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DE448909C - Verfahren zur Erzeugung von Farbstoffen oder gefaerbten Unterlagen - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Farbstoffen oder gefaerbten Unterlagen

Info

Publication number
DE448909C
DE448909C DEB119466D DEB0119466D DE448909C DE 448909 C DE448909 C DE 448909C DE B119466 D DEB119466 D DE B119466D DE B0119466 D DEB0119466 D DE B0119466D DE 448909 C DE448909 C DE 448909C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dyes
production
solution
indigo
parts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB119466D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Eduard Muench
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEB119466D priority Critical patent/DE448909C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE448909C publication Critical patent/DE448909C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/22General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using vat dyestuffs including indigo
    • D06P1/228Indigo

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erzeugung von Farbstoffen oder gefärbten Unterlagen. Durch Einwirkung von schwefliger Säure oder ihren Salzen auf Acylderivate von Indigo oder analogen Farbstoffen mit stickstoffhaltigem Ring kann man gemäß Patent 4a-5 566 wasserlösliche Derivate erhalten. Es hat sich nun gezeigt, daß sich diese Schwefligsäurederivate acylierter Indigo- oder indigoider Farbstoffe mit stickstoffhaltigem Ring vorzüglich zur Erzeugung von gefärbten Stoffen verwenden lassen, indem man sie in Gegenwart oder Abwesenheit von Unterlagen mit verseifenden Mitteln behandelt. Zweckmäßig wendet man alkalisch wirkende Mittel an, doch kann man auch mit sauren Mitteln eine Verseifung herbeiführen. Je nach Art und Stärke des angewandten Verseifungsmittels oder den Bedingungen der Einwirkung bildet sich entweder der acylierte Indigo- oder indigoide Farbstoff oder der nichtacylierte Farbstoff selbst mit großer Leichtigkeit zurück. Es können beliebige Unterlagen, z. B. Textilfasern, Gewebe, Papier, Leder, und auch anorganische Unterlagen, z. B. die in der Farblackindtistrie üblichen Substrate verwendet werden. Die Farbstoffe können aus den genannten Derivaten auch in Abwesenheit von Unterlagen erzeugt werden, wobei sie oft in sehr-vorteilhafter, feinst verteilter Form entstehen. Unter Umständen ist es vorteilhaft, Oxydationsmittel hinzuzusetzen.
  • Beispiel r.
  • Man klotzt Baumwollstoff mit einer konzentrierten Lösung der Natriumbisulfitverbindung des N # N'-Diacetylindigos mit oder ohne Zusatz von etwas Gummi und passiert ihn dann durch ein warmes alkalisches Entwicklungsbad, wie 5grädige Natronlauge oder Tonerdenatronlösung, zweckmäßig unter Zusatz von Glaubersalz. Unter Umständen, z. B. beim Arbeiten bei niedrigen' Temperaturen, erweist sich ein geringer Zusatz von Wasserstoffsuperoxyd zum Entwicklungsbad als vorteilhaft.
  • Beispiel a.
  • Man färbt Wolle in der Wärme in einer unter- Zusatz. von Essigsäure und Glaubersalz hergestellten Lösung der Kaliumbisulfitverbinidung des N # N'-Diacetyl-4 # 4'-dichlorindigos etwa i Stunde und entwickelt mit einer Lösung von etwa 2 ,ccm Natronlauge 30° Be im Liter oder mit Ammoniak, Tonerdenatron oder sonstigen Alkalien, zweckmäßig unter Zusatz von Glaubersalz u. ä. und von Wassersfoffsuperoxyd. Man erhält die grünstichigblaue Färbung des 4 # 4'-Dichlorindigos.
  • _ In einer mit Essigsäure versetzten Lösung der farblosen Bisulfitverbindung des N-Acetyl-3-indol-2-thionaphthenindigos wird Wolle etwa z Stunde bei 6o bis 7o° umgezogen und danach in einer etwa z o g konzentrierte Schwefelsäure und 2 g Nitrit im Liter enthaltenden Entwicklungslösung wärm der rote Farbstoff entwickelt.
  • Beispiel 4.
  • Man bedruckt Baumwollstoff mit einer aus 2o Teilen N # N' - Diacetylindigobisulfitsalz, eingestellt auf 30 Prozent Indigoiingehalt, 7o Teilen Wasser und 16o Teilen Gummiverdickung bereiteten Paste, trocknet und entwickelt zur Indigofärbung durch Passierendurch eine etwa 25 Prozent Glaubersalz und 5 Prozent Natriumhydroxyd enthaltende und 6o bis 9o ° warme Lösung oder durch Verhängen des bedruckten Stoffes in einer Ammoniakatmosphäre.
  • Entwickelt man den Druck mit einer warmen, mit wenig Pyridin versetzten Kochsalzlösung, so erhält man :die rote Färbung des N . N'-Diacetylindigos.-Beispiel s.
  • Eine Lösung von 2o Teilen Natriumaluminat in loo Teilen Wasser wird mit einer Lösung aus 2 Teilen der Bisulfitverbindung cxes N # N'-Diacetylindigos, o,2 Teilen eingedickter Sulfitcelluloseablauge und loo Teilen Wasser vermischt. Die Mischung, die den gebildeten Indigo in fast collondaiem Zustande enthält, wird mit Essigsäure angesäuert und der ausgeschiedene blaue Lack abfiltriert.
  • Beispiel 6.
  • Wäßrige Lösungen von N # N'-Diacetylindigobisulfit, :die mit dispergierend wirkenden Stoffen, wie künstliche Gerbstoffe, Sulfitcelluloseablauge, Seife u. ä., versetzt sind, liefern auf Zusatz von Alkalilauge u. ä. Indigo in colloid'aler Form oder feinster Verteilung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Erzeugung von Farbstoffen oder gefärbten Unterlagen, dadurch gekennzeichnet, daB man Schwefligsäurederivate N-acylierter Indigo- oder indigoider Farbstoffe in Gegenwart oder Abwesenheit von Unterlagen mit verseifend'en Mitteln behandelt.
DEB119466D 1925-04-24 1925-04-24 Verfahren zur Erzeugung von Farbstoffen oder gefaerbten Unterlagen Expired DE448909C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20190010659A1 (en) * 2017-07-06 2019-01-10 Stony Creek Colors, Inc. Dyed fibers and methods of dyeing using n,n'-diacetyl indigo
US11208760B2 (en) 2017-12-07 2021-12-28 Stony Creek Colors, Inc. Dyed fibers and methods of dyeing using O,O′-diacetyl leucoindigo

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WO2019010079A1 (en) * 2017-07-06 2019-01-10 Stony Creek Colors, Inc. COLORED FIBERS AND COLORING PROCESSES USING INDIGO N, N'-DIACETYL
US10655273B2 (en) 2017-07-06 2020-05-19 Stony Creek Colors, Inc. Dyed fibers and methods of dyeing using N,N′-diacetyl indigo
US11208760B2 (en) 2017-12-07 2021-12-28 Stony Creek Colors, Inc. Dyed fibers and methods of dyeing using O,O′-diacetyl leucoindigo

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