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DE432514C - Verfahren zur Elektrolyse geschmolzener Massen - Google Patents

Verfahren zur Elektrolyse geschmolzener Massen

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DE432514C
DE432514C DEM86756D DEM0086756D DE432514C DE 432514 C DE432514 C DE 432514C DE M86756 D DEM86756 D DE M86756D DE M0086756 D DEM0086756 D DE M0086756D DE 432514 C DE432514 C DE 432514C
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DE
Germany
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electrolyte
decomposition
temperature
containers
units
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Application number
DEM86756D
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English (en)
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Individual
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Individual
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Publication date
Priority to DEM86756D priority Critical patent/DE432514C/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C7/00Constructional parts, or assemblies thereof, of cells; Servicing or operating of cells
    • C25C7/005Constructional parts, or assemblies thereof, of cells; Servicing or operating of cells of cells for the electrolysis of melts

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren zur Elektrolyse geschmolzener massen. Vorliegende Erfindung bezieht sich. auf die Elektrolyse geschmolzener Massen, z. B. auf die Gewinnung von metallischem Natrium durch elektrolytische Zersetzung von geschinolzenein Kochsalz, und bezweckt die Erzielung möglichst guter Energieausnutzung bei großer Betriebssicherheit bei solchen Verfahren, bei welchen der geschmolzene Elektrolyt durch den Zersetzungsbehälter (oder durch die Zersetzungsbehilter einer Batterie) hindurchbewegt und das Zersetzungsbad durch den neu eingeführten Elektr olytstrom in einem für die Zersetzung geeigneten Zustand erhalten wird.
  • Für das Endergebnis der Elektrolyse in einem derartigen kontinuierlichen Verfahren spielt eine genaue Temperaturüberwachung in dem Zersetzungsraum eine entscheidende Rolle. Um diese unabhängig von wechselnden Betriebsverhältnissen und namentlich auch von Verschiedenheiten der Wärmeausstrahlung aus verschiedenen zu einer Batterie gehörigen Zersetzungsbehältern oder auch aus verschiedenen Abschnitten eines Zersetzungsbehälters von großer Abmessung erfolgreich durchzuführen, wird gemäß vorliegender Erfindung der Elektolyt außerhalb des Zersetzungsbehälters (oder der Behälter) einer geeigneten Temperaturbeeinflussung unterworfen und in einem für die Aufrechterhaltung der günstigsten Temperaturverhältnisse in der Zelle geeigneten Temperaturzustande dem Zersetzungsbad wieder zugeführt.
  • Eine solche Betriebsweise ist von besonderem Wert beim Betrieb einer Mehrzahl von zu einer Batterie zusammengeschlossenen Zersetzungsbehältern, bei deren engem Zusammenbau - wie er sich zur Verminderung der Wärmeausstrahlung empfiehlt - die Ausstrahlung der verschiedenen Zellen sehr verschieden ausfällt. Um die Temperaturüberwachung in diesem Falle möglichst einfach durchzuführen, empfiehlt es sich, die den einzelnen Zellen entnommenen Elektrolytströnie in gesammelter -lasse der Temperaturbeeinflussung außerhalb der Zellen zu unterwerfen und die einzelnen Zellen aus einer gemeinsamen Leitung mit geeignet temperierteni und nach Bedarf aufgefrischtem Elektrolyten zu speisen.
  • Eine solche Arbeitsweise ermöglicht zugleich, auf einfache Art eine Reinigung des Elektrolyten, namentlich von den sedimentären Verunreinigungen, die sich aus der Abnutzung der Zellenapparatur ergeben, vorzunehmen, die mit der Temperaturbeeinflussung außerhalb der Zellen Hand in Hand gehen kann.
  • Ergänzend zu der zentralen Temperaturbeeinflussung außerhalb des Bades der einzelnen "Zellen kann auch noch eine Temperaturbeeinflussung der den einzelnen Zellen zugeführten - Elektrolvtströme vorgesehen werden.
  • Eine zur Ausführung der Erfindung geeignete Anlage ist auf den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht und wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungsfiguren erläutert.
