DE4325221A1 - Verfahren zum Einlesen einer Codierung in eine Identifizierungseinrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Verfahren zum Einlesen einer Codierung in eine Identifizierungseinrichtung, insbesondere für KraftfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einlesen einer
Codierung in eine Identifizierungseinrichtung, insbesondere
für Kraftfahrzeuge, bei welchem mittels einer in der Iden
tifizierungseinrichtung bereits gespeicherten Codierung
eines Codeträgers eine Speicherbereitschaft der Identifi
zierungseinrichtung aktiviert wird.
Vor Benutzung einer mit besonderen Sicherheitsvorrichtungen
ausgerüsteten Einrichtung, z. B. eines gegen Diebstahl ge
sicherten Kraftfahrzeuges, muß sich der Benutzer vor Betä
tigung der Einrichtung über einen Code legitimieren.
Dieser Code ist in sogenannten Codeträgern, wie z. B. Code
stecker mit Kontakten, Funkschlüsseln oder Transpondern ab
gelegt. Der am zu sichernden Objekt vorhandenen Identifi
zierungseinrichtung sind alle Codierungen bekannt, welche
zur Benutzung des Objektes berechtigen.
Vom Hersteller werden entsprechend den Kundenwünschen meh
rere Codeträger mit entsprechender Codierung geliefert.
Geht nun ein Codeträger verloren, muß ein kompletter Satz
neuer Codeträger mit zugehöriger Auswerteeinrichtung
gekauft und neu installiert werden.
Kostengünstigere Möglichkeiten bestehen darin, neue Code
träger in die schon bestehenden Sicherheitsvorrichtungen
einzuführen.
Entweder wird durch Legitimation mit Hilfe eines nur für
diesen Zweck vorgesehenen sogenannten Master-Code-Gebers in
der Identifizierungseinrichtung ein Mode zur Veränderung
der angemeldeten Codeträger aktiviert oder die neuen Code
träger werden über eine Datenschnittstelle der Identifika
tionseinrichtung bekanntgemacht.
In jedem Fall sind zusätzliche Vorrichtungen notwendig, um
andere Codeträger in das Sicherheitssystem einzuführen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren an
zugeben, welches es einer autorisierten Person gestattet,
auf einfache Weise Veränderungen bei den der
Identifikationseinrichtung bekannten Codierungen der Code
träger vorzunehmen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß nach
der Identifizierung von mindestens einem, dem ständigen
Gebrauch dienenden Codeträger von der Identifizierungsein
richtung ein Mode aktiviert wird, mittels welchem die
Codierung von mindestens einem Codeträger in die Identifi
zierungseinrichtung einspeicherbar ist.
Der Vorteil der Erfindung besteht darin, daß der berech
tigte Nutzer der zu sichernden Einrichtung selbst ohne Zu
hilfenahme zusätzlicher Geräte und ohne Konsultation eines
Fachmannes sich weitere Codeträger beschaffen kann.
Dabei kann die Anzahl der Codeträger zu jedem Zeitpunkt be
liebig eingeschränkt oder erweitert werden.
Die Bereitstellung eines Master-Code-Gebers durch den Her
steller des Sicherheitssystems kann dann entfallen.
In einer Ausgestaltung werden nach der Identifizierung von
mindestens einem bekannten Codeträger alle in der Identifi
zierungseinrichtung abgespeicherten Codierungen gelöscht
und danach die zugelassenen Codeträger neu definiert.
Eine andere Ausgestaltung besteht darin, daß nach der Iden
tifizierung von mindestens einem bekannten Codeträger alle
Codierungen vorhandener, bereits angemeldeter Codeträger
der Identifizierungseinrichtung gezeigt werden und danach
die Neudefinition der zugelassenen Codeträger erfolgt.
Um sicherzustellen, daß nur der berechtigte Nutzer den Be
kanntmachungsvorgang von weiteren Codeträger einleitet,
müssen durch die Identifizierungseinrichtung mindestens
zwei bekannte, nach einem definierten Algorithmus betätigte
Codeträger erkannt werden.
