DE4408119A1 - Feststellvorrichtung für die Antriebswelle eines hydraulischen Drehmonentschlüssels - Google Patents
Feststellvorrichtung für die Antriebswelle eines hydraulischen DrehmonentschlüsselsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Feststellen einer
Antriebswelle eines hydraulischen Drehmomentschlüssels in der
Weise, daß die Antriebswelle axial an dem Drehmomentschlüs
sel-Antriebskopf befestigt wird, aber abnehmbar, um die Dreh
richtung der Antriebswelle umzukehren.
Hydraulische Drehmomentschlüssel sind allgemein bekannt und
umfassen typisch einen Antriebskopf, der einen hydraulischen
Zylinder aufweist, um mit einer Zahnstangen-Ritzel-Verbindung
eine Antriebswelle drehbar anzutreiben. Der Antriebsmechanis
mus des Schlüsselkopfes wird typisch nur in einer Richtung
angetrieben. Die Drehmomentschlüssel-Antriebswelle weist eine
Keilverbindung mit dem Antriebskopf auf, so daß die Antriebs
welle von jeder Seite des Kopfes eingesetzt werden kann, um
so die Drehrichtung der Befestigungsvorrichtung umzukehren.
Typisch weist das freie Ende der Antriebswelle (das heißt,
das Ende der Welle gegenüber dem Antriebs(koppel)stück-Ende)
einen kleineren Durchmesser auf als die auf der Welle vorge
sehene Nutwelle. Die Nutweile auf der Welle ist gewöhnlich
axial zwischen der kleineren gelagerten Endfläche an dem
freien Ende und der gelagerten Endfläche größeren Durchmes
sers benachbart dem Antriebsstück positioniert. Ein abnehmba
res Lager, gewöhnlich eine Hülse, ist vorgesehen, die das
freie Ende kleineren Durchmessers der Antriebswelle lagert
und einen Außendurchmesser aufweist, der annähernd gleich dem
der Endfläche größeren Durchmessers benachbart dem Antriebs
stückende ist. Bei dieser Anordnung kann das Lager in jede
Seite des Antriebskopfes eingesetzt werden, so daß die An
triebswelle von beiden Seiten des Antriebskopfes eingesetzt
werden kann, je nach der gewünschten Antriebsrichtung der
Vorrichtung, das heißt, Anziehen oder Lösen.
Antriebswellen dieser Art wurden typisch festgestellt durch
Einarbeiten einer Umfangsnute in das freie Ende der Antriebs
welle gleich außerhalb der abnehmbaren Hülse und Einsetzen
eines herkömmlichen Sprengringes in die Nute, so daß er an
der axialen Stirnfläche des Lagers anlag, um auf diese Weise
zu verhindern, daß die Antriebswelle aus dem Lager zurückge
zogen wurde. Bei dieser Anordnung wurde ein spezielles Werk
zeug benötigt, um die Haltefeder anzubringen oder abzunehmen,
und außerdem gingen die Haltefedern, wenn nicht mit äußerster
Vorsicht vorgegangen wurde, bei dem Anbringungs- oder Abnah
mevorgang leicht verloren, da sie die Neigung hatten, wegzu
zischen oder durch übermäßiges Öffnen während des Abnehmens
oder Einsetzens beschädigt zu werden.
Um dieses Problem zu überwinden, hat der Stand der Technik in
einigen Fällen eine Kette zwischen der Haltefeder und der
Welle angefügt, um vor dem Verlieren der Haltefeder schützen,
obwohl diese Lösung nicht akzeptabel ist, da die Kette uner
wünscht lose ist und baumelt. Außerdem können Haltefedern in
Betrieb leicht abgehen, wenn sie nicht richtig in der Nute
sitzen.
