DE4325180A1 - Klemmeinheit für eine Spritzmaschine und Verfahren zum Betrieb derselben - Google Patents
Klemmeinheit für eine Spritzmaschine und Verfahren zum Betrieb derselbenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Klemmeinheit nach
dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 und ein Verfahren
zum Betrieb derselben nach dem Oberbegriff des
Patentanspruches 3.
Im allgemeinen umfassen herkömmliche Spritzmaschinen eine
Maschinenbasis, eine Klemmeinheit, eine Spritzeinheit und
ein hydraulisches/elektrisches Steuersystem. Die in der
Fig. 1 gezeigte Klemmeinheit A weist eine vordere Platte
A1, eine hintere Platte A2, zwei Paare von Verbindungs- bzw.
Zugstäben A3, die parallel zueinander verlaufen und
mit den vier Ecken der Platten A1 und A2 verbunden sind und
eine bewegbare Platte A4 auf, die entlang der Zugstangen A3
bewegt werden kann. Die bewegbare Platte A4 und die hintere
Platte A2 sind miteinander durch einen Satz von nach innen
gebogenen Kniegelenkmechanismen A5 verbunden, die durch
einen hydraulischen Zylinder A6 so angetrieben werden, daß
die bewegbare Platte A4 in Vorwärtsrichtung zum Schließen
der Form oder in Rückwärtsrichtung zum Öffnen der Form
bewegt werden kann. Da es viele Arten von Formhöhen gibt,
muß die hintere Platte A2 von Zeit zu Zeit eingestellt
werden, um an die Forderungen der Formhöhen angepaßt zu
werden, so daß sich eine geeignete Klemmkraft ergibt. Aus
diesem Grunde ist an der hinteren Platte A2 ein
Formeinstellmechanismus angeordnet. Jedes hintere Ende der
Zugstangen A3 weist ein Trapezgewinde A31 auf, auf dem ein
Stellglied in der Form eines Zahnrades mit Innengewinde
bzw. eines Mutterzahnrades A32 montiert ist. Die hintere
Platte A2 weist mehrere Rollen A21 auf, um das ein
ringförmiger Zahnkranz A22 verläuft. Der ringförmige
Zahnkranz A22 kämmt mit den Mutterzahnrädern A32. Der
ringförmige Zahnkranz A22 wird durch einen Hydraulikmotor
A7 angetrieben, der an der hinteren Platte A2 befestigt
ist. Wenn sich der Hydraulikmotor A7 dreht, wird der
ringförmige Zahnkranz A22 gedreht, so daß die
Mutterzahnräder A32 ebenfalls in Drehung versetzt werden.
Dann bewegen sich die Mutterzahnräder A32 entlang der
Trapezgewinde A31. Gleichzeitig wird die hintere Platte A2
bewegt, so daß sich ein geeigneter Raum für die Formhöhen
ergibt. Eine Auswurfeinheit wird durch einen hydraulischen
Ausstoßzylinder A8 angetrieben, um zu bewirken, daß ein
Auswurfzapfen sich nach vorne oder nach hinten bewegt, um
die Entformoperation zu erleichtern.
In der Praxis kann der nach innen verlaufende
Kniegelenkmechanismus eine Formschließoperation B1 und eine
Formöffnungsoperation B2 ausführen, wie dies die Fig. 2
zeigt, wobei die Länge des Gelenkes B12 durch die Größe der
hinteren Platte B15 begrenzt ist. Die Länge des Gelenkes
B11 steht ebenfalls in Beziehung mit dem Raum, der für den
Auswurfmechanismus B16 erforderlich ist, so daß jegliche
Störung zwischen dem Gelenk B11 und dem Auswurfmechanismus
B16 vermieden wird. Aus diesem Grunde ist die räumliche
Anordnung der Kniegelenke sehr bedeutend. Es können sonst
nicht die vollen Vorteile dieses Kniegelenkmechanismus
ausgenutzt werden. Da überdies die Gelenke B13 und B14 am
äußeren Rand der bewegbaren Platte und der hinteren Platte
B15 angeordnet sein müssen, befindet sich der Stützpunkt
des Mechanismus am äußeren Rand, wohingegen der Druck der
bewegbaren Platte auf den mittleren Bereich (das ist der
Kontaktbereich mit der Form) ausgeübt wird. Als ein Ergebnis
wird das Formbrett bzw. -teil einer größeren Deformation
unterworfen, weshalb die Qualität des erzeugten Produktes
beeinträchtigt wird. Im allgemeinen ist eine kleine
Spritzmaschine mit einem Fünfpunktkniegelenk C (siehe Fig.
