DE4458C - Brücke mit Ausbalancirung des Eigengewichts und nicht kontinuirlichen Hauptträgern über mehr als eine Oeffnung - Google Patents
Brücke mit Ausbalancirung des Eigengewichts und nicht kontinuirlichen Hauptträgern über mehr als eine OeffnungInfo
- Publication number
- DE4458C DE4458C DENDAT4458D DE4458DA DE4458C DE 4458 C DE4458 C DE 4458C DE NDAT4458 D DENDAT4458 D DE NDAT4458D DE 4458D A DE4458D A DE 4458DA DE 4458 C DE4458 C DE 4458C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- bridge
- girders
- pressure
- movable
- support points
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 244000027321 Lychnis chalcedonica Species 0.000 claims description 4
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 claims description 3
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 3
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 2
- 238000005086 pumping Methods 0.000 description 2
- 230000008439 repair process Effects 0.000 description 2
- 241001367035 Autographa nigrisigna Species 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 230000003068 static effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01D—CONSTRUCTION OF BRIDGES, ELEVATED ROADWAYS OR VIADUCTS; ASSEMBLY OF BRIDGES
- E01D15/00—Movable or portable bridges; Floating bridges
- E01D15/04—Swing bridges
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Architecture (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Bridges Or Land Bridges (AREA)
Description
1878.
Klasse 19.
Dr. PROELL & SCHAROWSKY in DRESDEN.
Brücke mit Ausbalancirung des Eigengewichts und nicht continuirlichen Hauptträgern über
mehr als eine Oeffnung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Mai 1878 ab.
Bei einer Drehbrücke nach den bisher üblichen Constructionen tritt gewöhnlich der Uebelstand
auf, dafs bei dem jedesmaligen Oeffnen derselben ihr ganzes Eigengewicht oder der
gröfsere Theil desselben um eine bestimmte Höhe gehoben werden mufs, damit die Brücke aufgedreht
werden kann. Ueberall da, wo man sich bemüht hat, die Arbeit, welche zum Heben der Brücke erforderlich ist, auf ein Minimum
zu reduciren bezw. dieselbe in bequemer Weise zu verrichten, sind complicirte Mechanismen
zur Anwendung gekommen, welche bei dem jedesmaligen Oeffnen der Brücke in Bewegung
gesetzt werden müssen.
Die Behandlung einer so eingerichteten Drehbrücke macht dem einfach gebildeten Brückenwärter
nicht unbedeutende Schwierigkeiten; bei den meisten dieser Brücken werden auch öfters
Reparaturen nothwendig. Sehr häufig treten insbesondere die Reparaturen da auf, wo die
ganze Last der Brücke auf einen mittleren Zapfen concentrirt ist, denn durch die beim
Drehen einer solchen Brücke auftretende stärke Reibung auf der· oberen Fläche des Zapfens
bezw. in der Lagerpfanne entstehen nicht selten so grofse Materialabnutzungen an den sich reibenden
Flächen, dafs ein Nacharbeiten oder eine Neuersetzung der betreffenden Theile erfolgen
mufs.
Die Drehbrücken, welche zwei Oeffnungen
überspannen, sind gewöhnlich so eingerichtet, dafs in ihrem geschlossenen bezw. belasteten Zustande
die Hauptträger der Brücke als conti-■ nuirliche Träger über drei Stützen wirksam sind.
Bei der Beweglichkeit, welche die Lagerstellen der Hauptträger einer solchen Brücke
haben müssen, ist es sehr schwierig, die Höhenlage der Stützpunkte genau so einzuhalten, wie
sie bei der statischen Berechnung der Träger angenommen wurde. Bekanntlich wird aber
ein continuirlicher Träger durch seine Belastung ganz anders beansprucht als die Rechnung ergiebt,
sobald die Höhenlage der Stützpunkte eine andere ist, als sie bei der Berechnung des
Trägers vorausgesetzt wurde.
Damit der mittlere Pfeiler einer Drehbrücke als Stützpunkt für die Hauptträger benutzt werden
kann, ist es erforderlich, diesen Pfeiler mindestens so breit bezw. von solchem Durchmesser
zu machen, wie die Hauptträger von einander liegen.
