DE4408228A1 - Niedrigviskose wäßrige Konzentrate von Betaintensiden - Google Patents
Niedrigviskose wäßrige Konzentrate von BetaintensidenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung niedrig
viskoser wäßriger Konzentrate von Betaintensiden, bei dem man
Fettsäureamidoamine, die gegebenenfalls in-situ gebildet wer
den, in Gegenwart von Viskositätsregulatoren und Polyolen so
wie gegebenenfalls freien Fettsäuren oder deren Salzen mit
Halogencarbonsäuren oder deren Salzen kondensiert.
Betaine bzw. amphotere Tenside sind ausgesprochen hautver
träglich und weisen ausgezeichnete Reinigungseigenschaften
auf. Sie eignen sich daher in besonderer Weise zur Konfek
tionierung einer Vielzahl von oberflächenaktiven Produkten.
Zu ihrer Herstellung geht man im einfachsten Fall von ter
tiären Aminen aus, die mit Natriumchloracetat zu Alkylbetai
nen umgesetzt werden. Die Umsetzung von Fettsäureaminoamiden
oder Imidazolinen mit Natriumchloracetat führt zur Bildung
von amphoteren Tensiden vom Typ der Glycinate; wird als Al
kylierungsmittel Acrylsäureester eingesetzt, bilden sich
Aminopropionate. Verbindungen der genannten Art sind in einer
Vielzahl von Übersichtsartikeln beschrieben, von denen an
dieser Stelle nur Parf. Cosm. Arom. 70, 67 (1986), HAPPI, 70,
(Nov. 1986) und Soap Cosm. Chem. Spec. 46, (Apr. 1990) genannt
sein sollen.
Ein besonderes Anliegen bei der Herstellung der Betaine bzw.
amphoteren Tenside besteht darin, Produkte mit einem Fest
stoffgehalt oberhalb von 50 Gew.-% zur Verfügung zu stellen,
die bei Raumtemperatur niedrigviskos, vorzugsweise flüssig
sind und somit leicht umgefüllt oder gepumpt werden können.
In der Vergangenheit hat es nicht an Versuchen gemangelt,
dieses Problem zu lösen:
So wird beispielsweise in der DE-A1 36 13 944 (Th. Goldschmidt) ein Verfahren zur Herstellung von fließ- und pumpfähigen, mindestens 70 Gew.-% Aktivsubstanz enthaltenden Betainlö sungen beschrieben, bei dem man Fettsäureamidoamine mit Am moniumsalzen von Halogencarbonsäuren umsetzt und die Quater nierung in einem organischen Lösungsmittel, welches maximal 20 Gew.-% Wasser aufweisen darf, durchführt. Im Anschluß an die Bildung des Betains wird das Wasser azeotrop entfernt und das Ammoniumhalogenid abfiltriert. Wegen des hohen techni schen Aufwands kommt ein solches Verfahren kaum in Betracht.
So wird beispielsweise in der DE-A1 36 13 944 (Th. Goldschmidt) ein Verfahren zur Herstellung von fließ- und pumpfähigen, mindestens 70 Gew.-% Aktivsubstanz enthaltenden Betainlö sungen beschrieben, bei dem man Fettsäureamidoamine mit Am moniumsalzen von Halogencarbonsäuren umsetzt und die Quater nierung in einem organischen Lösungsmittel, welches maximal 20 Gew.-% Wasser aufweisen darf, durchführt. Im Anschluß an die Bildung des Betains wird das Wasser azeotrop entfernt und das Ammoniumhalogenid abfiltriert. Wegen des hohen techni schen Aufwands kommt ein solches Verfahren kaum in Betracht.
Gegenstand der DE-A1 36 41 871 (Henkel) ist ein Verfahren zur
Herstellung von dünnflüssigen amphoteren Tensiden mit Fest
stoffgehalten im Bereich von 45 bis 50 Gew.-%, bei dem man
diaminarme Imidazoline unter genauer Einhaltung bestimmter
Zugabe- und Temperaturbedingungen quaterniert.
Aus der DE-C1 37 26 322 (Th. Goldschmidt) ist ferner ein Ver
fahren zur Herstellung von konzentrierten fließfähigen wäßri
gen Betainlösungen bekannt, bei dem die verdünnte wäßrige
rohe Lösung des Betains durch Verdampfen von Wasser auf die
gewünschte Konzentration einstellt und zuvor oder im Anschluß
eine solche Menge Mineralsäure zugibt, daß der pH-Wert der
Lösung 1 bis 4,5 beträgt. Derartige Produkte sind jedoch im
Hinblick auf ihre Stabilität, insbesondere gegenüber Verkei
mung, negativ zu beurteilen und kommen für eine Vermarktung
wenn überhaupt nur eingeschränkt in Frage.