3) ausgerüstet. Bei einer ähnlichen Öffnungsentfernung der
bewegbaren Platte (des Hubes der bewegbaren Platte),
bewirkt das Fünfpunktkniegelenk einen kleineren
Verstärkungswert der mechanischen Kraft als ein
Vierpunktkniegelenk D.
Bei der herkömmlichen Spritzmaschine wird zur Erzeugung der
Antriebskraft ein hydraulisches System verwendet. Das
hydraulische System weist nicht nur den Nachteil seiner
Wartung sondern auch Nachteile bei der Positionssteuerung
auf. Außerdem verursacht eine hydraulische Pumpe Geräusche,
Schwingungen und Ölverschmutzungen, die negative
Auswirkungen auf die Arbeitsumgebung haben. Wenn ferner die
Form automatisch eingestellt wird, muß die hintere Platte
mit einem Sensor ausgerüstet sein und muß ein Zweistufen- bzw.
Zweiteilungsverfahren zur Bewegung oder ein
statistisches Konzept verwendet werden und muß ein Prüf- und
Fehlerverfahren zum Auffinden der Formhöhen angewendet
werden. Die zuvor genannten Verfahren und Schritte
benötigen sehr viel Zeit und eine komplexe Software und
komplexe Berechnungsoperationen. Der Auswurfzylinder
benötigt sehr viel Raum, was den Entwurf des
Kniegelenkmechanismus und den Raum zwischen der bewegbaren
Platte A4 und der hinteren Platte A2 negativ
beeinträchtigt.
Aus der US-PS 5,052,908 (Fig. 12) ist eine Spritzform
bekannt, bei der zwei Servomotoren E1 zum Antrieb von
Stellgliedern mit Schraube und Mutter (Kugelschrauben) E2
verwendet werden, die unterschiedliche Gewindehöhen
aufweisen, um eine schnelle und eine langsame
Formklemmfunktion auszuführen. Dadurch wird auch eine voll
elektrisch betriebene Maschine geschaffen, ohne daß für die
Arbeitsumgebung Geräusche, Schwingungen oder
Ölverschmutzungen entstehen. Die zuvor genannte Maschine
verwendet jedoch noch zwei Servomotoren zum Zusammenklemmen
der Form und es verbleiben Nachteile. Aus der US-PS 4,938,682
geht eine Maschine hervor, bei der gemäß Fig. 13
ein Servomotor zum Antrieb der Klemmeinheit verwendet wird.
Dieser übt seine Kraft auf konische Teile F1 und F2 zur
Ausführung der Klemmfunktion und zur Erzeugung einer
ausgeglichenen Klemmkraft aus. Diese konischen Teile können
jedoch nicht zu einem besseren Ausgleichsergebnis führen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin,
eine Klemmeinheit der eingangs genannten Art dahingehend zu
verbessern, daß die Einstellung für die Formhöhen schnell
ausgeführt und daß eine ausgeglichene Klemmkraft erzeugt
werden kann.
