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DE4332779A1 - Mit Metallverbindungen und radikalischen Initiatoren teilvernetzte Kunststoffmassen - Google Patents

Mit Metallverbindungen und radikalischen Initiatoren teilvernetzte Kunststoffmassen

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Publication number
DE4332779A1
DE4332779A1 DE19934332779 DE4332779A DE4332779A1 DE 4332779 A1 DE4332779 A1 DE 4332779A1 DE 19934332779 DE19934332779 DE 19934332779 DE 4332779 A DE4332779 A DE 4332779A DE 4332779 A1 DE4332779 A1 DE 4332779A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
partially crosslinked
compounds
propylene
plastic compositions
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19934332779
Other languages
English (en)
Inventor
Bernd Lothar Dr Marczinke
Roland Dr Hingmann
Peter Dr Koelle
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DE19934332779 priority Critical patent/DE4332779A1/de
Priority to EP94114681A priority patent/EP0645421A3/de
Priority to JP23007894A priority patent/JPH07165819A/ja
Publication of DE4332779A1 publication Critical patent/DE4332779A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/04Oxygen-containing compounds
    • C08K5/09Carboxylic acids; Metal salts thereof; Anhydrides thereof
    • C08K5/098Metal salts of carboxylic acids
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L23/00Compositions of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L23/02Compositions of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Compositions of derivatives of such polymers not modified by chemical after-treatment
    • C08L23/10Homopolymers or copolymers of propene
    • C08L23/12Polypropene
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft teilvernetzte Kunststoff­ massen, aus
  • a₁) einem Propylenhomopolymerisat mit einem Schmelzflußindex von 0,01 bis 100 g/10 min, bei 230°C und unter einem Gewicht von 2,16 kg oder
  • a₂) einem statistischen Propylencopolymerisat mit einpolymeri­ sierten C₂-C₁₀-Alk-1-enen, wobei der Comonomerengehalt weniger als 15 Gew.-% beträgt und
  • b) einer Metallverbindung einer der folgenden Formeln (Ia) oder (Ib) wobei R für Wasserstoff oder eine C₁-C₄-Alkylgruppe steht,
    M₁ ein Metall der II. Hauptgruppe des Periodensystems oder Zink bedeutet und
    M₂ Bor oder Aluminium bedeutet,
    erhältlich durch Umsetzung des Propylenhomopolymerisats a₁) oder des statistischen Propylencopolymerisats a₂) mit der Metallverbindung b) in Anwesenheit eines radikalischen Initiators, bei Temperaturen von 180 bis 280°C, Drucken von 1 bis 100 bar und mittleren Verweilzeiten des Reaktions­ gemisches von 0,2 bis 10 Minuten.
Außerdem betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung dieser teilvernetzten Kunststoffmassen sowie Folien und Formkörper aus diesen Kunststoffmassen.
Vernetzte Polymerisate weisen gegenüber nicht vernetzten Poly­ merisaten den Vorteil einer höheren mechanischen Stabilität auf. Vollständig vernetzte Materialien lassen sich aber aufgrund ihres geringen Schmelzflusses thermisch nicht mehr mit den in der Kunststofftechnik üblichen Methoden verformen (H.G. Elias "Makro­ moleküle", Verlag Hüthig & Wepf, 4. Auflage, Seite 1000-1003). Für die Verarbeitung von Polymerisaten ist es deshalb notwendig, darauf zu achten, daß der Vernetzungsgrad der Polymerisate nicht zu hoch liegt, so daß diese noch mit den in der Kunststofftechnik üblichen Apparaturen verformt werden können.
Es ist bekannt, Polypropylene oder Copolymerisate des Propylens mit ungesättigten Silanen in Gegenwart eines Silanolkondensati­ onskatalysators und eines Peroxids zu vernetzen (DE-A 33 27 149 und DE-A 35 20 106). Die dabei erhaltenen Polymerisate zeichnen sich u. a. durch eine hohe Kälteschlagzähigkeit und Formbeständig­ keit aus. Die Vernetzung mit Hilfe ungesättigter Silane ist jedoch verfahrenstechnisch relativ aufwendig, da in diesem Fall drei verschiedene Komponenten, das Silan, der Katalysator und das Peroxid eingesetzt werden müssen.
Weiterhin ist bekannt, in Propylenhomopolymerisaten durch energiereiche Strahlung Langkettenverzweigungen zu erzeugen, um auf diese Weise deren rheologische Eigenschaften zu verbessern (AU-A 36 776/89, AU-A 52 158/90). Derartige Bestrahlungsverfahren sind jedoch in der Regel mit einem erheblichen technischen Auf­ wand verbunden.
