DE4404599A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von palettierten Gutstapeln mit einer Schrumpffolienhaube - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von palettierten Gutstapeln mit einer SchrumpffolienhaubeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verpacken von pa
lettierten Gutstapeln mit einer Schrumpffolienhaube, bei
dem der Gutstapel mit der Schrumpffolienhaube derart über
zogen wird, daß der untere Haubenrand nach unten über die
wenigstens zwei Nischen bildende Holme aufweisende Palet
tenunterseite vorsteht, wobei der untere Haubenrand dann in
freigestelltem Zustand des Gutstapels wenigstens teilweise
unter die Palettenunterseite gelegt und durch Aufbringung
einer zum Schrumpfen erforderlichen Wärmemenge unterge
schrumpft wird, worauf dann der Rest der Schrumpffolienhau
be vollständig an den Gutstapel angeschrumpft wird, sowie
eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens mit ei
nem Förderer, einer Hubeinrichtung zur Aufnahme eines pa
lettierten Gutstapels, wobei die Palettenunterseite wenig
stens zwei Nischen bildende Holme aufweist, und einen in
vertikaler Richtung entlang des Gutstapels bewegbaren
Schrumpfrahmen.
Ein solches Verfahren und eine solche Vorrichtung sind bei
spielsweise aus der EP 0 133 462 B1 bekannt. Mit einem sol
chen Verfahren und mit einer solchen Vorrichtung ist es
möglich, mit einer Schrumpffolienhaube verpackte Gutstapel
zu erreichen, die auch an der Stapel- bzw. Palettenunter
seite ein gutes Schrumpfergebnis und damit eine sichere Be
festigung des unteren Haubenrandes an der Stapel- bzw. Pa
lettenunterseite erreichen.
Diese Art des Unterschrumpfens führt zwar zu guten Stapel
festigkeiten im unteren Bereich, bietet jedoch den Nach
teil, daß bei Paletten, die an der Unterseite mit Nischen
bildenden Holmen versehen sind, in welche zur späteren
Handhabung der Palette die Zinken eines Gabelstaplers oder
dgl. eingreifen können, der untere Haubenrand durch das Un
terschrumpfen den Nischenbereich abdeckt oder dort unkon
trolliert anliegt, so daß das Eingreifen von Gabelstapler
zinken erschwert wird bzw. zu Folienbeschädigungen führen
kann. Dies ist vor allem in automatisierten Hochregallagern
von Nachteil, wo automatische Stapeleinrichtungen Verwen
dung finden, die vorzugsweise von Sensoren gesteuert wer
den, die die Palettenposition messen und von Folienhauben
rändern im Bereich der Nischen verfälschend bzw. negativ
beeinflußt werden. Außerdem kann auch die im Nischenbereich
befindliche Folie an mechanischen Einrichtungen des Hochre
gallagers festhaken.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, das eingangs genannte
Verfahren derart weiter zu entwickeln, daß die Probleme im
Palettennischenbereich weitgehend vermieden werden können,
wobei jedoch der Unterschrumpfeffekt bzw. die Stapelfestig
keit nicht negativ beeinflußt werden soll.
Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren der eingangs be
zeichneten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der un
tere Haubenrand im Bereich der Nischen an die Nischenränder
profiliert wird.
Durch diese Verfahrensgestaltung ist es möglich, weitgehend
eine unkontrollierte Anlage der Schrumpffolienhaube im Be
reich der Nischen zu vermeiden, indem mittels geeigneter,
an die Nischen angepaßter Profiliereinrichtungen die be
treffenden Haubenbereiche im Bereich der Nischen an die Ni
schenränder profiliert werden, so daß sauber ausgeformte
Nischen entstehen, ohne daß dadurch die Stapelfestigkeit
beeinträchtigt wird, da die Profilierung nur im Bereich der
Nischen erfolgt, ansonsten aber der untere Haubenrand unter
die Palette geschrumpft wird. Derartige Gutstapel können
dann problemlos in automatisierten Hochregallagern einge
setzt werden.
In vorteilhafter Ausgestaltung ist vorgesehen, daß der un
tere Haubenrand vor der Unterschrumpfung zunächst vorprofi
liert, dann wenigstens bereichsweise seitlich gehalten und
geschrumpft und nachfolgend nachprofiliert wird. Auf diese
Weise ist eine besonders gute Profilierung und Nischenaus
formung des unteren Haubenrandes möglich.
Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn der untere Hauben
rand vor der Freistellung des Gutstapels an die beiden
Stirnseiten des die beiden Nischen begrenzenden Mittelholm
der Palette angepreßt und beidseitig im Bereich der Nischen
etwa bis zur Oberkante der Nischen angehoben und nachfol
gend der Gutstapel freigestellt und der untere Haubenrand
untergeschrumpft und der Gutstapel dann abgesenkt wird und
daß danach der untere Haubenrand im Bereich der Nischen an
die Nischenränder profilierend gedrückt wird und nachfol
gend von der beidseitigen Andrückung an den Mittelholm
freigegeben wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
die Profilierung der Haubenunterseite an die Nischenränder
erst mit Verzögerung nach der Absenkung des Gutstapels er
folgt. Diese Verzögerungszeit ist in Abhängigkeit von den
jeweiligen Folieneigenschaften und Foliendicken einzustel
len, liegt aber in der Regel maximal bei einigen Sekunden.
Durch diese Verzögerung wird gewährleistet, daß die zu pro
filierenden Folienhaubenrandbereiche bereits wenigstens
teilweise geschrumpft sind, so daß nach Beendigung der Pro
filierung ein Zusammenziehen der betreffenden Folienhauben
bereiche vermieden wird.
Ferner ist vorteilhaft vorgesehen, daß die Profilierung des
unteren Haubenrandes an die Nischenränder und die gleich
zeitige seitliche Andrückung an den Mittelholm über eine
gewisse Zeitdauer aufrechterhalten wird. Diese Zeitdauer
hängt wiederum von den Folieneigenschaften und Foliendicken
ab, wobei dadurch gewährleistet ist, daß eine einwandfreie
Profilierung des unteren Haubenrandes erfolgt, so daß nach
folgend die Nischen weitgehend frei zugänglich für Gabel
staplerzinken oder dgl. sind.
Zur Lösung der eingangs gestellten Aufgabe sieht die Erfin
dung auch eine Vorrichtung zur Durchführung des vorbe
schriebenen Verfahrens mit einem Förderer, einer Hubein
richtung zur Aufnahme eines palettierten Gutstapels, wobei
die Palettenunterseite wenigstens zwei Nischen bildende
Holme aufweist und einen in vertikaler Richtung entlang des
Gutstapels bewegbaren Schrumpfrahmen vor, die sich durch
vertikal anhebbare und horizontal ausfahrbare Profilierele
mente zum beidseitigen Anheben des unteren Haubenrandes im
Bereich der Nischen und zum profilierenden Andrücken des
beidseitigen unteren Haubenrandes an die Nischenränder und
durch in Horizontal- und Vertikalrichtung bewegliche An
drückmittel zum beidseitigen Andrücken des unteren angeho
benen Haubenrandes an den jeweiligen Palettenseitenrand
auszeichnet.
Um eine möglichst raumsparende Vorrichtung zu ermöglichen,
ist vorgesehen, daß die Profilierelemente im Bereich zwi
schen den Ketten des Kettenförderers angeordnet sind und
dementsprechend unter das Niveau des Kettenförderers ab
senkbar und über dasselbe anhebbar sind, um die Profilie
rung der Nischen zu ermöglichen. In abgesenkter Stellung
ist dann eine einwandfreie Förderung des Gutstapels mit dem
Förderer möglich.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Profilierelemente
für jede Nische jeweils wenigstens eine vertikal bewegliche
Andrückplatte aufweisen, an welcher ein horizontal bewegli
cher Eckandrückwinkel angeordnet ist. Zur Anhebung des un
teren Haubenrandes vor der Schrumpfung sind dann in erster
Linie die vertikal beweglichen Andrückplatten wirksam, wäh
rend zur nachfolgenden Profilierung nach der Schrumpfung
sowohl die Andrückplatten als auch die Eckandrückwinkel be
tätigt werden.
Um die Profilierelemente möglichst raumsparend ausbilden zu
können, ist vorgesehen, daß für jede Nische der Palette je
weils zwei jeweils im Randbereich der Palette angeordnete
plattenförmige Andrückelemente mit Eckandrückwinkeln vorge
sehen sind. An jeder quer zur Förderrichtung erstreckten
Stapelseite sind demnach dann jeweils zwei plattenförmige
Andrückelemente vorgesehen.