Diese Aufgabe wird durch eine Klemmeinheit der eingangs
genannten Art, die durch die in dem kennzeichnenden Teil
des Patentanspruches 1 enthaltenden Merkmale gekennzeichnet
ist, und durch ein Verfahren zum Betrieb dieser
Klemmeinheit gelöst, das durch die in dem kennzeichnenden
Teil des Patentanspruches enthaltenden Merkmale 3
gekennzeichnet ist.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Klemmeinheit für
eine Spritzmaschine und ein Verfahren zum Betrieb dieser
Klemmeinheit, sowie insbesondere eine Spritzklemmeinheit
und ein Verfahren zum Betrieb derselben, mit der bzw. dem
die Einstellung auf die Formhöhen schnell erfolgen und eine
ausgeglichene Klemmkraft erzeugt werden kann. Die
erfindungsgemäße Klemmeinheit weist einen Servomotor auf,
der an der hinteren Platte montiert ist, um zwei
Stellglieder mit Schraube und Mutter bzw. zwei
Kugelschrauben mit einem vorgespannten hydraulischen
Zylinder anzutreiben, um zwei sich nach außen biegende
Kniegelenkmechanismen zur Ausführung der Öffnung der Form
und zum Aufbringen der Klemmoperation zu betätigen. Ohne
daß viel Raum benötigt wird, kann der an der bewegbaren
Platte befestigte Servomotor eine Mutter in Drehung
versetzen, so daß diese ein Stellglied mit Schraube und
Mutter (Kugelschraube) und einen Auswurfstab antreibt, so
daß sich dieser geradlinig hin- und herbewegt. Der
elektrische Motor an der hinteren Platte wird zum Antrieb
des Formeinstellmechanismus verwendet und ein an der Platte
befestigter Servomotor wird betrieben, um die
Formeinstellung schnell und automatisch zu vollenden. Die
vorliegende Erfindung kann die Nachteile hydraulischer
Klemmsysteme mit einer Formeinstellung, einer
Positionssteuerung, einem großen Energieverbrauch und
Wartungsproblemen beseitigen. Außerdem können mit der
vorliegenden Erfindung die Qualität und die Genauigkeit der
Produkte verbessert werden.
Im folgenden werden die Erfindung und deren Ausgestaltungen
im Zusammenhang mit den Figuren näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer
Klemmeinheit einer bekannten Spritzmaschine;
Fig. 2 eine Darstellung einer Klemmeinheit einer
herkömmlichen Spritzmaschine, wobei der Zustand
der Öffnung der Form und der Klemmzustand gezeigt
sind;
Fig. 3 ein Fünfpunktkniegelenk und ein
Vierpunktkniegelenk der Klemmeinheit einer
herkömmlichen Spritzmaschine;
Fig. 4-1 eine Ansicht von oben auf eine erfindungsgemäße
Klemmeinheit, wobei der geöffnete Zustand der
Form dargestellt ist;
Fig. 4-2 eine Ansicht von oben auf eine erfindungsgemäße
Klemmeinheit, wobei der Klemmzustand dargestellt
ist;
Fig. 5 eine vergrößerte Darstellung eines vorgespannten
hydraulischen Zylinders der erfindungsgemäßen
Klemmeinheit;
Fig. 6-1 eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen
Klemmeinheit, wobei der geöffnete Zustand der
Form dargestellt ist;
Fig. 6-2 eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen
Klemmeinheit, wobei der Klemmzustand dargestellt
ist;
Fig. 7 eine Seitenansicht von links auf die
erfindungsgemäße Klemmeinheit;
Fig. 8 eine Seitenansicht von links auf eine
Auswurfvorrichtung der erfindungsgemäßen
Klemmeinheit;
Fig. 9 eine Vorderansicht der Auswurfvorrichtung der
erfindungsgemäßen Klemmeinheit;
Fig. 10 ein Diagramm, das die relative Position zwischen
der Mutter und der bewegbaren Platte der
erfindungsgemäßen Klemmeinheit zeigt;
Fig. 11 ein Ablaufdiagramm der Schritte der
Formeinstellung und der Einstellung der
Klemmkraft für die Form;
Fig. 12 eine Aufsicht auf die Klemmeinheit einer
herkömmlichen Spritzmaschine und
Fig. 13 eine Teildarstellung im Schnitt der
Antriebsriemenscheibe und der keilförmigen
Verbindungsteile einer herkömmlichen
Klemmeinheit.