In der DE-A 39 01 606 wird ein Verfahren zur Herstellung von vernetzbaren Copolymerisaten des Propylens beschrieben, wobei in einem ersten Schritt die dabei verwendeten Copolymerisate mit Maleinsäurederivaten gepfropft werden. Im Anschluß daran werden die gepfropften Copolymerisate mit multifunktionellen Aminen oder Alkoholen zu vernetzbaren Polymerisaten umgesetzt. Die auf diese Weise erhaltenen Produkte sind gut lagerfähig und können leicht weiterverarbeitet werden. Die Herstellung dieser vernetzbaren Polymerisate ist jedoch relativ aufwendig, da diese in mehreren, aufeinanderfolgenden Schritten erfolgt. Darüber hinaus haben die daraus erhaltenen Produkte entweder saure oder basische Eigen­ schaften, was für manche technische Anwendungsgebiete nicht erwünscht ist.
Die Vernetzung von kautschukartigen Materialien auf der Basis von Ethylen und Propylen mit Hilfe von Bismaleinimidoverbindungen ist ebenfalls möglich, vorausgesetzt, daß diese durch energiereiche Strahlen (S.M. Miller et al., J. Polym. Sci. 58, 737 (1962)), durch schwefelhaltige Vernetzungssysteme (W. Hofmann, Kaut­ schuk + Gummi, Kunststoffe, 308, Nr. 4/87) oder durch Peroxidver­ bindungen (DE-A 42 19 860) initiiert wird. Bei diesen Verfahren beobachtet man aber häufig einen Molmassenabbau des Propylenpoly­ merisats, der dessen mechanische Eigenschaften verschlechtert. Darüber hinaus sind diese Verfahren technisch relativ aufwendig. Die dabei erhaltenen Produkte sind oft verfärbt.
Weiterhin ist bekannt, Kautschuke mit mehrwertigen Metallsalzen der Acrylsäure oder der Methacrylsäure in Gegenwart von radia­ kalischen Initiatoren zu vernetzen. Die US-A 4 857 571 beschreibt beispielsweise ein Verfahren, nach welchem Kautschuke auf Basis von Propylen und Ethylen, Nitrilkautschuke oder Fluorkautschuke mit Zinkdimethacrylat in Gegenwart von phenolischen Vulkanisati­ onsinhibitoren mit Hilfe von organischen Peroxiden vernetzt werden. Aus der US-A 4 713 409 ist bekannt, Copolymerisate des Propylens und Ethylens oder Nitrilkautschuke in Gegenwart von Füllstoffen mit Zinkdimethacrylat zu vernetzen, wobei die Reaktion durch den Zerfall von organischen Peroxiden katalysiert wird. Terpolymerisate aus Ethylen, Propylen und Dienen lassen sich ebenfalls mit Zinkdimethacrylaten vernetzen (EP-A 390 012). Die Vernetzung derartiger Terpolymerisate aus Ethylen, Propylen und Dienen mit Zinkdimethacrylaten kann auch durch Gammastrahlung oder Elektronenstrahlung initiiert werden. Bei diesen Verfahren hat es sich aber als nachteilig erwiesen, daß dabei relativ hohe Vernetzermengen verwendet werden müssen. Darüber hinaus sind diese Verfahren häufig technisch aufwendig.
Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, den geschilderten Nachteilen abzuhelfen und teilvernetzte Kunststoff­ massen mit guten anwendungstechnischen Eigenschaften zu ent­ wickeln, die nach einem wenig aufwendigen Verfahren hergestellt werden können, wobei die Menge des dabei eingesetzten Vernetzers begrenzt werden kann.
Demgemäß wurden die eingangs definierten, teilvernetzten Kunst­ stoffmassen gefunden.
Die erfindungsgemäßen teilvernetzten Kunststoffmassen enthalten zum einen ein Propylenhomopolymerisat a₁) mit einem Schmelzfluß­ index von 0,01 bis 100 g/10 min, bei 230°C und unter einem Gewicht von 2,16 kg. Der Schmelzflußindex entspricht dabei der Menge an Polymerisat, die innerhalb von 10 Minuten aus der nach DIN 53 735 genormten Prüfvorrichtung bei einer Temperatur von 230°C und unter einem Gewicht von 2,16 kg ausgepreßt wird. Besonders bevorzugt sind dabei solche teilvernetzten Kunststoffmassen, deren Propylenhomopolymerisat a₁) einem Schmelzflußindex von 0,1 bis 50 g/10 min, bei 230°C und unter einem Gewicht von 2,16 kg, auf­ weist.
Die Herstellung des erfindungsgemäß zu verwendenden Propylenhomo­ polymerisats a₁) kann in den üblichen, für die Polymerisation von Propylen verwendeten Reaktoren entweder absatzweise oder bevor­ zugt kontinuierlich durchgeführt werden. Geeignete Reaktoren sind u. a. kontinuierlich betriebene Rührkessel, wobei man auch eine Reihe von mehreren hintereinander geschalteten Rührkesseln ein­ setzen kann. Die Reaktoren enthalten ein Festbett aus fein­ teiligem Polymerisat, welches üblicherweise durch Rühren in Be­ wegung gehalten wird.
