DE4402806A1 - Karussell - Google Patents
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- A63G—MERRY-GO-ROUNDS; SWINGS; ROCKING-HORSES; CHUTES; SWITCHBACKS; SIMILAR DEVICES FOR PUBLIC AMUSEMENT
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Karussell für Personen, ins
besondere Kinder, mit einem relativ zum Boden stillstehenden Un
terbau, der eine im wesentlichen senkrecht zum Boden angeordnete
Statorachse aufweist und einem um die Statorachse drehbeweglich
gelagerten Rotor, der ein Drehteil zum Mitnehmen von Personen
aufweist.
Von öffentlichen Kinderspielplätzen sind Karusselle der eingangs
genannten Gattung bekannt. Aus Stabilitätsgründen weisen diese
Karusselle eine verlängerte Statorachse auf, mit der sie im Bo
den verankert sind. In der Regel ist die Statorachse in einem
Betonblock eingelassen und der Betonblock als Fundament zur Ver
ankerung im Boden eingegraben. Dies ist notwendig, da neben den
statischen Kräften durch das Gewicht der Personen vor allem
große dynamische Kräfte in Folge der Zentrifugalkraft beim
Drehen des Rotors auftreten. Hierfür ist eine sichere Abstützung
der Kräfte am Boden notwendig.
Nachteiligerweise ist der Platz des Karussells durch die feste
Verankerung der Statorachse im Boden einmalig festgelegt und
kann nur unter erheblichem Aufwand gewechselt werden. Zudem ist
der Vorgang der Verankerung der Statorachse mit Fundament im Bo
den sehr aufwendig und teuer.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Karussell der ein
gangs genannten Gattung zu schaffen, das den beim Benutzen auf
tretenden Kräften Stand hält und einfach aufstellbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Un
terbau einen senkrecht zu der Statorachse angeordneten und im
wesentlichen flächigen Standfuß mit im wesentlichen sternförmig
von der Statorachse abstehenden Radialstreben aufweist, wobei
zwei benachbarte Radialstreben jeweils durch wenigstens eine
Querstrebe miteinander verbunden sind und die Statorachse etwa
in der Flächenmitte des Standfußes angeordnet ist.
Erstaunlicherweise werden über diesen Standfuß auch die beim
Drehen des Karussells auftretenden großen dynamischen Kräfte am
Boden abgestützt. Selbst bei schnellem Drehen des Rotors bleibt
das Karussell im Gleichgewicht. Auch bei extremen Belastungen,
wenn der Rotor schnell dreht und die Personen ungleichmäßig um
die Statorachse herum verteilt sitzen, kippt das Karussell nicht
um. Dies ist überraschend, da bisher stets davon ausgegangen
wurde, daß eine feste Verankerung des Unterbaus mit dem Boden
notwendig war. Durch die erfindungsgemäße Lösung hingegen kann
das Karussell ohne Fundament und aufwendige Verankerung am Bo
den aufgestellt werden. Damit ist dieses Karussell auch für den
privaten Gebrauch geeignet.
Es kann zeitweise an einem Ort aufgestellt werden und an
schließend wieder weggeräumt werden. Günstigerweise bleibt dabei
keine Statorachse oder kein Fundament im Boden zurück, so daß
der Aufstellort anschließend wieder zu jedem Zweck benutzbar
ist. Es bleibt nicht, wie bei herkömmlichen Karussellen, die
störende Statorachse zwangsweise im Boden zurück, an der sich
Kinder verletzen könnten.
Die sternförmige Anordnung der Radialstreben um die Statorachse
herum bilden zusammen mit dieser einen stabilen Tragstern mit
relativ großer Stützfläche. Über die Radialstreben werden die
auf den Tragstern einwirkenden Kräfte über den Boden flächig
verteilt. Die Querstreben sichern den Gegenhalt der Radialstre
ben untereinander. Dadurch werden die auf eine Radialstrebe ein
wirkenden Kräfte auch auf die anderen Radialstreben verteilt.
Die Konstruktion aus Quer- und Radialstreben bildet eine stabi
le, breite Standfläche bei relativ wenig Eigengewicht.
Als Variante der Erfindung sind die Enden zweier benachbarter
Radialstreben durch eine Querstrebe verbunden. Dadurch werden
die Radialstreben stabilitätserhöhend miteinander verbunden.