Die Fig. 4-1 und 4-2 zeigen die vorliegende Klemmeinheit
im geöffneten Zustand der Form und im Klemmzustand. Die
vorliegende Klemmeinheit umfaßt eine Maschinenbasis 1
(siehe Fig. 6-1 und 6-2), eine vordere Platte 2, eine
hintere Platte 3, zwei Paare von Zugstangen 4, die parallel
zueinander angeordnet sind und fest an den jeweiligen vier
Ecken der Vorrichtung montiert sind, einen Gleitblock 5,
und eine bewegbare Platte 6. Die bewegbare Platte 6 und die
hintere Platte 3 sind miteinander durch einen sich nach
außen biegenden Kniegelenkmechanismus 7 verbunden, der
durch einen Servomotor 8 in Bewegung versetzt wird, der an
der hinteren Platte 3 montiert ist. Der Servomotor 8 treibt
den sich nach außen biegenden Kniegelenkmechanismus 7 über
ein auf der Welle des Motors 8 montiertes Antriebsteil 9,
einen Steuerriemen 10, eine Riemenspannrolle 11, ein
angetriebenes Rad 12 (siehe Fig. 7) und eine Kugelschraube
bzw. ein Stellglied 16 mit Schraube und Mutter an, die in
einem Lager 13 mit einem Lagerdeckel 14 und einem Trennring
15 gehalten wird. Das Stellglied 16 kann eine Mutter 17
derart antreiben, daß sie sich geradlinig entlang der
Schraube 16 bewegt, und so eine Kraft auf das
Vierpunktkniegelenk 7 ausübt. Bei der vorliegenden
Klemmeinheit wird der Servomotor 8 zum Antrieb des
Stellgliedes 16 und der Mutter 17 verwendet. Dadurch wird
eine bessere Positioniergenauigkeit neben einer
Vereinfachung des Zusammenbaus und den
Wartungsanforderungen erreicht. Das Vierpunktkniegelenk 7
weist einen Antriebsarm 18, der mit einer Druckplatte 27
verbunden ist, einen Arm 19, der fest mit der Vorderseite
der hinteren Platte 3 verbunden ist, einen hinteren Arm 20,
einen vorderen Arm 21, einen mit der bewegbaren Platte 6
verbundenen Arm 22 und vier Wellenzapfen 23, 24, 25 und 26
mit ölfreien Lagern auf. Um die Kraft des Stellgliedes 16
zu verringern und um eine ausgeglichene Klemmkraft zu
erzeugen, werden bei der vorliegenden Erfindung zwei
Stellglieder 16 verwendet. Um die zuvor genannten
Funktionen sicher erhalten zu können, muß die auf die
beiden Stellglieder 16 ausgeübte Kraft gleich groß sein und
müssen der Fehler der Windungsganghöhen zwischen den beiden
Stellgliedern 16 und ein unvermeidbarer Stoß beim Öffnen
der Form absorbierbar werden. Aus diesem Grunde sind zwei
abgedichtete und zusammenwirkende, vorgespannte
hydraulische Zylinder 28 zwischen der Mutter 17 und der
Druckplatte 27 angeordnet, die als Puffer verwendet werden.
Die Fig. 5 zeigt eine vergrößerte Darstellung der
vorgespannten hydraulischen Zylinder 28, von denen jeder
einen Kolben 29, eine Dichtung 30, ein gegenüber einem
hohen Druck resistentes Fluid 31 und zwei Deckelplatten 32
aufweist, die an beiden Enden der Druckplatte 27 montiert
sind und vorzugsweise ein Zylinderteil für das Kolbenteil
des Kolbens 29 bilden. Der vorgeladenen hydraulische
Zylinder 28 ist zusammen mit dem Kolben 29 mit der Hilfe
einer Schraube 33, einer Unterlegscheibe 34 und einer Feder
35 montiert. Rohrverbindungselemente 36 und eine Leitung
bzw. ein Rohr 37 werden verwendet, um die beiden
vorspannten hydraulischen Zylinder 28 in einem
ausgeglichenen Druckzustand zu halten. Bei der vorliegenden
Klemmeinheit wird der sich nach außen biegende
Kniegelenkmechanismus 7 durch zwei Stellglieder 16
betätigt, so daß die üblicherweise auf ein einziges
Stellglied ausgeübte Kraft verringert wird. Um auf die
beiden Stellglieder 16 eine ausgeglichene Kraft auszuüben
und um die Windungsganghöhenfehler zwischen den beiden
Stellglieder 16 zu kompensieren und um einen Stoß zu
absorbieren, der unvermeidbar während der Öffnung der Form
oder der Verriegelung der Form ausgeübt wird, sind die
beiden zusammenwirkenden, vorgespannten hydraulischen
Zylinder 28 zwischen der Mutter 17 und der Druckplatte 27
angeordnet, die als Puffer verwendet werden.