Weiterhin ist in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen, daß die Andrückelemente mit einem dornformigen
Endstück versehen sind. Auf diese Weise ist es möglich, den
angehobenen Haubenseitenrand fest an der Palettenseite zu
befestigen, wobei dabei eine leichte Beschädigung durch das
dornförmige Endstück in Kauf genommen werden kann, ohne daß
es dadurch zu nennenswerten Beschädigungen der Folienhaube
und damit Beeinträchtigung der Stapelfestigkeit kommt.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung bei
spielsweise näher erläutert. Diese zeigt in
Fig. 1 in vereinfachter Seitenansicht eine erfindungsgemäße
Vorrichtung in einem ersten Verfahrensstadium,
Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 in Draufsicht,
Fig. 3 wiederum in Seitenansicht die Vorrichtung nach
Fig. 1 in einem zweiten Verfahrensstadium und
Fig. 4 die Vorrichtung in einem dritten Verfahrensstadium.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Verpacken eines pa
lettierten Gutstapels mit einer Schrumpffolienhaube ist in
der Zeichnung nur mit den für die Erfindung wesentlichen
Elementen dargestellt. Nicht dargestellte weitere Elemente
sind dem Fachmann geläufig, beispielsweise aus der
EP 0 133 462 B1.
Die Vorrichtung weist zunächst einen Kettenförderer auf,
der im dargestellten Ausführungsbeispiel in parallelem Ab
stand zueinander drei umlaufende Ketten 6a, 6b und 6c um
faßt. Auf diesem Kettenförderer ist ein auf einer Palette 1
angeordneter Gutstapel 2 derart angeordnet, daß an der Pa
lettenunterseite im Abstand zueinander unter Ausbildung von
Nischen 5 angeordnete Holme 1a, 1b, 1c jeweils auf den Ket
tenbahnen 6a, 6b, 6c aufliegen.
Die Vorrichtung weist darüber hinaus vertikal anhebbare und
horizontal ausfahrbare Profilierelemente auf, die im darge
stellten Ausführungsbeispiel jeweils zwischen den Ketten
bahnen 6a, 6b bzw. 6b, 6c angeordnet sind. Diese Profilier
elemente weisen für jede Nische 5 der Palette 1 jeweils
zwei in den beiden Randbereichen der Palette (Fig. 2) ange
ordnete, vertikal bewegliche Andrückplatten 8 auf, an denen
horizontal ausfahrbar Eckandrückwinkel 9 angeordnet sind.
Dabei sind die Andrückplatten 8 in Ruhestellung zwischen
den Kettenbahnen 6a, 6b, 6c unterhalb der Oberkante der
Kettenbahnen abgesenkt angeordnet und lassen sich mittels
geeigneter, beispielsweise pneumatischer Hubelemente verti
kal bis zur Oberkante der Nischen 5 einer auf dem Ketten
förderer befindlichen Palette 1 bewegen, während die hori
zontale Verschiebbarkeit der Eckandrückwinkel 9 so ausge
legt ist, daß sich die Eckandrückwinkel 9 an die betreffen
den Eckkanten der Nischen 5 an den Holmen 1a bzw. 1c anle
gen können, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist.
Die Vorrichtung weist darüber hinaus an den beiden quer zur
Förderrichtung des Kettenförderers ausgerichteten Seiten
des Gutstapels 2 jeweils ein mit 10 angedeutetes Andrück
element auf, welches beispielsweise als um eine Horizontal
achse verschwenkbare, in Längsrichtung variable Kolben-/Zy
lindereinheit ausgebildet ist, die in der Lage ist, gegen
die jeweilige stirnseitige Endfläche des Mittelholmes 1b
der Palette 1 zu drücken, und zwar auch dann, wenn die Pa
lette 1 mit dem Gutstapel 2 über das Niveau des Kettenför
derers angehoben bzw. freigestellt wird (Fig. 3).
Darüber hinaus weist die Vorrichtung in bekannter Weise ei
nen in Vertikalrichtung entlang eines nicht dargestellten
Vorrichtungsgestells verfahrbaren Schrumpfrahmen 7 auf, mit
dem Heißluft oder ein anderes Heißgas bzw. Heißgasluftge
misch entlang der Höhe des Stapels auf den Stapel auf ge
bracht werden kann.