Infolge dessen sind für breite^ Drehbrücken verhältnifsmäfsig sehr starke Pfeiler erforderlich.
Es mufs demnach als nachtheilig betrachtet werden, Drehbrücken so zu bauen, dafs ihre
Hauptträger im belasteten Zustande der Brücke als continuirliche Träger wirksam sind.
Die in beiliegender Zeichnung dargestellte Construction einer Drehbrücke beseitigt die in
obigem aufgeführten Uebelstände. Durch diese Construction wird erreicht, dafs beim jedesmaligen
Oeffnen der Brücke nur ein ganz geringer, beliebig zu bestimmender Theil des
Eigengewichtes derselben zu heben ist und dafs die Hauptträger der Brücke im geschlossenen
bezw. belasteten Zustande der letzteren als frei auf zwei Stützen aufruhende Träger wirksam
sind.
Um dies zu erreichen, ist ein mittlerer Pfeiler A aufgeführt, welcher einen so grofsen
Durchmesser hat; dafs er den Rollenkranz B in sich aufnehmen kann. Auf dem Rollenkranz
B bewegen sich beim Drehen der Brücke die Rollen C, auf welchen die Brücke ruht.
Der Rollenkranz B ist in verticaler Richtung beweglich und es wird auf ihn ein bestimmter
Druck von unten nach oben ausgeübt. In beiliegender Zeichnung ist dieser Druck mittelst
Hebelübersetzung angegeben, indem die auf Ό gelagerten und radial im Pfeiler angeordneten
Hebel E mit ihrem einen Ende auf die untere Kante des Rollenkranzes B drücken, während
sie an ihrem anderen Ende Gegengewichte F tragen. In der Mitte des Pfeilers ist eine in
ihrem unteren Ende sternförmig ausgebildete Säule G aufgestellt, um welche sich die Gewichte
F concentrisch gruppiren und welche aufserdem dazu dient, denjenigen Theil des
Eigengewichtes der Brücke aufzunehmen, welcher bei dem Oeffnen derselben mittelst der
Schraube H zu heben ist. Die Schraube H bewegt sich in dem Gufsstück / und dieses
befindet sich in fester Verbindung mit der Brücke.
Aufser der Anwendung der Gegengewichte zum Ausbalanciren der Brücken sind noch an-
dere Vorrichtungen möglich. Es kann z. B. die den beweglichen Ring der Brücke aufwärtsdrückende
Kraft durch Federn, durch hydraulischen oder Dampfdruck erzeugt werden, der in geeigneter Weise durch Accumulatoren oder
Pumpwerke transmittirt wird.
Im vorliegenden Falle sind nach der beiliegenden Zeichnung die Gegengewichte F so eingerichtet,
dafs der Gesammtdruck der Hebel E auf den Rollenkranz B um etwas geringer ist,
als das Eigengewicht der Brücke beträgt. Die geschlossene Brücke ruht also mit ihren Enden
mit einem Gewicht gleich der Differenz aus dem Eigengewicht der Brücke und dem durch
die Hebel E auf dem Ring B ausgeübten Gesammtdruck..
Soll die Brücke geöffnet werden, so ist mit der Schraube H auf die Säule G ein Druck
auszuüben, welcher gleich der soeben bezeichneten Differenz zwischen dem Eigengewicht der
Brücke und dem von den Hebeln E ausgeübten Drucke ist. Der mit der Schraube H auszuübende
Druck kann so gering bemessen werden, dafs ihn · ein Arbeiter mit einem auf das Vierkant
der Schraube aufgesetzten Schlüssel leicht ausüben kann.
Derselbe Schlüssel, welcher zum Heben der Brücke gedient hat, wird benutzt, die Brücke
zu drehen, indem mit demselben die Welle K in Drehung versetzt wird. Von dieser Welle K
führt eine Zahnradübertragung bis zum Zahnkranz L, welcher fest am Pfeiler A befestigt ist.
In geschlossenem Zustande der Brücke ist die Schraube H so hoch gedreht, dafs bei Belastung
der ersteren die Durchbiegung der Brücke frei geschehen kann, ohne die Säule G
zu belasten. Sobald die Brücke infolge ihrer mobilen Belastung sich biegt, geht der Rollenkranz
B nach unten und die Gewichte F werden nach oben bewegt; das umgekehrte Spiel
findet statt, sobald die Brücke entlastet, ihre Durchbiegung also vermindert wird.