Gegenstand der DE-A1 38 26 554 (Th. Goldschmidt) ist ein Verfah
ren zur Herstellung von hochkonzentriert flüssigen Betain
tensiden, die gegebenenfalls niedere Alkohole enthalten kön
nen, bei dem man die Quaternierung in Gegenwart von nicht
ionogenen, wasserlöslichen Tensiden mit einem HLB-Wert vor
zugsweise im Bereich von 14 bis 20 durchführt. Beispiele für
geeignete nichtionische Tenside sind Addukte von 10 bis 250 Mol
Ethylenoxid an C₈-C₁₈-Fettalkohole oder Fettsäurepar
tialester von Glycerin oder Sorbit gleicher C-Kettenlänge.
Tatsächlich zeigt sich, daß nur dann hochkonzentriert flüs
sige Produkte erhalten werden, wenn die Quaternierung gleich
zeitig auch in Gegenwart von Wasser oder vorzugsweise Ethanol
durchgeführt wird.
In der DE-C1 42 07 386 (Th. Goldschmidt) werden schließlich
flüssige Betaine mit Feststoffkonzentrationen oberhalb von 40 Gew.-%
beansprucht, die 1 bis 3 Gew.-% freie Fettsäure und 0
bis 4 Gew.-% Glycerin enthalten, einen Gehalt an freiem Ami
doamin von weniger als 1 Gew.-% und einen pH-Wert im Bereich
von 5 bis 8 aufweisen. Tatsächlich ist die Lehre dieser
Schrift jedoch nur auf solche Betaine anwendbar, die - ent
sprechend den Ausführungsbeispielen - einen Feststoffgehalt
von maximal 48 Gew.-% aufweisen. Bei dem Versuch, gemäß dem
Verfahren dieser Druckschrift Konzentrate mit Feststoffge
halten von 50 Gew.-% und darüber herzustellen, wurden feste
Pasten erhalten.
Die Aufgabe der Erfindung hat somit darin bestanden, wäßrige
Lösungen von Betaintensiden zur Verfügung zu stellen, die
niedrigviskos, d. h. bei Raumtemperatur flüssig sind, einen
Feststoffgehalt im Bereich von 50 bis 60 Gew.-% aufweisen und
gegenüber Verkeimung stabilisiert sind.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung
von niedrigviskosen wäßrigen Konzentraten von Betaintensiden
der Formel (I),
in der R¹CO für einen aliphatischen Acylrest mit 8 bis 22
Kohlenstoffatomen, R² und R³ unabhängig voneinander für einen
Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und n und m unabhäng
ig voneinander für Zahlen im Bereich von 1 bis 5 steht, mit
Feststoffgehalten im Bereich von etwa 50 bis 60 Gew.-%, bei
dem man Fettsäureaminoamide der Formel (II),
in der R¹CO für einen aliphatischen Acylrest mit 8 bis 22
Kohlenstoffatomen, R² und R³ unabhängig voneinander für einen
Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und n für Zahlen im
Bereich von 1 bis 5 steht, in Gegenwart von
- a) Viskositätsregulatoren ausgewählt aus der Gruppe, die von nichtionischen Tensiden mit einem HLB-Wert im Be reich von 6 bis 12 und/oder Hydroxycarbonsäuren gebildet wird,
- b) Polyolen und gegebenenfalls
- c) freien Fettsäuren bzw. deren Alkalisalzen
mit Halogencarbonsäuren bzw. deren Salzen der Formel (III)
kondensiert,
X-(CH₂)mCOOY (III)
in der X für ein Halogen, Y für Wasserstoff oder ein Alkali
metall und m für Zahlen im Bereich von 1 bis 5 steht.
Überraschenderweise wurde gefunden, daß gemäß der Lehre des
erfindungsgemäßen Verfahrens nun bei Raumtemperatur flüssige
wäßrige Betainkonzentrate mit Feststoffgehalten im Bereich
von 50 bis 60 Gew.-% zuverlässig erhalten werden können. Die
Erfindung schließt die Erkenntnis ein, daß im Sinne der Er
findung nunmehr auch auf direktem Wege, d. h. ohne Isolierung
der Amidoamine, Betaine durch gleichzeitige Umesterung und
Quaternierung von Gemischen aus Triglyceriden und Diaminen
erhalten werden können, die sich durch die gleichen vorteil
haften Eigenschaften auszeichnen. Zudem erweisen sich die
Konzentrate auch ohne Zusatz von Konservierungsmitteln gegen
antimikrobiellen Befall ausreichend geschützt.
