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Verfahren zur Elektrolyse geschmolzener massen. Vorliegende Erfindung
bezieht sich. auf die Elektrolyse geschmolzener Massen, z. B. auf die Gewinnung
von metallischem Natrium durch elektrolytische Zersetzung von geschinolzenein Kochsalz,
und bezweckt die Erzielung möglichst guter Energieausnutzung bei großer Betriebssicherheit
bei solchen Verfahren, bei welchen der geschmolzene Elektrolyt durch den Zersetzungsbehälter
(oder durch die Zersetzungsbehilter einer Batterie) hindurchbewegt und das Zersetzungsbad
durch den neu eingeführten Elektr olytstrom in einem für die Zersetzung geeigneten
Zustand erhalten wird.
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Für das Endergebnis der Elektrolyse in einem derartigen kontinuierlichen
Verfahren spielt eine genaue Temperaturüberwachung in dem Zersetzungsraum eine entscheidende
Rolle. Um diese unabhängig von wechselnden Betriebsverhältnissen und namentlich
auch von Verschiedenheiten der Wärmeausstrahlung aus verschiedenen zu einer Batterie
gehörigen Zersetzungsbehältern oder auch aus verschiedenen Abschnitten eines Zersetzungsbehälters
von großer Abmessung erfolgreich durchzuführen, wird gemäß vorliegender Erfindung
der Elektolyt außerhalb des Zersetzungsbehälters (oder der Behälter) einer geeigneten
Temperaturbeeinflussung unterworfen und in einem für die Aufrechterhaltung der günstigsten
Temperaturverhältnisse in der Zelle geeigneten Temperaturzustande dem Zersetzungsbad
wieder zugeführt.
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Eine solche Betriebsweise ist von besonderem Wert beim Betrieb einer
Mehrzahl von zu einer Batterie zusammengeschlossenen Zersetzungsbehältern, bei deren
engem Zusammenbau - wie er sich zur Verminderung der Wärmeausstrahlung empfiehlt
- die Ausstrahlung der verschiedenen Zellen sehr verschieden ausfällt. Um die Temperaturüberwachung
in diesem Falle möglichst einfach durchzuführen, empfiehlt es sich, die den einzelnen
Zellen entnommenen Elektrolytströnie in gesammelter -lasse der Temperaturbeeinflussung
außerhalb der Zellen zu unterwerfen und die einzelnen Zellen aus einer gemeinsamen
Leitung mit geeignet temperierteni und nach Bedarf aufgefrischtem Elektrolyten zu
speisen.
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Eine solche Arbeitsweise ermöglicht zugleich, auf einfache Art eine
Reinigung des Elektrolyten, namentlich von den sedimentären Verunreinigungen, die
sich aus der Abnutzung der Zellenapparatur ergeben, vorzunehmen, die mit der Temperaturbeeinflussung
außerhalb der Zellen Hand in Hand gehen kann.
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Ergänzend zu der zentralen Temperaturbeeinflussung außerhalb des Bades
der einzelnen "Zellen kann auch noch eine Temperaturbeeinflussung der den einzelnen
Zellen zugeführten - Elektrolvtströme vorgesehen werden.
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Eine zur Ausführung der Erfindung geeignete Anlage ist auf den beiliegenden
Zeichnungen veranschaulicht und wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungsfiguren
erläutert.
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In der Zeichnung stellen dar: Abb. i einen Längsschnitt, teilweise
einen Schnitt nach der Linie i-1 der Abb. 2, Abb. 2 einen Grundriß, Abb. 3 einen
Schnitt nach der Linie 3-3 der Abb. 2, Abb. q. einen Schnitt nach der Linie d.-.1
der Abb.2. Abb. 5 einen Querschnitt in größerem Maßstabe für eine elektrolysierende
Einheit, Abb. 6 einen Längsschnitt der elektrolysierenden Einheit.
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Die dargestellte Anlage besteht aus einer Mehrzahl von elektrolysierenden
Einheiten io, die mit einer Stromquelle ii in mehrfacher elektrischer Zierbindung
stehen und so gruppiert sind, daß die äußeren wärmeausstrahlenden und wärmeleitenden
Flächen vermindert werden. Die Wandungen der Zellen 12, in welchen die Einheiten
untergebracht sind, bestehen zweckmäßig aus feuerfesten Ziegeln und feuerfesten
Tonkörpern und sind mit Wärmeschutzmasse umgeben, z. B. durch Ziegel 13 aus
Kieselgur. Die Anoden 14, die einen Teil der Zellenwandung bilden, bestehen aus
Graphit und sind mit der elektrischen Stromquelle ii durch Graphitleiter 15
verbunden. Die Kathoden 16
können aus Kupfer bestehen; jede enthäIt
einen Rahmen von etwa derselben Höhe wie die Anode und wird von einem Speichenkranz,
einer durchlochten Platte r; o. dgl. mit stromzuleitender Kupferstange getragen.
