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DE449162C - Bolzenschussapparat zum Betaeuben von Vieh - Google Patents

Bolzenschussapparat zum Betaeuben von Vieh

Info

Publication number
DE449162C
DE449162C DESCH72460D DESC072460D DE449162C DE 449162 C DE449162 C DE 449162C DE SCH72460 D DESCH72460 D DE SCH72460D DE SC072460 D DESC072460 D DE SC072460D DE 449162 C DE449162 C DE 449162C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
guide tube
captive bolt
bolt gun
stunning
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH72460D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DESCH72460D priority Critical patent/DE449162C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE449162C publication Critical patent/DE449162C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22BSLAUGHTERING
    • A22B3/00Slaughtering or stunning
    • A22B3/02Slaughtering or stunning by means of bolts, e.g. slaughtering pistols, cartridges

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

  • Bolzenschußapparat zum Betäuben von Vieh. Den Gegenstand der Erfindung bildet Ein neuartiger Bolzenschußapparat zum Betäuben von Schlachtvieh größerer und kleiner Art, welcher sich von den bereits bekannt gewordenen Ausführungsformen solcher Apparate durch seine vereinfachte Bauart vorteilhaft unterscheidet.
  • Um besonders in größeren Schlachthöfen den lästigen und die noch lebenden Tiere unnötig erregenden Lärm der fortwährenden: Detonationen beim Gebrauche von Bolzenschußapparaten zu vermeiden, hat man bereits versucht, diese Apparate mit Schalldämpfern zu versehen.
  • Es ist z. B. vorgeschlagen, an dem unteren Ende des Hammerkopfes eines solchen, Apparates zur Dämpfung des Schalles durch Aufnahme der Explosionsgase bauchige oder ähnliche Erweiterungen vorzusehen. Diese Apparate erscheinen indessen wegen ihrer Unhandlichkeit für die Praxis. nicht vorteilhaft.
  • Eine wesentliche Verbesserung in dieser' Hinsicht stellten bereits die Apparate dar, bei denen .als Schalldämpfer der Raum innerhalb einer den eigentlichen Schußapparat umgebenden Metallummantelung von entsprechender Weite benutzt wurde. Der Schlagbolzenkolben war bei diesen Apparaten so eingerichtet, daß er in Verbindung mit Umgehungskanälen oder Aussparungen in der Zylinderwand an einem bestimmten Punkte seiner Vorwärtsbewegung die Explosionsgase von seiner hinteren Seite nach der vorderen in den Zylinder und durch seitliche Verbindungsöffnungen gleichzeitig in den genannten Mantelraum übertreten ließ, wodurch die Vorbewegung des Kolbens unterbrochen und gleichzeitig das Geräusch der Explosion aufgefangen wurde. Auch diese Apparate fanden indessen nur wenig Anklang, weil sie durch die notwendigerweise sehr stark zu haltende Mantehvand schwer wurden und sich auch durch ihren erheblichen Umfang für die allgemeine Verwendung als zu unbequem erwiesen.
  • Durch den Gegenstand dieser Erfindung soll diesen Übelständen abgeholfen werden. Der neue Apparat besitzt einen besonderen äußeren Schalldämpfer überhaupt nichtmehr, vielmehr ist zu diesem Zwecke das Führungsrohr für den Schlagbolzenkolben derart erweitert und verlängert, daßdessen Innenraum vor dem Kolben zur Aufnahme der sich bei der Explosion entwickelnden Gase vollständig genügt. Durch Anbringung von Umgehungskanälen oder Aussparungen in der Wandung des Führungsrohres nach Bedarf in Verbindung mit Ausdrehungen auf :der Außenseite des SChlagbolzenkolbens ist an dem neuen Apparat in an sich bekannter Weise Vorkehrung getroffen, daß nach Erreichung eines gewissen Punktes beim Vortrieb des. Kolbens durch diesen selbsttätig die Vortriebskraft ausgeschaltet wird. Durch den Druckausgleich in den Räumen vor und hinter dem Kolben hört dessen Vortrieb auf, und der Kolben kehrt unter der Wirkung eines in ebenfalls bekannter Weise innerhalb seines Führungsrohres vorgesehenen Gummipuffers und einer beim Vortrieb durch ihn gespannten Schraubenfeder in seine Ausgangsstellung zurück.
  • Die Zeichnung veranschaulicht in Abb. i bis 3 in je einem mittleren Längsschnitt drei Ausführungsbeispiele eines Bolzenschußapparates nach der Erfindung.
  • Der Apparat nach Abb. i besteht aus einem äußeren Mantelrohr a, welches ein Führungsrohr b dicht umschließt. Von oben ist in das Führungsrohr ein Patronenlager c eingeschraubt und von der unteren Seite ein Bodenstück d. An .diesem unteren Ende ist von, außen auf das Mantelrohr .ein zweckmäßig, nach außen abgeschrägtes Aufsatzstück e aufgeschraubt.