Anstelle des herkömmlichen hydraulischen Motors wird bei
der vorliegenden Klemmeinheit ein elektrischer Motor
verwendet. Dieser elektrische Motor ist ein an der hinteren
Platte 3 befestigter Formeinstellmotor 38, der ein
ringförmiges Zahnrad bzw. einen Zahnkranz 40 antreibt, der
durch mehrere Rollen 39 gehalten wird. Der Zahnkranz 40 ist
mit mehreren Zahnrädern 41 mit einem Innengewinde
gekoppelt, die die hintere Platte 3 so antreiben, daß sie
sich hin- und herbewegt. Die Form kann schnell mit der
Hilfe eines Servomotorkodierers und eines Stromsensors
(nicht dargestellt) eingestellt werden.
Bei der vorliegenden Klemmeinheit kann die
Formeinstellvorrichtung schnell und automatisch zur
Einstellung der Klemmkraft gemäß den Schritten der Fig. 11
eingestellt werden. Zuerst werden die folgenden Faktoren
anhand der Gleichung
erhalten, wobei F die Formverriegelungskraft, δx den
Ausdehnungsbetrag der Zugstäbe, E den Young-Modul, A die
Querschnittsfläche der Zugstäbe und L die Länge der
Zugstäbe bedeuten.
Die Klemmkraft F und die Formhöhen sollten erhalten werden,
um sie in den Verlängerungs- bzw. Ausdehnungsbetrag δx des
Zugstabes 4 umzuwandeln bzw. umzurechnen. Dann kann die
Formschließposition (die Entfernung δm der Position der
Mutter 17)) unter Bezugnahme auf das Kurvendiagramm
zwischen der Mutter 17 und der bewegbaren Platte 6 der
Fig. 10 herausgefunden werden. Dann kann die Mutter 17 mit
einem kleinen Drehmoment und einer kleinen Geschwindigkeit
angetrieben werden, bis die Schließposition der Form
erreicht ist. Der Servomotor 8 macht eine
Positionierbremsung und der Formeinstellmotor 38 dreht sich
vorzugsweise im Uhrzeigersinn, bis die beiden Formhälften
einander berühren. In diesem Fall vergrößert sich der Strom
im Motor 38 entscheidend als Ergebnis des Erreichens eines
mechanischen Totpunktes und ein Signal des Stromsensors
schaltet dann den Motor 38 aus. In dem Fall, in dem die
Mutter 17 die Schließposition der Form nicht erreichen
kann, ermittelt die Kodierung des Servomotors 8 den
Zustand, in dem der Servomotor 8 eine niedrige Drehkraft
ununterbrochen liefert und der Formeinstellmotor 38
vorzugsweise entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht, d. h.
sowohl der Formeinstellmotor 38 als auch der Servomotor 8
drehen sich, bis die Mutter 17 die Schließposition der Form
erreicht. Dann werden der Formeinstellmotor 38 und der
Servomotor 8 gleichzeitig gebremst. Obwohl der Servomotor 8
eine genaue Steuerung bewirken kann, kann es passieren, daß
die beiden Formhälften nicht genau schließen, weil ein
durch den Formeinstellmotor 38 vorzugsweise verursachter
Fehler vorliegt. Um einen kleineren Spalt zwischen dem
männlichen Formteil und dem weiblichen Formteil zu
beseitigen, muß sich der Formeinstellmotor 38 vorzugsweise
wieder im Uhrzeigersinn drehen. Der Strom des
Formeinstellmotors wird sofort auf einen vorgegebenen Wert
vergrößert und dann wird der Formeinstellmotor 38
ausgeschaltet, um die Formeinstellung durch ein Signal des
Stromsensors zu beenden. Mit anderen Worten werden, sobald
das Kniegelenk auf einen geradlinigen Zustand eingestellt
wird, der mit einem Berührungsgrenzschalter ermittelt wird,
die Zugstangen 4 verlängert (das Inkrement der Verlängerung
beträgt δx), so daß eine geforderte Klemmkraft F
aufgebracht wird und die Einstellung schnell beendet wird.