Die Erfindung schafft eine Feststellvorrichtung für die An
triebswelle eines hydraulischen Drehmomentschlüssels, in wel
cher keine losen Teile vorhanden sind, keine Werkzeuge erfor
derlich sind zum Anbringen der Welle an dem Antriebskopf und
die Welle schnell und leicht an dem Antriebskopf angebracht
oder von ihm abgenommen werden kann. Die Erfindung schafft
ferner eine Feststellvorrichtung, welche die Welle sicher an
dem Antriebskopf verriegelt und für ein gutes Tastgefühl beim
Bestätigen des Eingriffs sorgt. Eine Feststellvorrichtung der
Erfindung kann auch so ausgeführt werden, daß sie bei dem
Einsetzen hilft, die Antriebswelle in dem Antriebskopf zu po
sitionieren und zu führen.
Die Erfindung schafft eine Wellen-Feststellvorrichtung für
einen hydraulischen Drehmomentschlüssel mit einem Lager, das
koaxial ist mit einem freien Ende der Welle und diese lagert,
wobei die Welle eine in Axialrichtung weisende Stirnfläche
benachbart dem Lager aufweist. Es ist ein Exzenter vorgese
hen, welcher eine Lageranlagefläche in Flächenanschlag mit
der Stirnfläche der Welle und eine freie Stirnfläche an der
der Lageranlagefläche gegenüberliegenden Seite des Exzenters
aufweist. Der Exzenter weist eine Schwenkachse und eine Bol
zenachse auf, die zu der Wellenachse parallel sind, und die
Schwenkachse ist von der Wellenachse beabstandet. Ein Arre
tierbolzen ist an dem Exzenter koaxial mit der Bolzenachse
befestigt und erstreckt sich über die Lageranlagefläche und
die freie Stirnfläche des Exzenters hinaus von einem Arretie
rende, das jenseits der Lageranlagefläche ist, zu einem Be
dienungsende, das jenseits des freien Endes ist. Ein Bolzen
schaft weist eine mit der Schwenkachse koaxiale Achse auf,
welcher die Welle und den Exzenter schwenkbar so verbindet,
daß der Exzenter axial an der Welle fixiert ist und drehbar
ist zwischen einer verriegelten Stellung, in welcher die Ex
zenterlagerfläche sich über eine Kante der Wellenstirnfläche
hinaus erstreckt und das Lager überlappt, und einer entrie
gelten Stellung, in welcher der Exzenter das Lager nicht
überlappt. Die Welle weist wenigstens ein axial weisendes
Loch in der Stirnfläche auf, in welches das Bolzenarretie
rende in der verriegelten Stellung des Exzenters eingreifen
kann, wobei der Arretierbolzen lösbar ist, um so den Exzenter
zu der entriegelten Stellung zu drehen, so daß der Exzenter
axial in das Lager gezogen werden kann. Dadurch werden keine
Werkzeuge benötigt, um die Welle mit dem Drehmomentschlüssel-
Antriebskopf zu verriegeln, es sind keine losen Teile vorhan
den, die benötigt werden, um die Welle und den Antriebskopf
aneinander zu befestigen, und der Eingriff des Arretierbol
zens in das Loch sichert den Exzenter definitiv in der ver
riegelten Stellung.
Vorzugsweise weist der Exzenter eine kreisförmige äußere Pe
ripherie auf, die annähernd gleich oder kleiner ist als der
Durchmesser des freien Endes der Welle, um zu helfen, die
Welle durch die Antriebsbohrung zu führen, wenn sie einge
setzt wird. Vorzugsweise weist die äußere Peripherie des Ex
zenters eine gerändelte Oberfläche auf zum Greifen durch den
Bedienungsmann.
In einem anderen nützlichen Aspekt weist die Stirnfläche der
Welle ein zweites darin ausgebildetes axial weisendes Loch
auf, in welches das Arretierende des Arretierbolzens in der
entriegelten Stellung des Exzenters eingreift. Dies sichert
den Exzenter in der entriegelten Stellung, um bei dem Einset
zen zu helfen, die Welle durch die Antriebsbohrung zu führen.