Vorzugsweise bestehen die Querstreben und die Radialstreben aus
Stahlrohren. Diese sind besonders günstig zur Aufnahme von hohen
Kräften bei minimalem Eigengewicht. Es können beispielsweise
Rechteckstahlrohre mit den Querschnittsabmessungen 30×20 mm
bei 2 mm Wandstärke verwendet werden. Bereits diese kleine rela
tiv leichte Querschnittsform ist ausreichend für eine stabile
Abstützung am Boden.
Denkbarerweise können die Umfangsstreben zusammen einen Umfangs
polygonzug bilden. Dadurch ist ein stabiler Randbereich des
Standfußes geschaffen, über den Kräfte nach allen Seiten ab
stützbar sind.
Vorzugsweise ist der Standfuß als fest mit der Statorachse ver
bundene Grundplatte ausgebildet. Dabei bildet die Grundplatte
ein stabilisierendes Bauteil, was die Standfestigkeit des Ka
russells begünstigt.
Als Variante der Erfindung weist der Rotor ein koaxial um die
Statorachse angeordnetes Rotorrohr auf, das über wenigstens ein
Axiallager und über wenigstens zwei Radiallager drehbar an dem
Unterbau gelagert ist. Über das Rotorrohr werden die Kräfte an
dem Drehteil auf den Unterbau übertragen. Da das Rotorrohr ko
axial um die Statorachse herum angeordnet ist, steht das Rotor
rohr relativ zu einer sich mit dem Drehteil drehenden Person
still. Dadurch wird Verletzungen vorgebeugt. Die auf den Unter
bau einwirkenden axialen und radialen Kräfte werden auf die ent
sprechenden Lager aufgeteilt. Dies gewährleistet eine sichere,
drehbewegliche Lagerung zwischen Rotor und Unterbau. Besonders
geeignet für eine gute Drehbarkeit sind Wälzlager. Als Axial
lager kann beispielsweise ein Axialnadellager und als Radial
lager können Rillenkugellager verwendet werden.
In besonderer Weise kann das Axiallager in die Grundplatte ein
gesetzt sein. Dadurch werden die axialen Kräfte sofort von dem
Rotor zur Grundplatte hin abgestützt, wodurch ein Umleiten von
Kräften vermieden wird. Das Axiallager kann dabei sicher und ge
schützt konzentrisch zur Statorachse in die Grundplatte aufge
nommen werden.
Vorzugsweise ist das Rotorrohr mit seiner Stirnfläche an dem
Axiallager abgestützt.
Als bevorzugte Ausführungsform ist jeweils ein Radiallager im
oberen Bereich und ein Radiallager im unteren Bereich des Ro
torrohres angeordnet. Dabei ist als unterer Bereich der dem Bo
den nahe Bereich und als oberer Bereich der dem Boden fernen Be
reich des Rotorrohres zur verstehen. Diese Anordnung der Radial
lager ist besonders günstig, um die über sie zu übertragenden
Kräfte zu minimieren. Optimal ist die Anordnung der beiden La
ger möglichst weit auseinander.
Besonders vorteilhaft ist am oberen Ende der Statorachse eine
Handhabe angeordnet. An der Handhabe können auf dem Karussell
befindliche Personen angreifen und dadurch sich selber mit dem
Drehteil zusammen um die Statorachse und die Handhabe in Drehung
versetzen.
Günstigerweise ist die Handhabe als senkrecht zur Statorachse
angeordneter Drehkranz ausgebildet. Ein Drehkranz ist ergono
misch besonders günstig. An ihm können Personen mit ihren Händen
angreifen und das Drehteil in Rotation versetzen. Durch die
senkrechte Anordnung des Drehkranzes ist dieser für den Be
nutzer bei jedem Drehwinkel in einer konstanten Höhe angeordnet.
Zweckmäßigerweise kann der Drehkranz mittels eines Adapter
stücks an der Statorachse befestigt sein. Über das Adapter
stück ist der Drehkranz besonders gut einerseits an die Stator
achse und andererseits an den Drehkranz angepaßt, so daß der
Drehkranz optimal an der Statorachse befestigt werden kann.