  • In der Zeichnung stellen dar: Abb. i einen Längsschnitt, teilweise einen Schnitt nach der Linie i-1 der Abb. 2, Abb. 2 einen Grundriß, Abb. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 der Abb. 2, Abb. q. einen Schnitt nach der Linie d.-.1 der Abb.2. Abb. 5 einen Querschnitt in größerem Maßstabe für eine elektrolysierende Einheit, Abb. 6 einen Längsschnitt der elektrolysierenden Einheit.
  • Die dargestellte Anlage besteht aus einer Mehrzahl von elektrolysierenden Einheiten io, die mit einer Stromquelle ii in mehrfacher elektrischer Zierbindung stehen und so gruppiert sind, daß die äußeren wärmeausstrahlenden und wärmeleitenden Flächen vermindert werden. Die Wandungen der Zellen 12, in welchen die Einheiten untergebracht sind, bestehen zweckmäßig aus feuerfesten Ziegeln und feuerfesten Tonkörpern und sind mit Wärmeschutzmasse umgeben, z. B. durch Ziegel 13 aus Kieselgur. Die Anoden 14, die einen Teil der Zellenwandung bilden, bestehen aus Graphit und sind mit der elektrischen Stromquelle ii durch Graphitleiter 15 verbunden. Die Kathoden 16 können aus Kupfer bestehen; jede enthäIt einen Rahmen von etwa derselben Höhe wie die Anode und wird von einem Speichenkranz, einer durchlochten Platte r; o. dgl. mit stromzuleitender Kupferstange getragen. Die stromleitenden Stangen sind in mehrfacher elektrischer Verbindung durch die Leitungen 19 rnit der Stromquelle i i vereinigt.
  • Das Diaphragnia 2o besteht aus rechteckigen Körpern aus Drahtgaze, die von die Kathoden überdeckenden Hauben 21 getragen werden. Die Hauben werden von Röhren 22 getragen, durch «-elche das metallische Natrium, das sich beim Betrieb in den Hauben ansammelt, abgezogen wird. In der Mitte der Hauben sind geflanschte Rohrstücke 2i' angeordnet, welche den Durchgang zwischen den oberen und unteren Flüssigkeitsoberflächen der Zellen vermitteln. Das bei der Elektroly se entwickelte Chlorgas entweicht durch Abziige 23.
  • Die Böden 24 der Zellen konvergieren und münden in einen Längskanal 25, voll denen einer für jede der beiden Zellenreihen vorhanden ist. Jeder Kanal 25 mündet an dem leinen Ende in einen Elektrolytbehälter 26, und die beiden Behälter 26 stehen an oder nahe ihren Böden durch einen Ouerkanal27 (Abh. 4) miteinander in Verbindung. In jedem Behälter 26 ist eine Pumpe 28, deren Auslaß zu Filterkammern 29 führt. Jedes Filter 2,9 hat einen Auslaß 3o, der mit einem mittleren Behälter 31 in Verbindung steht.
  • Eine Pumpe 32 in dem Behälter 31 mündet rnit ihrem Einlaß in den Elektrolyten des Behälters, während der Auslaß durch Rohr 33 reit einer Zellenspeiseleitung 34 in Verbindung steht, die in einem Kanal des oberen Teiles des Mauerwerks zwischen und über den beiden Zellenreihen liegt. Zweigrohre 35 verteilen den Elektrolyten zu den einzelnen Zellen; der Durchfluß durch die einzelnen Zweigrohre wird durch Ventile 36 geregelt. Der Elektrolyt wird zweckmäßig in die Zellen an zwei Punkten an jeder Seite eingeführt. Ein Teil tritt an dein oberen Teil der Anode 14 durch Röhren 37 (Abb. 6) ein und ein Teil nahe dein oberen Teil des Bades durch die Röhren 38. Der Durchfluß durch die Röhren 37 und 38 wird durch nicht dargestellte Einrichtungen geregelt, wie durch Leitplatten in den Zweigrohren 35. L m dem zu den Einheiten fließenden Elektrolyten Wärme zuzuführen, ist jedes Speiserohr 37 rnit einem elektrischen Widerstand 39 ausgestattet. Um dem Elektrolyten Wä rrne zu entziehen, wenn er die Zweigleitungen durchströmt, sind diese an ihren oberen Teilen mit Wassermänteln d.o versehen (Abb. 3).