Nach konventionellen Verfahren erfolgt die Herstellung der
Betaine durch Kondensation von Fettsäureamidoaminen mit Halo
gencarbonsäuren. In einer bevorzugten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verfahrens kann man anstelle der Fettsäure
amidoamine auch direkt Gemische von Triglyceriden und Diami
nen einsetzen, die unter Reaktionsbedingungen in-situ Fett
säureamidoamine bilden, welche dann quaterniert werden. Bei
der Umesterung wird Glycerin freigesetzt, das als mögliche
Polyolkomponente zur Einstellung der gewünschten Viskosität
ohnehin erforderlich und somit als Bestandteil der Mischung
ausdrücklich erwünscht ist.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft daher ein Ver
fahren, bei dem man Triglyceride der Formel (IV),
in der R⁴CO, R⁵CO und R⁶CO unabhängig voneinander für alipha
tische Acylreste mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen stehen, mit
Diaminen der Formel (V),
in der R² und R³ unabhängig voneinander für einen Alkylrest
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und n für Zahlen im Bereich von
1 bis 5 steht, in Gegenwart von
- a) Viskositätsregulatoren ausgewählt aus der Gruppe, die von nichtionischen Tensiden mit einem HLB-Wert im Be reich von 6 bis 12 und/oder Hydroxycarbonsäuren gebildet wird,
- b) Polyolen und gegebenenfalls
- c) freien Fettsäuren bzw. deren Alkalisalzen
mit Halogencarbonsäuren bzw. deren Salzen gleichzeitig um
estert und kondensiert.
Als Ausgangsstoffe für die Herstellung der Betaine der Formel
(I) kommen wie schon erläutert entweder Fettsäureamidoamine
oder Mischungen von Triglyceriden und Diaminen - die in-situ
Fettsäureamidoamine bilden - in Betracht.
Typische Beispiele sind Fettsäureamidoamine, die sich von Ca
pronsäure, Caprylsäure, 2-Ethylhexansäure, Caprinsäure, Lau
rinsäure, Isotridecansäure, Myristinsäure, Palmitinsäure,
Palmoleinsäure, Stearinsäure, Isosterainsäure, Ölsäure, Elai
dinsäure, Petroselinsäure, Linolsäure, Linolensäure, Elaeo
stearinsäure, Arachinsäure, Gadoleinsäure, Behensäure und
Erucasäure sowie deren technische Mischungen, die z. B. bei
der Druckspaltung von natürlichen Fetten und Ölen, bei der
Reduktion von Aldehyden aus der Roelen′schen Oxosynthese oder
der Dimerisierung von ungesättigten Fettsäuren anfallen, ab
leiten.
Typische Beispiele für geeignete Triglyceride sind natür
liche, gegebenenfalls gehärtete Fette und Öle wie beispiels
weise Palmöl, Palmkernöl, Kokosöl, Rapsöl alter und neuer
Züchtung, Sonnenblumenöl alter und neuer Züchtung, Olivenöl,
Erdnußöl, Baumwollsaatöl, Leinöl und Rindertalg.
Vorzugsweise werden Fettsäureamidoamine der Formel (II) bzw.
Triglyceride der Formel (IV) eingesetzt, in denen R¹CO bzw.
R⁴CO, R⁵CO und R⁶CO jeweils für Acylreste mit 8 bis 18 Koh
lenstoffatomen steht. Als Ausgangsstoffe besonders bevorzugt
sind Fettsäureamidoamine bzw. Triglyceride auf Basis von Ko
kosfettsäure bzw. gehärtetem oder ungehärtetem Kokosöl.
Die bevorzugten Fettsäureamidoamine bzw. Diamine folgen fer
ner den Formeln (II) bzw. (V), in denen R¹ und R² für jeweils
eine Methylgruppe und n und m unabhängig voneinander für 2
oder 3 steht.
Das entscheidende Auswahlkriterium für die Natur der als
Viskositätsregulatoren geeigneten nichtionischen Tenside ist
ihr HLB-Wert, d. h. das Maß ihrer Hydrophilie. Es sei darauf
hingewiesen, daß die erfindungsgemäß einzusetzenden nichtio
nischen Tenside im Bereich eines HLB-Wertes von 6 bis 12 im
Sinne der technischen Definition tatsächlich grenzflächenak
tiv sind, d. h. die Grenzflächenspannung signifikant herab
setzen. Im Gegensatz zu Stoffen mit deutlich höheren HLB-Wer
ten (beispielsweise hochethoxylierten Sorbitanestern) liegt
im Sinne der Erfindung ein echter Grenzflächeneffekt vor, der
von einem einfachen Verdünnungsprozeß unterschieden werden
muß.
Typische Beispiele für geeignete nichtionische Tenside sind
Anlagerungsprodukte von durchschnittlich 1 bis 8 Mol Ethylen
oxid an Fettalkohole mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen wie bei
spielsweise C12/14-Kokosfettalkohol-2EO-Addukt oder
C8/18-Kokosfettalkohol-7EO-Addukt.
Weiterhin geeignet sind Anlagerungsprodukte von durchschnitt
lich 1 bis 8 Mol Ethylenoxid an Partialester des Glycerins
mit Fettsäuren mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen wie beispiels
weise ein Addukt von 7 Mol Ethylenoxid an ein technisches Ko
kosfettsäuremonoglycerid, das von der Henkel KGaA unter der
Bezeichnung Cetiol® HE vertrieben wird.
