Reibkräfte sehr gering, mit der Folge, daß Freßerschei
nungen an den beteiligten Flächen vermieden werden und
die Hysterese gering gehalten wird. Hat der aus dem
Rechteckstück bestehende Wälzkörper (10) bei seiner Kipp
bewegung Platzbedarf quer zu der Zuspannrichtung (Z), so
muß für ihn ein entsprechendes Einbauspiel vorgesehen
sein.
Abweichend von der Darstellung muß nicht, aus der Sicht
der Bremsscheibe (1), auf jeder Seite des Bremsbelagträ
gers (7) ein Wälzkörper angeordnet sein. Es wäre auch
möglich, nur einen Wälzkörper vorzusehen, beispielsweise
zwischen der am stärksten bzw. am häufigsten belasteten
Abstützung und der zugeordneten Stirnfläche des Bremsträ
gers (6) bzw. des Bremsbelagträgers (7). Diese werden in
der Regel diejenigen sein, die der Drehrichtung der
Bremsscheibe bei Vorwärtsfahrt des gebremsten Fahrzeugs
zugeordnet sind.
Fig. 2 zeigt eine Ansicht der Betätigungseinrichtung aus
Sicht der Bremsscheibe (1) bei entferntem Bremsbelag. Die
Darstellung verdeutlicht insbesondere die Lage der Wälz
körper (3 bzw. 10) sowie der Abstützungen (2 bzw. 11) des
Bremsträgers (6) und der Stirnflächen (5 bzw. 9) des
Bremsbelagträgers (7).
Mit (20) sind in Fig. 1 nicht wiedergegebene Haltestifte
angedeutet, die einerseits im Bremsträger (6) gehaltert
sind und andererseits in Langlöcher des Bremsbelagträgers
(7) eingreifen und der Fixierung des Bremsklotzes (7, 12)
in Radialrichtung der Bremsscheibe (1) dienen.
Auf nicht dargestellte Weise können anstelle der abgebil
deten Wälzkörper (3 bzw. 9), die in Radialrichtung der
Bremsscheibe relativ lang sind, auch mehrere kürzere
Wälzkörper eingesetzt werden. Auch Kugeln, unter Umstän
den in einem Führungskäfig, sind als Wälzkörper denkbar.
In Fig. 2A sind die Stirnfläche (9) des Bremsbelagträgers
(7) und die derselben zugewandte Fläche des Wälzkörpers
(10)′ aus der Sicht des Bremsbelagträgers (7), kreisför
mig konkav gekrümmt, wodurch die Berührungslinie zwischen
dem Bremsbelagträger (7) und dem Wälzkörper (10) aus der
Sicht des Bremsbelagträgers (7) ein konkaver Kreisbogen
ist. Diese Ausbildung ermöglicht den Ausgleich von Pa
rallelitätsabweichungen zwischen der Stirnfläche (9) des
Bremsbelagträgers (7) und der Abstützung (11) des Brems
trägers (6). Der genannte Ausgleich erfolgt durch selbst
tätiges Verschieben des Wälzkörpers (10) in seiner Längs
richtung beim Aufbau einer Bremskraft und damit einer
Flächenpressung zwischen dem Bremsbelagträger (7) und dem
Wälzkörper (10). In vorteilhafter Weise kann der Krüm
mungsradius der Stirnfläche (9) des Bremsbelagträgers (7)
etwas kleiner oder etwas größer ausgebildet sein als der
Krümmungsradius der zugeordneten Fläche des Wälzkörpers
(10).
Dem Fachmann ist klar, daß die Zwischenglieder in der Zu
spannrichtung (Z) und in der Gegenrichtung sowie in Ra
dialrichtung der Bremsscheibe gegen Herausfallen gesi
chert sein müssen. Dies kann auf jede zweckmäßige Weise
geschehen. Die folgenden Figuren zeigen
Fortbildungen der
Erfindung mit dieser Zielsetzung. Dabei gelten die für
den rollenförmigen Walzkörper (3) getätigten Aussagen für
den aus einem Rechteckstück bestehenden Wälzkörper (10)
entsprechend mit, wobei anstelle der Rollbewegung dessen
Kippbewegung tritt.