Die stromleitenden Stangen sind in mehrfacher elektrischer Verbindung durch die
Leitungen 19 rnit der Stromquelle i i vereinigt.
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Das Diaphragnia 2o besteht aus rechteckigen Körpern aus Drahtgaze,
die von die Kathoden überdeckenden Hauben 21 getragen werden. Die Hauben werden
von Röhren 22 getragen, durch «-elche das metallische Natrium, das sich beim Betrieb
in den Hauben ansammelt, abgezogen wird. In der Mitte der Hauben sind geflanschte
Rohrstücke 2i' angeordnet, welche den Durchgang zwischen den oberen und unteren
Flüssigkeitsoberflächen der Zellen vermitteln. Das bei der Elektroly se entwickelte
Chlorgas entweicht durch Abziige 23.
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Die Böden 24 der Zellen konvergieren und münden in einen Längskanal
25, voll denen einer für jede der beiden Zellenreihen vorhanden ist. Jeder Kanal
25 mündet an dem leinen Ende in einen Elektrolytbehälter 26, und die beiden
Behälter 26 stehen an oder nahe ihren Böden durch einen Ouerkanal27 (Abh. 4) miteinander
in Verbindung. In jedem Behälter 26 ist eine Pumpe 28, deren Auslaß zu Filterkammern
29 führt. Jedes Filter 2,9 hat einen Auslaß 3o, der mit einem mittleren Behälter
31 in Verbindung steht.
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Eine Pumpe 32 in dem Behälter 31 mündet rnit ihrem Einlaß in den Elektrolyten
des Behälters, während der Auslaß durch Rohr 33 reit einer Zellenspeiseleitung 34
in Verbindung steht, die in einem Kanal des oberen Teiles des Mauerwerks zwischen
und über den beiden Zellenreihen liegt. Zweigrohre 35 verteilen den Elektrolyten
zu den einzelnen Zellen; der Durchfluß durch die einzelnen Zweigrohre wird durch
Ventile 36 geregelt. Der Elektrolyt wird zweckmäßig in die Zellen an zwei Punkten
an jeder Seite eingeführt. Ein Teil tritt an dein oberen Teil der Anode 14 durch
Röhren 37 (Abb. 6) ein und ein Teil nahe dein oberen Teil des Bades durch die Röhren
38. Der Durchfluß durch die Röhren 37 und 38 wird durch nicht dargestellte Einrichtungen
geregelt, wie durch Leitplatten in den Zweigrohren 35. L m dem zu den Einheiten
fließenden Elektrolyten Wärme zuzuführen, ist jedes Speiserohr 37 rnit einem elektrischen
Widerstand 39 ausgestattet. Um dem Elektrolyten Wä rrne zu entziehen, wenn er die
Zweigleitungen durchströmt, sind diese an ihren oberen Teilen mit Wassermänteln
d.o versehen (Abb. 3).
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Jenseits der Zweigröhren der letzten Zellen ist das Hauptrohr 3_l.
zurückgebogen und verläuft nach hinten unterhalb des speienden Stranges durch den
mittleren Behälter 31 hindurch und mündet in eine den Elektrolyten heizende Retorte
41. Diese kann mit einem Gas- oder COlbrenner 4.2 beheizt werden. Durch einen mit
Ventilen versehenen Auslaß 43 wird der Elektrolyt, der nicht auf die Zellen io verteilt
wird, in den Behälter 31 zu erneutem Umlauf zurückgeführt, wobei das Ventil 44 in
dem Abschnitt des Hauptrohres, der zur Retorte 41 führt, teilweise oder ganz geschlossen
ist. Wenn die Wiedererwärmung des Elektrolyten notwendig ist, dann wird das Ventil
44 geöffnet und das Ventil 43 teilweise oder ganz geschlossen.