Im Sinne der Erfindung kommen als Hydroxycarbonsäuren vor
zugsweise aliphatische Mono-, Di- und/oder Tricarbonsäuren
mit 2 bis 22, vorzugsweise 2 bis 6 Kohlenstoffatomen und 1, 2
oder 3 Hydroxylgruppen in Betracht. Typische Beispiele hier
für sind Glycolsäure, Milchsäure, Äpfelsäure, Weinsäure,
Citronensäure, Ricinolsäure und 12-Hydroxystearinsäure sowie
deren Gemische.
Üblicherweise werden die Viskositätsregulatoren in solchen
Mengen eingesetzt, daß sich in den Konzentraten ein Gehalt
von 1 bis 10, vorzugsweise 1,5 bis 3,0 Gew.-% einstellt. Ob
schon die genannten Stoffe den Konzentraten auch nachträglich
zugesetzt werden können, hat es sich als vorteilhaft erwie
sen, die Stoffe schon während der Kondensationsreaktion zuzu
geben. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
werden als Viskositätsregulatoren Gemische von ethoxylierten
Partialglyceriden und Glycolsäure im Gewichtsverhältnis 4 : 1
bis 1 : 4 eingesetzt.
Als verflüssigende Polyolverbindungen kommen in Betracht:
- - Glycerin,
- - Alkylenglycole wie beispielsweise Ethylenglycol, Di ethylenglycol, Propylenglycol;
- - technische Oligoglyceringemische mit einem Eigenkonden sationsgrad von 1,5 bis 10 wie etwa technische Diglyce ringemische mit einem Diglyceringehalt von 40 bis 50 Gew.-%;
- - Methyolverbindungen, wie insbesondere Trimethylolethan, Trimethylolpropan, Trimethylolbutan, Pentaerythrit und Dipentaerythrit;
- - Niedrigalkylglucoside, insbesondere solche, mit 1 bis 8 Kohlenstoffen im Alkylrest wie beispielsweise Methyl- und Butylglucosid;
- - Zuckeralkohole mit 5 bis 12 Kohlenstoffatomen wie bei spielsweise Sorbit oder Mannit,
- - Zucker mit 5 bis 12 Kohlenstoffatomen wie beispielsweise Glucose oder Saccharose;
- - Aminozucker wie beispielweise Glucamin.
Üblicherweise werden die Polyolverbindungen in solchen Mengen
eingesetzt, daß sich im Betainkonzentrat ein Gehalt von 1 bis
10, vorzugsweise 1,5 bis 3,0 Gew.-% einstellt. Geht man von
Triglyceriden zur Herstellung der Betaine aus oder setzt eth
oxylierte Partialester als nichtionische Tenside ein, ent
halten die Gemische schon durch die Umesterung bzw. Hydrolyse
einen Gehalt an freiem Glycerin. Dieser kann so belassen oder
nach Wunsch aufgestockt werden. Obschon die verflüssigend
wirkenden Polyole den Konzentraten auch nachträglich zuge
setzt werden können, hat es sich als vorteilhaft erwiesen,
die Stoffe ebenfalls schon während der Kondensationsreaktion
zuzusetzen.
Zur Herstellung von niedrigviskosen Betainkonzentraten ist
die Mitverwendung von Fettsäuren nicht erforderlich. In den
meisten Fällen läßt sich ein Gehalt an freien Fettsäuren je
doch nicht vermeiden, sei es, daß Fettsäuren bei der Um
esterung der Triglyceride oder der Hydrolyse der nichtioni
schen Tenside freigesetzt werden. In der Regel stört dieser
Gehalt nicht, in manchen Fällen kann er sogar wünschenswert
sein, weil auf diesem Wege die anwendungstechnischen Eigen
schaften der Konzentrate verbessert werden können. Da die
Produkte abschließend alkalisch eingestellt werden, liegen
die Fettsäuren in der Regel als Alkalisalze vor.
Als Fettsäuren, die den Konzentraten vor der Quaternierung
zugesetzt werden können, kommen solche mit 6 bis 18 Kohlen
stoffatomen in Frage. Typische Beispiele sind Capronsäure,
Caprylsäure, 2-Ethylhexansäure, Caprinsäure, Laurinsäure,
Isotridecansäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Palmolein
säure, Stearinsäure, Isosterainsäure, Ölsäure, Elaidinsäure,
Petroselinsäure, Linolsäure, Linolensäure, Elaeostearinsäure,
Arachinsäure, Gadoleinsäure, Behensäure und Erucasäure sowie
deren technische Mischungen, die z. B. bei der Druckspaltung
von natürlichen Fetten und Ölen, bei der Reduktion von Alde
hyden aus der Roelen′schen Oxosynthese oder der Dimerisierung
von ungesättigten Fettsäuren anfallen.
In der Regel kann der Anteil der Fettsäuren bzw. deren Salze
an den Betainkonzentraten 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 8 und
insbesondere 5- bis 6 Gew.-% betragen. Ein Gehalt von 2 bis
3 Gew.-% bildet sich häufig in-situ, und kann - falls gewünscht
- aufgestockt werden.