Gemäß der vergrößerten Draufsicht nach Fig. 3 ist der
Bremsbelagträger (7) mit einem federnden Anschlag (25)
versehen, der ein Herausfallen des Wälzkörpers (3) aus
seinem Einbauraum zwischen der Abstützung (2) des Brems
trägers (6) und der Stirnfläche (5) des Bremsbelagträgers
(7) entgegen der Zuspannrichtung (Z) verhindert.
Darüber hinaus bietet der federnde Anschlag (25) folgende
Vorteile. Bei der Zuspannbewegung vor dem Aufbau einer
Bremskraft nimmt der Anschlag (25) den losen Wälzkörper
(3) mit, wobei dieser sich frei bewegt oder entlang der
Abstützung (2) gleitet. Tritt nach dem Aufbau einer
Bremskraft eine weitere Bewegung des Bremsbelagträgers
(7) in Zuspannrichtung (Z) bzw. in Gegenrichtung auf, so
macht der Wälzkörper (3) die oben erwähnte Rollbewegung,
wobei er den Anschlag (25) entgegen der Zuspanneinrich
tung (Z) biegt. Bei Aufhebung der Zuspannkraft, d. h.
beim Bremslösen, übt der Anschlag (25) eine Rückstell
kraft auf den Bremsklotz (7, 12) aus und zieht diesen um
das Maß zurück, welches dem vorangegangenen Rollweg des
Wälzkörpers (3) entspricht. Dabei rollt der Wälzkörper
(3) um diesen Rollweg zurück. Von Bremsbetätigung zu
Bremsbetätigung bewegt sich der Wälzkörper (3) vor dem
Aufbau einer Bremskraft relativ zu dem Bremsträger (6)
frei oder gleitend in das Maß des jeweils eingetretenen
Verschleißes des Bremsbelages (12), d. h., es erfolgt ein
automatischer Verschleißausgleich. Der Anschlag (25) und
der Wälzkörper (3) wirken deshalb zusammen auch als Ein
stelleinrichtung bzw. Begrenzungseinrichtung des Zuspann
weges und als Belagverschleiß-Ausgleichseinrichtung.
Der Anschlag (25) kann auf jede geeignete Art an dem
Bremsbelagträger (7) angebracht sein. Dargestellt ist er
angenietet.
Die Funktion des federnden Anschlags kann aber auch von
einem oder mehreren Elastomerelement(en) übernommen wer
den, welches bzw. welche einerseits an dem Wälzkörper (3
bzw. 10) und andererseits an dem Bremsbelagträger (7) be
festigt ist bzw. sind, und auch zwischen dem Wälzkörper
(3 bzw. 10) und Bremsbelagträgers (7) angeordnet sein
können.
Abstrahiert lassen sich alle vorstehend beschriebenen fe
dernden Bauteile als Stellmittel bezeichnen, die den
Wälzkörper (3 bzw. 10) bei gelöster Bremse in einer vor
gegebenen Ausgangsposition halten und bei Zuspannung des
Bremsbelagträgers (7) eine Abwälzbewegung des Wälzkörpers
(3 bzw. 10) zulassen.
Fig. 4 zeigt ausschnittsweise eine Ansicht der Betäti
gungseinrichtung aus Sicht der Bremsscheibe (1). In die
ser Fortbildung umgreift der Bremsbelagträger (7) den
Wälzkörper (3), aus Sicht der Bremsscheibe radial außen
und radial innen mit Fortsätzen, die in Radialrichtung
der Bremsscheibe (1) Anschläge (30, 31) für den Wälzkör
per (3) bilden und diesen am Heraustreten aus seinem Ein
bauraum in Radialrichtung der Bremsscheibe (1) hindern.