  • Um den mit seinem vorderen Teil in einer zentralen Ausbohrung des Bodenstückes geführten Schlagbolzenschaft f sind innerhalb des Führungsrohres eine Schraubenfeder g und ein Gummipuffer 11 so angeordnet, daß durch die Feder der Bolzen in seine Ausgangsstellung zurückgepreßt wird, während der Puffer den Schlag des Bolzens auffängt. Auf dem hinteren Ende des Schlagbolzens ist ein Kopf i zum Aufstecken einer Patrone vorgesehen.
  • Zur Umleitung der Explosionsgase um den Scblagbolzenkolben k sind an der Innenwand des Führungsrohres b Längskanäle in so ausgeschnitten, daß, wenn -der Kolben beim Vortrieb an ihnen vorbeigeht, sie für die Explosionsgase einen Auslaß nach dem vorderen Raum des Führungsrohres bilden.
  • Der Apparat der.Abb.2 unterscheidet sich von dem der Abb. i nur dadurch, daß bei ihm die Schraubenfederg im Durchmesser größer .gehalten und der Gummipuffer 1Z innerhalb der Feder in einem Rohransatz des Bodenstückes d angebracht ist, wohingegen nach Abb. i der ebenfalls. rohrförmige Gummipuffer h von entsprechend größerem Durchmesser in dem Führungsrohr b so angeordnet ist, daß eine engere Schraubenfeder g frei durch ihn hindurchgeht.
  • An dem Apparate der Abb.2 ist ferner vor dem Kolben k auf dem Schaft des Schlagbolzens/ eine zylindrische Verstärkung angebracht, die in den Rohransatz des Bodenstückes d paßt. Es wird hiermit bezweckt, eine Berührung zwischen der Schraubenfeder und dem Gummipuffer bei deren Zusammenpressen durch den Vortrieb des Schlagbolzenkolbens zu verhüten.
  • Hinsichtlich der Anordnung der Schraubenfeder und des Gummipuffers bildet der Apparat der Abb.3 eine Umkehrung der Anordnung der Abb. 2, indem eine engere Schraubenfeder g sich mit ihrem Vorderende in einem 'Rohransatz des Bodenteiles d bewegt, während der Gummipuffer h auf der Außenseite dieses Rohransatzes angeordnet ist..
  • Der Schlagbolzenkolben h ist bei diesem Apparate als verlängerter, nach vorn offener Hohlkolben ausgebildet, dessen lichte Weite so bemessen ist, daß er beim Vortrieb frei über den Rohransatz passend auf den Gummipuffer aufzutreffen vermag.
  • Die Außenwand des Kolbens k ist mit einer flachen Ausdrehung so versehen, daß nur am vorderen und hinteren Ende des Kolbens je ein schmaler, der lichten Weite des Führungsrohres entsprechender Rand verbleibt. An Stelle der mehr oder weniger geradlinig verlaufenden Umgehungskanäle der beiden anderen Anordnungen -ist bei dem Apparate der Abb. 3 in der Innenwand des, Führungsrohres, b eine flache Ausdrehung m von etwas geringerer Breite als die äußere Ausdrehung des Kolbens k vorgesehen. Der Kolben verliert bei dieser Anordnung seine Führung auch beim Vorübergehen an der Rohraus, drehung nicht, wohl aber treten die Explosionsgase, wenn durch den hinteren Kolbenrand beim Vortrieb die Rohrausdrehung nach dem Explosionsraum zu freigegeben wird, durch diese Ausdrehung in die Kolbena.usdrehüngund gelangen durch in der Kolbenwand vorgesehene Bohrurigen 1 ebenfalls in den Raum vor dem Kolben, dessen weiteren Vortrieb durch Druckausgleich unterbrechend.
  • Bei dieser Ausführung ist eine äußere Ummantelung für das Führungsrohr nicht vorgesehen; auch die anderen Apparate können ohne eine solche hergestellt werden.
  • Die Umlaufkanäle und die Ausdrehung in dem Führungsrohr können nach Bedarf auch in anderen Formen hergestellt werden, als es in der Zeichnung dargestellt ist. Es können im besonderen z. B. die Umlaufkanäle statt in der Längsrichtung des Rohres verlaufend auch schräg oder schraubenförmig auslaufend gestaltet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Bolzenschußapparat zum Betäuben von Vieh, bei dem der Schlagbolzenkolben Umgehungskanäle oder Aussparungen =n der Zylinderwand freilegt und wieder abschließt, die die Explosionsgase zeitweilig von der hinteren nach der vorderen Zylinderseite übertreten lassen, dadurch glekennzeichnet, daß der vordere Zylinderraum groß genug ausgebildet ist, um allein als Schalldämpfer wirken zu können.
DESCH72460D 1924-12-19 1924-12-19 Bolzenschussapparat zum Betaeuben von Vieh Expired DE449162C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH72460D DE449162C (de) 1924-12-19 1924-12-19 Bolzenschussapparat zum Betaeuben von Vieh

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DESCH72460D DE449162C (de) 1924-12-19 1924-12-19 Bolzenschussapparat zum Betaeuben von Vieh

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DE449162C true DE449162C (de) 1927-09-06

Family

ID=7440448

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DESCH72460D Expired DE449162C (de) 1924-12-19 1924-12-19 Bolzenschussapparat zum Betaeuben von Vieh

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