Besonders vorteilhaft ist die Handhabe über eine Grenzmoment
löseeinrichtung mit der Statorachse verbunden. Die Grenzmo
mentlöseeinrichtung schafft bis zum Erreichen eines Grenzmo
mentes eine drehfest Verbindung zwischen der Handhabe und der
Statorachse. Bei Überschreiten des Grenzmoments ist die Hand
habe gegenüber der stillstehenden Statorachse verdrehbar. Da
durch ist gewährleistet, daß sich eine mit dem Drehteil drehen
de Person sich beim Angreifen an der Handhabe nicht verletzt,
sondern diese beim Überschreiten des Grenzmoments mit der Per
son dreht. Dadurch wird Verletzungen vorgebeugt.
Als Variante der Erfindung weist die Grenzmomentlöseeinrich
tung ein Keilelement auf, das das in die Statorachse hinein
ragende Adapterstück zumindest bereichsweise zur reibschlüssi
gen Anlage an der Statorachse aufweitet. Dies ist eine beson
ders einfache, aber wirkungsvolle Grenzmomentlöseeinrichtung.
Dabei wird das Grenzmoment durch die zwischen der Statorachse
und dem Adapterstück wirkende Reibkraft bestimmt.
Günstigerweise kann das Grenzmoment der Grenzmomentlöseein
richtung über eine Stellvorrichtung einstellbar sein. Dadurch
ist die Belastbarkeit der Grenzmomentlöseeinrichtung verstell
bar und an verschiedene Anforderungen anpaßbar. Beispielsweise
kann das Grenzmoment durch Hineinschieben oder Herausbewegen des
Keilelementes in das Adapterstück erfolgen. Dabei kann günsti
gerweise das Adapterstück in dem mit dem Keilelement zusammen
wirkenden Bereich Schlitze aufweisen, die das Adapterstück in
mehrere Laschen unterteilt.
Vorzugsweise ist der Drehkranz kreisförmig mit einer zum Boden
gerichteten Umlaufkante ausgebildet. An der zur Boden gerichte
ten Umlaufkante können Personen mit ihren Händen besonders gut
angreifen.
Besonders vorteilhaft ist die Umlaufkante wellenförmig ausge
bildet. Durch die Wellenform ist der Drehkranz mit der Umlauf
kante besonders griffig für Personen.
Es wird vorgeschlagen, den Drehkranz als Kunststofftiefzieh
teil auszubilden. Als Kunststofftiefziehteil ist der Drehkranz
stabil ausgebildet, um die daran angreifenden Kräfte aufzuneh
men. Die Umlaufkante und deren Wellenform sind beim Tiefziehen
des Kunststoffes besonders einfach auszubilden. Der Drehkranz
kann beispielsweise aus ABS-Kunststoff bestehen.
Als bevorzugte Ausführungsform sind an dem dem Boden zugewandten
Ende des Rotorrohres das Drehteil stützende Radialträger be
festigt, die sich parallel zum Standfuß und sternförmig um das
Rotorrohr erstrecken. Die Radialträger bilden eine stabile Auf
lage für das Drehteil. Über sie ist das Drehteil mit dem Rotor
rohr drehfest verbunden. Auf das Drehteil einwirkende Kräfte
werden über die Radialträger auf das Rotorrohr übertragen. Die
sternförmig angeordneten Radialträger bilden eine stabile Stütz
konstruktion für das Drehteil. Die Radialträger können
beispielsweise aus Rechteckstahlrohr mit den Querschnittsab
messungen 30×20 und 2 mm Wandstärke bestehen.
Besonders vorteilhaft ist an den Radialträgern auf der dem Boden
abgewandten Seite eine Versteifungsplatte befestigt. Die Ver
steifungsplatte erhöht die Stabilität des Drehteiles und schafft
eine belastbare Fläche, mit der beispielsweise das Gewicht von
Personen aufgenommen werden kann. Die Radialträger werden durch
die Versteifungsplatte untereinander verbunden. Die Verstei
fungsplatte kann beispielsweise mit den Radialträgern verklebt,
vernietet oder verschraubt werden. Die Versteifungsplatte kann
beispielsweise aus ABS-Kunststoff bestehen.
