DE448256C - Herstellung von gekoerntem, staubfreiem Kalksalpeter - Google Patents
Herstellung von gekoerntem, staubfreiem KalksalpeterInfo
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- DE448256C DE448256C DEN26776D DEN0026776D DE448256C DE 448256 C DE448256 C DE 448256C DE N26776 D DEN26776 D DE N26776D DE N0026776 D DEN0026776 D DE N0026776D DE 448256 C DE448256 C DE 448256C
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C05—FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
- C05C—NITROGENOUS FERTILISERS
- C05C5/00—Fertilisers containing other nitrates
- C05C5/005—Post-treatment
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Description
- Herstellung von gekörntem, staubfreiem Kalksalpeter. Beim Zerkleinern von Kalksalpeter durch Zerdrücken der erstarrten Stücke in. Desintegratoren oder KugeJmühle:n wird ein mehr oder minder großer Teil bis zu Staub zerkleinert. Dieser Staub verursacht beim Ausstreuen des Salperters gewisse Unannehmdichkeiten. Um diesem Übelstande abzuhelfen, muß in der Fabrik zur Entfernung des Staubes ein Siebprozeß vorgenommen werden. Soll indessen sämtlicher Staub entfernt werden, so muß ein unverhältnismäßiggroßer Teil der Produktion auf den Erstarrungs-und Zerkleinerungsapparaturen nachbehandelt werden. Nach der vorliegenden Erfindung wird aus dem zerkleinerten Salpeter mittels einer einfachen Nachbehandlung der Staub vollkommen entfernt, während ein Nachsieben dir Kalksalpetermenge ganz fortfällt oder auf einen verschwindend kleinen Teil der Produktion beschränkt wird.
- Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht darin, daß der zerkleinerte Kalksalpeter durch einen Apparat geführt, in diesem -in dauernder Bewegung gehalten und einer Temperaturerhöhung oder einer schwachen Befeuchtung ausgesetzt wird. Bei diesem Verfahren kleben die feinen Teilchen zusammen und bilden runde größere Körner. Die Größe der Körner ist von der Temperatur und der Zeit des Durchgangs durch die Vorrichtung abhängig. Es hat sich gezeigt, daß vorzugsweise die kleinen Körner agglomeriert werden, während die größeren in weit ,geringerem Maße zu nach größeren Körnern zusammenbacken. Nachdem das wänmebehandeIte Produkt wieder abgekühlt ist, kann es erforderlichenfalls - einem Siebprozeß zur Entfernung größerer Klumpen unterworfen werden. Das hierdurch gewonnene Produkt kann im allgemeinen ohne weiteres dem granulierten Stoff zugesetzt werden, da bei der Zerkleinerung dieser größeren Klumpen kein Staub entsteht.
- Es kann vielfach vorteilhaft erscheinen, den bei der Zerkleinerung des Salpeters in den Desintegratoren gebildeten Staub auszusieben und hierauf nach der vorliegenden Erfindung zu behandeln. Man kann auf diese Weise die Größe der Apparatur einschränken und gleichzeitig vermeiden, daß die größeren Teile sich zu großen Klumpen zusammenballen.
- Die Granulierung kann dadurch befördert werden, daß man den Salpeter während des Umrührens und des Erhitzers anfeuchtet. Man muß dann nur dafür sorgen, daß das Produkt im voraus entsprechend mehr Stickstoff enthält, so daß das Endprodukt einen dem normalen Salpeter entsprechenden Stickstoffgehalt erhält.
- Die Feuchtigkeit kann in der Weise ,zugeführt werden, daß man während des Granu; lierungsprozesses oder -ändere-Gase über die Masse leitet. Es hat sich gezeigt, daß die Agglomerierung der Partikel auch stattfindet, wenn die Masse nicht erhitzt, sondern nur angefeuchtet wird, jedoch arbeitet das Verfahren bei gleichzeitiger Erhitzung schneller.
- Das Verfahren kann z. B. auf folgende Weise ausgeführt werden: Der zerkleinerte Salpeter in dem Behälter A wird durch die Transportschnecke B in die mit einem Mantel versehene Trommel C geführt. Durch eine Abteilung des Mantels wird warmes -Wasser und durch die ändere Abteilung Kühlwasser geleitet. Die Trommel ist mit dem langsam umlaufenden Rühn werk E versehen, durch welches der Inhalt in. Bewegung gehalten wird. In der Abteilung, in welche der Salpeter aufgegeben wird, wird die Temperatur auf 5o° gehalten. Nach kurzer Zeit ist der gesamte Staub verschwunden, und man erhält ein gleichmäßig granuliertes Produkt, welches darauf durch die gekühlte Abteilung der Trommel geführt und abgekühlt wird. Da man den Salpeter der Trommel an einem Ende zugeführt und in granuliertem Zustande an dem anderen Ende entnimmt, arbeitet das Verfahren kontinuierlich.
- An Stelle einer feststehenden Trommel kann auch ein rotierender Apparat benutzt werden; ebenso können auch Granulierungsapparaturen in mannigfachen Ausführungsformen und Konstruktionen Verwendung finden.
- Die Temperatur der Wände des Behälters kann innerhalb weiter Grenzen variieren, da die Agglomerierungsgeschwindigkeit außerdem dadurch geregelt werden kann, daß man den Stoff mehr oder weniger schnell durch den Apparat hindurchgehen läßt.
- Zur Erreichung einer großen Produktion ist es vorteilhaft, das Verfahren bei hoher Temperatur, z. B. 6o° oder darüber, und mit so großer Durchgangsgeschwindigkeit durchzuführen, daß nur die kleinsten Teilchen Zeit haben, klebrig zu werden.
- Wenn der Schmelzpunkt des Kalksalpeters durch Zusatz anderer Stoffe, wie z. B. Ammonnitrat, verändert wird, so muß selbstverständlich auch die Temperatur und Geschwindigkeit derart verändert werden, daß die Verhältnisse dem behandelten Stoff angepaßt werden.
- Außer der in dem Ausführungsbeispiel vorgesehenen Art der Erwärmung kann man die Masse auch mittels warmer Luft oder anderer armer Gase erhitzen, welche durch -die Vorrichtung geleitet werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRücHr r. Herstellung von gekörntem, staubfreiem Kalksalpeter, dad`axch gekennzeichnet, daß der zerkleinerte Salpeter unter beständiger Bewegung erhitzt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der zerkleinerte Salpeter zunächst einem Trennungsprozeß zur Ausscheidung von Staubteilchen unter einer gewissen Größe unterworfen wird, worauf -der Staub gemäß Anspruch i b:ehandelt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man während des Granufierungsprozesses Feuchtigkeit zuführt.-q., Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren bei gewöhnlicher Temperatur durchgeführt wird
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NO448256X | 1926-01-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE448256C true DE448256C (de) | 1927-08-10 |
Family
ID=19905690
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN26776D Expired DE448256C (de) | 1926-01-14 | 1926-12-31 | Herstellung von gekoerntem, staubfreiem Kalksalpeter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE448256C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750332C (de) * | 1938-10-20 | 1945-01-05 | Kemiska Patenter Ab | Vorrichtung zum Mischen und Koernen von im wesentlichen plastischen Massen, insbesondere Duengemittelmassen |
-
1926
- 1926-12-31 DE DEN26776D patent/DE448256C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750332C (de) * | 1938-10-20 | 1945-01-05 | Kemiska Patenter Ab | Vorrichtung zum Mischen und Koernen von im wesentlichen plastischen Massen, insbesondere Duengemittelmassen |
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