Betainkonzentrate mit einem Feststoffgehalt von beispiels
weise 55 Gew.-% und einem Kokosfettsäureanteil von 2,3 Gew.-%,
die sich durch ein besonders vorteilhaftes Reini
gungsvermögen auszeichnen, werden erhalten, indem man in die
gleichzeitige Umesterung und Kondensation einer Mischung von
gehärtetem Kokosfett und Aminopropyl-N,N-dimethylamin mit
Natriumchloracetat eine solche Menge an C8/10-Vorlauffettsäu
re, 2-Ethylhexansäure, Isotridecylsäure, Isostearinsäure
und/oder Ölsäure einbringt, daß der Gesamtgehalt an freier
Fettsäure im Konzentrat schließlich 5 bis 6 Gew.-% beträgt.
Die Durchführung der Kondensationsreaktion erfolgt in an sich
bekannter Weise, wobei man das Fettsäureaminoamid, vorzugs
weise C12/18- bzw. C8/18-Kokosfettsäureaminoamide bzw. die
Triglycerid/Diamin-Mischungen einserseits und die Halogencar
bonsäuren bzw. deren Salze, vorzugsweise Natrium-chloracetat
andererseits unter Einhaltung eines pH-Wertes im Bereich von
7 bis 8 erhitzt und nachdem der Gehalt an freiem Aminoamid
unter 0,5 Gew.-% abgesunken ist, die Reaktionsmischung in
einem Druckgefäß über einen Zeitraum von 1 bis 2 h einer
Nachbehandlung bei einer Temperatur von 80 bis 120°C und ei
nem pH - 10 bis 14 und vorzugsweise 9 bis 12 unterwirft.
Falls erforderlich, können Spuren nichtumgesetzten Alkylie
rungsmittels durch Zugabe von Ammoniak, tertiären Aminen,
Alkanolaminen, Aminocarbonsäuren oder Proteinhydrolysaten
zerstört werden. Vorzugsweise werden für diesen Zweck Glycin
oder Monoethanolamin eingesetzt.
Die erfindungsgemäßen Betainkonzentrate weisen einen Fest
stoffgehalt von 50 bis 60 und insbesondere von 51 bis
55 Gew.-% - bezogen auf die Konzentrate - auf. Der Aktivsub
stanzgehalt, d. h. der Gehalt an Betainen, liegt in der Regel
8 bis 12 Gew.-% niedriger. Im Hinblick auf die Lagerstabili
tät der Produkte hat es sich als vorteilhaft erweisen, die
Konzentrate auf einen pH-Wert im Bereich von 5 bis 8 einzu
stellen. Der Gehalt an freiem Fettsäureaminoamid liegt üb
licherweise unter 1 und insbesondere unter 0,5 Gew.-%, der
Gehalt an Mono- bzw. Dichloressigsäure jeweils unter 5 ppm -
bezogen auf die Konzentrate.
Die erfindungsgemäßen wäßrigen Betaine sind auch hochkonzen
triert flüssig, lagerstabil und weisen einen minimierten An
teil an unerwünschten Nebenbestandteilen auf. Sie eignen sich
für die Herstellung oberflächenaktiver Mittel, insbesondere
von Reinigungsprodukten sowie Haarbehandlungs- und -pflege
mitteln, in denen sie in Mengen von 1 bis 30, vorzugsweise 2
bis 10 Gew.-% - bezogen auf die Mittel - enthalten sein kön
nen.
Die folgenden Beispiele sollen den Gegenstand der Erfindung
näher erläutern, ohne ihn darauf einzuschränken.
In einem 1-m³-Rührkessel mit Dampfheizung wurden 483 kg ent
mineralisiertes Wasser und 55 kg technisches Kokosfettsäure
monoglycerid-7EO-Addukt (Cetiol® HE, Henkel KGaA, Düssel
dorf/FRG) vorgelegt, auf 85°C erhitzt und unter Rühren mit
121,5 kg (1000 mol) Natriumchloracetat und 31 kg (101 mol)
gehärtetem Kokosfettsäureamidopropyl-N,N-dimethylamin ver
setzt. Anschließend wurden 10 kg Kokosfettsäure und weitere
280 kg (917 mol) des Amidoamins zugegeben, die Mischung auf
einen pH-Wert von 9 eingestellt und solange bei 90°C gerührt,
bis die Aminzahl auf einen Wert von 1,5 abgesunken war. Dem
Ansatz wurden nun entsprechend einem pH-Wert von 12,5 in
10 Gew.-%iger Produktlösung 37 Gew.-%ige Natronlauge zugesetzt
und 1 h bei 90°C gerührt. Spuren an nicht umgesetztem Alky
lierungsmittel wurden durch Zugabe von 500 ppm - bezogen auf
den Feststoffgehalt - Monoethanolamin zerstört. Nach der Ab
kühlung wurde der Produkt-pH-Wert mit Salzsäure auf 7,0 ein
gestellt. Es wurde ein bei Raumtemperatur flüssiges, niedrig
viskoses Produkt erhalten.