In besonderer Weise kann das Drehteil eine kreisförmige Sitzbank
mit Rückenlehne aufweisen. Dadurch werden den Personen feste
Plätze auf dem Drehteil angeboten. Dies sorgt für eine im we
sentlichen gleichmäßige Verteilung mehrerer Personen auf dem
Drehteil, so daß dieses gleichmäßig belastet wird und im
günstigsten Fall sich Zentrifugalkräfte in verschiedene Rich
tungen gegeneinander aufheben. Ebenso wird dem Herumwandern von
Personen während der Rotation des Drehteiles vorgebeugt. Die
Sitzbank mit Rückenlehne ist vorzugsweise um den Drehkranz herum
angeordnet, wobei eine sitzende Person mit der Brust ebenfalls
dem Drehkranz zugewandt ist. Dadurch kann sich die Person wäh
rend der Rotation beguem an der Rückenlehne anlehnen, so daß die
Person selber keine Gegenkräfte zur Zentrifugalkraft aufbringen
muß.
Als bevorzugte Ausführungsform weist das Drehteil eine die
Kreisform der Sitzbank mit Rückenlehne unterbrechende Einstiegs
öffnung auf. Die Einstiegsöffnung erleichtert die Zugänglichkeit
zu der Sitzbank.
In bevorzugter Ausführungsform besteht das Drehteil zweiteilig
aus einer Fußplatte mit einem Sitzbankträger und einer Sitz
bankschale mit Rückenlehne. Die Fußplatte mit dem Sitzbank
träger und die Sitzbankschale mit der Rückenlehne können se
parat voneinander gefertigt und anschließend zu dem Drehteil
zusammengesetzt werden.
Vorzugsweise sind die Fußplatte mit Sitzbankträger und die
Sitzbankschale mit Rückenlehne miteinander verklebt.
Es wird vorgeschlagen, die Sitzbankschale über einen in Umfangs
richtung des Drehteils umlaufenden, den Sitzbankträger umgrei
fenden Absatz auf den Sitzbankträger aufzusetzen. Dadurch ist
die Sitzbankschale auch formschlüssig mit dem Sitzbankträger be
ziehungsweise der Fußplatte verbunden. Über den Absatz können
Sitzbankschale und Sitzbankträger formgenau aufeinander aufge
setzt werden, wodurch gewährleistet wird, daß die beiden Teile
koaxial zueinander angeordnet sind. Über den Absatz können ra
dial nach außen wirkende Kräfte auf den Sitzbankträger übertra
gen werden.
Denkbar kann sich der umlaufende Absatz in die Seitenbereiche
der Einstiegsöffnung in im wesentlichen radialer Richtung, den
Sitzbankträger übergreifend erstrecken. Dadurch wird der Sitz
bankträger auch im Bereich der Einstiegsöffnung von dem Ab
satz formschlüssig eingefaßt. Dies schafft auch eine form
schlüssige Verbindung zwischen Sitzbankschale und Sitzbank
träger senkrecht zur Rotationsrichtung des Drehteils.
Günstigerweise ist die Sitzbankschale mit Rückenlehne und/oder
die Fußplatte mit Sitzbankträger als Kunststofftiefziehteil
ausgebildet.
In bevorzugter Ausführungsform ist die Rückenlehne in den Sei
tenbereichen der Einstiegsöffnung wenigstens ansatzweise als
Seitenlehne fortgesetzt. Die Seitenlehne schützt vor dem Heraus
fallen von Personen, die nahe der Einstiegsöffnung sitzen. Bei
ruckartigen Beschleunigungen des Drehteils können diese Perso
nen die Seitenlehnen als Seitenhalt benutzen.
Als Variante der Erfindung kann die Fußplatte umfangsseitig
einen die Versteifungsplatte beziehungsweise die Radialträger
übergreifenden Rand aufweisen. Über den Rand ist das Drehteil in
radialer Richtung formschlüssig mit der Versteifungsplatte be
ziehungsweise den Radialträgern verbunden. Dadurch kann die Fuß
platte positionsgenau auf den Unterbau aufgesetzt werden. Der
übergreifende Rand schützt zudem eine neben dem Karussell
stehende Person vor Verletzungen an den rotierenden Radialträ
gern.
Besonders vorteilhaft kann zwischen Standfuß und Boden eine Bo
denplatte mit korrespondierend zu der Form des Standfußes aus
gebildeten Vertiefungen angeordnet sein. Der Standfuß ist in die
Vertiefungen der Bodenplatte einsetzbar. In die Vertiefungen
sind beispielsweise die Querstreben und die Radialstreben ein
setzbar. Dabei stützen die Radialstreben das auf den Unterbau
einwirkende Drehmoment an den Rändern der Vertiefungen ab. Die
Bodenplatte schützt vor Verschmutzung des Standfußes vom Boden.