Das Verfahren kann mit den in der Polymerisationstechnik üblichen Ziegler-Natta-Katalysatoren sowohl in der Gasphase, als auch in einer Lösung oder einer Aufschlämmung durchgeführt werden. Diese enthalten u. a. neben einer titanhaltigen Feststoffkomponente noch Cokatalysatoren. Als Cokatalysatoren kommen dabei Aluminium­ verbindungen zusammen mit Elektronendonorverbindungen in Frage.
Zur Herstellung der titanhaltigen Feststoffkomponente werden als Titanverbindungen im allgemeinen Halogenide oder Alkoholate des drei- oder vierwertigen Titans verwendet, wobei die Chloride des Titans, insbesondere Titantetrachlorid, bevorzugt sind. Vorteil­ haft enthält die titanhaltige Feststoffkomponente einen fein­ teiligen Träger, wofür sich Silicium- und Aluminiumoxide, sowie Aluminiumsilicate der Bruttoformel SiO₂·aAl₂O₃, wobei a für einen Wert von 0,001 bis 2, insbesondere von 0,01 bis 0,5 steht, gut bewährt haben.
Die bevorzugt verwendeten Träger weisen einen Teilchendurchmesser von 0,1 bis 1000 mm, insbesondere von 10 bis 300 mm, ein Poren­ volumen von 0,1 bis 10 cm³/g, insbesondere von 1,0 bis 5,0 cm³/g und eine spezifische Oberfläche von 10 bis 1000 m²/g, insbesondere von 100 bis 500 m²/g auf.
Weiter werden bei der Herstellung der titanhaltigen Feststoff­ komponente u. a. Verbindungen des Magnesiums eingesetzt. Als solche kommen insbesondere Magnesiumhalogenide, Magnesiumalkyle und Magnesiumaryle, sowie Magnesiumalkoxy- und Magnesiumaryloxy­ verbindungen in Betracht, wobei bevorzugt Magnesiumdichlorid, Magnesiumdibromid und Magnesiumdi- (C₁-C₁₀-alkyl) -Verbindungen ver­ wendet werden. Daneben kann die titanhaltige Feststoffkomponente noch Halogen, bevorzugt Chlor oder Brom, enthalten.
Außerdem werden bei der Herstellung der titanhaltigen Feststoff­ komponente in der Regel noch Elektronendonorverbindungen, bei­ spielsweise mono- oder polyfunktionelle Carbonsäuren, Carbon­ säureanhydride und Carbonsäureester, Ketone, Ether, Alkohole, Lactone, sowie phosphor- und siliciumorganische Verbindungen ver­ wendet. Bevorzugt werden als Elektronendonorverbindungen inner­ halb der titanhaltigen Feststoffkomponente Phthalsäurederivate der allgemeinen Formel (II)
eingesetzt, wobei x und Y jeweils für Chlor oder einen C₁- bis C₁₀-Alkoxyrest oder gemeinsam für Sauerstoff stehen. Besonders bevorzugte Elektronendonorverbindungen sind Phthalsäureester, wobei X und Y C₁-C₈-Alkoxyreste, beispielsweise Methoxy-, Ethoxy-, Propyloxy- oder Butyloxyreste bedeuten.
Weiter bevorzugte Elektronendonorverbindungen innerhalb der titanhaltigen Feststoffkomponente sind u. a. Diester von 3- oder 4-gliedrigen, gegebenenfalls substituierten Cycloalkyl-1,2- dicarbonsäuren, sowie Monoester von, gegebenenfalls substituier­ ten Benzophenon-2-carbonsäuren. Als Hydroxyverbindungen werden bei diesen Estern die bei Veresterungsreaktionen üblichen Alkohole verwendet, u. a. C₁- bis C₁₅-Alkanole, C₅- bis C-Cyclo­ alkanole, die ihrerseits C₁- bis C₁₀-Alkylgruppen tragen können, ferner Phenole, Naphthole sowie die C₁-C₁₀-Alkylderivate dieser Verbindungen.
Die titanhaltige Feststoffkomponente kann nach an sich bekannten Methoden hergestellt werden. Beispiele dafür sind u. a. in der EP-A 45 975, der EP-A 86 473, der EP-A 171 200, der GB-A 2 111 066 und der US-A 4 857 613 beschrieben.
Bei der Herstellung der titanhaltigen Feststoffkomponente wird bevorzugt das nachstehende dreistufige Verfahren angewandt.