Der Verfahrensablauf mit einer erfindungsgemäßen Vorrich
tung ist der folgende:
Zunächst wird gemäß der Darstellung in Fig. 1 ein auf einer
Palette 1 befindlicher Gutstapel 2 mit einer Schrumpffo
lienhaube 3 überzogen mit dem Kettenförderer in die Vor
richtung eingefahren. Grundsätzlich ist es hier auch mög
lich, daß die Schrumpffolienhaube 3 in bekannter Weise in
derselben Vorrichtung über den Gutstapel 2 gezogen wird,
worauf es hier nicht näher ankommt.
Die Schrumpffolienhaube 3 ist dabei so bemessen, daß der
untere Haubenrand 4 über die Holme 1a, 1b, 1c der Untersei
te der Palette 1 nach unten hervorsteht, so daß ein nach
folgendes Unterschrumpfen der Schrumpffolienhaube 3 unter
den Gutstapel bzw. die Palette 1 möglich ist. Dabei wird
vorzugsweise beim Einfahren der Palette 1 mit einem nicht
dargestellten, umstellbaren Saug-/Druckventilator gesaugt,
um den unteren Haubenrand 4 unter die Palette 1 zu legen.
Erkennbar (Fig. 1) hängt somit aufgrund des Übermaßes der
Schrumpffolienhaube 3 der untere Haubenrand 4 über die Un
terseite der Holme 1a, 1b, 1c der Palette 1 nach unten her
vor. Vor dem Schrumpfvorgang wird nun die Palette 1 leicht
angehoben und die Andrückelemente 10 werden ausgefahren und
drücken den im Bereich der stirnseitigen Enden des Mittel
holmes 1a befindlichen unteren Haubenrand 4 fest gegen die
Enden des Mittelholmes 1b. Um hier eine feste Anlage zu ge
währleisten, kann vorgesehen sein, daß die Andrückelemente
10 ein dornförmiges Endstück aufweisen, welches den ent
sprechenden Haubenbereich durchdringt und in den üblicher
weise aus Holz bestehenden Mittelholm 1b leicht eindringt.
In dieser Position der Andrückelemente 10 wird nun kurzzei
tig der Ventilator betätigt und kurzzeitig in die Haube 3
geblasen.
Dann werden die Profilierelemente C die insgesamt vier An
drückplatten 8 mit horizontal eingefahrenen Eckandrückwin
keln 9) vertikal so weit nach oben gefahren, daß sich die
im Bereich der Nischen 5 nach unten hervorhängenden unteren
Haubenränder 4 etwa im Bereich der Oberkante der Nischen 5
befinden. Darauf wird die Palette 1 mit der Hubeinrichtung
angehoben (etwa 100-150 mm über das Niveau der Oberkante
des Kettenförderers) und es wird kurz mit dem Ventilator
gesaugt.
Anschließend werden die Profilierelemente 8,9 vertikal wie
derum in die in Fig. 1 dargestellte untere Ruheposition
zwischen die Kettenbahnen 6a, 6b bzw. 6b, 6c zurückbewegt.
Während des Anhebens bzw. Freistellens der Palette 1 mit
dem darauf befindlichen Gutstapel 2 über das Niveau des
Kettenförderers, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist, ver
bleiben die Andrückelemente 9 durch entsprechendes Ausfah
ren der Kolben-/Zylindereinheit und ggf. Verschwenkung un
ter Einklemmung des betreffenden Haubenrandbereiches an den
Mittelholm 1b angedrückt. In dieser freigestellten Position
wird nun der Schrumpfrahmen 7 in den unteren Bereich des
Stapels 2 bzw. der Palette 1 bewegt und durch Austreten von
Heißluft oder dgl. wird der Schrumpfvorgang gestartet, wo
durch der unter dem Stapel befindliche bzw. im Bereich der
Nischen 5 von den Profilierelementen 8, 9 angehobene und den
Andrückelementen 10 gehaltene untere Folienhaubenrand 4 an
geschrumpft bzw. untergeschrumpft wird. Dabei stellt sich
eine Konfiguration des unteren Haubenrandes 4 ein, wie die
se in Fig. 3 dargestellt ist.