Je nach Bedingungen des Einsatzfalles sind nicht immer
beide Anschläge (30 und 31) erforderlich. Vielmehr kann
auch einer dieser Anschläge (30 oder 31) ausreichend
sein.
Fig. 5 zeigt in einer Ansicht aus Sicht der Abstützung
(2) des Bremsträgers (6) eine Kombination der Fortbildun
gen nach den Fig. 3 und 4. Der Wälzkörper (3) ist in
diesem Fall im Bereich seiner Enden abgekröpft. Im einge
bauten Zustand des Wälzkörpers (3) liegen die Kröpfungen
auf der dem Bremsbelag (12) abgewandten Seite des Brems
belagträgers (7). Dabei wird der Wälzkörper (3) von dem
federnden Anschlag (25) so in Zuspannrichtung (Z) vorge
spannt, daß die Kröpfungen sich an die ihnen zugewandte
Seite des Bremsbelagträgers (7) anlegen. Die Kröpfungen
bilden dadurch Anschläge (35, 36), welche die Beweglich
keit der Wälzkörper (3) relativ zu dem Bremsbelagträger
(7) in Zuspannrichtung (Z) begrenzen.
Diese Fortbildung ermöglicht die Vereinigung des Brems
klotzes (7, 12) mit dem federnden Anschlag (25) und des
Wälzkörpers (3) zu einer Untergruppe, die sich als Ver
packungseinheit oder Montagegruppe vom Hersteller auslie
fern läßt und eine Vereinfachung der Montage und der
Überholung der Scheibenbremse bietet. Eine solche Unter
gruppe entsteht auch, wenn der Wälzkörper (3 bzw. 10) und
der Bremsbelagträger (7) durch ein oder mehrere Elastome
relemente verbunden werden.
In Fig. 6 ist der Wälzkörper (3) mit einer Blattfeder
(39) zusammengebaut (beispielsweise durch Nieten), wobei
die Enden der Blattfeder (39) den Wälzkörper (3) überra
gen. In dieser Fortbildung übernehmen die Enden (37, 38)
der Blattfeder (39) die Aufgabe der Kröpfungen (35, 36)
der Fortbildung nach Fig. 5. Dadurch wird die Beweglich
keit des Wälzkörpers (3) relativ zu dem Bremsbelagträger
(7) in Zuspannrichtung (Z) elastisch begrenzt. Diese ela
stische Begrenzung erleichtert das Abrollen des Wälzkör
pers (3), wenn der Bremsbelagträger sich nach dem Aufbau
einer Bremskraft in Zuspannrichtung (Z) und/oder in Ge
genrichtung bewegt.
Fig. 7 zeigt vergrößert eine vorteilhafte Ausgestaltung
des aus einem Rechteckstück mit balligen Flächen beste
henden Wälzkörpers (10). Die balligen Flächen (40, 41)
sind als Oberflächensegmente von Zylindern geformt. Der
Radius (r₁ bzw. r₂) der Zylinder ist größer als die halbe
Höhe (h) des Wälzkörpers (10). Dadurch stellt sich bei
gegebener Bremskraft eine geringe Flächenpressung zwi
schen dem Wälzkörper (10) und der Abstützung (2) des
Bremsträgers (6) bzw. der Stirnfläche (5) des Bremsbelag
trägers (7) ein.
