DE4445219A1 - Einrichtung zur Sicherung des Kopfes und der Halswirbelsäule von Fahrzeugführern - Google Patents
Einrichtung zur Sicherung des Kopfes und der Halswirbelsäule von FahrzeugführernInfo
- Publication number
- DE4445219A1 DE4445219A1 DE19944445219 DE4445219A DE4445219A1 DE 4445219 A1 DE4445219 A1 DE 4445219A1 DE 19944445219 DE19944445219 DE 19944445219 DE 4445219 A DE4445219 A DE 4445219A DE 4445219 A1 DE4445219 A1 DE 4445219A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- head
- belt
- seat belts
- protective helmet
- helmet
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 claims description 22
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 claims description 14
- 210000003128 head Anatomy 0.000 description 50
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 3
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 3
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 2
- 230000006872 improvement Effects 0.000 description 2
- 206010033892 Paraplegia Diseases 0.000 description 1
- 206010071366 Post-traumatic neck syndrome Diseases 0.000 description 1
- 208000021567 Whiplash injury Diseases 0.000 description 1
- 208000027418 Wounds and injury Diseases 0.000 description 1
- 238000010521 absorption reaction Methods 0.000 description 1
- 230000006735 deficit Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 201000003373 familial cold autoinflammatory syndrome 3 Diseases 0.000 description 1
- 210000001061 forehead Anatomy 0.000 description 1
- 230000003116 impacting effect Effects 0.000 description 1
- 208000014674 injury Diseases 0.000 description 1
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 230000008569 process Effects 0.000 description 1
- 238000011084 recovery Methods 0.000 description 1
- 230000002787 reinforcement Effects 0.000 description 1
- 230000004044 response Effects 0.000 description 1
- 238000001179 sorption measurement Methods 0.000 description 1
- 230000003068 static effect Effects 0.000 description 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A42—HEADWEAR
- A42B—HATS; HEAD COVERINGS
- A42B3/00—Helmets; Helmet covers ; Other protective head coverings
- A42B3/04—Parts, details or accessories of helmets
- A42B3/0406—Accessories for helmets
- A42B3/0473—Neck restraints
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60R—VEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B60R22/00—Safety belts or body harnesses in vehicles
- B60R22/001—Knee, leg or head belts
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Emergency Lowering Means (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Sicherung des
Kopfes und der Halswirbelsäule von Fahrzeugführern, vorzugs
weise des mit einem Schutzhelm versehenen Kopfes von Führern
von Hochgeschwindigkeitsfahrzeugen, insbesondere von Rennfahr
zeugen, Rennbooten, Flugzeugen uvm.
Gegenwärtig sind eine Reihe von Sicherheitseinrichtungen zum
Schutz von Fahrzeugführern von Rennfahrzeugen für den Fall von
Kollision mit anderen Fahrzeugen oder mit Streckensicherungs
einrichtungen vorgesehen. Solche Sicherungseinrichtungen be
stehen einerseits aus einem Rückhaltesystem für den Körper des
Fahrzeugführers mit Sicherheitsgurten und andererseits aus
einer entsprechenden Sicherheitsausrüstung des Fahrzeuges
selbst. Das sind beispielsweise zusätzliche Verstärkungen der
Karosserie und Überrollbügel, die beispielsweise bei Über
schlägen des Fahrzeuges verhindern sollen, daß der Kopf oder
die Halswirbelsäule des Fahrzeugführers übermäßig belastet
wird.
Zusätzlich ist es jedoch erforderlich, den Kopf des Fahrzeug
führers durch einen Schutzhelm besonders zu schützen, um
Gefährdungen des Kopfes beim Aufprall auf Teile der Karosserie
zumindest zu verringern. Die gefürchtete Peitschenwirkung,
d. h. das Zurückschlagen des Kopf es, kann durch Kopfstützen
wirkungsvoll reduziert werden, nicht aber die Beschleunigung
des Kopfes in Fahrtrichtung.