  • Jenseits der Zweigröhren der letzten Zellen ist das Hauptrohr 3_l. zurückgebogen und verläuft nach hinten unterhalb des speienden Stranges durch den mittleren Behälter 31 hindurch und mündet in eine den Elektrolyten heizende Retorte 41. Diese kann mit einem Gas- oder COlbrenner 4.2 beheizt werden. Durch einen mit Ventilen versehenen Auslaß 43 wird der Elektrolyt, der nicht auf die Zellen io verteilt wird, in den Behälter 31 zu erneutem Umlauf zurückgeführt, wobei das Ventil 44 in dem Abschnitt des Hauptrohres, der zur Retorte 41 führt, teilweise oder ganz geschlossen ist. Wenn die Wiedererwärmung des Elektrolyten notwendig ist, dann wird das Ventil 44 geöffnet und das Ventil 43 teilweise oder ganz geschlossen.
  • Neben den Behältern 26 sind Retorten `1 .5 angeordnet, die mit den Behältern in Verbindung stehen; in die Retorten .I5 werden feste Auffüllstoffe, z. B. Kochsalz, mit geringen Mengen von Flußmitteln versetzt, durchT r ichter 4.6 eingeführt, geschmolzen und gereinigt. Die Retorten können von außen durch Gas-oder ölbrenner .I7 erhitzt werden. Zur Reinigung der Stoffe werden diese in geschmolzenem Zustande durch besondere elektrochemische Einheiten .I8 voa geringer Spannull- geleitet, die in die Schmelzbäder der Retorten 45 eintauchen und mit unlöslichen oder entfernbaren Anoden ausgestattet sind. Die geschmolzenen Auffüllstoffe gelangen aus den Einheiten <1.8 durch Röhren .I9 in Behälter 26, wo sie sich mit dem Rückstand des Elektrolyten mischen, und «-erden hier filtriert.
  • Um in dein geschmolzenen Elektrolyten der Behälter 26 eine erhöhte Temperatur aufiechtzuerhalten, kann ein elektrischer Widerstand 5o längs ihrer Böden und des Bodens der Querleitung 27, welche die Behälter 26 verbindet, angeordnet sein. Die Polklemmen des Widerstandes sind mit 51 bezeichnet. In ähnlicher Weise kann der Kanal 25 mit einem elektrischen Widerstand 52 ausgestattet sein. um den darin enthaltenen geschmolzenen Elektrolyten auf erhöhter Temperatur zri erhalten.
  • Zur Ausführung des Verfahrens wird ein geschmolzener Elektrolyt von richtiger Temperatur, Reinheit und Zusammensetzung, z. B. Natriumchlorid und Flußmitteln, aus dem Beli <lter 31 durch Hauptrohr 34. zu jeder Einheit gepumpt, und zwar im Überschuß über die für die elektrolytische Zersetzung geförderte Menge. Der Fluß des Elektrolyten zu den verschiedenen Einheiten wird durch die Ventile 36 in den Zweigl-zanälen 35 geregelt und die Temperatur des eintretenden Elektrolyten mittels der entsprechenden elektrischen Heizelemente 39 (Abh. 5). Durch diese Reglung wird die Temperatur des der Eiektrolvse unterworfenen Elektrolyten auf dem Punkt gehalten, der die höchsten Ausbeuten begünstigt. Auch eine geeignete Teilung des elektrischen Stromes wird zwischen den verschiedenen Einheiten gewahrt, die zu mehreren verbunden sind.