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Neben den Behältern 26 sind Retorten `1 .5 angeordnet, die mit den
Behältern in Verbindung stehen; in die Retorten .I5 werden feste Auffüllstoffe,
z. B. Kochsalz, mit geringen Mengen von Flußmitteln versetzt, durchT r ichter 4.6
eingeführt, geschmolzen und gereinigt. Die Retorten können von außen durch Gas-oder
ölbrenner .I7 erhitzt werden. Zur Reinigung der Stoffe werden diese in geschmolzenem
Zustande durch besondere elektrochemische Einheiten .I8 voa geringer Spannull- geleitet,
die in die Schmelzbäder der Retorten 45 eintauchen und mit unlöslichen oder entfernbaren
Anoden ausgestattet sind. Die geschmolzenen Auffüllstoffe gelangen aus den Einheiten
<1.8 durch Röhren .I9 in Behälter 26, wo sie sich mit dem Rückstand des Elektrolyten
mischen, und «-erden hier filtriert.
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Um in dein geschmolzenen Elektrolyten der Behälter 26 eine erhöhte
Temperatur aufiechtzuerhalten, kann ein elektrischer Widerstand 5o längs ihrer Böden
und des Bodens der Querleitung 27, welche die Behälter 26 verbindet, angeordnet
sein. Die Polklemmen des Widerstandes sind mit 51 bezeichnet. In ähnlicher Weise
kann der Kanal 25 mit einem elektrischen Widerstand 52 ausgestattet sein. um den
darin enthaltenen geschmolzenen Elektrolyten auf erhöhter Temperatur zri erhalten.
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Zur Ausführung des Verfahrens wird ein geschmolzener Elektrolyt von
richtiger Temperatur, Reinheit und Zusammensetzung, z. B. Natriumchlorid und Flußmitteln,
aus dem Beli <lter 31 durch Hauptrohr 34. zu jeder Einheit gepumpt, und zwar
im Überschuß über die für die elektrolytische Zersetzung geförderte Menge. Der Fluß
des Elektrolyten zu den verschiedenen Einheiten wird durch die Ventile 36 in den
Zweigl-zanälen 35 geregelt und die Temperatur des eintretenden Elektrolyten mittels
der entsprechenden elektrischen Heizelemente 39 (Abh. 5). Durch diese Reglung wird
die Temperatur des der Eiektrolvse unterworfenen Elektrolyten auf dem
Punkt
gehalten, der die höchsten Ausbeuten begünstigt. Auch eine geeignete Teilung des
elektrischen Stromes wird zwischen den verschiedenen Einheiten gewahrt, die zu mehreren
verbunden sind.
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Man läßt den Elektrolyten durch die Einheiten derart umlaufen (s.
Pfeile in Abb. 5 und 6), daß feste Verunreinigungen, wie Teilchen von Kohle, Carbiden,
Eisen, Calcium, Magnesium, Kupfer, Sand und feuerfester Ton, ebenso wie gelöste
Verunreinigungen, wie metallisches Chlorid, von dem verbleibenden Teil des Elektrolyten
(d. h. dem nicht zersetzten Teil) entnommen und aus der Zone des elektrolytischen
Vorganges entfernt werden. Der mit Verunreinigungen beladene Elektrolyt strömt durch
den offenen Boden einer jeden Einheit in den einen der Kanäle 25, wo er sich mit
den Rückständen aus den übrigen Einheiten vereinigt, und durch diese Kanäle 25 wird
der Elektrolyt dem Behälter 26 zugeführt, der Einrichtungen zur Entfernung der Verunreinigungen
aus dem Elektrolyten enthält. Die Reinigung besteht in einer chemischen Behandlung
oder Elektrolyse in einer besonders bezeichneten Einheit, um die Verunreinigungen
aus der Lösung zu trennen, oder nur im Ausfällen oder Abfiltrieren der festen Verunreinigungen.
Das besondere Reinigungsverfahren hängt von der Natur der Verunreinigungen ab, die
ihrerseits wieder von der Reinheit der für die Ergänzung verwendeten Materialien
abhängt, ebenso wie von der Natur der Ausgangsstoffe, die für den Aufbau und für
die Ausfütterungen der die Einheit umschließenden Zelle verwendet worden sind, und
schließlich von der Geschicklichkeit des Arbeiters. Im allgemeinen ist die mechanische
Behandlung ausreichend, und deshalb ist ein Filter 29 in jedem Behälter 26 dargestellt,
durch welchen der Elektrolyt mittels der Pumpe 28 hindurchgedrückt wird. Die Filter
können aus Drahtgaze, gelochtem Metall, Koks, Holzkohle und ähnlichen Stoffen bestehen.