Bei Kraftfahrzeugen für den Straßenverkehr werden zum Schutz
des Kopfes vor einem Aufprall auf das Lenkrad oder das Arma
turenbrett an Stelle des Schutzhelmes zunehmend Airbags ver
wendet. Diese Airbags sind jedoch für Rennfahrzeuge auf Grund
der im normalen Betriebsfall auftretenden hohen Beschleuni
gungswerte und der daraus resultierenden Gefahr der Fehlaus
lösung nicht geeignet und würden zu einer unerwünschten Er
höhung des Gesamtgewichtes des Rennfahrzeuges führen. Aus
diesem Grund ist der Kopf von Führern von Rennfahrzeugen
besonders gefährdet, da bei einem Frontalaufprall auf ein
Hindernis zwar der Körper des Fahrzeugführers ausreichend
zurückgehalten wird, aber der Kopf erheblichen Beschleuni
gungskräften ausgesetzt ist, die unter Umständen zum Genick
bruch führen können. Ähnliche starke Belastungen treten auch
dann auf, wenn das Rennfahrzeug beispielsweise im spitzen
Winkel auf eine Streckenbegrenzung auffährt. In diesem Fall
treten erhebliche Querbeschleunigungen auf, die im ungünstig
sten Fall zu einem Schleudertrauma führen können. Die Folge
sind erhebliche körperliche Beeinträchtigungen oder auch
dauerhafte Schäden, wie Querschnittslähmungen oder ähnliche
Dauerschäden.
Aus der DE 43 06 555 A1 ist nun ein Kopfkappen-Rückhalte-
Sicherungsgurt für Autofahrer mit Befestigung an der Kopf
stütze der Vordersitze und der Rücksitze bekannt geworden. Bei
dieser Lösung ist ein Sicherheitsgurt im unteren Rand einer
Kopfkappe eingearbeitet, dessen beiden Enden mit einem Ver
schluß versehen an der Kopfstütze befestigt oder lediglich um
diese herumgelegt sind. Mit dieser sehr einfachen Lösung kann
der Kopf des Fahrers oder eines anderen Insassen des Fahr
zeuges bei einem Frontalaufprall relativ gut gesichert werden.
Die Kopfkappe verhindert in Verbindung mit dem eingearbeiteten
Sicherheitsgurt, daß der Kopf bei einer starken Verzögerung
des Fahrzeuges nach vorn geschleudert wird, wobei allerdings
Verletzungen durch die hohen Beschleunigungen und die dadurch
auftretenden Flächenpressungen im Stirnbereich möglich sind.
Außerdem ist eine solche Kopfkappe relativ unbequem und kann
leicht vom Kopf heruntergerissen werden, so daß die erwünschte
Schutzwirkung nicht erreicht wird.
Die Verwendung einer solchen Einrichtung zum Schutz von
Führern von Rennfahrzeugen ist nicht möglich, da diese üb
licherweise einen Schutzhelm in Form eines Integralhelmes
benutzen müssen, unter dem eine derartige Schutzkappe nicht
getragen werden kann, da die beiden Enden des Sicherheits
gurtes nur unterhalb des unteren Randes des Schutzhelmes
herausgeführt werden können. Das würde bedeuten, daß der
Sicherheitsgurt den Schutzhelm bei einer starken Verzögerung
nach oben vom Kopf abhebeln würde, was die Schutzwirkung des
Schutzhelmes beeinträchtigen würde.
Darüberhinaus können mit einer derartigen Lösung die in Quer
richtung möglichen Beschleunigungen, wie bei einem seitlichen
Aufprall auf ein Hindernis, nicht abgefangen werden.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Ein
richtung zur Sicherung des Kopfes von Fahrzeugführern, vor
zugsweise des mit einem Schutzhelm versehenen Kopfes von
Führern von Hochgeschwindigkeitsfahrzeugen, insbesondere von
Rennfahrzeugen, Rennbooten, Flugzeugen uvm., zu schaffen, die
einen zuverlässigen Schutz des Kopfes, bzw. der Halswirbel,
vor übermäßigen Beanspruchungen bietet und die dennoch einen
ausreichenden Bewegungsspielraum im normalen Betriebsfall
gewährleistet.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der
Schutzhelm im Normalfall unter geringer Krafteinwirkung im
Fahrzeug räumlich festgelegt ist, wobei die Resultierende der
Kräfte Null oder nahezu Null ist und daß der Schutzhelm beim
Auftreten von Quer- und/oder Längsbeschleunigungen räumlich
fixiert ist.
