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Kontaktrolle mit Kugellager, dessen Innenring durch eine zweiteilige,
auf der Achse der Rolle befestigte Nabe abgestützt ist. Es sind bereits Kontaktrollen
mit Kugellager bekannt, welche den Strom von der Lauffläche unter Umgehung der Kugellager
ableiten, oder bei denen die Bürsten außerhalb auf der Rollenachse angeordnet sind
und elastisch gegen die Seitenflächen der Rolle anliegen.
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Die Erfindung betrifft eine Kontaktrolle dieser Art. bei der die Bürste
die Rolle mit ihrer Achse elektrisch verbindet, und die Neuerung besteht darin,
daß eine Einlagerung für die Bürsten zwischen den Seitenwangen cler Rolle, dem Kugellager
und einer Ringnut vorgesehen ist, die in jedem der beiden Teile der den Innenring
des Kugellagers tragenden :Tabe auftritt, während Federn die Bürsten radial und
achsial gegen die Nabe und die Seitenflächen der Rolle drücken.
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Bei dieser Anordnung sind die Bürsten in einem Lagerraum vollkommen
eingeschlossen und gegen Staub und sonstige Verunreinigungen geschützt, die sonst
zwischen Bürste und Gleitfläche den guten elektrischen Kontakt beeinträchtigen könnten.
Dabei gewährleisten die radial und achsial wirkenden Federn ein vollkommenes Aufliegen
der Bürsten auf der Rolle wie auch auf der Achse, und die Ringnut einerseits, die
Seitenwangen anderseits sichern eine vollkommene Führung der Bürsten.
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Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der I?rfindurig in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt.
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Abb. i ist ein senkrechter Schnitt durch die R ollenachse, J\bb.2
eine perspektivische Ansicht eines der beiden symmetrischen Teile, aus welchen die
mit der Achse fest verbundene Muffe besteht.
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Abb.3 ist eine Draufsicht von innen gesehen auf einen der seitlichen
Flansche und zeigt gleichzeitig die Einlagerung der Bürsten in denselben.
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Abb. 4., ist eine Ausführungsform der Abb. 3 mit einer abweichenden
Anordnung der Bürsten.
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Abb. 5 zeigt in Ansicht einen elastischen Ring, welcher die Bürsten
gegen die Seitenflansche preßt.
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Mit i ist das Rollengehäuse bezeichnet. Dasselbe entspricht in Gestalt
und Umfang den üblichen Rollenköpfen für Rollen mit Matten Lagerschalen. Die Achse
2 viereckigen Querschnitts ist in bekannter Weise mittels Bolzen 3 in dem Gehäuse
i befestigt. 'Auf ihr sitzt der Träger für das Kugellager, der aus zwei symmetrischen
Teilen d. und 5 besteht, welche durch Schrauben 6 unter sich verbunden sind. Dieser
Träger d., 5 ist derart gestaltet, daß er den inneren Laufring 7a, den äußeren Laufring
7 sowie die Achse 2 umschließt und zwischen letzterer und dem inneren Laufring 7a
einen freien Raum 5a bestehen läßt, der, wie nachstehend ausgeführt werden wird,
zur Aufnahme der an den seitlichen Abschlußflanschen ansitzenden Bürsten dient.
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Die Teilmuffen .4 und 5 (Abb. 2) bestehen vorzugsweise aus leichtem
Material und werden durch Pressung hergestellt. Dieselben sitzen fest auf der Achse
2 auf, sei es infolge der polygonalen Form der Achse, sei es infolge besonderer
Verbindungsmittel, z. B. Keile, Stifte o. dgl., falls der Querschnitt der Achse
und der Muffe kreisförmig ist.
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Auf der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform weist das Kugellager
nur eine Reihe Laufkugeln 7 auf; aber selbstverständlich kann man, ohne von demErfindungs-"edanken
abzuweichen, auch Lager mit mehieren Reihen von Kugeln und Walzen konvexer oder
konischer Form oder elastische
Rollen verwenden. Der innere Laufring
des Kugellagers wird zwischen den beiden Muffenhälften ,4 und 5, auf welchen er
aufsitzt, festgehalten, wobei zwischen beide ein Isoliermittel gelegt werden kann.
Der äußere Laufring 7a trägt die Rollenfelge 8, wobei ebenfalls zwischen beide ein
Isoliermittel eingesetzt «-erden kann. Dieses besteht bei dem dargestellten Beispiel
aus einer isolierenden Muffe c) (Abb. i). Der seitliche Abschluß der Rolle geschieht
mittels zweier Flansche io, #.velche mit der Felge 8 durch Gewinde verbunden sind
(Abb. i) oder in beliebiger anderer Weise daran befestigt werden. Die Seitenflansche
io oder Wangen nehmen die Organe auf, welche den Strom von dem be-«-eglichen auf
den unbeweglichen Teil übertragen, d. h. die Bürsten i i, und zwar in beliebiger
Anzahl. Jede Bürste i i besitzt einen zylindrischen Ansatz iia, welcher in den Ringraum
5a der entsprechenden illuffenliälftc 4, 5 greift und mit derselben durch
eine Feder 12, «=eiche isoliert sein kann, in Kontakt gehalten wird. Die Feder besitzt
die nötige Spannung, um die Bürste in Richtung der Achse der Rolle auf die Muffe
zu drücken. Die Federn 12 sind bei der dargestellten Ausführungsform als gebogene
Bandfedern ausgebildet, welche sich gegeneinanderlegen und die Bürsten in der richtigen
Lage festhalten. Jeder Federbügel ist durch eine Schraube 13 mit der zugehörigen
Bürste verbunden. Man könnte dieselbe auch an den Seitenflanschen, in welchen sie
gelagert ist, befestigen: auch könnte jede einzelne Feder gleichzeitig auf eine
Gruppe von Bürsten einwirken.
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In Abb. d. ist eine andere Anordnungsweise Gier Bürsten dargestellt.
Dieselben gleiten zwischen seitlichen Führungen 14, die mit den Flanschen io aus
einem Stück bestehen können oder auf dieselben aufgesetzt sind. Der Kontakt der
Bürsten mit den Muffenteilen .I und 5 wird durch Federn 15 hergestellt. Welcher
Art auch die Einrichtung der Bürsten sein mag (Abb. 3 und .I), stets werden dieselben
in Berührung mit den Seitenflanschen io durch elastische flache Ringe 16 gehalten,
die durch Einlageringe 17 aus Metall oder aus isolierendem Material festgehalten
werden. Diese Ringe halten gleichzeitig den äußeren Laufring 7b des Kugellagers
in s s einer Lage fest. Die Bürsten i i nähern sich nach Maßgabe ihrer Abnutzung
der Achse der Rolle infolge der Einwirkung der Federn 12 und führen anderseits eine
umlaufende Bewegung in Gemeinschaft mit der Felge 8, den Seitenflanschen io, den
Ringen 16 und 17 und dein äußeren Laufring 7b aus.
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Der Strom tritt durch den Leitungsdraht auf die Felge 8 der Rolle
und auf die Seitenflansche io, geht dann auf die Bürsten i i über, von hier auf
die Unterlagsmuffe -., 5 des Kugellagers 7 zur Achse 2 und gelangt in (las Gestell
oder Gehäuse i. Da die Felge 8 und die Bürsten i i eine Abnutzung erfahren, so sind
nur diese beiden Teile im Laufe der Zeit zu ersetzen. Da aber die Bürsten nur eine
geringe tangentiale Geschwindigkeit besitzen, so ist die Abnutzung eine viel langsamere
als bei den Rollen mit Gleitlagern. Außerdem erfolgt bei letzteren der Übergang
des Stromes praktisch nicht auf der gesamten inneren Oberfläche der Lagerschale,
sondern lediglich auf einer Linie, der Erzeugenden ihrer Oberfläche, während bei
der Einrichtung nach der vorliegenden Erfindung bei den Bürsten i i der Stromübergang
unter besonders günstigen Umständen erfolgt.