DE4404016A1 - Schuh - Google Patents
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- A43B21/26—Resilient heels
Landscapes
- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Schuh, insbesondere auf einen
Sicherheitsschuh, und auf ein Verfahren zu seiner Herstellung.
Ein Fuß ist beim Stehen und Gehen insbesondere in seinem Fersenbereich
sehr großen Belastungen ausgesetzt. In Abhängigkeit von der
Auftrittsstärke können dort Krafteinwirkungen von bis zu 300 kg pro
1/1000 sec. entstehen. Diese Energieschübe werden über Knie und Hüfte
zur Wirbelsäule weitergeleitet, so daß Gelenke und die Wirbelsäule sehr
hohen Belastungen ausgesetzt sind, die zu Schmerzen oder zu Schäden
führen können.
Um diese Belastungen herabzusetzen, sind verschiedene Dämpfungs- und
Versteifungssysteme vorgeschlagen worden. Beispielsweise können
Spanplättchen in den Schuhabsätzen angeordnet werden. Diese versteifen
zwar den Absatzbereich, führen aber zu keiner Dämpfung. Aufgrund ihres
nicht-elastischen Verhaltens können gegebenenfalls Fersenbeinbrüche
auftreten.
Ferner ist eine Absatzkonstruktion bekannt, bei der über einer unteren
Laufsohle aus einem Polyurethanschaum eine ebenfalls aus
Polyurethanschaum bestehende Schicht mit geringerer Dichte angeordnet
ist. Ein derartiger Aufbau erreicht den für Sicherheitsschuhe gemäß DIN
4843/EN345 geforderten Wert von 20 Joule für die Energieaufnahme.
Aufgrund des Gewichtes der Person, die einen derartigen Schuh trägt,
wird der Absatz jedoch zusammengepreßt, so daß ein Teil der
Energieaufnahme verloren geht und somit der Tragekomfort absinkt bzw.
die Belastung für Gelenke, Wirbelsäule zunimmt.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen Schuh sowie ein
Verfahren zu seiner Herstellung anzugeben, der ausreichend versteift und
elastisch ist, so daß ein ermüdungsfreies Laufen und eine geringe
Belastung für den Körper gewährleistet sind.
Diese Aufgabe wird durch einen Schuh mit den Merkmalen des Anspruchs 1
und durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 9 gelöst.
Der erfindungsgemäße Schuh weist in seinem Absatzbereich mindestens ein
elastisch verformbares Versteifungselement auf. Dieses
Versteifungselement hat einen sich im wesentlichen horizontal
erstreckenden, plattenförmigen Abschnitt, von dem sich mindestens zwei
Stützelemente nach unten erstrecken. Dieses Versteifungselement nach der
Erfindung kann zwischen zwei Sohlenschichten, z. B. zwischen der
Laufsohle und der Brandsohle des Schuhs, angeordnet werden. Das
Versteifungselement kann dabei von einem flexiblen Material ummantelt
sein, z. B. einem Material aus Polyurethan.
Ein Schuh mit einem derartigen Versteifungselement ist in seinem
Absatzbereich ausreichend versteift, so daß der Absatz durch das Gewicht
der den Schuh tragenden Person weniger stark zusammengepreßt wird. Durch
die erhöhte Stabilität wird ein Einsinken des Fußes in die
Sohlenschichten im Absatzbereich weitgehend vermieden.
Aufgrund der Elastizität des erfindungsgemäßen Schuhs wird gleichzeitig
eine ausgezeichnete Dämpfung erzielt, da das Versteifungselement im
Absatzbereich so ausreichend nachgibt, daß der auftretende Energieschub
beim Gehen abgefedert wird. Beim Abrollen des Fußes richtet sich das
Versteifungselement selbsttätig, d. h. aktiv, wieder auf.