Aus dem Filter 29 strömt der gereinigte Elektrolyt in den mittleren Behälter 31
zum Wiederumlauf.
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Die Hilfsmittel zum Schmelzen und Mischen der Stoffe, die zur Ergänzung
des Elektrolyten erforderlich sind, sind zweckmäßig mit den Einheiten zusammengruppiert,
wie dargestellt, und wo die Anzahl der Einheiten ausreicht, dort können die Hilfsmittel
zum Reinigen dieser Stoffe vorhanden sein. Bei dem dargestellten Beispiel werden
die Ergänzungsstoffe, meistens Kochsalz mit geringen Mengen von Flußmitteln, in
den Retorten 45 geschmolzen, denen sie aus dem Trichter 46 (Abb. i) in festem Zustande
zugeführt werden. Die Reinigung der Ergänzungsstoffe wird im dargestellten Falle
durch Elektr olysieren des geschmolzenen Stoffes in einer besonderen Einheit 48
von niedriger Spannung ausgeführt, deren Anoden unlöslich oder entfernbar sind.
Durch diese Behandlung werden die sauerstofftragenden Verunreinigungen niedergeschlagen
und verhindert, in den regelmäßigen Prozeß einzutreten und die permanenten Graphitelektroden
anzugreifen. Die Einheiten 48 sind als in die Schmelzbäder der Retorten 45 eintauchend
dargestellt.
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Die geschmolzenen Auffüllstoffe werden aus den Einheiten 48 durch
Leitungen 49 in die Behälter 26 geführt, wo sie sich mit dem Rückstand des Elektrolyten
mischen und mit diesem filtrieren. Die Temperatur des geschmolzenen Elektrolyten
in den Behältern 26 wird auf der richtigen Höhe durch die in den elektrischen Widerständen
50 und 52 entwickelte Wärme aufrechterhalten; die Widerstände sind an den
Böden der Behälter und den Leitungen 25 und 27 angeordnet.
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Der gereinigte und aufgefüllte Elektrolyt wird aus den Filtern 29
in den Behälter 31
entleert, von wo er wieder im Überschuß in die verschiedenen
Einheiten io durch das Hauptrohr 34 gepumpt wird. Der geschmolzene Elektrolyt, welcher
aus dem Hauptrohr nicht auf die verschiedenen Einheiten verteilt wird, fließt durch
den Umkehrstrang des Hauptrohres zu dem Behälter 31 über den Hahn 43 (Abb. 3 und
4). Der zurückfließende Elektrolyt kann ganz oder teilweise durch das Ventil 44
in die Retorte 41 entleert werden, wo Wärme hinzugefügt wird, und der heiße Elektrolyt
wird durch Rohr 53 in den Behälter 31 entleert, aus welchem er wieder den verschiedenen
Einheiten durch Hauptrohr 34 zugepumpt wird.
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Durch Hinzufügung von Wärme zu dem Elektrolyten in den Retorten 45
und 41 und dem Widerstand in dem Kanal 2,7 kann das thermische Gleichgewicht
in dem System aufrechterhalten werden, und. die Einheiten arbeiten mit einer Stromdichte
und einem Elektrodenabstand, der den größtmöglichen Ausbeuten am günstigsten ist.
Die zugeführte Wärme ersetzt einen bedeutenden Teil der gesamten Energieverluste
und hat die Ersparnis an elektrolytischer Kraft zur Folge, da die Arbeitsspannung
bis auf einen Punkt verringert wird, der sich der Zersetzungsspannung möglichst
nähert. .
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Wo Wärme durch Verbrennung von Brennstoffen zugeführt wird, können
die Retorten 45 und 41 ganz aus wärmebehandeltem Stahl, Nickelchrom oder anderen
geeigneten Legierungen bestehen oder nur mit diesen ausgefüttert sein. Da die Menge
der aus den Retorten entweichenden Gase bedeutend ist, und da sie die Heizflächen
mit sehr hoher Temperatur verlassen, so ist es wirtschaftlich, sie
durch
irgendeinen Economiser, z_. B. einen Dampfkessel, hindurchzuschicken (nicht dargestellt).
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Wenn die Kosten der elektrischen Kraft verhältnismäßig gering sind,
dann kann die Wärme zum Schmelzen der Auffüllstoffe und zur Aufrechterhaltung des
Temperaturgleichgewichtes dadurch erhalten werden, daß man die Kraft direkt oder
indirekt durch Widerstände in den Retorten :MS und 41 oder in den Behältern 26 und
2fi leitet.