In der ersten Stufe versetzt man zunächst einen feinteiligen Träger, bevorzugt Siliciumdioxid oder SiO₂·aAl₂O₃ mit einem Wassergehat von 0,5 bis 5 Gew.-% - wobei a für eine Zahl im Bereich von 0,001 bis 2, insbesondere im Bereich von 0,01 bis 0,5 steht - mit einer Lösung der magnesiumhaltigen Verbindung in einem flüssigen Alkan, wonach man dieses Gemisch 0,5 bis 5 Stunden bang bei einer Temperatur zwischen 10 und 120°C rührt.
Vorzugsweise setzt man pro Mol des Trägers 0,1 bis 1 mol der Magnesiumverbindung ein. Anschließend fügt man unter ständigem Rühren ein Halogen oder einen Halogenwasserstoff, insbesondere Chlor oder Chlorwasserstoff im wenigstens zweifachen, bevorzugt im wenigstens fünffachen molaren Überschuß, bezogen auf die magnesiumhaltige Verbindung, hinzu. Nach etwa 30 bis 120 Minuten trennt man den Feststoff von der flüssigen Phase ab.
In der zweiten Stufe bringt man das auf diese Weise erhaltene Produkt in ein flüssiges Alkan ein und fügt danach ein C₁- bis C₈-Alkanol, insbesondere Ethanol, ein Halogenid oder ein Alkoholat des drei- oder vierwertigen Titans, insbesondere Titantetra­ chlorid, sowie eine Elektronendonorverbindung, insbesondere ein Phthalsäurederivat der allgemeinen Formel (II) hinzu. Dabei setzt man pro Mol Magnesium des aus der ersten Stufe erhaltenen Fest­ stoffs 1 bis 5 mol, insbesondere 2 bis 4 mol, Alkanol, 2 bis 20 mol, insbesondere 4 bis 10 mol, des drei- oder vierwertigen Titans und 0,01 bis 1 mol, insbesondere 0,1 bis 1,0 mol, der Elektronendonorverbindung ein. Dieses Gemisch wird wenigstens eine Stunde lang bei einer Temperatur zwischen 10 und 150°C ge­ rührt, der so erhaltene feste Stoff anschließend abfiltriert und mit einem flüssigen Alkan, bevorzugt mit Hexan oder Heptan, ge­ waschen.
In der dritten Stufe extrahiert man den aus der zweiten Stufe erhaltenen Feststoff einige Stunden lang bei Temperaturen zwi­ schen 100 und 150°C mit überschüssigem Titantetrachlorid oder einer im Überschuß vorliegenden Lösung von Titantetrachlorid in einem inerten Lösungsmittel, vorzugsweise einem Alkylbenzol, wobei das Lösungsmittel wenigstens 5 Gew.-% Titantetrachlorid enthält. Danach wäscht man das Produkt solange mit einem flüssigen Alkan, bis der Gehalt der Waschflüssigkeit an Titan­ tetrachlorid weniger als 2 Gew.-% beträgt.
Die auf diese Weise erhältliche titanhaltige Feststoffkomponente wird mit Cokatalysatoren als Ziegler-Natta-Katalysatorensystem verwendet. Als Cokatalysatoren kommen dabei Aluminiumverbindungen und Elektronendonorverbindungen in Betracht.
Geeignete Aluminiumverbindungen sind neben Trialkylaluminium auch solche Verbindungen, bei denen eine Alkylgruppe durch eine Alkoxygruppe oder durch ein Halogenatom, beispielsweise durch Chlor oder Brom, ersetzt ist.
Bevorzugt werden Trialkyluminumverbindungen verwendet, deren Alkylgruppen jeweils 1 bis 8 C-Atome aufweisen, beispielsweise Trimethyl-, Triethyl- oder Methyldiethylaluminium.
Bevorzugt verwendet man neben der Aluminiumverbindung noch als weiteren Cokatalysator Elektronendonorverbindungen wie beispiels­ weise mono- oder polyfunktionelle Carbonsäuren, Carbonsäure­ anhydride und Carbonsäureester, Ketone, Ether, Alkohole, Lactone, sowie phosphor- und siliciumorganische Verbindungen. Besonders geeignete Elektronendonorverbindungen sind dabei silicium­ organische Verbindungen der allgemeinen Formel (III)
R¹nSi (OR²)4-n (III)
wobei R¹ gleich oder verschieden ist und eine C₁- bis C₂₀-Alkyl­ gruppe, eine 5- bis 7-gliedrige Cycloalkylgruppe, die ihrerseits eine C₁- bis C₁₀-Alkylgruppe tragen kann, oder eine C₆- bis C₂₀- Aryl- oder Arylalkylgruppe bedeutet, R² gleich oder verschieden ist und eine C₁- bis C₂₀-Alkylgruppe bezeichnet und n für die Zahlen 1, 2 oder 3 steht. Besonders bevorzugt werden dabei solche Verbindungen, in denen R¹ eine C₁- bis C₈-Alkylgruppe oder eine 5- bis 7-gliedrige Cycloalkylgruppe, R² eine C- bis C₄-Alkylgruppe und n die Zahlen 1 oder 2 bedeuten.