Durch diese einfache Lösung wird erreicht, daß der Führer des
Fahrzeuges seinen Kopf bei normaler Fahrt frei und nahezu ohne
Behinderung bewegen kann. Eine störende oder ermüdende Be
lastung des Kopfes tritt nicht auf. Treten erhebliche Be
schleunigungskräfte in irgend einer Richtung auf, so ist der
Schutzhelm und damit der Kopf, bzw. die Halswirbelsäule,
sicher geschützt, da keine übermäßigen ruckartigen Kräfte
auftreten können.
In einer Fortbildung der Erfindung erfolgt die Krafteinleitung
oder Fixierung, in Fahrtrichtung gesehen, wenigstens beid
seitig des Schutzhelmes, so daß auch Verdrehungen der Hals
wirbelsäule sicher vermieden werden. Dabei ist es von Vorteil,
wenn die Krafteinleitung federelastisch erfolgt.
In einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist seitlich
und diametral gegenüberliegend jeweils ein Sicherheitsgurt am
Schutzhelm befestigt, dessen anderes Ende mit einem Karos
serieelement seitlich des Schutzhelmes verbunden ist. Durch
diese Ausgestaltung der Erfindung läßt sich auf besonders
einfache und billige Weise ein sehr sicherer Schutz des Fahr
zeugführers erreichen. Als Sicherheitsgurte können handels
übliche Sicherheitsgurte Verwendung finden. Die Sicherheits
gurte sollten in der Normallage miteinander fluchten, so daß
sich der Schutzhelm, bzw. der Kopf des Fahrers, beim Auftreten
eines Unfalles, beispielsweise eines Aufpralles auf ein Hin
dernis, durch die Beschleunigungskräfte geringfügig in Be
schleunigungsrichtung bewegen kann, wodurch die Energieab
sorption gedämpft erfolgt. Die Normallage ist dann gegeben,
wenn der Fahrzugführer seine normale Sitzposition eingenommen
hat und keine übermäßigen Beschleunigungskräfte auf den Kopf
des Fahrzeugführers einwirken.
Um das Ein- oder Aussteigen des Fahrers, bzw. dessen Bergung
zu erleichtern, ist es von Vorteil, wenn die Sicherheitsgurte
lösbar mit dem Schutzhelm verbunden sind. Das kann durch üb
liche Gurtschlösser erfolgen, die seitlich am Schutzhelm an
geordnet sind.
In einer Variante der Erfindung sind die Gurtschlösser mit
einer Verzögerungsschaltung versehen, die die Gurtschlösser
nach Ablauf einer vorgegebenen Zeit nach einer extremen Be
schleunigung selbsttätig öffnet. Dadurch kann eine besonders
schnelle Bergung des Fahrers im Notfall erfolgen.
Eine weitere Verbesserung der Handhabbarkeit wird erreicht,
wenn die Sicherheitsgurte mit einer Aufrollautomatik versehen
sind, die an den Karosserieelementen befestigt ist. Dadurch
kann der Fahrer seinen Kopf nahezu ungehindert in jede Rich
tung bewegen, so daß der Schutzhelm auch bei einer ungünstigen
Kopfhaltung sicher festgehalten werden kann, wenn eine extreme
Beschleunigung in irgend einer Richtung auftritt.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die freien Enden der
Sicherheitsgurte mit einem im Kopfbereich befindlichen Über
rollbügel oder Sitzrahmen verbunden sind. Dazu ist der Über
rollbügel oder Sitzrahmen jeweils außenseitig mit einer Gurt
befestigungs-Platte versehen.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Gurt
befestigungs-Platten geringfügig höher angeordnet, als die
Gurtschlösser, so daß der Schutzhelm, bzw. der Kopf des
Fahrers besonders sicher in der günstigsten Position gehalten
wird. Außerdem werden die Halswirbel durch die im Normalfall
nach oben gerichtete resultierende Kraftkomponente entlastet.
Eine weitere Erhöhung der Sicherheit wird erreicht, wenn die
Sicherheitsgurte um einen vorgegebenen Betrag plastisch ver
formbar sind, so daß die Aufprallenergie durch die Dehnung des
Gurtes verbraucht wird und somit die durch das Ansprechen der
Sicherheitsgurte auf den Kopf einwirkende Verzögerung gedämpft
wird.
Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert werden.