Nachfolgend wird die Palette 1 mit dem Gutstapel 2 mittels
der nicht dargestellten Hubeinrichtung wieder auf den Ket
tenförderer abgesenkt, so daß die Holme 1a, 1b, 1c wieder
auf den Kettenbahnen 6a, 6b, 6c aufliegen und gleichzeitig
die unter der Palette 1 befindlichen Haubenbereiche ein
klemmen. Während dieses Vorganges kann nach wie vor, wie
dies in Fig. 4 dargestellt ist, Heißluft vom Schrumpfrahmen
7 auf den Stapelbereich aufgebracht werden. Dabei bleiben
nach wie vor die Andrückelemente 10 unter Einklemmung des
entsprechenden Haubenbereiches an die stirnseitigen Enden
des Mittelholmes 1b angepreßt, wobei bei der Stapelabsen
kung selbstverständlich die betreffenden Kolben-/Zylinder
einheiten eingefahren werden.
Nach einer gewissen Zeit in der Größenordnung von einigen
Sekunden, was im Einzelfall von den jeweiligen Folieneigen
schaften und Foliendicken abhängt, werden nun die vier An
drückplatten 8 vertikal nach oben verfahren, bis sie an der
Oberkante der Nischen 5 anliegen und dabei entsprechend die
in diesem Bereich befindlichen unteren Haubenränder 4 an
die Oberkanten der Nischen 5 andrücken bzw. profilieren.
Gleichzeitig bzw. nachfolgend werden dann die Eckandrück
winkel 9 horizontal ausgefahren, bis diese zur Anlage an
den betreffenden Nischenecken kommen und demgemäß den unte
ren Haubenrand 4 in diesem Bereich in die Ecken profilie
ren. In dieser in Fig. 4 dargestellten Position der An
drückplatten 8 und Eckandrückwinkel 9 sind nach wie vor die
Andrückelemente 10 fest an den Mittelholm 1b angepreßt.
Nach einer gewissen Zeit von wenigstens einigen Sekunden
werden dann nach erfolgter Profilierung die Eckandrückwin
kel 9 wieder horizontal eingefahren und zusammen mit den
Andrückplatten 8 vertikal nach unten in die Ausgangsposi
tion (Fig. 1) zurückbewegt, gleichzeitig werden die An
drückelemente 10 aus ihrer Andrückposition zurückgegeben.
Erkennbar hat sich der untere Haubenrand 4 dann an die Kan
ten der Nischen 5 angelegt und ragt nicht mehr in den Be
reich der Nischen 5 hinein.
Anschließend oder auch bereits während der Profilierung
wird dann in üblicher Weise der Schrumpfrahmen 7 vertikal
entlang des Stapels nach oben bewegt, um die Schrumpffo
lienhaube 3 vollständig an den Gutstapel 2 anzuschrumpfen.
Natürlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellten
Ausführungsbeispiele beschränkt. Weitere Ausgestaltungen
sind möglich, ohne den Grundgedanken zu verlassen. So kön
nen grundsätzlich die Profilierwerkzeuge 8, 9 und die An
drückelemente 10 anders gestaltet sein und dgl. mehr.