Unter diesen Verbindungen sind Dimethoxydiisopropylsilan, Di­ methoxyisobutylisopropylsilan, Dimethoxydiisobutylsilan, Dimeth­ oxydicyclopentylsilan und Diethoxyisobutylisopropylsilan hervor­ zuheben.
Bevorzugt werden solche Katalysatorsysteme verwendet, bei denen das Atomverhältnis zwischen Aluminium aus der Aluminiumverbindung und Titan aus der titanhaltigen Feststoffkomponente 1 : 1 bis 800 : 1, insbesondere 2 : 1 bis 200 : 1, und das Molverhältnis zwischen der Aluminiumverbindung und der als Cokatalysator eingesetzten Elektronendonorverbindung 1 : 1 bis 100 : 1, insbesondere 2 : 1 bis 80 : 1 beträgt. Die Katalysatorbestandteile können in beliebiger Reihenfolge einzeln oder als Gemisch der Komponenten in das Poly­ merisationssystem eingebracht werden.
Mit Hilfe derartiger Katalysatorsysteme können die erfindungs­ gemäß einzusetzenden Propylenhomopolymerisate a₁) hergestellt werden. Die Herstellung derartiger Propylenhomopolymerisate a₁) erfolgt dabei durch Polymerisation von Propylen in einem oder mehreren hintereinander geschalteten Reaktoren.
Die Polymerisation des Propylens wird üblicherweise bei einem Druck von 20 bis 40 bar, einer Temperatur von 60 bis 90°C und einer mittleren Verweilzeit des Reaktionsgemisches von 1 bis 5 Stunden durchgeführt. Bevorzugt sind dabei Drücke von 20 bis 35 bar, Temperaturen von 65 bis 85°C und mittlere Verweilzeiten von 1,5 bis 4 Stunden. Man wählt die Reaktionsbedingungen vorzugs­ weise so, daß pro mmol der Aluminiumkomponente 0,05 bis 2 kg, bevorzugt 0,1 bis 1,5 kg, Propylenhomopolymerisat a₁) gebildet werden. Die Molmasse des Propylenhomopolymerisats a₁) kann durch die in der Polymerisationstechnik gebräuchlichen Regler, bei­ spielsweise Wasserstoff kontrolliert werden. Zur Molmassen­ regelung werden bei der Polymerisation des Propylens auch ge­ legentlich geringe Mengen an weiteren C₂-C₁₀Alk-1-enen, bei­ spielsweise von Ethylen, But-1-en, Pent-1-en oder Hex-1-en ein­ gesetzt. Dies hat zur Folge, daß in dem hergestellten Propylen­ homopolymerisat a₁) noch bis zu 0,05 Gew.-%, vorzugsweise bis zu 0,02 Gew.-% an weiteren C₂-C₁₀-Alk-1-enen vorliegen können.
Weiterhin können die erfindungsgemäßen teilvernetzten Kunststoff­ massen ein statistisches Propylencopolymerisat a₂) mit einpoly­ merisierten C₂-C₁₀-Alk-1-enen enthalten, wobei der Comonomeren­ gehalt weniger als 15 Gew.-% beträgt. Bevorzugt sind dabei solche statistischen Propylencopolymerisate a₂), bei denen der Comono­ merengehalt weniger als 12 Gew.-% beträgt. Besonders bevorzugte teilvernetzte Kunststoffmassen weisen ein solches statistisches Propylencopolymerisat a₂) auf, dessen Comonomerengehalt im Bereich von 1,0 bis 10 Gew.-% liegt. Unter einpolymerisierten C₂-C₁₀-Alk-1-enen sind in diesem Zusammenhang insbesondere Ethylen, But-1-en, Pent-1-en, Hex-1-en, Hept-1-en oder Oct-1-en oder Gemische aus diesen Comonomeren zu verstehen, wobei bevor­ zugt Ethylen oder But-1-en eingesetzt werden.
Die Herstellung der erfindungsgemäß zu verwendenden statistischen Propylencopolymerisate a₂) erfolgt üblicherweise in den gleichen Reaktoren und nach den gleichen Herstellungsverfahren, wie bereits bei der Herstellung der Propylenhomopolymerisate a₁) beschrieben. In bezug auf die dabei einzusetzenden Ziegler-Natta- Katalysatorsysteme sei ebenfalls auf die Herstellung der Propylenhomopolymerisate a₁) verwiesen.