Die zugehörige Zeichnung zeigt eine Prinzipdarstellung einer
Ausführung der erfindungsgemäßen Einrichtung zur Sicherung des
Kopfes von Fahrzeugführern, bei der an einem Überrollbügel 1
eines Rennfahrzeuges etwa in Kopfhöhe zwei Gurtbefestigungs-
Platten 2, 3 jeweils auf der Außenseite befestigt sind. Es ist
auch möglich, die Gurtbefestigungs-Platten 2, 3 sinngemäß an
einem Sitzrahmen zu befestigen. An diesen Gurtbefestigungs-
Platten 2, 3 ist jeweils eine Automatik-Gurtrolle 4, 5 für
einen Sicherheitsgurt 6, 7 in der Weise montiert, daß die
Sicherheitsgurte 6, 7 nach innen in Richtung zum Kopf des
Fahrers, der mit einem Schutzhelm 8 ausgestattet ist, gezogen
werden können.
Der Schutzhelm 8 ist auf beiden Seiten mit jeweils einem Gurt
schloß 9, 10 zur Aufnahme der an den Sicherheitsgurten 6, 7
befindlichen Steckschlösser 11, 12 ausgestattet.
Wird nun der Schutzhelm 8 nach Besteigen des Fahrzeuges durch
den Fahrer mittels der Sicherheitsgurte 6, 7 fixiert, so kann
eine hohe Sicherheit des Fahrers bei einem Unfall gewähr
leistet werden. Da die Automatik-Gurtrollen 4, 5 bei größeren
Verzögerungen des Fahrzeuges sofort ansprechen, wird der Kopf
des Fahrers festgehalten, so daß auf die Halswirbelsäule keine
besonderen Kräfte ausgeübt werden können. Durch die beidseiti
ge Anlenkung der Sicherheitsgurte 6, 7 wird außerdem wirkungs
voll verhindert, daß sich der Kopf des Fahrers bei einem
spitzen Aufprall des Fahrzeuges an eine Seitenbegrenzung even
tuell verdrehen könnte. Die Gefahr eines Schleudertraumas wird
damit durch die Erfindung zuverlässig verhindert.
Die Verwendung der Automatik-Gurtrollen 4, 5 als Rückhalte
system hat den besonderen Vorteil, daß der Fahrer seinen Kopf
im Normalen Betriebsfall nahezu ungehindert bewegen kann.
Durch die seitliche Anlenkung der Sicherheitsgurte 6, 7 er
folgt der Abbremsvorgang des Kopfes gedämpft, was bei einem
Einsatz von in Längsrichtung plastisch verformbaren Sicher
heitsgurten noch verbessert wird. Da im Gegensatz zu den übli
chen Drei- und Vierpunktgurten, die den gesamten Körper zu
rückhalten sollen, geringere Massenkräfte abzufangen sind,
können die Sicherheitsgurte 6, 7 einerseits kleiner dimensio
niert werden und sollten andererseits leichter plastisch ver
formbar sein. Da die Halswirbel einen relativ großen Bewe
gungsspielraum besitzen, kann eine größere Längendehnbarkeit
der Sicherheitsgurte 6, 7 zugelassen werden. Das hätte den
Vorteil, daß die Energieabsorption zeitlich gestreckt wird, so
daß die auf den Kopf des Fahrers einwirkenden Kräfte beim
Aufprall des Fahrzeuges auf ein Hindernis auf ein erträgliches
Maß reduziert werden.
Die technische Ausgestaltung der Sicherheitsgurte 6, 7, ins
besondere die Längendehnbarkeit, muß auf das Rückhaltesystem
für den Körper des Fahrzeugführers abgestimmt sein, um zu
Verhindern, daß der Kopf in seiner ursprünglichen Lage fixiert
wird, während sich der Körper des Fahrzeugführers weiter nach
vorn bewegen kann. Das bedeutet, daß sich der Körper nicht
weiter nach vorn bewegen darf, wie der Kopf des Fahrers, da
dieser sonst im Falle eines Aufpralles auf ein Hindernis even
tuell gewaltsam nach hinten gerissen werden könnte. Umgekehrt
können die Sicherheitsgurte 6, 7 so gestaltet sein, daß sich
der Kopf geringfügig weiter nach vorn bewegen kann, wie der
Körper des Fahrzeugführers.