Um dies zu gewährleisten, ist das Versteifungselement aus einem
ausreichend elastischen Material hergestellt. Gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung besteht das Versteifungselement aus einem
Nitril. Das z. B. aus einem Nitrilkautschuk bestehende
Versteifungselement kann ferner von einem Polyurethanschaum ummantelt
sein, der für eine ausreichende Flexibilität sorgt. Der kombinierte
Versteifungs- und Dämpfungseffekt wird aber auch durch die Form des
Versteifungselementes bedingt. Insbesondere die Stützelemente können bei
einem auftretenden Energieschub nachgeben und sich anschließend
selbsttätig wieder aufrichten. Eine gewisse Nachgiebigkeit kann ferner
bei dem plattenförmigen Abschnitt gegeben sein, der sich z. B. in
geringem Maße durchbiegen könnte.
Ein derart erfindungsgemäß aufgebauter Schuh mit guter Stabilität und
Elastizität führt beim Stehen und Laufen zu einer spürbaren Entlastung
von Wirbelsäule und Gelenken. Die Energierückgabe ist auf die natürliche
Abrollbewegung des Fußes abgestellt. Die Energieaufnahme ist so
optimiert, daß der für Sicherheitsschuhe geforderte Wert von 20 Joule
gemäß EN 345 um mehr als 40% überschritten wird.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung erstrecken sich die
von der Unterseite des plattenförmigen Abschnitts nach unten
verlaufenden Stützabschnitte, die in Form von Beinen angeordnet sein
können, schräg nach außen. Durch diese Spreizung der Stützabschnitte
wird eine gute Seitenstabilität des Versteifungselementes erzielt. Das
Versteifungselement kann z. B. vier Stützabschnitte aufweisen, die sich
von den vier Eckkanten eines rechteckigen, plattenförmigen Abschnitts
schräg nach unten und nach außen erstrecken, so daß dadurch eine
Trapezform des Versteifungselementes erreicht wird.
Bei einer weiteren Ausführungsform nach der Erfindung weist der
plattenförmige Abschnitt des Versteifungselementes seitliche Vorsprünge
auf, die sich im wesentlichen horizontal von dem plattenförmigen
Abschnitt nach außen erstrecken. Die Vorsprünge können an den Längs
und/oder Querseiten des plattenförmigen Abschnitts ausgebildet sein. Die
Vorsprünge können sich auch um den Umfang des plattenförmigen Abschnitts
in Form eines Flansches erstrecken. Solche Vorsprünge oder solch ein
Flansch haben den Vorteil, daß dadurch eine größere Auftrittsfläche für
das Fersenbein geschaffen wird und daß ferner das Versteifungselement
mit dem Polyurethanschaum, der dieses ummanteln kann, besser verankert
wird.
Auf der Oberseite des plattenförmigen Abschnitts kann weiterhin
mindestens ein′ Vorsprung ausgebildet sein, der in eine entsprechende
Vertiefung, die in der über dem Versteifungselement angeordneten Schicht
des Absatzes vorgesehen ist, eingreifen kann, so daß das
Versteifungselement z. B. in der Brandsohle des Schuhs verankerbar ist.
Bei dem Verfahren nach der Erfindung wird zunächst an einem
vorgefertigten Schuh mit Brandsohle das elastisch verformbare
Versteifungselement befestigt.
Dazu kann das Versteifungselement beispielsweise an seiner Oberseite
mindestens einen Vorsprung aufweisen, der in eine an der Unterseite der
Brandsohle ausgebildeten Ausnehmung klemmend eingreifen kann.
Der Schuh mit dem daran befestigten Versteifungselement wird dann in
einer Form angeordnet. Das Versteifungselement stützt sich dabei auf
einer zuvor angefertigten, z. B. gespritzten Laufsohle ab, die zuvor in
der Form angeordnet wurde.
Das Versteifungselement wird anschließend, z. B. mit einem
Polyurethanschaum ummantelt.
Dadurch bildet sich zwischen Brandsohle und Laufsohle eine weitere
Schicht, welche das Versteifungselement ganz umhüllt.
Mit diesem erfindungsgemäßen Verfahren wird in einfacher Weise ein Schuh
mit guten Dämpfungseigenschaften und ausreichender Steifheit erzielt.