Eine Auswurfvorrichtung 42 ist, wie dies die Fig. 8 und
9 zeigen, zwischen dem doppelten Kniegelenkmechanismus 7
angeordnet, so daß der Raum zwischen der hinteren Platte 3
und der bewegbaren Platte 6 ausgenutzt wird und die Länge
der Klemmeinheit verkürzt wird. Die Auswurfvorrichtung 42
weist einen Servomotor 43, einen Übertragungsmechanismus
44, zwei Lager 45 und 55, eine innere Laufbuchse 46 des
Lagers, eine äußere Laufbuchse 47 des Lagers, einen
Lagerdeckel 48, eine Lagerunterlegscheibe 49, Schrauben 50,
Lagerkontermuttern 51, eine Führungsplatte 52,
Führungsstäbe 53 und einen Auswurfstab 54 auf. Eine
Schraube 56 verläuft durch eine Mutter 58 und ein
getriebenes Rad 57, bevor sie in der inneren Laufbuchse 46
befestigt ist. Die äußere Laufbuchse 47 ist an der
bewegbaren Platte 6 mit einer Schraube 59 befestigt. Die
Auswurfvorrichtung wird mit dem Servomotor 53 über ein
Ritzel 60, einen Steuerriemen 61, das getriebene Rad 57,
die Mutter 58 und ein Stellglied 62 mit Schraube und Mutter
(Kugelschraube) des Übertragungsmechanismus 44 angetrieben.
Der Auswurfstab 54 bewegt sich entlang einer geraden Linie
mittels der Führungsplatte 52 und der Führungsstäbe 53 hin
und her. Die Führungsplatte 52 ist mit dem Stellglied 62
durch eine Schraube 63 befestigt. Die Führungsplatte 52 ist
an einem Pufferteil 64 befestigt. Das hintere Ende des
Führungsstabes 53 ist mit einer Anschlagplatte 66 und einem
Pufferteil 67 mit Schrauben 65 befestigt.
Bei der vorliegenden Klemmeinrichtung wird ein
Vierpunktkniegelenk verwendet. Der Servomotor 43 kann die
Mutter 58 in Drehung versetzen. Dann können sich das
Stellglied 62 und der Auswurfstab 54 geradlinig bewegen, so
daß die Klemmeinheit so kurz wie möglich wird. In den
folgenden Tabellen wird ein Vergleich zwischen der
vorliegenden Klemmeinheit und dem Stand der Technik
gezogen.