Eine weitere Erhöhung der passiven Sicherheit kann dadurch
erreicht werden, wenn die Gurtschlösser 9, 10 am Schutzhelm 8
mit einer Auslöseschaltung gekoppelt werden, die die Gurt
schlösser 9, 10 nach einem Aufprall auf ein Hindernis nach
einer vorgegebenen Verzögerungszeit öffnen. Dadurch wird die
Bergung des Fahrzeugführers nicht behindert, oder der Fahr
zeugführer kann das Fahrzeug selbst in kürzester Zeit ver
lassen, da dann nur noch die üblichen Sicherheitsgurte zu
lösen sind.
Werden die Gurtbefestigungs-Platten 2, 3 geringfügig höher
angeordnet sind, als die Gurtschlösser 9, 10 am Schutzhelm 8,
so wird der Schutzhelm 8, bzw. der Kopf des Fahrers besonders
sicher in der günstigsten Position gehalten. Außerdem werden
die Halswirbel durch die im Normalfall nach oben gerichtete
resultierende Kraftkomponente, die durch die Aufrollautomatik
der Automatik-Gurtrollen 4, 5 entsteht, entlastet.
Grundsätzlich ist es auch möglich, anstelle der Sicherheits
gurte 6, 7 mit Aufrollautomatik auch statische Sicherheits
gurte zu verwenden. Dies hätten aber den Nachteil, daß der
Bewegungsspielraum des Kopfes stark eingeschränkt werden muß,
damit die Sicherheitsgurte möglichst ohne Verzögerung an
sprechen. Würde der Bewegungsspielraum zu groß gewählt, so
würde der Kopf des Fahrers bei einem Aufprall des Fahrzeuges
auf ein Hindernis stark beschleunigt und dann plötzlich abge
bremst, was zu schädlichen Verzögerungswerten führen könnte.
Es versteht sich, daß anstelle der beschriebenen Kraftein
leitungspunkte auch andere Positionen denkbar sind. Insbeson
dere ist es auch möglich, einen dritten Sicherheitsgurt vor
zusehen, der an der Hinterseite des Schutzhelmes 8 angreift,
so daß im Falle eines Aufpralles auf ein Hindernis eine noch
bessere Lagefixierung des Kopfes erreicht wird.
Durch die Erfindung wird in Verbindung mit dem ohnehin vorhan
denen Rückhaltesystem für den Fahrzeugführer eine wesentliche
Verbesserung der Sicherheit erreicht. Die zusätzliche Siche
rung des Kopfes gewährleistet, daß einerseits der Kopf selbst
zuverlässig gegen ein Aufschlagen auf Karosserieelemente ge
sichert wird und andererseits eine übermäßige Belastung der
Halswirbel vermieden wird. Das bedeutet, daß die bisher mögli
chen Genickbrüche oder Schleudertraumata in der Regel nicht
mehr auftreten können.
Die vorstehend beschriebene Einrichtung zur Sicherung des
Kopfes und der Halswirbelsäule von Fahrzeugführern kann ohne
weiteres in entsprechender Weise auch für Führer von Renn
booten, Flugzeugen o. dgl. verwendet werden.
Bezugszeichenliste
1 Überrollbügel
2, 3 Gurtbefestigungs-Platte
4, 5 Automatik-Gurtrolle
6, 7 Sicherheitsgurt
8 Schutzhelm
9, 10 Gurtschloß
11, 12 Steckschloß
2, 3 Gurtbefestigungs-Platte
4, 5 Automatik-Gurtrolle
6, 7 Sicherheitsgurt
8 Schutzhelm
9, 10 Gurtschloß
11, 12 Steckschloß
Claims (14)
1. Einrichtung zur Sicherung des Kopfes und der Halswirbel
säule von Fahrzeugführern, vorzugsweise des mit einem
Schutzhelm versehenen Kopfes von Führern von Hochgeschwin
digkeitsfahrzeugen, insbesondere von Rennfahrzeugen, Renn
booten, Flugzeugen uvm., dadurch gekenn
zeichnet, daß der Schutzhelm (8) im Normalfall
unter geringer Krafteinwirkung im Fahrzeug räumlich fest
gelegt ist, wobei die Resultierende der Kräfte Null oder
nahezu Null ist und daß der Schutzhelm (8) beim Auftreten
von Quer- und/oder Längsbeschleunigungen räumlich fixiert
ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Krafteinleitung oder Fixierung,
in Fahrtrichtung gesehen, wenigstens beidseitig des
Schutzhelmes (8) erfolgt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Krafteinleitung feder
elastisch erfolgt.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß seitlich und diametral ge
genüberliegend jeweils ein Sicherheitsgurt (6, 7) am
Schutzhelm (8) befestigt ist, dessen anderes Ende mit
einem Karosserieelement seitlich des Schutzhelmes (8)
verbunden ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß beide Sicherheitsgurte (6, 7) in der
Normallage miteinander fluchten.