Der in der Regel aus Metall bestehende Standfuß ist damit gegen
Korrosionseinflüsse vom Untergrund her geschützt. Zudem ver
größert die Bodenplatte die Auflagefläche des Standfußes, was
dem Einsinken des Standfußes in den Boden vorbeugt.
Günstigerweise übergreift der Rand den Standfuß. Dadurch kann
nicht mehr von außen zwischen Standfuß und das Drehteil einge
griffen werden, wodurch Verletzungen vorgebeugt wird. Vorteil
hafterweise wird der Rand so ausgebildet, daß er nicht von ei
ner neben dem Karussell stehenden Person beispielsweise mit de
ren Zehen untergriffen werden kann.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dar
gestellt und werden nachstehend erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch ein erfindungs
gemäßes Karussell längs der Schnittlinie
I-I in Fig. 2,
Fig. 2 eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes
Karussell,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines Stand
fußes mit senkrecht dazu angeordneter
Statorachse,
Fig. 4 eine Draufsicht auf eine Bodenplatte mit
ausgebildeten Vertiefungen,
Fig. 5 eine Unteransicht des Drehteils gemäß
der Ansicht der Schnittlinie V-V in
Fig. 1 mit sternförmig um das Rotorrohr
angeordneten Radialträgern,
Fig. 6 die Einzelheit VI aus Fig. 1 in vergrößer
ter Darstellung und
Fig. 7 die Einzelheit VII aus Fig. 1 in vergrößer
ter Darstellung.
In der Zeichnung ist ein auf den Boden 1 aufgestelltes Karussell
2 dargestellt, das aus einem Rotor 3 und einem Unterbau 4 be
steht. Der Unterbau 4 weist eine senkrecht zum Boden 1 angeord
nete Statorachse 5 auf, die senkrecht zu einer Grundplatte 6 an
geordnet. In der Flächenmitte der Grundplatte 6 ist die Stator
achse 5 mit ihrem unteren Ende festgeschweißt ist. Von der
Grundplatte 6 erstrecken sich sternförmig acht Radialstreben,
deren Enden 8 in etwa auf einer Kreisbahn liegen. Die Enden
zweier benachbarter Radialstreben 7 sind jeweils durch eine
Querstrebe 9 miteinander verbunden. Alle Querstreben bilden zu
sammen einen Umfangspolygonzug 10. Die Grundplatte 6 mit den Ra
dialstreben 7 und den Umfangsstreben 9 sind in etwa in einer
Ebene angeordnet und bilden zusammen einen Standfuß 11.
Zwischen dem Standfuß 11 und dem Boden 1 ist eine Bodenplatte 12
angeordnet. Die Bodenplatte 12 hat eine kreisförmige Außenform
und weist korrespondierend zu der Form des Standfußes 11 ange
ordnete Vertiefungen 13 auf. Umfangsseitig weist die Bodenplatte
12 einen vom Boden 1 weggerichteten Umfangsrand 14 auf. Zwi
schen den Vertiefungen 13 sind Erhebungen 15 ausgebildet.
Die Grundplatte 6 weist im Bereich jeder ihrer Ecken ein Loch 16
auf, zu dem korrespondierend jeweils ein Loch 16 in der Boden
platte 12 vorgesehen ist. Konzentrisch um die Statorachse herum
ist in der Grundplatte 6 ein Axialnadellager 17 eingesetzt.
Die Querstreben 9, die Radialstreben 7 und die Grundplatte 6
sind aus Einzelteilen gefertigt und miteinander verschweißt. Die
Umfangsstreben 9 und die Radialstreben 7 sind aus Rechteckstahl
rohr mit den Querschnittsabmessungen 30×20 mm bei 2 mm Wand
stärke gefertigt. Die Statorachse besteht aus einem Stahlrohr
mit den Querschnittsabmessungen ⌀ 40×7 mm. Die Grundplatte hat
die Abmessungen 400×400×20 mm.