| Technische Merkmale | |
| Vorliegende Erfindung | |
| Stand der Technik | |
| 1. Der Servomotor treibt die beiden Kugelschrauben bzw. Stellglieder mit einem vorgespannten hydraulischen Zylinder an, die den sich nach außen biegenden Kniegelenkmechanismus betätigen, um die Formöffnungsfunktion und die Formschließfunktion auszuführen. | |
| 1. Der Servomotor treibt die Kugelschrauben bzw. Stellglieder ohne Puffervorrichtung an, wobei die Kugelschrauben den sich nach außen biegenden Kugelgelenkmechanismen zur Formöffnung und zur Formschließung betätigen. | |
| 12. Es wird ein begrenzter Raum voll ausgenutzt, um einen an der bewegbaren Platte montierten Servomotor anzutreiben, um eine Mutter in Drehung zu versetzen, um zu bewirken, daß das Stellglied und ein Auswurfstab sich entlang einer geraden Linie hin- und herbewegen. | 2. Es wird ein Servomotor zum Drehen eines Stellgliedes verwendet, um zu bewirken, daß eine Mutter und ein Auswurfstab sich entlang einer geraden Linie hin- und herbewegen. Ein solcher Mechanismus erfordert mehr Raum. |
| 3. Es wird ein Elektromotor an der hinteren Platte zum Antrieb des Formeinstellmechanismus verwendet. Durch den Servomotor an der Platte kann eine Form schnell und automatisch zum Erstellen der Klemmkraft eingestellt werden. | 3. Ein elektrischer Motor an der hinteren Platte wird zum Antrieb eines Formeinstellmechanismus nach einem Zweiteilungs- bzw. Zweistufenverfahren und einer Prüf- und Fehlermethode verwendet. Mit der Hilfe eines an der Platte montierten Sensors kann die Form automatisch eingestellt und kann eine Klemmkraft eingestellt werden. |
| Erzielte Ergebnisse | |
| Vorliegende Erfindung | |
| Stand der Technik | |
| 1. Es werden eine ausgeglichene Klemmkraft und eine bessere Positionierfunktion erreicht. | |
| 1. Die Klemmkraft ist nicht ausgeglichen und die Last auf die Stellglieder ist größer. | |
| 2. Der Raum wird effektiv ausgenutzt und der Mechanismus kann leicht angeordnet werden. | 2. Es steht ein begrenzter Raum zur Verfügung, wodurch Schwierigkeiten bei der Wartung entstehen. |
| 3. Die Präzision der Form kann aufrechterhalten werden. Die Steuerung der Produktqualität kann stetig vergrößert werden. | 3. Die Formpräzision ist Änderungen unterworfen und die Produktqualität ist nicht stabil. |
| 4. Die Geschwindigkeit des Mechanismus kann wirksam gesteuert werden, so daß ein glatterer Betrieb möglich ist. | 4. Beim Mechanismus ohne Puffer entstehen unvermeidbare Schwingungen, die Teile der Klemmeinrichtung beschädigen können. |
Außerdem kann die vorliegende Erfindung auch in den
folgenden Fällen angewendet werden:
- a) Es wird ein Servomotor zum Antrieb eines Stellgliedes (Kugelschraube) zum Antrieb des Kniegelenkmechanismus verwendet.
- b) Es werden zwei Servomotoren zum Antrieb von zwei Stellgliedern (Kugelschrauben) verwendet, die unterschiedliche Windungsganghöhen besitzen, so daß eine schnelle und eine langsame Formschließfunktion in der Klemmeinheit erreichbar sind.
- c) Es können Ketten und Zahnräder zur Leistungsübertragung zur Betätigung des Formeinstellmechanismus verwendet werden.
Die Erfindung betrifft eine Klemmeinheit und ein Verfahren
zum Betrieb dieser Einheit. Ein an einer hinteren Platte 3
befestigter Servomotor 8 wird zum Antrieb zweier
Stellglieder 16 mit Schraube und Mutter mit einem
vorgespannten hydraulischen Zylinder 28 verwendet, um einen
sich nach außen biegenden Kniegelenkmechanismus 7 zur
Ausführung einer Formöffnungsfunktion und einer
Formklemmfunktion zu betätigen. Unter Ausnutzung eines
begrenzten Raumes wird ein an der bewegbaren Platte 6
befestigter Servomotor 43 zum Antrieb einer Mutter 58
verwendet, so daß bewirkt wird, daß sich die Schraube 62
und der Auswurfstab 54 hin- und herbewegen. Schließlich
treibt ein an der hinteren Platte 3 befestigter
Elektromotor 38 einen Formeinstellmechanismus an. Ferner
wird ein an einer Platte 27 montierter Servomotor ebenfalls
betrieben, um die Formeinstellung schnell und automatisch
zu vollenden.