So müssen die bekannten Codeträger in einer festgelegten
Reihenfolge betätigt werden. Auch können die bekannten
Codeträger mehrmals betätigt werden. Der Vorgang der Betä
tigung der bekannten Codeträger erfolgt in einer bestimmten
zeitlichen Abfolge. Die einzelnen Möglichkeiten können auch
beliebig kombiniert werden.
Vorteilhafterweise wird ein mit der Codierung eines Code
trägers belegter Speicherplatz durch die Codierung eines
anderen Codeträgers belegt. Durch diese Maßnahme wird
gewährleistet, daß der ursprüngliche Satz an Codeträgern
nach Wunsch immer wieder komplettiert werden kann. Dabei
wird der von der Codierung eines Codeträgers belegte Spei
cherplatz durch die Codierung eines bisher nicht bekanntge
machten Codeträgers belegt.
Um sicherzustellen, daß kein Unbefugter, der zufällig in
den Besitz eines abhandengekommenen Codeträgers gelangt
ist, die zu sichernde Einrichtung nutzen kann, wird in ei
ner Ausgestaltung der mit der Codierung eines Codeträgers
belegte Speicherplatz durch die Codierung eines bereits
angemeldeten Codeträgers belegt.
In einer anderen Ausgestaltung werden bisher unbelegte
Speicherplätze in der Identifizierungseinrichtung durch
Codierungen zusätzlich bekanntzumachender Codeträger
belegt. Dadurch können in Abhängigkeit von der Speicher
platzkapazität der Identifizierungseinrichtung zusätzlich
neue Codeträger bekanntgemacht werden.
Zur Sicherheit kann ein zweites zusätzliches, im Fahrzeug
selbst gewonnenes Signal an die Identifizierungseinrichtung
notwendig sein, um eine bewußte Einleitung des Modes zu
gewährleisten.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist vielfältig einsetzbar.
Es findet Anwendung sowohl bei Systemen, wo die Codeüber
tragung zwischen Codeträger und Identifizierungseinrichtung
drahtlos als auch über mechanische Kontakte erfolgt.
Eine Identifizierungseinrichtung zur Durchführung des er
findungsgemäßen Verfahrens weist eine Code-Empfangseinrich
tung auf, welche mit einer Vergleichseinheit verbunden ist,
die den eingegebenen Code mit den in einem Speicher abge
legten Code vergleicht und bei Übereinstimmung die zu si
chernde Einrichtung freigibt.
Die Erfindung läßt mehrere Ausführungen zu. Einige davon
sollen nun erläutert werden.
Die Fig. 1 zeigt den Aufbau eines Steuergerätes 2 eines
Kraftfahrzeuges.
Über einen die Codierung tragenden Funkschlüssel legiti
miert sich der Benutzer des Kraftfahrzeuges, indem er einem
im Kraftfahrzeug installierten Empfänger 1 drahtlos einen
Steuerbefehl übermittelt. Der Empfänger 1 wandelt den Code
in ein elektrisches Signal und leitet ihn an das Steuerge
rät 2 weiter, dessen Mikroprozessor 3 den Code mit den in
einem EEPROM 4 abgelegten berechtigten Codes vergleicht.
Bei Übereinstimmung des eingegebenen Codes mit einem
abgespeicherten Code gibt das Steuergerät 2 die Zündung des
Kraftfahrzeuges frei.
Zu jedem Fahrzeug werden üblicherweise drei Funkschlüssel
ausgegeben, deren einzelne Codierungen im Speicher 4 des
Steuergerätes abgelegt sind.
Geht nun ein Funkschlüssel verloren, besteht die Notwendig
keit, dem Steuergerät 2 einen Ersatzschlüssel bekanntzu
machen. Gleichzeitig muß der Code des abhandengekommenen
Funkschlüssels im EEPROM 4 gelöscht werden, um einen
unbefugten Zugriff auf das Fahrzeug zu verhindern.