Der Rotor weist ein koaxial zur Statorachse 5 angeordnetes Ro
torrohr 18 auf. Das Rotorrohr 18 besteht aus einem Stahlrohr mit
den Abmessungen ⌀ 100×10 mm. Das Rotorrohr 18 ist an der Sta
torachse 5 über zwei Radiallager 19 und ein Axiallager 17 gela
gert. Die Radiallager 19 sind als Rillenkugellager ausgebildet.
Sie sind weit beabstandet voneinander angeordnet, so daß ein Ra
diallager 19 möglichst weit entfernt vom Boden 1 im oberen Be
reich des Rotorrohres 18 und das andere Radiallager 19 nahe dem
Boden 1 im unteren Bereich des Rotorrohres 18 angeordnet ist.
Das Rotorrohr 18 stützt sich mit seiner Stirnfläche auf dem in
die Grundplatte 6 eingesetzten Axiallager 17 ab. Somit ist das
Rotorrohr 18 axial unverschieblich, aber koaxial um die Stator
achse 5 herum drehbar gelagert. Die Statorachse 5 ragt mit ihrem
oberen Ende ein wenig aus dem Rotorrohr 18 hervor.
Im unteren Bereich sind an das Rotorrohr 18 sternförmig Radial
träger 20 angeschweißt. Die Radialträger 20 befinden sich im we
sentlichen in einer Ebene und parallel beabstandet zu dem Stand
fuß 11. Auf der dem Boden 1 abgewandten Seite ist auf den Ra
dialträgern 20 eine kreisförmige Versteifungsplatte 22 be
festigt. Die Versteifungsplatte 22 kann auf den Radialträgern 20
festgeklebt, vernietet oder daran festgeschraubt sein. Durch die
Mitte der kreisförmigen Versteifungsplatte 22 tritt das Rotor
rohr 18.
Auf der Versteifungsplatte 22 befindet sich das Drehteil 23 zum
Mitnehmen von Personen. Das Drehteil 23 ist zweiteilig ausge
bildet und weist eine Fußplatte 24 mit Sitzbankträger 25 und
eine Sitzbankschale 26 mit Rückenlehne 27 auf. Die Fußplatte 24
erstreckt sich parallel zur Versteifungsplatte 22 und ist mit
dieser verklebt. Die Fußplatte 24 weist umfangsseitig einen die
Versteifungsplatte 22 mit den Radialträgern 20 außen übergrei
fenden Rand 28 auf. Dadurch ist die Fußplatte 24 radial unver
schieblich formschlüssig mit der Versteifungsplatte 22
verbunden.
Auf den Sitzbankträgern 25 ist die Sitzbankschale 26 mit der
Rückenlehne 27 aufgesetzt. Die Sitzbankschale weist einen in Um
fangsrichtung des Drehteils 23 umlaufenden Absatz 29 auf, der
den Sitzbankträger 25 außenseitig übergreift. Dadurch ist die
Sitzbankschale 26 radial unverschieblich zu dem Sitzbankträger
25. Die Sitzbankschale 26 ist an dem Sitzbankträger 25 zusätz
lich festgeklebt. Die Fußplatte 24 mit Sitzbankträger 25 und die
Sitzbankschale 26 mit Rückenlehne 27 sind jeweils als Kunst
stofftiefziehteil ausgebildet.
Sitzbankträger 25, Sitzbankschale 26 mit Rückenlehne 27 bilden
zusammen eine Sitzbank 30, die kreisförmig um das Rotorrohr 18
und diesem zugewandt ist. Die kreisförmige Sitzbank 30 wird von
einer sektorförmigen Einstiegsöffnung 31 unterbrochen. In den
Seitenbereichen 32 der Einstiegsöffnung ist die Rückenlehne 27
teilweise als Seitenlehne 33 fortgeführt. Ebenso setzt sich der
Absatz 29 in die Seitenbereiche 32 in radialer Richtung fort.
An dem dem Boden 1 abgewandten, oberen Ende der Statorachse 5
ist ein Drehkranz 34 angeordnet. Der Drehkranz 34 ist über ein
Adapterstück 35 mit der Stirnseite der Statorachse 5 verbunden.