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Die Reglung der Temperatur des in jede Einheit eintretenden Elektrolyten
wird bewirkt, indem man an irgendeinem Punkt zwischen dem Hahn 36 jeder Einheit
und dem Punkt, wo der Elektrolyt in die die Einheit umgebende Kammer eintritt, Wärme
zuführt oder abzieht. Diese Wärme wird zugeführt, indem man eine elektrische Hilfskraft
einleitet oder durch Verbrennen von Gas oder Öl. Bei der dargestellten Ausführungsform
wird sie durch die elektrischen Widerstände 39 (Abb. 5) in jedem Zweigkanal 35 erhalten,
der jeden Hahn 36 mit der die Einheit umgebenden Kammer verbindet. Wo Öl oder Gasfeuerung
angewendet wird, ist eine kleine Schlange oder Retorte (nicht dargestellt) von ausreichender
Heizfläche zwischen jedem Hahn und dem entsprechenden Zweigkanal eingeschaltet,
und man läßt den eintretenden Elektrolyten durch diese Schlange oder Retorte hindurchfließen,
deren äußere Fläche von den Flammen bestrichen wird. Die Hitze wird durch Wasserkühlung
abgezogen. Bei dem dargestellten Beispiel ist der obere Teil jedes Zweigkanals 35
von einem Wassermantel q.o (Abh. 5) umgeben von solchen Abmessungen, ((aß die Temperatur
des fließenden Elektrolyten ohne Gefahr des Einfrierens oder der Erstarrung vermindert
werden kann.
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Durch die Art und Weise, wie das Fließen durch das Hauptrohr 3.4 erfolgt,
gelangt der Elektrolyt in den Hahn 36 jeder Einheit bei praktisch derselben Temperatur.
Auch die Zusammensetzung des Elektrolyten ist in allen Einheiten praktisch gleichförmig.
Diese leiden Tatsachen ermöglichen, daß die meisten Einheiten nur -durch Reglung
der Durchflußinenge des eintretenden Elektrolyten geregelt werden. Bei Einheiten
mit anormaler Ausstrahlung oder charakteristischen Wirkungsgraden jedoch ist es
vorteilhaft, die Temperatur des eintretenden Elektrolyten regeln zu können.
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Infolge der Reglung, die durch Einstellung der Temperatur und der
Durchflußmenge des eintretenden Elektrolyten erfolgt, ist es möglich, den elektrolytischen
Strom für Durchschnittsbedingungen zu bemessen und ihn lange Zeit ohne Nachreglung
laufen zu lassen. Die sich in jeder Einheit entwickelnde Hitze, welche zum Warmlaufen
führt, wird durch eine verhältnismäßig große Durchflußmenge von leicht überhitztem
Elektrolyten in den Kanal 25 abgeleitet, wo er den abgekühlten Elektrolyten anwärmt,
der aus den Einheiten zurückkehrt, die zum Kaltlaufen neigen. Diese ausgleichende
thermische Wirkung ist sehr vorteilhaft für die Energieersparnis und für die Stabilisierung
des Systems, das dann geringerer Wartung bedarf.
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Der Umlauf des Elektrolyten durch jede Einheit wird so gestaltet,
daß der reinste Elektrolyt sich immer in der elektrolytischen Zone befindet, daß
Verunreinigungen am Eintritt in die elektrolytische Zone verhindert und in die Behälter
26 mit dem rückständigen Elektrolyten entfernt werden. Der Umlauf erleichtert auch
die Temperaturreglung des Elektrolyten jeder Einheit. Bei dein dargestellten Beispiel
wird dies dadurch herbeigeführt, daß man einen Teil des Elektrolyten oben an der
Anode und einen Teil nahe der Wandoberfläche eintreten läßt (Abb. 5 und 6). Durch
Reglung der an diesen Stellen eintretenden relativen Durchflußmenge, was durch Leitplatten
in den von den Hähnen 36 zu jeder elektrolytischen Kammer führenden Kanälen 35 erfolgt,
und durch Abmessung der verschiedenen Öffnungen und Kanäle führt dieses Umlaufverfahren
zu sehr befriedigenden Ergebnissen.
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Die hilfselektrische Wärme wird vorteilhaft dem Hauptrohr 3:I und
dem Kanal 25 zugeführt, um das Anlassen des Systems zu erleichtern und es in ruhigem
Betrieb zu erhalten.