Zur Einleitung des Bekanntmachungsvorganges wird der erste
Funkschlüssel in das Zündschloß eingeführt und die Zündung
eingeschaltet. Gemäß Fig. 2 werden zwei dem Steuergerät 2
über ihre Codierung bekannte Funkschlüssel dreimal alter
nierend betätigt. Nach der Identifizierung durch das Steu
ergerät 2 werden alle im EEPROM 4 gespeicherten Codierungen
gelöscht. Im folgenden werden die vom Nutzer des Kraftfahr
zeuges gewünschten, die Diebstahlsicherung deaktivierenden
Funkschlüssel neu definiert.
Innerhalb einer Zeitspanne von 5 Sekunden wird ein Funk
schlüssel betätigt und dessen Codierung im EEPROM 4 abge
speichert. Ein weiterer Funkschlüssel wird innerhalb der
nächsten 5 Sekunden betätigt, dessen Codierung ebenfalls
gespeichert wird.
So können die vom Nutzer gewünschten Funkschlüssel dem
Steuergerät 2 bekanntgemacht werden. Die Anzahl der Funk
schlüssel kann dabei größer, kleiner oder gleich der vom
Hersteller ausgegebenen Anzahl der Funkschlüssel sein und
wird nur durch die Anzahl der Speicherplätze begrenzt.
Wird innerhalb des Zeitfensters von 5 Sekunden kein weite
rer Funkschlüssel bekanntgemacht, werden die noch zur Ver
fügung stehenden freien Speicherplätze mit 0 belegt. Das
Steuergerät 2 erkennt den Vorgang als abgeschlossen.
Eine andere Möglichkeit des Bekanntmachungsvorganges ist in
Fig. 3 dargestellt.
Nach der Einleitung des Modes zur Neudefinition der Funk
schlüssel durch die Identifizierung von 2 bekannten Funk
schlüsseln durch das Steuergerät 2 wird festgestellt, ob
die Codierung eines weiteren, innerhalb von 5 Sekunden
betätigten Funkschlüssels dem Steuergerät 2 bekannt ist.
Ist dies bereits der Fall, kann ein weiterer Funkschlüssel
eingeführt werden.
Ist die Codierung des Funkschlüssels dem Steuergerät 2 un
bekannt, wird sie neu in den EEPROM 4 eingetragen.
Der Abschluß des Vorganges erfolgt analog dem vorher erläu
terten Beispiel.
Reichen dem Nutzer des Kraftfahrzeuges zwei Funkschlüssel
aus, so wird entsprechend eines einfacheren Beispiels nach
dem zweiten Funkschlüssel noch einmal der Code des ersten
Funkschlüssels zum Steuergerät 2 übertragen und der Spei
cherplatz des verlorenen dritten Funkschlüssels durch den
Code des ersten Funkschlüssels belegt.
Zur Einleitung des Bekanntmachungsvorganges gibt es viele
Möglichkeiten.
Um ein unbefugtes Benutzen praktisch auszuschließen, wird
der Bekanntmachungsvorgang durch die Kombination der Hand
habung einer definierten Anzahl von Funkschlüsseln einge
leitet.
Bei fünf vorhandenen Funkschlüsseln wird der Code des er
sten Schlüssels einmal, der Code des zweiten Schlüssels
dreimal und der Code des fünften Schlüssels einmal übertra
gen.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß innerhalb einer
Zeitspanne von 15 Sekunden schon angemeldete Funkschlüssel
von dem Steuergerät erkannt werden.
Im Ausnahmefall kann bei Verwendung von nur zwei Funk
schlüsseln und bei Verlust eines der Funkschlüssel der noch
vorhandene Funkschlüssel zur Anmeldung eines neuen Funk
schlüssels genutzt werden. Dabei wird nach Anschalten der
Zündung der Code des noch vorhandenen Funkschlüssels bei
spielsweise dreimal durch den Benutzer ausgelöst und über
Empfänger zum Steuergerät übertragen.
Der Mode zur Neudefinition der Funkschlüssel wird aber erst
aktiviert, wenn zusätzlich noch ein Steuerbefehl z. B. zum
Öffnen der Fahrzeugtüren, zum Einschalten der Warnblinkan
lage oder der Nebelschlußleuchte u.ä. vom Steuergerät 2
empfangen wird.