Claims (3)
1. Klemmeinheit für eine Spritzmaschine mit einer
vorderen Platte (2), einer hinteren Platte (3),
Zugstangen (4) und einer bewegbaren Platte (6), die an
einer Maschinenbasis (1) befestigt sind, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Servomotor (8) zur Betätigung von
Stellgliedern (16) mit Schraube und Mutter mit einer
Puffereinrichtung (28) vorgesehen ist, um einen sich nach
außen biegenden Kniegelenkmechanismus (7) zur Ausführung
einer Formöffnungsfunktion und einer Formklemmfunktion
anzutreiben, daß die Puffereinrichtung (28) abgedichtete
und zusammenwirkende, vorgespannte hydraulische Zylinder
(29, 32) aufweist, die auf die Stellglieder (16) eine
ausgeglichene Kraft zur Erzeugung einer ausgeglichenen
Klemmkraft und zur Kompensation eines
Windungsganghöhenfehlers zwischen den Stellgliedern (16)
und zur Dämpfung eines Stoßes bei der Formöffnung
übertragen.
2. Klemmeinheit nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Auswurfvorrichtung (42) einen
Servomotor (43), der über einen Übertragungsmechanismus
(44) eine Mutter (58) dreht, eine Führungsplatte (52),
wenigstens einen Führungsstab (53) zum Antrieb eines
weiteren Stellgliedes (62) mit Schraube und Mutter und
einen Auswurfstab (54) aufweist, der sich geradlinig zur
Erzeugung einer Funktion, in der der Auswurfstab (54)
ausgefahren und einer Funktion, in der der Auswurfstab
(54) eingefahren ist, bewegt, und daß der Raum zwischen
dem sich nach außen biegenden Kniegelenkmechanismus (7)
ausgenutzt ist, um die Länge der Klemmeinheit
beträchtlich zu verkürzen.
3. Verfahren zum Betrieb einer Klemmeinheit nach
Anspruch 1 oder 2 zum Einstellen der Form und der
Klemmkraft, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
- a) Einstellen einer Klemmkraft und einer Formhöhe zur Berechnung des Verlängerungsbetrages der Zugstangen (4) und zum Auffinden einer entsprechenden Formschließposition der Mutter (17) auf den Schrauben der Stellglieder (16) unter Bezug auf ein Kurvendiagramm der relativen Position zwischen der Mutter (17) und der bewegbaren Platte (6), um die Mutter (17) auf eine Formschließposition unter Anwendung eines kleinen Druckes und einer kleinen Geschwindigkeit anzutreiben und Verwenden des Servomotors (8) zur Ausführung einer Positionierbremsung, danach Drehen des Formeinstellmotors (38) vorzugsweise im Uhrzeigersinn, um eine Formhälfte nach vorne zu bewegen, bis sie in Kontakt mit der anderen Formhälfte gelangt, Anzeigen dieses Zustandes durch eine drastische Zunahme des Stromes im Formeinstellmotor (38) beim Erreichen eines Totpunktes und Ausschalten des Formeinstellmotors (38) durch ein Signal des Stromsensors, wobei die Formeinstellung mit der geforderten Klemmkraft vollendet wird,
- b) in dem Fall, in dem die Mutter (17) eine Formschließposition nicht erreichen kann, fährt der Servormotor (8) fort ein kleines Drehmoment zu liefern und die Mutter (17) anzutreiben, gleichzeitig wird der Formeinstellmotor (38) vorzugsweise entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht, so daß die Mutter (17) die Formschließposition erreicht, dann Vornahme einer Bremsung des Formeinstellmotors (38) und des Servomotors (8) gleichzeitig, dann Drehen des Formeinstellmotors (38) vorzugsweise wieder im Uhrzeigersinn, um einen Spalt zwischen den Formhälften zu beseitigen und Ausschalten des Formeinstellmotors (38), wenn der Strom des Einstellmotors (38) einen vorgegebenen Wert erreicht, wobei dann die Formeinstellung mit einer geforderten Klemmkraft vollendet wird.
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| US08/087,923 US5370524A (en) | 1993-07-06 | 1993-07-06 | Clamping unit and method for an injection molding machine |
| DE4325180A DE4325180C2 (de) | 1993-07-06 | 1993-07-27 | Schließeinheit für eine Spritzmaschine und Verfahren zum Betrieb derselben |
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