Da die Radien (r₁ bzw. r₂) größer sind als die halbe Höhe
(h) des Wälzkörpers (10), verschieben sich beim Kippen
des Wälzkörpers (10) die Zylinderachsen (M₁ und M₂) in
Zuspannrichtung (Z) bzw. in Gegenrichtung relativ zuein
ander. Die Verschiebung der Zylinderachsen (M₁ und M₂)
hat zur Folge, daß die Abstützkräfte in den Abstützflä
chen des Wälzkörpers (10) ein Drehmoment auf den Wälzkör
per (10) ausüben, welches durch Reibkräfte in den Berüh
rungsflächen zwischen dem Wälzkörper (10) und der Abstüt
zung (2) des Bremsträgers (6) sowie der Stirnfläche (5)
des Bremsbelagträgers (7) kompensiert wird. Um diese
Reibkräfte möglichst klein zu halten, ist der Wälzkörper
derart gestaltet, daß die Zylinderachsen (M₁ und M₂) vor
einer Bremsbetätigung zur Ebene (X-X) durch die halbe
Dicke (d) jeweils durch ein Maß (X₁, X₂) verschoben sind.
Die Maße (X₁ und X₂) sind so gewählt, daß bei etwa halben
Zuspannweg die Zylinderachsen (M₁ und M₂) die genannte
Ebene (X-X) erreichen und im weiteren Verlauf der Zu
spannung diese überschreiten.
Die Fig. 8 bis 13 zeigen verschiedene Abwandlungen ei
ner anderen Ausführungsform der Erfindung. In dieser Aus
führungsform ist der Wälzkörper (3 bzw. 10) des bisher
mit Fortbildungen beschriebenen Ausführungsbeispiels
durch zwischen dem Bremsbelagträger und der Abstützung (2 bzw. 11)
des Bremsträgers (6) angeordnete elastische
Mittel ersetzt, welche die bei einer Bremsbetätigung zwi
schen der Abstützung (2) des Bremsträgers (6) und dem
Bremsbelagträger auftretenden Abstützkräfte übertragen,
aber gleichzeitig eine Bewegung in Zuspannrichtung (Z)
und in Gegenrichtung durch elastische Verformung zulas
sen.
In den Fig. 8 und 9 sind die elastischen Mittel da
durch gebildet, daß in den Bremsbelagträger (45, 46, 47)
eine Querschnittsverringerung (46) eingearbeitet ist, die
bei Belastung des Bremsbelagträgers (45, 46, 47) in Zu
spannrichtung und in Gegenrichtung bei gleichzeitigem
Festhalten des der Abstützung (2) des Bremsträgers (6)
zugewandten Endes (45) des Bremsbelagträgers (45, 46, 47)
als federndes Scharnier wirkt und als solches im folgen
den auch bezeichnet wird.
Fig. 8 zeigt diese Abwandlung bei gelöster Bremse. Das
elastische Scharnier ist in diesem Zustand unverformt.
Der Bremsbelagträger (45, 46, 47) ist in diesem Zustand
vor dem Aufbau einer Bremskraft in Zuspannrichtung (Z)
und in Gegenrichtung frei oder unter Gleiten des Endes
(45) auf der Abstützung (2) des Bremsträgers (6) ver
schiebbar. Bei einer Bremsbetätigung tritt das Ende (45)
des Bremsbelagträgers (45, 46, 47) mit der Abstützung (2)
des Bremsträgers (6) reibend in Eingriff. In diesem Zu
stand erforderliche weitere Bewegungen in Zuspannrichtung
(Z) und in Gegenrichtung, beispielsweise aus den weiter
oben genannten Gründen, werden nur noch von dem Mittel
teil (47) des Bremsbelagträgers (45, 46-, 47) ausgeführt,
während das Ende (45) des Bremsbelagträgers (45, 46, 47)
auf der Abstützung (2) des Bremsträgers (6) ortsfest
bleibt und das elastische Scharnier sich verformt. Fig. 9
zeigt den Bremsbelagträger (45, 46, 47) in diesem Zu
stand. Das Ende (45) ist im elastischen Scharnier (46)
gegenüber dem Mittelteil (47) entgegen der Zuspannrich
tung (Z) abgebogen.