In einem anderen nützlichen Aspekt ist ein nierenförmiger
Schlitz in der Stirnfläche der Welle ausgebildet, und die En
den des nierenförmigen Schlitzes wirken als Schwenkanschläge,
um die Drehbewegung des Exzenters relativ zu der Welle zu be
grenzen. Dies kann erreicht werden, indem sich ein Gehäuse
des Arretierbolzens in den Schlitz erstreckt, wobei das vor
ragende Ende des Gehäuses an die Enden des Schlitzes an
schlägt, um das Schwenken des Exzenters zu begrenzen. In die
sem Aspekt öffnen sich die axial weisenden Löcher in der
Stirnfläche, die in der verriegelten und entriegelten Stel
lung in Eingriff kommen, vorzugsweise in die Bodenwand des
nierenförmigen Schlitzes, um so mit dem Ende des Arretierbol
zens in Eingriff zu kommen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung
gezeigten Ausführungsbeispiels näher beschrieben. In der
Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Explosions-Seitenan
sicht, betrachtet entlang der Linie 1-1 in Fig. 4,
eines hydraulischen Drehmomentschlüssel-Antriebs
kopfes, eines abnehmbaren Lagers und einer An
triebswelle, in die eine Feststellvorrichtung der
Erfindung eingebaut ist;
Fig. 2 eine der Fig. 1 ähnliche Ansicht, die aber die An
triebswelle in den Antriebskopf eingesetzt zeigt;
Fig. 3 eine Schnittansicht, betrachtet entlang der Linie
3-3 in Fig. 5, welche die Antriebswelle in voll
ständigem Eingriff mit dem Antriebskopf zeigt;
Fig. 4 eine Stirnansicht der Feststellvorrichtung in ent
riegelter Stellung;
Fig. 5 eine Stirnansicht der Feststellvorrichtung in ver
riegelter Stellung;
Fig. 6 eine der Fig. 4 ähnliche Ansicht einer alternati
ven Ausführungsform, in welcher ein Exzenter der
Feststellvorrichtung geschwenkt werden kann in eine
von zwei verriegelten Stellungen, gestrichelt ge
zeigt, auf beiden Seiten einer entriegelten Stel
lung; und
Fig. 7 eine der Fig. 5 ähnliche Ansicht eines Exzenters
anderer Gestalt.
In Fig. 1 ist eine Antriebswelle 10 mit einer Achse 11 ge
zeigt, in die eine Feststellvorrichtung der Erfindung einge
baut ist. Ferner sind ein Abschnitt eines im Schnitt gezeig
ten Antriebskopfes 12 und ein abnehmbares Lager 14
dargestellt. In der bevorzugten Ausführungsform ist das Lager
14 eine Buchse mit einem Schaft 16 und einem Flansch 18. Das
Lager 14 lagert eine freie Endfläche 20 der Antriebswelle 10,
die einen kleineren Durchmesser aufweist als eine Nutwelle 22
und die Antriebsendfläche 24. Benachbart der Endfläche 24 be
findet sich ein Flansch 26, und ein Antriebs(koppel)stück 28
erstreckt sich von dem Flansch 26. Das Antriebsstück 28 kop
pelt mit einem Werkzeug (zum Beispiel einem Steckschlüssel
(socket)), einer Mutter oder einer Schraube, die zu treiben
sind. Wie gezeigt, ist das Antriebsstück 28 ein quadratischer
Antrieb, obwohl es sich versteht, daß es ein Antrieb anderer
Art sein könnte wie beispielsweise ein Kopfschraubenantrieb
oder ein Steckschlüsselantrieb.