  • Man läßt den Elektrolyten durch die Einheiten derart umlaufen (s. Pfeile in Abb. 5 und 6), daß feste Verunreinigungen, wie Teilchen von Kohle, Carbiden, Eisen, Calcium, Magnesium, Kupfer, Sand und feuerfester Ton, ebenso wie gelöste Verunreinigungen, wie metallisches Chlorid, von dem verbleibenden Teil des Elektrolyten (d. h. dem nicht zersetzten Teil) entnommen und aus der Zone des elektrolytischen Vorganges entfernt werden. Der mit Verunreinigungen beladene Elektrolyt strömt durch den offenen Boden einer jeden Einheit in den einen der Kanäle 25, wo er sich mit den Rückständen aus den übrigen Einheiten vereinigt, und durch diese Kanäle 25 wird der Elektrolyt dem Behälter 26 zugeführt, der Einrichtungen zur Entfernung der Verunreinigungen aus dem Elektrolyten enthält. Die Reinigung besteht in einer chemischen Behandlung oder Elektrolyse in einer besonders bezeichneten Einheit, um die Verunreinigungen aus der Lösung zu trennen, oder nur im Ausfällen oder Abfiltrieren der festen Verunreinigungen. Das besondere Reinigungsverfahren hängt von der Natur der Verunreinigungen ab, die ihrerseits wieder von der Reinheit der für die Ergänzung verwendeten Materialien abhängt, ebenso wie von der Natur der Ausgangsstoffe, die für den Aufbau und für die Ausfütterungen der die Einheit umschließenden Zelle verwendet worden sind, und schließlich von der Geschicklichkeit des Arbeiters. Im allgemeinen ist die mechanische Behandlung ausreichend, und deshalb ist ein Filter 29 in jedem Behälter 26 dargestellt, durch welchen der Elektrolyt mittels der Pumpe 28 hindurchgedrückt wird. Die Filter können aus Drahtgaze, gelochtem Metall, Koks, Holzkohle und ähnlichen Stoffen bestehen. Aus dem Filter 29 strömt der gereinigte Elektrolyt in den mittleren Behälter 31 zum Wiederumlauf.
  • Die Hilfsmittel zum Schmelzen und Mischen der Stoffe, die zur Ergänzung des Elektrolyten erforderlich sind, sind zweckmäßig mit den Einheiten zusammengruppiert, wie dargestellt, und wo die Anzahl der Einheiten ausreicht, dort können die Hilfsmittel zum Reinigen dieser Stoffe vorhanden sein. Bei dem dargestellten Beispiel werden die Ergänzungsstoffe, meistens Kochsalz mit geringen Mengen von Flußmitteln, in den Retorten 45 geschmolzen, denen sie aus dem Trichter 46 (Abb. i) in festem Zustande zugeführt werden. Die Reinigung der Ergänzungsstoffe wird im dargestellten Falle durch Elektr olysieren des geschmolzenen Stoffes in einer besonderen Einheit 48 von niedriger Spannung ausgeführt, deren Anoden unlöslich oder entfernbar sind. Durch diese Behandlung werden die sauerstofftragenden Verunreinigungen niedergeschlagen und verhindert, in den regelmäßigen Prozeß einzutreten und die permanenten Graphitelektroden anzugreifen. Die Einheiten 48 sind als in die Schmelzbäder der Retorten 45 eintauchend dargestellt.
  • Die geschmolzenen Auffüllstoffe werden aus den Einheiten 48 durch Leitungen 49 in die Behälter 26 geführt, wo sie sich mit dem Rückstand des Elektrolyten mischen und mit diesem filtrieren. Die Temperatur des geschmolzenen Elektrolyten in den Behältern 26 wird auf der richtigen Höhe durch die in den elektrischen Widerständen 50 und 52 entwickelte Wärme aufrechterhalten; die Widerstände sind an den Böden der Behälter und den Leitungen 25 und 27 angeordnet.
  • Der gereinigte und aufgefüllte Elektrolyt wird aus den Filtern 29 in den Behälter 31 entleert, von wo er wieder im Überschuß in die verschiedenen Einheiten io durch das Hauptrohr 34 gepumpt wird. Der geschmolzene Elektrolyt, welcher aus dem Hauptrohr nicht auf die verschiedenen Einheiten verteilt wird, fließt durch den Umkehrstrang des Hauptrohres zu dem Behälter 31 über den Hahn 43 (Abb. 3 und 4). Der zurückfließende Elektrolyt kann ganz oder teilweise durch das Ventil 44 in die Retorte 41 entleert werden, wo Wärme hinzugefügt wird, und der heiße Elektrolyt wird durch Rohr 53 in den Behälter 31 entleert, aus welchem er wieder den verschiedenen Einheiten durch Hauptrohr 34 zugepumpt wird.
