DE449838C - Einrichtung fuer Schuettelrutschen im Diagonalabbau - Google Patents
Einrichtung fuer Schuettelrutschen im DiagonalabbauInfo
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Description
- Einrichtung für Schüttelrutschen im Diagonalabbau. Es ist bekannt, vgl. G e r k e »Über Abbauförderung« Seite 79, bei steilgelagerten Flözen die Abbaustöße derart zu führen, daß sich die günstigsten Neigungsverhältnisse für die Schüttelrutschenförderung, d. h. also etwa 2o°, ergeben. Werden hierfür dieselben Schüttelrutschen verwendet, wie sie in flacher Lagerung gebraucht werden, so muß man künstlich eine Ebene zum Liegenden schaffen, auf der die Wälzkörper laufen können. Diese Betriebsweise ist nur da angängig, wo das Liegende in der diagonalen Streichrichtung möglichst eine gerade Linie bildet. In der ÜberwiegendenZahl derFälle trifft dies jedoch nicht zu. Die hiermit verbundenen Nachteile sind unter anderen, daß eine solche Rinne entweder auf dem Liegenden oder am Ausbau schleift, so daß sie nicht mehr frei fällt, sonclern sich festklemmt, und weiter die in ihr beförderte Kohle zu einem großen Teil zwischen der Rinne und dem Liegenden durchfällt und sich somit hohe Abbauverluste einstellen.
- Einige dieser Nachteile lassen sich durch die Verwendung eines bekannten, in dünnen Abbauflözen bei festen Rutschen verwendeten besonderen Profils beheben, indem eine Seite der Rinne bis dicht auf das Liegende niedergebogen ist, während die andere Seite hochgebogen ist, um einen muldenförmigen Rinnentrog zu bilden. Hierdurch wird zunächst das Durchfallen der Kohle vermieden und eine Verstärkung des Widerstandsmomentes gegen Biegung erreicht. Die weiteren Nachteile werden nun durch die Erfindung beseitigt, indem diese eine der Rutschengestaltung entsprechende besondere Lagerung vorsieht, wobei für den einen Wälzkörper der Rinne das Liegende als Laufebene oder doch als Abstützfläche dieser benutzt wird, während der andere Wälzkörper hierzu durch ein konsolartiges Winkelstück in eindeutiger Zuordnung in einer zweiten, dazu (recht-) winklig stehenden künstlichen Laufebene angeordnet wird. Hiermit entfallen auch von vornherein die Mängel der bisherigen Anordnung, wo beide Laufebenen gewissermaßen künstlich wären. Weitere Vorteile der Erfindung werden dadurch erreicht, daß leicht lösbare Stoßverbindungen nur auf der vom Liegenden abgekehrten Seite angeordnet werden und diese so ausgebildet sind, daß durch Zwischenlagstücke die Rutschenschüsse über- und untereinandergesteckt «-erden können, womit sich auch die Umkehrung der Förderrichtung ermöglicht.
- In der Zeichnung ist zunächst ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in Abb. i im Querschnitt, in Abb. 2 in Draufsicht wiedergegeben.