Kenndaten des Produktes:
Feststoffgehalt: 54,0 Gew.-%
Betain: 33,9 Gew.-%
Natriumchlorid: 7,5 Gew.-%
Glycerin: 4,1 Gew.-%
Cetiol® HE: 5,9 Gew.-%
Kokosfettsäure: 2,6 Gew.-%
Feststoffgehalt: 54,0 Gew.-%
Betain: 33,9 Gew.-%
Natriumchlorid: 7,5 Gew.-%
Glycerin: 4,1 Gew.-%
Cetiol® HE: 5,9 Gew.-%
Kokosfettsäure: 2,6 Gew.-%
Analog Beispiel 1 wurden 483 kg entmineralisiertes Wasser, 55 kg
technisches Kokosfettsäuremonoglycerid-7EO-Addukt (Ceti
ol® HE, Henkel KGaA, Düsseldorf/FRG) und 9 kg Glycolsäure
vorgelegt, auf 85°C erhitzt und unter Rühren mit 101 kg Mono
chloressigsäure und 31 kg gehärtetem Kokosfettsäureamidopro
pyl-N,N-dimethylamin versetzt. Anschließend wurden 10 kg Ko
kosfettsäure, weitere 280 kg des Amidoamins und 15 kg Mono
chloressigsäure zugegeben, die Mischung auf einen pH-Wert von
9 eingestellt und solange bei 90°C gerührt, bis die Aminzahl
auf einen Wert von 1,5 abgesunken war. Die Aufarbeitung er
folgte gemäß Beispiel 1. Es wurde ebenfalls ein bei Raumtem
peratur flüssiges, niedrigviskoses Produkt erhalten.
Kenndaten des Produktes:
Feststoffgehalt: 53,2 Gew.-%
Betain: 32,4 Gew.-%
Natriumchlorid: 7,5 Gew.-%
Glycerin: 4,0 Gew.-%
Cetiol® HE: 5,5 Gew.-%
Glycolsäure: 1,2 Gew.-%
Kokosfettsäure: 2,6 Gew.-%
Feststoffgehalt: 53,2 Gew.-%
Betain: 32,4 Gew.-%
Natriumchlorid: 7,5 Gew.-%
Glycerin: 4,0 Gew.-%
Cetiol® HE: 5,5 Gew.-%
Glycolsäure: 1,2 Gew.-%
Kokosfettsäure: 2,6 Gew.-%
Beispiel 1 wurde wiederholt, anstelle des Cetiol® HE jedoch
insgesamt 20 kg Glycolsäure und 15 kg Sorbit eingesetzt. Es
wurde ebenfalls ein bei Raumtemperatur flüssiges, niedrig
viskoses Produkt erhalten.
Kenndaten des Produktes:
Feststoffgehalt: 52,4 Gew.-%
Betain: 35,7 Gew.-%
Natriumchlorid: 7,3 Gew.-%
Sorbit: 2,5 Gew.-%
Glycolsäure: 4,3 Gew.-%
Kokosfettsäure: 2,6 Gew.-%
Feststoffgehalt: 52,4 Gew.-%
Betain: 35,7 Gew.-%
Natriumchlorid: 7,3 Gew.-%
Sorbit: 2,5 Gew.-%
Glycolsäure: 4,3 Gew.-%
Kokosfettsäure: 2,6 Gew.-%
Beispiel 1 wurde wiederholt, anstelle des Cetiol® HE jedoch
insgesamt 20 kg Glycolsäure und 15 kg Butylglucosid einge
setzt. Es wurde ebenfalls ein bei Raumtemperatur flüssiges,
niedrigviskoses Produkt erhalten.
Kenndaten des Produktes:
Feststoffgehalt: 52,4 Gew.-%
Betain: 35,7 Gew.-%
Natriumchlorid: 7,4 Gew.-%
Butylglucosid: 2,3 Gew.-%
Glycolsäure: 4,4 Gew.-%
Kokosfettsäure: 2,6 Gew.-%
Feststoffgehalt: 52,4 Gew.-%
Betain: 35,7 Gew.-%
Natriumchlorid: 7,4 Gew.-%
Butylglucosid: 2,3 Gew.-%
Glycolsäure: 4,4 Gew.-%
Kokosfettsäure: 2,6 Gew.-%
Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch anstelle von Kokosfett
säure 15 kg C8/10-Vorlauffettsäure zugesetzt. Es wurde ein
bei Raumtemperatur flüssiges, besonders niedrigviskoses Pro
dukt erhalten.