Vorzugsweise sind die statistischen Propylencopolymerisate a₂) nach einem ein- oder mehrstufigen Verfahren erhältlich, wobei in der Gasphase Propylen mit einem oder mehreren C₂-C₁₀-Alk-1-enen bei Temperaturen von 60 bis 90°C, Drücken von 20 bis 40 bar und mittleren Verweilzeiten des Reaktionsgemisches von 1 bis 5 Stun­ den umgesetzt wird. Bevorzugt sind dabei Temperaturen von 65 bis 85°C, Drücke von 20 bis 35 bar und mittlere Verweilzeiten von 1,5 bis 4 Stunden. Üblicherweise liegen dabei die Comonomere Propylen und das oder die C₂-C₁₀-Alk-1-ene in solchen Mengen vor, daß das Partialdruckverhältnis zwischen Propylen und dem oder den C₂-C₁₀-Alk-1-enen 5 : 1 bis 100 : 1, insbesondere 5 : 1 bis 50 : 1 be­ trägt. Zur Molmassenregelung können dabei auch Regler wie beispielsweise Wasserstoff eingesetzt werden.
Die auf diese Weise erhältlichen statistischen Propylencopoly­ merisate a₂) weisen einen Schmelzflußindex von 0,1 bis 100 g/10 min, insbesondere von 0,1 bis 50 g/10 min auf. Der Schmelzflußindex entspricht dabei derjenigen Menge an Polymeri­ sat, die innerhalb von 10 Minuten und bei einer Temperatur von 230°C aus der nach DIN 53 735 genormten Prüfvorrichtung ausgepreßt wird.
Weiterhin enthalten die erfindungsgemäßen, teilvernetzten Kunst­ stoffmassen eine Metallverbindung b) eine der folgenden Formeln (Ia) oder (Ib)
wobei R für Wasserstoff oder eine C₁-C₄-Alkylgruppe steht,
M₁ ein Metall der II. Hauptgruppe des Periodensystems oder Zink bedeutet und
M₂ Bor oder Aluminium bedeutet.
Bevorzugte Metallverbindungen b) sind dabei solche Verbindungen, bei denen R für Wasserstoff, einen Methylrest oder einen Ethyl­ rest steht, wobei die beiden erstgenannten Reste, Wasserstoff oder Methylrest, besonders bevorzugt sind. Als Beispiele sind insbesondere Zinkdiacrylat oder Zinkdimethacrylat zu erwähnen.
Als Metallverbindungen b) verwendet man insbesondere auch solche Verbindungen der Formel (Ia), bei denen M₁ für Calcium, Magnesium oder Zink steht. Dabei bedeuten die Bezeichnungen M₁ und M₂ in den Formeln (Ia) und (Ib) jeweils die Ionen der einzelnen ausge­ wählten Metalle.
Anstelle einer Metallverbindung b) können auch zwei oder mehrere dieser Verbindungen eingesetzt werden. Die Metallverbindungen b) werden nach üblichen Verfahren hergestellt, beispielsweise durch Neutralisation der zugrundeliegenden Säuren mit den entsprechen­ den Metallhydroxiden, Oxiden oder Carbonaten. Darüber hinaus sind sie auch in Fachhandel käuflich.
Als radikalische Initiatoren werden vorzugsweise organische Peroxide oder Azoverbindungen eingesetzt. Bevorzugt werden dabei solche organischen Peroxidverbindungen verwendet, die bei einer Temperatur von 210°C Halbwertszeiten von 1 bis 30 Sekunden auf­ weisen. Innerhalb dieser Verbindungen sind insbesondere Dicumyl­ peroxid, Monocumyl(tert.butyl)-peroxid, Di(tert.butyl)peroxid, 2,5-Dimethyl-2,5-di(tert.butylperoxy)hexan und 2,5-Dimethyl-2,5- di(tert.butylperoxy)hexin-3 hervorzuheben.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen, teilvernetzten Kunststoff­ masse werden pro 100 Gew.-Teile des Propylenhomopolymerisats a₁) oder des statistischen Propylencopolymerisats a₂) 0,001 bis 5 Gew.-Teile der Metallverbindung b) und 0,001 bis 2 Gew.-Teile des radikalischen Initiators verwendet. Vorzugsweise werden pro 100 Gew.-Teile des Propylenhomopolymerisats a₁) oder des statisti­ schen Propylencopolymerisats a₂) 0,01 bis 2 Gew.-Teile und insbe­ sondere 0,02 bis 1,0 Gew.-Teile der Metallverbindung b) und 0,001 bis 1,0 Gew.-Teile und insbesondere 0,001 bis 0,5 Gew.-Teile des radikalisch zerfallenden Initiators eingesetzt. Dabei findet eine teilweise Vernetzung des Propylenhomopolymerisats a₁) bzw. des statistischen Propylencopolymerisats a₂) statt.
