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Nähmaschine mit ununterbrochen umlaufendem Vorschubrad. Die Erfindung
bezieht sich auf eine Näh-
maschine mit ununterbrochen umlaufendem, mit dem
Stoff in Eingriff befindlichem Vorschubrade und bezweckt, eine bequeme Änderung
der Umdrehungsgeschwindigkeit des Vorschubrades zu ermöglichen, um die Stichlänge
der Naht zu ändern, aber dennoch eine unbefugte Änderung der Stichlänge durch den
Arbeiter zu verhindern.
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Die Erfindung ist bei einer Nähmaschine nach Patent 334937 verkörpert,
die ein Vorschubrad besitzt, welches während des Arbeitens der Maschine ununterbrochen
umläuft, und deren Nadel in der Vorschubrichtung in zeitlicher Beziehung zu der
Bewegung des Stoffes seitlich ausgeschwungen wird.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das Vorschubrad
von einer Welle getragen, die in einem Rahmen ruht, der auf einer umlaufenden Antriebswelle
ausschwingbar sitzt, welche eine Reihe von Antriebsrädern trägt, die ununterbrochen
in Eingriff mit einer Reihe angetriebener Räder stehen, welche lose auf der Vorschubantriebswelle
sitzen. Ein ausgewähltes angetriebenes Rad wird auf der Welle des Vorschubrades
mittels eines entfernbaren Keiles verriegelt, der nachgiebig in einer Lage gehalten
wird, in der er nur ein einzelnes, besonderes Rad verriegelt und der durch andere
Keile ersetzt werden kann, von denen jeder lediglich ein einzelnes Rad auf der Welle
verriegelt. `Fenn die Ersatzkeile sich in der Obhut einer Person befinden, die befugt
ist, die Stichlänge zu ändern, wenn dies notwendig wird, so ist ein Arbeiter, der
lediglich eine Erhöhung der Produktion anstrebt, verhindert, die für das in Arbeit
befindliche Werkstück erwünschte Stichlänge heimlich zu ändern.
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In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise
dargestellt, und zwar ist Abb. i ein Längsschnitt durch eine Nähinaschine gemäß
der Erfindung.
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Abb. a ist eine Stirnansicht hierzu, teileise im Schnitt.
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Abb.3 ist eine Schnittansicht nach der Linie x-x der Abb. a.
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Abb. 4 veranschaulicht in schaubildlicher Darstellung die entfernbaren
Keile, die zur Verriegelung der angetriebenen Räder auf der Welle des Vorschubrades
dienen.
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Abb. 5 ist eine schaubildliche Ansicht des auf der Welle des Vorschubrades
sitzenden Knopfes.
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i bezeichnet die Grundplatte, z den hohlen Ständer und 3 den oberen
Maschinenarm, der in den Kopf 4 ausläuft. In dem Maschinenarme 3 ist die Maschinenantriebswelle
5 gelagert, die an dem einen Ende die Schnurscheibe 6 und an ihrem anderen Ende
die Kurbelscheibe 7 mit dem Kurbelzapfen 8 trägt. Der Kurbelzapfen 8 wird von dem
durchbohrten oberen Ende des Lenkers 9 umfaßt, dessen unteres Ende mit dein Zapfen
io verbunden ist, der von dem auf der Nadelstange 1a festgeklemmten Bunde i i hervorragt.
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Die :Tadelstange 12 trägt die Nadel 13 und ist in Lagern 14 des Schwingrahmens
15 auf und ab beweglich, der mit seinem oberen
Ende auf dem in dem
Kopf ,4 befestigten Zapfen 16 ausschwingbar gelagert ist. Um dem Rahmen 15
Schwingbewegungen zu erteilen und die Nadel 13 in der Vorschubrichtung zwangläufig
auszuschwingen, ist das untere Lager 14 mit einem Kurbelarm 17 auf der Schwingwelle
18 verbunden, die parallel zur Welle 5 angeordnet ist und ihre Schwingbewegungen
von einem auf der Welle 5 sitzenden Exzenter 2o ableitet, das mit einem gegabelten
Arm ig auf der Schwingwelle 18 in, Eingriff steht.