Ein Ausführungsbeispiel wird im folgenden unter Bezug auf die
Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch eine Ausführungsform eines
Versteifungselementes für einen Schuh nach der Erfindung;
Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch das Versteifungselement nach
Fig. 1;
Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf das Versteifungselement;
Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Schuhs, bei dem der Absatz aufgeschnitten ist, um die
Anordnung des Versteifungselementes nach Fig. 1 in dem Absatz zu
zeigen;
Fig. 5 zeigt den Schuh nach Fig. 3 bevor das Versteifungselement in
einer Spritzform mit einem Polyurethanschaum ummantelt wird.
In den Fig. 1-3 ist ein Versteifungselement 1 dargestellt, das gemäß
den Fig. 4, 5 im Bereich des Absatzes eines Schuhs 2 angeordnet ist.
Das Versteifungselement 1 weist einen plattenförmigen Abschnitt 3 auf,
an dessen Rand seitliche, horizontal sich erstreckende Vorsprünge in
Form eines Flansches 4 ausgebildet sind. Das Versteifungselement hat
gemäß Fig. 3 eine rechteckige Form mit einer Größe von 30×50 mm. Die
Dicke des plattenförmigen Abschnitts 3 und des Flansches 4 beträgt 1 mm.
Auf der Oberseite des Abschnitts 3 sind zwei kreisförmige Vorsprünge 5
mit einem Durchmesser von 12 mm und einer Höhe von 2,5 mm ausgebildet.
Von der Unterseite des plattenförmigen Abschnitts 3 erstrecken sich
vier, nach unten und schräg nach außen verlaufende Stützabschnitte 6,
deren freien Enden 7 über den Rand des Flansches 4 hinausragen (Fig. 1,
2), so daß das Versteifungselement 1 eine Trapezform aufweist. Die
Stützelemente haben im Bereich ihrer freien Enden 7 eine Dicke von etwa
3 mm.
Das Versteifungselement ist aus einem Nitrilmaterial hergestellt und
weist eine Höhe von 20 mm auf.
Die Anordnung des Versteifungselementes im Absatz des Schuhs 2 ist in
den Fig. 4, 5 dargestellt. Das Versteifungselement 1 ist auf einer
Laufsohle 10 angeordnet, wobei sich die Vorsprünge 5 auf der Oberseite
des plattenförmigen Abschnitts 3 in eine Brandsohle 11 des Schuhs
erstrecken.
Das Versteifungselement 1 ist von einer Polyurethanschicht 12
vollständig umgeben. Diese Polyurethanschicht verleiht dem Schuh die
notwendige Flexibilität, während das trapezförmige Versteifungselement
aus Nitrilkautschuk die Stabilität gewährleistet.
Die Herstellung des Schuhs erfolgt so, daß zunächst die Laufsohle 10
gespritzt und in eine Spritzform 13 (Fig. 5) gelegt wird. Das
Versteifungselement 1 wird über seine Vorsprünge 5 in der Brandsohle 11
des Schuhs verankert, wobei der Schuh dann mit dem Versteifungselement
auf der Laufsohle 10 in der Form 13 angeordnet wird. Anschließend kann
das Ausschäumen mit einem Polyurethanschaum erfolgen, wodurch das
Versteifungselement 1 ganz ummantelt wird. Beim Aufschäumen verklebt das
Polyurethan mit dem kompatiblen Nitrilkautschuk des
Versteifungselementes 1. Der Flansch 4 des Versteifungselementes
verbessert dabei noch die Verankerung in der Polyurethanschicht 12.
Der Schuh 2 mit seinem trapezförmigen Versteifungselement 1 hat eine
optimierte Energieaufnahme von mehr als 40% über dem geforderten Wert
von 20 Joule gemäß EN 345 für Sicherheitsschuhe. Durch den kombinierten
Versteifungs- und Dämpfungseffekt wird eine deutliche Entlastung von
Wirbelsäule und Gelenken erzielt.