Der Antriebskopf 12 umfaßt ein Gehäuse 30, seitliche Buchsen
2 und 34, ein Joch 36 und ein Antriebszahnrad 40 zwischen
den Armen des Joches 36. Das Antriebszahnrad 40 ist innen mit
einem Keilprofil versehen, damit es in Antriebseingriff mit
der Nutwelle 22 der Antriebswelle 10 kämmt. Das Antriebszahn
rad 40 wird durch den Antriebskopf 12 in geeigneter Weise ge
dreht, um die Antriebswelle 10 anzutreiben. In der darge
stellten besonderen Ausführungsform wird das Joch 36 durch
den Antriebskopf gedreht, um das Antriebszahnrad 40 zu dre
hen, es könnte aber auch irgendein geeigneter Mechanismus an
gewendet werden, um die Erfindung durchzuführen. Der An
triebskopf 12 kann irgendein geeigneter Antriebskopf sein,
beispielsweise ein hydraulischer Drehmomentschlüssel-An
triebskopf, der erhältlich ist von Enerpac, einer Abteilung
von Applied Power, Inc., unter der Handelsbezeichnung
PlaradTM, dem LT-SystemTM , das der in den Figuren abgebildete
Antriebskopf ist.
Die Welle 10 kann von jeder Seite in die Antriebsbohrung 41
des Antriebskopfes 12 eingesetzt werden. Wenn sie in die
linke Seite eingesetzt wird (wie in Fig. 1 gezeigt), so daß
sie zuerst in die seitliche Buchse 32 eintritt, wird die
Welle 10 in einer Drehrichtung angetrieben, zum Beispiel zum
Anziehen einer Schraube. Wenn die Welle 10 in die entgegenge
setzte Seite des Antriebskopfes 12 eingesetzt wird, so daß
ihr freies Ende zuerst durch die Antriebsbuchse 34 eingeführt
wird, wird die Welle 10 in der entgegengesetzten Drehrichtung
angetrieben, zum Beispiel zum Lösen der Schraube. Daher ist
es erforderlich, gelegentlich die Welle 10 aus der Antriebs
bohrung 41 herauszunehmen und sie von der entgegengesetzten
Seite der Antriebsbohrung wieder einzufügen, um auf diese
Weise die Drehrichtung der Befestigungsvorrichtung umzu
kehren.
Um axiales Einsetzen und Herausnehmen möglich zu machen,
weist die freie Endfläche 20 einen kleineren Durchmesser auf
als die Nutwelle 22 und die Endfläche 24. Die Buchsen 32 und
34 weisen den gleichen Innendurchmesser auf. Wenn die Welle
10 von links eingesetzt wird, wie in Fig. 1 gezeigt, dann
lagert die Buchse 32 die Endfläche 24 (wie in den Fig. 2
und 3 gezeigt), wobei die Nutwelle 22 mit dem Antriebszahnrad
40 in Eingriff steht. Das Lager 14 wird dann über die freie
Endfläche 20 eingesetzt und wird selbst durch die seitliche
Buchse 34 gelagert. Wenn die Welle 10 von rechts eingesetzt
wird (so daß ihre freie Endfläche zuerst in die Buchse 34
eintritt), dann würde die Endfläche 24 durch die Buchse 34
gelagert und das Lager 14 würde von der anderen Seite einge
setzt, so daß es durch die Buchse 32 gelagert würde. Der
Flansch 26 der Welle 10 sowie der Flansch 18 des Lagers 14
werden in Aussparungen 42 und 44 an den gegenüberliegenden
Seiten der Antriebsbohrung 41 aufgenommen. Beide Flansche 18
und 26 liegen axial an ihren benachbarten Buchsen 32 oder 34
an, um eine axiale Verschiebung der Welle 10 aus der An
triebsbohrung 41 heraus zu verhindern, wenn sich die unten
beschriebene Feststellvorrichtung in ihrer verriegelten Stel
lung befindet.
Das freie Ende der Antriebswelle 10 endet in einer axial wei
senden Stirnfläche 50, und ein Exzenter 52 ist an der Welle
10 durch einen Schwenkbolzen 54 so befestigt, daß seine axial
weisende Anlagefläche 56 flächig an die Stirnfläche 50 an
schlägt. Der Exzenter 52 weist eine axial weisende freie
Stirnfläche 58 gegenüber der Anlagefläche 56 auf und weist
eine kreisförmige äußere Peripherie auf, die vorzugsweise
einen etwas kleineren Durchinesser aufweist als die freie End
fläche 20 der Welle 10. Die kreisförmige Peripherie des Ex
zenters 52 ist vorzugsweise auch gerändelt, um eine Greifflä
che für einen Bedienungsmann vorzusehen.
