DE446597C - Verfahren zur unmittelbaren Verwertung des Gichtstaubs an Hochoefen und aehnlichen Schachtoefen - Google Patents
Verfahren zur unmittelbaren Verwertung des Gichtstaubs an Hochoefen und aehnlichen SchachtoefenInfo
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
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- C21B5/00—Making pig-iron in the blast furnace
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Description
- Verfahren zur unmittelbaren Verwertung des Gichtstaubs an Hochöfen und ähnlichen Schachtöfen. Beim Betriebe von Hochöfen und ähnlichen Schachtöfen wird mit den Gasen eine beträchtliche Menge der Beschickung in Form von Lichtstaub abgeführt. Dadurch wird einmal die Zusammensetzung der Beschickung empfindlich gestört, es tritt aber auch ein erheblicherMaterialverlust ein, der nur dadurch wieder gedeckt werden kann, daß man den Lichtstaub nachträglich auffängt, agglomeriert oder brikettiert und wieder in den Ofen einsetzt.
- Man hat versucht, den Lichtstaub ohne Brikettierung und Agglomerierung am Ofen selbst in der Weise wieder zu verwenden, daß man ihn in die Windformen einbläst. Dadurch entstehen aber erhebliche Störungen der gerade vor den Formen sehr wichtigen Temperaturverhältnisse des Ofens. Dem Ofen wird an einer Stelle Wärme entzogen, an der er sie am notwendigsten braucht. Man suchte diesen Schwierigkeiten dadurch zu begegnen, daß man gleichzeitig mit dem Lichtstaub Kohlenstaub oder auch Sauerstoff durch die Formen einblies. Alle diese bekannten Verfahren haben sich aber nicht durchgesetzt, da sie entweder den gleichmäßigen Gang des Hochofens störten oder aber zu umständlich für die Durchführung in der Praxis waren.
- Der Erfinder hat festgestellt, daß der Lichtstaub hauptsächlich in den oberen Schichten der Beschickung mit dem Gasstrom weggerissen wird. Hat er dagegen tiefere Schichten erreicht, so wandert er mit der Beschickung nach unten und wird ohne Schwierigkeiten vom Ofen verarbeitet. Auf Grund dieser Beobachtungen entstand der Gedanke, den Gichtstaub nicht unten in die Formen, sondern oben am Schacht in Zonen einzublasen, aus denen er nicht mehr durch den Gasstrom entführt wird. Würde dieses Einblasen aber wie gewöhnlich mit Luft erfolgen, so müßte eine neue Schmelzzone entstehen, und der Ofen würde sich an dieser Stelle verstopfen. Ein weiterer Gedanke des Erfinders war es daher, das Einblasen nicht mit Luft, sondern vielmehr mit einem nicht oxydierend wirkenden Gase, am einfachsten mit Hochofengichtgas, zu bewerkstelligen. Da das Einblasen in eine Zone mit verhältnismäßig niedriger Temperatur erfolgt, vereinfacht sich die Form der Einblasevorrichtung sehr wesentlich. Man kann z. B. den Lichtstaub unmittelbar aus den Staubsäcken des Ofens entnehmen und mit Hilfe von Hochofengas, das durch einen Kompressor unter Druck gesetzt wird, in eine oder mehrere im Schacht befindliche Düsen einblasen.
- Es hat sich gezeigt, daß bei diesem Verfahren der größere Teil des Lichtstaubs mit der Beschickung im Ofen verarbeitet wird.
- Die Vorteile des neuen Verfahrens liegen einmal darin, daß der bisher nur nach einer kostspieligen Stückigmachung im Ofen wieder zu verwertende Lichtstaub unmittelbar im Ofen wieder verwendet werden kann. Ferner wird dadurch die Beschickung in der gleichen Zusammensetzung, wie sie oben gegichtet wird, vom Ofen verarbeitet, so daß ein gleichmäßiges Roheisen erzeugt und ein stetiger Ofengang erreicht wird.
- Das zum Einblasen des Staubes verwendete Gas geht nicht verloren, sondern nimmt nur an einem Kreislauf teil.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCFIE: i. Verfahren zur unmittelbaren Verwertung des Gichtstaubs an Hochöfen und ähnlichen Schachtöfen durch Einblasen in den Ofen, dadurch gekennzeichnet, daß der Gichtstaub in den Schacht des Ofens mit Hilfe nicht oxydierend wirkender Gase eingeblasen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einblasen Hochofengas verwendet wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Staub unmittelbar den Staubfängern des Ofens entnommen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH106096D DE446597C (de) | 1926-04-07 | 1926-04-07 | Verfahren zur unmittelbaren Verwertung des Gichtstaubs an Hochoefen und aehnlichen Schachtoefen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH106096D DE446597C (de) | 1926-04-07 | 1926-04-07 | Verfahren zur unmittelbaren Verwertung des Gichtstaubs an Hochoefen und aehnlichen Schachtoefen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE446597C true DE446597C (de) | 1927-07-04 |
Family
ID=7169953
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH106096D Expired DE446597C (de) | 1926-04-07 | 1926-04-07 | Verfahren zur unmittelbaren Verwertung des Gichtstaubs an Hochoefen und aehnlichen Schachtoefen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE446597C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE741420C (de) * | 1939-05-21 | 1943-11-11 | Roechlingsche Eisen & Stahl | Verfahren zum Herstellen eines siliciumarmen Roheisens aus eisenarmen Erzen |
| DE1137056B (de) * | 1956-04-19 | 1962-09-27 | Louis Leon Newman | Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Eisen |
-
1926
- 1926-04-07 DE DEH106096D patent/DE446597C/de not_active Expired
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|---|---|---|---|---|
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| DE1137056B (de) * | 1956-04-19 | 1962-09-27 | Louis Leon Newman | Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Eisen |
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