Kenndaten des Produktes:
Feststoffgehalt: 54,2 Gew.-%
Betain: 32,6 Gew.-%
Natriumchlorid: 7,3 Gew.-%
Glycerin: 3,8 Gew.-%
Cetiol® HE: 5,5 Gew.-%
C8/10-Fettsäure: 2,7 Gew.-%
Kokosfettsäure: 2,3 Gew.-%
Feststoffgehalt: 54,2 Gew.-%
Betain: 32,6 Gew.-%
Natriumchlorid: 7,3 Gew.-%
Glycerin: 3,8 Gew.-%
Cetiol® HE: 5,5 Gew.-%
C8/10-Fettsäure: 2,7 Gew.-%
Kokosfettsäure: 2,3 Gew.-%
In einem 1-m³-Rührkessel mit Dampfheizung wurden 483 kg ent
mineralisiertes Wasser und 55 kg technisches Kokosfettsäure
monoglycerid-7EO-Addukt (Cetiol® HE, Henkel KGaA, Düssel
dorf/FRG) vorgelegt, auf 85°C erhitzt und unter Rühren mit
121,5 kg (1000 mol) Natriumchloracetat, 238 kg (340 mol) Ko
kosöl und 104 kg (1019 mol) Aminopropyl-N,N-dimethylamin
versetzt. Die Mischung wurde auf einen pH-Wert von 9 einge
stellt und solange bei 90°C gerührt, bis die Aminzahl auf
einen Wert von 1,5 abgesunken war. Dem Ansatz wurden nun
entsprechend einem pH-Wert von 12,5 in 10 Gew.-%iger Pro
duktlösung 37 Gew.-%ige Natronlauge zugesetzt und 1 h bei
90°C gerührt. Spuren an nicht umgesetztem Alkylierungsmittel
wurden durch Zugabe von 500 ppm - bezogen auf den Feststoff
gehalt - Glycin zerstört. Nach der Abkühlung wurde der Pro
dukt-pH-Wert mit Salzsäure auf 7,0 eingestellt. Es wurde ein
bei Raumtemperatur flüssiges, niedrigviskoses Produkt erhal
ten.
Kenndaten des Produktes:
Feststoffgehalt: 55,0 Gew.-%
Betain: 34,3 Gew.-%
Natriumchlorid: 7,3 Gew.-%
Glycerin: 3,8 Gew.-%
Cetiol® HE: 7,3 Gew.-%
Kokosfettsäure: 2,3 Gew.-%
Feststoffgehalt: 55,0 Gew.-%
Betain: 34,3 Gew.-%
Natriumchlorid: 7,3 Gew.-%
Glycerin: 3,8 Gew.-%
Cetiol® HE: 7,3 Gew.-%
Kokosfettsäure: 2,3 Gew.-%
Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch auf die Zugabe des Visko
sitätsregulators verzichtet. Es wurde eine feste Paste er
halten.
Kenndaten des Produktes:
Feststoffgehalt: 52,0 Gew.-%
Betain: 38,4 Gew.-%
Natriumchlorid: 7,3 Gew.-%
Glycerin: 3,9 Gew.-%
Kokosfettsäure: 2,4 Gew.-%
Feststoffgehalt: 52,0 Gew.-%
Betain: 38,4 Gew.-%
Natriumchlorid: 7,3 Gew.-%
Glycerin: 3,9 Gew.-%
Kokosfettsäure: 2,4 Gew.-%
Claims (14)
1. Verfahren zur Herstellung von niedrigviskosen wäßrigen
Konzentraten von Betaintensiden der Formel (I),
in der R¹CO für einen aliphatischen Acylrest mit 8 bis
22 Kohlenstoffatomen, R² und R³ unabhängig voneinander
für einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und n
und m unabhängig voneinander für Zahlen im Bereich von 1
bis 5 steht, mit Feststoffgehalten im Bereich von etwa
50 bis 60 Gew.-%, bei dem man Fettsäureaminoamide der
Formel (II),
in der R¹CO für einen aliphatischen Acylrest mit 8 bis
22 Kohlenstoffatomen, R² und R³ unabhängig voneinander
für einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und n
für Zahlen im Bereich von 1 bis 5 steht, in Gegenwart
von
- a) Viskositätsregulatoren ausgewählt aus der Gruppe, die von nichtionischen Tensiden mit einem HLB-Wert im Bereich von 6 bis 12 und/oder Hydroxycarbonsäu ren gebildet wird,
- b) Polyolen und gegebenenfalls
- c) freien Fettsäuren bzw. deren Alkalisalzen
mit Halogencarbonsäuren bzw. deren Salzen der Formel
(III) kondensiert,
X-(CH₂)mCOOY (III)in der X für ein Halogen, Y für Wasserstoff oder ein
Alkalimetall und m für Zahlen im Bereich von 1 bis 5
steht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man Triglyceride der Formel (IV),
in der R⁴CO, R⁵CO und R⁶CO unabhängig voneinander für
aliphatische Acylreste mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen
stehen, mit Diaminen der Formel (V),
in der R² und R³ unabhängig voneinander für einen Alkyl
rest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und n für Zahlen im
Bereich von 1 bis 5 steht, in Gegenwart von
- a) Viskositätsregulatoren ausgewählt aus der Gruppe, die von nichtionischen Tensiden mit einem HLB-Wert im Bereich von 6 bis 12 und/oder Hydroxycarbonsäu ren gebildet wird,
- b) Polyolen und gegebenenfalls
- c) freien Fettsäuren bzw. deren Alkalisalzen
mit Halogencarbonsäuren bzw. deren Salzen gleichzeitig
umestert und kondensiert.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß man Fettsäureamidoamine der Formel (II)
bzw. Triglyceride der Formel (IV) einsetzt, in denen
R¹CO bzw. R⁴CO, R⁵CO und R⁶CO jeweils für Acylreste mit