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Die Anwendung der Erfindung auf das beschriebene Verfahren hat folgende
Verbesserungen zur Folge: z. Eine große Verminderung an Energieverlusten.
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2. Die für eine Gewichtseinheit des Erzeugnisses verbrauchte elektrolvtisclie
Kraft wird verringert.
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3. Die Stromdichte, Elektrodenabstand und der Zustand des Elektrolvten
hinsichtlich seiner Bestandteile, Temperatur und Reinheit sind die denkbar besten
für gleichförmige und ununterbrochene hohe Ausbeuten.
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d.. Die Einheiten werden vollkommen zufr iedenstellend in 'Mehrzahl
betrieben, wodurch es ermöglicht wird, daß sie zu dem dargestellten gedrungenen
einfachen System gruppiert werden können.
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5. Die für die Auswechslung des Diaphragznas und zur Reinigung erforderlichen
Unterbrechungen werden wesentlich verringert.
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6. Die Betriebs- und Wartungsarbeiten werden vermindert.
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Infolge des ununterbrochenen Betriebes
unter gleichförmigen
Bedingungen sind die Abnutzung und Beschädigung geringer, und durch das Schmelzen
der Auffüllstoffe an einer Stelle und durch die mechanische Führung des Schmelzbades
werden Arbeit und Kraft erspart.
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Die Erfindung ist nicht auf die dargestellte Anordnung mit ihren Einzelheiten
beschränkt, da sie mit Vorteil für jede beliebige Anordnung der Einheiten oder auf
eine einzige isolierte Einheit angewendet werden kann. Die elektrochemischen Einheiten
können in ein gemeinsames Bad gestellt oder durch Zwischenwandungen getrennt sein.
Ebenso kann die Ausrüstung für die Reinigung und Behandlung in einem gemeinsamen
Bade mit den elektrochemischen Einheiten enthalten oder sie kann in einem besonderen
Abteil untergebracht sein, wie beschrieben.
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Die Reinigung und die Behandlung des Elektrolyten - können getrennt
ausgeführt werden, ein Teil, z_. B. das Absetzen und Filtrieren, kann im Zusammenhang
mit den Einheiten ausgeführt «erden, während eine Sonderbehandlung ununterbrochen
oder beschickungsweise in einer besonderen von den Einheiten getrennten Reinigungsanlage
vorgenommen werden kann. Ebenso kann die Vorbereitung der Auffüllstoffe in Verbindung
mit den Einheiten, wie beschrieben, ausgeführt werden oder in einer getrennten Anlage.
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Der Umlauf des Elektrolyten kann ununterbrochen erfolgen oder absatzweise.
Jede Einheit kann einen unabhängigen Umlauf und eine selbständiges Reinigungssystem
haben, oder eine Anzahl von Einheiten kann an ein gemeinsames System angeschlossen
werden. Man kann dem Elektrolyten zwei oder mehr Einheiten gleichzeitig zufließen
lassen oder eine nach der anderewhintereinander. Die verschiedenen Einheiten können
den Elektrolyten aus besonderen Zweigen des Hauptkanals empfangen, oder der Elektrolyt
kann eine Einheit nach der anderen reihenweise durchströmen. Im letzteren Falle
wird die Reglung der Durchflußmenge durch eine Einheit dadurch gesichert, daß man
mehr oder weniger von dem Hauptstrom um die Einheit herum durch eine Nebenleitung
hindurchströmen läßt.
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Wo die Einheiten hintereinandergeschaltet sind und den Elektrolyten
aus einer gemeinsamen Quelle empfangen, kann es notwendig werden, die aus kreuzenden
Strömen herrührende Störung zu vermeiden, indem man die Kontinuierlichkeit des elektrolytischen
Stromes, der von und zu den Einheiten fließt, mittels eines Hahnes mit einem schwingenden
Ablenkungsflügel unterbricht oder mittels einer umlaufenden Scheibe oder Schraube,
einem doppelten Kippgefäß oder einer anderen Vorrichtung.
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Anstatt ein einziges zirkulierendes System, wie es in dem angeführten
Beispiel angegeben ist, anzuwenden, können deren zwei vorgesehen werden; in dem
einen wird der Elektrolyt auf einer höheren Temperatur gehalten als in dem anderen.
Die Arbeitstemperatur in der Einheit kann dadurch geregelt werden, daß man die relativen
Mengen von wärmerem und kälterem Elektrolyten regelt, die der Einheit aus den beiden
zirkulierenden Systemen zugeführt werden,