Statt der Schraube können auch andere Mittel angewendet werden, um den geringen
Differenzdruck zwischen dem Eigengewicht der Brücke und den ausbalancirenden Kräften
auf den Zapfen auszuüben, z. B. Schnecke mit Zahnradübertragung, hydraulisches Pumpwerk etc.;
auch ist es möglich, das Anheben bezw. Senken der Brücke nicht blos über der Mitte des
Drehpfeilers, sondern auch an irgend einem anderen beliebigen Punkte vorzunehmen.
Wie schon erwähnt, ruht die Brücke in ihrem geschlossenen Zustande mit einem verhältnifsmäfsig
sehr geringen Gewicht an ihren Enden auf den Pfeilern. Sobald die mobile Belastung
der Brücke eintritt, vermehren sich die Stützendrucke an den beiden Enden der Brücke um
die Gröfse der mobilen Belastung, während der Druck gegen die Brücke vom mittleren Pfeiler
aus constant bleibt.
Die Hauptträger der Brücke wirken demnach stets nur als an ihren Enden frei aufliegende
Träger, welche von dem Drehpfeiler aus einen constanten Druck erhalten.
Um ein Üeberdrehen der Zapfenschraube H
zu verhindern, ist es nothwendig, den Drehwinkel des Zapfens, welcher zum Anheben
bezw. Senken der Brücke nöthig ist, zu begrenzen und eine Einrichtung zu treffen, welche
nur gestattet, den Aufsteckschlüssel auf das Vierkant des Zapfens zu setzen bezw. von demselben
abzuheben, wenn derselbe sich in seiner tiefsten bezw. höchsten Lage befindet.
Zur Begrenzung des Drehwinkels ist das sogenannte Malteserkreuz verwendet worden.
Der Aufsteckschlüssel q ist mit einem Zahn i versehen, welcher in die entsprechend construirte
Lücke eines Rades greift und dieses um je eine Zahntheiluiig dreht, sobald der Aufsteckschlüssel einmal umgedreht ist.
Aus der Zeichnung ist unmittelbar ersichtlich, dafs der Stift / die Drehung des Maltheserkreuzes
m begrenzt, damit ist aber auch die Drehung des Aufsteckschlüssels genau begrenzt.
Die auf dem Malteserkreuz befindliche Platte / besitzt zwei Ausschnitte, durch welche gerade
der Zahn des Aufsteckschlüssels gesteckt bezw. herausgehoben werden kann. Es ist also
hiernach nicht möglich, den Aufsteckschlüssel früher zu entfernen, bevor die die zum Anheben
bezw. Senken der Brücke nothwendige ganze ■Drehung vollendet ist und nach jedesmaligem
Senken der Brücke die Unterkante der Zapfenschraube sich in angemessener Entfernung von
der oberen Stützfläche der Säule G befindet. Dies ist unbedingt nöthig, damit selbst bei
gröfster Durchbiegung der geschlossenen Brücke die Säule G nie belastet wird.
Bei Benutzung der in dieser Beschreibung vorhin erwähnten Vorrichtungen zum Anheben
bezw. Senken der Brücke würden andere Einrichtungen getroffen werden müssen, die genau
denselben Zweck erfüllen müfsten.
Jeder Hauptträger der ausbalancirten Drehbrücke mit nichtcontinuirlichen Hauptträgern
bildet in geschlossenem Zustande der Brücke einen Träger, welcher an seinen Enden frei
aufliegt und an einer Stelle zwischen den Endauflagern einen constanten, nach oben gerichteten
Stützendruck erhält. Das Princip des beweglichen Stützpunktes der Hauptträger bleibt
unverändert, wenn man von der Drehbarkeit der Brücke als solcher abstrahirt und die Hauptträger als Träger einer festen Brücke betrachtet.
Im weiteren bleibt das Princip des beweglichen Stützpunktes unverändert, wenn man zu dem
einen noch einen zweiten oder mehrere in verticaler Richtung bewegliche und einen constanten
Druck ausübende Stützpunkte hinzufügt, so dafs also nicht blos zwei sondern drei oder
noch mehr Oeffnungen von den Trägern überbrückt werden.