  • Durch Hinzufügung von Wärme zu dem Elektrolyten in den Retorten 45 und 41 und dem Widerstand in dem Kanal 2,7 kann das thermische Gleichgewicht in dem System aufrechterhalten werden, und. die Einheiten arbeiten mit einer Stromdichte und einem Elektrodenabstand, der den größtmöglichen Ausbeuten am günstigsten ist. Die zugeführte Wärme ersetzt einen bedeutenden Teil der gesamten Energieverluste und hat die Ersparnis an elektrolytischer Kraft zur Folge, da die Arbeitsspannung bis auf einen Punkt verringert wird, der sich der Zersetzungsspannung möglichst nähert. .
  • Wo Wärme durch Verbrennung von Brennstoffen zugeführt wird, können die Retorten 45 und 41 ganz aus wärmebehandeltem Stahl, Nickelchrom oder anderen geeigneten Legierungen bestehen oder nur mit diesen ausgefüttert sein. Da die Menge der aus den Retorten entweichenden Gase bedeutend ist, und da sie die Heizflächen mit sehr hoher Temperatur verlassen, so ist es wirtschaftlich, sie durch irgendeinen Economiser, z_. B. einen Dampfkessel, hindurchzuschicken (nicht dargestellt).
  • Wenn die Kosten der elektrischen Kraft verhältnismäßig gering sind, dann kann die Wärme zum Schmelzen der Auffüllstoffe und zur Aufrechterhaltung des Temperaturgleichgewichtes dadurch erhalten werden, daß man die Kraft direkt oder indirekt durch Widerstände in den Retorten :MS und 41 oder in den Behältern 26 und 2fi leitet.
  • Die Reglung der Temperatur des in jede Einheit eintretenden Elektrolyten wird bewirkt, indem man an irgendeinem Punkt zwischen dem Hahn 36 jeder Einheit und dem Punkt, wo der Elektrolyt in die die Einheit umgebende Kammer eintritt, Wärme zuführt oder abzieht. Diese Wärme wird zugeführt, indem man eine elektrische Hilfskraft einleitet oder durch Verbrennen von Gas oder Öl. Bei der dargestellten Ausführungsform wird sie durch die elektrischen Widerstände 39 (Abb. 5) in jedem Zweigkanal 35 erhalten, der jeden Hahn 36 mit der die Einheit umgebenden Kammer verbindet. Wo Öl oder Gasfeuerung angewendet wird, ist eine kleine Schlange oder Retorte (nicht dargestellt) von ausreichender Heizfläche zwischen jedem Hahn und dem entsprechenden Zweigkanal eingeschaltet, und man läßt den eintretenden Elektrolyten durch diese Schlange oder Retorte hindurchfließen, deren äußere Fläche von den Flammen bestrichen wird. Die Hitze wird durch Wasserkühlung abgezogen. Bei dem dargestellten Beispiel ist der obere Teil jedes Zweigkanals 35 von einem Wassermantel q.o (Abh. 5) umgeben von solchen Abmessungen, ((aß die Temperatur des fließenden Elektrolyten ohne Gefahr des Einfrierens oder der Erstarrung vermindert werden kann.
  • Durch die Art und Weise, wie das Fließen durch das Hauptrohr 3.4 erfolgt, gelangt der Elektrolyt in den Hahn 36 jeder Einheit bei praktisch derselben Temperatur. Auch die Zusammensetzung des Elektrolyten ist in allen Einheiten praktisch gleichförmig. Diese leiden Tatsachen ermöglichen, daß die meisten Einheiten nur -durch Reglung der Durchflußinenge des eintretenden Elektrolyten geregelt werden. Bei Einheiten mit anormaler Ausstrahlung oder charakteristischen Wirkungsgraden jedoch ist es vorteilhaft, die Temperatur des eintretenden Elektrolyten regeln zu können.