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Neben dein Exzenter ig trägt die Welle 5 das Kegelrad 2i, das mit
dem Kegelrade 22 auf dem oberen Ende der stehenden Welle 23 in Eingriff steht, «-elche
finit ihrem oberen Ende in einem Lager des Ansatzes 24. gelagert ist. Nahe ihrem
unteren Ende ist die Welle 23 in dein Lager 25 des Rahmens eines an der Grundplatte
i befestigten Gehäuses 26 gelagert. Innerhalb dieses Gehäuses 26 sind das Kegelrad
27 und die Schnecke 28 angeordnet, die beide von der stehenden Welle 23 getragen
werden. Das Kegelrad 27 steht mit einem entsprechenden Kegelrade 29 an dem einen
Ende der Greiferantriebswelle 30 in Eingriff, die in der Nähe dieses Endes
in der Buchse 31 gelagert ist, welche in dem Gehäuse 26 befestigt ist; mit ihrem
anderen Ende ist die Greif erantriebswelle in der in dem Gehäuse 33 befestigten
Buchse 32 gelagert. Von der Welle 30 wird innerhalb des Gehäuses 33 das Kegelrad
34 getragen, das mit einem ähnlichen Kegelrade 35 auf der aufrecht stehenden Greiferwelle
36 in Eingriff steht, die an ihrem oberen Ende einen Doppelsteppstichgreifer 37
trägt.
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Die Schnecke 28 auf der Welle 23 treibt das Schneckenrad 38 an, das
auf der wagerechten Vorschubantriebswelle 39 sitzt, die in Lagern der Gehäuse 26
und 33 ruht und dahin wirkt, das Vorschubrad .Io anzutreiben, das durch einen Schlitz
in der Stichplatte .I1 hervorragt, tun mit dem Stoff in Eingriff zu treten und ihn
vorzuführen. Ein Rollenstoffdrücker 42, der von der Drückerstange 43 getragen wird,
drückt nachgiebig auf die Oberseite des Stoffes. Die bisher beschriebene Bauart
ist im wesentlichen bekannt.
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Gemäß der Erfindung ist eine Reihe von Antriebsrädern 44, :I5 und
4.6 verschiedener Größe auf der Welle 39 mittels eines festen Keiles .I7 befestigt,
so daß diese Räder zusammen mit der Welle 39 rotieren. Diese Räder werden gegen
Längsbewegung in der einen Richtung durch eine Schraube 4.8, die in das Ende der
Welle 39 eingeschraubt ist, und in der anderen Richtung durch einen Rahmen 49 gesichert,
der mittels einer Buchse 5o konzentrisch zu der Welle 39 ausschwingbar getragen
wird. Die Buchse 5o bildet ein Lager für die Welle 39. In einer Lagerbohrung
des Rahmens 49 ist eine Welle 5 i gelagert, auf dessen mit Gewinde versehenen abgesetzten
Ende 52 das Vorschubrad .Io mittels einer Mutter 53 befestigt ist; das Vorschubrad
4.o rotiert mit der Welle 51. Auf der Welle 51 ist lose eine Reihe angetriebener
Räder 5.4, 55 und 56 von verschiedener Größe gelagert, die durch Scheiben 57 voneinander
getrennt sind, die die Welle 51 dicht umfassen. Ein jedes der angetriebenen Räder
ist mit einer Mehrzahl von Schlitzen 58 versehen, die vorzugsweise in einem Abstand
von annähernd i 2o' um die Welle 51 herum angeordnet sind, und diese Räder werden
gegen Längsbewegung durch einen Knopf 59 (Abb. 5) gesichert, der durch Stellschrauben
6o auf der Welle 51 befestigt ist. Der Knopf 59 ist zum Teil weggeschnitten, so
daß seine Bohrung 59' zur Aufnahme der Welle in einen Schlitz 61 ausläuft, wobei
neben letzterem eine den Kopf eines Keiles zurückhaltende Schulter 62 vorgesehen
ist. Die Welle 51 ist mit einem längsverlaufenden Schlitz 63 versehen, dessen inneres
Ende vorzugsweise in eine gekrümmte Wand 64 ausläuft. Auf dieser Wand 64 ist mittels
einer Schraube 65 eine gebogene Feder 66 befestigt, und der Schlitz 63 wird an dem
Ende der Welle 51 von einem Führungszapfen 67 durchsetzt.