Der Drehkranz 34 erstreckt sich im wesentlichen senkrecht zur
Statorachse 5. Er ist im wesentlichen kreisförmig ausgebildet
und weist eine zum Boden 1 gerichtete Umlaufkante 36 auf. Die
Umlaufkante ist wellenförmig ausgebildet. Der Drehkranz 34 mit
der Umlaufkante 36 ist als Kunststofftiefziehteil ausgebildet.
In Fig. 6 überlappt der Rand 28 des Drehteiles 23 den Umfangs
rand 14 der Bodenplatte 12.
In Fig. 7 ist ein Ausführungsbeispiel einer Grenzmomentlöse
einrichtung 38 gezeigt. Diese weist ein Keilelement 39 auf, das
innerhalb der Statorachse 5 angeordnet ist und in dem unteren
hohlkegelförmig ausgebildeten Ende des Adapterstücks 35 ange
ordnet ist. Durch das Adapterstück 35 erstreckt sich eine als
Schraube 40 ausgebildete Stellvorrichtung. Die Schraube 40 ist
in dem Keilelement 39 festgeschraubt und stützt sich über ihren
Kopf an dem Drehkranz 34 ab. Durch drehen der Schraube 40 kann
das Keilelement 39 axial innerhalb der Statorachse 5 verschoben
werden. Durch Verschieben des Keilelementes 39 wird das untere
Ende des Adapterstückes 35 entsprechend aufgeweitet und gegen
die Innenwand der Statorachse 5 gedrückt.
Alle nach außen gerichtete Kanten des Drehteiles 23 sind abge
rundet mit relativ großen Rundungsradien gestaltet, um Ver
letzungen vorzubeugen.
Im folgenden wird die Handhabe und die Funktionsweise des in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels eines erfindungsge
mäßen Karussells näher erläutert.
Der Unterbau 4 mit dem Standfuß 11 wird in die Vertiefungen 13
der Bodenplatte 12 eingesetzt und auf einen ebenen Boden 1 auf
gestellt. Über die Statorachse 5 wird der Rotor 3 gestülpt und
mit der Stirnfläche des Rotorrohres 18 gegen das Axiallager 17
an dem Standfuß 11 abgestützt. Anschließend wird der Drehkranz
34 über das Adapterstück 35 mit Hilfe von Schrauben an der Sta
torachse 5 befestigt. Über die zwei Radiallager 19 und das
Axiallager 17 ist der Rotor leichtgängig gegenüber dem Unterbau
4 verdrehbar.
Über die Einstiegsöffnung 31 können Benutzerpersonen das Dreh
teil 23 besteigen und auf der Sitzbank 30 Platz nehmen. Eine Be
nutzerperson kann mit den Händen an dem Drehkranz 34 angreifen,
sich daran abstützen und dadurch den Rotor 3 relativ zum Unter
bau 4 in Rotation versetzen.
Vorteilhafterweise werden über den erfindungsgemäßen Standfuß
die dabei auftretenden statischen und dynamischen Kräfte wirksam
auf den Boden 1 abgestützt, so daß sich das Karussell 2 ständig
im Gleichgewicht befindet. Überraschenderweise werden durch die
se erfindungsgemäße Lösung selbst hohe einseitig wirkende Zen
trifugalkräfte am Boden abgestützt.
Claims (31)
1. Karussell (2) für Personen, insbesondere für Kinder, mit
einem relativ zum Boden (1) stillstehenden Unterbau (4), der
eine im wesentlichen senkrecht zum Boden (1) angeordnete Sta
torachse (5) aufweist und einem um die Statorachse (5) dreh
beweglich gelagerten Rotor (3), der ein Drehteil (23) zum Mit
nehmen von Personen aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Unterbau (4) einen senkrecht zu der Statorachse (5)
angeordneten und im wesentlichen flächigen Standfuß
(11) mit im wesentlichen sternförmig von der Statorachse (5)
abstehenden Radialstreben (7) aufweist, wobei zwei benachbarte
Radialstreben (7) jeweils durch wenigstens eine Querstrebe (9)
miteinander verbunden sind und die Statorachse (5) etwa in der
Flächenmitte des Standfußes (11) angeordnet ist.
2. Karussell nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Enden zweier benachbarter Radialstreben (7) durch eine
Querstrebe (9) verbunden sind.
3. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Querstreben (9) und die Radialstreben (7) aus Stahl
rohren bestehen.
4. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Querstreben (9) zusammen einen Umfangspolygonzug (10)
bilden.