  • Infolge der Reglung, die durch Einstellung der Temperatur und der Durchflußmenge des eintretenden Elektrolyten erfolgt, ist es möglich, den elektrolytischen Strom für Durchschnittsbedingungen zu bemessen und ihn lange Zeit ohne Nachreglung laufen zu lassen. Die sich in jeder Einheit entwickelnde Hitze, welche zum Warmlaufen führt, wird durch eine verhältnismäßig große Durchflußmenge von leicht überhitztem Elektrolyten in den Kanal 25 abgeleitet, wo er den abgekühlten Elektrolyten anwärmt, der aus den Einheiten zurückkehrt, die zum Kaltlaufen neigen. Diese ausgleichende thermische Wirkung ist sehr vorteilhaft für die Energieersparnis und für die Stabilisierung des Systems, das dann geringerer Wartung bedarf.
  • Der Umlauf des Elektrolyten durch jede Einheit wird so gestaltet, daß der reinste Elektrolyt sich immer in der elektrolytischen Zone befindet, daß Verunreinigungen am Eintritt in die elektrolytische Zone verhindert und in die Behälter 26 mit dem rückständigen Elektrolyten entfernt werden. Der Umlauf erleichtert auch die Temperaturreglung des Elektrolyten jeder Einheit. Bei dein dargestellten Beispiel wird dies dadurch herbeigeführt, daß man einen Teil des Elektrolyten oben an der Anode und einen Teil nahe der Wandoberfläche eintreten läßt (Abb. 5 und 6). Durch Reglung der an diesen Stellen eintretenden relativen Durchflußmenge, was durch Leitplatten in den von den Hähnen 36 zu jeder elektrolytischen Kammer führenden Kanälen 35 erfolgt, und durch Abmessung der verschiedenen Öffnungen und Kanäle führt dieses Umlaufverfahren zu sehr befriedigenden Ergebnissen.
  • Die hilfselektrische Wärme wird vorteilhaft dem Hauptrohr 3:I und dem Kanal 25 zugeführt, um das Anlassen des Systems zu erleichtern und es in ruhigem Betrieb zu erhalten.
  • Die Anwendung der Erfindung auf das beschriebene Verfahren hat folgende Verbesserungen zur Folge: z. Eine große Verminderung an Energieverlusten.
  • 2. Die für eine Gewichtseinheit des Erzeugnisses verbrauchte elektrolvtisclie Kraft wird verringert.
  • 3. Die Stromdichte, Elektrodenabstand und der Zustand des Elektrolvten hinsichtlich seiner Bestandteile, Temperatur und Reinheit sind die denkbar besten für gleichförmige und ununterbrochene hohe Ausbeuten.
  • d.. Die Einheiten werden vollkommen zufr iedenstellend in 'Mehrzahl betrieben, wodurch es ermöglicht wird, daß sie zu dem dargestellten gedrungenen einfachen System gruppiert werden können.
  • 5. Die für die Auswechslung des Diaphragznas und zur Reinigung erforderlichen Unterbrechungen werden wesentlich verringert.
  • 6. Die Betriebs- und Wartungsarbeiten werden vermindert.
  • Infolge des ununterbrochenen Betriebes unter gleichförmigen Bedingungen sind die Abnutzung und Beschädigung geringer, und durch das Schmelzen der Auffüllstoffe an einer Stelle und durch die mechanische Führung des Schmelzbades werden Arbeit und Kraft erspart.
  • Die Erfindung ist nicht auf die dargestellte Anordnung mit ihren Einzelheiten beschränkt, da sie mit Vorteil für jede beliebige Anordnung der Einheiten oder auf eine einzige isolierte Einheit angewendet werden kann. Die elektrochemischen Einheiten können in ein gemeinsames Bad gestellt oder durch Zwischenwandungen getrennt sein. Ebenso kann die Ausrüstung für die Reinigung und Behandlung in einem gemeinsamen Bade mit den elektrochemischen Einheiten enthalten oder sie kann in einem besonderen Abteil untergebracht sein, wie beschrieben.