6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sicherheitsgurte (6,
7) lösbar mit dem Schutzhelm (8) verbunden sind.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Sicherheitsgurte (6, 7) über
Gurtschlösser (9, 10) mit dem Schutzhelm (8) verbunden
sind.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich die Gurtschlösser (9, 10) mit
einer Verzögerungsschaltung versehen sind, die die Gurt
schlösser (9, 10) nach Ablauf einer vorgegebenen Zeit nach
einer extremen Beschleunigung selbsttätig öffnet.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß die Sicher
heitsgurte (6, 7) mit einer Aufrollautomatik versehen
sind.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Aufrollautomatik an den Ka
rosserieelementen befestigt ist.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß die freien
Enden der Sicherheitsgurte (6, 7) mit einem im Kopf
bereich befindlichen Überrollbügel (1) oder Sitzrahmen
verbunden sind.
12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Überrollbügel (1) jeweils
außenseitig mit einer Gurtbefestigungs-Platte (2, 3) ver
sehen ist.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, da
durch gekennzeichnet, daß die Gurt
befestigungs-Platten (2, 3) geringfügig höher angeordnet
sind, als die Gurtschlösser (9, 10).
14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, da
durch gekennzeichnet, daß die Sicher
heitsgurte (6, 7) um einen vorgegebenen Betrag plastisch
verformbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944445219 DE4445219A1 (de) | 1994-12-17 | 1994-12-17 | Einrichtung zur Sicherung des Kopfes und der Halswirbelsäule von Fahrzeugführern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944445219 DE4445219A1 (de) | 1994-12-17 | 1994-12-17 | Einrichtung zur Sicherung des Kopfes und der Halswirbelsäule von Fahrzeugführern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4445219A1 true DE4445219A1 (de) | 1996-06-20 |
Family
ID=6536219
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944445219 Withdrawn DE4445219A1 (de) | 1994-12-17 | 1994-12-17 | Einrichtung zur Sicherung des Kopfes und der Halswirbelsäule von Fahrzeugführern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4445219A1 (de) |
Cited By (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6381758B1 (en) * | 2001-02-22 | 2002-05-07 | Vanderbilt University | Head restraint system for racecar drivers |
| US6813782B2 (en) * | 2001-12-21 | 2004-11-09 | Harry E. Kintzi | Safety device and system for head and neck stabilization |
| US6871360B1 (en) * | 2001-04-19 | 2005-03-29 | Safety Solution, Inc. | Head restraint device for use with a high performance vehicle |
| DE102004009432A1 (de) * | 2004-02-24 | 2005-09-15 | Ralf Weiner | Helmsicherung |
| EP1719424A3 (de) * | 2005-05-04 | 2007-05-09 | Hubbard / Downing, Inc. | Befestigungsvorrichtung für einen Pfosten |
| US9351529B1 (en) | 2001-04-19 | 2016-05-31 | Simpson Performance Products, Inc. | Multi-point tethering system for head and neck restraint devices |
| US10039337B2 (en) | 2012-11-27 | 2018-08-07 | Necksgen, Inc. | Head and neck restraining system |
| US11013285B1 (en) | 2012-11-27 | 2021-05-25 | NecksGen Inc. | Head and neck restraining system with an adjustable tether |
| USD940961S1 (en) | 2019-10-03 | 2022-01-11 | Kevin Brian Heath | Neck collar |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4416780A1 (de) * | 1994-05-09 | 1995-11-16 | Ulf Stepanek | Sicherheitsvorrichtung zur Stabilisierung eines Helmes |