8 bis 18 Kohlenstoffatomen steht.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß man Fettsäureamidoamine der Formel (II)
bzw. Diamine der Formel (V) einsetzt, in denen R¹ und R²
für jeweils eine Methylgruppe und n und m unabhängig
voneinander für 2 oder 3 steht.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß man als nichtionische Tenside Anlage
rungsprodukte von durchschnittlich 1 bis 8 Mol Ethylen
oxid an Fettalkohole mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen
einsetzt.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß man als nichtionische Tenside Anlage
rungsprodukte von durchschnittlich 1 bis 8 Mol Ethylen
oxid an Partialester des Glycerins mit Fettsäuren mit 8
bis 18 Kohlenstoffatomen einsetzt.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß man Hydroxycarbonsäuren ausgewählt aus der
Gruppe, die von Glycolsäure, Milchsäure, Äpfelsäure,
Weinsäure, Citronensäure, Ricinolsäure und/oder 12-Hy
droxystearinsäure gebildet wird, einsetzt.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß man die Viskositätsregulatoren in solchen
Mengen einsetzt, daß sich im Betainkonzentrat ein Gehalt
von etwa 1 bis 10 Gew.-% einstellt.
9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß man Polyole ausgewählt aus der Gruppe, die
von Glycerin, Alkylenglycolen, technischen Oligoglyce
ringemischen, Methylolverbindungen, Niedrigalkylglucosi
den, Zuckeralkoholen, Zuckern und Aminozuckern gebildet
wird, einsetzt.
10. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß man die Polyole in solchen Mengen ein
setzt, daß sich im Betainkonzentrat ein Gehalt von etwa
1 bis 6 Gew.-% einstellt.
11. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß man Fettsäuren mit 6 bis 18 Kohlenstoff
atomen oder deren Alkalisalze in solchen Mengen ein
setzt, daß sich im Betainkonzentrat ein Gehalt von etwa
1 bis 10 Gew.-% einstellt.
12. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß man die Betainkonzentrate bei einer Tem
peratur im Bereich von 80 bis 120°C über einen Zeitraum
von 0,5 bis 2 h einer Nachbehandlung bei einem pH-Wert
im Bereich von 10 bis 14 unterwirft.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944408228 DE4408228C2 (de) | 1994-03-11 | 1994-03-11 | Verfahren zur Herstellung niedrigviskoser wäßriger Betaintensidkonzentrate |
| PCT/EP1995/000756 WO1995024377A1 (de) | 1994-03-11 | 1995-03-02 | Niedrigviskose wässrige konzentrate von betaintensiden |
| EP95912184A EP0749413A1 (de) | 1994-03-11 | 1995-03-02 | Niedrigviskose wässrige konzentrate von betaintensiden |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944408228 DE4408228C2 (de) | 1994-03-11 | 1994-03-11 | Verfahren zur Herstellung niedrigviskoser wäßriger Betaintensidkonzentrate |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4408228A1 true DE4408228A1 (de) | 1995-09-14 |
| DE4408228C2 DE4408228C2 (de) | 1997-02-20 |
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|---|---|---|---|
| DE19944408228 Expired - Fee Related DE4408228C2 (de) | 1994-03-11 | 1994-03-11 | Verfahren zur Herstellung niedrigviskoser wäßriger Betaintensidkonzentrate |
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| WO1997047171A1 (en) * | 1996-06-10 | 1997-12-18 | Smithkline Beecham Plc | Skin wash composition |
| FR2769017A1 (fr) * | 1997-09-04 | 1999-04-02 | Henkel Kgaa | Concentres aqueux d'alkyl-betaine basse viscosite |
| EP1338644A1 (de) * | 2002-02-23 | 2003-08-27 | Clariant GmbH | Hochkonzentrierte wässrige Lösungen von Betainen oder Aminoxiden |
| JP2006144011A (ja) * | 2004-11-17 | 2006-06-08 | Goldschmidt Gmbh | 流動性を有する高濃度ベタイン水溶液の調製方法 |
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| FR2841836B1 (fr) | 2002-07-04 | 2004-09-10 | Faurecia Sieges Automobile | Siege de vehicule automobile |
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1994
- 1994-03-11 DE DE19944408228 patent/DE4408228C2/de not_active Expired - Fee Related
-
1995
- 1995-03-02 EP EP95912184A patent/EP0749413A1/de not_active Ceased
- 1995-03-02 WO PCT/EP1995/000756 patent/WO1995024377A1/de not_active Ceased
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
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|
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