Ebenso wie jeder Hauptträger der Drehbrücke über zwei Oeffnungen durch die Anordnung
des beweglichen Stützpunktes zu einem nichtcontinuirlichen Hauptträger gemacht wird, so wird
Claims (4)
1. Die Anordnung von in verticaler Richtung beweglichen Stützpunkten mit constantem
Stützendruck für die Lagerstellen zwischen den Endauflagern von Brücken- oder anderen
Trägern, welche mehr als eine Oeffnung überspannen.
2. Bei Drehbrücken behufs theilweiser Ausbalancirung des Eigengewichtes derselben
die Anordnung eines unter dieselben gelegten Ringes, welcher durch irgend eine
wie in der Beschreibung vorgesehene Vorrichtung mit constantem Druck gegen die Brücke gedrückt wird, im wesentlichen wie
beschrieben und gezeichnet.
3. Bei Drehbrücken die Anordnung einer an der Brücke festgelagerten Schraube über
der Mitte des Drehpfeilers behufs Anhebens der Brücke, im wesentlichen wie beschrieben
■und gezeichnet.
4. Die Vereinigung des Maltheserkreuzes mit der Hebeschraube bei Drehbrücken behufs
Begrenzung des Weges der Schraube und die Verbindung des genannten Kreuzes mit einer Vorrichtung, welche verhindert, dafs
auf einem Bruchtheil ihres Weges die Hebeschraube stehen gelassen wird, im wesentlichen,
wie beschrieben und gezeichnet.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4458C true DE4458C (de) |
Family
ID=283186
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT4458D Active DE4458C (de) | Brücke mit Ausbalancirung des Eigengewichts und nicht kontinuirlichen Hauptträgern über mehr als eine Oeffnung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4458C (de) |
-
0
- DE DENDAT4458D patent/DE4458C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2847358A1 (de) | Kran zum heben schwerer lasten | |
| CH615474A5 (en) | Method and device for manufacturing bridges made of reinforced concrete | |
| DE1556337B2 (de) | Verstellbarer Tragrahmen fur Container | |
| EP0032116B1 (de) | Antriebs- und Führungsvorrichtung für eine Stranggiesskokille | |
| DE7429323U (de) | Laufrolle | |
| DE4458C (de) | Brücke mit Ausbalancirung des Eigengewichts und nicht kontinuirlichen Hauptträgern über mehr als eine Oeffnung | |
| DE2734550B2 (de) | Vorrichtung zum Heben und Abstützen eines Bauwerks | |
| DE1904984A1 (de) | Presse | |
| DE387183C (de) | Auf Raedern laufender Hebekarren | |
| AT276223B (de) | Hub- und Absenkvorrichtung | |
| DE2619262C3 (de) | Hebevorrichtung | |
| DE730813C (de) | Vorrichtung zum Hochziehen von Gleitschalungen | |
| DE7224013U (de) | Hebebühne, insbesondere Kraftfahrzeughebebühne | |
| DE1149873B (de) | UEberlastsicherung fuer Hubwerke auf Laufkatzen | |
| DE932631C (de) | Verfahren zur Errichtung weitgespannter Tragwerke | |
| DE52004C (de) | Bewegliches Wehr mit durch Lenkergeführten Klappen | |
| DE202006019192U1 (de) | Mobiler Großkran | |
| DE2103803B2 (de) | Kletterhubwerk | |
| DE486354C (de) | ||
| DD247636A1 (de) | Abstuetzung fuer brueckenrahmen auf drehgestellen | |
| AT27969B (de) | Kran zum Aufziehen und Verteilen von Bau- und anderen Materialien. | |
| DE48557C (de) | Keilförmige Auflager für kontinuirliche Gelenklager | |
| DE482975C (de) | Hubvorrichtung, deren Druckmittel aus kettenartigen, sich gegeneinander abstuetzenden Gliedern besteht | |
| AT88099B (de) | Wagebalken-Wehr. | |
| DE46713C (de) | Entlastungsvorrichtung für Brücken' waagen |