DE4401694A1 - Verfahren für das Brauen mit erhöhtem Stammwürzegehalt - Google Patents
Verfahren für das Brauen mit erhöhtem StammwürzegehaltInfo
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- DE4401694A1 DE4401694A1 DE19944401694 DE4401694A DE4401694A1 DE 4401694 A1 DE4401694 A1 DE 4401694A1 DE 19944401694 DE19944401694 DE 19944401694 DE 4401694 A DE4401694 A DE 4401694A DE 4401694 A1 DE4401694 A1 DE 4401694A1
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12C—BEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
- C12C7/00—Preparation of wort
- C12C7/14—Lautering, i.e. clarifying wort
- C12C7/16—Lautering, i.e. clarifying wort by straining
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- Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)
Description
Bei der Gewinnung des Extraktes aus Malz, Gerste oder
anderen Braurohstoffen wird zunächst das zerkleinerte
Material mit Wasser gemaischt. Anschließend erfolgt eine
Abtrennung der unlöslichen Bestandteile in einem Batch
prozeß. Als Trenngerät werden vorzugsweise Läuterbottiche
oder Maischefilter eingesetzt. Dabei entsteht ein Filter
kuchen, der noch große Mengen des zu gewinnenden Extraktes
zurückhält. Erst die Gewinnung dieser Extraktreste durch
Waschen des Treberkuchens läßt eine wirtschaftliche Prozeß
gestaltung zu.
Die bisher bekannten Verfahrensweisen mit Läuterbottich
oder mit dem Maischefilter lieferten aufgrund des Waschvor
gangs Zuckerkonzentrationen im Sammelbehälter vor dem
Eindampfen zwischen 12 GG-% und 15 GG-%. Die End
konzentration wird durch einen nachgeschalteten Ver
dampfungsprozeß eingestellt. Aufgrund der Produktvielfalt
in der Brauerei und Lebensmittelindustrie sind End
konzentrationen von 12 GG-% bis 80 GG-% bekannt. Gelingt es
durch eine Verfahrensoptimierung des Trennprozesses, die
Endkonzentration vor dem Eindampfungsprozeß (Batch-Prozeß
oder kontinuierlicher Prozeß, z. B. mehrstufige Fallfilm
verdampfung) wesentlich zu erhöhen, läßt sich für den
Eindampfprozeß eine deutliche Kostenreduzierung erwarten.
Ziel der Erfindung ist es, den Trennprozeß mit einem
Maischefilter so zu gestalten, daß Endkonzentrationen vor
dem, dann einen geringeren Primärenergieaufwand
erfordernden, Eindampfprozeß von über 19 GG-% erreicht
werden können. Gelöst wird diese Aufgabe durch ein
Verfahren gemäß Anspruch 1. Das Verfahrensprinzip besteht
danach darin, mit niedriger konzentriertem Glattwasser
Nachgußwürze aus dem Filterkuchen zu gewinnen, um dadurch
eine höhere Würzekonzentration zu erlangen, die nur gering
fügig unter der Konzentration der Vorderwürze liegen und
mit dieser weiterbehandelt werden.
Das dem Filtrationsprozeß vorangeschaltete Maischverfahren
wird über das Mengenverhältnis Schrot/Wasser so einge
stellt, daß sich idealerweise eine Vorderwürzekonzentration
zwischen 23 GG-% und 25 GG-% ergibt. Höhere Vorderwürze
konzentrationen scheinen durchaus möglich zu sein. Die
Ausführungen von Briggs, Hough, Stevens und Young in
"Malting and Brewing Science, Volume I Malt and Sweet
Wort", 2nd Edition, Chapman & Hall, London 1981, liefern
den einen Hinweis, daß erst bei Konzentrationen über
30 GG-% mit Beeinträchtigungen der enzymatischen Reaktionen
des Stärke- und Proteinabbaus während des Maischens zu
rechnen ist.
In der einzigen Fig. der Zeichnung (Fließschema) bedeutet:
A = Auffanggefäß; KW = Kaltwasser; M = Mischer; N = Nach
gußgefäße; P = Pumpen; WW = Warmwasser.
Die Maische wird zum Filter gepumpt. Ist das Filter nach
ca. 6 min gefüllt, beginnt die Gewinnung der hoch
prozentigen Vorderwürze. Nach weiteren 20 min ist das
Maischgefäß leer und die Leitung vom Maischgefäß zum Filter
wird mit warmen Brauwasser gespült. Durch ein leichtes
Vorpressen (Drücke zwischen 0,1 barü und 0,5 barü) mittels
Druckluft werden nochmals 5-8% Vorderwürzemenge gewonnen.
Anschließend beginnt das mehrstufige Auswaschen des Filter
kuchens. Beim ersten Wochensud bzw. ersten Sud einer
ununterbrochenen Sudfolge wird der Kuchen mit reinem Wasser
ausgewaschen; alle weiteren Sude werden entsprechend der im
folgenden beschriebenen Verfahrensweise mit sogenanntem
Glattwasser gewaschen, das verschiedene Zucker
konzentrationen enthält.