Beim Lösen der Bremse bildet sich die Verformung des ela
stischen Scharniers zurück. Dadurch kehrt der Bremsbelag
träger (45, 46, 47) in seinen in Fig. 8 dargestellten Zu
stand zurück. Dabei wird das Mittelteil (47) des Bremsbe
lagträgers (45, 46, 47) um das Maß der Verformung des
Scharniers bei der Bremsbetätigung zurückgestellt, wäh
rend ein vor dem Aufbau einer Bremskraft frei oder unter
Gleiten des Endes (45) an der Abstützung (2) des Brems
trägers (6) zurückgelegter Weg erhalten bleibt. Auch bei
dieser Abwandlung tritt deshalb die weiter oben im Zusam
menhang mit Fig. 3 erwähnte Einstellwirkung bzw. Begren
zungswirkung des Zuspannweges und die Wirkung als Belag
verschleiß-Ausgleichseinrichtung auf.
Zur Verringerung eines beim Gleiten des Endes (45) auf
der Abstützung (2) des Bremsträgers (6) und beim Eingriff
dieser Teile etwa auftretenden Verschleißes kann die der
Abstützung (2) des Bremsträgers (6) zuweisende Fläche des
Endes (45) des Bremsbelagträgers (45, 46, 47) ballig aus
gebildet werden.
In Fig. 10 ist das der Abstützung (2) des Bremsträgers
(6) zugewandte Ende (48) des Bremsbelagträgers (46, 47,
48) entgegen der Zuspannrichtung (Z) abgebogen. Diese Ab
wandlung hat den Vorteil, daß die zur Verformung des ela
stischen Scharniers erforderliche Kraft nicht von der Zu
spanneinrichtung aufgebracht werden muß, sondern von der
Stützkraft zwischen dem Bremsbelagträger (46, 47, 48) und
der Abstützung (2) des Bremsträgers (6) aufgebracht wird.
Fig. 11 deckt sich mit Fig. 8 mit dem Unterschied, daß
zwischen dem Ende (45) des Bremsbelagträgers (45, 46, 47)
und der Abstützung (2) des Bremsträgers (6) ein Schuh
(50) angeordnet ist. Dieser dient der Herabsetzung der
zwischen der Stirnfläche des Endes (45) des Bremsbelag
trägers (45, 46, 47) und der Abstützung (2) des Bremsträ
gers (6) auftretenden Flächenpressung und damit der Ver
schleißminderung bzw. -verhinderung.
In den Abwandlungen nach den Fig. 12 und 13 werden als
elastische Mittel Elastomerelemente (55 bzw. 61) einge
setzt.
In Fig. 12 ist zwischen dem Bremsbelagträger (7) und dem
Elastomerelement (55) ein Zwischenstück (56) angeordnet.
Dieses kann, für sich betrachtet, ein loses Teil sein, es
kann aber auch nur mit dem Elastomerelement (55) verbun
den oder nur mit dem Bremsbelagträger (7) verbunden oder
sowohl mit dem Elastomerelement (55) als auch mit dem
Bremsbelagträger (7) verbunden sein.
In Fig. 13 ist das Elastomerelement (61) zwischen zwei
Zwischenteilen (60, 62) gefangen. Jedes Zwischenteil (60
und 62) sowie das Elastomerelement (61) können, für sich
betrachtet, lose Teile sein. Es ist aber auch möglich,
das Elastomerelement (61) mit einem der Zwischenteile
(60, 62) oder mit beiden Zwischenteilen (60, 62) zu ver
binden. Außerdem können das dem Bremsbelagträger (7) zu
gewandte Zwischenteil (62), aber auch das bzw. die mit
diesem verbundenen Bauteile Elastomerelement (61) bzw.
Zwischenglied (60) mit dem Bremsbelagträger (7) verbunden
sein.