  • Die Reinigung und die Behandlung des Elektrolyten - können getrennt ausgeführt werden, ein Teil, z_. B. das Absetzen und Filtrieren, kann im Zusammenhang mit den Einheiten ausgeführt «erden, während eine Sonderbehandlung ununterbrochen oder beschickungsweise in einer besonderen von den Einheiten getrennten Reinigungsanlage vorgenommen werden kann. Ebenso kann die Vorbereitung der Auffüllstoffe in Verbindung mit den Einheiten, wie beschrieben, ausgeführt werden oder in einer getrennten Anlage.
  • Der Umlauf des Elektrolyten kann ununterbrochen erfolgen oder absatzweise. Jede Einheit kann einen unabhängigen Umlauf und eine selbständiges Reinigungssystem haben, oder eine Anzahl von Einheiten kann an ein gemeinsames System angeschlossen werden. Man kann dem Elektrolyten zwei oder mehr Einheiten gleichzeitig zufließen lassen oder eine nach der anderewhintereinander. Die verschiedenen Einheiten können den Elektrolyten aus besonderen Zweigen des Hauptkanals empfangen, oder der Elektrolyt kann eine Einheit nach der anderen reihenweise durchströmen. Im letzteren Falle wird die Reglung der Durchflußmenge durch eine Einheit dadurch gesichert, daß man mehr oder weniger von dem Hauptstrom um die Einheit herum durch eine Nebenleitung hindurchströmen läßt.
  • Wo die Einheiten hintereinandergeschaltet sind und den Elektrolyten aus einer gemeinsamen Quelle empfangen, kann es notwendig werden, die aus kreuzenden Strömen herrührende Störung zu vermeiden, indem man die Kontinuierlichkeit des elektrolytischen Stromes, der von und zu den Einheiten fließt, mittels eines Hahnes mit einem schwingenden Ablenkungsflügel unterbricht oder mittels einer umlaufenden Scheibe oder Schraube, einem doppelten Kippgefäß oder einer anderen Vorrichtung.
  • Anstatt ein einziges zirkulierendes System, wie es in dem angeführten Beispiel angegeben ist, anzuwenden, können deren zwei vorgesehen werden; in dem einen wird der Elektrolyt auf einer höheren Temperatur gehalten als in dem anderen. Die Arbeitstemperatur in der Einheit kann dadurch geregelt werden, daß man die relativen Mengen von wärmerem und kälterem Elektrolyten regelt, die der Einheit aus den beiden zirkulierenden Systemen zugeführt werden,

Claims (3)

  1. PATENT-AN SPRÜCFIE: i. Verfahren zur Elektrolyse geschmolzener Massen, welche durch Umlauf durch die Zersetzungsbehälter in für den elektrolytischen Prozeß günstigem Zustande erhalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptmaßnahmen zur Reglung der Temperatur in den Zersetzungsbehältern außerhalb des Zersetzungsbades in Wärmeaustauschern getroffen werden, welche von neu in die Zersetzungsbehälter einzuführenden Elektrolyten passiert werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i zum Betriebe einer Batterie von Zersetzungsbehältern, dadurch gekennzeichnet, daß der aus einer Mehrzahl von Zersetzungsbehältern abgezogene schmelzflüssige Elektrolyt in gesammelter Masse außerhalb der Zersetzungsbehälter einerTemperaturbeeinflüssung und vorzugsweise auch einer Reinigungsoperation unterworfen und gegebenenfalls nach entsprechender Auffrischung den einzelnen Zersetzungsbehältern wieder zugeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung des Elektrolyten zu den verschiedenen Zersetzungsbehältern der Batterie unter individueller Kontrolle aus einer gemeinsamen Leitung erfolgt. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die den einzelnen Zersetzungsbehältern zugeführten Elektrolytströme einer ergänzenden Temperaturbeeinflussung durch besondere _Värmeaustauschvorrichtungen -unterworfen werden.
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