In der bevorzugten Ausführungsform ist der Schwenkbolzen 54
eine Zylinderkopfschraube, welche in ein Loch 60 in der
Stirnflache 50 so eingeschraubt wird, daß ihr Zylinderabsatz
an einen Absatz 62 des Loches 60 anschlägt, wobei ihr Schaft
55 in die Stirnfläche 50 in enger Passung versenkt ist, um
Biegelasten entgegenzuwirken, denen der Schwenkbolzen 54 un
terworfen ist. Ein Gewindehaftmittel wie beispielsweise
LoctiteTM wird vorzugsweise in dem Loch 60 verwendet, um zu
verhindern, daß der Schwenkbolzen 54 sich aus dem Loch 60 zu
rückzieht.
Der Schwenkbolzen 54 ist koaxial zu der Schwenkachse 64, die
gegen die Wellenachse 11 versetzt und parallel zu ihr ist.
Der Schwenkbolzen 54 wird vorzugsweise aufgenommen in einer
Bohrung 66 des Exzenters 52, wobei sein Kopf 68 darin ver
senkt ist. So befestigt der Schwenkbolzen 54 den Exzenter 52
derart, daß er axial an der Antriebswelle 10 fixiert ist,
aber relativ zu der Antriebswelle 10 um die Schwenkachse 64
drehbar ist.
Der Exzenter 52 weist ferner eine Gewindebohrung 70 auf, die
eine Bolzenachse 72 definiert, welche gegen die Schwenkachse
64 versetzt ist. Ein manuell zurückgezogener federgespannter
Arretierbolzen 74 weist ein Gehäuse 76 auf, das in die Gewin
debohrung 70 eingeschraubt ist, wobei das Gehäuse 76 sich
ein wenig über die Anlagefläche 56 hinaus erstreckt. Das Ge
häuse 76 weist einen Flansch 78 auf, der an einer Senkbohrung
in der freien Stirnfläche 58 des Exzenters 52 anliegt. Der
Arretierbolzen 74 weist ferner einen Bolzenschaft 77 auf mit
einem Arretierende 79 und einem Bedienungsende 80, das zum
leichten Greifen durch einen Bedienungsmann vorzugsweise ge
rändelt ist. Eine Feder in dem Gehäuse 76 (Feder nicht ge
zeigt) spannt den Bolzenschaft 77 zu der Antriebswelle 10 hin
vor. Manuell zurückgezogene Federbolzen wie der Arretierbol
zen 74 sind im Handel erhältlich unter dem Handelsnamen SSL-
520P von Vlier, Burbank, California.
Das Ende des Gehäuses 76, das sich über die Anlagefläche 56
hinaus erstreckt, wird aufgenommen in einem nierenförmigen
Schlitz 82. der in der Stirnfläche 50 der Welle 10 ausgebil
det ist. Der Schlitz 82 ist bogenförmig um die Schwenkachse
64 herum, so daß der Exzenter 52 um die Schwenkachse 64 ge
dreht werden kann, wobei das Ende des Gehäuses 76 in dem
Schlitz 82 fahren kann, bis das Gehäuse 76 an ein Ende des
Schlitzes 82 anschlägt. Auf diese Weise bilden die Enden des
Schlitzes 82 Schwenkanschläge für den Exzenter 52.
Wenn das Gehäuse 76 an das linke Ende des Schlitzes 82 an
schlägt, wie in Fig. 4 gezeigt, befindet sich der Exzenter
52 in einer entriegelten Stellung, in der er den Flansch 18
des Lagers 14 nicht überlappt, so daß die Welle 10 und der
Exzenter 52 durch das Lager 14 hindurchgezogen werden können.