- Unter Ausgang von einem mittleren Einfallen von 45' werden auf dem Liegenden durch die Stempel io die Eisen i i, i i festgehalten, die die Laufbahnen 12, 12 für die Wälzkörper 13 tragen, während durch die konsolartigen Ansätze 14 die dazu (recht-) winklig angeordneten Laufbahnen 15 für die Wälzkörper 16 getragen werden. (Ob es sich dabei um Rollen oder Kugeln handelt, ist grundsätzlich gleichgültig.) Auf den Wälzkörpern 13 und 16 läuft nun die Schüttelrutsche 17, deren Profil in an sich bekannter Weise so ausgebildet ist, daß sie auf der einen Seite bis dicht gegen das Liegende abgebogen ist, während sie auf der anderen Seite zur Bildung einer Trogform aufgebogen ist. Dürch Anschlagwinkel 25 und Verstecklöcher 26 ist hierbei eine vom Ausbau umabhängige Verstellbarkeit des eigentlichen Lagerstuhls 14 auf dem Liegenden in der Einfallrichtung ermöglicht. -In den Abb. 3, q. und 5 ist eine besondere Ausbildung angegeben, gemäß der eine Anpassung an das verschiedene Einfallen möglich ist. Durch die bewegliche Verbindung des eigentlichen Lagerstuhles 14 mit den Eisen i i, i i mittels Scharniere 18 o. dgl: kann der Lagerstuhl unter Zwischenschaltung einer entsprechend stark gewählten, gegen einen an der Unterseite des Lagerstuhles angebrachten Anschlagwinkel 26 sich abstützenden Holzunterlage i9 unter jedem beliebigen Winkel vom Liegenden abgehoben werden, wodurch eine Einstellung des eigentlichen Lagerstuhles 14 in verschiedenen Höhenlagen ermöglicht wird. Bei Verwendung eines solchen verstellbaren Lagerstuhles kann immer ein bestimmtes Rinnenprofil 17 gebraucht werden. Hiermit wird der jeweilig günstige Füllquerschnitt erzielt, wie auch das sonstige Zerkleinern der Kohle infolge des Aufschlaggins auf den Rinnenrand vermieden wird.
- In den Abb. 6 und 7 ist im Querschnitt und Längsschnitt - eine besonders gut geeignete Verbindung der einzelnenRutschenschüsse für den vorliegenden Zweck wiedergegeben. Die geschlossenen Rinnenbügel2o sind hier einseitig angeordnet, während das Versteifungsblech zi trogartig um die Rinne 17 herumgreift. Durch Zwischenlage der Blechstücke 22 wird erreicht, daß jede Verbindungsstelle in zweifachem Sinn gebraucht werden kann, indem einmal das Rinnenstück 23 das Stück 24. überdeckt bzw. umgekehrt. Damit kann dieselbe Rinne nicht nur rechtsanlehnend, sondern auch linksanlehnend benutzt werden.
- Bei der geringen Bewegung, die für die Neigung von im Mittel 2o' nötig ist, könnten auch die Wälzkörper durch sich an Ort und Stelle drehende Rollen ersetzt werden, deren Zapfen in gehärteten und geschliffenen Stahlbüchsen laufen. Die nach den oben dargelegten Gesichtspunkten zielbewußt durchgebildete Einrichtung weist so viel Vorteile auf, daß man sie zweckmäßig auch rückwärts in flache Lagerung verwendet, um durch Stellung des Abbaustoßes auf Schlechten eine bessere Arbeitsleistung zu erzielen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung für Schüttelrutschen im Diagonalabbau; dadurch gekennzeichnet, daß die Laufbahn für den einen Wälzkörper (13) in einer ungefähr zum Liegenden parallelen Ebene angeordnet, die zweite Laufbahn (15) für den Wälzkörper (16) in eindeutiger Zuordnung dazu von einem winkelförmig abgebogenen Träger (14) getragen wird.
- 2. Schüttelrutsche nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß leicht lösliche Stoßverbindungen nur auf der vom Liegenden abgekehrten Seite angeordnet sind.
- 3. Schüttelrutsche nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch Verwendung von Zwischenlagstücken (22) die Enden der Rutschenschüsse derart über-oder untereinandergesteckt werden, daß entweder das Ende des einen Kutschenschusses den Anfang des folgenden überdeckt oder umgekehrt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH105385D DE449838C (de) | 1926-02-13 | 1926-02-13 | Einrichtung fuer Schuettelrutschen im Diagonalabbau |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEH105385D DE449838C (de) | 1926-02-13 | 1926-02-13 | Einrichtung fuer Schuettelrutschen im Diagonalabbau |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE449838C true DE449838C (de) | 1927-09-22 |
Family
ID=7169762
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH105385D Expired DE449838C (de) | 1926-02-13 | 1926-02-13 | Einrichtung fuer Schuettelrutschen im Diagonalabbau |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE449838C (de) |
-
1926
- 1926-02-13 DE DEH105385D patent/DE449838C/de not_active Expired
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