In einem besonders bevorzugt Herstellungsverfahren werden dem Propylenhomopolymerisat a₁) bzw. dem statistischen Propylencopoly­ merisat a₂) unmittelbar nach deren Herstellung entsprechende Mengen der Metallverbindung b) und des radikalischen Initiators in einer, an den Polymerisationsreaktor angeschlossenen Misch­ apparatur hinzugefügt. Vorzugsweise wird dabei als Mischapparatur ein Extruder verwendet. Nach Beendigung der Umsetzung wird die teilweise vernetzte Kunststoffmasse aus der Mischapparatur aus­ getragen und in einem daran angeschlossenen Schachttrockner von flüchtigen Ausgangsprodukten getrennt. Die auf diese Weise erhaltene Kunststoffmasse ist direkt weiterverarbeitbar.
Die erfindungsgemäßen teilvernetzten Kunststoffmassen weisen Schmelzflußindices von 0,01 bis 100 g/10 min, insbesondere von 0,1 bis 50 g/10 min auf. Der Schmelzflußindex entspricht dabei der Menge an Polymerisat, die innerhalb von 10 Minuten unter einem Gewicht von 2,16 kg aus der nach DIN 53 735 genormten Prüf­ vorrichtung ausgepreßt wird.
Die erfindungsgemäßen teilvernetzen Kunststoffmassen zeichnen sich u. a. durch eine hohe mechanische Festigkeit, insbesondere durch eine hohe Steifigkeit sowie eine verbesserte Schmelze­ festigkeit aus. Sie weisen Schmelzflußindices von 0,01 bis 100 g/10 min, insbesondere von 0,1 bis 50 g/10 min, bei 230°C und 2,16 kg, nach DIN 53 735 auf.
Die erfindungsgemäßen teilweise vernetzten Kunststoffmassen eignen sich aufgrund ihrer relativ guten Verarbeitbarkeit u. a. als Materialien für den Spritzguß, das Blasformen, die Extrusion und die Herstellung von Schäumen. Sie können als Materialien zur Herstellung von Folien, Fasern, Formkörpern oder als Überzugs­ materialien verwendet werden.
Beispiele
Die Beispiele 1 und 2 sowie die Vergleichsbeispiele A und B wurden in einem Zweischneckenextruder ZSK 57 der Firma Werner & Pfleiderer mit einem Länge/Durchmesser-Verhältnis von 27 durchge­ führt. Die dabei verwendeten Propylenhomopolymerisate a₁) bzw. statistischen Propylencopolymerisate a₂) wurden als Grieß oder als Granulat dem Zweischneckenextruder zugeführt und dort mit der Metallverbindung b) und dem radikalischen Initiator aufgeschmol­ zen.
Beispiel 1
100 Gew.-Teile eines Propylenhomopolymerisats a₁) mit einem Schmelzflußindex von 1,0 g/10 min, bei 230°C und 2,16 kg, nach DIN 53 735 wurden im Zweischneckenextruder mit 0,8 Gew.-Teilen Zinkdimethylacrylat und 0,02 Gew.-Teilen 2,5-Dimethyl-2,5-di- (tert.-butylperoxy)-hexan vermischt und granuliert. Die Temperatur betrug dabei 240°C, der Druck 10 bar und die mittlere Verweilzeit 30 Sekunden. Danach wurde das Gemisch aus dem Zwei­ schneckenextruder ausgetragen und granuliert. Das dabei erhaltene Produkt war farb- und geruchlos. Es wies einen Schmelzflußindex von 1,8 g/10 min, bei 230°C und 2,16 kg, nach DIN 53 735 und eine gute Schmelzefestigkeit auf.
Vergleichsbeispiel A
100 Gew.-Teile des im Beispiel 1 verwendeten Propylenhomopoly­ merisats a₁) wurden unter den Bedingungen des Beispiels 1 ohne Zusatz der Metallverbindung b) (Zinkdimethacrylat) und ohne Peroxidverbindung aufgearbeitet. Das erhaltene Produkt wies einen Schmelzflußindex von 1,1 g/10 min, bei 230°C und 2,16 kg, nach DIN 53 735 und eine schlechte Schmelzefestigkeit auf.
Beispiel 2
100 Gew.-Teile eines statistischen Propylencopolymerisats a₂) mit einem Schmelzflußindex von 1,0 g/10 min, bei 230°C und 2,16 kg, nach DIN 53 735 und 2,5 Gew.-% einpolymerisiertem Ethylen [bestimmt durch Fourier-Infrarotspektroskopie] wurden im Zwei­ schneckenextruder mit 0,8 Gew.-Teilen Zinkdimethacrylat und 0,02 Gew.-Teilen 2,5-Dimethyl-2,5-di(tert.-butylperoxy)-hexan vermischt und granuliert. Die Temperatur betrug dabei 240°C, der Druck 10 bar und die mittlere Verweilzeit 30 Sekunden. Danach wurde das Gemisch aus dem Zweischneckenextruder ausgetragen und granuliert. Das erhaltene Produkt war farb- und geruchlos. Es wies einen Schmelzflußindex von 1,7 g/10 min, bei 230°C und 2,16 kg, nach DIN 53 735 und eine gute Schmelzefestigkeit auf.