Wenn das Gehäuse 76 an das rechte Ende des Schlitzes 82 an
schlägt, wie in Fig. 5 gezeigt, überlappt die Anlagefläche
56 des Exzenters 52 den Flansch 18 des Lagers 14, so daß die
Welle 10 nicht aus der Antriebsbohrung 41 herausgezogen wer
den kann. Diesbezüglich ist zu beachten, daß der Bogen, ge
messen von der Antriebswellenachse, der durch den Überlap
pungsbereich des Exzenters 52 über das Lager 14 überstrichen
wird, größer sein sollte als der Bogen, der durch Vertiefun
gen oder Schlitze in dem Lager 14 wie zum Beispiel der
Schlitz 84 überstrichen wird, so daß der Exzenter 52 nicht in
eine solche Vertiefung oder einen Schlitz hinunterfahren
kann, wenn die Welle sich relativ zu dem Lager 14 dreht.
Um den Exzenter 52 in der entriegelten Stellung zu sichern,
ist eine Bohrung 86 benachbart dem linken Ende des Schlitzes
82 ausgebildet, in die das Arretierende 79 des Bolzenschaftes
77 vorgespannt ist und eingreift, wenn das Arretierende 79
mit der Bohrung 86 fluchtet. Das Bedienungsende 80 kann durch
eine Bedienungsperson gegriffen und der Bolzenschaft 77 aus
der Arretierbohrung 86 herausgezogen werden, um den Exzenter
52 aus der entriegelten Stellung zu lösen und ihn in die in
Fig. 5 gezeigte verriegelte Stellung zu schwenken, in wel
cher das Arretierende 79 in einer Arretierbohrung 88 aufge
nommen wird, die der rechten Seite des Schlitzes 82 benach
bart ist. Wenn das Arretierende 79 in der Arretierbohrung 88
aufgenommen wird, wird der Exzenter 52 definitiv in der ver
riegelten Stellung festgestellt. Es ist wichtig, dies zu be
merken, da die Anlagefläche 56 des Exzenters 52 über den
Flansch 18 des Lagers 14 gleiten kann, wenn die Antriebswelle
10 gedreht wird, was Reibungskräfte auf den Exzenter 52 über
trägt, die je nach der Antriebsrichtung dazu neigen können,
den Exzenter 52 zu der entriegelten Stellung hin zu drehen.
In der bevorzugten Ausführungsform wird der Exzenter 52 um 30
Grad oder einen anderen Winkel, wie erforderlich, um die
Schwenkachse 64 zwischen der verriegelten und der entriegel
ten Stellung gedreht.
In Fig. 6 ist eine zweite Ausführungsform der Erfindung of
fenbart. Diese Ausführungsform ist mit der vorher beschriebe
nen Ausführungsform identisch, abgesehen davon, daß der
Schlitz 84 sich über 30 Grad in beiden Richtungen von der
entriegelten Stellung aus erstreckt und eine zweite Arretier
bohrung 90 an dem linken Ende des Schlitzes 84 vorgesehen
ist, so daß der Exzenter 52 aus der entriegelten Stellung in
jeder Richtung gedreht und in eine Arretierstellung arretiert
werden kann.
In Fig. 7 ist eine dritte Ausführungsform offenbart. Diese
Ausführungsform ist in jeder Hinsicht gleich der ersten Aus
führungsform, abgesehen davon, daß der Flansch 18 keinen
Schlitz 84 aufweist und der Exzenter 52′ nicht zylindrisch
ist. Statt dessen weist der Exzenter 52′ die Form einer abge
flachten Zylindergestalt auf. Es könnten auch andere Gestal
ten verwendet werden. Vorzugsweise wird jedoch der Exzenter
52 zylindrisch ausgeführt, weil die zylindrische Gestalt eine
Führungsfunktion ausführt, wenn die Welle 10 in die Antriebs
bohrung 41 eingesetzt wird, und die symmetrische Gestalt auch
den Exzenter 52 darin unterstützt, axialen Belastungen entge
genzuwirken, die auf ihn durch den Flansch 18 ausgeübt wer
den.