Durch diese Signalfolge wird dem Steuergerät 2 angezeigt,
daß eine Neudefinition der zugelassenen Funkschlüssel er
folgen soll.
Claims (15)
1. Verfahren zum Einlesen einer Codierung in eine Identifi
zierungseinrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, bei
welchem mittels einer in der Identifizierungseinrichtung
bereits gespeicherten Codierung eines Codeträgers eine
Speicherbereitschaft der Identifizierungseinrichtung akti
viert wird, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Identifi
zierung von mindestens einem, dem ständigen Gebrauch
dienenden Codeträger von der Identifizierungseinrichtung
ein Mode aktiviert wird, mittels welchem die Codierung von
mindestens einem Codeträger in die Identifizierungseinrich
tung einspeicherbar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
nach der Identifizierung von mindestens einem bekannten
Codeträger alle in der Identifizierungseinrichtung abge
speicherten Codierungen gelöscht werden und danach die Neu
definition der zugelassenen Codeträger erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
nach der Identifizierung von mindestens einem bekannten
Codeträger alle Codierungen vorhandener, bereits angemelde
ter Codeträger der Identifizierungseinrichtung gezeigt wer
den und danach die Neudefinition der zugelassenen Codeträ
ger erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß durch die Identifizierungseinrichtung
mindestens zwei bekannte, nach einem definierten Algorith
mus betätigte Codeträger identifiziert werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die bekannten Codeträger in einer festgelegten Reihenfolge
betätigt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die bekannten Codeträger mehrmals betätigt werden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß die bekannten Codeträger in
einer bestimmten zeitlichen Abfolge betätigt werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit der Codierung eines
Codeträgers besetzter Speicherplatz durch die Codierung
eines anderen Codeträgers belegt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der mit der Codierung eines Codeträgers belegte Speicher
platz durch die Codierung eines bisher nicht bekannten
Codeträgers belegt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der mit der Codierung eines Codeträgers belegte Speicher
platz durch die Codierung eines bereits bekannten Codeträ
gers belegt wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß bisher unbelegte Speicherplätze
der Identifizierungseinrichtung durch Codierungen von neu
bekanntzumachenden Codeträgern belegt werden.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
ein zusätzliches, im Fahrzeug selbst gewonnenes Signal not
wendig ist, um den Mode einzuleiten.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Codeübertragung zwischen
Code-Geber und Identifizierungseinrichtung drahtlos oder
über mechanische Kontakte erfolgt.
14. Identifizierungseinrichtung zur Durchführung des Ver
fahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Codeempfangseinrichtung (1) mit einer Vergleichseinheit (3)
verbunden ist, die den eingegebenen Code mit den in einem
Speicher (4) abgelegten Code vergleicht und bei Übereinstim
mung die zu sichernde Einrichtung freigibt.
15. Identifizierungseinrichtung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Identifizierungseinrichtung ein
Steuergerät (2) in einem Kraftfahrzeug ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4325221A DE4325221C2 (de) | 1993-07-28 | 1993-07-28 | Verfahren zum Einlesen einer Codierung eines Codeträgers in eine Identifizierungseinrichtung eines Kraftfahrzeuges und Identifizierungseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE4325221A DE4325221C2 (de) | 1993-07-28 | 1993-07-28 | Verfahren zum Einlesen einer Codierung eines Codeträgers in eine Identifizierungseinrichtung eines Kraftfahrzeuges und Identifizierungseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE4325221A1 true DE4325221A1 (de) | 1995-02-02 |
| DE4325221C2 DE4325221C2 (de) | 2000-08-17 |
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ID=6493853
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| DE4325221A Expired - Fee Related DE4325221C2 (de) | 1993-07-28 | 1993-07-28 | Verfahren zum Einlesen einer Codierung eines Codeträgers in eine Identifizierungseinrichtung eines Kraftfahrzeuges und Identifizierungseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
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