5. Karussell nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Standfuß (11) eine fest mit der Statorachse (5) verbun
dene Grundplatte (6) aufweist, von der die Radialstreben (7)
abstehen.
6. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rotor (3) ein koaxial um die Statorachse (5) angeordne
tes Rotorrohr (18) aufweist, das über wenigstens ein Axiallager
(17) und wenigstens zwei Radiallager (19) drehbar an dem Unter
bau (4) gelagert ist.
7. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Axiallager (17) in die Grundplatte (6) eingesetzt ist.
8. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rotorrohr (18) mit seiner Stirnfläche an dem Axialla
ger (17) abgestützt ist.
9. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils ein Radiallager (19) im oberen Bereich und ein Ra
diallager (19) im unteren Bereich des Rotorrohres (18) ange
ordnet ist.
10. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß am oberen Ende der Statorachse (5) eine Handhabe (34)
angeordnet ist.
11. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Handhabe als senkrecht zur Statorachse (5) angeordneter
Drehkranz (34) ausgebildet ist.
12. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehkranz (34) mittels eines Adapterstücks (35) an der
Statorachse (5) befestigt ist.
13. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Handhabe (34) über eine Grenzmomentlöseeinrichtung
(38) mit der Statorachse (5) verbunden ist.
14. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Grenzmomentlöseeinrichtung (38) ein Keilelement (39)
aufweist, das das in die Statorachse (5) hineinragende Adap
terstück (35) zumindest bereichsweise zur reibschlüssigen An
lage an der Statorachse (5) aufweitet.
15. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Grenzmoment der Grenzmomentlöseeinrichtung (38) über
eine Stellvorrichtung (40) einstellbar ist.
16. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehkranz (34) kreisförmig mit einer zum Boden ge
richteten Umlaufkante (36) ausgebildet ist.
17. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Umlaufkante (36) wellenförmig ausgebildet ist.
18. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehkranz (34) als Kunststofftiefziehteil ausgebil
det ist.
19. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem dem Boden (1) zugewandten Ende des Rotorrohres (18)
das Drehteil (23) stützende Radialträger (20) befestigt sind,
die sich parallel zum Standfuß (11) und sternförmig um das
Rotorrohr (18) erstrecken.
20. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den Radialträgern (20) auf der dem Boden (1) abgewandten
Seite eine Versteifungsplatte (22) befestigt ist.
21. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Drehteil (23) eine kreisförmige Sitzbank (30) mit
Rückenlehne (27) aufweist.
22. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Drehteil (23) eine die Kreisform der Sitzbank (30) mit
Rückenlehne (27) unterbrechende Einstiegsöffnung (31) auf
weist.
23. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Drehteil (23) zweiteilig aus einer Fußplatte (24) mit
einem Sitzbankträger (25) und einer Sitzbankschale (26) mit
Rückenlehne (27) besteht.
24. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fußplatte (24) mit Sitzbankträger (25) und die Sitz
bankschale (26) mit Rückenlehne (27) miteinander verklebt sind.
25. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sitzbankschale (26) über einen in Umfangsrichtung des
Drehteils (23) umlaufenden, den Seitenträger (25) umgreifenden
Absatz (29) auf den Sitzbankträger (25) aufgesetzt ist.
26. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich der umlaufende Absatz (29) in die Seitenbereiche
(32) der Einstiegsöffnung (31) in im wesentlichen radialer
Richtung den Sitzbankträger (25) übergreifend erstreckt.
27. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sitzbankschale (26) mit Rückenlehne (27) und/oder
die Fußplatte (24) mit Sitzbankträger (25) als Kunststoff
tiefziehteil ausgebildet ist.
28. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückenlehne (27) in den Seitenbereichen (32) der Ein
stiegsöffnung (31) wenigstens ansatzweise als Seitenlehne (33)
fortgesetzt ist.
29. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fußplatte (24) umfangsseitig einen die Versteifungs
platte (22) beziehungsweise die Radialträger (20) übergrei
fenden Rand (28) aufweist.
30. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Standfuß (11) und Boden (1) eine Bodenplatte (12)
mit korrespondierend zu der Form des Standfußes (11) ausge
bildeten Vertiefungen (13) angeordnet ist.
31. Karussell nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rand (28) den Standfuß (11) übergreift.
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