Oben sind Ausführungsformen der Erfindung in beachtlichem De
tail beschrieben worden. Viele Modifikationen und Veränderun
gen sind für den Fachmann offensichtlich. Zum Beispiel könnte
die Erfindung mit einer Antriebswelle ausgeführt werden, die
eine von einer Keilverbindung verschiedene Verbindung mit dem
Antriebskopf aufweist, zum Beispiel eine Antriebswelle mit
einer Sechskantverbindung zum Antriebseingriff durch den An
triebskopf. Daher sollte die Erfindung nicht auf die be
schriebenen bevorzugten Ausführungsformen beschränkt werden,
sondern durch die Ansprüche definiert werden.
Claims (11)
1. Feststellvorrichtung für eine hydraulische Drehmoment
schlüssel-Antriebswelle mit einem Lager, das koaxial ist mit
einem freien Ende der Welle und diese lagert, wobei die Welle
eine in Axialrichtung weisende Stirnfläche benachbart dem La
ger aufweist, gekennzeichnet durch
einen Exzenter (52), welcher eine Lageranlagefläche (56) in Flächenanschlag mit der Stirnfläche (50) der Welle (10) und eine freie Stirnfläche (58) an der der Lageranlagefläche (56) gegenüberliegenden Seite des Exzenters (52) aufweist,
wobei der Exzenter (52) eine Schwenkachse (64) und eine Bolzenachse (72) aufweist, die zu der Wellenachse (11) paral lel sind, und die Schwenkachse (64) von der Wellenachse (11) beabstandet ist,
einen Arretierbolzen (74), der an dem Exzenter (52) ko axial mit der Bolzenachse (72) befestigt ist und sich über die Lageranlagefläche (56) und die freie Stirnfläche (58) des Exzenters (52) hinaus erstreckt von einem Arretierende (79), das jenseits der Lageranlagefläche (56) ist, zu einem Bedie nungsende (88), das jenseits der freien Stirnfläche (58) ist,
einen Schwenkbolzen (54) mit einer zu der Schwenkachse (64) koaxialen Achse, welcher die Welle (10) und den Exzenter (52) schwenkbar so verbindet, daß der Exzenter (52) axial an der Welle (10) fixiert ist und drehbar ist zwischen einer verriegelten Stellung, in welcher die Exzenteranlagefläche (56) sich über eine Kante der Wellenendfläche (50) hinaus er streckt und das Lager (14) überlappt, und einer entriegelten Stellung, in welcher der Exzenter (52) das Lager (14) nicht überlappt,
wobei die Welle (10) wenigstens ein axial weisendes Loch (86) in der Stirnfläche (50) aufweist, in welches das Bol zenarretierende (79) in der verriegelten Stellung des Exzen ters (52) eingreifen kann, wobei der Arretierbolzen (74) lös bar ist, um so den Exzenter (52) zu der entriegelten Stellung zu drehen, so daß der Exzenter (52) in Axialrichtung in das Lager (14) gezogen werden kann.