In der in Fig. 14 dargestellten Fortbildung der Abwand
lung nach Fig. 11 weist der Schuh (50) eine Nut (65) für
die Aufnahme des Endes (45) des Bremsbelagträgers (45,
46, 47) auf. Die Nut (65) erweitert sich in Richtung auf
den Bremsbelagträger (45, 46, 47) zu. Bei zweckentspre
chender Bemessung stellt die Erweiterung der Nut (65) die
ungehinderte Verformbarkeit des elastischen Scharniers
(46) des Bremsbelagträgers (45, 46, 47) sicher.
Fig. 15 stellt in einer Ansicht der Betätigungseinrich
tung aus Sicht der Bremsscheibe (1) bei entferntem Brems
belag eine andere mögliche Fortbildung der Abwandlung
nach Fig. 11 dar. In dieser verlaufen, in Drehrichtung
der Bremsscheibe gesehen, an einem Ende des Bremsbelag
trägers (45, 46, 47) die Abstützung (71) und die der Ab
stützung (71) zugewandte Stirnfläche (72) des Schuhs (70)
kreisförmig zueinander komplementär gewölbt, und zwar aus
der Sicht des Bremsbelagträgers (45, 46, 47) konvex. Mit
gleicher Wirkung kann die Wölbung aber auch in nicht dar
gestellter Weise aus der Sicht des Bremsbelagträgers (45,
46, 47) konkav verlaufen. "Aus der Sicht der Brems
scheibe" bedeutet für beide genannten Arten Wölbung mit
anderen Worten, daß die den einzelnen Punkten der Stirn
fläche (72) des Schuhs (70) und der Abstützung (71) des
Bremsträgers (6) zugeordneten Krümmungsmittelpunkte auf
Parallelen zu der Drehachse der Bremsscheibe (1) liegen.
Diese Ausbildung vermeidet das Auftreten von Störungen
infolge Parallelitätsabweichungen zwischen der Stirnflä
che des Bremsbelagträgers (45, 46, 47) und der Abstützung
des Bremsträgers (6). Dieser Vorteil tritt auf infolge
selbsttätigen Verschiebens des Druckstücks (70) in seiner
Längsrichtung beim Aufbau einer Bremskraft und damit
einer Flächenpressung zwischen dem Bremsbelagträger (45,
46, 47), dem Druckstück (70) und der Abstützung (71). Zur
Förderung der Wirkung der genannten gewölbten Ausbildung
kann der Krümmungsradius der Stirnfläche (72) des
Druckstücks (70) etwas kleiner oder etwas größer aus
gebildet sein als der Krümmungsradius der Abstützung
(71).
Statt, wie dargestellt, nur an einem Ende des Bremsbelag
trägers (45, 46, 47), können die Abstützung und die ihr
zugewandte Stirnfläche des Schuhs auch an beiden Enden
kreisförmig zueinander komplementär verlaufen, so daß der
erwähnte Vorteil dieser Ausbildung an beiden Enden auf
tritt.
Im übrigen gelten, soweit sich aus dem Vorstehenden
nichts widersprechendes ergibt, die vorstehende für die
ein Ausführungsbeispiel, eine Fortbildung und eine Ab
wandlung gemachten Ausführungen für die anderen Ausfüh
rungsbeispiele, Fortbildungen und Abwandlungen direkt
oder in entsprechender Anwendung mit.
Der Fachmann erkennt, daß sich der Schutzbereich der Er
findung nicht in den beschriebenen Ausführungsbeispielen
und in deren beschriebenen Fortbildungen erschöpft, son
dern alle Ausgestaltungen umfaßt, deren Merkmale sich den
Patentansprüchen unterordnen.
Claims (21)
1. Betätigungseinrichtung für eine Scheibenbremse mit
mindestens einem mit Bremsbelag (12) belegten Brems
belagträger (7), der axial in Richtung der Brems
scheibe (1) durch eine Zuspannung gegen die Brems
scheibe (1) bewegbar ist, und mindestens einer in Um
fangsrichtung wirkenden Abstützung (2 bzw. 11) für
den Bremsbelagträger (7), d. h. Anschlag am Bremsträ
ger (6) zur Aufnahme der aus den Bremsmomenten resul
tierenden Kräfte,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Bremsbelagträger (7) und Abstützung (2
bzw. 11) wenigstens ein Wälzkörper (3 bzw. 10) ange
ordnet ist.
2. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß Stellmittel (25) vorgesehen sind, die den Wälz
körper (3 bzw. 10) bei gelöster Bremse in einer vor
gegeben Ausgangsposition relativ zum Bremsbelagträger
(7) halten und bei Betätigung der Bremse eine Abwälz
bewegung des Wälzkörpers (3 bzw. 10) zulassen.
3. Betätigungseinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Walzkörper (3) die Form einer Rolle aufweist.
4. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1
oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Wälzkörper (10) aus einem Rechteckstück be
steht, dessen sich am Bremsbelagträger (7) und an der
Abstützung (11) abstützende Flächen ballig ausgebil
det sind.
5. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Berührungslinie zwischen Bremsbelagträger (7)
und Wälzkörper (10) ein aus Richtung des Wälzkörpers
(10) konkaver Kreisbogen ist.
6. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die balligen Flächen (40, 41) zylindrisch sind
und
daß die Radien (r₁, r₂) der zugehörigen Zylinder grö
ßer sind als die halbe Höhe (h) des Rechteckstückes
(r < h/2).
7. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Achsen (M₁, M₂) der Zylinder zu der Ebene
(X-X) durch die halbe Dicke (d) des Wälzkörpers
(10) in entgegengesetzter Richtung verschoben sind.
8. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis
7,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Stellmittel (25) eine mit dem Bremsbelagträ
ger (7) verbundene Feder (25), vorteilhafterweise
Blattfeder, vorgesehen ist.
9. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis
7,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Stellmittel ein mit dem Bremsbelagträger ei
nerseits und mit dem Walzkörper andererseits in Ver
bindung stehendes Elastomere vorgesehen ist.
10. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 8
oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stellmittel (25) so angeordnet sind, daß sie
eine Bewegung des Wälzkörper (3 bzw. 10) relativ zum
Bremsbelagträger (7) sowohl in Zuspannrichtung (Z)
als auch in Gegenrichtung zulassen.
11. Betätigungseinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Zwischenglied (3) und/oder an dem Bremsbe
lagträger (7) wenigstens ein die Beweglichkeit des
Zwischengliedes (3) relativ zu dem Bremsbelagträger
(7) in Zuspannrichtung (Z) begrenzender Anschlag (35
bzw. 36; 37 bzw. 38) angeordnet ist.
12. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag (37 bzw. 38) wenigstens in Zuspann
richtung (Z) elastisch ist.
13. Betätigungseinrichtung für eine Scheibenbremse mit
mindestens einem mit Bremsbelag (12) belegten Brems
belagträger (7), der axial in Richtung der Brems
scheibe (1) durch eine Zuspannung gegen die Brems
scheibe (1) bewegbar ist, und mindestens einer in Um
fangsrichtung wirkenden Abstützung (2 bzw. 11) für
den Bremsbelagträger (7), d. h. Anschlag am Bremsträ
ger (6) zur Aufnahme der aus den Bremsmomenten resul
tierenden Kräfte,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Bremsbelagträger (7) und Abstützung (2
bzw. 11) elastische Mittel angeordnet sind, die Ab
stützungskräfte übertragen, aber gleichzeitig eine
Bewegung in Zuspannrichtung (Z) und in Gegenrichtung
durch elastische Verformung zulassen.
14. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elastischen Mittel als eine in den Bremsbe
lagträger (45, 46, 47) eingearbeitete Querschnitts
verringerung (46) ausgebildet sind, die bei Belastung
des Bremsbelagträgers (45, 46, 47) in Zuspannrichtung
(Z) und in Gegenrichtung bei gleichzeitigem Festhal
ten des der Abstützung (2) des Bremsträgers (6) zuge
wandten Endes (45) des Bremsbelagträgers (45, 46, 47)
durch Reibschluß mit dieser Abstützung (2) als fe
derndes Scharnier wirkt.
15. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß das der Abstützung (2) des Bremsträgers (6) Zuge
wandte Ende (48) des Bremsbelagträgers (46, 47, 48)
entgegen der Zuspannrichtung (Z) abgebogen ist.
16. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem der Abstützung (2) des Bremsträgers
(6) zugewandten Ende (45) des Bremsbelagträgers (45,
46, 47) und der Abstützung (50) des Bremsträgers (6)
ein Schuh (50) angeordnet ist.
17. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elastischen Mittel als zwischen dem der Ab
stützung (2) des Bremsträgers (6) zugewandten Ende
des Bremsbelagträgers (7) und der Abstützung (2) des
Bremsträgers (6) angeordnetes Elastomerelement (55,
61) ausgebildet sind.
18. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem der Abstützung (2) des Bremsträgers
(6) zugewandten Ende des Bremsbelagträgers (7) und
dem Elastomerelement (55) ein Zwischenteil (56) ange
ordnet ist.
19. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Elastomerfederelement (61) zwischen einem der
Abstützung (2) des Bremsträgers (6) zugeordneten Zwi
schenteil (60) und einem dem Bremsbelagträger (7) zu
geordneten Zwischenteil (62) angeordnet ist.
20. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstützung (71) des Bremsträgers (6) und die
der Abstützung (71) zugewandte Stirnfläche (72) des
Schuhs (70) kreisförmig zueinander komplementär ge
wölbt verlaufen.
21. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 16
oder 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schuh (50) eine Nut (65) für die Aufnahme des
Endes (45) des Bremsbelagträgers (45, 46, 47) auf
weist, die sich in Richtung auf den Bremsbelagträger
(45, 46, 47) zu erweitert.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4409159A DE4409159A1 (de) | 1993-10-23 | 1994-03-17 | Betätigungseinrichtung für eine Scheibenbremse |
| EP19940113426 EP0649992B1 (de) | 1993-10-23 | 1994-08-27 | Betätigungseinrichtung für eine Scheibenbremse |
| DE59403542T DE59403542D1 (de) | 1993-10-23 | 1994-08-27 | Betätigungseinrichtung für eine Scheibenbremse |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4336275 | 1993-10-23 | ||
| DE4409159A DE4409159A1 (de) | 1993-10-23 | 1994-03-17 | Betätigungseinrichtung für eine Scheibenbremse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4409159A1 true DE4409159A1 (de) | 1995-04-27 |
Family
ID=6500905
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4409159A Withdrawn DE4409159A1 (de) | 1993-10-23 | 1994-03-17 | Betätigungseinrichtung für eine Scheibenbremse |
| DE59403542T Expired - Lifetime DE59403542D1 (de) | 1993-10-23 | 1994-08-27 | Betätigungseinrichtung für eine Scheibenbremse |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE59403542T Expired - Lifetime DE59403542D1 (de) | 1993-10-23 | 1994-08-27 | Betätigungseinrichtung für eine Scheibenbremse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE4409159A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102012006135A1 (de) * | 2012-03-26 | 2013-09-26 | Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH | Scheibenbremse für ein Nutzfahrzeug und Bremsbelag für eine Scheibenbremse |
-
1994
- 1994-03-17 DE DE4409159A patent/DE4409159A1/de not_active Withdrawn
- 1994-08-27 DE DE59403542T patent/DE59403542D1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102012006135A1 (de) * | 2012-03-26 | 2013-09-26 | Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH | Scheibenbremse für ein Nutzfahrzeug und Bremsbelag für eine Scheibenbremse |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE59403542D1 (de) | 1997-09-04 |
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: WABCO GMBH, 30453 HANNOVER, DE |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8130 | Withdrawal |