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Da die antreibenden Räder 44, 45 und :I6 dauernd in Eingriff mit den
angetriebenen Rädern 5.4, 55 und 56 sind, wird das Vorschubrad bei einer Drehung
der Welle 39 nicht angetrieben, falls nicht eines dieser angetriebenen Räder in
irgendeiner Weise mit der Welle 51 verriegelt wird. Wenn-eines der angetriebenen
Räder auf der Welle 5i verriegelt ist, so wird sich das Vorschuhrad mit einer Geschwindigkeit
drehen, die proportional dem Übersetzungsverhältnis des ausgewählten antreibenden
und angetriebenen Rades ist. Es ist in einigen Fällen jedoch erwünscht, daß die
Vorrichtung, die zur Verriegelung irgendeines der angetriebenen Räder auf der Welle
51 dient, derart ist, daß ein Arbeiter verhindert wird, die Umdrehungsgeschwindigkeit
des Vorschubrades heimlich zu ändern, wie beispielsweise dann, wenn er die Produktion
unter Aufgabe der für das zu bearbeitende Werkstück erwünschten Stichlänge erhöhen
will. Die zur Verwendung gelangende Verriegelungseinrichtung ist demzufolge derart,
daß sie ein ausgewähltes angetriebenes Rad besonders für sich mit der Welle 5 i
verriegelt. Hierzu dienen einzelne Keile 68, 69 und 7o, von denen jeder mit einer
flachen oberen Fläche 7z versehen ist, von der ein Ansatz 72 hervorragt. Die Fläche
71 eines jeden Keiles läuft in eine Schulter 73 aus, die durch einen vorspringenden
Keilkopf
;4. gebildet wird: die Schulter 73 verläuft vorzugsweise senkrecht zu der Fläche
71. Ein jeder Keil ist auf seiner Unterseite an beiden Enden abgeschrägt, um einen
begrenzten und in Eingriff mit der Feder kommenden Sitz 75 herzustellen. Die Ansätze
72 der einzelnen Keile sind in verschiedenen Abständen von den Keilköpfen 7.4 (Abb.
d.) angeordnet, während die Sitzflächen 75 im wesentlichen in derselben Entfernung
von den Köpfen 7.4 liegen: die gebogene Feder 66 hat demzufolge das Bestreben, einen
Keil nur in einer Stellung zu halten, in der der Ansatz 72 mit einem Schlitz des
zugehörigen Rades in Eingriff kommt, das durch den Keil mit der Welle 5 i verriegelt
werden soll. Wenn die einzelnen Keile der Obhut einer Person anvertraut sind, die
befugt ist, die Stichlänge der von der Maschine hergestellten Naht zu ändern; so
wird der Arbeiter verhindert, die Stichlänge in unbefugter Weise zu ändern. Wenn
es jedoch erwünscht ist, die Umdrehungsgeschwindigkeit des Vorschubrades mit Bezug
auf die Nl adelbewegungen zu ändern, ist es für die mit der Aufsicht betraute Person
nur notwendig, einen Keil aus seiner Arbeitsstellung zu entfernen; hierzu wird dessen
Kopf 74 niedergedrückt, und der Keil wird aus dem Schlitz 63 herausgezogen, worauf
der gewünschte Ersatzkeil eingeführt werden kann. Die Einführung eines Keiles wird
durch die Anordnung des Führungszapfens 67 erleichtert, auf denn die untere Kante
des Keiles gleitet. Der Keil wird über die volle Länge des Schlitzes 63 eingeführt,
in welcher Stellung seine Sitzfläche 75 sich in der richtigen Eingriffsstellung
mit der Feder 66 befindet, so daß der Ansatz 72 des Keiles mit dein Schlitz 58 des
gewünschten angetriebenen Rades in Eingriff kommt. Sollte der Schlitz 58 in der
Umfangsrichtung außer Ausrichtung mit dem Ansatz 72 liegen, so kann die Welle 51
mit Bezug auf das Rad durch den Knopf 59 gedreht werden. Die Scheiben 57 bilden
zusammen mit der Schulter 62 Teilwände für die in den Rädern vorhandenen Schlitze
und verhindern somit die gleichzeitige Verriegelung von zwei Rädern auf der Welle
51.
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Der Rahmen 49 ist auf der Welle 39 ausschwingbar gelagert. Der Zweck
dieser Bauart beruht darin, die Höhenlage des Vorschubrades einstellen zu können,
ohne die Eingriffsstellung der von den Wellen 39 und 5i- getragenen antreibenden
und angetriebenen Räder zu stören. Um die Einstellung der Höhenlage des Vorschubrades
herbeizuführen, d. h. den Betrag zu bestimmen, um den das Vorschubrad über die Stichplatte
41 hervorragt, ist der Rahmen49 bei 76 mit einem lose gelagerten Zapfen 77 versehen,
in den eine Einstellschraube j8 eingeschraubt ist, welche durch eine Bohrung der
Grundplatte i hindurchgeht und deren Kopf 79 in der versenkten Bohrung auf der Oberseite
der Grundplatte ruht. Eine Feder 8o, die zwischen der Grundplatte i und dem Zapfen
77 eingeschaltet ist, wirkt so, daß der Schraubenkopf auf der Grundplatte aufsitzt.
Durch Einstellung der Schraube 78 kann somit der Rahmen 49 auf Wunsch gehoben oder
gesenkt werden.
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Der Rahmen 49 besitzt einen seitlichen Flansch 81, der eine Deckelplatte
82 trägt, die durch Schrauben 83 festgelegt wird.
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Anstatt die angetriebenen Räder mit der Vorschubradwelle
5 1 zu verriegeln, kann man auch zur Erzielung desselben Resultates die Antriebsräder
in ähnlicher Weise auf der Welle 39 festlegen.