Die Nachgußmenge wird in i+1 Anteile oder Portionen
unterteilt. Die Vorderwürze und der erste der i+1 Anteile
der Nachgüsse wird in das Vorlaufgefäß A1 geleitet. Von
hier aus wird der nachgeschaltete Koch- oder Eindampfprozeß
beschickt.
Der zweite Anteil der Nachgüsse wird im Vorlaufgefäß N1,
der dritte im zweiten Vorlaufgefäß und schließlich der
(i+1)-te Anteil im Vorlaufgefäß Ni aufgefangen. Beim
zweiten und bei allen folgenden Suden wird das Glattwasser
aus N1 als Waschflüssigkeit für den ersten Anteil der
Nachgüsse verwendet und gelangt damit zur Vorderwürze im
Gefäß A1. Analog dazu wird das Glattwasser aus N2 als
Waschwasser für den zweiten Anteil eingesetzt und im
Behälter N3 wieder aufgefangen. Für den (i+1)-ten Anteil
wird ausschließlich Warmwasser als Waschflüssigkeit
verwendet und im Behälter Ni wieder aufgefangen.
Nach Beendigung des Waschvorgangs im Maischefilter wird die
Restflüssigkeit aus dem Treberkuchen durch den Schritt
"Endpressen" aus dem Kuchen gewonnen. Diese Restflüssigkeit
und die noch vorhandenen Reste an Waschwasser werden
ebenfalls im letzten Glattwassergefäß Ni aufgefangen.
Für das beschriebene Verfahren ist bei Verwendung eines
Maischefilters der Einsatz einer automatischen Filtertuch
reinigungsmaschine unerläßlich. Da auch das letzte Glatt
wasser bzw. die extrakthaltigen Flüssigkeiten aus dem
Schritt "Endpressen" verwendet werden sollen, ist nicht
auszuschließen, daß Feststoffteilchen hinter den Tüchern
abgelagert werden. Diese können nur sicher abgereinigt
werden, wenn das Tuch durch Hochdruckwasser flächig und
vollständig durchstrahlt und auch der Plattenspiegel
(Tuchauflagefläche) gereinigt wird.
Claims (5)
1. Verfahren zur Gewinnung von gefilterter Würze mit
erhöhter Konzentration durch schrittweise Wieder
verwendung von Glattwasser, wobei der Prozeß zum
Auswaschen des Filterkuchens in mehrere Schritte unter
teilt wird und das Glattwasser aus dem i-ten Schritt
beim darauffolgenden Sud als Waschwasser für den (i-1)-
ten Schritt Verwendung findet, dadurch gekennzeichnet,
daß die Würzekonzentration stufenweise zunimmt, bis
nach einem ersten Schritt Zuckerkonzentrationen
erreicht werden, die nur geringfügig unter der
Konzentration der Vorderwürze liegen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
für den Filtrationsprozeß vorzugsweise ein Maische
filter verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
für den Filtrationsprozeß ein Läuterbottich verwendet
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die wiederverwendeten Glattwässer
durch einen Wärmetauscher auf die erforderliche
Temperatur erwärmt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die wiederverwendeten Glattwässer
durch Vermischung mit Heißwasser auf die erforderliche
Temperatur erwärmt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944401694 DE4401694A1 (de) | 1994-01-21 | 1994-01-21 | Verfahren für das Brauen mit erhöhtem Stammwürzegehalt |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944401694 DE4401694A1 (de) | 1994-01-21 | 1994-01-21 | Verfahren für das Brauen mit erhöhtem Stammwürzegehalt |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4401694A1 true DE4401694A1 (de) | 1995-07-27 |
Family
ID=6508386
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944401694 Withdrawn DE4401694A1 (de) | 1994-01-21 | 1994-01-21 | Verfahren für das Brauen mit erhöhtem Stammwürzegehalt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4401694A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102010030955A1 (de) * | 2010-07-05 | 2012-01-05 | Krones Aktiengesellschaft | Verfahren und Vorrichtung zur Medienführung in einer Brauanlage |
| US8563056B2 (en) | 2006-05-19 | 2013-10-22 | Heineken Supply Chain B.V. | Continuous method for the production of a yeast fermented beverage |
| US9879208B2 (en) | 2006-05-19 | 2018-01-30 | Heineken Supply Chain B.V. | Method of producing a mash extract and an apparatus for performing such method |
-
1994
- 1994-01-21 DE DE19944401694 patent/DE4401694A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US8563056B2 (en) | 2006-05-19 | 2013-10-22 | Heineken Supply Chain B.V. | Continuous method for the production of a yeast fermented beverage |
| US9879208B2 (en) | 2006-05-19 | 2018-01-30 | Heineken Supply Chain B.V. | Method of producing a mash extract and an apparatus for performing such method |
| DE102010030955A1 (de) * | 2010-07-05 | 2012-01-05 | Krones Aktiengesellschaft | Verfahren und Vorrichtung zur Medienführung in einer Brauanlage |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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