einen Exzenter (52), welcher eine Lageranlagefläche (56) in Flächenanschlag mit der Stirnfläche (50) der Welle (10) und eine freie Stirnfläche (58) an der der Lageranlagefläche (56) gegenüberliegenden Seite des Exzenters (52) aufweist,
wobei der Exzenter (52) eine Schwenkachse (64) und eine Bolzenachse (72) aufweist, die zu der Wellenachse (11) paral lel sind, und die Schwenkachse (64) von der Wellenachse (11) beabstandet ist,
einen Arretierbolzen (74), der an dem Exzenter (52) ko axial mit der Bolzenachse (72) befestigt ist und sich über die Lageranlagefläche (56) und die freie Stirnfläche (58) des Exzenters (52) hinaus erstreckt von einem Arretierende (79), das jenseits der Lageranlagefläche (56) ist, zu einem Bedie nungsende (88), das jenseits der freien Stirnfläche (58) ist,
einen Schwenkbolzen (54) mit einer zu der Schwenkachse (64) koaxialen Achse, welcher die Welle (10) und den Exzenter (52) schwenkbar so verbindet, daß der Exzenter (52) axial an der Welle (10) fixiert ist und drehbar ist zwischen einer verriegelten Stellung, in welcher die Exzenteranlagefläche (56) sich über eine Kante der Wellenendfläche (50) hinaus er streckt und das Lager (14) überlappt, und einer entriegelten Stellung, in welcher der Exzenter (52) das Lager (14) nicht überlappt,
wobei die Welle (10) wenigstens ein axial weisendes Loch (86) in der Stirnfläche (50) aufweist, in welches das Bol zenarretierende (79) in der verriegelten Stellung des Exzen ters (52) eingreifen kann, wobei der Arretierbolzen (74) lös bar ist, um so den Exzenter (52) zu der entriegelten Stellung zu drehen, so daß der Exzenter (52) in Axialrichtung in das Lager (14) gezogen werden kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Exzenter (52) eine kreisförmige äußere Peripherie auf
weist, die annähernd gleich dem Durchmesser oder kleiner ist
als der Durchmesser des freien Endes (20) der Welle (10).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine äußere Peripherie des Exzenters (52) eine gerändelte
Oberfläche aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stirnfläche (50) der Welle (10) ein zweites darin ausge
bildetes axial weisendes Loch (88) aufweist, in welches das
Arretierende (79) des Arretierbolzens (74) in der entriegel
ten Stellung des Exzenters (52) eingreift.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Exzenter (52) in jede der beiden verriegelten Stellungen
auf beiden Seiten der entriegelten Stellung gedreht werden
kann.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Arretierbolzen (74) federvorgespannt ist zu der Welle
(10) hin.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schwenkbolzen (54) ein Zylinderkopfbolzen ist mit einem
Schaft (55), welcher in die Stirnfläche (50) der Welle (10)
versenkt ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
ein nierenförmiger Schlitz (82) in der Stirnfläche (50) der
Welle (10) ausgebildet ist und die Enden des nierenförmigen
Schlitzes (82) als Schwenkanschläge wirken, um die Drehbewe
gung des Exzenters (52) relativ zu der Welle (10) zu begren
zen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
sich das axialweisende Loch (86) in der Stirnfläche (50) in
eine Bodenwandung des nierenförmigen Schlitzes (82) hinein
öffnet.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
ein zweites axialweisendes Loch (88) in der Stirnfläche (50)
der Welle (10) ausgebildet ist, in welches das Arretierende
(79) des Arretierbolzens (74) in der entriegelten Stellung
des Exzenters (52) eingreift, und beide axialweisenden Löcher
(86, 88) sich in eine Bodenwandung des nierenförmigen Schlit
zes (82) hinein öffnen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Arretierbolzen (74) ein Gehäuse (76) umfaßt, welches an
dem Exzenter (52) befestigt ist und sich in den nierenförmi
gen Schlitz (82) erstreckt, um an die Enden des Schlitzes
(82) anzustoßen und damit die Drehbewegung des Exzenters (52)
relativ zu der Welle (10) zu begrenzen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US08/072,620 US5325742A (en) | 1993-06-04 | 1993-06-04 | Hydraulic torque wrench drive shaft retainer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4408119A1 true DE4408119A1 (de) | 1994-12-08 |
Family
ID=22108767
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4408119A Withdrawn DE4408119A1 (de) | 1993-06-04 | 1994-03-10 | Feststellvorrichtung für die Antriebswelle eines hydraulischen Drehmonentschlüssels |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US5325742A (de) |
| DE (1) | DE4408119A1 (de) |
| GB (1) | GB2278561B (de) |
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| GB2613808A (en) * | 2021-12-15 | 2023-06-21 | Atlas Copco Ind Technique Ab | Tools |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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1993
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1994
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- 1994-04-05 GB GB9406701A patent/GB2278561B/en not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
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| US5325742A (en) | 1994-07-05 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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