Claims (11)
1. Schuh, insbesondere Sicherheitsschuh, dadurch gekennzeichnet, daß im
Bereich des Absatzes des Schuhs (2) mindestens ein elastisch
verformbares Versteifungselement (1) vorgesehen ist, das einen
plattenförmigen Abschnitt (3) und zwei oder mehr Stützabschnitte (6)
aufweist, die sich von der Unterseite des plattenförmigen Abschnitts
nach unten erstrecken.
2. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die sich von dem
plattenförmigen Abschnitt (3) nach unten erstreckenden Stützabschnitte
(6) schräg nach außen verlaufen.
3. Schuh nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Versteifungselement (1) eine trapezförmige Form mit vier
Stützabschnitten (6) aufweist.
4. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der plattenförmige Abschnitt (3) des Versteifungselementes seitliche
Vorsprünge (4) aufweist, die sich im wesentlichen horizontal von dem
Abschnitt (3) erstrecken.
5. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der plattenförmige Abschnitt (3) des Versteifungselementes (1) auf
seiner Oberseite mindestens einen Vorsprung (5) aufweist.
6. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Versteifungselement (1) aus einer Nitrilverbindung besteht.
7. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das Versteifungselement (1) von einer Polyurethanschicht (12) ummantelt
ist.
8. Schuh nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das
Versteifungselement (1) und die Polyurethanschicht (12) zwischen einer
Laufsohle (10) und einer Brandsohle (11) des Schuhs (2) angeordnet sind.
9. Verfahren zur Herstellung des Schuhs nach einem der Ansprüche 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß
- (a) das elastisch verformbare Versteifungselement an der Brandsohle des Schuhs befestigt wird,
- (b) der Schuh mit dem Versteifungselement in eine Form eingesetzt wird, wobei sich das Versteifungselement auf der in der Form zuvor angeordneten Laufsohle abstützt, und
- (c) anschließend das Versteifungselement mit einem elastischen Material ummantelt wird, so daß zwischen der Brandsohle und der Laufsohle eine das Versteifungselement umhüllende Schicht gebildet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß bei Schritt
- (a) das Versteifungselement über mindestens einen ausgebildeten Vorsprung, der in eine Ausnehmung der Brandsohle eingreift, an der Brandsohle befestigt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß bei
Schritt (c) das Versteifungselement mit einem Polyurethanschaum
ummantelt wird.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944404016 DE4404016C2 (de) | 1994-02-09 | 1994-02-09 | Schuh und Verfahren zu dessen Herstellung |
| DE9405733U DE9405733U1 (de) | 1994-02-09 | 1994-02-09 | Schuh |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944404016 DE4404016C2 (de) | 1994-02-09 | 1994-02-09 | Schuh und Verfahren zu dessen Herstellung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4404016A1 true DE4404016A1 (de) | 1995-08-10 |
| DE4404016C2 DE4404016C2 (de) | 1997-08-21 |
Family
ID=6509825
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944404016 Expired - Fee Related DE4404016C2 (de) | 1994-02-09 | 1994-02-09 | Schuh und Verfahren zu dessen Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4404016C2 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7031574U (de) * | 1970-08-22 | 1971-03-04 | Schlichenmaier Adolf | Federnde schuhabsaetze. |
| GB2032761A (en) * | 1978-10-17 | 1980-05-14 | Funck H | Heel for shoe |
| DE2933393A1 (de) * | 1979-08-17 | 1981-02-26 | Funck Herbert | Formsohle fuer schuhwerk |
-
1994
- 1994-02-09 DE DE19944404016 patent/DE4404016C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7031574U (de) * | 1970-08-22 | 1971-03-04 | Schlichenmaier Adolf | Federnde schuhabsaetze. |
| GB2032761A (en) * | 1978-10-17 | 1980-05-14 | Funck H | Heel for shoe |
| DE2933393A1 (de) * | 1979-08-17 | 1981-02-26 | Funck Herbert | Formsohle fuer schuhwerk |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4404016C2 (de) | 1997-08-21 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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