Vergleichsbeispiel B
100 Gew.-Teile des im Beispiel 2 verwendeten statistischen Propylendopolymerisats a₂) wurden unter den Bedingungen des Beispiels 2 ohne Zusatz der Metallverbindung b) (Zinkdimeth­ acrylat) und ohne Peroxidverbindung aufgearbeitet.
Das erhaltene Produkt wies einen Schmelzflußindex von 1,2 g/10 min, bei 230°C und 2,16 kg, nach DIN 53 735 und eine schlechte Schmelzefestigkeit auf.

Claims (11)

1. Teilvernetzte Kunststoffmassen, aus
  • a₁) einem Propylenhomopolymerisat mit einem Schmelzflußindex von 0,01 bis 100 g/10 min, bei 230° und unter einem Gewicht von 2,16 kg oder
  • a₂) einem statistischen Propylencopolymerisat mit einpoly­ merisierten C₂-C₁₀-Alk-1-enen, wobei der Comonomeren­ gehalt weniger als 15 Gew.-% beträgt und
  • b) einer Metallverbindung einer der folgenden Formeln (Ia) oder (Ib) wobei R für Wasserstoff oder eine C₁-C₄-Alkylgruppe steht,
M₁ ein Metall der II. Hauptgruppe des Periodensystems oder Zink bedeutet und
M₂ Bor oder Aluminium bedeutet,
erhältlich durch Umsetzung des Propylenhomopolymeri­ sats a₁) oder des statistischen Propylencopolymerisats a₂) mit der Metallverbindung b) in Anwesenheit eines radikalischen Initiators, bei Temperaturen von 180 bis 283°C, Drücken von 1 bis 100 bar und mittleren Verweil­ zeiten des Reaktionsgemisches von 0,2 bis 10 Minuten.
2. Teilvernetzte Kunststoffmassen nach Anspruch 1, wobei das Propylenhomopolymerisat a₁) einen Schmelzflußindex von 0,1 bis 50 g/10 min, bei 230°C und unter einem Gewicht von 2,16 kg aufweist.
3. Teilvernetzte Kunststoffmassen nach Anspruch 1, wobei das statistische Propylencopolymerisat einen Comonomerengehalt von weniger als 12 Gew.-% aufweist.
4. Teilvernetzte Kunststoffmassen nach den Ansprüchen 1 bis 3, wobei man pro 100 Gew.-Teile des Propylenhomopolymerisats a₁) oder des statistischen Propylencopolymerisats a₂) 0,001 bis 5 Gew.-Teile der Metallverbindung b) und 0,001 bis 2 Gew.-Teile des radikalischen Initiators verwendet.
5. Teilvernetzte Kunststoffmassen nach den Ansprüchen 1 bis 4, wobei als radikalisch zerfallende Initiatoren organische Per­ oxide oder Azoverbindungen verwendet werden.
6. Teilvernetzte Kunststoffmassen nach den Ansprüchen 1 bis 5, wobei als Metallverbindungen b) Verbindungen der Formel (Ia) oder (Ib) verwendet werden, in der R die folgende Bedeutung hat:
Wasserstoff, Methylrest, Ethylrest.
7. Teilvernetzte Kunststoffmassen nach den Ansprüchen 1 bis 6, wobei als Verbindungen b) Verbindungen der Formel (Ia) verwendet werden, in der M₁ für Calcium, Magnesium oder Zink steht.
8. Verfahren zur Herstellung von teilvernetzten Kunststoffmassen gemäß den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung des Propylenhomopolymerisats a₁) oder des statistischen Propylencopolymerisats a₂) mit der Metall­ verbindung b) bei Temperaturen von 190 bis 260°C, Drücken von 1 bis 60 bar und mittleren Verweilzeiten des Reaktionsge­ misches von 0,2 bis 5 Minuten durchführt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man die Metallverbindung b) zusammen mit dem radikalischen Initiator dem Propylenhomopolymerisat a₁) oder dem stati­ stischen Propylencopolymerisat a₂) unmittelbar nach deren Herstellung in einer, an den Herstellungsreaktor angeschlos­ senen Mischapparatur hinzusetzt.
10. Folien, Fasern und Formkörper aus den teilvernetzten Kunst­ stoffmassen nach den Ansprüchen 1 bis 7.
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