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DE444219C - Gewinnung von Platinmetallen - Google Patents

Gewinnung von Platinmetallen

Info

Publication number
DE444219C
DE444219C DEG64283D DEG0064283D DE444219C DE 444219 C DE444219 C DE 444219C DE G64283 D DEG64283 D DE G64283D DE G0064283 D DEG0064283 D DE G0064283D DE 444219 C DE444219 C DE 444219C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
platinum
compounds
extraction
platinum metals
metals
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEG64283D
Other languages
English (en)
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEG64283D priority Critical patent/DE444219C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE444219C publication Critical patent/DE444219C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B11/00Obtaining noble metals
    • C22B11/06Chloridising

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Gewinnung von Platinmetallen. Die Platinmetalle wurden bisher allgemein durch Aufbereitung der metallischen Körner meist aus alluvialen Vorkommen gewonnen, außerdem als Nebenerzeugnisse bei der Gewinnung anderer Metalle, z. B. bei der Elektrolyse im Anodenschlamm. Für die Gewinnung aus Erzen, welche die Platinmetalle als Hauptmetall enthalten, das aber doch nur in Grammen je Tonne vorkommt, sind die bekannten Verfahren zur Metallgewinnung meistens nicht anwendbar, weil mit den Platinmetallen so viel andere Stoffe in Lösung gebracht oder im Stein oder Metall mitgewonnen werden, daß die Platinmetalle doch nur ganz geringe Bruchteile eines Hundertstels ausmachen, wobei außerdem die Weiterverarbeitung große Schwierigkeiten macht.
  • Es sind aber auch spezielle Verfahren für die Platingewinnung bekannt, bei denen freies Halogen oder erst durch Wechselwirkung frei werdendes auch unter Zusatz von Oxydationsmitteln auf die platinhaltigen Rohprodukte zur Einwirkung gelangen. Es wirkt das Halogen auch ohne Zusatz von Oxydationsmitteln, da der Sauerstoff der Luft vorhanden, immer in oxydierender Atmosphäre.
  • Das neue Verfahren, das den Gegenstand der Erfindung bildet, verwendet eigenartige Reaktionen der Platinmetalle, die bei den anderen Metallen überhaupt nicht oder nur sehr wenig eintreten, so daß nach diesem Verfahren stark angereicherte Erzeugnisse gewonnen werden.
  • Nach dem neuen Verfahren werden die Platine mit Halogen in Verbindung mit Kohlenstoffverbindungen behandelt. Daraus ist ersichtlich, daß diese Reaktionen im Gegensatze zu den bekannten Arbeitsmethoden im reduzierenden Gasstrom erfolgen. Denn selbst wenn etwas Luftsauerstoff, der sich übrigens leicht entfernen läßt, in dem Reaktionsgemisch vorhanden wäre, so würde dieser sich mit den organischen Umsetzungsstoffen für das Platin zuerst oder doch gleichzeitig verbinden, so daß kein freier Sauerstoff mehr vorhanden wäre. Die Anwesenheit von Kohlenstoffverbindungen bei Gegenwart von Halogen ist entscheidend für die beabsichtigten Reaktionen, denn diese bilden einen Teil der entstehenden Metall-Halogenkohlenstoffverbindungen.
  • Bei dem neuen Verfahren liegen die Temperaturen für die Einwirkung der Halogenkohlenstoffe auf das Erz unter der jeweiligen Zersetzungstemperatur der zu bildenden Platinverbindungen. Sie sind meist niedrig, etwa bis a50°, können aber auch höher sein, wenn nämlich solche. Kohlenstoffverbindungen verwendet werden, die bei höheren Temperaturen entweder Halogen abgeben oder die Eigenschaft haben, die flüchtigen Platinverbindungen mitzuführen.
  • Zur Gewinnung des Platins werden entweder die übergeführten Platinverbindungen zerlegt, z. B. durch Temperaturerhöhung, oder es wird mit solchen Stoffen ausgezogen, welche die gebildeten Platinverbindungen nicht zerstören. Dazu gehören besonders solche Kohlenwasserstoffe, die gleichzeitig Lösungsmittel für das angewendete Reaktionsmittel darstellen.
  • Die Kohlenstoffverbindungen können solche sein, die halogenfrei sind oder ein Halogen enthalten oder leicht aufnehmen. In erster Linie kommt Kohlenoxyd in Verbindung mit Chlor (Phosgengas) in Betracht; dies kann sowohl für sich allein als auch in Lösung von organischen Stoffen angewendet werden.
  • Die Bildung der Halogenkohlenstoffe kann sowohl außerhalb der zu behandelnden Erze erfolgen wie in den Erzen.
  • Das neue Verfahren kann beispielsweise folgendermaßen angewendet werden Platinführende Gesteine werden in trocknem, zerkleinertem Zustande in geeignetem Gefäß mit Chlor und Kohlenoxyd oder Phosgengas bei solcher Temperatur (bis 250 ') behandelt, daß die gebildeten flüchtigen Platinverbindungen mit dem Gase aus dem Erz austreten, worauf sie aus dem Gasstrom ausgeschieden und so zerlegt werden, daß sie nicht mehr flüchtige Körper darstellen. Die Bildung und Verflüchtigung der Platinverbindungen kann durch Druckveränderung unterstützt werden. Oder die platinführenden Erze werden mit Chlor und Kohlenstoff oder Phosgengas in geschlossenem Gefäß, evtl. unter Druck behandelt, urid zwar entweder gleichzeitig mit dem Lösungsmittel oder getrennt. Das abgelaufene Lösungsmittel wird vm den Platinmetallen befreit und gelangt wieder zur Verwendung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung von Platinmetallen, dadurch gekennzeichnet, daß die Platinmetalle durch halogenisierte Kohlenstoffverbindungen in chlorierte (bromierte, jodierte) Platinkohlenstoffverbindungenübergeführt und diese entweder als flüchtige Körper aus dem Erz ausgetrieben und dann zerlegt oder durch Lösungsmittel ausgelaugt und von diesen vor oder nach der Zerlegung wieder getrennt werden. a. Verfahren nach Anspruch =, dadurch gekennzeichnet, daß die Herstellung der Halogenkohlenstoffverbindungen in dem Erz oder außerhalb desselben geschieht. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch- gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel gleichzeitig mit dem Chlorungsmittel beigegeben wird. q.. Verfahren nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Halogenkohlenstoffverbindungen unter Druck einwirken läßt, die gebildeten Platinverbindungen dagegen unter Druckverminderung verflüchtigt: '.
DEG64283D 1925-05-08 1925-05-08 Gewinnung von Platinmetallen Expired DE444219C (de)

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DEG64283D DE444219C (de) 1925-05-08 1925-05-08 Gewinnung von Platinmetallen

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DE444219C true DE444219C (de) 1927-05-17

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Country Status (1)

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DE (1) DE444219C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1051510B (de) * 1956-01-11 1959-02-26 Degussa Verfahren zur Wiedergewinnung von Platinmetallen, insbesondere Platin, aus Kontaktmassen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1051510B (de) * 1956-01-11 1959-02-26 Degussa Verfahren zur Wiedergewinnung von Platinmetallen, insbesondere Platin, aus Kontaktmassen

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