Claims (10)
1. Verfahren zum Verpacken von palettierten Gutstapeln mit ei
ner Schrumpffolienhaube, bei dem der Gutstapel mit der
Schrumpffolienhaube derart überzogen wird, daß der untere
Haubenrand nach unten über die wenigstens zwei Nischen bil
dende Holme aufweisende Palettenunterseite vorsteht, wobei
der untere Haubenrand dann in freigestelltem Zustand des
Gutstapels wenigstens teilweise unter die Palettenuntersei
te gelegt und durch Aufbringung einer zum Schrumpfen erfor
derlichen Wärmemenge untergeschrumpft wird, worauf dann der
Rest der Schrumpffolienhaube vollständig an den Gutstapel
angeschrumpft wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß der untere Haubenrand im Bereich der Nischen an die Ni
schenränder profiliert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der untere Haubenrand vor der Unterschrumpfung zunächst
vorprofiliert, dann wenigstens bereichsweise seitlich ge
halten und geschrumpft und nachfolgend nachprofiliert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der untere Haubenrand vor der Freistellung des Gutsta
pels an die beiden Stirnseiten des die beiden Nischen
begrenzenden Mittelholm der Palette angepreßt und
beidseitig im Bereich der Nischen etwa bis zur Oberkante
der Nischen angehoben und nachfolgend der Gutstapel
freigestellt und der untere Haubenrand untergeschrumpft und
der Gutstapel dann abgesenkt wird und daß danach der untere
Haubenrand im Bereich der Nischen an die Nischenränder
profilierend gedrückt wird und nachfolgend von der
beidseitigen Andrückung an den Mittelholm freigegeben
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilierung der Haubenunterseite an die Nischen
ränder erst mit Verzögerung nach der Absenkung des Gutsta
pels erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilierung des unteren Haubenrandes an die Ni
schenränder und die gleichzeitige seitliche Andrückung an
den Mittelholm über eine gewisse Zeitdauer aufrechterhalten
wird.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1
oder einem der folgenden mit einem Förderer, einer Hubein
richtung zur Aufnahme eines palettierten Gutstapels, wobei
die Palettenunterseite wenigstens zwei Nischen bildende
Holme aufweist, und einen in vertikaler Richtung ent
lang des Gutstapels bewegbaren Schrumpfrahmen,
gekennzeichnet durch
vertikal anhebbare und horizontal ausfahrbare Profilierele
mente (8, 9) zum beidseitigen Anheben des unteren Haubenran
des (4) im Bereich der Nischen (5) und zum profilierenden
Andrücken des beidseitigen unteren Haubenrandes (4) an die
Nischenränder und durch in Horizontal- und Vertikalrichtung
bewegliche Andrückmittel (10) zum beidseitigen Andrücken
des unteren angehobenen Haubenrandes (4) an den jeweiligen
Palettenseitenrand (1b).
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilierelemente (8, 9) im Bereich zwischen den
Ketten (6a, 6b, 6c) des Kettenförderers angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilierelemente für jede Nische (5) jeweils we
nigstens eine vertikal bewegliche Andrückplatte (8) aufwei
sen, an welcher ein horizontal beweglicher Eckandrückwinkel
(9) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß für jede Nische (5) der Palette (1) jeweils zwei je
weils im Randbereich der Palette (4) angeordnete platten
förmige Andrückelemente (8) mit Eckandrückwinkeln (9) vor
gesehen sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Andrückelemente (10) mit einem dornförmigen End
stück versehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944404599 DE4404599C2 (de) | 1994-02-12 | 1994-02-12 | Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von palettierten Gutstapeln mit einer Schrumpffolienhaube |
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| DE19944404599 DE4404599C2 (de) | 1994-02-12 | 1994-02-12 | Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von palettierten Gutstapeln mit einer Schrumpffolienhaube |
Publications (2)
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|---|---|
| DE4404599A1 true DE4404599A1 (de) | 1995-08-17 |
| DE4404599C2 DE4404599C2 (de) | 1996-12-19 |
Family
ID=6510169
Family Applications (1)
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| DE19944404599 Expired - Lifetime DE4404599C2 (de) | 1994-02-12 | 1994-02-12 | Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von palettierten Gutstapeln mit einer Schrumpffolienhaube |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4404599C2 (de) |
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| EP3147226A1 (de) * | 2015-09-23 | 2017-03-29 | MSK - Verpackungs-Systeme GmbH | Verfahren zur schaffung zumindest eines freiraums in einer aus schrumpffolie bestehenden ummantelung, welche einen auf einer palette angeordneten gutstapel sichert, sowie formvorrichtung zur durchführung des verfahrens |
| CN106882408A (zh) * | 2015-09-23 | 2017-06-23 | Msk包装系统股份有限公司 | 用于在有收缩膜的外壳中实现自由空间的方法及成形装置 |
| EP3381816A1 (de) * | 2017-03-28 | 2018-10-03 | MSK - Verpackungs-Systeme GmbH | Verfahren zur schaffung zumindest eines freiraums in einer aus stretchfolie bestehenden ummantelung, welche einen auf einer palette angeordneten gutstapel sichert, sowie formvorrichtung zur durchführung des verfahrens |
| US10974857B2 (en) | 2017-03-28 | 2021-04-13 | MSK—Verpackungs-Systeme GmbH | Method for creating at least one opening in sheath made of stretch film that retains goods stack arranged on pallet, and shaping apparatus for carrying out the method |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4404599C2 (de) | 1996-12-19 |
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