-
1994
- 1994-12-17 DE DE19944445219 patent/DE4445219A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4416780A1 (de) * | 1994-05-09 | 1995-11-16 | Ulf Stepanek | Sicherheitsvorrichtung zur Stabilisierung eines Helmes |
Cited By (10)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6381758B1 (en) * | 2001-02-22 | 2002-05-07 | Vanderbilt University | Head restraint system for racecar drivers |
| US6871360B1 (en) * | 2001-04-19 | 2005-03-29 | Safety Solution, Inc. | Head restraint device for use with a high performance vehicle |
| US9351529B1 (en) | 2001-04-19 | 2016-05-31 | Simpson Performance Products, Inc. | Multi-point tethering system for head and neck restraint devices |
| US6813782B2 (en) * | 2001-12-21 | 2004-11-09 | Harry E. Kintzi | Safety device and system for head and neck stabilization |
| DE102004009432A1 (de) * | 2004-02-24 | 2005-09-15 | Ralf Weiner | Helmsicherung |
| DE102004009432B4 (de) * | 2004-02-24 | 2007-12-06 | Ralf Weiner | Helmsicherung |
| EP1719424A3 (de) * | 2005-05-04 | 2007-05-09 | Hubbard / Downing, Inc. | Befestigungsvorrichtung für einen Pfosten |
| US10039337B2 (en) | 2012-11-27 | 2018-08-07 | Necksgen, Inc. | Head and neck restraining system |
| US11013285B1 (en) | 2012-11-27 | 2021-05-25 | NecksGen Inc. | Head and neck restraining system with an adjustable tether |
| USD940961S1 (en) | 2019-10-03 | 2022-01-11 | Kevin Brian Heath | Neck collar |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2410193C2 (de) | ||
| WO2019072502A1 (de) | Airbag-anordnung für einen fahrzeugsitz eines kraftfahrzeugs | |
| EP0727346A2 (de) | Sicherheitseinrichtung, insbesondere für ein Zweirad | |
| DE9405366U1 (de) | Fahrzeugsitz | |
| EP0142822B1 (de) | Vorrichtung zum Schutz des Kopfes von Fahrzeuginsassen bei Unfällen | |
| DE2725577C2 (de) | Auf übliche Fahrzeugsitze aufsetzbare Rückhaltevorrichtung für Kinder | |
| DE102018214729A1 (de) | Aufblasbare Rückhaltevorrichtung für ein Fahrzeug | |
| DE4445219A1 (de) | Einrichtung zur Sicherung des Kopfes und der Halswirbelsäule von Fahrzeugführern | |
| DE102010045416B4 (de) | Sicherheitsgurtanordnung | |
| EP1356987B1 (de) | Variable Kopfstütze für quer zur Fahrtrichtung eingebaute Sitze | |
| DE102007062361A1 (de) | Fahrzeugsitz | |
| DE102013224666A1 (de) | Kraftfahrzeugsitz für einen Fahrzeuginsassen | |
| DE19855972C2 (de) | Vorrichtung zur Absicherung der Wirbelsule und Kopfes eines Kindes in einem Kraftfahrzeug | |
| DE9420262U1 (de) | Einrichtung zur Sicherung des Kopfes und der Halswirbelsäule von Fahrzeugführern | |
| DE2606234A1 (de) | Kinder-autositz | |
| EP1613526B1 (de) | Motorrad mit rückhalteeinrichtung | |
| DE3116910A1 (de) | Befestigungshalter zur schraublosen befestigung von sicherheitsgurten und mit oder ohne stossmindernder bremseinrichtung | |
| DE2407178A1 (de) | Sicherheitseinrichtung fuer fahrzeuge | |
| DE10050310C1 (de) | Sturzhelm | |
| DE1958460A1 (de) | Vorrichtung zum Schutz von Insassen im Innern eines Fahrzeugs | |
| DE102004009432B4 (de) | Helmsicherung | |
| AT406949B (de) | Sicherheitseinrichtung für kraftfahrzeuge | |
| DE29821647U1 (de) | Vorrichtung zur Absicherung der Wirbelsäule und Kopfes eines Kindes | |
| DE102006062668A1 (de) | Vierpunkt-Körpersicherheitsgurt ("Vierpunktgurt") | |
| DE102004009433B4 (de) | Rückhalteeinrichtung |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |